Gamification beim Flirten

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Kief
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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Kief » Dienstag 14. Mai 2019, 23:53

Trinity hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 18:55
Kief hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 17:19
Beim Gamification-Ansprechend geht es doch weniger um den Triumph an sich, sondern um eine kuenstlich erzeugte Motivation, um an all den Koerben nicht zu verzweifeln. Diese finde ich legitim - gibt es da etwas auszusetzen?
Und der Score an Angesprochenen soll ihn dann über die Körbe hinwegtrösten? Irgendwie macht das für mich keinen Sinn.
Nicht?
Ich habe den Verdacht, Du hast noch keine zwei- oder dreistellige Anzahl an Koerben erhalten, und verzweifelst daran?

Selbstverstaendlich hilft es, wenn man sich nicht mit den staendigen und normal-negativen Ergebnissen beschaeftigt und daran zerfleischt,
sondern den Blick auf etwas anderes richtet.
Die Ablenkung koennte auch aus Frustfuttern oder Egoshooter-Durchzocken bestehen, aber Gamification mit dem spielerischen Touch duerfte weniger drastische Nachteile fuers Real-Leben haben ...
Und für mich liegt der Gedanke nah, dass so ein Punktesystem abstumpft.
Das Schadensrisiko betrachte ich als kleiner, als wenn er nichts macht, oder was weniger Hilfreiches probiert.


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Zuletzt geändert von Kief am Mittwoch 15. Mai 2019, 00:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von alex321 » Mittwoch 15. Mai 2019, 00:09

Trinity hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 18:55
Ich tue mich nicht schwer, mit Fremden in Kontakt zu kommen. Ich kann wirklich jeden ansprechen – und Reden macht mir Spaß. Vielleicht ist das Typ-Sache. Jedenfalls sollte man versuchen, in solchen Situationen Spaß zu haben, die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, genießen. Aber trotzdem ist es wichtig, dem eigenen Modus treu zu bleiben und als z.B. Introvertierter nicht krampfhaft zu versuchen, über den eigenen Schatten zu springen. Das habe ich auch schon erlebt, so jemand hinterlässt auf mich eher einen verzweifelten und unangenehmen Gesamteindruck. Am besten Bedingungen schaffen, die einem helfen, sich möglichst wohl und sicher zu fühlen. Nicht zu viel nachdenken, und bloß nicht wie ein Roboter "nach Ratgeber" funktionieren.

Ich finde es positiv, wenn der andere im Gespräch Persönlichkeit zeigt, mir eine Idee davon gibt, was ihn bewegt. Für was "glüht" er? Was beschäftigt ihn. Wenn er "Leidenschaften" hat, die ihn auszeichnen, dann beeindruckt das. Humorvoll sein, aufmerksam, zuhören können, aber auch offen von sich erzählen. Lustige und sympathische Anekdoten (freilich nicht auswendig gelernt!) kommen gut an. Interesse zeigen.
Wenn man das alles kann, braucht man das Spiel auch nicht. Es ist für Introvertierte und Schüchterne gedacht, die Kontakte sonst meiden würden.

Du sagst dir macht Reden Spaß - das ist nicht bei jedem so. Es ist Typsache. Sehr introvertierte Menschen reden z.B. nur wenn es wirklich etwas zu sagen gibt. Smalltalk und Getratsche sind für sie Zeitverschwendung. Smalltalk ist aber wichtig beim Kontake knüpfen und da kann das Spiel helfen Motivation zu finden.

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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 07:12

Kief hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 23:53
Trinity hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 18:55
Und der Score an Angesprochenen soll ihn dann über die Körbe hinwegtrösten? Irgendwie macht das für mich keinen Sinn.
Nicht?
Ich habe den Verdacht, Du hast noch keine zwei- oder dreistellige Anzahl an Koerben erhalten, und verzweifelst daran?

