Jeder kann sich ändern

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Polarfuchs » Freitag 6. September 2019, 15:03

Seb-X hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 14:54
Polarfuchs hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 14:51
Du bist noch jünger als ich und hast dementsprechend noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Die funktionieren nicht, wenn man sich immer zwingen muss oder nur aus Verzweiflung handelt. Vor allem hält man dann nicht lange durch. Die Erfahrung habe ich bereits. Ohne Hoffnung bzw. Motivation fange ich nichts neues mehr an.
Es gibt nicht nur Pflichten und Arbeit, es gibt auch Freizeit, in der man ausschließlich machen kann, was einem gefällt. Hast du z. B. etwas Schönes für das Wochenende geplant?

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Freitag 6. September 2019, 15:05

silentium hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 14:56
Worst Case: Ständige Veränderungen, die weder etwas bringen noch mit der Persönlichkeit selbst als im Einklang stehend empfunden werden. Zum Schluss steht man erst recht mit leeren Händen da, hat keine Energie mehr und hat sich selbst als Draufgabe auch noch verloren.
Richtig.
Deshalb steht am Anfang immer eine Entscheidung. Ob sie bewusst ist oder nicht.
Sogar "einfach weiterlaufen lassen und parallel stetig darüber klagen" ist eine Entscheiduing.
Wenn man sich ihr bewusst wird, hat man allerdings schon was verändert: man gewinnt mehr Handlungsspielraum (weil man es dann auch lassen kann, sich anders entscheiden - egal ob man das dann umsetzt oder nicht).
Und wenn die Ausgangslage ist: "zuviel Zwang", dann sollte meines Erachtens mehr Handlungsspielraum, egal wie klein, der so einfach erreicht werden kann, interessant erscheinen.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Freitag 6. September 2019, 15:08

Polarfuchs hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:03
Seb-X hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 14:54
Polarfuchs hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 14:51
Du bist noch jünger als ich und hast dementsprechend noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Die funktionieren nicht, wenn man sich immer zwingen muss oder nur aus Verzweiflung handelt. Vor allem hält man dann nicht lange durch. Die Erfahrung habe ich bereits. Ohne Hoffnung bzw. Motivation fange ich nichts neues mehr an.
Es gibt nicht nur Pflichten und Arbeit, es gibt auch Freizeit, in der man ausschließlich machen kann, was einem gefällt. Hast du z. B. etwas Schönes für das Wochenende geplant?
Nein. Da ich mich eh nicht an Frauen rantraue, fällt mir da auch nichts schönes ein. Außerdem müssen Pflichten und Arbeit bei mir ordentlich und zufriedenstellend erledigt sein, um was schönes verdient zu haben.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 6. September 2019, 15:13

Polarfuchs hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:03
Es gibt nicht nur Pflichten und Arbeit, es gibt auch Freizeit, in der man ausschließlich machen kann, was einem gefällt. Hast du z. B. etwas Schönes für das Wochenende geplant?
Würde bei mir vorrausetzen, dass ich jemanden hätte, mit dem ich was machen kann. Und zwar Nicht-IT-Sachen, da reich mir der Beruf. Alleine macht mir nichts Spaß. Gar nichts. Mich mit lesen, zocken oder Dokus schauen betäuben funktioniert nur minimalst oberflächlich.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Lazarus Long » Freitag 6. September 2019, 15:33

@Seb-X: Ich will keinen Voschlag machen, glaube auch nicht, dir irgendwie helfen zu können. Es ist einfach nur eine, zugegeben wertende, Beobachtung:
Du stellst aus welchen Gründen auch immer extrem hohe, aus meiner Sicht nicht erfüllbare, Anforderungen an dich selbst, du meinst perfekt sein zu müssen.
Du erwartest für deine Situation eine perfekte Lösung. Deinen Äußerungen entnehme ich, daß dir eine Lösung, die erst morgen funktioniert, zu spät wirkt.
Deine Erwartungen an die Vorschläge, die dir hier gegeben werden, ist, sie müssen perfekt auf dich abgestimmt sein und derjenige, der sie gibt, soll dir obendrein auch noch garantieren, daß du danach "geheilt" bist, was immer das heißt. Eine einfache Verbesserung der Situation ist aus deiner Sicht, so verstehe ich, was du so schreibst, nichts Wert.

