Bindungsangst/Verlustangst

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Oxymoron
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Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Oxymoron » Samstag 8. Juni 2019, 02:32

Moin,

mir ist sehr sehr oft aufgefallen, dass in diesem Forum immer nach Gründen gesucht wird warum eine Beziehung nicht klappen kann. Ob es nun Selbstzweifel ("Ich bin nicht attraktiv genug für Andere"), gehobene Ansprüche ("Mein Partner muss so und so sein"), Freiheitslieben ("Ich will gerne meine Hobbys ausleben") oder sonst ein vorgeschobener Grund ist. Ich denke mir manchmal, man könnte das Board auch in bindungsangstforum.de umebenennen. Aber verdammt, dass gibt es schon und lustigerweise sind da viele ähnlche Probleme zu finden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungsangst Mal ein Wiki-Artikel.

Ich persönlich denke, dass die Symptomatik auf Viele hier, vielleicht sogar fast alle zutrifft.

Ich kann da aus persönlicher Erfahrung die Literatur von Stefanie Stahl empfehlen.

Wie seht ihr das?
Meine Posts beziehen sich auf meine persönlichen Erfahrungen und pauschalisieren nicht alle Menschen, sondern auf die welche ich leider kennenlernen durfte. Bevor wieder jemand Tränen in die Augen bekommt und die rosarote Welt zu zerbrechen droht.

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Strange Lady » Samstag 8. Juni 2019, 06:08

Ja!
Das ist bei sehr vielen hier Thema. Nur verdrängen sie das sehr gekonnt / unbewusst.
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von blauäugig » Samstag 8. Juni 2019, 07:11

Mit dem kleinen Unterschied, dass Stahls bindungsängstliche Fallbeispiele ihre Beziehungen vermasseln... Ich finde das übergreifende Thema Entwicklungstrauma, das bei Stahl viel zu kurz kommt, zielführender. Frei nach dem Motto: die Scheisse in der du steckst, ist immer tiefer als du denkst.

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Melli » Samstag 8. Juni 2019, 08:53

blauäugig hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 07:11
die Scheisse in der du steckst, ist immer tiefer als du denkst.
💩 Hahahahaha... Eine erfrischende Alternative zu der sonst üblicheren Schönrederei :mrgreen:

Nein, ich weiß schon, daß ich so einige Baustellen habe, und Netzplantechnik kann ich leider nicht :omg: Dafür bin ich laut Stahls Persönlichkeitstest "Präzisionsminister (IKDO)". In einigen Punkten liegt sie falsch, weil sie für meine Verhältnisse schlecht gefragt hat, aber bei "Liebe und Freundschaft" ist es gar nicht so schlecht getroffen:
Präzisionsminister schließen nur sehr langsam Freundschaft. Sie richtig kennenzulernen kann dauern und nicht wenige haben sich schon die Zähne an ihnen ausgebissen. Meistens haben IKDOs recht wenige, dafür jedoch langjährige und stabile Freundschaften. Diesen festen Kreis erweitern sie selten, weil sie kein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach persönlichem Austausch haben. Mit ihren Freunden diskutieren sie gern über gemeinsame Interessen, über private und intime Themen sprechen sie selten. Liebe bedeutet für Präzisionsminister Stabilität, Sicherheit und Treue. Wie in allen anderen Lebensbereichen kann man sich auch innerhalb einer Beziehung 100-prozentig auf sie verlassen. Sie wünschen sich eine dauerhafte Partnerschaft, in der sie ebenso viel Zuverlässigkeit erfahren, wie sie selbst zu geben bereit sind. Deswegen sind sie kritisch in der Auswahl ihrer Partner. Ein IKDO nimmt einen Ehevertrag genauso ernst wie einen Geschäftsvertrag. Treu und zuverlässig übernimmt er Verantwortung für seinen Partner und die Familie. Auf ihren Partner sind sie sehr bezogen. Da sie ansonsten eher wenige Kontakte pflegen, leben sie ihre Partnerschaften häufig sehr exklusiv und eng. Sie halten lange an der Beziehung fest, selbst wenn sie sie nicht unbedingt glücklich macht. Ihnen ist die Sicherheit der bestehenden Beziehung jedoch lieber, als die Unwägbarkeiten einer neuen Beziehung zu riskieren. Die ungewisse Aussicht, mit einem anderen Partner eventuell glücklicher sein zu können, lockt sie wenig. (...)
Die "Persönliche Gebrauchsanweisung" ist auch gar nicht so schlecht:
  • Bitte lass mir Zeit für mich allein! Ich brauche meine Ruhe und Zurückgezogenheit für mein inneres Gleichgewicht. Wenn ich im Alleinsein wieder Kraft geschöpft habe, bin ich umso mehr für dich da.
  • Wenn wir miteinander reden, lass mir bitte Zeit zum Nachdenken! Ich muss erst mal meine Gedanken für mich sortieren, bevor ich sie ausspreche. Wenn es um ein "heißes Eisen" geht, dann ist es oft besser, wenn ich eine Nacht darüber schlafen kann.
  • Bitte erwarte nicht, dass ich dich zu allen Verabredungen begleite! Das Zusammensein mit anderen ist für mich oft anstrengend und ich muss einfach in der Stimmung dazu sein. Wenn das nicht der Fall ist, bleibe ich besser zu Hause. Bitte versteh das!
  • Bitte sei geduldig mit mir, wenn es um Gefühle geht! Es fällt mir sehr schwer, das zu formulieren, was mich wirklich bewegt und ich brauche meistens einen ziemlich langen Anlauf. Den kann ich jedoch nur nehmen, wenn ich mich nicht gedrängt fühle.
  • Reagier auch du bitte nicht zu emotional! Versuch trotz allem, noch ein bisschen sachlich zu bleiben, damit ich dich verstehen kann. Gefühlsausbrüche und "Szenen" verstören mich.
(...)
Das Gute ist, daß ich das inzwischen weitgehend habe :)
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von soukous » Samstag 8. Juni 2019, 09:25

