Was ist für euch Bindungsangst?

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von NBUC » Sonntag 25. August 2019, 12:43

Ich habe den Eindruck viel zu viel wird mit "Angst" pathologisiert, was in vielen Fällen einfach das Verhalten ist, wenn man sich eine anstehende Entscheidung anschaut und dann feststellt, dass der Deal zu viele Haken hat.

Ich habe keine "Objektivangst", wenn ich noch kein Fischauge gekauft habe, ich sehe nur nicht, dass ich so eins oft genug für den anstehenden Preis einsetzen würde.

Bliebe die Frage, wo da tatsächlich Angst vorliegt. Ich denke ein möglicher Verdachtsfall wäre da, wo die negative Entscheidung auf Grund von eigentlich aus anderen Ecken stammenden negativen Vorprägungen erfolgt, ohne dass es dafür selbst Informationen oder wenigstens Präzedenzfälle gäbe.
Ich schätze Angst kann man dann da als gesichert annehmen, wo man im Einzelfall trotz spezifischer Garantien, welche dieses oben benannte Risiko praktisch ausschließen, nicht mehr von diesem Bauchgefühl weg kommt.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Tania » Sonntag 25. August 2019, 13:20

NeC hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 12:39
Für Menschen, die sich durchaus emotional öffnen, ihre Sexualität ausleben können und auch Partnerschaften eingehen, die aber vermeiden, mit ihrem Partner eine Lebensgemeinschaft zu bilden, die engere, nicht mehr spontan lösbare Bindungen beinhaltet. D.h. kein gemeinsamer Haushalt, keine gemeinsame Lebensplanung (ich hab' meinen Job und Du Deinen, jeder bastelt an der eigenen Karriere), strikt getrennte Finanzen, kein gemeinsamer Kinderwunsch, Abneigung zu Konstrukten wie Verlobung und Heirat.
Das alles wären für mich nur Äußerlichkeiten. Wenn ich mich "binde", dann vor allem emotional. Ein "ich liebe Dich" ist viel viel schwerer auflösbar als ein gemeinsames Konto. Einen anderen Menschen - und zwar genau einen ganz bestimmten Menschen - zu brauchen, um glücklich zu sein, macht deutlich abhängiger als ein gemeinsames Haus.

Das Problem bleibt jedoch: ist der Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung größer als der Wunsch nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit, dann wird das nix mit ner festen Beziehung. Theoretisch zumindest. Praktisch habe ich schon ein paar Menschen getroffen, die beides gut kombinieren konnten - und deren anfangs sehr lockere Bindung über die Jahre immer inniger wurde. Sie teilen zwar immer noch weder Haus noch Konto - aber sie teilen trotzdem ihr Leben miteinander.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 25. August 2019, 13:28

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 12:27
Sehe ich anders. Die meisten von uns waren vermutlich mit 4 Jahren unfähig zu schreiben. Aber da die meisten keine Angst vorm Schreiben hatten, haben sie es irgendwann gelernt. Unfähigkeit kann also überwunden werden, Ängste können einem dabei allerdings heftig im Weg stehen.

Im Gegensatz zum Schreiben ist uns die Fähigkeit, uns emotional an einen anderen Menschen zu binden, meist angeboren (von ein paar psychischen Störungen abgesehen). Irgendwann im Laufe unseres Lebens merken wir dann, dass solche Bindungen auch das Risiko beinhalten, verletzt zu werden. Nichts tut mehr weh als der Verlust eines geliebten Menschen - und niemand kann uns mehr verletzen als die Menschen, die wir lieben. Da reichen schon Kälte, Lieblosigkeit und Nichtachtung ...

Aus solchen Erfahrungen heraus entsteht dann die Angst, sich emotional auf jemanden einzulassen. Und man kann sich da wunderbar selbst in eine Abwärtsspirale steuern .... man lässt sich "nur ein bisschen" ein (z.B. indem man in Momenten, wo man den Anderen vermisst, nicht zu ihm geht/fährt, sondern indem man sich ablenkt), der Andere fühlt sich ungeliebt und nicht aus ganzem Herzen gewollt, geht letztlich auf Distanz, man hat wieder eine schlechte Erfahrung mehr, lässt sich noch weniger ein... ein Teufelskreis. Und irgendwann trifft man sich gleich nur noch mit Leuten, die ein ähnliches Vermeidungsverhalten zeigen. Oder in Timbuktu leben. Am besten beides ;)

Für Tipps und Hinweise, wie man da raus kommt, bin ich dankbar :)
In meine beiden gruppentherapien bin ich das erste anzeigen meiner bindungsangst auf den spur gekommen.
Ich war da 11.