Deine Anforderungen an dich und die Welt sind, zumindest in meinen Augen, eine perfekte Anleitung zum unglücklich sein.

Einfach nur meine Beobachtung, ich bin dann auch wieder raus.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Tintenmalerin » Freitag 6. September 2019, 15:54

Melli hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 10:26
Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 01:28
Ich habe so den Eindruck, du bist an der Formulierung hängen geblieben statt dich mit dem Inhalt auseinander zu setzen.
Tut mir leid, ich konnte nicht ahnen, daß der Inhalt so weit von der Form liegen würde :schwarzekatze: Manchmal bin ich wohl etwas verpeilt :shy:
Das ist in meinen Augen gar nicht der Fall. Ich fand nur schade, dass deine Antworten letzlich inhaltlich keine Antworten waren. Bzw. nur sehr oberflächliche, wenig aussagekräftige.
Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:40
Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 01:28
Kannst du da überhaupt noch nachsichtig dir selbst gegenüber sein?
Das wäre vielleicht mal eine gesündere Überzeugung; "Ich bin genug, ich darf gut auf mich achten und mein Wohlbefinden wichtiger nehmen als Pflichten."
Du hast anscheinend viel Übung darin, dich zu Dingen zu zwingen. Vielleicht wäre es einen Versuch wert, dein Handeln gegen den inneren Widerstand der Erziehungsrelikte daran auszurichten.
Ich soll also z.B. nicht mehr arbeiten gehen? Sorry, aber ich kann mit diesen Empfehlungen nicht viel anfangen. Ich weiß, was passiert, wenn ich mich nicht zwinge: i.d.R. nichts. Ich hätte kein Studium geschafft, würde keinem Job nachgehen, hätte weder Freunde noch Hobbys. Dazu käme es, würde ich mich nicht mehr zwingen. Wichtiges würde ich immer wieder aufschieben.
Welche Empfehlungen? Ich habe von einer Überzeugung geschrieben, die du dir aneignen könntest. Deine daraus gefolgerten Konsequenzen auf deine Handlungen und Entscheidungen sind wieder zu extrem, als das ich sie so gemeint haben könnte.
Seb-X hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 17:35
Pflichten wie Arbeit stellt man auch nicht in Frage.
Doch. Ich schon. Aber ich bin ja auch nicht "man".

Du hältst es so wie es ist nicht aus;
Zu viel Druck auf der Arbeit - Druck reduzieren geht nicht, weil dir dein jetziger Lebensstandard zu wichtig ist und sich das nicht gehört. Druck ganz rausnehmen erst recht nicht, irgendwie "funktioniert" ja noch alles und was sollen die anderen denken?
Zu wenig erreicht in der Vergangenheit - Vergangenheit ändern geht nicht, Änderungen für die Zukunft anstreben zählt nicht mehr, die Vergangenheit hat das Gesamtbild schon versaut. Und Geduld mit sich selbst... Weiß ich gar nicht so genau, was für ein Problem du damit hast.
Du würdest gerne auf Frauen zugehen können, attraktiv wirken, eine Familie gründen - Du traust es dir gerade nicht zu, du "weißt", dass du es nicht lernen kannst, weil du es sofort können möchtest und kleine Erfolge nicht als solche zählen, nicht einmal als Fortschritt. Demnach ist es unmöglich zu lernen, denn du kommst ja nicht voran.
...
Ich fasse mal zusammen; Du hast dich in deinen Gedanken und Überzeugungen und Glaubenssätzen und Prägungen so stark eingemauert, dass ich mich schon fast fragen könnte, wie du überhaupt noch atmen kannst. Wäre das keine Metapher...

