Was ist für euch Bindungsangst?

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TheHoff
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von TheHoff » Samstag 7. September 2019, 19:10

Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:22
Du machst es also derart, dass du dich in 1000-Tagen-Schritten Zielen widmest, dabei also auf Freuden, Freunde, Spaß etc. verzichtest? Und wenn das Ziel keine Freundin beinhaltet, auch darauf 1000 Tage lang verzichtest bzw. die Erfüllung dieses Wunsches noch weiter in die Zukunft verschiebst?
Ich setze mir langfristige Ziele und verzichte dabei nicht auf Freude, Freunde, Spaß. Ja, und es gibt Ziele, die ich in die Zukunft schiebe.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Melli » Samstag 7. September 2019, 20:57

Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:01
Wozu soll ich mich dann noch anstrengen?
Man kann sich auf dem Weg seine Gedanken machen. Man kann auch neue Ziele erdenken, die möglicherweise erstrebenswerter wären.
Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:01
Da bliebe nur Lebensunterhalt.
Auch das ist ein Weg.
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Hoppala » Sonntag 8. September 2019, 00:05

Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 17:59
Tania hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 17:50
Ich habe keine Ahnung, wo der Weg genau hinführen wird - aber ich tue mein Bestes, seine positiven Aspekte zu entdecken. Natürlich versuche ich, einen Weg zu finden, der in die Richtung geht, in die ich möchte. Aber wenn er das nicht tut, bin ich offen für alles, was er mir sonst zu bieten hat.
Siehste, das ist nämlich nichts für mich. Überhaupt nichts. Da wüsste ich nicht, wofür ich mich anstrengen sollte.
??? Die positiven Aspekte des aktuellen Weges entdecken und dann - ach herrje! - eventuell zu genießen: das ist nichts für dich?

Und warum willst du dich eigentlich anstrengen? War es nicht so, dass dich das ewige Anstrengen gehörig nervt?
Da wird dir was anderes vorgeschlagen, und du lehnst es nicht ab, weil es nicht funktioniert, sondern: weil es dir die Anstrengung nehmen könnte? Also genau das leisten könnte, was es leisten soll - und was du andauernd herbeisehnst?

Meinst du, es könnte dir nützen, deine Gedanken und Aussagen etwas weniger widersprüchlich zu gestalten?
Meinst du, dir kann überhaupt irgendwas nützen?
Meinst du, dass du Antworten lesen möchtest, die die helfen möchten (ob es gelingt oder nicht)?

Und nein: du sollst das nicht beantworten.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Gatem » Sonntag 8. September 2019, 18:36

TheHoff hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 19:10
Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:22
Du machst es also derart, dass du dich in 1000-Tagen-Schritten Zielen widmest, dabei also auf Freuden, Freunde, Spaß etc. verzichtest? Und wenn das Ziel keine Freundin beinhaltet, auch darauf 1000 Tage lang verzichtest bzw. die Erfüllung dieses Wunsches noch weiter in die Zukunft verschiebst?
Ich setze mir langfristige Ziele und verzichte dabei nicht auf Freude, Freunde, Spaß. Ja, und es gibt Ziele, die ich in die Zukunft schiebe.
Also ich halte davon nichts. Menschen, die zu sehr in die Zukunft planen sind doch Träumer.
Jeder hat nur ein Leben und wir leben im hier und jetzt. Sich irgendwelche Pläne für in drei Jahren zu machen lenkt doch nur von dem einzigen ab, was wirklich wichtig ist und was wir beeinflussen können: Die Gegenwart.

In drei Jahren kann ich tot sein, schwerkrank oder sonstwas. Definitiv ist man jedoch nicht mehr der Mensch, der man heute ist. Wieso also für diesen irgendwelche Pläne aufstellen?

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Hanuta » Sonntag 8. September 2019, 22:50

Gatem hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 18:36
TheHoff hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 19:10
Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:22
Du machst es also derart, dass du dich in 1000-Tagen-Schritten Zielen widmest, dabei also auf Freuden, Freunde, Spaß etc. verzichtest? Und wenn das Ziel keine Freundin beinhaltet, auch darauf 1000 Tage lang verzichtest bzw. die Erfüllung dieses Wunsches noch weiter in die Zukunft verschiebst?
Ich setze mir langfristige Ziele und verzichte dabei nicht auf Freude, Freunde, Spaß. Ja, und es gibt Ziele, die ich in die Zukunft schiebe.
Also ich halte davon nichts. Menschen, die zu sehr in die Zukunft planen sind doch Träumer.
Jeder hat nur ein Leben und wir leben im hier und jetzt. Sich irgendwelche Pläne für in drei Jahren zu machen lenkt doch nur von dem einzigen ab, was wirklich wichtig ist und was wir beeinflussen können: Die Gegenwart.