Oxymoron hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 02:32
Ich persönlich denke, dass die Symptomatik auf Viele hier, vielleicht sogar fast alle zutrifft.
Definitiv nein. Laut Stefanie Stahl gibt es zwei Typen von Bindungsängstlichen:

1. Hat immer nur unverbindliche Sexgeschichten, schafft es aber nie zu einer festen Beziehung.
2. Hat zwar eine Beziehung, sucht aber sofort das Weite, wenn eine richtungsweisende Entscheidung ansteht (Zusammenziehen, Verlobung etc.).

So weit sind die meisten, die in diesem Forum schreiben, noch nicht.

Allerdings gibt es hier immer wieder einzelne Männer, die über ihre vielen coolen Sexgeschichten berichten, aber in deren Profil immer nur "Softcore-AB" und niemals "Ex-AB" oder "vergeben" steht. Auf diese Männer könnte die Diagnose Bindungsangst tatsächlich zutreffen.

[+] Disclaimer zum Thema Bindungsangst als AB-Diagnose
Ich weiß, in Maja Roedenbecks Buch "Und wer küsst mich?" wird Stefanie Stahl, die ein Buch über Bindungsangst geschrieben hat, als Expertin für das AB-tum interviewt. Aus diesem Grund kamen einige User dieses Forums auf die Idee, dass ihr Leiden etwas mit Bindungsangst zu tun haben könnte.

Ich sehe hier keine Evidenzen, sondern nur eine Verbindung à la "Eine Hand wäscht die andere". Eine studierte Geisteswissenschaftlerin, die von Psychologie keine Ahnung hat, will ein Buch über Absolute Beginners schreiben. Sie überlegt sich, wen sie dafür als Expertin befragen könnte. Zufällig hört sie von der Theorie der Bindungsangst und denkt, das könnte doch passen. Sie stellt Kontakt zu der Psychotherapeutin Stefanie Stahl her. Stefanie Stahl hat sich nie mit dem AB-tum beschäftigt und die Theorie der Bindungsangst trifft auch nicht so recht auf dieses Klientel zu, aber die Erwähnung in einem AB-Buch erscheint ihr als gute Möglichkeit, sich selbst und ihr aktuelles Buch zu promoten.

Würden Sie in dieser Situation nicht genauso handeln?

