Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

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Talbot
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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Talbot » Sonntag 18. August 2019, 12:31

Brax hat geschrieben:
Samstag 17. August 2019, 20:09
Das ist jetzt schnell genug?
Mir ging es dabei keinesfalls nur um ONS´s oder ähnliches, daher kann das durchaus schnell genug sein.
Brax hat geschrieben:
Samstag 17. August 2019, 20:09
Wie lange ist denn "in der Anbahnungsphase, wenn man sich ein bisschen kennengelernt hat"? Meiner Meinung nach kenne ich jemanden nach zwei bis drei Treffen noch nicht, also wäre das später. Aber das ist ja offenbar für viele zu spät.
Kommt halt drauf an von wie vielen Treffen/Dates wir hier reden und ob da eine Entwicklung erkennbar ist.
Und ja, natürlich kennt man sich nach zwei bis drei Treffen noch nicht richtig, aber für mich reicht das durchaus aus um zu sehen/erkennen ob die Frau mir sympathisch ist und ich es angenehm finde mit ihr Zeit zu verbringen.
Und das in Kombination damit, dass ich sie attraktiv finde sorgt bei mir auf jeden Fall von alleine schon dafür, dass ich ihr körperlich näher kommen will und Lust auf Sex mit ihr kriege.
Was nicht heißt, dass es jetzt direkt beim zweiten oder dritten Date zum Sex kommen muss, aber je nachdem wie die Anbahnung sonst so läuft sollte da schon eine gewisse Entwicklung der körperlichen Annäherung erkennbar sein.
Und was noch wichtiger ist ist, dass klar ist, dass Sex noch zur Phase des Kennenlernens gehört und nicht irgendetwas ist, was man erst innerhalb einer Beziehung hat.
Auf eine genaue Anzahl von Dates könnte ich es jetzt überhaupt nicht runterbrechen, denn das wäre für mich auch kein wirkliches Indiz dafür.
Eher die Einstellung mit der die Frau an das ganze rangeht/die sie gegenüber Sex an sich hat.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Talbot » Sonntag 18. August 2019, 12:41

grenouille hat geschrieben:
Samstag 17. August 2019, 21:04
Auch als HC hatte ich zumindest ich jetzt keine "überromantisierten" Vorstellungen. Glaube nicht, dass viele Sex als "Geschenk" an ihren Partner ansehen und dass für nicht so Erfahrene Sex automatisch einen niedrigen Stellenwert in einer Beziehung hätte.
Dass es auf alle HC-Abinen zutrifft habe ich ja auch nie behauptet.
Aber anscheinend auf genügend als dass es mir entsprechend aufgefallen wäre und dadurch den entsprechenden Eindruck bei mir hinterlassen hätte.
Andere mögen das anders wahrnehmen, aber ich spreche hier ja gerade auch nur für mich und meine Wahrnehmung.
Und gerade wenn ich mir angucke bei wie vielen HC-Abinen die einzige valide Reihenfolge Beziehung-->Sex ist scheint mir da Sex keine so großen Stellenwert innerhalb der Beziehung zu haben.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 18. August 2019, 12:46

Talbot hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:31
Und was noch wichtiger ist ist, dass klar ist, dass Sex noch zur Phase des Kennenlernens gehört und nicht irgendetwas ist, was man erst innerhalb einer Beziehung hat.
Für wen klar? :gruebel: Oder bezog sich das jetzt nur auf die spezifische persönliche Situation, die du mit Brax diskutiert hast? Ich finds nur etwas verwirrend, wenn du von "man" schreibst.
Talbot hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:41
Und gerade wenn ich mir angucke bei wie vielen HC-Abinen die einzige valide Reihenfolge Beziehung-->Sex ist scheint mir da Sex keine so großen Stellenwert innerhalb der Beziehung zu haben.
Vielleicht gibt es ja unter Abinen einfach nur überdurchschnittlich viele Demisexuelle?
Woher nimmst du denn die Ansicht mit dem Stellenwert in der Beziehung? Abinen -- daher der Name -- waren ja noch nie in einer Beziehung. :gruebel:
"I never asked for this."

