Kinder und der Neid

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knopper
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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von knopper » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:50

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 17:46
Wenn es einen begründeten Verdacht gibt, dann gerne. Aber ich habe ein Problem damit, wenn jemand einfach mal so unter Generalverdacht gestellt wird. Ich habe schon mitbekommen, wie ein Vater mit seiner eigenen Tochter im Freibad herumgeblödelt hat und eine Gruppe überbesorgte Mütter darüber diskutierten, ob das jetzt noch normal wäre oder man vielleicht einschreiten sollte. Hätte ich Kinder, würde ich mich heute in der Öffentlichkeit vieles gar nicht mehr trauen, was meine Mutter oder mein Vater vor 40 Jahren noch mit mir ganz selbstverständlich gemacht hat.

Stell dir mal vor, ein Mädchen würde heute in der Schule erzählen, daß sie mit ihrem Papa nackt im Planschbecken gesessen ist. Ich garantiere dir, das geht heute so nicht mehr. Das hat Folgen.

Ganz anderes Thema, aber ähnlich bemerkt ich es auch beim Umgang mit Tieren. Ich habe einen Hund, der völlig zutraulich ist und für den Aggressionen völlig fremd sind. Man sieht es ihr auch an. Früher kamen Kinder fröhlich zu dem Hund, haben gefragt, ob sie ihn streicheln dürfen und hatten Spaß. Heute bemerke ich, wie Kinder schon in 50 Meter Entfernung ängstlich zurückgerufen werden und ein großer Bogen gegangen wird. Ich weiß, daß es Vorfälle mit bissigen Hunden gibt - aber die gab es in meiner Kindheit auch schon. Und trotzdem wurde uns nicht beigebracht, dass alle Hunde böse sind und man ihnen keinesfalls näher kommen sollte.

In meinen Augen ist das völlig daneben.
ja...aber hey früher war alles schlecht, und heute ist alles supertoll...könnte nicht besser sein :good: :hammer:

haber
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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von haber » Donnerstag 18. Juli 2019, 20:38

HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 14:27
haber hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 13:43
HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 22:42
Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene.
Ich nehme mal an, dass ich nicht der Einzige bin, der diese Aussage - ähhmm, ahh ... irgendwie - "komisch" finde.

Ein Mann, Anfang Mitte 20, der mit Kindern "besser kann" als mit Erwachsenen? Ich würde mir genau überlegen, wem gegenüber ich so eine Aussage tätige. Vor allem nicht einer eventuell zukünftigen Freundin.

Nicht dass sich noch die Polizei für dich interessiert. 8-)
Danke für das Bestätigen meines Klischees.
Jetzt fragt man sich, warum gibt es kaum männliche Erzieher oder Grundschullehrer, genau wegen solchen Menschen.

Der Mann soll immer noch weit weg von kleinen Kindern bleiben. Warum ist das so?
Überall wird nach Gleichberechtigung gerufen, aber wenn es ernst wird hat man irrationale Ängste.
Es gibt einfach Dinge die lernen Kinder. vorallem Jungs besser mal von einem Mann. Das Bestätigen viele Studien zu diesem Thema. Außerdem bringe ich eine andere Herangehensweise an das Thema.

Abschließend ist es so das ich seit über 20 Jahren Pfadfinder bin und bestimmt hunderte Kinder betreut habe. Ich nehme mir mal das Recht heraus, besser betreut zu haben, als viele Eltern. Deren Erziehungsfehler ich nur immer auszubaden habe. Gedank wurde mir das alles noch nie. Aber von Anschuldigungen bliebe ich zum Glück verschont.
Ich mag Kinder und dazu stehe ich!
Die wenigsten hier werden wohl Umgang mit Kinder haben und können das Verstehen.

Ich Bitte wirklich darum, endlich mir hier keine Dinge mehr zu unterstellen.
Das empfinde ich krank und verrückt...
Sorry, ich wollte dir nichts unterstellen. Ich befürchte, dass mein Beitrag nicht ganz richtig angekommen ist.