In drei Jahren kann ich tot sein, schwerkrank oder sonstwas. Definitiv ist man jedoch nicht mehr der Mensch, der man heute ist. Wieso also für diesen irgendwelche Pläne aufstellen?
Dafür müsste man erstmal definieren was "zu sehr in die Zukunft planen" überhaupt bedeutet.
Jemand mit einer sehr starken Gegenwartspräferenz kann auch viele Nachteile haben. Das muss man eben immer sehen.
Jemand der jeden Tag ungesundes Zeug frisst, keinen Sport macht und nur auf der Couch sitzt, hat dann vielleicht eine starke Gegenwartspräferenz dafür und lebt in 3 Jahren immer noch so und ist unzufrieden mit seinem Körper.
Jemand anderes der vielleicht durch viel Disziplin das Opfer aufbringt nur gesundes zu essen, viel Sport zu machen und auf viele Feiern zu verzichten, hat in 3 Jahren vielleicht einen Traumkörper. Da kann sich dann die Mühe für die letzten 3 Jahre komplett ausgezahlt haben, während der andere immer noch darüber meckert, dass sein Körper so unattraktiv ist und er auch keine Frauen auf sich aufmerksam machen kann.

Es gibt also sehr wohl Sinn nicht immer nur für die Gegenwart zu leben.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Cornerback » Dienstag 10. September 2019, 15:54

Gatem hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 18:36
TheHoff hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 19:10
Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:22
Du machst es also derart, dass du dich in 1000-Tagen-Schritten Zielen widmest, dabei also auf Freuden, Freunde, Spaß etc. verzichtest? Und wenn das Ziel keine Freundin beinhaltet, auch darauf 1000 Tage lang verzichtest bzw. die Erfüllung dieses Wunsches noch weiter in die Zukunft verschiebst?
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Also ich halte davon nichts. Menschen, die zu sehr in die Zukunft planen sind doch Träumer.
Jeder hat nur ein Leben und wir leben im hier und jetzt. Sich irgendwelche Pläne für in drei Jahren zu machen lenkt doch nur von dem einzigen ab, was wirklich wichtig ist und was wir beeinflussen können: Die Gegenwart.

In drei Jahren kann ich tot sein, schwerkrank oder sonstwas. Definitiv ist man jedoch nicht mehr der Mensch, der man heute ist. Wieso also für diesen irgendwelche Pläne aufstellen?
Es ist denke ich nicht nötig, dass man sich ein Ziel erst in 1000 Tagen setzt, sondern bloß, dass man einfach beharrlich auf ein Ziel hinarbeitet und mit sich und seinen Fortschritten Geduld hat. Da ist es eben ein großer Unterschied ob man schon nach 3 Monaten oder erst nach 3 Jahren schaut wie weit man gekommen ist.
Je kürzer man den Zeitraum wählt, desto weniger selbstwirksam kommt einem das eigene Handeln vor. In solchen kurzen Zeiträumen spielt die eigene Vergangenheit und der Zustand als man angefangen hat einfach logischerweise noch die entscheidende Rolle. Wenn man hingegen einmal sieht, was man über einen langen Zeitraum mit kontinuierlicher Arbeit erreichen konnte, dürfte man sich auch für die Zukunft viel weniger abhängig von den Umständen fühlen.

Die Frage ist allerdings ob (oder wie) es überhaupt funktioniert an sich zu arbeiten und dabei die Evaluation der eigenen Fortschritte so lange auszublenden. Man macht regelmäßig Erfahrungen die man dann im Hinblick auf seine Ziele und Fortschritte bewertet, so geht es mir jedenfalls immer. Manchmal habe ich da das Gefühl ich hätte schon recht große Fortschritte gemacht und manchmal, dass ich noch gar nicht weitergekommen bin, das sind halt Momentaufnahmen bei denen ich immer dazu neige sie zu überbewerten.
- Beim Mittagessen mit den Kollegen kriege ich mal wieder kein Wort raus. ("scheiße, bei mir tut sich nichts")
- Nach der Arbeit führe ich mit einer Kollegin ein entspanntes längeres Gespräch, ohne peinliche Pausen, usw. anstatt mich nur kurz zu verabschieden ("wow, das hätte ich so nicht von mir erwartet")