Selbstverstaendlich hilft es, wenn man sich nicht mit den staendigen und normal-negativen Ergebnissen beschaeftigt und daran zerfleischt,
sondern den Blick auf etwas anderes richtet.
Die Ablenkung koennte auch aus Frustfuttern oder Egoshooter-Durchzocken bestehen, aber Gamification mit dem spielerischen Touch duerfte weniger drastische Nachteile fuers Real-Leben haben ...
Und für mich liegt der Gedanke nah, dass so ein Punktesystem abstumpft.
Das Schadensrisiko betrachte ich als kleiner, als wenn er nichts macht, oder was weniger Hilfreiches probiert.
Ich glaube das man, wann ma das zu lange macht, frauzen zu austauschbaren objekte degradiert, und am ende gefühlstaub wird.
Da geht es null um frauen als personen, nur noch um aufbauen das selbstvertrauen. und die frauen sind dabei nur noch mittel zum zweck.
Auch eine beziehung in mittelpunkt stellen, und dafür hunderten von frauen in betracht kommen lassen, diese ganze willkür und austauschbarkeit, ist der gegensatz von was ich als liebe betrachte. (Beziehung kommt nur im frage wann es eine ausnahnfrau gibt und gibt es so eine nicht, bleibe ich gerne single, und suche ich auch nicht.)
Ich bin da gar kein fan dieser methode.
Mag das spielprinzip aber auch in anderen bereiche des leben nicht.
Highscores passen nicht in meinen wertvorstelllungen.
Genau so enig wie eine gewinner-verlierer mentalität.
(Mag auch sport oder computergames nicht)

Müß natürlich jeder für sich entscheiden, aber ich sehe das hier - wie bei alle methoden - nicht als der lösung für alle.
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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Kief » Mittwoch 15. Mai 2019, 13:18

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 07:12
Kief hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 23:53
Trinity hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 18:55
Und für mich liegt der Gedanke nah, dass so ein Punktesystem abstumpft.
Das Schadensrisiko betrachte ich als kleiner, als wenn er nichts macht, oder was weniger Hilfreiches probiert.
Ich glaube das man, wann ma das zu lange macht, frauzen zu austauschbaren objekte degradiert, und am ende gefühlstaub wird.
Ich will das nochmal nachhaken:

soll das ein generelles Risiko sein?
Quasi wie wehrlos in eine Sucht zu rutschen?
Oder auch konkret fuer die hier betroffene Person?

Ich habe den Eindruck, dass es hier um generelle Aengste geht, was alles an schlechten Vorbildern irgendwann mal irgendwo unter den vielen Menschen mal aufgetaucht ist.
Und dass es da gar nicht so um die hier konkreten Umstaende geht - dass naemlich KEIN PUA-Amateur-Coach die ganze Entwicklung in eine verbloedende und borniert-respektlose Richtung weist.
Solange da immer noch die Selbstverantwortung zum Tragen kommt, sehe ich dieses Risiko weit geringer als relevant.


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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 13:49

Kief hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:18
Ich will das nochmal nachhaken:

soll das ein generelles Risiko sein?
Quasi wie wehrlos in eine Sucht zu rutschen?
Oder auch konkret fuer die hier betroffene Person?
Ich denke das sowas ein generelles risiko ist.
In der liebe soll es um qualität, nicht um quantität oder ego-bestätigung gehen.

Aber gut, ich hatte selbst auch noch nie probleme mit kontakt mit frauen auf neutrale ebene.
Wann man das nicht hinkriegt wird man wohl etwas unternehem müssen.

Dennoch ist mir dieses spielprinzip nicht sympatisch.
Wanns nur um die menge geht, und nicht um wirkliches interesse in den gegenüber, was soll denn sinn der sache sein?
Kief hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:18
Ich habe den Eindruck, dass es hier um generelle Aengste geht, was alles an schlechten Vorbildern irgendwann mal irgendwo unter den vielen Menschen mal aufgetaucht ist.
Und dass es da gar nicht so um die hier konkreten Umstaende geht - dass naemlich KEIN PUA-Amateur-Coach die ganze Entwicklung in eine verbloedende und borniert-respektlose Richtung weist.
Solange da immer noch die Selbstverantwortung zum Tragen kommt, sehe ich dieses Risiko weit geringer als relevant.
Es erinnert mich tatsächlich an PU.
Was ich davon halte soll mittlereweile bekannt sein...
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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Kief » Mittwoch 15. Mai 2019, 14:05

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:49
Kief hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:18
Und dass es da gar nicht so um die hier konkreten Umstaende geht - dass naemlich KEIN PUA-Amateur-Coach die ganze Entwicklung in eine verbloedende und borniert-respektlose Richtung weist.
Solange da immer noch die Selbstverantwortung zum Tragen kommt, sehe ich dieses Risiko weit geringer als relevant.
Es erinnert mich tatsächlich an PU.
Was ich davon halte soll mittlereweile bekannt sein...
Ja, klar - weil jegliches sinnvoll angelegte Training auch erstmal Parallelen mit PU hat.

