Jeder kann sich ändern

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Tintenmalerin
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Jeder kann sich ändern

Beitrag von Tintenmalerin » Montag 17. Juni 2019, 00:55

Mehr noch, jeder entwickelt sich sein Leben lang weiter und lernt dazu. Eigentlich kann man kaum anders, als sich zu ändern.
Man kann sich entschließen, es sich in seinen vertrauten und liebgewonnen Gewohnheiten einzurichten, aber selbst dann gibt es noch Ereignisse von außen, die es einem unmöglich machen, dort bzw. so zu verharren, wo und wie man ist.
Also wieso sollte man diesen Prozess nicht lenken? Durch Selbstreflexion dafür sorgen, dass man sich weiterentwickelt, und nicht einfach nur den Gegebenheiten anpasst...

Eigentlich... habe ich das mehr für mich geschrieben, als um darüber zu diskutieren. Weil ich gerade mit alten Mustern kämpfe und mit dem Gefühl, festzustecken.
Und irgendwie gefällt mir der Gedanke, den Titel wenigstens ein paar Mal zu lesen, wenn ich das Unterforum öffne. Und dass ein paar andere ihn kaum ignorieren können...
In nächster Zeit weitgehend abwesend, nur noch sporadisch hier.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Cornerback » Montag 17. Juni 2019, 01:37

Manchmal kommt man schneller voran und manchmal langsamer. Du schaffst das schon. :winken: :vielglueck:

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Nonkonformist » Montag 17. Juni 2019, 08:39

Ja, klar kann man sich ändern.
Ich bin auch nicht mehr derjenige den ich war, wann ich noch 8, 16 oder 26 war.
Aber seit so ungefähr mein 35er lebensjahr haben sich meine wünschvorstelluingen, lebensziele, wertvorstellungen, ets, nicht wesentlich mehr geändert.

Ich würde damals erzogen um frommer Christ zu sein.
Um der bibel wörtlich zu nehmen und sachen wie evolution ab zu lehnen.
Um Katholischen und Muslime zu hassen.
Um nationalistisch zu sein.
Für Gott, Königin und Vaterland zu leben.
Mein Vater hat davon geträumt, das ich theologe wird.
Bin jetzt überzeugter atheist.
War früher viel konservativer und rechtsliberal.
Komme aus ein ziemlich spießiger und konservativer umfeld.
Würde dann freiberuflicher künstler und habe die grünen gewählt.
Mag der multikulturelle gesellschaft (minus salafisten, neonazis und anderen fanatiker)
Mag es wann nicht jede nachbar wie der nächste ist.
Und nationalismus hasse ich mittlereweile auch.
Wie alle anderen gruppen die von mir verlangen das ich mich konformiere.
Ich habe für mich akzeptiert hochsenbsibel, halbwegs introvertiert und demisexuell zu sein.
Der stereotype männerrolle ab zu lehnen.

Aber jeder dieser änderungen war von mir so gewollt.
Das war nie um anderen zu gefallen, manchmal erreichte ich damit soger eher das gegenteil.
Und würde ich gemobbt für wer ich bin.
Mein Vater hat 11 jahre lang nicht mehr mit mir reden wollen wann ich mich als atheist geoutet habe.
Hat gemeint das ich von den Satan besessen würde.
Na ja, wann das der preis ist, dann ist er das.

Und ich wird mich auch nicht ändern um besser bei der breite masse an zu kommen.
Um mit Arya Stark zu sprechen; "That's not me."
Ich ändere mich nur um mehr ich zu sein.
Um weniger fremdgesteuert zu sein.
Ja, ich habe mich geändert.
Und mit den meisten meiner änderungen würde ich weniger massentauglich.
Kam ich sicher in meinen direkten umfeld weniger gut an.
Gab es menschen die meinten das ich anders sein sollte, die versucht haben mich zu assimilieren.
Bis ich eine nische gefunden habe wo ich auch so reingepasst habe.
(Auch wann ich nie zum richtigen rebell oder so werden wollte. So was steckt auch nicht in mir. Will eigentlich nur machen was ich liebe und weiter im ruhe galassen werden.)