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 8. Juni 2019, 09:43

Präzisionsminister schließen nur sehr langsam Freundschaft. Sie richtig kennenzulernen kann dauern und nicht wenige haben sich schon die Zähne an ihnen ausgebissen. Meistens haben IKDOs recht wenige, dafür jedoch langjährige und stabile Freundschaften. Diesen festen Kreis erweitern sie selten, weil sie kein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach persönlichem Austausch haben. Mit ihren Freunden diskutieren sie gern über gemeinsame Interessen, über private und intime Themen sprechen sie selten. Liebe bedeutet für Präzisionsminister Stabilität, Sicherheit und Treue. Wie in allen anderen Lebensbereichen kann man sich auch innerhalb einer Beziehung 100-prozentig auf sie verlassen. Sie wünschen sich eine dauerhafte Partnerschaft, in der sie ebenso viel Zuverlässigkeit erfahren, wie sie selbst zu geben bereit sind. Deswegen sind sie kritisch in der Auswahl ihrer Partner. Ein IKDO nimmt einen Ehevertrag genauso ernst wie einen Geschäftsvertrag. Treu und zuverlässig übernimmt er Verantwortung für seinen Partner und die Familie. Auf ihren Partner sind sie sehr bezogen. Da sie ansonsten eher wenige Kontakte pflegen, leben sie ihre Partnerschaften häufig sehr exklusiv und eng.
Trifft großteilig auf mich zu (bis auf das ich mit meine engeren freunde schon über persönliche und emotionale sachen geredet haben; sicher während meine schwere liebeskummerperioden hatten einige es schwer mit mir...)
Aber ich sehe das mehr als teil meiner persönlichkeit als zu lösender problem.
Und betrachte sämmtliche alternativen auch nicht unbedingt als besser.
(Eher als eine art gruppenzwang der 'Normalen' die nur standartverhalten und standartemotionen tolerieren; meiner meinung nach ist viel was in der psychanalitische welt abspielt ziemlich dogmatisch. So wie man in den ehemalgen USSR seine dissidenten als geisteskrank weggesperrt hat. Wer nicht mit der masse mitspielt müß ja halt krank sein....)
Ich ziehe dieses model (für mich) mit sicherheit triebgesteuerte beziehungen vor, die hauptächlich auf körperliche bedürfnisse basieren. Und wieso sollte man ein jedermansfreund sein? Bringt das was?
Zuletzt geändert von Nonkonformist am Samstag 8. Juni 2019, 09:56, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Polarfuchs » Samstag 8. Juni 2019, 09:45

Ja, das könnte sein, dass bei vielen Bindungsaengste vorliegen. Nur war ich etwas erstaunt, dass es diesen Begriff in der klinischen Psychologie gar nicht gibt und in der Sozialpsychologie kaum verwendet wird.

Es wird aber der Begriff Bindungsstoerung benutzt, der eine Folge einer anderen Erkrankung sein könnte z.B. posttraumatischen Belastungsstörung.
Dem würde ich zustimmen. Die"Bindungsängste" könnten eine Folge von anderen anderen Erkrankungen/Störungen sein.
Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht den Kontakt zu seinen Mitmenschen, er ist auf eine Beziehung angewiesen. Wenn er sich davor fürchtet, könnte dies an einer schlechten Beziehung zu den Eltern liegen.

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 8. Juni 2019, 10:36

Laut der test bin ich ein IAFL oder Tugendminsiter.

https://www.stefaniestahl.de/deu/index.php/test/

Einige sachen triffen sicher auf mich zu:
Kennzeichnend für IAFLs ist ihre starke gefühlsmäßige Beurteilung (F). Sie haben ein sehr ausgeprägtes inneres Wertesystem, dessen Herzstück soziale und zwischenmenschliche Werte bilden. Alles, was sie tun und alles, was um sie herum geschieht, wird durch dieses Wertesystem gefiltert. Tugendminister streben nach Integrität, das heißt, sie möchten in übereinstimmung mit ihren Werten leben und sie im Umgang mit ihren Mitmenschen umsetzen.