PU hat bis zu einem gewissen Grad sinnvolle Grundlagen, und wenn ich etwas sinnvoll anpacke, dann finde ich im Umkehrschluss auch diese Parallelen zum PU.
Wichtig ist doch nicht, ob die Parallelen bei dem sinnvollen Teil sind, sondern ob der begangene Weg insgesamt sinnvoll ist.
Und wenn da Bloedsinn dabei ist, ist es auch egal, ob der Bloedsinn nun zu PU, Scientology oder Terrorismus gehoert.

Nicht alle Messer sind Mordinstrumente.
Nicht alles Training ist PU.
Relevant ist, welche ethischen Werte beachtet werden, welches Ziel verfolgt wird, ob sich daran gehalten wird.


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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 14:28

Kief hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 14:05
Ja, klar - weil jegliches sinnvoll angelegte Training auch erstmal Parallelen mit PU hat.

PU hat bis zu einem gewissen Grad sinnvolle Grundlagen, und wenn ich etwas sinnvoll anpacke, dann finde ich im Umkehrschluss auch diese Parallelen zum PU.
Wichtig ist doch nicht, ob die Parallelen bei dem sinnvollen Teil sind, sondern ob der begangene Weg insgesamt sinnvoll ist.
Und wenn da Bloedsinn dabei ist, ist es auch egal, ob der Bloedsinn nun zu PU, Scientology oder Terrorismus gehoert.

Nicht alle Messer sind Mordinstrumente.
Nicht alles Training ist PU.
Relevant ist, welche ethischen Werte beachtet werden, welches Ziel verfolgt wird, ob sich daran gehalten wird.
Wie bei PU ist diese training dafür gedacht emotionen ab zu schwächen.
Gleichgültigkeit zu entwickeln.
Die frauen werden nebensache, nur mittel zum zweck, übungsmaterial, der fokus ist nur noch auf sich selbst fokussiert.

Es tut mir leid, aber dafür kann ich mich nicht begeistern...
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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Calliandra » Mittwoch 15. Mai 2019, 14:53