Oder habe ich da irgendwas falsch verstanden oder wiedergegeben?
Ich weiß, was ich will: eine Frohnatur sein, ohne Zwang. Morgens aufwachen und OHNE Zutun gut drauf sein.
Such dir mal ein realistischeres Bild eines zufriedenen/glücklichen Menschen.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 17:58
Seb-X hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 17:18
Klar. Geld kommt ja aus dem Automaten so wie Strom aus der Steckdose kommt.
Manche Leute schon schon irrationale Vorstellungen von der Welt. Außer nicht ernst nehmen kann ich dir da leider keinen Rat geben. Hartz 4 ist auch doof und eine Arbeit ohne jeglichen Stress, Druck, Zwang und Abhängigkeit gibt es schlichtweg nicht. Nichtmal als Selbstständiger ohne Mitarbeiter, weil da dann die Kunden den Druck machen.
Ihr habt euch da schön einen Strohmann hingestellt.
Der Arbeitsmarkt ist ziemlich vielfältig und jeder hat Tätigkeiten, die ihm mehr oder weniger liegen und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich seine Berufstätigkeit einzurichten. Wenn die alle für euch nicht in Frage kommen, weil ihr eben dieses Studium habt und den hart erarbeiteten guten Lohn und den damit verbundenen Status wichtig nehmt und neu anfangen oder ein zweites Standbein aufbauen kostet zu viel Zeit und Energie und Teilzeit ist unter eurer Würde, die einzige andere Möglichkeit wäre Arbeitslosigkeit...
Na, dann bleibt halt, wo ihr seid. Eure Entscheidung.
Aber unterstellt doch nicht jedem dieselbe Phantasielosigkeit und empört euch dann darüber...
LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 20. August 2019, 10:32
Ich weiß was ich will. Leider ist das Problem das WIE und nicht das WAS. Ich würde gern ein lockerer Gefühlsmensch anstatt ein dauergrübelnder Kopfmensch sein. Leider kann ich das Denken genau so wie das Atmen nicht einfach abstellen. Nicht mal Alkohol hilft, der macht mich nur müde.
Dann eben nicht einfach, aber vielleicht mit einigem Aufwand und Übung.
Es könnte schon helfen, sich nicht als das eine oder das andere zu betrachten. Menschen sind eigentlich nicht so eindimensional. Selbst Romanfiguren sind spannender, wenn sie Eigenschaften haben, die sich oberflächlich betrachtet widersprechen, oder widersprüchlich handeln.
In nächster Zeit weitgehend abwesend, nur noch sporadisch hier.

I want to be a mystery, yet be known
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Is it too much to ask, to be famous yet unkown?
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 6. September 2019, 16:04

Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:54
Der Arbeitsmarkt ist ziemlich vielfältig und jeder hat Tätigkeiten, die ihm mehr oder weniger liegen und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich seine Berufstätigkeit einzurichten.
Wenn aber nicht die Tätigkeit das Problem ist, sondern der Umfang von (min.) 40 h pro Woche? Finde mal was mit vllt. 10 h pro Woche, wo man nicht nur jetzt, sondern auch in der Rente noch davon leben kann. Nichtmal allein daheim in Ruhe zocken würde ich min. 5 x 8 h pro Woche wollen.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Reinhard » Freitag 6. September 2019, 16:56

Lazarus Long hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:33
@Seb-X: Deine Anforderungen an dich und die Welt sind, zumindest in meinen Augen, eine perfekte Anleitung zum unglücklich sein.

Sehe ich auch so.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Melli » Freitag 6. September 2019, 21:41

Seb-X hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 13:53
Warum muss ich eigentlich alles zehnmal wiederholen?
Mit Verlaub, ich würde es nicht tun. Zur Lösung Deiner Probleme wird hier in diesem Thread niemand viel beitragen können, aber Du ärgerst Dich (völlig verständlicherweise) und machst Dich verletzlich (was Dir sichtlich nicht gut tut).


Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:54
Das ist in meinen Augen gar nicht der Fall. Ich fand nur schade, dass deine Antworten letzlich inhaltlich keine Antworten waren. Bzw. nur sehr oberflächliche, wenig aussagekräftige.
Da muß ich Dir nun doch in beiden Punkten widersprechen. Für mich ist allzu offensichtlich, daß weder ich Dich, noch Du mich verstanden hast. Aber das darzulegen bringt jetzt nichts mehr.
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 6. September 2019, 23:16