Was meinst du da mit das prozess lenken?
Was soll das sich weiterentwickeln denn heißen?
Sich assimilieren um besser rein zu passen?
Um weniger an zu ecken?
Also, nein, danke....

Das einzige was ich anbahnungsmäßig an mich ändern möchte sind meine salbstsabotagereflexen.
Aber wie man solche unterbewuste automatismen lenken soll weiß ich immer noch nicht.

Ich würde es auch dir raten. Tintenmalerin.
Ändere nur was du wirklich selbst änderen willst.
Mit alles andere wird man auch nicht glücklicher.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Two-Tone » Montag 17. Juni 2019, 12:12

Mehr noch, jeder entwickelt sich sein Leben lang weiter und lernt dazu. Eigentlich kann man kaum anders, als sich zu ändern.
Und nun kommt der AB ins Spiel, schließlich ist es hier ein AB-Forum. Er ist knapp 90 und kurz vor dem Ableben. Und er hat sein Leben lang sich weiterentwickelt und dazu gelernt. Er wird dennoch alleine sterben. Allein allein, ohne eine einzige Zärtlichkeit.

Und nun?

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Polarfuchs » Montag 17. Juni 2019, 12:30

Two-Tone hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 12:12
Mehr noch, jeder entwickelt sich sein Leben lang weiter und lernt dazu. Eigentlich kann man kaum anders, als sich zu ändern.
Und nun kommt der AB ins Spiel, schließlich ist es hier ein AB-Forum. Er ist knapp 90 und kurz vor dem Ableben. Und er hat sein Leben lang sich weiterentwickelt und dazu gelernt. Er wird dennoch alleine sterben. Allein allein, ohne eine einzige Zärtlichkeit.

Und nun?
Es gibt auch zufriedene, alte AB's. Diese sehen mit Dankbarkeit auf ihr vergangenes Leben zurück. In jedem Lebensalter geht darum, sich vor Depressionen zu schützen.
Das Alleine- Leben ist schon anstrengender, da wir soziale Wesen sind. Das ist unsere Natur. Durch zahlreiche Freundschaften ist es aber möglich diesen Mangel etwas auszugleichen.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Strange Lady » Montag 17. Juni 2019, 12:52

Veränderung ist tatsächlich möglich. Gerade beruflich habe ich mich sehr stark weiterentwickelt.

Dennoch gibt es auch einen Wesenskern auf einer sehr basalen strukturellen Ebene, der unverändert bleibt und in allem insistiert und alles einfärbt, das man denkt, spricht tut. Eine bodenlose Ur-Trauer und Ur-Einsamkeit, fehlende Verbundenheit zur Menschheit, eine wortlose Introvertiertheit trotz antrainierter extrovertierter Geschwätzigkeit
Irgendwie muss man lernen damit Frieden zu schließen.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 17. Juni 2019, 13:38

Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 08:39
Aber jeder dieser änderungen war von mir so gewollt.
Das war nie um anderen zu gefallen, manchmal erreichte ich damit soger eher das gegenteil.
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 08:39
Und ich wird mich auch nicht ändern um besser bei der breite masse an zu kommen.
Um mit Arya Stark zu sprechen; "That's not me."
Ich ändere mich nur um mehr ich zu sein.
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 08:39
Ich würde es auch dir raten. Tintenmalerin.
Ändere nur was du wirklich selbst änderen willst.
Mit alles andere wird man auch nicht glücklicher.
Genau das.