Die vorgeschichte:
Mit 7 bekam ich meinen ersten liebesbrief.
Ich fand ein anderes mädchen toller und habe all meinen mut gesammelt, sie auf den schulhof gefragt kurz privat mit mir zu sprechen, und sie da gefragt, ob sie meine freundin sein wollte. Zitterende knieen, aber geschafft habe ich es.
Sie hat 'Ja' gesagt.
Wir haben nie geküßt oder so, und außerhalb der schule hatten wir keinerlei kontakt (sie lebte weit weg und ich kannte ihre genaue adresse nicht mal) aber der rest der grundschule waren wir doch irgendwie ein pärchen. Sind während schulpausen auch mal zusammen spazieren gegangen. Sie hat mich am ende auch aufgeklärt. Mich mit meinen po komplimentiert. Im schwimmbad hat sie mich immer wieder untergetaucht, mich gerne mal angefasst. Wann ich sie mal begegnet bin wann ich mit meinen hund gassi gegangen bin, war sie gerade beim reiten. Sie ist von ihren pferd abgestiegen und ist über hundert meter zu mir gerannt, während die frau die ihr reitstunden geben hat sie vergeblich zurück laut gerufen hat. ("Wo gehst du hin? Komm sofort zurück!!") Während sie mir vor wenigen stunden noch in der schule gesehen hat. Da war schon was.
Am ende des letzten schuljahrs gab es da ein problem; ich bin aufs gymnasium gegangen, sie nicht.
Es gab einen letzen klassenfahrt, über fünf tagen, zelten auf einen bauernhof.
Ich hatte vor sie dort nochmal klar zu machen das ich gefühle für sie habe, ihre adresse zu fragen (meine adresse kannte sie, sie hat mich mal nach hause begleitet wann ich mich auf den schulhof verletzt habe, mein lehrer hat da schon gewußt von wem er mich begleiten lassen sollte), klar zu machen das ich in kontakt bleiben will.
Gelegenheiten dazu hat es gegeben, ich war da auch mal mit sie privat in den wald nah an den bauernhof spazieren.
Aber ich habe es nicht geschafft.
Habe mich nicht getraut.

Liebeskummer hatte ich da noch nie gehabt, ich bin nie abgelehnt worden.
Warum ich da so einen angst hatte, ich habe wirklich keinen schimmer.

Und bei OdB 2 ist das noch viel schlimmer geworden.
Wann ich sie in den innenstadt von entfernt erkannt habe, bin ich davon gelaufen und habe ich mich versteckt - ich war da 14, 15.
Warum?
Frag nicht.
Sie war volkommen harmlos.

Ich kann mich beides nicht erklären.

Sie war die einzige wo ich auch rationell eine beziehung hinausschieben wollte.
Ich war dafür noch nicht bereit.
Habe gehofft, das sie warten würde.

Dummerweise hat jeder gewußt das ich verliebt in sie war.
Gab es mehreren hints das ich vielleicht mal was unternehmen sollte.

Einmal, während einen schulpause, war ich mit eine kleine clique im gespräch.
Sie ist reinspaziert, irgendwie bin ich in meinen satz stecken geblieben.
Ein mitschuler: "Was bist du plötzlich still, (Nonkonformist). Wird doch wohl nicht an dir liegen, (OdB)?"
OdB (Quasi-unschuldige stimme): "...Oh...?"
Sie setzt sich in meiner nähe und schaut mich direkt in den augen.
Sie hat genau gewußt das ich verliebt in sie war.
Wir hatten das ritual uns sekundenlang während den unterricht in den augen zu schauen.
Klar das sie es wußte.
Ich wüßte das sie wußte das sie verliebt in mich war, sie hat ab den moment sogar gewußt das ich wußte das sie das wußte.
Da gab es nichts mehr zu verheimlichen.
Aber ich hatte angst und habe immner noch nichts getan.