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Talbot » Sonntag 18. August 2019, 12:54

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:46
Für wen klar? :gruebel: Oder bezog sich das jetzt nur auf die spezifische persönliche Situation, die du mit Brax diskutiert hast? Ich finds nur etwas verwirrend, wenn du von "man" schreibst.
Für mich und sie bei dieser Anbahnung.
Es bezog sich auf die persönliche Situation die ich davor beschrieben habe.
Hätte auch "wir" statt "man" schreiben können.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:46
Vielleicht gibt es ja unter Abinen einfach nur überdurchschnittlich viele Demisexuelle?
Woher nimmst du denn die Ansicht mit dem Stellenwert in der Beziehung? Abinen -- daher der Name -- waren ja noch nie in einer Beziehung. :gruebel:
Weil sie bereit sind die Beziehung anzufangen ohne zu wissen wie es sexuell mit dem Partner läuft.
D.h sie würden wohl auch später über etwaige sexuelle Differenzen und Schwierigkeiten hinwegsehen und sich mit einem eventuell unbefriedigenden/mittelmäßigen Sexleben zufrieden geben.
Oder als Alternative die Beziehung ziemlich schnell wieder beenden, aber dann bräuchte man auch gar nicht erst ne Beziehung anfangen oder?

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 18. August 2019, 13:26

Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 07:10
Du bist extrem 1) - Du willst sex mit eine fast komplett austauschbare frau. Sex und körperlichkeiten sind hauptsache, der person nebensache.
Ich bin exterm 2) Eigentlich interessieren sex und beziehungen mich nicht, aber einmal in sovielen jahren begegne ich eine einzigartige person mt dem ich zusammen sein will und gibt es eine ausnahmezustand. Hauptsache: die einzigartige frau als person und der geistig-emotionale band. Nebensache: sex und weitere körperlichkeiten. In normalzustand will ich weder sex noch beziehung noch kuscheln, aber einmal verliebt will ich mit diese eine frau zusammen sein.
Ja, das sind zwei Extrempositionen, die es beide schwer haben, weil es nur wenig Personen vom anderen Geschlecht gibt, die passen würden bzw. die man mit seinem Verhalten nicht abschreckt. Die meisten Männer werden denken, dass es nichts (mit mehr als Freundschaft) wird, wenn es spätestens nach dem dritten oder vierten Date nicht mehr Körperlichkeiten als Wangenküsse oder Umarmungen gibt. Genau so werden einige Frauen denken, der Mann sei nicht (an mehr als Freundschaft) interessiert oder sehr schüchtern (kommt auch nicht immer gut an) wenn er nur sehr langsam bis gar nicht körperliche Annäherungsversuche macht.
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:00
Ich würde LonesomeCoder nicht pauschal zur ersten Gruppe zählen. Er macht jedenfalls nicht den Eindruck.

Und zwischen beiden Formen gibt es zig Abstufungen.
Was ich will, sind lockere Bettgeschichten. Gern mit dauerhaften Kontakt, nur keine klassische, monogame Beziehung (mit Heirat, Kindern, gemeinsame Wohnung). Am liebsten hätte ich Freundschaft+, danach eine Affäre und danach ONS (also nicht in der Reihenfolge mit einer Frau, sondern von der Priorität her). Ein "zu schnell" bei der körperlichen Annäherung gibt es für mich nicht, aber ich würde mich auch nicht abwenden, wenn es beim ersten Date keinen Sex gibt. Ich müsste nur das Gefühl haben, dass ich mit der Frau früher oder später mal Sex haben könnte (d.h. sie nicht etwa sagte, dass sie sich nur freundschaftlich mit mir treffen will oder sie Anforderungen an einen Partner stellte, die ich nicht erfüllen kann) und es Fortschritte bei der körperlichen Annäherung gibt, die mir zeigen, ich bin auf dem Weg dazu.

@ Akkarin: warum keine Pornos? Sofern man weiß, dass es nur Fiktion ist, sind es für mich Filme wie andere auch.
Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:20
Eros (schnell und ziemlich hormonal; liebe auf den ersten blick)
Storge (langsam und freundschaftbasiert; sex ist eher eine nebensache)
Pragma (rational, emotionen spielen keine große rolle)
Ludus (spielerisch, player, sehr fixiert auf eroberungen und status; das ideal der PUAs)
Agape (selbstaufopfernd, die bedürfnisse des gegenstücks sind wichtiger als die eigene)
Mania (Unsicher, besitzergreifend und eifersüchtig)