Nur gibt es hier viele, die dem aufs Schärfste widersprechen inklusive dem: „That’s not me.“

Die sagen, man soll sich in jeglicher Hinsicht an den Mainstream, an die breite Masse anpassen. „Ganz einfach“ und „ganz natürlich“. Und das Ergebnis dieser Anpassung soll man dann zu seinem Selbst, seiner Identität, seinem „That’s me“ definieren.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Montag 17. Juni 2019, 14:12

Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 00:55
Durch Selbstreflexion dafür sorgen, dass man sich weiterentwickelt, und nicht einfach nur den Gegebenheiten anpasst...
Und wie werde ich nochmal jünger und kann nochmal von vorne anfangen? Oder wie kann ich zumindest das Altern stoppen? Da dies nicht möglich ist, man vieles nicht mehr nachholen kann, fehlt mir die Motivation. Wie werde ich denn vom grüblerischen, selbsthassenden Pessimisten zur lockeren, gelassenen Frohnatur? Und dies auch noch schnell, denn im Leben wartet nichts und niemand auf einen.
Selbstreflexion führt bei mir außerdem immer zur Selbstverurteilung. Sie führt immer zu der Erkenntnis, dass ich alles falsch mache und nichts auf dem Kasten habe. Reflexionen nach Änderungen führen zu denselben Ergebnissen.

Wie funktionieren denn Änderungen ohne Hoffnung auf Besserung? Woher nimmt man in einem solchen Fall die Motivation?
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Montag 17. Juni 2019, 15:17

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 13:38
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 08:39
Aber jeder dieser änderungen war von mir so gewollt.
Das war nie um anderen zu gefallen, manchmal erreichte ich damit soger eher das gegenteil.
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 08:39
Und ich wird mich auch nicht ändern um besser bei der breite masse an zu kommen.
Um mit Arya Stark zu sprechen; "That's not me."
Ich ändere mich nur um mehr ich zu sein.
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 08:39
Ich würde es auch dir raten. Tintenmalerin.
Ändere nur was du wirklich selbst änderen willst.
Mit alles andere wird man auch nicht glücklicher.
Genau das.

Nur gibt es hier viele, die dem aufs Schärfste widersprechen inklusive dem: „That’s not me.“

Die sagen, man soll sich in jeglicher Hinsicht an den Mainstream, an die breite Masse anpassen. „Ganz einfach“ und „ganz natürlich“. Und das Ergebnis dieser Anpassung soll man dann zu seinem Selbst, seiner Identität, seinem „That’s me“ definieren.
Mich würde interessieren, wieviele "sehr vele", die diesen Quatsch behaupten und auch noch "aufs Schärfste" , sich hier tatsächlich finden.

Was du in Wirklichkeit tust, ist, eine komplett überzogene Pseudo-Position zu plakatieren, um jegliche realistischen Möglichkeiten per polemischer Holzhammermethode unter der Decke zu verstecken.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Montag 17. Juni 2019, 15:17

Seb-X hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 14:12
Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 00:55
Durch Selbstreflexion dafür sorgen, dass man sich weiterentwickelt, und nicht einfach nur den Gegebenheiten anpasst...
Und wie werde ich nochmal jünger und kann nochmal von vorne anfangen? Oder wie kann ich zumindest das Altern stoppen? Da dies nicht möglich ist, man vieles nicht mehr nachholen kann, fehlt mir die Motivation. Wie werde ich denn vom grüblerischen, selbsthassenden Pessimisten zur lockeren, gelassenen Frohnatur? Und dies auch noch schnell, denn im Leben wartet nichts und niemand auf einen.
Selbstreflexion führt bei mir außerdem immer zur Selbstverurteilung. Sie führt immer zu der Erkenntnis, dass ich alles falsch mache und nichts auf dem Kasten habe. Reflexionen nach Änderungen führen zu denselben Ergebnissen.

Wie funktionieren denn Änderungen ohne Hoffnung auf Besserung? Woher nimmt man in einem solchen Fall die Motivation?
Falls du aktuell wirklich den besten deiner erreichberen mögichen Zustände erreicht haben solltest - das wäre die Zusammenfassung deiner "Ich bin und bleibe kacke"-Ausführungen -würde ich dir empfehlen, dich in Zufriedenheit zu üben. Denn du bist in der glücklichen Lage, dein Optimum erreicht zu haben.
Bist du nicht zufrieden, hast du Motivation zur Veränderung - so versteckt sie auch sein mag.
Eins von beidem geht nur.
Viel Spaß!
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Montag 17. Juni 2019, 15:22