Trinity hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 18:55
... Vielmehr glaube ich dahinter dieses "Ich versuch's so lange, bis es klappt"-Muster aufschimmern zu sehen, das dann in eine genaue Analyse zwecks Optimierung münden soll ... Wenn ein "Scorer" erfolgreiche Flirtpunkte gesammelt hat, will ich nicht wissen, wie es dann im "nächsten Level" weitergeht.
Diesen Einwand kann ich völlig nachvollziehen. Wenn es dann nur noch darum geht, systematisch Frauen abzuschleppen, fände ich das auch verwerflich. Und ich verstehe auch den Einwand, wenn das jetzt einfach wirklich nur noch ein Zahlenspiel wird. Ich habe jedoch nicht das Gefühl, dass das im Sinne des TE ist, sondern es ging einfach erstmal darum, auf spielerische Weise Hemmnisse zu überwinden, die es einem unmöglich machen, mit anderen überhaupt in Kontakt zu kommen. Es geht nicht jedem so wie dir:
Trinity hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 18:55
... Ich tue mich nicht schwer, mit Fremden in Kontakt zu kommen. Ich kann wirklich jeden ansprechen – und Reden macht mir Spaß. Vielleicht ist das Typ-Sache ...
Natürlich ist es Typsache bzw. für jene, die das nicht so zwanglos schaffen, überhaupt jemanden anzusprechen, für die ist es dann ein Mega-Hindernis, jemanden anzusprechen, den man besonders anziehend findet. Insofern ist es doch eine gute Möglichkeit, erstmal relativ neutral in diesem Terrain Sicherheit zu erlangen. Ein erster Kontakt ist doch erstmal ein erster Kontakt – genau diese Leichtigkeit fehlt doch häufig introvertierten oder schüchternen Menschen. Das heißt doch nicht, dass dann jede Frau, die angesprochen wird, auch abgeschleppt werden muss oder zum Übungsobjekt degradiert wird.
Dass es hier erstmal im Zusammenhang mit dem Tanzkurs ein Zahlenbeispiel war, finde ich auch gar nicht so abwegig, weil es bei Tanzveranstaltungen ja auch üblich ist, mit mehreren Parter/innen zu tanzen – was auch völlig normal ist und die anderen auch sehen bzw. auch so handhaben.
Aber ich denke, das heißt nicht, dass das jetzt alles über Zahlen und nach dem Prinzip "immer mehr" läuft.
Ich stelle mir eher vor, dass – wenn eine besonders sympathische Dame dabei ist und sich ein gutes Gespräch ergibt – man dann vielleicht versucht, im Flirten langsam etwas offensiver zu werden. Und wenn man da eben auch nicht so die Routine hat, ist vielleicht auch hier eine Art Score als Motivation hilfreich.
Ich kann verstehen, wenn man jetzt denkt, ja, aber wo hat das dann ein Ende?
Und genau da ist ja dann doch wieder der Mensch mit seiner Verantwortung und Urteilskraft gefragt. Wenn er sich plötzlich vom Spiel versklaven lässt und nur noch dem nächsten Score nachjagt, ohne auf das Gegenüber zu achten, läuft natürlich grundlegend was falsch.
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:49
Ich denke das sowas ein generelles risiko ist.
In der liebe soll es um qualität, nicht um quantität oder ego-bestätigung gehen.
Aber bevor es überhaupt um Begrifft wie Liebe o. ä. geht, muss doch erstmal ein erster Kontakt hergestellt sein. Und wenn man das schon nicht schafft, ist es doch gut, daran zu arbeiten (siehe auch meine Antwort im oberen Teil).
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:49
Aber gut, ich hatte selbst auch noch nie probleme mit kontakt mit frauen auf neutrale ebene.
Wann man das nicht hinkriegt wird man wohl etwas unternehem müssen.
Genau das ist der Punkt. Wenn man es eben schon auf dieser ersten neutralen, unverbindlichen Ebene nicht schafft, ist es doch gut, wenn man etwas findet, wie man sich das leichter gestalten kann.
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 13:49
Es erinnert mich tatsächlich an PU.
Was ich davon halte soll mittlereweile bekannt sein...
Ohne mich tiefer damit beschäftigt zu haben, habe ich auch einiges darüber gelesen bzw. gehört, was es mir extrem unsympathisch macht, besonders ab jenen Punkten, woi es darum geht, andere einfach nur noch zu manipulieren und in eine Art Abhängigkeit zu begeben.
Diese Intention konnte ich jetzt bei SchwarzeZeder nicht rauslesen.
Er selbst hat sich nicht nochmal zum Thema gemeldet, insofern können wir nur mutmaßen, was genau seine Ziele damit sind. Ich kann eure Bedenken verstehen, dass das was ist, was problematisch wird, wenn es unkontrollierbare Ausmaße annimmt. Aber ich kann total nachvollziehen, dass es toll ist für jemanden, der extreme Probleme damit hat, erste Kontakte aufzunehmen, etwas gefunden zu haben, was die Konzentration in dem Moment auf was anderes lenkt, so dass einfach das Hemmnis nicht mehr diese Dimension hat.

Du vermutest offenbar wie Trinity, dass das ganze Prinzip nur dazu dient, in möglichst kurzer Zeit eine möglichst große Anzahl an Frauen "klarzumachen". Wenn es darauf hinausläuft, wäre es natürlich abartig, aber wenn es einfach erstmal dazu dient, zu lernen, offener und unkomplizierter auf Menschen zuzugehen, finde ich es eine gute Sache für Leute, denen dieser spielerische Ansatz liegt. Dass du selbst nicht dazugehörst (bzw. es auch gar nicht nötig hast, weil du das auch so schaffst), ist ja völlig in Ordnung, aber deswegen kann es doch für andere gut und hilfreich sein.
Und diese Kritik, dass andere dann nur noch zum Übungsobjekt mutieren, halte ich insofern für abwegig, dass man ja wahrscheinlich auf Leute zugeht, die man erstmal sympathisch/interessant/attraktiv findet. Wenn das dann im günstigsten Fall auch beim Gegenüber so ist, wäre das doch eine Win-Win-Situation, wenn man in ein Gespräch kommt.

