Noch nie verliebt

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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 16:31

Axolotl hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 16:14
... Das kann allein durch körperliche Attraktivität und auch durch Sympathie hervorgerufen werden. Zum verliebt sein braucht man also, anders als manche hier meinen, gar keinen engen Kontakt. Ist auch ein Zustand der irgendwann nachlässt.
Das englische wort dafür ist Infatuation, eine gute Deutsche übersetzung gibt es eigentlich nicht.
Verliebt sein ist für mich schon mehr als das.

Ich kann auch auf den ersten blick jemanden bildhübsch und supersympatisch finden.
Auch meine hormone können durchaus reagieren.
Ist aber bei mir nach wenigen tagen bereits wieder weg.
Manchmal auch bereits innerhalb von minuten.
Viele frauen brauchen dafür nur den mund zu öffnen und zu reden.
Es hat nicht viel damit zu tun ob ich mich später verliebe oder nicht.
In den meisten die mich auf den ersten blick den kopf verdreht haben, habe ich mich nie verliebt.

Wichtig ist bei mir, was in den späteren wochen und monate passiert.
Und dann kann es ganz gut sein, das ich mich verliebe in jemanden, der mich auf den ersten blick gar nicht aufgefallen ist.
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Radioactivman » Mittwoch 15. Mai 2019, 16:52

knopper hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 16:30
ja wird wohl schon so sein, wobei grade der Umstand eine als AB noch weiter außen vor lässt als ohne hin schon.
Wird ein AB diese wirkliche Liebe jemals auf die Reihe bekommen wenn er es noch nicht mal schafft erstmal dieses Verliebtsein bei einer Frau zu wecken? Ich meine da gehört ja nun mal noch ne ganze Reihe mehr dazu....
Da sind wird wirklich meilenweit wenn nicht sogar Lichtjahre von entfernt, so seh ich es jedenfalls. :hammer:
Ich bin schon überzeugt davon, dass es geht.
Es gibt auch andere ABs, die es irgendwann geschafft haben.
Wenn man die richtige Person findet und offen dafür ist bzw. sich nicht selbst im Wege steht, ist es bestimmt möglich.

Wenn ich etwas über die meisten ABs hier im Forum gelernt habe, dann ist es, dass sie sich selbst im Wege stehen.
Kein Selbstwertgefühl, Angst sich zu binden, Angst es überhaupt zu versuchen, andere psychische Probleme usw...Dinge die dazu führen, dass sie sich potenziellen Partnern/Partnerinnen so gegenüber verhalten, dass gar nichts daraus werden kann, Chancen nicht erkennen oder sie nicht nutzen.
Ich schließe mich da selbst nicht aus.
Aber irgendwann muss man an den Punkt kommen, an dem man realisiert, dass es an einem selbst liegt und versuchen es zu ändern. Wenn es nicht gerade eine psychische Krankheit ist, die einen daran hindert, ist es auch möglich sich zu ändern. Es kann sehr lange dauern und ist anstrengend, aber von alleine ändert sich nichts und andere können es nicht für einen übernehmen.

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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Axolotl » Mittwoch 15. Mai 2019, 16:55

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 16:31
Das englische wort dafür ist Infatuation, eine gute Deutsche übersetzung gibt es eigentlich nicht.
Doch, Vernarrtheit würde gut passen.
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 16:31
Verliebt sein ist für mich schon mehr als das.
Eigentlich nicht nein. Es ist eine oberflächliche Verbundenheit, die zu einer Verzerrung des Bildes der begehrten Person führt. Gerade auf Grund dieser Oberflächlichkeit kann das eben auch schnell vorbei sein. Das grenzt eben die Verliebtheit von der Liebe ab. Was du schilderst belegt das im Prinzip ja nur. Sich nach Monaten zu verlieben hat eigentlich auch nichts mit Verliebtheit zu tun. Das ist einfach ein falsch verwendeter Begriff. Denn wenn man sich nach Monaten und intensiverem Kontakt zu jemanden hingezogen fühlt, ist das ja keine oberflächliche Verbundenheit, sondern schon tiefergehend. Man könnte es schon eher als Liebe bezeichnen.
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Khaleesi » Mittwoch 15. Mai 2019, 17:09

bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 06:59
(...) Meist hält das Verliebtsein eh nur ein paar Wochen bis Monate an. Die meiste Zeit besteht die Beziehung aus tiefer Liebe und Zuneigung zueinander. (...)
Autsch - glaubst du das ernsthaft? Auch noch nach vielen Jahren Ehe? :mrgreen: Dann hat Bollywood dein limbisches System ja ausgesprochen erfolgreich geprägt... ;)