Hoppala hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:17

Bist du nicht zufrieden, hast du Motivation zur Veränderung - so versteckt sie auch sein mag.
Wieso steht das wichtigste nur im Nebensatz? Wo sind diese Potenziale? Wo ist diese Motivation? Ich muss das JETZT wissen. Ich lebe nicht ewig. Was soll ich ändern? Soll ich also auf alles scheißen? Nichts mehr wichtig nehmen?
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von VollAB » Montag 17. Juni 2019, 15:28

Seb-X hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:22
Hoppala hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:17

Bist du nicht zufrieden, hast du Motivation zur Veränderung - so versteckt sie auch sein mag.
Wieso steht das wichtigste nur im Nebensatz? Wo sind diese Potenziale? Wo ist diese Motivation? Ich muss das JETZT wissen. Ich lebe nicht ewig. Was soll ich ändern? Soll ich also auf alles scheißen? Nichts mehr wichtig nehmen?
Logisch betrachtet hast du für dich aktuell den Optimalzustand erreicht.
Du willst nichts tun, weil keine Motivation --> "Zufriedenheit"
Die Potentiale stecken in dir und sind da, auch wenn du daran zweifelst. Es passiert aber nichts, wenn man nicht aktiv daran etwas ändern möchte.
Und solltest du wirklich sehr starke Probleme haben Motivation zu fassen und du fühlst dich hilflos, dann solltest du vielleicht mal den Weg einer Therapie einschlagen, auch wenn du immer wieder sagst, dass das nichts bringt.
Die Frage, die ich dir stelle, sofern es nicht der Optimalzustand sein soll: Was ist deine Alternative?

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Montecristo » Montag 17. Juni 2019, 15:31

Manchmal muss man auch mit schlechten Karten spielen. (Ich meine, das ist aus irgendeinem Dirty Harry...)

Ich verstehe mittlerweile, wenn einer den Schlussstrich zieht. Diese Erkenntnis bildete sich während meiner Beziehung. Als HC-AB hätte ich nicht verstanden, wenn jemanden nicht kämpfen will. Aber es ist wirklich Arbeit sein Leben zu ändern. Und der Ausgang ist ungewiss.
Ich für mich habe entschieden, dass ich mich über das freue und annehme, was erreichbar ist. Klingt ein bisschen verzweifelt, das ist es aber nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich soviel erreichen kann. Ich bin mehr als zufrieden.
Aber wie gesagt, es wird nicht jeder (m/w/x) schaffen. Viele werden am Ende mit nix dastehen. Ist traurig, aber das ist so. Das Mitlesen im Forum hat mir aber gezeigt, dass sich wundersame Wendungen ergeben können. Es bleibt also zumindest spannend.
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von zumsel » Montag 17. Juni 2019, 15:32

Wenn man keine Motivation hat etwas zu ändern, ist man dann unfreiwillig Beziehungslos?
Jeder führt sein eigenes Leben. Dazu gehört auch es eigenverantwortlich zu Leben. Selbstbestimmt.
Motivation kann einem das geben, wonach man sich sehnt.Einen liebevollen Partner, verdorbener Sex mit Dirty Talk... Die Bandbreite ist groß. Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von knopper » Montag 17. Juni 2019, 15:36

Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 12:30

Es gibt auch zufriedene, alte AB's. Diese sehen mit Dankbarkeit auf ihr vergangenes Leben zurück. In jedem Lebensalter geht darum, sich vor Depressionen zu schützen.
hm ja gut...irgendwann legt man sich das halt so zurecht, bzw. nimmt es so an....aber es ist halt immer noch diese EINE Sache "offen"...ein Leben lang!
Eine "Sache" die im Grunde zum Menschsein dazu gehört, fast schon wie ein Grundrecht usw... und ob man da vollends glücklich sein kann? Ich weiß es nicht.
Ich merke nur an mir selber wie mich grade die letzten Monate die Sache immer mehr beschäftigt. Es vergeht kein Supermarktbesuch wo mir das Ganze sofort im Kopf kreist wenn ich eine Frau oder ein Pärchen sehe. Ihr müsstest mal meine Gedanken hören, das geht die ganze Zeit "so wleche sind immer begehrt", "naja die wird n Freund haben", "ja klar zusammen mit Freund, kein Wunder bei dem Aussehen" usw.... :hammer: :hammer: Hirnmatsch sag ich nur!
Und ich kann diese Gedanken nicht abstellen, so sehr man sich auch zwingt… es geht NICHT!
Es geht vermutlich wirklich erst wenn man in einer Beziehung ist bzw. es eine Frau gibt die einen begehrt, die Interesse hat usw… denn in dem Moment denkt man dann nur an sie…. Und nimmt die anderen vermutlich gar nicht mehr wahr :D

...man wird halt in "freier Wildbahn" ständig daran erinnert das ist es ja :hammer: Wie man da trotzdem glücklich werden kann.... also ich weiß nicht.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Nonkonformist » Montag 17. Juni 2019, 15:39

zumsel hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:32
Wenn man keine Motivation hat etwas zu ändern, ist man dann unfreiwillig Beziehungslos?
Jeder führt sein eigenes Leben. Dazu gehört auch es eigenverantwortlich zu Leben. Selbstbestimmt.
Motivation kann einem das geben, wonach man sich sehnt.Einen liebevollen Partner, verdorbener Sex mit Dirty Talk... Die Bandbreite ist groß. Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
So eine liebevolle partnerin wäre ja schön.
Bestimmt.
Solange als sie mich liebt.
Und nicht eine version von mir der ich nicht sein will aber der gesellschaftstauglicher wäre, eine rolle die ich nur wegen anderen spiele.

Änderungen, nichts dagegen.
Aber die änderungen sollen schon für mich sein, und nicht eigentlich unerwünschten mitteln zum zweck.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von VollAB » Montag 17. Juni 2019, 15:40

knopper hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:36
Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 12:30

Es gibt auch zufriedene, alte AB's. Diese sehen mit Dankbarkeit auf ihr vergangenes Leben zurück. In jedem Lebensalter geht darum, sich vor Depressionen zu schützen.
hm ja gut...irgendwann legt man sich das halt so zurecht, bzw. nimmt es so an....aber es ist halt immer noch diese EINE Sache "offen"...ein Leben lang!
Eine "Sache" die im Grunde zum Menschsein dazu gehört, fast schon wie ein Grundrecht usw... und ob man da vollends glücklich sein kann? Ich weiß es nicht.
Ich merke nur an mir selber wie mich grade die letzten Monate die Sache immer mehr beschäftigt. Es vergeht kein Supermarktbesuch wo mir das Ganze sofort im Kopf kreist wenn ich eine Frau oder ein Pärchen sehe. Ihr müsstest mal meine Gedanken hören, das geht die ganze Zeit "so wleche sind immer begehrt", "naja die wird n Freund haben", "ja klar zusammen mit Freund, kein Wunder bei dem Aussehen" usw.... :hammer: :hammer: Hirnmatsch sag ich nur!
Und ich kann diese Gedanken nicht abstellen, so sehr man sich auch zwingt… es geht NICHT!
Es geht vermutlich wirklich erst wenn man in einer Beziehung ist bzw. es eine Frau gibt die einen begehrt, die Interesse hat usw… denn in dem Moment denkt man dann nur an sie…. Und nimmt die anderen vermutlich gar nicht mehr wahr :D

...man wird halt in "freier Wildbahn" ständig daran erinnert das ist es ja :hammer: Wie man da trotzdem glücklich werden kann.... also ich weiß nicht.
Vielleicht sorgt aber auch das Forum dafür, dass du gerade immer stärker auf solche Dinge achtest. Hier gibt es ja doch schon eine gute Anzahl an Mitgliedern, die jedes Mal gerne die Aussichtslosigkeit erklären.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Montag 17. Juni 2019, 15:40