Mir ging es gar nicht so um dein Engagement für Kinder und Jugendliche. Da ist jede männliche Kraft gut und gern gesehen in der sonst weiblich dominierten Erziehungswelt. Keine Frage!

Ich meinte eher den Focus auf das "viel mehr" in dem von mir zitierten Satz: "Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene." Das wirkt auf mich "komisch". Das wollte ich dir als Rückmeldung geben.

Ja, ein männlicher Erzieher, der eine Frau/Freundin hat und vielleicht auch selbst Kinder, der ist im Allgemeinen ein gerne gesehener Erzieher in Kitas und Grundschulen.

Das gilt allerdings nicht in dem selben Maße für Männer, die "man nie mit einer Frau zusammen sieht". Auch wenn ich selbst das anders sehe, ich war ja lange genug AB, aber ein "Dauersingle", der sich am liebsten mit Kindern unterhält und weniger mit Erwachsenen "Klar kommt"? Was meinst du, welches Außenbild so jemand abgibt? Deinen Einsatz in allen Ehren - keine Frage - aber mit so einem Statement "Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene" würde ich mich extrem zurückhalten. Da beschwörst du die "Unterstellungen" in deiner Umwelt unnötig selber hervor.

Ich habe es erst vor zwei Wochen zufällig hier im Viertel selbst mitbekommen als ich vom Einkaufen am Spielplatz vorbeiging: Da haben einige Mütter die Polizei gerufen, weil wohl schon öfter ein Mann um die 50 am Spielplatz auf der Bank saß und den Kindern beim Spielen zugesehen hat. Allein, ohne eigene (Enkel-)Kinder und auch ohne Frau. "Einfach so" und das hat die Mütter so verunsichert, dass sie die Polizei gerufen haben. Das Gerede war ziemlich groß und hörbar.

Du kannst dich zurecht über diese Ängste und Klischees aufregen, nur machst du es dir unnötig schwer, wenn du solche Gedanken unnötig heraufbeschwörst, indem du eben solche Sätze wie "Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene" von dir lässt.

Ich hoffe, ich konnte meinen Beitrag genauer beschreiben. Es lag und liegt mir fern, dir Unterstellungen anzudichten. Ich wollte dich nur drauf hinweisen, wie es allgemein so ankommen wird.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Onkel ABobert » Freitag 19. Juli 2019, 10:43

haber hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 20:38

Ich habe es erst vor zwei Wochen zufällig hier im Viertel selbst mitbekommen als ich vom Einkaufen am Spielplatz vorbeiging: Da haben einige Mütter die Polizei gerufen, weil wohl schon öfter ein Mann um die 50 am Spielplatz auf der Bank saß und den Kindern beim Spielen zugesehen hat. Allein, ohne eigene (Enkel-)Kinder und auch ohne Frau. "Einfach so" und das hat die Mütter so verunsichert, dass sie die Polizei gerufen haben. Das Gerede war ziemlich groß und hörbar.
Das ist genau, was ich meine. Ich finde das absolut unmöglich. Ich bin auch so ein Mann um die 50, der nie mit einer Frau gesehen wird.
Und deshalb darf ich mich nun nicht mehr auf eine Bank setzen und Kindern beim Spielen zusehen?

Ich meine, wenn der Mann die Kinder ansprechen würde, könnte ich es ja noch verstehen (wobei ich auch das schon als böswillige Unterstellung sehen würde). Wäre ich der Mann gewesen und da wäre tatsächlich die Polizei angerückt, hätte ich die Frau wegen Verleumdung angezeigt.
Das geht echt gar nicht.
Es grüßt euch

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von kim » Freitag 19. Juli 2019, 11:14

Onkel ABobert hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 10:43
Und deshalb darf ich mich nun nicht mehr auf eine Bank setzen und Kindern beim Spielen zusehen?
Ich würde mich als Mutter fragen, warum jemand das als Erwachsener tut?

WARUM setzt sich ein Erwachsener, der keine eigenen Kinder oder Enkelkinder dabei hat, alleine auf einen SPIELPLATZ und schaut den Kindern zu?

