Ansprüche an potenzielle Partner

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von alex321 » Montag 12. August 2019, 18:40

bettaweib hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Nein, zuviel denken ist schlecht. Bis zu einem gewissen Punkt ist es auch nicht schlimm. 1-2 Nächte z.B, da ist die Gefahr der Gefühlsentstehung noch gering, und NeC kann seine Hormone testen. ;)

Aber je länger das geht, umso eher können Gefühle auf beiden Seiten entstehen. Im Idealfall wollen dann beide eine Beziehung. Oder einer nicht und das Drama ist da.

Ich denke, da hilft nur Kommunikation. So früh wie möglich. Oder man riskiert Liebeskummer. Oder man läßt sich nicht mehr auf Sexgeschichten ein.
Wie soll man denn gefühlslos mit jemanden schlafen? Selbst für einen ONS müsste ich die Frau sympatisch und anziehend finden. Mit einer Frau die ich in keiner Weise attraktiv finde will ich auch nicht ins Bett.

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von bettaweib » Montag 12. August 2019, 18:44

alex321 hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 18:40
bettaweib hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Nein, zuviel denken ist schlecht. Bis zu einem gewissen Punkt ist es auch nicht schlimm. 1-2 Nächte z.B, da ist die Gefahr der Gefühlsentstehung noch gering, und NeC kann seine Hormone testen. ;)

Aber je länger das geht, umso eher können Gefühle auf beiden Seiten entstehen. Im Idealfall wollen dann beide eine Beziehung. Oder einer nicht und das Drama ist da.

Ich denke, da hilft nur Kommunikation. So früh wie möglich. Oder man riskiert Liebeskummer. Oder man läßt sich nicht mehr auf Sexgeschichten ein.
Wie soll man denn gefühlslos mit jemanden schlafen? Selbst für einen ONS müsste ich die Frau sympatisch und anziehend finden. Mit einer Frau die ich in keiner Weise attraktiv finde will ich auch nicht ins Bett.
Ich meine Gefühle im Sinne von "ich will eine Beziehung mit dir".
Das man sich sympathisch und attraktiv findet, ist ja irgendwie eine Grundvoraussetzung für Sex.
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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Nonkonformist » Montag 12. August 2019, 18:47

alex321 hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 18:40
Wie soll man denn gefühlslos mit jemanden schlafen? Selbst für einen ONS müsste ich die Frau sympatisch und anziehend finden. Mit einer Frau die ich in keiner Weise attraktiv finde will ich auch nicht ins Bett.
Vielleicht bist du einfach nicht der typ für ONS - bin ich auch nicht.
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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Reinhard » Montag 12. August 2019, 18:58

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 13:24
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 23:41
Tania hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 23:32
Irgendwie habe ich mit zu vielen Frauen zu viele Gespräche in Richtung "... ich hatte mir vorm Date nicht mal die Beine rasiert, aber dann ist es irgendwie doch passiert" geführt, um an die These der weiblichen Sexualfeindlichkeit zu glauben.
Die Formulierung "doch passiert" werte ich als sexualfeindlich.
Das ist nur die Außendarstellung. Keine Frau glaubt ernsthaft, dass ihre Gesprächspartnerin das als "ich bin gestolpert und habe dabei versehentlich mein Höschen verloren und bin auf seinem Penis gelandet" interpretiert.

Man könnte trotzdem eine Darstellung wählen, die einem selbst eine aktivere Rolle gibt. Zum Beispiel "habe ich mich schließlich umentschieden". Ein "doch passiert" klingt mehr nach "wir haben die Burg tapfer verteidigt, aber der Charme des Feindes konnte unsere Stellung doch von hinten umgehen". :hammer: :lach:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Tania » Montag 12. August 2019, 19:03

Reinhard hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 18:58
Man könnte trotzdem eine Darstellung wählen, die einem selbst eine aktivere Rolle gibt. Zum Beispiel "habe ich mich schließlich umentschieden".
Bei solchen Gesprächen spielt meist ein winziges Gläschen Sekt eine Rolle. Man möge da bitte sprachliche Ungenauigkeiten verzeihen :oops:

Ein "doch passiert" klingt mehr nach "wir haben die Burg tapfer verteidigt, aber der Charme des Feindes konnte unsere Stellung doch von hinten umgehen". :hammer: :lach:
So detailliert wird es dann doch eher selten ... :pfeif:

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von The Poet » Montag 12. August 2019, 20:04

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 19:03
Ein "doch passiert" klingt mehr nach "wir haben die Burg tapfer verteidigt, aber der Charme des Feindes konnte unsere Stellung doch von hinten umgehen". :hammer: :lach:
So detailliert wird es dann doch eher selten ... :pfeif:
*prust* :lach:

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von NeC » Montag 12. August 2019, 22:25

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 13:24
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11
Andererseits möchte man den (unausgesprochenen, aber vermuteten) Wunsch der Frau nach Intimitäten im Rahmen einer verbindlichen Beziehung respektieren. Ihre (vermuteten) Gefühle also nicht womöglich für eine kurze Bettgeschichte ausnutzen.
Dein Job ist nur, ihr zu kommunizieren, dass Du Dir nur ne kurze Bettgeschichte vorstellen kannst. Oder Dir noch nicht sicher bist, wohin das gehen könnte. Je nachdem was zutrifft.