Wir tragen elementen von alle stile in uns, aber nur ein stil ist dabei dominant.
Ich bin wohl 70 % Pragma sowie jeweils 15 % Eros und Agape.
Talbot hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:41
Dass es auf alle HC-Abinen zutrifft habe ich ja auch nie behauptet.
Aber anscheinend auf genügend als dass es mir entsprechend aufgefallen wäre und dadurch den entsprechenden Eindruck bei mir hinterlassen hätte.
Andere mögen das anders wahrnehmen, aber ich spreche hier ja gerade auch nur für mich und meine Wahrnehmung.
Und gerade wenn ich mir angucke bei wie vielen HC-Abinen die einzige valide Reihenfolge Beziehung-->Sex ist scheint mir da Sex keine so großen Stellenwert innerhalb der Beziehung zu haben.
Ist mir auch so aufgefallen.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:46
Vielleicht gibt es ja unter Abinen einfach nur überdurchschnittlich viele Demisexuelle?
Könnte auch eine Ursache für AB-tum sein. Zu zögerlich oder generell zu wenig an Sex interessiert und manche Männer verlieren das Interesse.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 18. August 2019, 13:29

Ich sehe sex als beziehungsanfang.
(Im sinne von, nur wann ich mich emotional an der person binden will, kommt sex für mich im frage. So lange als eine person leicht austauschbar ist, gibt es auch keinerlei sex.)

Als liebesstil Storge-Demisexueller ist sex dermassen nebensächlich das es nicht schnell zum trennungsgrund werden könnte.
Mit der partner zusammen sein, und der emotionale intimität und nähe, zärtlichkeit, wären für mich wichtiger als feuerwerk-orgasmen.
Körperlichkeit interessiert mich nur als unterstützung und ergänzung der emotionalität.
Ich vermute sogar das mit meine geliebte kuscheln und neben sie aufwachen mir mehr freude bereiten wird als den eigentlichen sex.
Ich habe da keine hohen ansprüchen.

Nur bei extremere arten der sex (sehr harten und agressiven sex, BDSM, fetischismus, gruppensex, etc) würde ich mich der beziehung nochmal überdenken, weil ich ziemlich stark vermute das das alles nicht mein ding ist.
Zuletzt geändert von Nonkonformist am Sonntag 18. August 2019, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Finnlandfreundin » Sonntag 18. August 2019, 13:50

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 13:26

Was ich will, sind lockere Bettgeschichten. Gern mit dauerhaften Kontakt, nur keine klassische, monogame Beziehung (mit Heirat, Kindern, gemeinsame Wohnung). Am liebsten hätte ich Freundschaft+, danach eine Affäre und danach ONS (also nicht in der Reihenfolge mit einer Frau, sondern von der Priorität her). Ein "zu schnell" bei der körperlichen Annäherung gibt es für mich nicht, aber ich würde mich auch nicht abwenden, wenn es beim ersten Date keinen Sex gibt. Ich müsste nur das Gefühl haben, dass ich mit der Frau früher oder später mal Sex haben könnte (d.h. sie nicht etwa sagte, dass sie sich nur freundschaftlich mit mir treffen will oder sie Anforderungen an einen Partner stellte, die ich nicht erfüllen kann) und es Fortschritte bei der körperlichen Annäherung gibt, die mir zeigen, ich bin auf dem Weg dazu.
Funktioniert das? Bei dir steht HC drin.

Talbot hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:41
Dass es auf alle HC-Abinen zutrifft habe ich ja auch nie behauptet.
Aber anscheinend auf genügend als dass es mir entsprechend aufgefallen wäre und dadurch den entsprechenden Eindruck bei mir hinterlassen hätte.
Andere mögen das anders wahrnehmen, aber ich spreche hier ja gerade auch nur für mich und meine Wahrnehmung.
Und gerade wenn ich mir angucke bei wie vielen HC-Abinen die einzige valide Reihenfolge Beziehung-->Sex ist scheint mir da Sex keine so großen Stellenwert innerhalb der Beziehung zu haben.
Was ich so von anderen gehört habe, auch früher schon, ist es häufig so, dass Mädchen und Frauen ihren ersten Sex innerhalb einer Beziehung haben. Später ändert sich das teilweise. Ich nehme an, weil das eine Situation ist, die man noch nicht kennt und man sich sicher fühlen möchte. Aber wirklich erklären, konnte mir das Keine.
Das sagt allerdings nichts über den Stellenwert von Sex in einer Beziehung aus. Das sieht man erst, wenn es soweit ist.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 13:26
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:46
Vielleicht gibt es ja unter Abinen einfach nur überdurchschnittlich viele Demisexuelle?
Könnte auch eine Ursache für AB-tum sein. Zu zögerlich oder generell zu wenig an Sex interessiert und manche Männer verlieren das Interesse.
Da haben die Männer, wenn nicht schon eine andere Frau parat, aber auch nichts davon, wenn sie schnell das Interesse verlieren. Lieber spät als nie.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Brax » Sonntag 18. August 2019, 13:53