Zur Ausgangsfrage:

Dieses super-intensive Verliebtheitsgefühl ist auch mir praktisch fremd. Ich kann Männer durchaus anziehend/attraktiv und begehrenswert finden - mir hat aber noch niemand so dermaßen den Kopf verdreht, dass ich praktisch nicht mehr klar denken konnte (gruselige Vorstellung btw) - und auch die berüchtigten Schmetterlinge sind höchstens mal am Bäuchlein vorbeigeflattert... ;) Ich kenne das Gefühl von (tiefer) Zuneigung (gegenseitigem Vertrauen, Verbundenheit, Geborgenheit, Sicherheit etc.) - aber eben ohne die unnütze Komponente "System(komplett)ausfall".
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 17:29

Axolotl hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 16:55
Eigentlich nicht nein. Es ist eine oberflächliche Verbundenheit, die zu einer Verzerrung des Bildes der begehrten Person führt. Gerade auf Grund dieser Oberflächlichkeit kann das eben auch schnell vorbei sein. Das grenzt eben die Verliebtheit von der Liebe ab. Was du schilderst belegt das im Prinzip ja nur. Sich nach Monaten zu verlieben hat eigentlich auch nichts mit Verliebtheit zu tun. Das ist einfach ein falsch verwendeter Begriff. Denn wenn man sich nach Monaten und intensiverem Kontakt zu jemanden hingezogen fühlt, ist das ja keine oberflächliche Verbundenheit, sondern schon tiefergehend. Man könnte es schon eher als Liebe bezeichnen.
Na ja, es ist was ich brauche bevor ich jemanden wirklich als Odb bezeichne und körperlich werden will, und eine beziehung versuchen möchte.
Ich habe es selbst als eine art zwisschenstufe gesehen; mehr als verliebtheit, weniger als partnerschaftliche liebe, seit man sich als lebenspartner noch nicht kennt, nur auf platonische ebene. Schmetterlinge gehören für mich dazu - komplette hormonexplosionen sind das bei mir eher nicht, ein kribbeln aber schon. Aber bereits ziemlich ohne rosarote brille; meine OdBs waren alles andere als perfekt und das habe ich auch gewußt. Ich hätte aber damit leben können...

Ich habe mich einmal auf den üblichen art verliebt.
Auf den ersten blick, ziemlich hormonal, rosarote brille, blind für der wirkliche person.
Am ende war sie komplett anders als ich gedacht hatte.
Ich habe mich in einen fantasie verliebt, die es so nie gegeben hat.
Wir hätten null zusammen gepasst.

Und ich bin froh das mir das nur einmal passiert ist. (Mega OdB, fünf jahre liebeskummer, ziemlich traumatisch.)
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von bettaweib » Mittwoch 15. Mai 2019, 17:45

Khaleesi hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 17:09
bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 06:59
(...) Meist hält das Verliebtsein eh nur ein paar Wochen bis Monate an. Die meiste Zeit besteht die Beziehung aus tiefer Liebe und Zuneigung zueinander. (...)
Autsch - glaubst du das ernsthaft? Auch noch nach vielen Jahren Ehe?
Das hast du falsch verstanden.
Am Anfang sind Wochen oder Monate Verliebtsein, danach und bis zum Ende der Beziehung kommt Liebe und Zuneigung. Das Verliebtsein nimmt im Ganzen gesehen nur sehr wenig Platz ein, von der gesamten Zeitspanne.