Vermutungen über die Wünsche des Anderen sind selten eine gute Entscheidungsgrundlage. Gib ihr lieber alle Infos, die sie für ihre Entscheidung braucht. Vielleicht revanchiert sie sich ja sogar durch ähnliche Offenheit.
Die zu übergebende Information lautet ja in dem Fall: "Keine Ahnung wo das hinführen mag. Du bist attraktiv und Du bist verführerisch, aber Stand heute halte ich die Wahrscheinlichkeit für existent aber gering, dass wir dauerhaft miteinander zufriedene Lebenspartner sein werden." Du willst mir nicht wirklich raten, dass ich das so kommunizieren soll, wenn der Umgang miteinander in eine intimere Richtung driftet, oder? Man stelle sich das mal bildlich vor... Ein schöner gemeinsamer Tag neigt sich dem Ende zu, man ist entspannt, gelöst, berührt einander, lehnt sich aneinander an, dann hält man sich im Arm, und dann: "Äh, ich müsste da vorher nochmal eine Kleinigkeit erwähnen..." :verwirrt:

Also dann vielleicht lieber erst mal an bettaweibs Vorschlag halten und mal machen statt zu denken? Bzw. bei der Kommunikation die Wahrscheinlichkeiten weglassen und nur die aktuelle Unsicherheit bezüglich des Ziels des ganzen erwähnen?

Aber sich so zu verhalten wäre genau das, was (sofern ich das verstanden habe) von vielen Frauen den bösen Verführer-Männern angelastet wird. Und das nicht zu unrecht, wie ich hinzufügen darf! Denn: Wenn ich selber dabei bin, mein Herz an eine Frau zu verlieren, dass weiß ich nur zu genau, dass ich mich an JEDEN noch so kleinen Strohalm der Hoffnung klammere, den sie mir hinhält. :yes: Ich WILL dann einfach daran glauben, dass sie sich irgendwann doch noch in mich verliebt. Und bis dahin bin ich ihr weiterhin nah, bekomme sozusagen meine "Oxytocin-Droge". Vermutlich vermischt mit ständigen kleinen Enttäuschungen, weil eben leider die gegenseitige Verliebtheit fehlt. Aber das war ja so von Anfang an kommuniziert. Wie lange soll das so gehen? Je länger es anhält, desto größer dürfte das Leid werden. Soll man das da überhaupt erst anfangen?

Womit wir dann wieder bei Milkmans rigoroser Ablehnung sind.

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 13:24
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11
Andererseits möchte man den (...) Wunsch der Frau (...) respektieren.
Ein bisschen mehr Respekt vor der Frau (...) könntest Du ruhig zeigen.
Wenn man das mit der Entscheidungsfähigkeit mal außer acht lässt: Findest Du echt, dass ich die Frau nicht respektiere, wenn ich mir Gedanken über ihre Wünsche und Gefühle mache?

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Entdecker90 » Montag 12. August 2019, 22:36

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 10:20
Ob bei einer Kaltansprache oder Interesse erwidert wird, hängt nur von der Optik ab, der Rest ist ja noch nicht bekannt. D.h. ich hätte mit seinem Körper die gleichen initialen Erfolge und er mit meinem nicht. Das er ein Extro mit entsprechenden Hobbys ist, spielt erst später rein, ist aber für Sexgeschichten auch nicht so wichtig.
Ich war sehr lange regelmäßig im Nachtleben und aufm Land kennt jeder jeden. Ich brauche einfach nur schauen, wie Partner und Discobekanntschaften gewählt werden und schon wird aus der angeblichen Bedeutung von Charakter und Bildung ein Märchen.
Ich bin gut im Menschen durchschauen und hochbegabt, ich würde mir zutrauen, eine Frau auf emotionaler Ebene zu berühren. Aber das ist egal, wenn man zu unattraktiv ist und für alles mit Sex global abgelehnt ist. So wie du ja auch nicht mit einer 150 kg-Frau ins Bett willst, egal wie ihr Verhalten ist.
Du möchtest also Sex ohne grosse emotionale Nähe, aber gleichzeitig keine Professionelle in Anspruch nehmen, habe ich dich richtig verstanden? Ich vermute, dass dies sehr schwierig ist, denn viele Männer möchten ja Gelegenheitssex ohne Beziehung... Damit möchtest du etwas, was viele Männer wollen -> viel Konkurrenz -> und laut deinen Aussagen hast du in Bezug auf dein Aussehen Nachteile -> das Aussehen dürfte indes bei sexuellen Beziehungen ohne anderweitige emotionale Nähe wichtig sein.

Ich kann deinen Wunsch schon nachvollziehen und finde es gut, dass du ihn äusserst, und kein Versteckspiel machst. Ich befürchte einfach, dass sich dein Wunsch sehr schwer erfüllen lässt.

Wenn ich Ansprüche an eine Partnerin formulieren soll, bin ich jeweils nicht sicher, ob dies für mich förderlich oder hinderlich ist. Denn ich möchte möglichst flexibel sein, um mir nicht mehr Wege zu verbauen, die ich mir ohnehin schon verbaue.