Arbeit

Tugendminister brauchen eine Arbeit, die mit ihrem inneren Wertesystem übereinstimmt, sonst fühlen sie sich schnell erschöpft und ausgebrannt. Eine wertvolle Arbeit zu tun, die für sie persönlich bedeutsam ist, ist ihnen wichtiger als Geldverdienen. ......... Auch wenn sie introvertiert sind, arbeiten IAFLs gern im Team, besonders dann, wenn die anderen die gleichen Wertvorstellungen haben und man gemeinsam an einer "guten Sache" arbeitet. Sie sind zwar selten die Wortführer, dennoch tragen sie durch ihre engagierte und verbindliche Art dazu bei, ein konstruktives und effektives Arbeitsklima zu schaffen. Allerdings können sie auch gern und gut allein arbeiten − flexibel und in ihrem eigenen Tempo. IAFLs arbeiten am effektivsten, wenn sie ein mittleres Maß an Eigenständigkeit und Freiheit haben. Dann können sie ihre Kreativität entfalten und Dinge auf ihre Weise angehen. Sie mögen keine Routinearbeiten und probieren gern neue Wege aus, um ein Problem zu lösen. Wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, sind IAFLs introvertiert genug, um die Disziplin aufzubringen, Details auszuarbeiten und Routinetätigkeiten zu erledigen. Allerdings sollte der Freiraum auch nicht allzu groß sein, weil sie dann dazu neigen, den Abschluss einer Arbeit zu lange hinauszuzögern.


Liebe und Freundschaft

Tugendminister pflegen einen kleinen und auserwählten Freundeskreis. Klein, weil sie introvertiert sind und deswegen ihr Bedürfnis nach Kontakt und persönlichem Austausch bereits durch wenige nahestehende Personen erfüllt wird. Auserwählt, weil es ihnen wichtig ist, mit engen Freunden die gleichen Wertvorstellungen zu teilen. Deshalb scheiden viele Menschen bereits von vornherein für Freundschaften aus. Es ist aber nicht so, dass IAFLs quasi nur zu ihresgleichen Kontakt suchen. Im Gegenteil, sie diskutieren gern und setzen sich auch mit Andersdenkenden über Wertfragen auseinander. Jedoch schließen sie auf dieser Basis keine Freundschaften, weil eine wesentliche Gemeinsamkeit nicht erfüllt ist........Weitläufigere und oberflächliche Bekanntschaften pflegen Tugendminister kaum, denn solche Kontakte strengen sie an. Stattdessen verbringen sie lieber Zeit für sich, die sie benötigen, um Kraft zu schöpfen. (...)

Probleme und Entwicklungsmöglichkeiten

Tugendminister richten ihr Leben nach hohen Idealen aus. Das ist einerseits ihre große Stärke, zumal sie durch ihre Hartnäckigkeit tatsächlich auch manche Träume verwirklichen. Es kann ihnen jedoch auch zum Nachteil gereichen: Manchmal verbohren sich IAFLs in ihre Überzeugungen und übersehen, dass es auch noch andere (berechtigte) Standpunkte gibt. Wenn man sie kritisiert oder aufhalten will, können sie sehr starrsinnig und ungehalten reagieren...............................
Das alles hier stimmt. In meinen Lehrerschule fühlte ich mich grundsätzlich alleine (fast nur menschen mit nicht kompatibelen wertesysteme); unter trickfilmer fühlte ich mich wohl. Komplett alleine arbeiten mag ich nicht; beim trickfilm ist der hauptarbeit alleine am tisch, aber gibt es viel kreativen austausch mit den anderen und man begeistert sich auch gegenseitig. Enge freundschafte mit menschen die mir nicht ähnlich sind werden bei mir eher nicht passieren. Kopieen sollten es nicht sein, aber ein gemeinsamer basis brauche ich jedoch. Sonnst redet man nurr komplett an einander vorbei. Auch in der liebe suche ich mir eine partnerin die mir ähnlich ist - keine kopie, aber auch nicht jemanden der mich null versteht und die ich immer alles erklären oder rechtfertigen müß. So grobweg sollten wir das gleich vom leben wollen, oder unsere lebensstile und lebensziele sollten zumindestens parallel existieren können, und sich nicht gegenseitig ausschließen. Das ich eher idealist als pragmatiker bin ist richtig.

Als lehrer, sozialarbeiter, krankenpfleger etc wäre ich aber volkommen ungeschickt, da stimmt der einschätzung nicht.

