Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

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Gatem
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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Gatem » Montag 8. Juli 2019, 23:34

Arsonist hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 15:38
Bin die letzten Jahre oft alleine unterwegs gewesen und habe immer wieder sehr nette Menschen kennengelernt. In Hostels findet man, wer nicht gerade vollkommen sozial inkometent ist eigentlich immer Anschluss für ein paar Tage. Dort sind gefühlt > 50% auch alleine unterwegs. Ich bin auch nicht der Typ Mensch der immer und überall Gesellschaft braucht, aber Abends mal ein Bier zusammen trinken oder einen Ausflug in die gegend machen ist schon schön. Mittlerweilge mache ich es so dass ich immer ein paar Tage ins Hostel und dann ein paar Tage ins Hotel gehe weil im Hotel der Komfort höher ist und ein bisschen Ruhe hat schon was.
Ich schätze ich falle dann eher in diese Kategorie. Für mich wäre das nichts; ich brauche generell erstmal ein paar Tage, um überhaupt mit den Leuten warm zu werden. Ein Hostel, wo jeden Tag jemand geht oder neu kommt wäre daher nichts für mich. Ich bin mit Kreuzfahrten ganz zufrieden. Da steckt man dann mit den gleichen Leuten für längere Zeit auf einem Schiff und kann sich die Leute auch erstmal ein paar Tage ansehen, bevor man anfängt mit ihnen zu sprechen. Das entspricht eher meinem Naturell.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 9. Juli 2019, 15:14

Brax hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 18:47
Ich rege mich ja gern über Booking.com auf, weil für die Zimmersuche immer schon 2 Personen voreingestellt sind und man das extra ändern muss, wenn man alleine reist. Erinnert mich jedes Mal daran, dass ich AB bin. Fällt mir nur grad ein. So viel zum Thema. :crybaby:
Aus Usability-Sicht macht es Sinn, den Wert vorzulegen, der für die meisten Nutzer zutrifft, weil so am wenigsten Nutzer was an der Einstellung ändern müssen.
uhu72 hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 19:09
Ich verreise mit Freunden, so bin ich aus dem Dilemma heraus gekommen.
Hast du noch Freunde, die Single sind oder konntest du ein Paar überreden, dich mitzunehmen?
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von knopper » Dienstag 9. Juli 2019, 15:55

....ja das ist es ja. Das meine ich damit das einen das AB-tum ja quasi überall verfolgt.

Ich würde schon ganz gerne mal weiter weg...Malediven z.b. aber beim Bruder fliegt da mit mir nicht hin (zu warm) und allein wäre einfach Horror, wenn man dann da am Traumstrand ein junges Pärchen sieht was sich innig liebt, also küsst usw… da sieht dann der Strand gleich weniger schön aus, und es vergeht einem alles….
Da biste genauso der AB-Depp, der du hier in Deutschland bist, und der Urlaub macht auch so vermutlich keinen Spaß.
Andererseits wiederum seh ich mich auch nicht in der Rolle wie ich da jetzt am Strand, oder sonstwo schäkernd und flirtend mit ner Freundin meinen Urlaub genieße... dazu war ich vermutlich schon zu lange allein. :hammer: Das passt irgendwie überhaupt nicht.
Bleibt halt nur irgendwas mit den Eltern, mal wohin wo man noch nicht war.

ach es is alles nicht so toll :(

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von uhu72 » Dienstag 9. Juli 2019, 16:10

Editiert
Zuletzt geändert von uhu72 am Dienstag 9. Juli 2019, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von uhu72 » Dienstag 9. Juli 2019, 16:13

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 15:14
uhu72 hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 19:09
Ich verreise mit Freunden, so bin ich aus dem Dilemma heraus gekommen.
Hast du noch Freunde, die Single sind oder konntest du ein Paar überreden, dich mitzunehmen?
Ich habe hier durchs Forum neue Freunde gefunden, die entweder Single sind oder aber auch mal ohne Partner/in verreisen, alle mit AB-Hintergrund. So hat sich eine Urlaubs-Clique gebildet.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Antonia » Dienstag 9. Juli 2019, 17:52