Also z.b. gesamt 10 jahre Beziehung
|----------------------------------------------------------------------------------------------|

Start, mit Verliebtsein...6 Monate-----/ ----------------------------------------------------|dann 9,5 Jahre mit Liebe und Zuneigung.
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 18:54

Vielleicht, um in diesen zeit-analogie zu bleiben, kann man das verlieben auch sehen, als das haus afbauen.
Und der beziehung, als in diesen haus zu leben.

Und ist das erste eine voraussetzung für das zweite.
Geht es dabei nicht nur um den zeitspanne.

(Auch wann verlieben unterschiedliche sachen zu bedeuten scheint)
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von bettaweib » Mittwoch 15. Mai 2019, 19:27

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 18:54
Vielleicht, um in diesen zeit-analogie zu bleiben, kann man das verlieben auch sehen, als das haus afbauen.
Und der beziehung, als in diesen haus zu leben.

Und ist das erste eine voraussetzung für das zweite.
Geht es dabei nicht nur um den zeitspanne.

(Auch wann verlieben unterschiedliche sachen zu bedeuten scheint)
Aber man muss sich für eine Beziehung nicht erst verliebt haben. Es gibt zig Beziehungen ohne Rausch davor.

Warum wird das immer als Bedingung gesehen? Es schränkt doch auch ein und macht oft unfähig. Mir ging es jedenfalls immer so. Wenn ich verliebt war, konnte ich nicht mehr ich selber sein. Ich erstarrte und hatte oft die Angst etwas falsches zu sagen oder zu tun. Außerdem beeinflusst das auch den Alltag. Das ist nicht lustig und hatte bei mir noch nie zu einer Beziehung geführt. Auch aus Mangel an Männern, die das im selben Moment auch bei mir empfinden konnten. Das Timing paßte daher nie.

Und heute wollen sie das alle unbedingt, sonst ist die Frau uninteressant. Dann hat es wieder einmal nicht gefunkt. Irgendwann muss ich wohl Feuerwerk oder Wunderkerzen zu dates mitnehmen, damit es endlich funkt.... :fluchen2:
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Khaleesi » Mittwoch 15. Mai 2019, 19:52

bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 17:45
Das hast du falsch verstanden.
Nee, was ich damit ausdrücken wollte: Ich bin relativ überzeugt davon, dass die Mehrheit aller langjährigen Beziehungen ab einem gewissen Punkt nicht (mehr) auf "tiefer Liebe" (Zitat bettaweib) basieren - meinem Eindruck nach (wenn ich mich im eigenen Umfeld mal so umschaue) ist der Ofen in der Hinsicht bei gefühlt nahezu allen Paaren irgendwann mehr oder weniger aus (und ich spreche nicht von anfänglicher Verliebtheit!). Der Mensch ist halt Gewohnheitstier - und was irgendwie "funktioniert", bleibt halt im Zweifel zusammen - auch weil's bequem ist. Ich unterstelle ganz einfach, dass das Bindemittel zahlreicher (langjähriger!) Partnerschaften in vielen Fällen kaum mehr "Liebe" darstellt. Das mag in Bollywood der Fall sein - in der Realität (gefühlt) wohl eher nicht so :) ;)
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von bettaweib » Mittwoch 15. Mai 2019, 19:58

Khaleesi hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:52
bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 17:45
Das hast du falsch verstanden.
Nee, was ich damit ausdrücken wollte: Ich bin relativ überzeugt davon, dass die Mehrheit aller langjährigen Beziehungen ab einem gewissen Punkt nicht (mehr) auf "tiefer Liebe" (Zitat bettaweib) basieren - meinem Eindruck nach (wenn ich mich im eigenen Umfeld mal so umschaue) ist der Ofen in der Hinsicht bei gefühlt nahezu allen Paaren irgendwann mehr oder weniger aus (und ich spreche nicht von anfänglicher Verliebtheit!). Der Mensch ist halt Gewohnheitstier - und was irgendwie "funktioniert", bleibt halt im Zweifel zusammen - auch weil's bequem ist. Ich unterstelle ganz einfach, dass das Bindemittel zahlreicher (langjähriger!) Partnerschaften in vielen Fällen kaum mehr "Liebe" darstellt. Das mag in Bollywood der Fall sein - in der Realität (gefühlt) wohl eher nicht so :) ;)

Was hast du denn immer mit dem Bollywood..... :lol:

Das die Liebe hier und da nicht lange anhält ist ein anderes Thema.
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von mak1 » Mittwoch 15. Mai 2019, 20:14

bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:58
Khaleesi hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:52
bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 17:45
Das hast du falsch verstanden.
Nee, was ich damit ausdrücken wollte: Ich bin relativ überzeugt davon, dass die Mehrheit aller langjährigen Beziehungen ab einem gewissen Punkt nicht (mehr) auf "tiefer Liebe" (Zitat bettaweib) basieren - meinem Eindruck nach (wenn ich mich im eigenen Umfeld mal so umschaue) ist der Ofen in der Hinsicht bei gefühlt nahezu allen Paaren irgendwann mehr oder weniger aus (und ich spreche nicht von anfänglicher Verliebtheit!). Der Mensch ist halt Gewohnheitstier - und was irgendwie "funktioniert", bleibt halt im Zweifel zusammen - auch weil's bequem ist. Ich unterstelle ganz einfach, dass das Bindemittel zahlreicher (langjähriger!) Partnerschaften in vielen Fällen kaum mehr "Liebe" darstellt. Das mag in Bollywood der Fall sein - in der Realität (gefühlt) wohl eher nicht so :) ;)

Was hast du denn immer mit dem Bollywood..... :lol:

Das die Liebe hier und da nicht lange anhält ist ein anderes Thema.
Meine Damen, gestattet einem Mann eine kleine Einmischung.
Wenn ein Paar lange Zeit zusammen ist, kann es durchaus sein, dass die Liebesgefühle etwas abflauen. Aber wenn das Paar es schafft einander attraktiv zu finden und Freude mit dem Anderen zu haben, dann kann es gar nicht andes gehen, als dass auch Liebesgefühle etwas aufgepeppt werden. Erst wenn beide Seiten das Interesse (auch das erotische) am Partner einschlafen lassen, oder gar in die Tonne kloppen, dann wird eine öde Gewohnheit daraus. und dann, wie Khaleesi schreibt "ist der Ofen aus".
Es liegt also an beiden Seiten den Ofen warm zu halten und nicht allzuviel Gewohnheit am und mit dem Partner aufkommen zu lassen.
Das bedeutet auch, sich nicht zu vernachlässigen. Sprich, der Mann sollte ein Deo benutzen und oft genug Duschen und die Frau darf ab un zu den Friseur nicht vergessen (natürlich auch andere Kleinigkeiten ;) )

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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 15. Mai 2019, 20:22

bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:27
Aber man muss sich für eine Beziehung nicht erst verliebt haben. Es gibt zig Beziehungen ohne Rausch davor.
Schön für wem es mag.
Nicht mein ding.
Wie gesagt, ich würde so jemanden nur übel nehmen, nicht jemanden anderen zu sein.
Meine art verliebtheit ist für mich die conditio sine qua non.
Ohne diese hätte ich überhaupt keinen wünsch, mit der person zusammen zu sein.
Zumindestens nicht auf mehr als freundschaftliche ebene.
Ich könnte mit der frau nicht mal sex haben ohne mich dabei zu ekeln.
Da reichen ein bisschen sympathie und geruch für mich nicht aus.
Ich denke nicht das es viele frauen gibt, die sich so eine art beziehung wünschen.

Ich habe mich ein ding versprochen.
Nie neben jemanden auf zu wachen, und mich dabei seelisch zu wünschen, sie wäre jemanden anderen.
Das will ich weder mich noch eine partnerin antun.
Und nach diesen prinzip lebe ich.
(Ich hatte bereits dates wobei ich mir gewünscht habe, sie seien jemanden anderen. Auch wann sie sympatisch und einige sogar bildhübsch waren, hübscher als meine OdBs. Weiter als das will ich nicht gehen.)
bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:27
Warum wird das immer als Bedingung gesehen? Es schränkt doch auch ein und macht oft unfähig.
Ich finde diese einschränkungen völlig natürlich.
Man passt halt nicht zu den mehrheit der menschen.
Die menschen in den man sich verliebt werden immer die ausnahmen sien.
Die nicht austauschbaren, nicht ersetzbaren.
Gerade deswegen fühle ich mich auch angezogen.
Jemanden mit wem ich in eine beziehuing gehe, wird immer eine absolute ausnahmfrau sein.
Nicht frau halbwegs sympatisch, riecht n ordnung, ein dutzend von der sorte.