Sie war noch eine weile häufig in meinen gegend während schulpausen, hat sich ein halbes jahr später für einen anderen entschieden, und vor allem gerne mit ihm rumgemacht wann sie wußte das ich in geschichtbereich war.
Erst ab den moment wußte ich was liebeskummer war.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von NeC » Sonntag 25. August 2019, 13:50

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 13:20
NeC hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 12:39
Für Menschen, die sich durchaus emotional öffnen, ihre Sexualität ausleben können und auch Partnerschaften eingehen, die aber vermeiden, mit ihrem Partner eine Lebensgemeinschaft zu bilden, die engere, nicht mehr spontan lösbare Bindungen beinhaltet. D.h. kein gemeinsamer Haushalt, keine gemeinsame Lebensplanung (ich hab' meinen Job und Du Deinen, jeder bastelt an der eigenen Karriere), strikt getrennte Finanzen, kein gemeinsamer Kinderwunsch, Abneigung zu Konstrukten wie Verlobung und Heirat.
Das alles wären für mich nur Äußerlichkeiten. Wenn ich mich "binde", dann vor allem emotional. Ein "ich liebe Dich" ist viel viel schwerer auflösbar als ein gemeinsames Konto. Einen anderen Menschen - und zwar genau einen ganz bestimmten Menschen - zu brauchen, um glücklich zu sein, macht deutlich abhängiger als ein gemeinsames Haus.
Ja, das stimmt schon. Im Grunde sind das (für mich) die äußerlich sichtbaren Folgen dieser tiefen, ehrlichen und dauerhaften emotionalen Bindung. Man kann ja in die anderen Menschen nicht hinein sehen, und ein "Ich liebe Dich" geht manchen Menschen sehr leicht von den Lippen. Vermutlich sind mir deshalb diese äußerlichen Dinge nicht ganz egal, bzw werde ich hellhörig, wenn jemand da Vorbehalte hat.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Tania » Sonntag 25. August 2019, 16:32

NeC hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 13:50
Man kann ja in die anderen Menschen nicht hinein sehen, und ein "Ich liebe Dich" geht manchen Menschen sehr leicht von den Lippen. Vermutlich sind mir deshalb diese äußerlichen Dinge nicht ganz egal, bzw werde ich hellhörig, wenn jemand da Vorbehalte hat.
Naja ... ich hab da durchaus Vorbehalte. Bzw. ich kann mir zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorstellen, jemanden wirklich täglich in meinem Leben zu haben, seine Socken wegzuräumen, seinen Klodeckel runterzuklappen, und vorwurfsvoll angeschaut zu werden, wenn nicht aufgeräumt ist oder es nur Tiefkühlpizza zum Essen gibt. Wenn ich mal jemandem begegne, in den ich mich verliebe, wird der Wunsch nach (fast) täglichem Kontakt wahrscheinlich entstehen. Und wenn dieser Wunsch auf beiden Seiten besteht, denken wir hoffentlich gemeinsam drüber nach, wie der sich erfüllen lässt. Aber mich davon zu überzeugen, dass eine gemeinsame Wohnung die beste Lösung wäre, wird vermutlich nicht so ganz einfach ....

Und ein "Ich liebe Dich" dauert auch paar Monate. Ein "hab Dich lieb" geht vielleicht schneller ... aber auch nicht wirklich schnell. Zumindest nicht so schnell wie Sex ;)

Aber wenn die Gefahr besteht, dass das als "will keine feste Beziehung" interpretiert wird, hab ich wohl ein Problem :sadwoman:

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von NeC » Sonntag 25. August 2019, 18:52

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 16:32
NeC hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 13:50
Man kann ja in die anderen Menschen nicht hinein sehen, und ein "Ich liebe Dich" geht manchen Menschen sehr leicht von den Lippen. Vermutlich sind mir deshalb diese äußerlichen Dinge nicht ganz egal, bzw werde ich hellhörig, wenn jemand da Vorbehalte hat.
Naja ... ich hab da durchaus Vorbehalte. Bzw. ich kann mir zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorstellen, jemanden wirklich täglich in meinem Leben zu haben, (...) wenn die Gefahr besteht, dass das als "will keine feste Beziehung" interpretiert wird, hab ich wohl ein Problem :sadwoman:
Ach nein, das würde wohl auch erst dann zum Problem, wenn das mit dem "nicht täglich" auch nach langen Monaten des gemeinsamen, konstruktiven Lösungsfindeprozesses immer noch so wäre. Ich bin zwar sicher nicht das Maß aller Dinge, aber meine letzten Verhandlungen in dieser Richtung zogen sich immerhin 5 Jahre lang hin.
(Nagut, nee, auch nicht richtig. Das erste halbe Jahr habe ich nicht verhandelt, sondern gebangt, dass sie womöglich einen "Fehler" bei der aktuellen Partnerwahl bemerkt. :mrgreen: )

