Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Tania
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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Tania » Sonntag 5. Mai 2019, 21:12

bettaweib hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 20:51
So Tür aufhalten finde ich fein.
Ja, mein Nachbar früher war da auch der totale Gentleman. Der hat wirklich JEDES MAL die Tür aufgehalten, wenn seine Frau mit den Kohlen aus dem Keller kam :shylove:
Lonely_Boy18 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 21:01
Bei Dates ist ggf. eine Kleinigkeit als Aufmerksamkeit wahrscheinlich ein Muss.
Nein. Es reicht wenn Du selbst erscheinst. Wenn Du gern etwas mitbringen willst, dann bitte etwas, was in die Hand- oder Jackentasche passt. Es ist einfach mega unpraktisch, den ganzen Abend ne Rose mit sich rumzuschleppen.

Zum eigentlichen Thema fällt mir nix ein. Ich versuche einfach es auszuhalten.

The woods are lovely, dark and deep,
But I have promises to keep,
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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von bettaweib » Sonntag 5. Mai 2019, 21:20

Tania hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 21:12
bettaweib hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 20:51
So Tür aufhalten finde ich fein.
Ja, mein Nachbar früher war da auch der totale Gentleman. Der hat wirklich JEDES MAL die Tür aufgehalten, wenn seine Frau mit den Kohlen aus dem Keller kam :shylove:
:lol:
Wer nichts tut, nur weil er Angst hat Fehler zu machen, hat bereits den größten Fehler gemacht.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Axolotl » Sonntag 5. Mai 2019, 22:27

Tania hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 21:12
Es ist einfach mega unpraktisch, den ganzen Abend ne Rose mit sich rumzuschleppen.
Mir fallen spontan ein paar seriöse und unseriöse Dinge ein, wo man die verstauen kann. :lol: Hängt ein bisschen von der Kleidung ab. Ich gebe zu, so ganz ohne Kleidung wäre dann Kreativität gefragt. Aber auch da finden sich Lösungen :mrgreen:
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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Melli » Sonntag 5. Mai 2019, 22:28

Dichter hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 15:53
Das Problem ist, dass ich kaum Familie in unmittelbarer Umgebung habe.
Mir ging das jahrelang ähnlich. Ich hatte eine kaputte Familie in D und eine anständige in Madurai. Aber auch eine Schwester und eine Freundin in D.

Wenn sich eine Schlange um deinen Fuß gewickelt hat, dann wirst du sie nicht los, ohne daß sie dich beißt.
Dichter hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 15:53
Und das Gefühl der Einsamkeit macht sich im Frühling besonders breit. Selbst Honks laufen mit einer Perle herum. Die Sehnsucht nach einer dauerhaften Beziehung wird wieder größer. Ich kann das Gefühl leider nicht amputieren. Geht es euch auch so? Wie geht ihr damit um?
Wie schon im Sommer-Thread geschrieben:
Melli hat geschrieben:
Dienstag 23. April 2019, 09:00
Als ich 19 war, ist bei mir eine gewisse Desensibilisierung eingetreten. Da habe ich die kaum noch bewußt wahrgenommen :schwarzekatze:
Ich habe dann sogar recht viel alleine unternommen, Spaziergänge, Wanderungen, Konzertbesuche, Buch- und Plattenländen geplündert, in Bibliotheken abgehangen... Aber natürlich hatte ich damit auch Zuhause entsprechend viel zu tun...

Durch Einsamkeit, Frustriertheit und einige weitere Scheiß-Gefühle blieb mir nichts anderes als mich irgendwie da hindurchzuleiden.
Vicky7 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 17:34
Ich frage mich nur, wie ich es konkret anstellen soll, eben mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen.
Geh einfach unter Leute, lautet da der Ratschlag.
[...]
Ja, ich gehe unter Leute, aber ich gehöre nicht zu ihnen und habe auch keine Idee, wie ich das anstellen sollte.
Ging mir auch so. Der Ratschlag ist eben allzu naiv.
Vicky7 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 17:34
Wäre ich ein Mann, dann wüsste ich sehr genau, was ich tun sollte - schließlich bin ich eine Frau und weiß, was ich mir von einem Mann wünsche. [...]
Mach mal den Reziprozitätstest: Wenn ein Mann eine Frau wäre, dann wüßte er was zu tun wäre, denn schließlich wäre er ein Mann und wüßte was er sich von einer Frau wünschte.

Ein positives Element in der Frage "Was wäre, wäre ich...", ist daß man versucht eine entsprechende Empathie aufzubringen.