Girassol hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 11:10
Sex ist was, was beiden Spaß machen sollte und es als Geschenk zu sehen klingt für mich, als wenn man hauptsächlich dem anderen zuliebe halt mitmachen würde, damit er sich freut, auch wenn man selbst keine Lust dazu hat und verzichten könnte.
Dann würde ich es eher als Opfer bezeichnen. Warum impliziert denn Geschenk für dich, dass man selbst nicht will? Natürlich sollte man selbst auch wollen.
Ich sehe es als Geschenk, weil es 1) der andere nicht einfordern kann und 2) wenn man es durchaus auch tut, um auch dem anderen damit schöne Gefühle zu geben und nicht nur sich selbst. Denkt man nur an seine eigene Befriedigung dabei halte ich es für kein Geschenk; möchte man, dass es für beide schön wird, dann schon.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Finnlandfreundin » Sonntag 18. August 2019, 14:01

Brax hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 13:53
Girassol hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 11:10
Sex ist was, was beiden Spaß machen sollte und es als Geschenk zu sehen klingt für mich, als wenn man hauptsächlich dem anderen zuliebe halt mitmachen würde, damit er sich freut, auch wenn man selbst keine Lust dazu hat und verzichten könnte.
Dann würde ich es eher als Opfer bezeichnen. Warum impliziert denn Geschenk für dich, dass man selbst nicht will? Natürlich sollte man selbst auch wollen.
Ich sehe es als Geschenk, weil es 1) der andere nicht einfordern kann und 2) wenn man es durchaus auch tut, um auch dem anderen damit schöne Gefühle zu geben und nicht nur sich selbst. Denkt man nur an seine eigene Befriedigung dabei halte ich es für kein Geschenk; möchte man, dass es für beide schön wird, dann schon.
Ich würde es weder als Geschenk noch Opfer bezeichnen, das hat für mich nichts mit Sexualität zu tun.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 18. August 2019, 14:04

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 13:50
Da haben die Männer, wenn nicht schon eine andere Frau parat, aber auch nichts davon, wenn sie schnell das Interesse verlieren. Lieber spät als nie.
Mein problem ist eher das ich viel langsamer bin als meine OdBs.
OdBs - die einzige frauen mit wem ich mir sex/beziehungen wünsche - kommen bei mir in dreijahrentakt.
Meine letzte neue Odb, das war 2011.

Ich vermute bei mehreren meiner OdBs ein anfanginteresse, das sie über die monaten die ich gebraucht habe um mich zu verlieben, wieder verloren haben. Und meist sind in der periode das ich unentschieden war, andere verehrer gekommen.
Es ist mir sogar mehr als einmal passiert, das ich erst gerafft habe das ich verliebt war, in den moment das sie mit jemanden anderen zusammen gekommen ist. (Also liebeskummer an den exakt gleichen moment als mir klar das ich verliebt war.)
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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Kalypso » Sonntag 18. August 2019, 14:41

Übrigens hatten wir eine ähnliche Diskussion über den Stellenwert von Sex bei Abinen schon mal im Thema "Willst du lieber einen sexuell erfahrenen Partner o. ein AB?"