Persönliche Gebrauchsanweisung

Geh bitte geduldig, freundlich und unterstützend mit mir um. Akzeptiere, dass ich ein bisschen Zeit brauche, um mich zu öffnen und über das zu sprechen, was mich beschäftigt.
Bitte versuch mich zu verstehen und werte meine Gefühle nicht als übertrieben ab, auch wenn du nicht genauso empfindest wie ich.
Bitte akzeptiere (besser noch teile) meine sozialen Werte! Sie sind sehr wichtig für mich und die Basis jeder engen Beziehung, die ich eingehe.
Erzähl mir bitte auch, was in dir vorgeht. Mich interessiert, wie es in dir aussieht und ich möchte an deinen Gedanken, Gefühlen und Überlegungen teilhaben.
Sprich mit mir bitte nicht nur über Sachthemen! Mich interessiert vielmehr, was du fühlst, was dich bewegt und welche Visionen und Ziele du verfolgst.

(...)
Stimmt schon. Auch wann ich ein fachidiot bin war trickfilm für mich eher eine sehr emotionale sache. Mit den sehr technish orienbtierte animatoren konnte ich meist weniger anfangen; ich konnte besser mit den instiktiven bauch-animatoren, die sich mehr für schauspielerei als bewegungsabläufe interessieren. Auch mit meine engeren freunde habe ich nicht nur über fachthemen gesprochen, aber auch über perönliches. Eine gewisse charakterliche ähnlichkeit brauche ich dafür allerdings; ist der gefühlswelt meines gegenübers mich wesensfremd, werden auch keine sinnvolle gespräche entstehen.

Auch in sachen liebe brauche ich eine ähnlichkeit auf basis-ebene.
Auch jemanden der liebe mehr oder weniger so empfindet wie ich.
Jemanden in der ich mich wirklich hinein versetzen kann.
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Melli » Samstag 8. Juni 2019, 10:45

Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 09:43
Aber ich sehe das mehr als teil meiner persönlichkeit als zu lösender problem.
Ist es ja auch. Die Charakteristik war doch gar nicht negativ.
Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 09:43
Und betrachte sämmtliche alternativen auch nicht unbedingt als besser.
Sind sie tatsächlich nicht. Da war doch keine Wertung enthalten.
Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 09:43
ist viel was in der psychanalitische welt abspielt ziemlich dogmatisch.
Die Psychoanalyse gibt es schon sehr lange nicht mehr. Ich finde es nur niedlich, wenn z.B. einer dieser sogenannten Analytiker Freud Dogmatismus vorwirft, und selbst ist er verbohrt wie eine abgebrochene völlig durchgerostete Schraube :wuetend:
Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 09:43
Und wieso sollte man ein jedermansfreund sein? Bringt das was?
Ein Mäntelchen im Wind wäre mein Freund aber nicht :mrgreen:
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Two-Tone » Samstag 8. Juni 2019, 11:05

Oxymoron hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 02:32
Moin,

mir ist sehr sehr oft aufgefallen, dass in diesem Forum immer nach Gründen gesucht wird warum eine Beziehung nicht klappen kann.

...

Wie seht ihr das?
Es hat nichts mit Bindungsängsten oder Verlustängsten zu tun. Man muss erstmal überhaupt in die Nähe dieser Begrifflichkeiten kommen. Alleine für eine Bindungsangst muss man als HC±AB schonmal in ein anderes Level aufsteigen: Freundin finden, Freundin will Zeit mit dir verbringen, etc.
Erst in der Stufe, in der es "ernst" wird, kommt man in die Nähe der Bindungsangst, jedoch kann das auch erst ab mehreren Anläufen festgestellt werden. Aber wie gesagt, schau dich mal hier um, wieviele hier es nichmal schaffen, eine freundschaftliche Basis mit einer Frau aufzubauen, aus Mangel an Attraktivität, oder sonstwas.