...und dann gibt es vielleicht ja auch Leute, die das genauso sehen wie Du, und wo das deshalb gar nicht verhandelt werden braucht. :daumen:

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Brax » Sonntag 25. August 2019, 19:48

Peter hat geschrieben:
Samstag 24. August 2019, 09:44
... Weshalb ich im Internet ein wenig recherchiert habe. ... Beim Überfliegen ist die anscheinend häufigste Deutung: Menschen, die zwar ein Sexualleben haben, durchaus auch phasenweise monogam, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen – und dadurch keine wirkliche Bindung zu einem Partner zulassen.
[...]
Auch hier im Forum scheint mir der Begriff vielfältig genutzt zu werden. Aber eher selten in dem Sinne, wie ich ihn oben erwähnt habe.
Sag bloß... das ist halt eine Normalo-Definition und die meisten Normalos können sich nunmal nicht vorstellen, dass man nie Sex hat. Zumindest gelegentlich Sex hat man doch immer, oder....?
Wenn gelegentlich Sex haben zur Definition von Bindungsangst dazugehört, dann sind alle HC-ABs bindungsfähig. Yay! :tanzen2:

Wenn man das entsprechend ändert:
Menschen, die zwar ein Sexualleben haben, durchaus auch phasenweise monogam, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen...
Was würde das an der Aussage ändern? Nichts. Man berücksichtigt nur, dass es auch sexlose Menschen gibt.


... und ehrlich gesagt habe ich ein bisschen das Gefühl, du willst uns subtil sagen, dass wir uns unsere Bindungsangst nur einbilden, weil die "häufigste Definition" nicht auf uns zutrifft.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 25. August 2019, 19:52

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 16:32
NeC hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 13:50
Man kann ja in die anderen Menschen nicht hinein sehen, und ein "Ich liebe Dich" geht manchen Menschen sehr leicht von den Lippen. Vermutlich sind mir deshalb diese äußerlichen Dinge nicht ganz egal, bzw werde ich hellhörig, wenn jemand da Vorbehalte hat.
Naja ... ich hab da durchaus Vorbehalte. Bzw. ich kann mir zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorstellen, jemanden wirklich täglich in meinem Leben zu haben, seine Socken wegzuräumen, seinen Klodeckel runterzuklappen, und vorwurfsvoll angeschaut zu werden, wenn nicht aufgeräumt ist oder es nur Tiefkühlpizza zum Essen gibt. Wenn ich mal jemandem begegne, in den ich mich verliebe, wird der Wunsch nach (fast) täglichem Kontakt wahrscheinlich entstehen. Und wenn dieser Wunsch auf beiden Seiten besteht, denken wir hoffentlich gemeinsam drüber nach, wie der sich erfüllen lässt. Aber mich davon zu überzeugen, dass eine gemeinsame Wohnung die beste Lösung wäre, wird vermutlich nicht so ganz einfach ....

Und ein "Ich liebe Dich" dauert auch paar Monate. Ein "hab Dich lieb" geht vielleicht schneller ... aber auch nicht wirklich schnell. Zumindest nicht so schnell wie Sex ;)

Aber wenn die Gefahr besteht, dass das als "will keine feste Beziehung" interpretiert wird, hab ich wohl ein Problem :sadwoman:
Ganz ehrlich: Für mich sind das Luxusprobleme.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Tania » Sonntag 25. August 2019, 19:58

Brax hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 19:48
Peter hat geschrieben:
Samstag 24. August 2019, 09:44
... Weshalb ich im Internet ein wenig recherchiert habe. ... Beim Überfliegen ist die anscheinend häufigste Deutung: Menschen, die zwar ein Sexualleben haben, durchaus auch phasenweise monogam, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen – und dadurch keine wirkliche Bindung zu einem Partner zulassen.
[...]
Auch hier im Forum scheint mir der Begriff vielfältig genutzt zu werden. Aber eher selten in dem Sinne, wie ich ihn oben erwähnt habe.
Sag bloß... das ist halt eine Normalo-Definition und die meisten Normalos können sich nunmal nicht vorstellen, dass man nie Sex hat. Zumindest gelegentlich Sex hat man doch immer, oder....?
Wenn gelegentlich Sex haben zur Definition von Bindungsangst dazugehört, dann sind alle HC-ABs bindungsfähig. Yay! :tanzen2:

Wenn man das entsprechend ändert:
Menschen, die zwar ein Sexualleben haben, durchaus auch phasenweise monogam, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen...
Was würde das an der Aussage ändern? Nichts. Man berücksichtigt nur, dass es auch sexlose Menschen gibt.
Wie wäre es mit "Menschen, die zwar einen Beziehungswunsch oder sogar ein lockeres Beziehungsleben haben, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen" ?