Sorry, aber das wäre für mich auch ein Grund, diesen Spielplatz mit meiner Tochter zu meiden. Wenn meine Tochter nicht dabei ist, dann würde ich niemals auf die Idee kommen, mich an einen SPIELPLATZ zu setzen und dort die fremden Kinder anzuschauen. Warum sollte ich das tun?

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Lazarus Long » Freitag 19. Juli 2019, 11:24

Weil es Freude bereitet?

Meine Mutter schaut gern den Nachbarkindern zu.

Ich habe von Leuten, die selbst nicht in der Lage waren Kinder zu bekommen, gehört, daß sie gern Kinder beobachten oder die von Verwandten betreuen. Sie erfreuen sich daran.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von TheHoff » Freitag 19. Juli 2019, 11:27

kim hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 11:14
WARUM setzt sich ein Erwachsener, der keine eigenen Kinder oder Enkelkinder dabei hat, alleine auf einen SPIELPLATZ und schaut den Kindern zu?
Vielleicht weil er nie eigene Kinder hatte, sich die aber schon immer gewünscht hat? Vielleicht weil er seine Familie vor vielen Jahren verlor? Das eigene Kind zu früh gestorben ist? Es gibt genug Gründe, warum sich ein Mann an spielenden Kindern erfreuen kann. Wir sind doch alle Menschen, oder gesteht man Männern Vatergefühle etc. nicht zu, regt sich dann aber gleichzeitig wieder über toxische Männlichkeit bzw. gefühllose Trampel auf. Was will man denn heutzutage von einem Mann? Irgendwie doch viele Dinge, die sich widersprechen.

Ich finde es schlimm, wenn man Menschen mit solchen Vorurteilen begegnet.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von knopper » Freitag 19. Juli 2019, 11:37

kim hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 11:14
Onkel ABobert hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 10:43
Und deshalb darf ich mich nun nicht mehr auf eine Bank setzen und Kindern beim Spielen zusehen?
Ich würde mich als Mutter fragen, warum jemand das als Erwachsener tut?

WARUM setzt sich ein Erwachsener, der keine eigenen Kinder oder Enkelkinder dabei hat, alleine auf einen SPIELPLATZ und schaut den Kindern zu?

Sorry, aber das wäre für mich auch ein Grund, diesen Spielplatz mit meiner Tochter zu meiden. Wenn meine Tochter nicht dabei ist, dann würde ich niemals auf die Idee kommen, mich an einen SPIELPLATZ zu setzen und dort die fremden Kinder anzuschauen. Warum sollte ich das tun?
..wie gesagt das ist zum größten Teil unseren Medien geschuldet. Da wurde ganze Arbeit geleistet.
Überall nur noch Perverse und Verbrechen...die DDR-Propaganda hätte es nicht besser hinbekommen… :D :coolgun:

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von kim » Freitag 19. Juli 2019, 11:56

Lazarus Long hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 11:24
Weil es Freude bereitet?
"Freude" kann vielfältiger Art sein.

Ich kann ja noch verstehen, wenn jemand auf der Straße, im Park oder im Freibad Kinder sehnsüchtig anschaut, weil die halt auch gerade da sind, wo man selber ist.

Aber ich kann nicht mehr verstehen, wenn sich jemand ganz bewusst zum "Kinder-Watching" auf einen SPIELPLATZ setzt.

Es ist nicht verboten, deshalb würde ich auch deswegen keine Polizei rufen (das halte ich ohne weiteren Anlass für übertrieben). Aber ich würde dann woanders hingehen. Mein Kind ist kein Zootier, dass sich von Fremden beim Spielen auf dem SPIELPLATZ "beobachten" lassen muss.