Ich glaube, es ist eine illusion, das ein bisschen grundsympathie und geruch für eine beziehung ausreichen.
Knutschen, sex, bindungshormonen, und was nicht passt, passt dann magisch und automatisch, und jedes kompromiss wird selbstverständlöich.
Ich glaube, dass das ein illuision ist.

Ich weiß bei mir, das ich bei meine super-OdBs zu mehr kompromisse bereit gewesen wäre, als bei meine kleineren OdBs.
Und auch, das ich bei null verliebtheit zu null kompromisse bereit wäre.
Das so eine beziehung beim geringsten problem scheitern würde.
Ohne verliebtheit ist jemanden für mich austauschbar.
Und für austauschbaren frauen würde ich auch nicht kämpfen.
bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:27
Mir ging es jedenfalls immer so. Wenn ich verliebt war, konnte ich nicht mehr ich selber sein. Ich erstarrte und hatte oft die Angst etwas falsches zu sagen oder zu tun. Außerdem beeinflusst das auch den Alltag. Das ist nicht lustig und hatte bei mir noch nie zu einer Beziehung geführt. Auch aus Mangel an Männern, die das im selben Moment auch bei mir empfinden konnten. Das Timing paßte daher nie.
Aufhören sich selbst zu sein kann ich keinem empfehlen.
Sehe ich aber nicht als unvermeidbarer konzequenz des verliebens.
Und auch wenn man sich verliebt, müß man sich so nehmen können wie man ist.
Auch für eine frau in wem ich verliebt bin würde ich mich nicht groß umstellen.
bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:27
Und heute wollen sie das alle unbedingt, sonst ist die Frau uninteressant. Dann hat es wieder einmal nicht gefunkt. Irgendwann muss ich wohl Feuerwerk oder Wunderkerzen zu dates mitnehmen, damit es endlich funkt.... :fluchen2:
Ja, es tut mir leit, aber ohne kribbeln ist eine frau für mich als partner uninteressant.
Es müß nicht mal das große feuerwerk sein, aber gar nichts ist mir wirklich zu wenig.
Und auch kribbeln empfand ich nur für die allerwenigsten.
Ein funk müß da sein.
Wann nicht, ist es nur freundschaft.
Potentielle partnerinnen sind etwas sehr rares.
Und auch wann ich HC-AB 100+ werde, wird das so bleiben....

Ich wird jetzt nicht sagen das meine art des verlieben er einzige ist.
Jeder soll es so machen wie für ihm oder sie natürlich ist
Aber meine art des verliebens ist für mich die einzig mögliche art.
Egal was anderen davon halten.
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Melli » Donnerstag 16. Mai 2019, 16:24

Melli hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 15:51
Man kann auch über die Bedeutungen von Wörtern und gleichzeitig die Inhalte von Postings streiten.
Inzwischen wüßte ich nicht nur nicht mehr, wie ich meine Erfahrungen beschrieben sollte, ich zweifele auch an meinen Erfahrungen darselbst.

Was ich hier erkennen kann (mit prophylaktischer Entschuldigung für den Fall, daß ich aus Unfähigkeit nicht weiter sehen kann) sind zwei verschiedene Raster, aber ich komme mit beiden nicht zurecht :(

Aber wenn das so weitergeht, beherrsche ich wenigstens die deutsche Nominaldeklination immer schlechter :frech2:
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Oreo » Freitag 17. Mai 2019, 06:48

bettaweib hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 19:27
Irgendwann muss ich wohl Feuerwerk oder Wunderkerzen zu dates mitnehmen, damit es endlich funkt.... :fluchen2:
Wenn die Wunderkerze an ist, müsst ihr nur aufpassen, dass er das Feuerwerk nicht zu früh zündet :lol:

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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Melli » Freitag 17. Mai 2019, 14:34