Denn ohne Beziehungswunsch oder Beziehungsleben ist es nicht weiter ungewöhnlich, wenn man keine emotionale Nähe zulässt.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 25. August 2019, 20:00

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 19:58
Wie wäre es mit "Menschen, die zwar einen Beziehungswunsch oder sogar ein lockeres Beziehungsleben haben, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen" ?
So zu sein, wäre für mich eindeutig eine Verbesserung.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Tania » Sonntag 25. August 2019, 20:03

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:00
Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 19:58
Wie wäre es mit "Menschen, die zwar einen Beziehungswunsch oder sogar ein lockeres Beziehungsleben haben, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen" ?
So zu sein, wäre für mich eindeutig eine Verbesserung.
Wie bist Du denn jetzt? Also, wo sind die Unterschiede zwischen Dir und dieser Beschreibung?

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 25. August 2019, 20:06

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:03
Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:00
Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 19:58
Wie wäre es mit "Menschen, die zwar einen Beziehungswunsch oder sogar ein lockeres Beziehungsleben haben, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen" ?
So zu sein, wäre für mich eindeutig eine Verbesserung.
Wie bist Du denn jetzt? Also, wo sind die Unterschiede zwischen Dir und dieser Beschreibung?
Ich habe nicht einmal ein lockeres Beziehungsleben. Ich habe 0 % das Gefühl, für Frauen anziehend zu sein. Selbst online kommen keine Kontakte zustande.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Tania » Sonntag 25. August 2019, 20:20

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:06
Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:03
Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:00
So zu sein, wäre für mich eindeutig eine Verbesserung.
Wie bist Du denn jetzt? Also, wo sind die Unterschiede zwischen Dir und dieser Beschreibung?
Ich habe nicht einmal ein lockeres Beziehungsleben. Ich habe 0 % das Gefühl, für Frauen anziehend zu sein. Selbst online kommen keine Kontakte zustande.
Deswegen ja "Beziehungswunsch oder lockeres Beziehungsleben".

Aber es geht hier ja eigentlich um Beziehungsangst. Ob Du darunter leidest, findest Du vermutlich raus, wenn mal eine Frau Interesse zeigt.

Dagegen sind die Dinge, die ich beschrieben habe, natürlich Luxusprobleme. Ich hab keine Angst vor Bindung, nur davor, verletzt zu werden. Und selbst die ist nicht allzu groß. Und ich mache Bindungen nur an Emotionen fest, nicht an den von NeC beschriebenen "Beziehungsstatussymbolen" - wodurch mir durchaus mal Bindungsangst unterstellt werden könnte.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 25. August 2019, 20:22

Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:20
Ob Du darunter leidest, findest Du vermutlich raus, wenn mal eine Frau Interesse zeigt.
Also nie mehr.
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 25. August 2019, 20:34

Bindungsangst äußert sich bei mich vor allem wann ich verliebt bin.
Wann ich auch glaube, chancen bei diese frau zu haben.
Wann ich eigentlich mit diesen person zusammen sein möchte.

Aber irgendwas in mir das sabotiert, versucht es zu verhindern.
Aus angst für der nähe.

Trotz den schlimmen liebskummer war ein teil in mir bei jedes mal das ich gekorbt würde erleichtert.

Hier ein link; ich erkenne da so einiges zurück:

https://www.palverlag.de/lebenshilfe-ab ... angst.html
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Reinhard » Sonntag 25. August 2019, 20:35

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:22
Tania hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:20
Ob Du darunter leidest, findest Du vermutlich raus, wenn mal eine Frau Interesse zeigt.
Also nie mehr.
Wenn du bei dieser pessimistischen Einstellung bleibst, dann tatsächlich nie mehr.
(Logikanmerkung: ich treffe keine Aussage über die Folgen einer Änderung der Einstellung.)
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 25. August 2019, 20:39

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:35

(Logikanmerkung: ich treffe keine Aussage über die Folgen einer Änderung der Einstellung.)
So kann man sich auch rausreden.