Ich bin mal so frei und zitiere Talbots und meine damalige Unterhaltung mal in diesen Thread, denn ich hatte damals auch erst nicht verstanden, was genau er eigentlich meint.
Kalypso hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 16:50
Talbot hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 16:38
Meinte damit weniger ganz konkrete Beiträge als die allgemeine Richtung, die so erkennbar ist.
Und was diese angeht so habe ich durchaus den Eindruck, dass besonders bei vielen HC-Abinen eine sehr romantisierte/idealisierte Vorstellung von Sex vorherrscht. Also Sex als eine Art Geschenk, dass man einem geliebten Partner macht.
Und somit Sex auch nur in einer (durchaus bereits länger) bestehenden Beziehung und am besten erst, wenn bereits sehr tiefe/innige Gefühle oder sogar Liebe da ist usw.
Teilweise dann auch noch kombiniert mit einer gewissen Verachtung/Missbilligung gegenüber Menschen, die eine lockerere Einstellung zu Sex haben und diesen daher auch einfach so praktizieren, da es ihnen Spaß macht/sie halt geil auf den Gegenüber sind.
Ist sicherlich verallgemeinert und es gibt daher bestimmt auch Ausnahmen davon, aber Beiträge, die eine solche Einstellung durchschimmern lassen liest man hier schon öfters von HC-Abinen.
Was natürlich nicht heißt, dass diese Einstellungen nicht jeder so haben bzw. danach leben kann.
Nur weiß ich halt schon, dass eine solche Einstellung zu mir überhaupt nicht passen würde.
Dann gehts dir aber nicht um die Erfahrung der Frau, sondern um ihre Einstellung zu Sex als solches.

Ich glaube die meisten HC-Abinen haben "Respekt" vor ONS, weil sie da am meisten mit ihrer vermeintlichen Schwäche konfrontiert werden. Bei einem ONS geht es doch vorrangig oder auch nur um Sex, also um etwas wovon eine HC-Abine in der Regel keine Ahnung hat.
Hinzu kommt sicher auch die "Angst" davor dem Mann nicht genügen zu können.
Talbot hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 19:23
Ja, dass mit der Einstellung hatte ich auch so geschrieben.
Wenn die Einstellung passen würde hätte ich mit dem eigentlichen Mangel an Erfahrung überhaupt kein Problem.
Wenn es der von dir angesprochene Respekt bzw. Angst wäre fände ich das jetzt auch nicht so schlimm/problematisch.
Es geht dabei ja nichtmal umbedingt um ONS oder direkten Sex, sondern eher darum, wo man Sex einordnet und welche Bedeutung man Sex zuschreibt.
Und dabei sehe ich halt bei vielen (besonders HC)-Abinen Einstellungen/Vorstellungen, die überhaupt nicht mit meinen übereinstimmen.
Dasselbe gilt sicherlich auch für einige sexuelle erfahrene Frauen, aber der Anteil ist halt ein eher geringer.
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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Finnlandfreundin » Sonntag 18. August 2019, 14:44

Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 14:04
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 13:50
Da haben die Männer, wenn nicht schon eine andere Frau parat, aber auch nichts davon, wenn sie schnell das Interesse verlieren. Lieber spät als nie.
Mein problem ist eher das ich viel langsamer bin als meine OdBs.
OdBs - die einzige frauen mit wem ich mir sex/beziehungen wünsche - kommen bei mir in dreijahrentakt.
Meine letzte neue Odb, das war 2011.

Ich vermute bei mehreren meiner OdBs ein anfanginteresse, das sie über die monaten die ich gebraucht habe um mich zu verlieben, wieder verloren haben. Und meist sind in der periode das ich unentschieden war, andere verehrer gekommen.
Es ist mir sogar mehr als einmal passiert, das ich erst gerafft habe das ich verliebt war, in den moment das sie mit jemanden anderen zusammen gekommen ist. (Also liebeskummer an den exakt gleichen moment als mir klar das ich verliebt war.)
Ich verliebe mich auch nicht so schnell. Zuvor habe ich Interesse den anderen kennenzulernen und fühle mich etwas ihm hingezogen.

Wie lang ist die Spanne bis du dich verliebst? Und wenn ich dich hier in den Beiträgen richtig verstehe, fängst du auch erst da an körperlichen Kontakt herzustellen, also selbst ne Umarmung?