Aber "Wie wäre das für mich, wäre ich nicht ich..." stellt eine absolute Grenze dar. An dem Punkt kann man keine sinnvolle Aussage mehr treffen.
Голова устает думать, душа чувствовать.
(Марина Цветаева)
["The head grows weary of thinking, the soul of feeling."]

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Dieerrax » Sonntag 5. Mai 2019, 23:53

Ich wollte jetzt nach der ersten Nachricht von Vicky eigentlich was schreiben... also dass, ja, ich immer die nettesten Nachrichten von Frauen erhalten habe (also mit dem "ich weiß was die wollen", das stimmt schon -ich habe so auch zwei männliche Freunde von mir an die Frau gebracht :mrgreen: ), aber auf den Treffen hat es dann trotzdem nie bisher bei mir beidseitig gefunkt.

Aber bei späteren Posts von vicky war ich dann nur noch verwirrt... :verwirrt:
(aber dass es leichter statistisch ist für ältere Männer mit akademischem Abschluß als ältere Frauen mit selbigem - das hatten wir schon).

Zu Freunde finden: das empfinde ich als Frau qua Frau sein sehr leicht. Ich benutze die apps dafür und Frauengruppen und meet ups. (Keine Ahnung, wie Männer ihre gleichgeschlechtlichen Freunde finden. Die männlichen Freunde, die ich habe, sind alle mehrheitlich mit Frauen befreundet.)

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Dr. House » Montag 6. Mai 2019, 11:25

Vicky7 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 19:31
"Reden wir von einem Zeitaufwand in Stunden, Wochen, Jahren oder ueber 10 Jahren?"

Lieber Meisterschreiberling!

Zunächst einmal reden wir von einem Zeitaufwand von Sekunden.
ZB. am Arbeitsplatz, der Frau die Tür aufhalten, galant "bitte nach Ihnen/nach Dir" sagen, auch beim Kaffeeautomaten. Und zwar immer. Bei jeder Frau - Du steigst damit im kollektiven Ansehen. Fragen , ob SIE jetzt auch in die Kantine essen gehen möchte, sagt sie später, sagst Du mit einem freundlichen Lächeln "gut, dann warte auch ich noch ein wenig - ich darf mich doch anschließen?!" Ihr die Platzwahl überlassen, vielleicht sogar den Sessel zurechtrücken, ihr Wasser einschenken, im Gespräch keine Maske aufsetzten, durchaus Meinung haben und dazu stehen - sie allerdings begründen können und die Meinung anderer respektieren, und ja - nicht vergessen - ein bisschen auch mit den beruflichen Leistungen zu prahlen. Und irgendwann - wenn Du das öfters gemacht hast und ihr im Gespräch eine Vertrauensbasis gefunden habt - lade Sie auf ein Essen ein, oder zumindest auf einen Drink - außerhalb der Firma. Erkundige Dich nach ihren Vorlieben - wähle aber Du das Lokal und bezahle auch. Jede Frau möchte wie eine Prinzessin behandelt werden - so klischeehaft und unemanzipiert das auch klingt (Wenn Du das nicht glaubst, kauf Dir mal ein paar Frauenromane und lies sie - Frauen wollen einen Gentleman!). Ein besonders tolles Aussehen, besondere Klamotten oder ein besonderes Styling brauchst Du nicht. Es reicht, wenn Du stets gewaschen duftest. Ich sehe täglich nette, zum Teil sehr unattraktive Kollegen, die sich so halb so alte, sehr hübsche Frauen geangelt haben (die in der Hierarchie im Gegensatz zu mir unter ihnen stehen, mit denen ich aber, was Mann so will, eben nicht mithalten kann).
Hat mal wer 10 Cent für's Phrasenschwein?
Ich war einst glücklich, wenn auch nur im Traum.
Doch ich war glücklich.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Seb-X » Montag 6. Mai 2019, 11:33

Lonely_Boy18 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 21:01
Ablenkung durch Tätigkeiten, die einen erfüllen und die Zeit und Umgebung schnell vergessen lassen.
Da fallen mir keine ein, die eine derartige Intensität erreichen.
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Polarfuchs » Montag 6. Mai 2019, 11:42

Seb-X hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 11:33
Lonely_Boy18 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 21:01
Ablenkung durch Tätigkeiten, die einen erfüllen und die Zeit und Umgebung schnell vergessen lassen.
Da fallen mir keine ein, die eine derartige Intensität erreichen.
Gibt es vielleicht eine Sportart, die dir gefällt? Oder gibt es ein Musikinstrument, welches du gerne lernen möchtest? Gibt es eine Ausstellung, die dich interessiert? :gruebel:

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von schmog » Montag 6. Mai 2019, 11:45