Wissenschaftler haben rausgefunden, dass psychischer Belastungen ins Erbgut gehen können und über mehrere Generationen weitergegeben werden können. Unsere Probleme können also auch durch negative Erfahrungen von Eltern und Großeltern verursacht sein.
Meine Eltern wuchsen in Armut auf und haben sich durch viel harte Arbeit und Verzicht auf Vergnügen in die Mittelschicht hochgearbeitet. Meine Großeltern waren arme Selbstversorger-Landwirte, die Männer wurden im Krieg von den Russen gefoltert. Eiserne Disziplin, Härte und funktionieren müssen war da ein Muss zum Überleben. Mit der Veranlagung und auch Erziehung (funktionieren und Geld verdienen ist alles im Leben, Gefühle sind kindisch, hinderlich, unreif, unnötig) sind die Auswirkungen kein Wunder.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Polarfuchs » Freitag 6. September 2019, 23:36

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 23:16
Wissenschaftler haben rausgefunden, dass psychischer Belastungen ins Erbgut gehen können und über mehrere Generationen weitergegeben werden können. Unsere Probleme können also auch durch negative Erfahrungen von Eltern und Großeltern verursacht sein.
Meine Eltern wuchsen in Armut auf und haben sich durch viel harte Arbeit und Verzicht auf Vergnügen in die Mittelschicht hochgearbeitet. Meine Großeltern waren arme Selbstversorger-Landwirte, die Männer wurden im Krieg von den Russen gefoltert. Eiserne Disziplin, Härte und funktionieren müssen war da ein Muss zum Überleben. Mit der Veranlagung und auch Erziehung (funktionieren und Geld verdienen ist alles im Leben, Gefühle sind kindisch, hinderlich, unreif, unnötig) sind die Auswirkungen kein Wunder.
Nur leider sind deine Eltern durch diese harte Erziehung noch keine Großeltern geworden. Der Wille zum Überleben ist ein Instinkt und kein Erziehungsprozess. Das braucht man nicht zu lernen.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 7. September 2019, 11:41

Ich meinte es so: wenn eiserne Disziplin, Härte, funktionieren müssen und Kälte zum Überleben notwendig ist und Spaß, Freunde, Genuss und Glücklich sein fehlt, dann manifestiert sich das. Sowohl durch Schädigung der DNA durch den Stress und Prägung in der Erziehung.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Samstag 7. September 2019, 16:35

Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:54
Doch. Ich schon. Aber ich bin ja auch nicht "man".
Muss ich hier jetzt auch schon korrekt gendern?
Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:54

Ich fasse mal zusammen; Du hast dich in deinen Gedanken und Überzeugungen und Glaubenssätzen und Prägungen so stark eingemauert, dass ich mich schon fast fragen könnte, wie du überhaupt noch atmen kannst. Wäre das keine Metapher...

Oder habe ich da irgendwas falsch verstanden oder wiedergegeben?
Und du empfiehlst, genauso weiterzumachen wie bisher: sich zwingen, sich quälen. Nochmal, zum x-ten Mal: anders kommt bei mir nichts zustande. Da kann ich mir noch so viel andere innere Einstellungen zusammenmeißeln: Um was zu erreichen, muss ich mich trotzdem zwingen, mich quälen. Und spätestens dann ist bei mir vorbei mit dem Spaß. Komplett. Dann gibt's kein schönes Leben vorerst. Wenn überhaupt, dann nach - erfolgreicher - Qual. Da kann ich noch so viel Einstellungen ändern - mehr Antrieb bekomme ich dadurch nicht. Außerdem hieße das: das Problem mit einem Teil des Problems zu bekämpfen, nämlich dem Sich-zwingen. Aber das habe ich alles schon geschrieben und du hast es soeben ignoriert.
Das, was du beschreibst, wäre nicht einfach - eigentlich völlig normal. Wenn aber für mich etwas nicht einfach ist, heißt es automatisch: Der Spaß ist weg, die Angst ist da. Automatisch. Und beim Druck geht es bei mir nicht linear. Der ist sofort da, und zwar volle Pulle. Das wäre bei jedem Job so. Warum sollte es da eine Tätigkeit geben, bei der es nicht so wäre? Das müsste eine Tätigkeit KOMPLETT ohne Forderungen von außen und innen sein.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:54
Der Arbeitsmarkt ist ziemlich vielfältig und jeder hat Tätigkeiten, die ihm mehr oder weniger liegen und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich seine Berufstätigkeit einzurichten. Wenn die alle für euch nicht in Frage kommen, weil ihr eben dieses Studium habt und den hart erarbeiteten guten Lohn und den damit verbundenen Status wichtig nehmt und neu anfangen oder ein zweites Standbein aufbauen kostet zu viel Zeit und Energie und Teilzeit ist unter eurer Würde, die einzige andere Möglichkeit wäre Arbeitslosigkeit...
Na, dann bleibt halt, wo ihr seid. Eure Entscheidung.
Dann zeig mir diesen tollen Job auf dem vielfältigen Arbeitsmarkt. Er sollte am besten nichts fordern von mir, wenn ich Spaß dran haben sollte. Ich wäre gern mal im Leben unterfordert. Ach so: Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaftlichkeit sind mir fremd. Interessen habe ich auch keine groß. Wie zwingt man sich denn dazu?
Und wenn ich mir was neues suche, hieße das sowieso erstmal Spaßverbot. Schon als Konsequenz, bei dem bisherigen gescheitert zu sein. Spaßverbot gilt bei mir immer als Selbstdisziplinierung in Momenten, die schwierig sind. Das ist für mich eine Methode, mit schwierigen Situationen umzugehen. Ich funktioniere erst unter hoher Anspannung. Immer wenn ich versucht habe, eine Sache locker anzugehen, wurde ich nur nachlässig und faul.