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von NeC » Sonntag 18. August 2019, 15:06

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:13
NeC hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 11:06
Karlsson hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 10:39
Mir ist es ein Rätsel, wieso ständig danach gefragt wird, wie lange man denn single ist...
Die ehrliche Antwort "schon immer" verscheucht all diejenigen sofort, die auf ein beidseitiges, sexuelles Abenteuer aus sind. Wer mit noch offenem Ziel einfach nett flirten wollte, ist ob der unerwarteten Antwort ein wenig vor den Kopf gestoßen und die flirtige Stimmung ist weg. Übrig bleiben wohl nur die, die ernsthaft am Gegenüber interessiert sind, und die es gleichzeitig mit dem Kennen- und ggf. Liebenlernen nicht sehr eilig haben.
Aber Lügen ist auch keine Option, zumal es später eh auffliegt. Glaube nicht, dass der Mann sich dann wohlfühlt, angelogen geworden zu sein.
Ja, das würde ich auch so sehen.

Bei einer direkten Frage bleibt dann ja nur etwas unbestimmtes zu Antworten: "Oh, schon sehr lange!". Falls noch nachgebohrt wird, kann man signalisieren, dass das nicht unbedingt das liebste Gesprächsthema ist, und vielleicht auch etwas in die Offensive gehen: "Du willst es aber genau wissen! Warum ist das denn so eine wichtige Information für Dich?"

Aber auch die schonungslose Ehrlichkeit ist nicht verkehrt. Wie gesagt: Mir hätte sowas im Singlebörsenkontext imponiert! Und die Leute, die es sofort abschreckt, sind vermutlich auch nicht die, die zu Dir passen würden. Lediglich bei den flirtwilligen Männern, die von der überrascht aufgekommenen Ernsthaftigkeit erschreckt wurden und deshalb nichts mehr schrieben, könnten vielleicht noch einige vielversprechnde Kandidaten dabei gewesen sein.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 18. August 2019, 15:07

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 14:44
Ich verliebe mich auch nicht so schnell. Zuvor habe ich Interesse den anderen kennenzulernen und fühle mich etwas ihm hingezogen.

Wie lang ist die Spanne bis du dich verliebst?
Ist recht unterschiedlich.
Ich hatte eine verliebtheit auf den ersten blick, für mich eine krasse ausnahme.
Ich verliebte mich meist in der arbeit und früher in der schule, in frauen die ich auf täglicher basis begegnete.
Während kurze jobs in fremden städte (ich bin freiberuflicher künstler) verliebte ich mich relativ schnell.
Für mich bedeutet das etwa zwei monate.
Gibt es da kein tickenden uhr, dann verliebe ich mich langsamer.
Da ist ein halbes jahr eher den durchschnitt.
Aber es hat auch mal länger gedauert.
Für eine meiner Mega-OdBs habe ich fast anderthalb jahre gebraucht, für meine letzte Mega-OdB mehr als zehn jahre, in beiden fälle bei null anfangsinteresse meinerseits. (Die letzte Mega-OdB hat mir am anfang auf kinodates gefragt, aber ich hatte da nicht mehr als eine freundschafliche interesse, und verliebte mich erst jahre später.)
Desto länger ich zum verlieben brauche, desto tiefer, und desto länger den liebeskummer.
(Ausnahme meine einzige Liebe auf den ersten blick, sie war auch eine Mega-OdB - davon hatte ich insgesammt vier, in etwa zehnjahrentakt.)
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 14:44
Und wenn ich dich hier in den Beiträgen richtig verstehe, fängst du auch erst da an körperlichen Kontakt herzustellen, also selbst ne Umarmung?
Hugs gibt es bei mir auch freundschaftlich.
Kuscheln und mehr erst ab den moment das ich verliebt bin.
Passiv lass ich sachen zu wie gearmd über die straße, wann die frau dazu die initiative nimmt.
Dafür muß aber bereits ein freundschaft da sein, sonnst blocke ich auch das ab.
Flirten frauen in den ich keinerlei interesse habe auf partys mit mir bleibe ich meist passiv, so lange als sie nicht mehr machen als ab und zu streicheln. Erwidern wird ich dabei nichts. Versuche mit mir zu engtanzen oder mich zu küssen blocke ich da ab. Disco-ähnliche tanze ohne körperlichen kontakt kann ich auch mit mir komplett unbekannten frauen.
Es gab frauen in den ich nicht verliebt war die mich auf dates gefragt haben. Mit manche habe ich mich auf diesen dates eingelassen. Bin da aber ziemlich auf distanz geblieben.