Aber gewisse Kriterien habe ich trotzdem, und es wäre unehrlich, wenn ich das abstreiten würde. Vom Aussehen her gefallen mir Frauen besonders, die…

- ein Lächeln haben, das ich süss finde…
- Eher schlank bis leicht mollig sind
- Ich mag langes Haar – die Haarfarbe finde ich nicht so wichtig
- Auf ein gepflegtes Äusseres achten
- Es mögen, sich modisch zu kleiden

Das sind aber keine Kriterien, die unbedingt erfüllt sein müssen. Vielleicht vergesse ich diese am besten gleich wieder ;)

Vom Wesen her gefallen mir Frauen besonders, die…

- Tiefgründige Gespräche mögen – aber wenn eine Frau das Leben nicht so schwer nimmt, kann das auch wunderschön sein… schwierig!
- Geduldig sind… damit wir gemeinsam einander entdecken können
- Ein ähnliches Lebenstempo wie ich haben (ich bin eher gemütlich)
- Sich Gedanken über die Welt und die Umwelt machen
- Sich nicht von ihrer Religion stark einschränken lassen
- Mindestens eines meiner Interessen teilt oder offen dafür ist

Auch das sind keine KO-Kriterien. Ich bin ja gespannt, was ihr davon haltet. Nur zu :)

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Tania
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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Tania » Montag 12. August 2019, 23:01

NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 22:25
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 13:24
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11
Andererseits möchte man den (unausgesprochenen, aber vermuteten) Wunsch der Frau nach Intimitäten im Rahmen einer verbindlichen Beziehung respektieren. Ihre (vermuteten) Gefühle also nicht womöglich für eine kurze Bettgeschichte ausnutzen.
Dein Job ist nur, ihr zu kommunizieren, dass Du Dir nur ne kurze Bettgeschichte vorstellen kannst. Oder Dir noch nicht sicher bist, wohin das gehen könnte. Je nachdem was zutrifft.

Vermutungen über die Wünsche des Anderen sind selten eine gute Entscheidungsgrundlage. Gib ihr lieber alle Infos, die sie für ihre Entscheidung braucht. Vielleicht revanchiert sie sich ja sogar durch ähnliche Offenheit.
Die zu übergebende Information lautet ja in dem Fall: "Keine Ahnung wo das hinführen mag. Du bist attraktiv und Du bist verführerisch, aber Stand heute halte ich die Wahrscheinlichkeit für existent aber gering, dass wir dauerhaft miteinander zufriedene Lebenspartner sein werden." Du willst mir nicht wirklich raten, dass ich das so kommunizieren soll, wenn der Umgang miteinander in eine intimere Richtung driftet, oder? Man stelle sich das mal bildlich vor... Ein schöner gemeinsamer Tag neigt sich dem Ende zu, man ist entspannt, gelöst, berührt einander, lehnt sich aneinander an, dann hält man sich im Arm, und dann: "Äh, ich müsste da vorher nochmal eine Kleinigkeit erwähnen..." :verwirrt:
Ich mag Deine Vorstellungskraft :shylove: Aber wie gesagt, es ging um Infos, die sie für ihre Entscheidungsfindung braucht. Und ob sie die braucht, erkennst Du für gewöhnlich daran, dass sie fragt. Oder, wie Frauen das so gern tun, dezente Anspielungen macht ("nächste Woche ist Opas Geburtstag, da könnten wir doch zusammen hingehen") und ein "eeeehhh" als begeisterte Zustimmung wertet ;)

Also nein, Du musst ihr ohne Anlass nicht proaktiv alle vielleicht relevanten Infos vorab zukommen lassen. Auch kein DickPic und keine Abstammungsurkunde.

Du bist ein anständiger Mensch - ich bin überzeugt, dass Du wirklich kritische Fakten schon ansprechen würdest (feste Freundin, Geschlechtskrankheit, morgiger Umzug nach Timbuktu, etc.) Aber Dinge, die sich noch in der Entwicklung befinden, kann man auch gern erstmal sich entwickeln lassen.
Bzw. bei der Kommunikation die Wahrscheinlichkeiten weglassen und nur die aktuelle Unsicherheit bezüglich des Ziels des ganzen erwähnen?
Wenn das Thema "was ist das eigentlich mit uns" mal aufkommt, kannst Du gern diese Unsicherheit erwähnen. Ansonsten wäre es nur eine Verkündung des "Standardwertes". Denn vor dem ersten Sex ist doch so gut wie niemand sicher, ob das Ganze hält, bis dass der Tod euch scheidet. Manche sind das nach einem Jahr noch nicht.
Denn: Wenn ich selber dabei bin, mein Herz an eine Frau zu verlieren, dass weiß ich nur zu genau, dass ich mich an JEDEN noch so kleinen Strohalm der Hoffnung klammere, den sie mir hinhält. :yes: Ich WILL dann einfach daran glauben, dass sie sich irgendwann doch noch in mich verliebt. Und bis dahin bin ich ihr weiterhin nah, bekomme sozusagen meine "Oxytocin-Droge". Vermutlich vermischt mit ständigen kleinen Enttäuschungen, weil eben leider die gegenseitige Verliebtheit fehlt. Aber das war ja so von Anfang an kommuniziert. Wie lange soll das so gehen? Je länger es anhält, desto größer dürfte das Leid werden. Soll man das da überhaupt erst anfangen?
Gegenfrage: würdest Du wollen, dass Dir die Frau die Entscheidung abnimmt? Also den Kontakt abbricht und Dir jede Chance nimmt - die, dass sich doch noch was entwickelt, und auch die, selbst herauszufinden, dass sie nicht Mrs.Perfect ist?
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 13:24
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11
Andererseits möchte man den (...) Wunsch der Frau (...) respektieren.
Ein bisschen mehr Respekt vor der Frau (...) könntest Du ruhig zeigen.
Wenn man das mit der Entscheidungsfähigkeit mal außer acht lässt: Findest Du echt, dass ich die Frau nicht respektiere, wenn ich mir Gedanken über ihre Wünsche und Gefühle mache?
Ich hab das mit der Entscheidungsfähigkeit zwar geschrieben, weil ich es gerade NICHT außer Acht lassen will, aber sei's drum:

Dir Gedanken über die Wünsche und Gefühle der Frau machen, ist natürlich nicht respektlos. Anzunehmen, dass Du diese kennst, ohne sie zu fragen, ist schon etwas respektloser. Und dann Entscheidungen für sie zu treffen ist m.E. schon ausgesprochen respektlos.