Aber du sagst mir eh nichts anderes als dass ich noch viel zu wenig mache. Sport, sich an den Arzt wenden, Psychotherapie - deine Aussage ist nur, das alles hat nichts gebracht, weil ich mich viel zu wenig anstrenge.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:54
Such dir mal ein realistischeres Bild eines zufriedenen/glücklichen Menschen.
Wenn ich ohne Zutun nicht gut drauf bin, muss ich als etwas tun. Und wenn ich dazu nicht motiviert bin, muss ich mich also zwingen. Da gibt es nicht x-beliebige Möglichkeiten, sondern nur eine einzige: Ich muss mich zwingen, vielleicht sogar quälen, sonst bleibt es so. NUR eine einzige Möglichkeit. Bei mir stellt sich auch automatisch die Frage, ob ich es momentan überhaupt verdient habe, zufrieden zu sein. Habe ich auch hart genug gearbeitet dafür?

Wenn ich etwas begriffen habe, dann dass es im Leben eines Erwachsenen nicht um Spaß geht. Zumindest ich kann davon nicht satt werden.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Reinhard » Samstag 7. September 2019, 22:07

So unterfordernde Jobs, wo man einfach nur einfache, vorgegeben Handgriffe machen soll, die sind halt schlecht bezahlt. Weil die jeder machen kann (auch Bulgaren oder Ukrainer, mit denen man dann konkurriert). Aber meistens gibt es da eine solche Fluktuation, dass man in diese Bereiche auch leicht reinkommt. Da wird dauernd gesucht, weil jeder, der was Besseres findet, gleich weg ist.

Dass es die bei dir nicht geben soll würde mich wundern. Aber vermutlich hast du da auch schon einen Grund, der gegen sowas spricht. Aber wenn man wirklich was UNTERforderndes sucht, das kriegt man wesentlich leichter als das Gegenteil.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 7. September 2019, 22:29

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 22:07
So unterfordernde Jobs, wo man einfach nur einfache, vorgegeben Handgriffe machen soll, die sind halt schlecht bezahlt.
Und sie machen einem schnell irre im Kopf wenn man eigentlich geistig mehr kann. Hatte solche Jobs als Ferienjob. Das erste Mal großspurig 3 Wochen, später dann nur mehr 2 mit einer Woche Pause dazwischen.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Xiangni » Sonntag 8. September 2019, 05:22

Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 16:35
Wenn ich ohne Zutun nicht gut drauf bin, muss ich als etwas tun. Und wenn ich dazu nicht motiviert bin, muss ich mich also zwingen. Da gibt es nicht x-beliebige Möglichkeiten, sondern nur eine einzige: Ich muss mich zwingen, vielleicht sogar quälen, sonst bleibt es so. NUR eine einzige Möglichkeit. Bei mir stellt sich auch automatisch die Frage, ob ich es momentan überhaupt verdient habe, zufrieden zu sein. Habe ich auch hart genug gearbeitet dafür?
Was ich nicht ganz verstehe: Du bist zum jetzigen Zeitpunkt mit deiner jetzigen Situation unzufrieden. Richtig? Tintenmalerin schlägt also korrekt vor, etwas zu ändern, so dass du zufriedener wirst. Du schreibst jetzt aber, dass du dafür keine Motivation hast. Richtig? Die Lösung dafür würde bedeuten alles so zu lassen wie es ist. Das gefällt dir aber nicht, weil du ja so nicht glücklich bist. Richtig?