Aktiv wird ich erst wann ich verliebt bin.
Bedauerlicherweise gibt es in den zustand bei mir blanker panik, und wird ich handlungsunfähig oder erstarre.
Mehr als engtänze und so habe ich nicht hingekriegt.
Zuletzt geändert von Nonkonformist am Sonntag 18. August 2019, 15:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Lazarus Long » Sonntag 18. August 2019, 15:13

Mag sein, daß es etwas mit meinem Alter zu tun hat, aber wenn ich etwas von Geschenk oder so lese oder höre, dann macht mir das ein ganz komisches Gefühl im Bauch.
In meiner Jugend gab es noch Urteile, wenn eine Verlobung aufgelöst wurde, das Eheversprechen durch den Mann nicht eingehalten wurde, die Frau sich ihm aber, in Vertrauen auf dieses Versprechen, "hingegeben" hatte, der Frau ein Brautgeld zugesprochen wurde. Umgekehrt gab es, wenn die Auflösung durch die Frau erfolgte, auch Urteile, daß das Verlobungsgeschenk zurückgegeben werden mußte. Wenn zwei (meinetwegen auch mehr) Menschen Sex miteinander haben, dann sollte sie es tun, weil sie da Bedürfnis haben, es zu tun.
Dieses "Ich schenke mich dir", hat für mich etwas von "Du mußt mir dankbar sein."
Ich schenke der Frau ja auch nicht einen Teil meiner Lebenszeit, wenn ich mit ihr rede, ins Kino gehe, etc. Ich verbringe sie mit ihr und sie mit mir und optimalerweise genießen wir es. Und so sollte es, zumindest nach meinem Verständnis, auch beim Sex sein.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
Deutscher Staatsmann und Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin
1767 - 1835

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 18. August 2019, 15:24

Lazarus Long hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 15:13
Wenn zwei (meinetwegen auch mehr) Menschen Sex miteinander haben, dann sollte sie es tun, weil sie da Bedürfnis haben, es zu tun.
Wann das bedürfnis rein triebhaft wäre, und ich dabei nur mittel zum zweck, wäre das für mich eindeutig zu wenig, und würde mich das auch sehr verletzen. Ich würde mich ausgenützt fühlen. Es gäbe dabei den ungleichgewicht das ich sie liebe (sonnst würden wir überhaupt keinerlei sex haben), aber sie mich nicht-
Ja, sex als 'geschenk' will ich auch nicht, die frau soll diesen sex so sehr wollen wie ich, und dabei nicht meinen das ich sie etwas schülde.
Aber sex ohne der kommunikation das sie mich liebt wäre für mich leer und unerwünscht.
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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Finnlandfreundin » Sonntag 18. August 2019, 15:36

NeC hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 15:06
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:13
NeC hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 11:06

Die ehrliche Antwort "schon immer" verscheucht all diejenigen sofort, die auf ein beidseitiges, sexuelles Abenteuer aus sind. Wer mit noch offenem Ziel einfach nett flirten wollte, ist ob der unerwarteten Antwort ein wenig vor den Kopf gestoßen und die flirtige Stimmung ist weg. Übrig bleiben wohl nur die, die ernsthaft am Gegenüber interessiert sind, und die es gleichzeitig mit dem Kennen- und ggf. Liebenlernen nicht sehr eilig haben.
Aber Lügen ist auch keine Option, zumal es später eh auffliegt. Glaube nicht, dass der Mann sich dann wohlfühlt, angelogen geworden zu sein.
Ja, das würde ich auch so sehen.

Bei einer direkten Frage bleibt dann ja nur etwas unbestimmtes zu Antworten: "Oh, schon sehr lange!". Falls noch nachgebohrt wird, kann man signalisieren, dass das nicht unbedingt das liebste Gesprächsthema ist, und vielleicht auch etwas in die Offensive gehen: "Du willst es aber genau wissen! Warum ist das denn so eine wichtige Information für Dich?"

Aber auch die schonungslose Ehrlichkeit ist nicht verkehrt. Wie gesagt: Mir hätte sowas im Singlebörsenkontext imponiert! Und die Leute, die es sofort abschreckt, sind vermutlich auch nicht die, die zu Dir passen würden. Lediglich bei den flirtwilligen Männern, die von der überrascht aufgekommenen Ernsthaftigkeit erschreckt wurden und deshalb nichts mehr schrieben, könnten vielleicht noch einige vielversprechnde Kandidaten dabei gewesen sein.
Der ein oder andere konnte damit wahrscheinlich nicht umgehen. Aber wenn man geblockt wird, kann man auch keinen weiteren Kontakt aufnehmen.