Seb-X hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 11:33
Lonely_Boy18 hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 21:01
Ablenkung durch Tätigkeiten, die einen erfüllen und die Zeit und Umgebung schnell vergessen lassen.
Da fallen mir keine ein, die eine derartige Intensität erreichen.
Höre ich laut und intensiv Rockmusik vergesse ich meine Einsamkeit rasch! 8-)
Zum Glück wohne ich alleine im Haus und kann aufdrehen wie ich will.
So schreib dein Leben auf ein Stück Papier und warte bis die Zeit vergeht.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Seb-X » Montag 6. Mai 2019, 12:12

Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 11:42
Gibt es vielleicht eine Sportart, die dir gefällt? Oder gibt es ein Musikinstrument, welches du gerne lernen möchtest? Gibt es eine Ausstellung, die dich interessiert? :gruebel:
Nö. Eine neue Sportart hab ich vor knapp drei Jahren begonnen. Die hat keinen ausreichend ablenkenden Charakter. Musikinstrument? Ich hatte früher mal Gitarre gespielt, aber das hatte nie wirklich Spaß gemacht. Ich hatte dabei nie ein musikalisches Gefühl entwickelt. Ausstellungen? Interessieren mich schon lange nicht mehr.
Außerdem geht es um dauerhafte wirksame Ablenkung, nicht um momentane. Ablenkung müsste auch da sein, wenn das Hobby nicht ausgeübt wird.
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von BrokenHeartedMan » Montag 6. Mai 2019, 21:11

:fluchen:

Ach Mann! Wann hört der Mensch endlich auf zu glauben, dass nur ein Partner dafür sorgt, dass es mit Einsamkeit und schnödem Dasein vorbei ist?
Auch innerhalb einer Partnerschaft kann man einsam sein und traurig. Erwarte niemals, dass es damit vorbei ist, nur weil ein Kerl in dein Leben tritt. Männer sind von Natur aus eh Schweine und Lügner. Also, was soll's?

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Reinhard » Montag 6. Mai 2019, 21:15

BrokenHeartedMan hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 21:11
Männer sind von Natur aus eh Schweine und Lügner.
Einspruch. Ich bin zwar ein Schwein, aber lüge nie!
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

BrokenHeartedMan

Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von BrokenHeartedMan » Dienstag 7. Mai 2019, 22:42

Reinhard hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 21:15
BrokenHeartedMan hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 21:11
Männer sind von Natur aus eh Schweine und Lügner.
Einspruch. Ich bin zwar ein Schwein, aber lüge nie!
Sprach er mit gespaltener Zunge...

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Reinhard » Dienstag 7. Mai 2019, 22:44

BrokenHeartedMan hat geschrieben:
Dienstag 7. Mai 2019, 22:42
Reinhard hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 21:15
BrokenHeartedMan hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 21:11
Männer sind von Natur aus eh Schweine und Lügner.
Einspruch. Ich bin zwar ein Schwein, aber lüge nie!
Sprach er mit gespaltener Zunge...

Ah schön. Dann war das mit dem Schwein gelogen und ich bin ich also keins. Hervorragend. :schwitzen:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

BrokenHeartedMan

Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von BrokenHeartedMan » Dienstag 7. Mai 2019, 22:51

Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 7. Mai 2019, 22:44
BrokenHeartedMan hat geschrieben:
Dienstag 7. Mai 2019, 22:42
Reinhard hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 21:15


Einspruch. Ich bin zwar ein Schwein, aber lüge nie!
Sprach er mit gespaltener Zunge...
Ah schön. Dann war das mit dem Schwein gelogen und ich bin ich also keins. Hervorragend. :schwitzen:
Wenn du das so auslegen willst, dann tu dir keinen Zwang an.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Eliza Jane » Sonntag 12. Mai 2019, 17:13

Ich bin auch sehr vereinsamt. Von früheren Freundinnnen ist nur noch eine geblieben, sie hatte auch nie eine Beziehung und lebt leider weit weg. Alle anderen haben sich von mir distanziert. Mit 61 Jahren ist es sehr schwierig, neue Leute kennenzulernen. Menschen spüren sowieso, dass mit mir etwas nicht stimmt und reagieren entsprechend. Dazu kommt, dass ich einen stressigen Job habe (Callcenter) und nach der Arbeit sehr müde bin. Auch besuche ich sonntags immer meine alten Eltern. Früher bin ich sonnntags öfter in einer Gruppe gewandert. Aber nun fühle ich mich verpflichtet, mich um die Eltern zu kümmern.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von kiji » Montag 13. Mai 2019, 01:08