Falls ja, so steckst du in der Tat in einem Teufelskreis. Lösung um da rauszukommen wäre meiner Meinung nach:
1) Du hast definitiv zu wenig Motivation irgendwas zu ändern, so dass sich was bessern könnte. Also bedeutet das, du müsstet dich mit der jetzigen Situation arrangieren und versuchen dich so glücklich zu fühlen.
2) dein Leid mit der jetzigen Situation is grösser als deine nicht-vorhandene Motivation etwas zu ändern. Somit änderst du etwas.

Beides ist, wie du korrekt schreibst, mit "Zwang" dir gegenüber verbunden. Entweder du arrangierst dich mit der jetzigen Situation oder änderst etwas daran in der Hoffnung, dass du dich dann besser fühlst.

Jeder - auch du - hat verdient glücklich und zufrieden zu sein. Niemand ist allerdings konstanr glücklich und zufrieden. Also ich meine 24/7. Ich bin beispielsweise gerade unzufrieden mit dem Wetter, mit allem anderen bin ich gerade zufrieden, darum bin ich insgesamt zufrieden.

Wie die anderen schreiben gibt es logischerweise Fabrikjobs, die nicht viel von dir fordern. Zumindest geistig. Körperlich fordern sie hingegen sehr viel. Ich habe dies mal gemacht und es kann sehr anstrengend und ermüdend sein, weil die Arbeit monoton ist.
Dann gibt es natürlich die Möglichkeit im Büro eine Stufe runter zu gehen. Statt Chef ist man dann halt Angestellter. Weniger Verantwortung, aber auch weniger Entscheidungsgewalt. Alles hat Vor- und Nachteile.
Hast du schon mal darüber nachgedacht zur Berufaberatung zu gehen und nachzufragen, was mit deiner Ausbildung oder deinen Wünschen bezüglich Anforderungen möglich wäre?

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Melli » Sonntag 8. September 2019, 11:58

Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 16:35
Wenn ich etwas begriffen habe, dann dass es im Leben eines Erwachsenen nicht um Spaß geht.
Das ist diese persekutorische "Ethik" wie in Deiner Signatur:
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)
Wenn ich etwas unethisch finde, dann Menschen so zu quälen 😱
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
(T. Aitmatow)

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von The Poet » Sonntag 8. September 2019, 13:19

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 23:16
Wissenschaftler haben rausgefunden, dass psychischer Belastungen ins Erbgut gehen können und über mehrere Generationen weitergegeben werden können. Unsere Probleme können also auch durch negative Erfahrungen von Eltern und Großeltern verursacht sein.
Das verstehe ich und ist (genauso wie die Analysen der eigenen Erziehung) eine sehr wichtige Erkenntnis, wenn es darum geht, festzustellen, dass man nicht selbst "schuld" an "der Misere" ist - bzw. dem Teil der eigenen Misere, die unabänderlich, weil vergangen ist. Und das bringt einen auch tatsächlich weiter, wenn man bislang der Ansicht war, dass ausschließlich man selbst "schuld"/das Problem ist.

Es bringt einen nur praktisch überhaupt nicht weiter, wenn es um den Teil der eigenen Misere geht, die im Jetzt stattfindet und bei der man sich nur weiter im eigenen Leid eingräbt...
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 23:16
Meine Eltern wuchsen in Armut auf und haben sich durch viel harte Arbeit und Verzicht auf Vergnügen in die Mittelschicht hochgearbeitet. Meine Großeltern waren arme Selbstversorger-Landwirte, die Männer wurden im Krieg von den Russen gefoltert. Eiserne Disziplin, Härte und funktionieren müssen war da ein Muss zum Überleben. Mit der Veranlagung und auch Erziehung (funktionieren und Geld verdienen ist alles im Leben, Gefühle sind kindisch, hinderlich, unreif, unnötig) sind die Auswirkungen kein Wunder.
...ja. Und heute ist das Leben ein anderes. Einmal das Leben im Allgemeinen, als Ganzes für viele hierzulande und dann dein Leben im Besonderen.