Wie wird man denn von einem Tag auf den anderen zu einer Frohnatur? Wie hast du das geschafft? Wie bist du für Frauen attraktiv geworden?
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Peter » Sonntag 25. August 2019, 21:41

Brax hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 19:48
Peter hat geschrieben:
Samstag 24. August 2019, 09:44
... Weshalb ich im Internet ein wenig recherchiert habe. ... Beim Überfliegen ist die anscheinend häufigste Deutung: Menschen, die zwar ein Sexualleben haben, durchaus auch phasenweise monogam, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen – und dadurch keine wirkliche Bindung zu einem Partner zulassen.
[...]
Auch hier im Forum scheint mir der Begriff vielfältig genutzt zu werden. Aber eher selten in dem Sinne, wie ich ihn oben erwähnt habe.
Sag bloß... das ist halt eine Normalo-Definition und die meisten Normalos können sich nunmal nicht vorstellen, dass man nie Sex hat. Zumindest gelegentlich Sex hat man doch immer, oder....?
Wenn gelegentlich Sex haben zur Definition von Bindungsangst dazugehört, dann sind alle HC-ABs bindungsfähig. Yay! :tanzen2:

Wenn man das entsprechend ändert:
Menschen, die zwar ein Sexualleben haben, durchaus auch phasenweise monogam, aber kaum emotionale Nähe zulassen und keine Verpflichtungen eingehen...
Was würde das an der Aussage ändern? Nichts. Man berücksichtigt nur, dass es auch sexlose Menschen gibt.


... und ehrlich gesagt habe ich ein bisschen das Gefühl, du willst uns subtil sagen, dass wir uns unsere Bindungsangst nur einbilden, weil die "häufigste Definition" nicht auf uns zutrifft.
Du hast etwas wesentliches weggelassen. Nämlich, dass es anscheinend keine wissenschaftliche oder medizinische Definition des Begriffs gibt.
Daher auch die Formulierung Deutung.
Und deshalb auch die Frage, was die verschiedenen User unter dem Begriff verstehen.

Wie Du darauf kommst, dass ich sagen will, jemand würde sich seine Ängste einbilden, verstehe ich jedoch nicht.
Ich habe explizit geschrieben, dass es auf mich wirkt, als ob eine Vielzahl verschiedener Ängste bezüglich körperlicher Nähe und dem Einlassen auf andere Menschen mit dem Begriff Bindungsangst belegt werden.
Und da Bindungsangst ohne feststehende Definition schwammig ist, habe ich eben ganz konkret gefragt, was der einzelne darunter für sich versteht. Also auch explizit nach den Ängsten gefragt.
Es geht immer um Andrea!

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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Reinhard » Sonntag 25. August 2019, 22:12

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:39
Wie wird man denn von einem Tag auf den anderen zu einer Frohnatur? Wie hast du das geschafft? Wie bist du für Frauen attraktiv geworden?
Ich würde nicht behaupten, dass ich für Frauen attraktiv geworden bin. Ich bemerke keine hinreichende Rechtfertigung für die Verwendung der unbestimmten Mehrzahl.

Ich würde mich auch nicht direkt als Frohnatur bezeichnen. Aber ich schaffe es halt, mich nicht runterziehen zu lassen. Wenn es schlecht läuft, dann läuft es halt mal schlecht, das muss ich nicht persönlich nehmen. Vielleicht kann ich die Haltung mit einem Zitat von Karl Valentin verdeutlichen:
Ich freue mich darüber, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freuen würde, regnet es auch. Also kann ich mich auch darüber freuen.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

Seb-X
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Re: Was ist für euch Bindungsangst?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 25. August 2019, 23:07

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 22:12
Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 20:39
Wie wird man denn von einem Tag auf den anderen zu einer Frohnatur? Wie hast du das geschafft? Wie bist du für Frauen attraktiv geworden?
Ich würde nicht behaupten, dass ich für Frauen attraktiv geworden bin. Ich bemerke keine hinreichende Rechtfertigung für die Verwendung der unbestimmten Mehrzahl.

Ich würde mich auch nicht direkt als Frohnatur bezeichnen. Aber ich schaffe es halt, mich nicht runterziehen zu lassen. Wenn es schlecht läuft, dann läuft es halt mal schlecht, das muss ich nicht persönlich nehmen. Vielleicht kann ich die Haltung mit einem Zitat von Karl Valentin verdeutlichen:
Ich freue mich darüber, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freuen würde, regnet es auch. Also kann ich mich auch darüber freuen.
Dann wozu soll man sich überhaupt noch anstrengen?
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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