Ich selbst gehöre zu den Menschen, die sogar sehr selbstbewusst sind, und mich tierisch freuen würden, wenn eine Partnerin mit mir ihr Leben teilen möchte. Ja wirklich. Dennoch nenne ich viele Gründe, warum es noch nichtmal ansatzweise klappt, auch nur ne Freundschaft mit einer Frau aufzubauen.
Und da ist Selbstmitleid ("Buhuhu, noch nie jemand wollte sich mit mir abgeben. Deswegen bin ich so alleine.") noch garnicht mal das "unattraktivste" Attribut an mir. Wobei Selbstmitleid auch theoretisch nur ein Vorwurf anderer ist, weil die glauben, mit jeder neuen Frau, mit der ich mich mehr als 5 Sekunden unterhalte, werde ich ab der vierten Sekunde ihr weiß machen, wie alleine ich doch bin und wie schrecklich das alles sei.
Nein, warum eine Beziehung (zumindest bei mir) nicht klappen kann, das geht noch viel tiefer und weitreichender als bloße "Bindungsangst". So tief, dass Natural Born Uncool zum Natural Born Cool, Le Chiffre Zéro zum Le Chriffre Héro und LonesomeCoder im "Sumpf des Selbstmitleides" (wobei ich Selbstmitleid nur als oberflächliches Merkmal angesehen habe) herausschwappen und am Beckenrand landen wird, wo Tania oder Melli oder viele andere Ex-ABs stehen, die den Leuten Ratschläge geben wollen, wenn ich vom 3-Meter-Brett in diesen Sumpf reinspringe. Und bei Gott, lasst es bitte bloß bleiben, mich danach zu fragen....

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 8. Juni 2019, 11:11

Na ja, und das mit der bindungsangst, das stimmt schon.
Zuerst sehe ich beziehungen schon eher als luxus als als grundbedürfnis.
Eine beziehung nur um eine beziehung zu haben hat mich noch nie interessiert.
Wann ich mich mal rein zufälligerweise verliebte wollte ich eine beziehung, sonnst war ich eigentlich auch lieber single.
Das freundschaften und verliebtheit bei mir erst langsam entstehen, daran wird ich auch nichts ändern.
Das mehreren lebensstile für mich nicht als kompromisss in betracht kommen; auch so gewollt.
Und sämtliche ONS bis mal eine rein zufälligerweise passt, das wird ich nie machen, ist auch eine bewußte und gewollte entscheidung.
Ich habe diesen bedarf nach anonyme körperlichkeiten auch nicht.
Das ich mit weit über 99% der frauen nicht kompatibel bin, da stehe ich sogar dazu.
Das ich mich auch bei der rest auf unterbewusste ebene sabotiert habe war aber eher nicht so geplant.
Dieses unterbuwusstes sabotieren sehe ich auch als meinen einzigen wirklichen problem.
Und das ist mit sicherheit eine bindungs/verlassensangst auf unterbewusste ebene.
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Volta » Samstag 8. Juni 2019, 11:44

Two-Tone hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 11:05
Nein, warum eine Beziehung (zumindest bei mir) nicht klappen kann, das geht noch viel tiefer und weitreichender als bloße "Bindungsangst". So tief, dass Natural Born Uncool zum Natural Born Cool, Le Chiffre Zéro zum Le Chriffre Héro und LonesomeCoder im "Sumpf des Selbstmitleides" (wobei ich Selbstmitleid nur als oberflächliches Merkmal angesehen habe) herausschwappen und am Beckenrand landen wird, wo Tania oder Melli oder viele andere Ex-ABs stehen, die den Leuten Ratschläge geben wollen, wenn ich vom 3-Meter-Brett in diesen Sumpf reinspringe. Und bei Gott, lasst es bitte bloß bleiben, mich danach zu fragen....
Schwer nachzuvollziehen.

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Melli » Samstag 8. Juni 2019, 11:51

Two-Tone hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 11:05
Selbstmitleid ("Buhuhu, noch nie jemand wollte sich mit mir abgeben. Deswegen bin ich so alleine.")
Ich fand "Selbstmitleid" immer schon einen gräßlichen, mitgefühllosen Vorwurf :( Können solche Leute nicht lieber schweigen? :schwarzekatze:
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Gahaltan » Samstag 8. Juni 2019, 12:16

also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
„Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane.“

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 8. Juni 2019, 12:36

Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
Es gibt hier im forum beides.
Ich bekam liebesgeständnisse und würde auf dates gefragt.
Zu den unsichtbaren habe ich nie gehört.
HC AB bin ich trotzdem.
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Melli » Samstag 8. Juni 2019, 13:06

Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
:dont:
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Cornerback » Samstag 8. Juni 2019, 14:19