Imponiert war keiner in Singlebörsen. Das muss auch garnicht sein, einfach nur akzeptieren und mir eine Chance geben. Mich macht ja noch mehr aus.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Brax » Sonntag 18. August 2019, 15:38

Ok, sehr interessant, Notiz an mich: Geschenk bedeutet für andere offenbar etwas ganz anderes als für mich.

Mich gruselts übrigens auch, wenn ich eure Interpretationen von "Geschenk" lese.

(Wenn ihr jemandem was zum Geburtstag schenkt, seid ihr dann auch der Meinung, dass es ein Opfer ist oder dass die Person euch etwas schuldet? Woher kommt diese negative Konnotation, wenn es um Sex geht?)

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Melli » Sonntag 18. August 2019, 15:52

Talbot hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:54
Weil sie bereit sind die Beziehung anzufangen ohne zu wissen wie es sexuell mit dem Partner läuft.
D.h sie würden wohl auch später über etwaige sexuelle Differenzen und Schwierigkeiten hinwegsehen und sich mit einem eventuell unbefriedigenden/mittelmäßigen Sexleben zufrieden geben.
Oder als Alternative die Beziehung ziemlich schnell wieder beenden, aber dann bräuchte man auch gar nicht erst ne Beziehung anfangen oder?
Nein. Man weiß es ja eben nicht.

Natürlich kann ein Beziehungsversuch aus sexuellen oder anderen Gründen scheitern. Wenn man das vorher wissen könnte, könnte man sich viel Gram ersparen :schwarzekatze:


Akkarin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 10:24
Wenn Menschen keine Zeit mit sexuellen Instinkten verschwenden würden solange sie keine Kinder haben wollen, wäre plötzlich kollektiv so viel Zeit und Energie übrig dass viele Probleme der Menschheit schon längst gelöst wären.
Nein, weniger, weil Sex wahrscheinlich sogar meistens psychosoziale statt reproduktive Funktionen erfüllt.

Es dürfte auch eher Quelle statt Verschwendung von Energie sein.

Zeitverschwendung muß auch nicht sein. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil einer festen Bindung.
Akkarin hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 10:24
  • Mache Sport, insbesondere Krafttraining (auch für Frauen)
  • Bilde dich
  • Ernähre dich gesund
  • Genug Schlaf
  • Keine Pornos
  • Achte auf dein äußeres Erscheinungsbild
  • Setz dir Ziele
  • Finde Freunde, die dir ein Vorbild sind (in was auch immer) und verbringe Zeit mit ihnen.
  • Such dir einen Job der dir wirklich Spaß macht und dir ein Gefühl von Sinnhaftigkeit gibt.
Ähnliche Listen kenne ich schon lange. Eine psychosozial strengere Variante fand ich damals als Oberstufenschülerin bei der Lektüre von Fromms "Kunst des Liebens". Einiges davon kam mir sogar gerade sehr entgegen :oops: Meine Radikalität war für meine Mitschüler allerdings ohnehin schon lange ein Problem :mrgreen: Und meinen Liebeskummer linderte es auch nicht :sadwoman:
Es genügt nicht, Löcher in die Luft zu starren, man muß auch den Blick durch sie hindurch wagen.

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Re: Woher soll man noch die Hoffnung nehmen?

Beitrag von Lazarus Long » Sonntag 18. August 2019, 15:58

Brax hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 15:38
Ok, sehr interessant, Notiz an mich: Geschenk bedeutet für andere offenbar etwas ganz anderes als für mich.

Mich gruselts übrigens auch, wenn ich eure Interpretationen von "Geschenk" lese.

(Wenn ihr jemandem was zum Geburtstag schenkt, seid ihr dann auch der Meinung, dass es ein Opfer ist oder dass die Person euch etwas schuldet? Woher kommt diese negative Konnotation, wenn es um Sex geht?)
Hat vielleicht was damit zu tun, daß ich diese Formulierung nur über Frauen kenne, nicht aber über Männer. Männer sind, zumindest immer wenn ich etwas derartiges höre, diejenigen, denen etwas geschenkt wird.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
Deutscher Staatsmann und Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin
1767 - 1835

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