Ich dachte, Feuerwerkerei in geschlossenen Räumen sei verboten (oder zumindest nicht ratsam) :mrgreen:

(Und denkt an die Feinstaubbelastung...)
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Wilstdumitmirgehen » Samstag 18. Mai 2019, 12:36

Ich war auch erst mit 32 das erste Mal verliebt. Also es gibt immer noch Hoffnung.

yes_or_no

Re: Noch nie verliebt

Beitrag von yes_or_no » Samstag 18. Mai 2019, 12:40

Ich war seit Teenie-Alter immer mal wieder verliebt.
Hab das Gefühl, es passiert durchschnittlich einmal im Jahr, dass ich wirklich stärkeres Interesse an wem entwickle, aber naja... irgendwie verläuft es sich dann halt auch wieder.

knopper
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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von knopper » Samstag 18. Mai 2019, 14:36

Wilstdumitmirgehen hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 12:36
Ich war auch erst mit 32 das erste Mal verliebt. Also es gibt immer noch Hoffnung.
hm und wie war das genau wenn man fragen darf? Also im Prinzip so wie in der Teeniezeit das du sehr aufgeregt bist wenn du in seiner nähe bist, hoher Puls, mit Magenkribbeln usw..?

Wie gesagt dass ist immer noch meine Definition davon und bedeutet für mich erst Leben, in dem Sinn dass man das Leben wirklich spürt! Alles anderer ist halt nur abgeflachter Abklatsch…

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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Pferdedieb » Samstag 18. Mai 2019, 17:29

Radioactivman hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 10:48
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 10:04
jo klar!
Da ist halt ein Gespür in den meisten Menschen vorhanden...und meine Vermutung bei Frauen noch mehr als bei Männer, biologisch bedingt halt. Sie merken deine Ausstrahlung sofort und selektieren dann evt. danach bzw. ob man anziehend wirkt oder eher nicht.
Ich denke auch.
Konnte auch schon oft beobachten, wie Frauen auf ein mal Männer toll finden, die besonders großkotzig reden und Selbstdarsteller sind. Aber die strahlen sehr viel Selbstbewusstsein aus. Teilweise habe ich mitbekommen, wie Frauen, die besagte Männer aufgrund ihrer Art aufdringlich und unsympathisch fanden, am Ende doch angetan von ihnen waren.
Auch allgemein bekannt als "Arschloch-Theorie" :sadman:


Zum Thema: Ich war auch noch nie verliebt bzw falls doch, habe ich es nicht gemerkt.
Im Studium gab es hunderte hübsche Frauen, aber irgendwie hab ich "nie gelernt", mich zu verlieben.
Die übliche Litanei mit Mobbingopfer, Außenseiter... wie das eben ab der 5. Klasse losging.
Die Leute, die mich mobbten, waren wiederum bei den Mädels sehr beliebt, weil die halt "cool" waren.
Ich dementsprechend als das "Opfer" war eben ... nun ja, das Opfer halt. Wie man als Opfer eben so ist.
Wenig selbstbewusst, ängstlich, beliebt bei den Lehrern ... da kommt einiges zusammen, wie man mit 13 Jahren NICHT zu sein hat.

Ich glaube, dass ich bis heute unter diesen Erfahrungen unbewusst leide und diese Ängstlichkeit, Schüchternheit etc. aufgrund des Mobbings beibehalten habe. Vielleicht nicht DER, aber ein wichtiger Baustein, der mich daran hindert, locker-flockig auf andere zuzugehen.
Ich will ja, aber ich kann irgendwie nicht :sadman:

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Re: Noch nie verliebt

Beitrag von Wilstdumitmirgehen » Samstag 18. Mai 2019, 20:24

@Knopper:
Ich würde das Verliebtsein so beschreiben: Seitdem ich ihn kenne bin ich wahnsinnig glücklich. Wenn er nicht bei mir ist denke ich Tag und Nacht an ihn. Wenn ich ihn wiedersehe habe ich ein Kribbeln im Bauch und bin voller Vorfreude. Wenn wir abends zusammen auf dem Sofa sitzen oder er mich berührt wird das Kribbeln stärker und ich langsam feucht. Da will ich dann auch nur noch das Eine.

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