@Pferdedieb,
wie findest du die Idee, die hier häufiger kam, mit der Ferienwohnung oder dem eigenen Appartement, z.B. auf einer Insel ?
Dann hättest du Tapetenwechsel und kämest dir trotzdem nicht alleine vor,denn es wäre ja so ähnlich wie in der eigenen Wohnung.
Man muss nicht alleine frühstücken in einem Hotel, während nebenan die ganzen Familien und Pärchen sitzen.
Kenne dieses Gefühl auch. Vor ein paar Jahren hatte ich mal 3 Übernachtungen in einem Hotel an der Ostsee gebucht. Fand ich ganz
schrecklich, morgens und abends alleine zu essen.
Tagsüber war ich wandern oder baden, da hat es mir nichts ausgemacht, aber die Abende fand ich furchtbar, bin dann schon früher abgereist.

Verreise sonst auch gerne mit Freunden.
Meistens buche ich jedoch Gruppenreisen oder Rundreisen. Ich finde da immer schnell Anschluss, weil die meisten auch alleine reisen und auch Kontakt suchen. Mit Single-Reisen habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.
Aber ich habe auch keine Probleme mit Smalltalk, lerne eigentlich schnell neue Leute kennen. Find's nur schwierig, alleine in einem Hotel Anschluss zu finden; habe den Eindruck, da wollen viele gar keinen Kontakt, sondern unter sich bleiben.

Ansonsten kann ich auch noch Sprachreisen empfehlen.

Kenne übrigens in meinem Umfeld auch so einige, die nie in Urlaub fahren. Dafür muss man sich nicht rechtfertigen.
Man kann ja auch von zuhause aus Tagestouren unternehmen. Oder mal einen Tag im Freibad oder an der See verbringen, etc. pp.
Kannst ja auch einfach sagen, deine Pläne für den Urlaub stehen noch nicht fest, aber du hättest nichts gegen ein paar Urlaubstipps.
Dann freuen sich die Leute, wenn sie über ihren Urlaub reden können und du bist aus dem Schneider...
Zwei Gefangene sahen durch's Gitter in die Ferne,
der eine sah nur Schmutz, der andere die Sterne.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Blade » Dienstag 9. Juli 2019, 18:58

Ich hab 2013 zuletzt Urlaub gemacht (USA) und wurde jedes Jahr immer wieder gefragt, ob ich in meinem Urlaub verreisen würde. Jedes mal hab ich geantwortet: Vielleicht, wenn ich eine Reisebegleitung finde oder ich hab gerade kein Geld um zu verreisen (was nicht gestimmt hat) :mrgreen:
Doch dieses Jahr hatte ich keinen Bock mehr mich durch meine Familie, Freunde und Arbeitskollegen zu fragen, ob mich jemand begleiten will.
Ich mache dieses Jahr alleine Urlaub und freue mich drauf, denn dann geht mir keiner auf die Nerven und ausserdem brauche ich von allem etwas abstand um wieder Energie zu tanken und wer weiss, vielleicht finde ich auf dieser Insel eine Frau (so hat es mein Friseur zu mir gesagt). :good:

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Krausig » Dienstag 9. Juli 2019, 20:51

knopper hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 15:55
....ja das ist es ja. Das meine ich damit das einen das AB-tum ja quasi überall verfolgt.

Ich würde schon ganz gerne mal weiter weg...Malediven z.b. aber beim Bruder fliegt da mit mir nicht hin (zu warm) und allein wäre einfach Horror, wenn man dann da am Traumstrand ein junges Pärchen sieht was sich innig liebt, also küsst usw… da sieht dann der Strand gleich weniger schön aus, und es vergeht einem alles….
Da biste genauso der AB-Depp, der du hier in Deutschland bist, und der Urlaub macht auch so vermutlich keinen Spaß.
Andererseits wiederum seh ich mich auch nicht in der Rolle wie ich da jetzt am Strand, oder sonstwo schäkernd und flirtend mit ner Freundin meinen Urlaub genieße... dazu war ich vermutlich schon zu lange allein. :hammer: Das passt irgendwie überhaupt nicht.
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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von knopper » Dienstag 9. Juli 2019, 22:00

Krausig hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 20:51
knopper hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 15:55
....ja das ist es ja. Das meine ich damit das einen das AB-tum ja quasi überall verfolgt.