Bevor man ein Ziel aufgibt sollte man schon einen hinreichend langen Zeitraum versucht haben darauf hinzuarbeiten. Allerdings kann man mMn schon zwischendurch immer mal schauen ob man mit der aktuellen Herangehensweise überhaupt (noch) weiterkommt. 1000 Tage wären dafür schon sehr viel Zeit, aber ein paar Monate sollten es schon sein.
So oder so sollte man eh nie irgendwelche Wunder erwarten, sondern einfach mit kleinen Fortschritten zufrieden sein. Auch kleine Fortschritte summieren sich auf Dauer. Ich habe im Moment auch manchmal das Gefühl, dass ich noch mehr und andere Dinge versuchen sollte, weil es mir nicht schnell und spürbar genug voran geht. Allerdings weiß ich auch aus der Vergangenheit, dass man solche Fortschritte nicht erzwingen kann und das das bei mir primär zu hoher emotionaler Belastung führt mit der Folge, dass mich kleine negativerlebnisse übermäßig stark demotivieren.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. September 2019, 17:48

Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 00:05
Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 17:59
Tania hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 17:50
Ich habe keine Ahnung, wo der Weg genau hinführen wird - aber ich tue mein Bestes, seine positiven Aspekte zu entdecken. Natürlich versuche ich, einen Weg zu finden, der in die Richtung geht, in die ich möchte. Aber wenn er das nicht tut, bin ich offen für alles, was er mir sonst zu bieten hat.
Siehste, das ist nämlich nichts für mich. Überhaupt nichts. Da wüsste ich nicht, wofür ich mich anstrengen sollte.
??? Die positiven Aspekte des aktuellen Weges entdecken und dann - ach herrje! - eventuell zu genießen: das ist nichts für dich?

Und warum willst du dich eigentlich anstrengen? War es nicht so, dass dich das ewige Anstrengen gehörig nervt?
Da wird dir was anderes vorgeschlagen, und du lehnst es nicht ab, weil es nicht funktioniert, sondern: weil es dir die Anstrengung nehmen könnte? Also genau das leisten könnte, was es leisten soll - und was du andauernd herbeisehnst?

Meinst du, es könnte dir nützen, deine Gedanken und Aussagen etwas weniger widersprüchlich zu gestalten?
Meinst du, dir kann überhaupt irgendwas nützen?
Meinst du, dass du Antworten lesen möchtest, die die helfen möchten (ob es gelingt oder nicht)?

Und nein: du sollst das nicht beantworten.
Tu was du willst.
Meine Gedanken und Aussagen sind nicht widersprüchlich. Entweder ich muss mich zwingen und Lustlosigkeit überwinden oder ich bin faul und komme nicht voran. Und letzteres ist für mich nicht in Ordnung. So schwierig?
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. September 2019, 17:51

Melli hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 20:57
Man kann sich auf dem Weg seine Gedanken machen. 
Ich mach mir ständig Gedanken. Bin dauernd am Grübeln und Überdenken.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. September 2019, 20:44

Tania hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 18:39
Ist ungefähr genauso sinnvoll wie Deine Verurteilung des Verhaltens meiner Freunde als "übergriffig".
Ja, das was wäre total sinnlos. Nur habe ich das nirgends getan. Ich kenn deine Freunde überhaupt nicht. Gemeint habe ich meine, falls ich einen derartigen Freundeskreis hätte. Wie kommst du darauf, ich hätte deine gemeint?
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. September 2019, 20:56

Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 00:05
Da wird dir was anderes vorgeschlagen, und du lehnst es nicht ab, weil es nicht funktioniert, sondern: weil es dir die Anstrengung nehmen könnte?
Was könnte mir Anstrengung nehmen? Jeglicher Verpflichtung und Verantwortung aus dem Weg gehen. Etwas anderes wüsste ich nicht. Wenn für dich das moralisch vertretbar ist, mach es doch. Für mich kommt das nicht in Frage.
Für mich gibt es so was wie ein bisschen Verpflichtung nicht. Nicht im Kopf.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von LonesomeCoder » Mittwoch 11. September 2019, 11:09

Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 17:48
Meine Gedanken und Aussagen sind nicht widersprüchlich. Entweder ich muss mich zwingen und Lustlosigkeit überwinden oder ich bin faul und komme nicht voran. Und letzteres ist für mich nicht in Ordnung. So schwierig?
Eigentlich recht einfach zu verstehen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 11. September 2019, 13:39

Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 17:48
Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 00:05
Seb-X hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 17:59
Siehste, das ist nämlich nichts für mich. Überhaupt nichts. Da wüsste ich nicht, wofür ich mich anstrengen sollte.
??? Die positiven Aspekte des aktuellen Weges entdecken und dann - ach herrje! - eventuell zu genießen: das ist nichts für dich?