Nur: Lebe im Jetzt, nicht in deiner Vergangenheit oder der deiner Vorfahren.

Kann sein, dass deine Großeltern, Eltern oder wer auch immer in deiner Kindheit Hauptansprechpartner war, dein Leben "verpfuscht" haben, lies: Dir nicht die optimalen Startvoraussetzungen mitgegegeben haben.
Sie haben vermutlich das beste getan, was sie an ihrer Stelle machen konnten, aber es hat halt nicht "gereicht", dass du das Startkapital hattest, dass du jetzt ein zumindest erträgliches, bestenfalls prosperierendes Leben hast. (Und obendrein sind die alten Adaptionsstrategien deiner Vorfahren wahrscheinilch für dich nicht mehr relevant oder nur Teile davon, d.h. du hast auch noch unnützes Geschirr im Schrank und im Weg rumstehen.)

Aber es ist jetzt, als Erwachsener, deine Aufgabe im Leben, das zu verändern, was du verändern willst. So gut du es eben kannst.

Ich verstehe natürlich deine Einschränkungen dabei, deine höchstwahrscheinlich eher unschönen Vorerfahrungen, und auch deine Verzweiflung, die daraus resultiert.



Finally - folgendes fällt mir grad nur so ein:
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:13
Polarfuchs hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 15:03
Es gibt nicht nur Pflichten und Arbeit, es gibt auch Freizeit, in der man ausschließlich machen kann, was einem gefällt. Hast du z. B. etwas Schönes für das Wochenende geplant?
Würde bei mir vorrausetzen, dass ich jemanden hätte, mit dem ich was machen kann. Und zwar Nicht-IT-Sachen, da reich mir der Beruf. Alleine macht mir nichts Spaß. Gar nichts. Mich mit lesen, zocken oder Dokus schauen betäuben funktioniert nur minimalst oberflächlich.
Ich weiß jetzt nicht, ob das bei dir zutrifft, aber falls Menschen nicht in Betracht kommen, dann schaff dir doch einen Hund an und geh mit ihm Gassi. 1. bist du nicht mehr allein, 2. kommt etwas (mehr) Lebendigkeit in dein Leben, 3. hast du jemanden zum Spielen, der dich eigentlich permanent anhimmelt ^^, und 4. kommst du raus und lernst andere Leute kennen (ich glaub man nennt das Hundebekanntschaft... und ist eine ganz eigene Welt, hat mir meine Tante erzählt ^^). (5. Vielleicht ist deine Tierärztin ein hot chick mit Nerdbrille, das würde zumindest mich an der Stelle ja durchaus überzeugen, ein Tier anzuschaffen. :mrgreen: )

Gibt bestimmt auch irgendwo Leute, die Aufpasser für ihren Hundi suchen, weil sie entweder im Urlaub sind, oder alte Leutchen und nicht mehr so gut zu Fuß sind, oder aus anderen Gründen jemanden brauchen, der das ab und an für sie macht. (Für den Fall, dass du dir keinen eigenen anschaffen willst.) Dann könnte man auch man testen, ob man überhaupt mit einem Hund "kann". (Oder ob man nicht doch lieber Diener einer Katze wird :D )
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 9. September 2019, 00:45

The Poet hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 13:19
Nur: Lebe im Jetzt, nicht in deiner Vergangenheit oder der deiner Vorfahren.

Kann sein, dass deine Großeltern, Eltern oder wer auch immer in deiner Kindheit Hauptansprechpartner war, dein Leben "verpfuscht" haben, lies: Dir nicht die optimalen Startvoraussetzungen mitgegegeben haben.
Sie haben vermutlich das beste getan, was sie an ihrer Stelle machen konnten, aber es hat halt nicht "gereicht", dass du das Startkapital hattest, dass du jetzt ein zumindest erträgliches, bestenfalls prosperierendes Leben hast. (Und obendrein sind die alten Adaptionsstrategien deiner Vorfahren wahrscheinilch für dich nicht mehr relevant oder nur Teile davon, d.h. du hast auch noch unnützes Geschirr im Schrank und im Weg rumstehen.)

Aber es ist jetzt, als Erwachsener, deine Aufgabe im Leben, das zu verändern, was du verändern willst. So gut du es eben kannst.