Ich würde schon ganz gerne mal weiter weg...Malediven z.b. aber beim Bruder fliegt da mit mir nicht hin (zu warm) und allein wäre einfach Horror, wenn man dann da am Traumstrand ein junges Pärchen sieht was sich innig liebt, also küsst usw… da sieht dann der Strand gleich weniger schön aus, und es vergeht einem alles….
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Andererseits wiederum seh ich mich auch nicht in der Rolle wie ich da jetzt am Strand, oder sonstwo schäkernd und flirtend mit ner Freundin meinen Urlaub genieße... dazu war ich vermutlich schon zu lange allein. :hammer: Das passt irgendwie überhaupt nicht.
Bleibt halt nur irgendwas mit den Eltern, mal wohin wo man noch nicht war.

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das ist wieder eine typische "Haudrauf-Antwort".... hab ich so erwartet :D

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 10:15

NBUC hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 19:23

Edit: Wird mit den Eltern in den Urlaub fahren nicht wenigstens genauso seltsam angesehen wie noch bei den Eltern wohnen, wenn nicht gar noch mehr? (wenn es nicht gerade um den 80ten der Oma geht)
Damit hast du sicher Recht.
Ich bin ja so einer, ich fahre seit Jahrzehnten mehrfach im Jahr mit meinen Eltern oder auch mal nur mit meiner Mutter in den Urlaub. Auch jetzt noch mit 50 Jahren. Und ich mache keinen Hehl daraus, d. h. wenn Arbeitskollegen fragen, sage ich das auch so. Komischerweise hab ich da noch nie eine dumme Bemerkung bekommen, auch nicht zwischen den Zeilen. Für die langjährigen Kollegen ist das sowieso schon längst der Normalfall, bei neu hinzukommenden Kollegen meine ich manchmal einen irritierten Blick zu erkennen, wenn sie es das erste Mal hören, aber gesagt hat noch niemand etwas dazu. Weder im positiven noch im negativen Sinn.

Natürlich weiß ich nicht, ob hinter meinem Rücken darüber getratscht wird, aber eigentlich glaube ich es eher nicht. Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis.
Es grüßt euch

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Krausig » Mittwoch 10. Juli 2019, 10:54

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:15
NBUC hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 19:23

Edit: Wird mit den Eltern in den Urlaub fahren nicht wenigstens genauso seltsam angesehen wie noch bei den Eltern wohnen, wenn nicht gar noch mehr? (wenn es nicht gerade um den 80ten der Oma geht)
Damit hast du sicher Recht.
Ich bin ja so einer, ich fahre seit Jahrzehnten mehrfach im Jahr mit meinen Eltern oder auch mal nur mit meiner Mutter in den Urlaub. Auch jetzt noch mit 50 Jahren. Und ich mache keinen Hehl daraus, d. h. wenn Arbeitskollegen fragen, sage ich das auch so. Komischerweise hab ich da noch nie eine dumme Bemerkung bekommen, auch nicht zwischen den Zeilen. Für die langjährigen Kollegen ist das sowieso schon längst der Normalfall, bei neu hinzukommenden Kollegen meine ich manchmal einen irritierten Blick zu erkennen, wenn sie es das erste Mal hören, aber gesagt hat noch niemand etwas dazu. Weder im positiven noch im negativen Sinn.