Und warum willst du dich eigentlich anstrengen? War es nicht so, dass dich das ewige Anstrengen gehörig nervt?
Da wird dir was anderes vorgeschlagen, und du lehnst es nicht ab, weil es nicht funktioniert, sondern: weil es dir die Anstrengung nehmen könnte? Also genau das leisten könnte, was es leisten soll - und was du andauernd herbeisehnst?

Meinst du, es könnte dir nützen, deine Gedanken und Aussagen etwas weniger widersprüchlich zu gestalten?
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Und nein: du sollst das nicht beantworten.
Tu was du willst.
Meine Gedanken und Aussagen sind nicht widersprüchlich. Entweder ich muss mich zwingen und Lustlosigkeit überwinden oder ich bin faul und komme nicht voran. Und letzteres ist für mich nicht in Ordnung. So schwierig?
Nein, so geschildert ist es nicht widersprüchlich.
Widersprüchlich ist, dass du diese deine bewusste und wiederholte Entscheidung, deren Konsequenzen dir nun wohl auch schon hinlänglich bekannt sind, wieder und wieder beklagst; und dann die Entschiedung aufs Neue verteidigst, darlegst, triffst - und beklagst.

Im übrigen beantwortest du die Fragen konsequent nicht. Ist dein gutes Recht. Dann stellt sich mir halt nur die Farge, warum du fortwährend fehlende Veränderung ebenso beklagst wie das Weiter so.
Irgend einen Nutzen hat es sicher für dich. Nur welchen?
Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 20:56
Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 00:05
Da wird dir was anderes vorgeschlagen, und du lehnst es nicht ab, weil es nicht funktioniert, sondern: weil es dir die Anstrengung nehmen könnte?
Was könnte mir Anstrengung nehmen? Jeglicher Verpflichtung und Verantwortung aus dem Weg gehen. Etwas anderes wüsste ich nicht. Wenn für dich das moralisch vertretbar ist, mach es doch. Für mich kommt das nicht in Frage.
Für mich gibt es so was wie ein bisschen Verpflichtung nicht. Nicht im Kopf.
Dir wurden Vorschläge gemacht. Du wertest sie auf eine sehr radikale Weise. Du triffst außerdem eine radikale Entscheidung: "Weiter so".
Was genau geht dir an deinem akuten Leben eigentlich gegen Strich? Denn wie du es hier schilderst, machst du ja im Grundsatz alles genau so, wie du es für richtig und am besten hältst.
Dennoch scheinen dir die Konseuqenzen nicht zu behagen.

Du kannst nur entweder deine Entscheidungen ändern. Oder die Konsequenzen bejahen.
Die Entschiedugen beibehalten, und die Konsequenzen bedauern: das ist, wie absichtlich wiederholt mit dem Kopp gegen eine and rennen.
Das haben dir hier schon andere gesagt: wenn du dein Herangehen beibehältst, wird es dich weiter quälen. Dein Herangehen.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Mittwoch 11. September 2019, 16:53

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 13:39
Was genau geht dir an deinem akuten Leben eigentlich gegen Strich?
Ganz einfach: dass ich mich fast rund um die Uhr zwingen muss. Nicht Dinge, Inhalte oder Ziele, sondern dass dazu in der Regel der Antrieb fehlt.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Mittwoch 11. September 2019, 17:05

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 13:39
wenn du dein Herangehen beibehältst, wird es dich weiter quälen.
MEIN Herangehen zeichnet sich vor allem daraus aus, dass ich mich zwingen muss. Nenn mir eine, bei der ich das nicht muss. Mir fällt keine ein und bei allen Empfehlungen, die ich bisher hier erhalten habe, wäre es genauso: ich muss mich zwingen. Somit ist es nichts Neues. Das soll kein Vorwurf sein. Ich bin für alle Empfehlungen dankbar.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 12. September 2019, 01:04