Ich weiß jetzt nicht, ob das bei dir zutrifft, aber falls Menschen nicht in Betracht kommen, dann schaff dir doch einen Hund an und geh mit ihm Gassi. 1. bist du nicht mehr allein, 2. kommt etwas (mehr) Lebendigkeit in dein Leben, 3. hast du jemanden zum Spielen, der dich eigentlich permanent anhimmelt ^^, und 4. kommst du raus und lernst andere Leute kennen (ich glaub man nennt das Hundebekanntschaft... und ist eine ganz eigene Welt, hat mir meine Tante erzählt ^^). (5. Vielleicht ist deine Tierärztin ein hot chick mit Nerdbrille, das würde zumindest mich an der Stelle ja durchaus überzeugen, ein Tier anzuschaffen. :mrgreen: )

Gibt bestimmt auch irgendwo Leute, die Aufpasser für ihren Hundi suchen, weil sie entweder im Urlaub sind, oder alte Leutchen und nicht mehr so gut zu Fuß sind, oder aus anderen Gründen jemanden brauchen, der das ab und an für sie macht. (Für den Fall, dass du dir keinen eigenen anschaffen willst.) Dann könnte man auch man testen, ob man überhaupt mit einem Hund "kann". (Oder ob man nicht doch lieber Diener einer Katze wird :D )
Nur sind etwa 1/2 bis 2/3 vom Charakter erblich bedingt und 90 % vom Rest werden in den ersten 6 bis 8 Jahren geprägt. Das, was später noch variabel ist, ist sehr wenig. Und die bisherigen Probleme können Lösungen erschweren oder unmöglich machen.
Haustiere lassen sich bei mir mit Beruf und Pendeln leider nicht vereinbaren, bin zu wenig daheim unter der Woche :( Hund würde ich wegen dem Gassi gehen nicht wollen, ich hasse Bewegung, erst recht wenn das Wetter schlecht ist. Katzen wären mir da lieber. Aber ein Tier haben würde auch was bedeuten, was ich nicht leiden kann weil es mich sehr belastet: Verantwortung.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von The Poet » Montag 9. September 2019, 08:02

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:45
Nur sind etwa 1/2 bis 2/3 vom Charakter erblich bedingt und 90 % vom Rest werden in den ersten 6 bis 8 Jahren geprägt. Das, was später noch variabel ist, ist sehr wenig. Und die bisherigen Probleme können Lösungen erschweren oder unmöglich machen.
Ich hab nicht behauptet, dass es einfach sei ;) .

Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist. Meine Lebensjahre 22-30 waren (abgesehen vom Mobbing als Grundschüler und Gymnasiast, aber in der Schulzeit hatte ich zum Glück zum Ende hin auch eine ziemlich gute Phase) so ziemlich die schlimmsten von allen. Und zwar nicht nur "schlimm", sondern sogar: "Immer schlimmer werdend". D.h. der Trend war (oder besser: Schien mir, weil ich nur auf das Negative geguckt habe), auch noch negativ.
Seit ca. 30 sehe ich wieder ein bisschen Licht am Horizont, auch wenn ich weiß, dass das, was ich in der Zeit verloren habe (die üblichen Twen-Erfahrungen wie intensive Freundschaften, die ersten stabileren Liebesbeziehungen, Start ins Berufsleben), wirklich verloren ist und ich es nie nachholen können werde. Und wenn ich weiß, wie sehr mir alle anderen voraus sind und wie sie wahrscheinlich 100 mal erfolgreicher im Leben sein werden als ich. Aber was soll's, das Gehirn ist auch Ü25 noch plastisch, das gibt mir hoffentlich noch ein paar Chancen im Leben. Und mit "denen" (also denen, die eine bessere Basis im Leben hatten als ich und logischerweise jetzt schon weiter sind) muss ich mich ja zum Glück auch nicht vergleichen.
Und am Ende kommt bekanntlich eh der Abstieg, Stück für Stück ins Grab, das hab ich jetzt noch mal ganz intensiv bei meiner Großmutter mitbekommen, und das trifft auch die Erfolgreichen. Also so schlimm ist es gar nicht, dass ich denen hinterherhinke - die hinken auch irgendwann ^^.
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