Natürlich weiß ich nicht, ob hinter meinem Rücken darüber getratscht wird, aber eigentlich glaube ich es eher nicht. Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis.
Ich bin mir sicher, dass sehr viele das sehr seltsam finden. Aber das ist deine Entscheidung, es ist dein Leben und da kannst du machen was du willst.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 11:05

Krausig hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:54
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:15
NBUC hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 19:23

Edit: Wird mit den Eltern in den Urlaub fahren nicht wenigstens genauso seltsam angesehen wie noch bei den Eltern wohnen, wenn nicht gar noch mehr? (wenn es nicht gerade um den 80ten der Oma geht)
Damit hast du sicher Recht.
Ich bin ja so einer, ich fahre seit Jahrzehnten mehrfach im Jahr mit meinen Eltern oder auch mal nur mit meiner Mutter in den Urlaub. Auch jetzt noch mit 50 Jahren. Und ich mache keinen Hehl daraus, d. h. wenn Arbeitskollegen fragen, sage ich das auch so. Komischerweise hab ich da noch nie eine dumme Bemerkung bekommen, auch nicht zwischen den Zeilen. Für die langjährigen Kollegen ist das sowieso schon längst der Normalfall, bei neu hinzukommenden Kollegen meine ich manchmal einen irritierten Blick zu erkennen, wenn sie es das erste Mal hören, aber gesagt hat noch niemand etwas dazu. Weder im positiven noch im negativen Sinn.

Natürlich weiß ich nicht, ob hinter meinem Rücken darüber getratscht wird, aber eigentlich glaube ich es eher nicht. Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis.
Ich bin mir sicher, dass sehr viele das sehr seltsam finden. Aber das ist deine Entscheidung, es ist dein Leben und da kannst du machen was du willst.
Ich bin mir da auch sicher. Ich wundere mich nur gelegentlich, dass in den vergangenen 30 Jahren niemand auch nur ein einziges Wort darüber verloren hat.
Es grüßt euch

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von desigual » Mittwoch 10. Juli 2019, 11:20

Also meine Eltern wollten meine Schwester und mich gar nicht mehr in jeden Urlaub mitnehmen, als wir dann mal in dem Alter waren, auch was alleine zu machen. Mit 16 war ich das erste Mal mit meiner besten Freundin allein im Urlaub (in irgend einem Jugendclub), meine Schwester vermutlich auch so in der Art oder wir wurden mal ne Woche zu den Großeltern oder zur Tante, die allesamt in anderen Teilen Deutschlands lebten, geschickt. Und dafür haben dann die Eltern alleine bzw. mit einem befreundeten Ehepaar teure Urlaube gemacht.
Einen Familienurlaub gab es trotzdem zu der Zeit noch jedes Jahr, aber in den zweiten Urlaub wurden wir Kinder dann nicht mehr eingeladen.
Würde mein Vater noch leben, kämen meine Eltern ganz sicher nicht auf die Idee, mich mit in den Urlaub zu nehmen.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 11:46

desigual hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 11:20
Also meine Eltern wollten meine Schwester und mich gar nicht mehr in jeden Urlaub mitnehmen, als wir dann mal in dem Alter waren, auch was alleine zu machen. Mit 16 war ich das erste Mal mit meiner besten Freundin allein im Urlaub (in irgend einem Jugendclub), meine Schwester vermutlich auch so in der Art oder wir wurden mal ne Woche zu den Großeltern oder zur Tante, die allesamt in anderen Teilen Deutschlands lebten, geschickt. Und dafür haben dann die Eltern alleine bzw. mit einem befreundeten Ehepaar teure Urlaube gemacht.
Einen Familienurlaub gab es trotzdem zu der Zeit noch jedes Jahr, aber in den zweiten Urlaub wurden wir Kinder dann nicht mehr eingeladen.
Würde mein Vater noch leben, kämen meine Eltern ganz sicher nicht auf die Idee, mich mit in den Urlaub zu nehmen.
War bei uns nie der Fall. Wobei es in meinem Jugendalter nur zwei gemeinsame Urlaube gab (einmal mit 8 Jahren und einmal mit 11 Jahren), in den übrigen Jahren gab es entweder gar keinen Urlaub oder ich bin (alleine) für 2 Wochen zu meinem Opa gefahren. Damals waren Urlaube finanziell bei uns nicht drin. Das ging erst so richtig los, als ich schon über 20 Jahre alt war.