Seb-X hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:22
Hoppala hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:17

Bist du nicht zufrieden, hast du Motivation zur Veränderung - so versteckt sie auch sein mag.
Wieso steht das wichtigste nur im Nebensatz? Wo sind diese Potenziale? Wo ist diese Motivation? Ich muss das JETZT wissen. Ich lebe nicht ewig. Was soll ich ändern? Soll ich also auf alles scheißen? Nichts mehr wichtig nehmen?
Weil es nicht das Wichtigste ist.
Zentral ist erst mal nur die Frage, ob da was zu vermuten ist oder nicht, und als Bedingung dafür: ob du die eventuell möglichen Potentiale entwickeln willst.

Du kennst dich besser als ich dich. Ich kenne dich überhaupt nicht. Warum stellst du mir Fragen die du dir selbst viel besser beantworten könntest? Soeben hast du mir die Antwort gegeben, dass du durchaus damit rechnest, dass es da Potenziale undMotivationen geben könnte, und dass du sie entwickeln könntest. Gut.
Ich reiche diese Antwort, die du mir gegeben hast, hiermit an dich weiter.

Wenn es dir hilft, "nichts mehr wichtig zu nehmen" - wenn du wirklich annmmst, das könnte dir zumindest vorübergehend hilfreich sein: was hält dich davon ab?

Ich persönlich vermute: allein schon weil du die Frage stellst, ist und wird dir was wichtig sein und du eben nicht auf alles scheißen. Wer so eine Einstellung wirklich hat, der fragt nämlich nicht mehr danach.

Eventuell können dir Menschen, die dich tatsächlich kennen, besser helfen. Du müsstest allerdings solche haben/finden, und sie versuchen lassen zu helfen. Schnelle große Erfolge wären allerdings sicher keine gute Hoffnung.

Aber darum geht es auch nicht: sondern nur um die Frage: Bist du zufrieden? Oder bist du unzufrieden, und willst zufriedener werden?
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von knopper » Montag 17. Juni 2019, 15:42

VollAB hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:40

Vielleicht sorgt aber auch das Forum dafür, dass du gerade immer stärker auf solche Dinge achtest. Hier gibt es ja doch schon eine gute Anzahl an Mitgliedern, die jedes Mal gerne die Aussichtslosigkeit erklären.
ähm ja...das kann durchaus gut sein :D Ich meine vor Ende 2016 (Registrierdatum hier) war es noch nicht so schlimm :D

nee nee hast du schon recht.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von VollAB » Montag 17. Juni 2019, 15:44

Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:39
zumsel hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:32
Wenn man keine Motivation hat etwas zu ändern, ist man dann unfreiwillig Beziehungslos?
Jeder führt sein eigenes Leben. Dazu gehört auch es eigenverantwortlich zu Leben. Selbstbestimmt.
Motivation kann einem das geben, wonach man sich sehnt.Einen liebevollen Partner, verdorbener Sex mit Dirty Talk... Die Bandbreite ist groß. Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
So eine liebevolle partnerin wäre ja schön.
Bestimmt.
Solange als sie mich liebt.
Und nicht eine version von mir der ich nicht sein will aber der gesellschaftstauglicher wäre, eine rolle die ich nur wegen anderen spiele.

Änderungen, nichts dagegen.
Aber die änderungen sollen schon für mich sein, und nicht eigentlich unerwünschten mitteln zum zweck.
Ja, das sollte Ziel des ganzen sein. Glaube es ist auch ziemlich schwierig seinen Weg in eine Beziehung zu lügen.
zumsel hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 15:32
Motivation kann einem das geben, wonach man sich sehnt.
Das finde ich ist ein wichtiger Satz und er impliziert, dass einem das "Traumleben" nicht geschenkt wird, sondern man dafür arbeiten muss.
Bis zu einem gewissen Grad spielt auch Glück eine Rolle, aber um zuverlässig ein zukünftiges Glück aufzubauen, bedarf es viel Aufmerksamkeit und Schweiß in diese Richtung.

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