Mal ein anschauliches Beispiel: Du triffst Dich mit einer recht voluminösen Frau zu einem Restaurantbesuch. Ausgehend von ihrem Schnaufen auf der Treppe und ihrer Klage, dass es nicht so leicht ist, passende Kleidung in ihrer Größe zu finden, nimmst Du an, dass sie gern etwas leichter wäre. Ihr findet einen schönen Tisch, der Ober bringt die Karte, und Du sagst ihm freundlich "Für mich bitte das Wiener Schnitzel und ein Bier, und für die Dame den Salat ohne Dressing und ein Wasser."

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von samoht » Montag 12. August 2019, 23:06

Was Gehalt oder Beruf des Partners angeht, kommts für mich auch darauf an, wie viel ich selbst verdiene. Wenn ich selbst einen Haufen Kohle habe, ist mir relativ egal, was mein Partner verdient (es sei denn, ich habe das Gefühl, er nutzt das aus und macht sich auf meine Kosten einen faulen Lenz)...
[/quote]

...eine interessante Sichtweise. Ehrlich gesagt wäre es bei mir vielleicht eher andersrum. Meine "potenzielle" Frau sollte vielleicht nicht unbedingt mehr verdienen als ich;) Ob sie dagegen größer ist als ich wäre mir egal

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von NeC » Dienstag 13. August 2019, 01:45

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 23:01
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 22:25
Denn: Wenn ich selber dabei bin, mein Herz an eine Frau zu verlieren, dass weiß ich nur zu genau, dass ich mich an JEDEN noch so kleinen Strohalm der Hoffnung klammere, den sie mir hinhält. :yes: Ich WILL dann einfach daran glauben, dass sie sich irgendwann doch noch in mich verliebt. Und bis dahin bin ich ihr weiterhin nah, bekomme sozusagen meine "Oxytocin-Droge". Vermutlich vermischt mit ständigen kleinen Enttäuschungen, weil eben leider die gegenseitige Verliebtheit fehlt. Aber das war ja so von Anfang an kommuniziert. Wie lange soll das so gehen? Je länger es anhält, desto größer dürfte das Leid werden. Soll man das da überhaupt erst anfangen?
Gegenfrage: würdest Du wollen, dass Dir die Frau die Entscheidung abnimmt? Also den Kontakt abbricht und Dir jede Chance nimmt - die, dass sich doch noch was entwickelt, und auch die, selbst herauszufinden, dass sie nicht Mrs.Perfect ist?
Gute Frage, die sich nicht so eindeutig beantworten lässt.

Da ich "head in the clouds" bin, fände ich es schon gut, wenn sie diesen Zustand in ihrer Bewertung der Situation einfließen lässt. Ich finde nicht, dass das automatisch bedeutet, Entscheidungen für mich zu treffen. Wohl aber welche für uns.

Ich fände (und finde - das gab/gibt es nämlich schon) gut, wenn sie meine hormonbedingte temporäre Entscheidungsschwäche nicht zu ihrem Vorteil ausnutzt. D.h. konkret mir keine neuen Hoffnungen macht, obwohl ich selber in dem Zustand dazu neige, in fast allem Hoffnung zu sehen.

Den Kontakt von ihrer Seite aus als vorbeugende Schutzmaßnahme für mich gleich ganz abbrechen fände ich dagegen weniger gut. Das empfinde ich tatsächlich als meine Aufgabe, zu erkennen, ob ich das brauche, um damit abzuschließen, und wieder offen für neue Partner zu werden. Und genau wie Du sagst wäre es schön, wenn ich nicht nur hinnehme, sondern verstehe, warum sie glaubt, dass wir besser kein Paar sind. Und vielleicht auch, dass sie nicht so toll ist wie ich dachte. Da gibt es ja das schön-augenzwinkernde Liedchen "I Help You Hate Me" von Sunrise Avenue. :mrgreen:

Ich sehe aber auch, dass das finden der Balance zwischen keine Hoffnungen machen und den Kontakt halten einem Eiertanz gleicht. Daher fände ich es auch verständlich, wenn sie lieber doch den Kontakt ganz abbricht. Im Zweifelsfall ist eine jahrelange Blockade fataler als kurzfristiger Kummer.
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 23:01
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 22:25
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 13:24

Ein bisschen mehr Respekt vor der Frau (...) könntest Du ruhig zeigen.
Wenn man das mit der Entscheidungsfähigkeit mal außer acht lässt: Findest Du echt, dass ich die Frau nicht respektiere, wenn ich mir Gedanken über ihre Wünsche und Gefühle mache?
Ich hab das mit der Entscheidungsfähigkeit zwar geschrieben, weil ich es gerade NICHT außer Acht lassen will, aber sei's drum:

Dir Gedanken über die Wünsche und Gefühle der Frau machen, ist natürlich nicht respektlos. Anzunehmen, dass Du diese kennst, ohne sie zu fragen, ist schon etwas respektloser. Und dann Entscheidungen für sie zu treffen ist m.E. schon ausgesprochen respektlos.
Hm. Beim vermuten der Wünsche und Gefühle bin ich bei Dir. Das ist für sich allein genommen schon ein wenig überheblich. Andererseits bin ich auf der sichereren Seite, wenn ich davon ausgehe, dass sie emotional mehr involviert ist als ich. Falls ich da falsch liege, müsste man ja davon ausgehen, dass die Intensivierung der Intimität in eine Affäre oder einen ONS münden soll. Und das ist beides nichts, was ich von vornherein anstrebe. So schön die Nähe auch sein kann - eigentlich wünsche ich mir ja auch eine Lebenspartnerin.