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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von alex321 » Mittwoch 15. Mai 2019, 15:20

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 07:12
Ich glaube das man, wann ma das zu lange macht, frauzen zu austauschbaren objekte degradiert, und am ende gefühlstaub wird.
Da geht es null um frauen als personen, nur noch um aufbauen das selbstvertrauen. und die frauen sind dabei nur noch mittel zum zweck.
Das Spiel ist ja gar nicht dazu gedacht dauerhaft angewendet zu werden! Es soll eine Starthilfe sein um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen! Es soll die nötige Extra-Motivation bringen die man als schüchterner, sozial-phobischer oder resignierter Mensch vielleicht braucht. Ihr nehmt das zu ernst, niemand hat vorgeschlagen das Spiel soll die Grundlage für soziale Kontake werden.

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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Gatem » Sonntag 19. Mai 2019, 14:17

alex321 hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 15:20
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 07:12
Ich glaube das man, wann ma das zu lange macht, frauzen zu austauschbaren objekte degradiert, und am ende gefühlstaub wird.
Da geht es null um frauen als personen, nur noch um aufbauen das selbstvertrauen. und die frauen sind dabei nur noch mittel zum zweck.
Das Spiel ist ja gar nicht dazu gedacht dauerhaft angewendet zu werden! Es soll eine Starthilfe sein um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen! Es soll die nötige Extra-Motivation bringen die man als schüchterner, sozial-phobischer oder resignierter Mensch vielleicht braucht. Ihr nehmt das zu ernst, niemand hat vorgeschlagen das Spiel soll die Grundlage für soziale Kontake werden.
Ich denke das ganze ist aber auch eine Typ-Frage. Es gibt sicherlich einen großen Teil Menschen, die auf diese „Gamification“ anspringen würden, aber die Gruppe denen es am Allerwertesten vorbei geht dürfte auch nicht unerheblich sein.
Die Frage ist, ob die entsprechenden Typen ausreichend unabhängig von den Charaktergruppen sind. Also was ich sagen will: Wenn die „schüchternen Sozial-Phobiker“ gleichzeitig auch diejenigen sind, die nicht auf diesen Motivationsaspekt anspringen (z.B. weil es eine mentalen Zusammenhang zwischen diesen Eigenschaften gibt), dann bringt es nur denjenigen etwas, die ohnehin nicht drauf angewiesen wären.

Das Konzept selbst ist übrigens schon deutlich älter und wurde bereits seit geraumer Zeit z.B. mit der Vergabe von Noten in der Schule angewandt: Da gab es auch immer diejenigen, die alles taten um gute Noten zu erhalten und diverse Dinge nicht aus Interesse, sondern nur für die „Belohnung“ gelernt (und ebenso schnell auch wieder vergessen) haben, während andere darin keinen Anreiz fanden.

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Re: Gamification beim Flirten

Beitrag von Kief » Sonntag 19. Mai 2019, 15:30

Gatem hat geschrieben:
Sonntag 19. Mai 2019, 14:17
Ich denke das ganze ist aber auch eine Typ-Frage. Es gibt sicherlich einen großen Teil Menschen, die auf diese „Gamification“ anspringen würden, aber die Gruppe denen es am Allerwertesten vorbei geht dürfte auch nicht unerheblich sein.
[ ... ] Wenn die „schüchternen Sozial-Phobiker“ gleichzeitig auch diejenigen sind, die nicht auf diesen Motivationsaspekt anspringen (z.B. weil es eine mentalen Zusammenhang zwischen diesen Eigenschaften gibt), dann [ ... ]
dann ist die Frage, auf welche Weise die bisher nicht erreichten Menschen erreichbar werden.


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