Seb-X hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 16:53
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 13:39
Was genau geht dir an deinem akuten Leben eigentlich gegen Strich?
Ganz einfach: dass ich mich fast rund um die Uhr zwingen muss. Nicht Dinge, Inhalte oder Ziele, sondern dass dazu in der Regel der Antrieb fehlt.
Wer oder was zwingt dich denn so rund um die Uhr? Was ist dein Antrieb dafür?
Welches sind die Lücken ("fast"), in denen du dich nicht (weniger?) zwingen musst?
Seb-X hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 17:05
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 13:39
wenn du dein Herangehen beibehältst, wird es dich weiter quälen.
MEIN Herangehen zeichnet sich vor allem daraus aus, dass ich mich zwingen muss.
Und das quält dich. Sag ich doch.
Seb-X hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 17:05
Nenn mir eine, bei der ich das nicht muss. Mir fällt keine ein und bei allen Empfehlungen, die ich bisher hier erhalten habe, wäre es genauso: ich muss mich zwingen. Somit ist es nichts Neues. Das soll kein Vorwurf sein. Ich bin für alle Empfehlungen dankbar.
Wenn du überzeugt bist, dich zwingen zu müssen, wird keine Empfehlung der Welt dich davon abringen können.
Damit ist zugleich das zentrale Problem benannt: deine Überzeugung
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von TheHoff » Donnerstag 12. September 2019, 07:59

Seb-X hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 16:53
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 13:39
Was genau geht dir an deinem akuten Leben eigentlich gegen Strich?
Ganz einfach: dass ich mich fast rund um die Uhr zwingen muss. Nicht Dinge, Inhalte oder Ziele, sondern dass dazu in der Regel der Antrieb fehlt.
Aber die Motivation dich zu zwingen, die hast du ja: Du willst deinen Lebensstandard wahren und kein fauler Mensch sein.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Donnerstag 12. September 2019, 09:51

TheHoff hat geschrieben:
Donnerstag 12. September 2019, 07:59
Aber die Motivation dich zu zwingen, die hast du ja: Du willst deinen Lebensstandard wahren und kein fauler Mensch sein.
Ok, das stimmt natürlich. Wenn das eine Motivation ist, dann ist diese vorhanden.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von NBUC » Donnerstag 12. September 2019, 12:27

Motivation kommt nicht nur aus dem Leidensdruck alleine, sondern auch von der Perspektive diesen lindern zu können. Veränderung beinhaltet ja nicht nur die Aussicht auf mögliche Verbesserung, sondern auch auf mögliche Verschlechterung.

Also müssen angemessene Handlungsoptionen auch erkennen lassen, dass sie in Summe aller Teile und deren Wahrscheinlichkeiten die Gesamtsituation dann wahrscheinlich verbessern, nicht nur unter Betrachtung des theoretischen Eintretens des Idealfalls.
Aber es gibt sicher auch Leute, welche eine mail der Nigeriakonnektion als "Chance" verkaufen - könnte ja sein und Garantien kann ja eh niemand für keinen Weg geben...
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 12. September 2019, 16:05

NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 12. September 2019, 12:27
Motivation kommt nicht nur aus dem Leidensdruck alleine, sondern auch von der Perspektive diesen lindern zu können. Veränderung beinhaltet ja nicht nur die Aussicht auf mögliche Verbesserung, sondern auch auf mögliche Verschlechterung.

Also müssen angemessene Handlungsoptionen auch erkennen lassen, dass sie in Summe aller Teile und deren Wahrscheinlichkeiten die Gesamtsituation dann wahrscheinlich verbessern, nicht nur unter Betrachtung des theoretischen Eintretens des Idealfalls.
Dabei handelt es sich um eine pur subjektive Einschätzung. Noch dazu eine in wesentlichen Teilen faktenbefreite, denn die von dir genannten Bedingunge sind praktisch nur in höchst spezifischen, bis ins Kleinste durchdeklniererten Situationen mit festgelegten und nur sehr gering variablen Prozessbedingungen erfüllbar. Bei den hier verhandelten Themen so gut wie nie (in mediznischen Standardsituation z. B. ist das wohl anders: blutet -> Kompresse -> Linderung).

Da also die Frage nach der Perspektive objektivierbar indidivuell so gut wie nie beantwortbar ist, kann man sich entscheidnen, deswegen auf jedweden Veruch, Leidensdruck zu mindern, zu verzichten. Oder es mit vertrauenswürdigen Empfehlungen zu versuchen, auch wenn die Pespektive nicht direkt erkennbar ist (setzt voraus, dass man dem Empfehler vertrauen schenkt). Oder generell auf solche unbeantwortbaren Fragen verzichten, da sie unmöglich voranbringen. Außer eben das zu erkennen.
NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 12. September 2019, 12:27
Aber es gibt sicher auch Leute, welche eine mail der Nigeriakonnektion als "Chance" verkaufen - könnte ja sein und Garantien kann ja eh niemand für keinen Weg geben...
Da der Betrug und Unsinn hier offenkundig ist, hat das mit den hier verhandelten Themen nix zu tun. Außer dass diese von dir gewählte Bemerkung zeigt, dass "jemand vertrauen" wohl nicht deine Topdisziplin ist.
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