Sorry eliza jane, wenn ich mich nochmals einklinke. Mir ist aber grad meine tante in den sinn gekommen (und du kannst sie nicht sein, falls deine angaben stimmen😂, wär noch lustig)
Also die besagte tante hatte seit ich denken kann nie einen partner und es war auch nie thema. Wer weiss vielleicht hat sie ja ein sehr ausgefülltes sexualleben, ist vielleicht lesbisch und man weiss nix davon, aber zumindest offiziell und auch bei nachfragen, nicht sie persönlich, weiss niemand von was in dieser richtung. Sie ist also mit über 70 seit ungedenken alleine. Aber: ich kenne niemanden, der auch so unterwegs und integriert ist wie sie. Klar kommt sie aus einem katolischen elternhaus und da war glaub ich ohne partner zu leben auch nicht grad schlimm (natürlich auch ohne sex), aber sie hat mit abstand am meisten los. Ich habe mich nie getraut sie zu ihrem privatleben zu befragen, weil sie schon einige jahre älter ist, ich spreche auch nicht viel über sexuelles mit meinen eltern, aber bei ihr fand ich das zu unangebracht. Obwohl sie und ich die einzigen in der familie sind die offiziell keinen partner oder partnerin haben. Auf jedenfall hat sie ein riesiges soziales netz und geht auch ständig mit gruppen in die ferien. Halt wandergruppen, ist in vereinen, sehr vielseitig engagiert und das seit sie pensioniert ist umso mehr. Denke man kann immer neue menschen kennenlernen, wenn man will und lust dazu hat. Es gibt ja auch viele frauen, die in deinem alter wieder alleine sind. Mir ist auf jedenfall grad meine tante eingefallen als ich deinen post (oben) las.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Eliza Jane » Montag 13. Mai 2019, 21:13

@kiji: Also über 70 bin ich noch nicht... :) Ich hatte schon als Kind Kontaktschwierigkeiten, war Außenseiterin und wurde abgelehnt. Ich habe viel versucht und es gab auch bessere Zeiten in meinem Leben, in denen ich nicht so einsam war. Aber die Menschen spüren, das etwas mit mir nicht stimmt und sagen es mir. Dazu kommt, dass ich den Fehler gemacht habe, oft umzuziehen und mich selbst oft selbst entwurzelt habe. Im Moment nehmen der Job und das Kümmern um meine Eltern die meiste Zeit in Anspruch. Ich überlege jedoch, was ich ändern kann, da mich die Besuche bei meinen Eltern oft sehr belasten und mir der Ausgleich fehlt. Aber ich finde toll, was du über deine Tante schreibst!! :mrgreen: Da käme ich auch gerne hin.

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 14. Mai 2019, 16:27

Momentan fühle ich mich nicht nur einsam...
Kennt ihr das Gefühl von Traurigkeit und Neid/Eifersucht, weil andere um euch herum vergeben sind bzw. Sex usw. haben und ihr seid bei den Themen außen vor, obwohl ihr euch auch nach Nähe und Liebe sehnt?
Bei anderen wirkt es alles so einfach und sie scheinen ständig Erfahrungen zu machen.
Seit meiner letzten enttäuschenden Geschichte sind die Gefühle ziemlich stark!
Wäre ich etwas schneller gewesen und hätte mich mehr getraut, hätte ich wenigstens ein paar Erfahrungen sammeln können, würde es nicht ganz als verschwendete Zeit ansehen und würde mich nicht mehr so fühlen, als wäre ich bei dem Thema zurückgeblieben...

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Re: Einsamkeit durch Beziehungslosigkeit

Beitrag von bettaweib » Dienstag 14. Mai 2019, 16:47

Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 16:27
Momentan fühle ich mich nicht nur einsam...
Kennt ihr das Gefühl von Traurigkeit und Neid/Eifersucht, weil andere um euch herum vergeben sind bzw. Sex usw. haben und ihr seid bei den Themen außen vor, obwohl ihr euch auch nach Nähe und Liebe sehnt?
Bei anderen wirkt es alles so einfach und sie scheinen ständig Erfahrungen zu machen.
Seit meiner letzten enttäuschenden Geschichte sind die Gefühle ziemlich stark!
Wäre ich etwas schneller gewesen und hätte mich mehr getraut, hätte ich wenigstens ein paar Erfahrungen sammeln können, würde es nicht ganz als verschwendete Zeit ansehen und würde mich nicht mehr so fühlen, als wäre ich bei dem Thema zurückgeblieben...
Die Gefühle kenne ich. Auf der Arbeit bekomme ich auch so vieles mit. Und die ganzen Fotos von den glücklichen Eltern mit ihrem Kind. Und wie andere Menschen so schnell wieder jemand Neues am Start haben.
Wer nichts tut, nur weil er Angst hat Fehler zu machen, hat bereits den größten Fehler gemacht.

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