Das ist meine Entscheidung und nicht die "der Medien". Und zu der stehe ich.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Milkman » Freitag 19. Juli 2019, 12:00

Ihr habt alle zu viel Jethro Tull gehört :frech2:

Spaß beiseite. Was sollen solche Unterstellungen ins Blaue hinein?
kim hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 11:14
WARUM setzt sich ein Erwachsener, der keine eigenen Kinder oder Enkelkinder dabei hat, alleine auf einen SPIELPLATZ und schaut den Kindern zu?
Unterscheidest du denn noch zwischen freudigem Zusehen oder lüsternem Hinterherglotzen?
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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Festgefahren » Freitag 19. Juli 2019, 12:35

Ich finde Kinder haben ja irgendwie etwas niedliches an sich, aber das hat die Evolution halt so eingerichtet. Selbst welche zeugen möchte ich trotzdem auf keinen Fall, sehe darin keinen Sinn. Das wird meines Erachtens nach nur aus Feigheit (Angst vor dem Tod, etwas lebt vermeintlich ewig weiter oder Angst vor sozialer Ächtung) oder religiösem Schwachsinn gemacht. Vielleicht auch noch aus Dummheit und Langeweile oder aus Versehen. Oder um den Partner an sich zu binden und unter Druck zu setzen. Es gibt so schon viel zu viele Menschen, schöner fänd ich es, es kämen deutlich weniger zur Welt. Kinder irgendwann zu adoptieren könnte ich mir noch eher vorstellen, dafür, geboren worden zu sein können sie ja nichts und die sollten die gleichen Möglichkeiten im Leben bekommen. Aber das würde voraussetzen, dass ich eine Partnerin finde und finanziell und zeitlich dem Kind auch etwas bieten könnte.

edit: Achso, um dann nochmal die Ausgangsfrage aufzugreifen: neidisch bin ich auf Eltern definitiv nicht. Ich bin eher genervt davon, dass sie sich für etwas besseres oder besonders unterstützenswert halten und, dass man Rücksicht auf sie nehmen soll, nur, weil sie Kinder gezeugt haben, obwohl das keine große Leistung ist.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von TheHoff » Freitag 19. Juli 2019, 16:02

Festgefahren hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 12:35
Das wird meines Erachtens nach nur aus Feigheit (Angst vor dem Tod, etwas lebt vermeintlich ewig weiter oder Angst vor sozialer Ächtung) oder religiösem Schwachsinn gemacht. Vielleicht auch noch aus Dummheit und Langeweile oder aus Versehen. Oder um den Partner an sich zu binden und unter Druck zu setzen.
Klingt sehr negativ. Nein, es gibt positive, lebensbejahende Gründe, die für Kinder sprechen. Du bist halt jemand, der damit nichts anfangen kann und sich auch nicht in andere hineinversetzen kann, die einen Kinderwunsch bzw. Kinder haben. Dann ist das halt so.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Festgefahren » Freitag 19. Juli 2019, 16:04

zum Beispiel?

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Radioactivman » Freitag 19. Juli 2019, 16:09

Festgefahren hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 12:35
Ich finde Kinder haben ja irgendwie etwas niedliches an sich, aber das hat die Evolution halt so eingerichtet. Selbst welche zeugen möchte ich trotzdem auf keinen Fall, sehe darin keinen Sinn. Das wird meines Erachtens nach nur aus Feigheit (Angst vor dem Tod, etwas lebt vermeintlich ewig weiter oder Angst vor sozialer Ächtung) oder religiösem Schwachsinn gemacht. Vielleicht auch noch aus Dummheit und Langeweile oder aus Versehen. Oder um den Partner an sich zu binden und unter Druck zu setzen. Es gibt so schon viel zu viele Menschen, schöner fänd ich es, es kämen deutlich weniger zur Welt. Kinder irgendwann zu adoptieren könnte ich mir noch eher vorstellen, dafür, geboren worden zu sein können sie ja nichts und die sollten die gleichen Möglichkeiten im Leben bekommen. Aber das würde voraussetzen, dass ich eine Partnerin finde und finanziell und zeitlich dem Kind auch etwas bieten könnte.