Und die Entscheidungen treffe ich in meinen Augen nicht für sie, sondern für uns (siehe oben). In Deinem Beispiel würde ich z.B. versuchen, Situationen zu meiden, bei denen man essenstechnisch schnell schwach wird. Z.B. nicht ständig Süßigkeiten oder Eiscreme im Haus haben. Ihr in der gemeinsamen Zeit keine Steine in den Weg legen, falls sie etwas leichter werden möchte. Das hat übrigens umgekehrt meine Ex-Freundin mit mir auch so gemacht, und ich fand das angenehm und fürsorglich, und überhaupt nicht negativ-bevormundend.

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Tania » Dienstag 13. August 2019, 08:16

NeC hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 01:45

Ich sehe aber auch, dass das finden der Balance zwischen keine Hoffnungen machen und den Kontakt halten einem Eiertanz gleicht.
Ja, es ist ein bisschen schwierig, einem Menschen keine Hoffnungen zu machen, der jede Kurznachricht als Hoffnungsschimmer ansieht, und dabei den Kontakt zu halten ;)
Daher fände ich es auch verständlich, wenn sie lieber doch den Kontakt ganz abbricht. Im Zweifelsfall ist eine jahrelange Blockade fataler als kurzfristiger Kummer.
Wem steht es zu, über letzteres zu entscheiden - Dir oder Deiner Traumfrau?

Ich weiß für mich, dass es mir besser tut, mich in meinem eigenen Tempo aus einer perspektivlosen Verliebtheit zu lösen. Lieber ein langsamer (wenngleich schmerzvoller) Abstieg, als ein schneller Crash von Wolke5 direkt auf den Boden. Und ich kann das zu einem mir passenden Zeitpunkt durchziehen. Da meine Einschätzung, was ein für mich passender Zeitpunkt ist, sich für gewöhnlich heftig von der Einschätzung anderer Menschen unterscheidet (selbst wenn diese alle relevanten Infos haben), ist es recht unwahrscheinlich, dass ein Mann in einem wirklich passenden Moment Schluss macht. Okay, manch einer war nahe dran .... das nennt man dann wohl "einvernehmliche Trennung" ;).

Keine Frage - wenn es jemand für sich besser findet, den Kontakt abrupt abzubrechen, ist das völlig okay und ich komm auch damit klar. Aber wenn ich herausfinden sollte, dass er das Ganze noch gut und gern paar Monate hätte locker weiterlaufen lassen können, und nur "zu meinem Besten" gehandelt hat, dann .... :nudelholz:
Andererseits bin ich auf der sichereren Seite, wenn ich davon ausgehe, dass sie emotional mehr involviert ist als ich. Falls ich da falsch liege, müsste man ja davon ausgehen, dass die Intensivierung der Intimität in eine Affäre oder einen ONS münden soll. Und das ist beides nichts, was ich von vornherein anstrebe. So schön die Nähe auch sein kann - eigentlich wünsche ich mir ja auch eine Lebenspartnerin.
Das ist jetzt männliche Logik, nicht? ;) Du fühlst Dich sicherer, wenn Du davon ausgehst, dass sie verliebter in Dich ist als umgekehrt, weil Du mehr als einen ONS/Affäre anstrebst - möchtest aber gleichzeitig nicht, dass sie wegen einseitiger Gefühle leidet? Ja, was denn nun :gruebel:
In Deinem Beispiel würde ich z.B. versuchen, Situationen zu meiden, bei denen man essenstechnisch schnell schwach wird. Z.B. nicht ständig Süßigkeiten oder Eiscreme im Haus haben. Ihr in der gemeinsamen Zeit keine Steine in den Weg legen, falls sie etwas leichter werden möchte. Das hat übrigens umgekehrt meine Ex-Freundin mit mir auch so gemacht, und ich fand das angenehm und fürsorglich, und überhaupt nicht negativ-bevormundend.
War Deine Freundin über Deinen Wunsch, Dein Gewicht zu reduzieren, informiert, oder hat sie nach einem Blick auf Dein Bäuchlein zu eurem Besten die Süßigkeiten verbannt?

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von NeC » Dienstag 13. August 2019, 10:13

Tania hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 08:16
Wem steht es zu, über letzteres zu entscheiden - Dir oder Deiner Traumfrau?
Beiden natürlich. Es ist ja wieder eine Entscheidung, die uns beide betrifft, und nicht nur einen alleine.

Wenn ich so meine vergangenen Erlebnisse Revue passieren lasse, dann war für mich ein "fremdgesteuerter" Stopp immer dann gut, wenn wir noch in der Kennenlern-Phase waren und sich noch nicht wirklich tiefe Gefühle entwickelt hatten. Nach längerem kennenlernen, und wenn ich bereits meine "Verliebens-Handbremse" gelöst hatte - also bereits aufgrund gutem Gefühls und entsprechenden Rückmeldungen von ihr komplett auf eine Partnerschaft zugesteuert bin (oder wir sogar eine hatten), ist wie bei Dir ein Abstand gewinnen im eigenen Tempo besser für mich.
Tania hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 08:16
Andererseits bin ich auf der sichereren Seite, wenn ich davon ausgehe, dass sie emotional mehr involviert ist als ich. Falls ich da falsch liege, müsste man ja davon ausgehen, dass die Intensivierung der Intimität in eine Affäre oder einen ONS münden soll. Und das ist beides nichts, was ich von vornherein anstrebe. So schön die Nähe auch sein kann - eigentlich wünsche ich mir ja auch eine Lebenspartnerin.
Das ist jetzt männliche Logik, nicht? ;) Du fühlst Dich sicherer, wenn Du davon ausgehst, dass sie verliebter in Dich ist als umgekehrt, weil Du mehr als einen ONS/Affäre anstrebst - möchtest aber gleichzeitig nicht, dass sie wegen einseitiger Gefühle leidet? Ja, was denn nun :gruebel:
Oh, war das so verwirrend? Hier nochmal aufgedröselt:

Wir sind in einer Kennenlern-Situation. Ich finde sie attraktiv und liebenswert, habe aber schon gemerkt, dass es da Differenzen und Unterschiede gibt, die eine partnerschaftliche Beziehung problematisch werden lassen würden. Jetzt intensiviert sie von sich aus die Nähe. Ich mag vermuten, warum, aber ich weiß natürlich nichts sicher. Es könnte sein, dass sie

1.) Emotional involviert ist, und den nächsten Schritt macht, oder
2.) erstmal nur ganz locker die Nähe genießt und vielleicht offen für ONS/Affäre wäre.

Ich habe jetzt auch zwei Optionen:

a.) Einfach mitmachen, die Nähe genießen, und locker mal schauen, wohin das führt
b.) Aufgrund meines noch fehlenden Beziehungswunsches mit ihr, und weil ich keine ONS/Affäre anstrebe: abbrechen.

Schlimm sind nun Kombinationen, die Ihr Leid fördern, allen voran 1a. Kombination 1b ist auch doof, aber da wir uns in einer frühen Kennenlern-Phase befinden, ist sie meiner Erfahrung nach (siehe oben) das kleinere Übel. Daher fühle ich mich mit meiner Handlungsoption (b) sicherer, weil ich da auch bei Fehlinterpretation ihrer Gefühle weniger Leid erzeuge. Das hat natürlich den Preis, dass Kombination 2a damit verhindert wird.

Tania hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 08:16
War Deine Freundin über Deinen Wunsch, Dein Gewicht zu reduzieren, informiert, oder hat sie nach einem Blick auf Dein Bäuchlein zu eurem Besten die Süßigkeiten verbannt?
Später war sie natürlich Informiert und hat besonders drauf geachtet. Aber auch vorher hat sie solche Situationen durchaus vermieden. Eben aus Fürsorge. Sie hat eben auch ohne explizite Information vermutlich aus meinem Verhalten richtig vermutet, dass es mir mit den vielen Kilos nicht so wirklich gefällt, und ich gern leichter sein würde. Und es mir leicht gemacht, mich auch weniger bewusst entsprechend zu verhalten.

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Polarfuchs » Dienstag 13. August 2019, 10:36

NeC hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 10:13
Tania hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 08:16
Wem steht es zu, über letzteres zu entscheiden - Dir oder Deiner Traumfrau?
Beiden natürlich. Es ist ja wieder eine Entscheidung, die uns beide betrifft, und nicht nur einen alleine.

Wenn ich so meine vergangenen Erlebnisse Revue passieren lasse, dann war für mich ein "fremdgesteuerter" Stopp immer dann gut, wenn wir noch in der Kennenlern-Phase waren und sich noch nicht wirklich tiefe Gefühle entwickelt hatten. Nach längerem kennenlernen, und wenn ich bereits meine "Verliebens-Handbremse" gelöst hatte - also bereits aufgrund gutem Gefühls und entsprechenden Rückmeldungen von ihr komplett auf eine Partnerschaft zugesteuert bin (oder wir sogar eine hatten), ist wie bei Dir ein Abstand gewinnen im eigenen Tempo besser für mich.
Tania hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 08:16
Andererseits bin ich auf der sichereren Seite, wenn ich davon ausgehe, dass sie emotional mehr involviert ist als ich. Falls ich da falsch liege, müsste man ja davon ausgehen, dass die Intensivierung der Intimität in eine Affäre oder einen ONS münden soll. Und das ist beides nichts, was ich von vornherein anstrebe. So schön die Nähe auch sein kann - eigentlich wünsche ich mir ja auch eine Lebenspartnerin.
Das ist jetzt männliche Logik, nicht? ;) Du fühlst Dich sicherer, wenn Du davon ausgehst, dass sie verliebter in Dich ist als umgekehrt, weil Du mehr als einen ONS/Affäre anstrebst - möchtest aber gleichzeitig nicht, dass sie wegen einseitiger Gefühle leidet? Ja, was denn nun :gruebel:
Oh, war das so verwirrend? Hier nochmal aufgedröselt:

Wir sind in einer Kennenlern-Situation. Ich finde sie attraktiv und liebenswert, habe aber schon gemerkt, dass es da Differenzen und Unterschiede gibt, die eine partnerschaftliche Beziehung problematisch werden lassen würden. Jetzt intensiviert sie von sich aus die Nähe. Ich mag vermuten, warum, aber ich weiß natürlich nichts sicher. Es könnte sein, dass sie

1.) Emotional involviert ist, und den nächsten Schritt macht, oder
2.) erstmal nur ganz locker die Nähe genießt und vielleicht offen für ONS/Affäre wäre.

Ich habe jetzt auch zwei Optionen:

a.) Einfach mitmachen, die Nähe genießen, und locker mal schauen, wohin das führt
b.) Aufgrund meines noch fehlenden Beziehungswunsches mit ihr, und weil ich keine ONS/Affäre anstrebe: abbrechen.