Und mein Vater ist bis heute eher ein Urlaubsmuffel, ihm reichen maximal ein paar Tage Südtirol oder so, tagelanges Kofferpacken und 12 Stunden Fahrt sind ihm eher lästig. Auch aus diesem Grund hat es sich so entwickelt, dass ich mit meiner Mutter zweimal jährlich alleine in den Urlaub fahre und zwei weitere Male fahren wir zu dritt, das sind dann die kürzeren Urlaube von max. einer Woche.

Ohne mich waren meine Eltern ein einziges Mal im Urlaub. Da war ich etwa 20 Jahre alt, sie waren zwei Wochen alleine an der Ostsee und zumindest meine Mutter hat sich dabei nicht wohlgefühlt. Und auch ich habe es ein einziges Mal versucht (abgesehen von den Urlauben beim Opa als Kind), auch mit etwa 20 Jahren, da kam ich bereits nach 3 Tagen mit einer Ausrede, aber eigentlich aus Heimweh wieder nach Hause ..... hoffnungsloser Fall also. Auf beiden Seiten.
Es grüßt euch

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Kief » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:11

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 11:05
Krausig hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:54
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:15
Und ich mache keinen Hehl daraus, d. h. wenn Arbeitskollegen fragen, sage ich das auch so. Komischerweise hab ich da noch nie eine dumme Bemerkung bekommen, auch nicht zwischen den Zeilen. [ ... ]
Natürlich weiß ich nicht, ob hinter meinem Rücken darüber getratscht wird, aber eigentlich glaube ich es eher nicht. Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis.
Ich bin mir sicher, dass sehr viele das sehr seltsam finden. Aber das ist deine Entscheidung, es ist dein Leben und da kannst du machen was du willst.
Ich bin mir da auch sicher. Ich wundere mich nur gelegentlich, dass in den vergangenen 30 Jahren niemand auch nur ein einziges Wort darüber verloren hat.
Da wuerde ich doch mal auf Anhieb davon ausgehen, dass Dein Umgang und Auftreten damit ist:
Du betrachtest das als selbstverstaendlich, und fuer die anderen ist das im Rahmen von "Der macht das halt so."
Sprich: nicht so abschreckend und abstossend, dass sie da Dein Verhalten anzweifeln und darueber reden muessten.

Solange es also fuer die anderen "nur" eine kleine Macke ist, und Du das mit einer Selbstverstaendlichkeit behandelst, Da erahnen sie, es gibt da keinen Gespraechsbedarf: Rueckfragen an Dich werden wenig Gespraechsstoff beinhalten, und das Thema ist abgehakt.
Ganz im Gegenteil zu Fragestellungen, wenn sie auch nur einen Funken (Selbst-)Zweifel oder Scham erahnen oder vermuten, so dass sich daraus Gespraechspotential entfaltet.

Ueberzeugtes Auftreten "So bin ich eben." macht's moeglich.


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Neveryoung » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:14

Das ist alles viel zu kompliziert, ich sage immer: Ich bin in der Vergangenheit wenig gereist, das möchte ich jetzt nachholen, bist du dabei? :mrgreen:

Und ja, ich habe tatsächlich viele Pläne wo ich mal reisen möchte, diese möchte ich dann mit der potentiellen Partnerin auch verwirklichen.
"Aber wozu braucht man Geld, wenn man eine Frau zum lachen bringen kann?"
- Tyrion Lannister

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von ComebackCat » Mittwoch 10. Juli 2019, 13:03

knopper hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 22:00
Krausig hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 20:51
knopper hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 15:55
....ja das ist es ja. Das meine ich damit das einen das AB-tum ja quasi überall verfolgt.