edit: Achso, um dann nochmal die Ausgangsfrage aufzugreifen: neidisch bin ich auf Eltern definitiv nicht. Ich bin eher genervt davon, dass sie sich für etwas besseres oder besonders unterstützenswert halten und, dass man Rücksicht auf sie nehmen soll, nur, weil sie Kinder gezeugt haben, obwohl das keine große Leistung ist.
Das sehe ich nicht so.
Für viele Menschen ist es ein tief verwurzelter Wunsch (vor allem bei Frauen fällt es mir häufiger auf), der nicht unbedingt logisch erklärbar sein muss. Von der Natur ist ja gewollt, dass wir uns fortpflanzen.
Aber dann gibt es eben auch Personen wie dich, die diesen Wunsch nicht haben.
Ich z.B. bin irgendwo dazwischen...einen tiefen Wunsch verspüre ich nichts, würde es aber z.B. auch nicht komplett ablehnen ein Kind zu haben.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Brax » Freitag 19. Juli 2019, 17:40

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 17:46
Es gibt auch viele Ladendiebe, sicherlich mehr als einer von 10.000 Kunden eines Supermarktes. Was würdest du dazu sagen, wenn nun jeder Kunde "prophylaktisch" an der Kasse durchsucht würde?
Wäre übertrieben, ja. Aber du siehst sicher den Unterschied in der Schwere des Vergehens?
Wenn man im Laden was klaut (nicht, dass ich das rechtfertigen wollen würde), dann hat der Laden halt ein paar Euro Verlust.
Wenn man ein Kind missbraucht, kann man es psychisch damit kaputtmachen und es wird wahrscheinlich sein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen haben. Das ist doch der Grund, warum da so sehr aufgepasst wird. Nicht, weil jeder ein potenzieller Kindesmissbraucher wäre, sondern weil die Folgen eben dramatisch sind. Deswegen muss unter allen Umständen verhindert werden, dass das Kind an den 1 von 10.000 gerät.
Ich kann es verstehen, dass man es schade findet, wenn man nicht mehr so unbefangen mit Kindern umgehen kann, aber wenn ich das Kindeswohl bedenke, finde ich es trotzdem gut, dass die Eltern aufpassen.

Festgefahren hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 12:35
...weil sie Kinder gezeugt haben, obwohl das keine große Leistung ist.
Zeugen wohl nicht, aber sie zu verantwortungsvollen, selbstbewussten und glücklichen Menschen zu erziehen ist durchaus eine große Leistung.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Onkel ABobert » Samstag 20. Juli 2019, 21:25

Brax hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 17:40
Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 17:46
Es gibt auch viele Ladendiebe, sicherlich mehr als einer von 10.000 Kunden eines Supermarktes. Was würdest du dazu sagen, wenn nun jeder Kunde "prophylaktisch" an der Kasse durchsucht würde?
Wäre übertrieben, ja. Aber du siehst sicher den Unterschied in der Schwere des Vergehens?
Wenn man im Laden was klaut (nicht, dass ich das rechtfertigen wollen würde), dann hat der Laden halt ein paar Euro Verlust.
Wenn man ein Kind missbraucht, kann man es psychisch damit kaputtmachen und es wird wahrscheinlich sein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen haben. Das ist doch der Grund, warum da so sehr aufgepasst wird. Nicht, weil jeder ein potenzieller Kindesmissbraucher wäre, sondern weil die Folgen eben dramatisch sind. Deswegen muss unter allen Umständen verhindert werden, dass das Kind an den 1 von 10.000 gerät.
Ich kann es verstehen, dass man es schade findet, wenn man nicht mehr so unbefangen mit Kindern umgehen kann, aber wenn ich das Kindeswohl bedenke, finde ich es trotzdem gut, dass die Eltern aufpassen.

Festgefahren hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 12:35
...weil sie Kinder gezeugt haben, obwohl das keine große Leistung ist.
Zeugen wohl nicht, aber sie zu verantwortungsvollen, selbstbewussten und glücklichen Menschen zu erziehen ist durchaus eine große Leistung.
Ja, klar sehe ich den Unterschied in der Schwere. Aber das genügt mir nicht als Argument. Das ist dann so wie "Der Zweck heiligt die Mittel", oder eine Stufe schlimmer fühle ich mich da an dunkle Zeiten erinnert, in denen Menschen aufgrund eines kleinen, oftmals völlig falschen Verdachts einfach mal jahrelang weggesperrt wurden. Vor 1945 in ganz Deutschland, danach noch Jahrzehnte im östlichen Teil.
Es grüßt euch

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Onkel ABobert » Samstag 20. Juli 2019, 21:31

kim hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 11:14
Onkel ABobert hat geschrieben:
Freitag 19. Juli 2019, 10:43
Und deshalb darf ich mich nun nicht mehr auf eine Bank setzen und Kindern beim Spielen zusehen?
Ich würde mich als Mutter fragen, warum jemand das als Erwachsener tut?