Schlimm sind nun Kombinationen, die Ihr Leid fördern, allen voran 1a. Kombination 1b ist auch doof, aber da wir uns in einer frühen Kennenlern-Phase befinden, ist sie meiner Erfahrung nach (siehe oben) das kleinere Übel. Daher fühle ich mich mit meiner Handlungsoption (b) sicherer, weil ich da auch bei Fehlinterpretation ihrer Gefühle weniger Leid erzeuge. Das hat natürlich den Preis, dass Kombination 2a damit verhindert wird.

Tania hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 08:16
War Deine Freundin über Deinen Wunsch, Dein Gewicht zu reduzieren, informiert, oder hat sie nach einem Blick auf Dein Bäuchlein zu eurem Besten die Süßigkeiten verbannt?
Später war sie natürlich Informiert und hat besonders drauf geachtet. Aber auch vorher hat sie solche Situationen durchaus vermieden. Eben aus Fürsorge. Sie hat eben auch ohne explizite Information vermutlich aus meinem Verhalten richtig vermutet, dass es mir mit den vielen Kilos nicht so wirklich gefällt, und ich gern leichter sein würde. Und es mir leicht gemacht, mich auch weniger bewusst entsprechend zu verhalten.
Alles vorher zu durchdenken halte ich für schwierig, da niemand von beiden weiss, wohin die Reise geht.
Du bist nicht für das Leid der Frau zuständig, da die Frau für sich selbst zuständig ist. Sie ist erwachsen und sollte mit solchen unklaren Situation umgehen können. Frauen sind keine Porzellanpuppen und brauchen nicht mit Samthandschuhen angefasst zu werden.

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von bettaweib » Dienstag 13. August 2019, 10:40

NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11


Also dann vielleicht lieber erst mal an bettaweibs Vorschlag halten und mal machen statt zu denken? Bzw. bei der Kommunikation die Wahrscheinlichkeiten weglassen und nur die aktuelle Unsicherheit bezüglich des Ziels des ganzen erwähnen?

Aber sich so zu verhalten wäre genau das, was (sofern ich das verstanden habe) von vielen Frauen den bösen Verführer-Männern angelastet wird. Und das nicht zu unrecht, wie ich hinzufügen darf! Denn: Wenn ich selber dabei bin, mein Herz an eine Frau zu verlieren, dass weiß ich nur zu genau, dass ich mich an JEDEN noch so kleinen Strohalm der Hoffnung klammere, den sie mir hinhält. :yes: Ich WILL dann einfach daran glauben, dass sie sich irgendwann doch noch in mich verliebt. Und bis dahin bin ich ihr weiterhin nah, bekomme sozusagen meine "Oxytocin-Droge". Vermutlich vermischt mit ständigen kleinen Enttäuschungen, weil eben leider die gegenseitige Verliebtheit fehlt. Aber das war ja so von Anfang an kommuniziert. Wie lange soll das so gehen? Je länger es anhält, desto größer dürfte das Leid werden. Soll man das da überhaupt erst anfangen?
Anfangen ja, wenn man Lust hat. Aber mit der Gefahr im Nacken, dass es mit Schmerzen endet.

Ein paar Nächte sind oft noch ohne Schmerzen, aber mit viel Lust. Dann beginnt die heiße Phase. Ich riskiere Herzschmerz. Ja, man hofft natürlich, das auch die andere Person sich verliebt. Aber wahrscheinlich ist das nicht, wenn vorher kommuniziert wurde, dass man keine Beziehung will. Wobei Frauen sich da eher noch verändern können, als Männer. Wir verlieben uns schneller.

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen....man weiß nie was man kriegt.



NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11
Wenn man das mit der Entscheidungsfähigkeit mal außer acht lässt: Findest Du echt, dass ich die Frau nicht respektiere, wenn ich mir Gedanken über ihre Wünsche und Gefühle mache?
Ich finde es toll, das du dir darüber Gedanken machst!
Das Problem ist nur, das du dabei zuviel denkst. Da bist du noch am Grübeln...und schon ist die Frau auch wieder weg. Zu lange gebrübelt......
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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von NeC » Dienstag 13. August 2019, 10:54

bettaweib hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 10:40
Ich finde es toll, das du dir darüber Gedanken machst!
Das Problem ist nur, das du dabei zuviel denkst. Da bist du noch am Grübeln...und schon ist die Frau auch wieder weg. Zu lange gebrübelt......
Mir ist immer wichtig, dass ich verstehe, warum die Menschen das tun was sie tun. Manchmal ist das nicht so offensichtlich, und man muss darüber nachdenken und sich mit anderen austauschen. Ich denke, das bringt einen weiter.

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Tania » Dienstag 13. August 2019, 10:57

@NeC: danke für die Erklärung :) Ich glaub jetzt versteh ich langsam, was Dich motiviert.
Polarfuchs hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 10:36
Du bist nicht für das Leid der Frau zuständig, da die Frau für sich selbst zuständig ist. Sie ist erwachsen und sollte mit solchen unklaren Situation umgehen können. Frauen sind keine Porzellanpuppen und brauchen nicht mit Samthandschuhen angefasst zu werden.
Das empfindest Du so, und ich auch. Aber es gibt natürlich auch Frauen, die es genießen, mit Samthandschuhen angefasst zu werden - und Männer, die das Bedürfnis haben, das zu tun. Wenn sich da kompatible Seelen finden, ist alles fein.