Ich würde schon ganz gerne mal weiter weg...Malediven z.b. aber beim Bruder fliegt da mit mir nicht hin (zu warm) und allein wäre einfach Horror, wenn man dann da am Traumstrand ein junges Pärchen sieht was sich innig liebt, also küsst usw… da sieht dann der Strand gleich weniger schön aus, und es vergeht einem alles….
Da biste genauso der AB-Depp, der du hier in Deutschland bist, und der Urlaub macht auch so vermutlich keinen Spaß.
Andererseits wiederum seh ich mich auch nicht in der Rolle wie ich da jetzt am Strand, oder sonstwo schäkernd und flirtend mit ner Freundin meinen Urlaub genieße... dazu war ich vermutlich schon zu lange allein. :hammer: Das passt irgendwie überhaupt nicht.
Bleibt halt nur irgendwas mit den Eltern, mal wohin wo man noch nicht war.

ach es is alles nicht so toll :(
Jammer jammer jammer. Wie wärst wenn du einfach mal was MACHST, statt über alles nur zu lamentieren? :roll:
das ist wieder eine typische "Haudrauf-Antwort".... hab ich so erwartet :D
Ja, einfach nur grausig. :-)
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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Brax » Mittwoch 10. Juli 2019, 13:11

Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:14
Und ja, ich habe tatsächlich viele Pläne wo ich mal reisen möchte, diese möchte ich dann mit der potentiellen Partnerin auch verwirklichen.
Dazu fällt mir ein:

Wer sagt denn, dass der Partner, sollte mal einer da sein, überhaupt verreisen will?
Oder dass er an dieselben Orte reisen will? Oder auf dieselbe Art (Camping vs. Luxus / Sightseeing vs. am Strand fläzen / Studienreise vs. Partymachen ...)? Vielleicht hat er auch nicht genug Geld und du stehst vor der Wahl, weiter keinen Urlaub zu machen oder für beide alles zu bezahlen? ...

Ich würde das eher nicht so sehr von einem Partner abhängig machen, sondern lieber andere Lösungen suchen.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 10. Juli 2019, 13:58

Pferdedieb hat geschrieben:
Samstag 6. Juli 2019, 12:21
Was also entgegnet man jemandem, der fragt, ob man in Urlaub geht? Eine Rechtfertigung brauche ich eigentlich nicht, aber bei der Antwort "Nein" werde ich immer angeschaut, als wäre ich von einem anderen Stern.
Du hast es erkannt. Es bedarf doch überhaupt keiner Rechtfertigung. Neben mir wohnt übrigens ein Ehepaar, deren Tochter längst aus dem Haus ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass die jemals in Urlaub gefahren sind. Und wenn Du unbedingt eine Erklärung brauchst, dann sag doch einfach, dass Du Dir von dem Geld lieber andere Sachen kaufst (Unterhaltungselektronik, Sportartikel, Designerklamotten oder weiß der Geier was).
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: Wie erklärt man, dass man nicht in Urlaub geht?

Beitrag von Neveryoung » Mittwoch 10. Juli 2019, 14:57

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:11
Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:14
Und ja, ich habe tatsächlich viele Pläne wo ich mal reisen möchte, diese möchte ich dann mit der potentiellen Partnerin auch verwirklichen.
Dazu fällt mir ein:

Wer sagt denn, dass der Partner, sollte mal einer da sein, überhaupt verreisen will?
Oder dass er an dieselben Orte reisen will? Oder auf dieselbe Art (Camping vs. Luxus / Sightseeing vs. am Strand fläzen / Studienreise vs. Partymachen ...)? Vielleicht hat er auch nicht genug Geld und du stehst vor der Wahl, weiter keinen Urlaub zu machen oder für beide alles zu bezahlen? ...

Ich würde das eher nicht so sehr von einem Partner abhängig machen, sondern lieber andere Lösungen suchen.
Ist verreisen denn mittlerweile nicht mehr die liebste Beschäftigung der Deutschen? Die Wahrscheinlichkeit dass der Partner verreisen möchte, ist daher relativ groß. Über den Rest kann man immer reden und auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Übrigens meine OdB ist extremst reiselustig, d.h sollte es mit ihr klappen, steht uns die Welt offen. :o
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