WARUM setzt sich ein Erwachsener, der keine eigenen Kinder oder Enkelkinder dabei hat, alleine auf einen SPIELPLATZ und schaut den Kindern zu?

Sorry, aber das wäre für mich auch ein Grund, diesen Spielplatz mit meiner Tochter zu meiden. Wenn meine Tochter nicht dabei ist, dann würde ich niemals auf die Idee kommen, mich an einen SPIELPLATZ zu setzen und dort die fremden Kinder anzuschauen. Warum sollte ich das tun?
Also ich bin schon eingermaßen überrascht, warum man dafür einen expliziten Grund benennen muß.

Ein Spielplatz ist doch kein durch Zäune abgetrenntes "exterritoriales Gebiet", sondern ganz normal in die Umgebung integriert.
In unserer Wohnanlage gibt es parkähnliche Spazierwege, und mittendrin ist ein Kinderspielplatz mit Sitzbänken angelegt. Dort sehe ich täglich bei guten Wetter auch Menschen ohne Kinder sitzen. Meist ältere Leute, die die reichlich und nur an dieser Stelle vorhandenen Bänke dazu nutzen, ein wenig an der frischen Luft zu verweilen. Ich habe noch niemals bemerkt, daß sich da eine der Mütter daran gestört hätte.

Auch Jugendliche oder junge Erwachsene halten sich dort auf und daddeln auf ihren Smartphones rum. Und Ein "Erwachsener" darf das dann nicht, weil ihm dann gleich die übelsten Motive unterstellt werden? Gilt das dann nur bei Männern oder auch bei Frauen, die kein Kind dabei haben? Also ich kann das alles nicht nachvollziehen.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von selina » Sonntag 21. Juli 2019, 10:19

Bei mir gibt es einen Spielplatz der an ein Seniorenheim grenzt.
Dort sieht man fast täglich Senioren sitzen, auch etliche ganz allein.
Sie schauen den Kindern beim Spielen zu.
Freuen sich wenn die Kleinen ihnen zuwinken, oder wenn sie ein kurzes Schwätzchen mit den Eltern halten können.
Und so ein Spielplatz mitten im Wohngebiet nutzen eben auch Leute ohne Kinder.

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Brax » Sonntag 21. Juli 2019, 18:07

Onkel ABobert hat geschrieben:
Samstag 20. Juli 2019, 21:25
Ja, klar sehe ich den Unterschied in der Schwere. Aber das genügt mir nicht als Argument. Das ist dann so wie "Der Zweck heiligt die Mittel", oder eine Stufe schlimmer fühle ich mich da an dunkle Zeiten erinnert, in denen Menschen aufgrund eines kleinen, oftmals völlig falschen Verdachts einfach mal jahrelang weggesperrt wurden. Vor 1945 in ganz Deutschland, danach noch Jahrzehnte im östlichen Teil.
Den Vergleich zum Nationalsozialismus finde ich für Eltern, die auf ihre Kinder aufpassen und im Zweifel lieber mal zu vorsichtig als zu naiv sind, wirklich unpassend.