Ich mach das umgekehrt übrigens auch gern - also meinen Partner mit Samthandschuhen anfassen, ihm möglichst viele eventuelle Belastungen ersparen, etc. Nur ist er dann natürlich auch nicht darauf vorbereitet, mich mal aufzufangen, wenn ich ins Straucheln gerate. Aber ich arbeite daran, Männer wie Männer zu behandeln und nicht wie hilflose Findelkätzchen. Auch wenn sie noch so süß sind :shylove:

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And miles to go before I sleep,
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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von Milkman » Dienstag 13. August 2019, 11:01

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Du musst im Wesentlichen nur das ausloten, was Du wissen musst, um über Annahme oder Ablehnung ihrer Anfrage zu entscheiden. Wenn es Dir IN DIESEM MOMENT wichtig ist, ob sie IN DIESEM MOMENT ernste Absichten verfolgt, frag sie. Wenn nicht, sag "Ja, gern" und lass den Rest auf Dich zukommen.
Sollte ich je in diese Situation kommen - versuche ich das Gedankenkarrussell beiseite zu schieben und mich deiner Worte zu erinnern.
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Und Du glaubst, dass eine Frau nicht selbst entscheiden kann, welchem Verletzungsrisiko sie sich aussetzen möchte?
Ehrlich? Nein, das glaube ich nicht - weil sie im Regelfall nicht weiß, wie groß das Risiko ist und wie sehr sie vielleicht verletzt wird. Du kannst das für dich super einschätzen, du weißt, welche Resultate für dich zu erwarten sind, und dass sie verkraftbar sind (</s>wobei Tränen, wenn auch nur kurz, immer sch***e sind, zeigen sie doch, dass da ein ganz sensibler Punkt getroffen wurde).

Aber nicht jede Frau kann das und will sich in dem Moment vielleicht auch gar keine Gedanken machen. Katzenjammer kommt hinterher. Und ggf. Vorwürfe an mich als den Mann - das geht mit dem los, was Reinhard weiter oben beschrieben hat ("es ist halt passiert, eigentlich wollte ich ja gar nicht...").
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Ich würde es als ziemlich anmaßend empfinden, wenn jemand ohne mich zu fragen die Verantwortung für meine Gefühle übernehmen würde. Wenn, dann gibt es die nur im Tausch.
Bei dir ja. Anderswo bekommt man die Verantwortung ungefragt aufgedrückt. Anders kann ich mir nicht erklären, dass Schmerzensbekundungen oft auch mit einem anklagenden Zeigefinger ans Gegenüber verknüpft sind (nicht nur hier im Forum, sowas habe ich auch des öfteren im RL mitbekommen).
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Es gibt in dem Spiel nun mal keine Garantien. Wer kein Risiko eingehen will, darf es nicht spielen.
Das ist wohl wirklich so.
Ob ich noch mal den Einsatz zusammenbringe, um überhaupt an den Spieltisch gelassen zu werden?
Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:31
Du kannst für Dich entscheiden, ob Du es eingehen willst - aber bitte entscheide nicht für Deine potentielle Partnerin. Sag ihr, wie die Risikofaktoren aus Deiner Sicht aussehen - und dann vertrau drauf, dass sie für sich die richtige Wahl trifft.
Ich werde es versuchen - und kann nur hoffen, dass auch sie dieses Vertrauen in sich selbst hat. Voraussetzen kann man das nicht, das ist klar.
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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von NeC » Dienstag 13. August 2019, 11:10

bettaweib hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 10:40
NeC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:11
Also dann vielleicht lieber erst mal an bettaweibs Vorschlag halten und mal machen statt zu denken?
(...)
Vermutlich vermischt mit ständigen kleinen Enttäuschungen, weil eben leider die gegenseitige Verliebtheit fehlt. Aber das war ja so von Anfang an kommuniziert. Wie lange soll das so gehen? Je länger es anhält, desto größer dürfte das Leid werden. Soll man das da überhaupt erst anfangen?
Anfangen ja, wenn man Lust hat. Aber mit der Gefahr im Nacken, dass es mit Schmerzen endet.
Da auch Tania ja in diese Richtung argumentiert, komme ich langsam zu dem Schluss, dass ich von den vielen resignierten Berichten von Frauen, die sich über die Typen beklagen, die sie fallen lassen, nachdem sie mal mit ihr im Bett waren, wohl irgendwie in eine falsche Richtung beeinflusst worden bin. Eigentlich war mir immer wichtig, nicht womöglich in genau so ein Verhalten zu verfallen. Nicht mit Vorsatz von vornherein nur ins Bett bekommen natürlich, aber der Unterschied sieht für die Frau ja gering aus, wenn man(n) sich auch nach durchkuschelten Nächten nicht verliebt. Und es ist für den Mann verdammt einfach zu sagen: "ich hätte mich ja auch verlieben können".
Hier scheint der Konsens zu sein, dass es doch genau so richtig ist. :verwirrt:

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Re: Ansprüche an potenzielle Partner

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 13. August 2019, 12:15

Entdecker90 hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 22:36
Du möchtest also Sex ohne grosse emotionale Nähe, aber gleichzeitig keine Professionelle in Anspruch nehmen, habe ich dich richtig verstanden? Ich vermute, dass dies sehr schwierig ist, denn viele Männer möchten ja Gelegenheitssex ohne Beziehung... Damit möchtest du etwas, was viele Männer wollen -> viel Konkurrenz -> und laut deinen Aussagen hast du in Bezug auf dein Aussehen Nachteile -> das Aussehen dürfte indes bei sexuellen Beziehungen ohne anderweitige emotionale Nähe wichtig sein.

Ich kann deinen Wunsch schon nachvollziehen und finde es gut, dass du ihn äusserst, und kein Versteckspiel machst. Ich befürchte einfach, dass sich dein Wunsch sehr schwer erfüllen lässt.
Ja, ich suche was, was viele andere Männer auch suchen, aber nur sehr wenig Frauen anbieten. Da ist die Konkurrenz leider riesig. Zu groß, um als einer der untersten 5 % zum Zuge zu kommen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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