Two-Tone hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 11:05
Es hat nichts mit Bindungsängsten oder Verlustängsten zu tun. Man muss erstmal überhaupt in die Nähe dieser Begrifflichkeiten kommen. Alleine für eine Bindungsangst muss man als HC±AB schonmal in ein anderes Level aufsteigen: Freundin finden, Freundin will Zeit mit dir verbringen, etc.
Erst in der Stufe, in der es "ernst" wird, kommt man in die Nähe der Bindungsangst, jedoch kann das auch erst ab mehreren Anläufen festgestellt werden. Aber wie gesagt, schau dich mal hier um, wieviele hier es nichmal schaffen, eine freundschaftliche Basis mit einer Frau aufzubauen, aus Mangel an Attraktivität, oder sonstwas.
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
Richtig. Frauen meiden mich in der Regel schon allgemein. Ich komme gar nicht in die Situation wo ich irgendwelche Ansprüche stellen könnte oder unbewusst irgendwas sabotieren. Keine Ahnung an was es genau liegt. Ob es am Aussehen liegt, irgendwelchen bestimmten Verhaltensweisen (Unsicherheit, Schüchternheit, Unbeholfenheit) oder allgemein am Habitus. Frauen behandeln mich oft etwas von oben herab oder ignorieren mich einfach. Bei Männern ist das selten, die nehmen mich meist einfach so wie ich bin.
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Tania » Samstag 8. Juni 2019, 14:41

Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
Dann gehen die uncoolen, schüchternen und unattraktiven ABs wohl nicht zu Treffen. Zumindest bin ich dort noch keinem begegnet, auf den alle drei Merkmale zutrafen. Okay, Schüchternheit ist zuweilen vorhanden. Und "cool" im Sinne von "Checker mit Sonnenbrille und getuntem Auto" war zum Glück niemand.

Aber die meisten Treffenbesucher wirken äußerlich nicht so, als würden sie "nicht mit dem hintern angeguckt werden." Die Problemlage ist wohl doch etwas komplexer ...

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AviferAureus
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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von AviferAureus » Samstag 8. Juni 2019, 15:40

Cornerback hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 14:19
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
Richtig. Frauen meiden mich in der Regel schon allgemein. Ich komme gar nicht in die Situation wo ich irgendwelche Ansprüche stellen könnte oder unbewusst irgendwas sabotieren. Keine Ahnung an was es genau liegt. Ob es am Aussehen liegt, irgendwelchen bestimmten Verhaltensweisen (Unsicherheit, Schüchternheit, Unbeholfenheit) oder allgemein am Habitus. Frauen behandeln mich oft etwas von oben herab oder ignorieren mich einfach. Bei Männern ist das selten, die nehmen mich meist einfach so wie ich bin.
Zustimmung: ABs sind i. d. R. unattraktiv. Die meisten werden schon mit 13, 13, 14 gemerkt haben, dass das Interesse vom anderen Geschlecht eher gen Null tendiert. Es gab, glaube ich auch schon Versuche, wo um eine Einschätzung gefragt wurde, ob jemand AB sei, und die Antworten eine hohe Trefferquote aufwiesen. Das (in seinem Inhalt mir weitgehend unbekannte) Buch aus LSCs Signatur: Robin Sprenger, Männliche Absolute Beginner: Ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Erklärung von Partnerlosigkeit, scheint da einen interessanten Aspekt näher zu betrachten.

Die Angst vor längerfristigen Verpflichungen könnte in unserer schnelllebigen, vom Individualismus geprägten Zeit, eventuell auch eine Rolle spielen.

Mein Testergebnis (IAFL) passt. Innerhalb der Typ-Beschreibung tauchen die Themen aus der früheren Bravo-Rubrik "Liebe, Sex und Partnerschaft" nur in der Überschrift des Abschnitts "Liebe und Freundschaft" auf, aber sonst nirgendwo im Text. Und im wirklichen Leben auch nicht.

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Re: Bindungsangst/Verlustangst

Beitrag von Gahaltan » Samstag 8. Juni 2019, 19:57

Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:36
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
Es gibt hier im forum beides.
Ich bekam liebesgeständnisse und würde auf dates gefragt.
Zu den unsichtbaren habe ich nie gehört.
HC AB bin ich trotzdem.
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:16
also bitte, bindungsangst hat nix zu tun mit dem problem der meisten (männlichen) ABs, deren probleme meistens einfach sind, dass sie uncool, schüchtern und unattraktiv sind und deswegen von frauen nicht mit dem hintern angeguckt werden.
„Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane.“

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