Wie gesagt, ich kann verstehen, dass man es schade findet, wenn man nicht unbefangen mit Kindern umgehen kann. Es betrifft mich selbst ja auch, ich schaue auch gerne Kindern zu, es macht einfach Freude. Trotzdem kann ich es verstehen, wenn Eltern sich Sorgen machen, wenn jemand ihre Kinder angafft. Was den Mann angeht, dessentwegen die Polizei gerufen wurde, wissen wir jetzt ja auch nicht, wie die konkrete Situation wirklich war und ob da nicht doch noch etwas anderes war, das ihn verdächtig erscheinen ließ als nur die Tatsache, dass er ein Mann ist (z. B. Vergleich schauen/anstarren). Selina hat ja auch geschrieben, dass bei ihr häufig Erwachsene am Spielplatz sitzen und da scheint wohl nicht ständig die Polizei zu kommen. Ich würde die Kirche mal im Dorf lassen.
Für mich rechtfertigt der Schaden, der bei Kindern angerichtet werden kann, durchaus, dass man Verständnis für die Eltern und Kinder hat, wenn sie vorsichtig sind, und nicht einfordert, dass diese jedem einen Blankoscheck ausstellen, was Vertrauen angeht. "Einfach mal jahrelang weggesperrt" wird man deswegen noch lange nicht.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 21. Juli 2019, 18:22

Jeder unter generalverdacht stellen führt auch nicht unbedingt zu eine offene und tolerante gesellschaft.
Es gibt wieder zuviel, meist unbegründete, bauchgefühl angst, aus reiner medieneinflüß, und der führt selten zu etwas gutem.
Unsere gesellschaft ist recht paranoide geworden.
Und wird auch immer intoleranter.

Klar soll man sich nicht am kinder vergreifen.
An einem sonnigen tag kinder beim spielen zuschauen hat damit aber nichts zu tun.
In meinen jugend war das alles auch noch ziemlich normal.

(Und die meisten übelgeschichten die ich kenne, kommen aus schulen, kirchen, der direkte eigene familie.)
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von knopper » Montag 22. Juli 2019, 10:06

Brax hat geschrieben:
Sonntag 21. Juli 2019, 18:07
Onkel ABobert hat geschrieben:
Samstag 20. Juli 2019, 21:25
Ja, klar sehe ich den Unterschied in der Schwere. Aber das genügt mir nicht als Argument. Das ist dann so wie "Der Zweck heiligt die Mittel", oder eine Stufe schlimmer fühle ich mich da an dunkle Zeiten erinnert, in denen Menschen aufgrund eines kleinen, oftmals völlig falschen Verdachts einfach mal jahrelang weggesperrt wurden. Vor 1945 in ganz Deutschland, danach noch Jahrzehnte im östlichen Teil.
Den Vergleich zum Nationalsozialismus finde ich für Eltern, die auf ihre Kinder aufpassen und im Zweifel lieber mal zu vorsichtig als zu naiv sind, wirklich unpassend.
nun ja aber wie gesagt....freie Gesellschaft ist nun mal "frei" in allen Belangen. Daher sollte sowas heutzutage auch kein Problem mehr sein. Das Risiko muss man eben eingehen, und Kinder diesbzgl. eindringlich belehren (nicht mit fremden mitgehen usw... das Übliche). Das ist der richtige Ansatz.
Brax hat geschrieben:
Sonntag 21. Juli 2019, 18:07

Für mich rechtfertigt der Schaden, der bei Kindern angerichtet werden kann, durchaus, dass man Verständnis für die Eltern und Kinder hat, wenn sie vorsichtig sind, und nicht einfordert, dass diese jedem einen Blankoscheck ausstellen, was Vertrauen angeht. "Einfach mal jahrelang weggesperrt" wird man deswegen noch lange nicht.
ja logisch, ist ja klar das man als Elternteil diesbzgl. besorgt ist. Würde mir nicht anders gehen (und das obwohl ich AB bin), aber son bisschen reinfühlen kann man sich schon.
Ich würde jedoch nie überreagieren und automatisch jeden zum Verdächtigen machen, das weiß ich.
Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 21. Juli 2019, 18:22
Jeder unter generalverdacht stellen führt auch nicht unbedingt zu eine offene und tolerante gesellschaft.
Es gibt wieder zuviel, meist unbegründete, bauchgefühl angst, aus reiner medieneinflüß, und der führt selten zu etwas gutem.
Unsere gesellschaft ist recht paranoide geworden.
Und wird auch immer intoleranter.
mein Reden. Ich denke die Medien werden hier massiv unterschätzt. Propaganda ist nicht mit dem 3. reich und dem Ende der DDR verschwunden.... das nur so als Anmerkung!

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