Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

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NeC
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von NeC » Mittwoch 4. September 2019, 08:56

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 01:51
NeC hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 18:39
[Es gibt] auch Menschen, die schon sehr früh in der Kennenlernphase etwas in uns zum klingen bringen, wodurch dann sämtliche möglichen Inkompatibilitäten, die man ggf. kommen sieht, einfach wie durch Zauberei weggewischt werden. Und das ist nicht nur ein kurzfristiger Verliebtheits-Effekt, sondern funktioniert auch z.B. bei der Wieder-Annäherung aneinander nach einem Streit oder einer heftigeren Meinungsverschiedenheit. (Hmm, okay, vielleicht ist es doch Verliebtheit. Aber dann war das bei mir nicht bloß ein Strohfeuer, sondern ein lang anhaltendes oder immer wiederkehrendes Gefühl)

Ich fürchte, ich traue mich nicht mehr, ein intimeres Kennenlernen zuzulassen, bevor sich dieses Gefühl nicht eingestellt hat.

Und vor meiner ersten Beziehung war das definitiv anders. Da habe ich mich Hals-über-Kopf und mit einer Ur-Zuversicht in jede der zugegebenermaßen wenigen Beziehungsanbahnungssituationen gestürzt.
Genau diese Ur-Zuversicht ist eine sehr wichtige Sache, die mir fehlt, um eine Anbahnung in die richtigen Bahnen zu lenken (wenn es denn mal eine gibt). Ich finde das beeindruckend, dass du dieses Hals über Kopf trotz ABtum vor deiner ersten Beziehung konntest (aber auch schade, dass du da jetzt befangener bist).
Ich glaube, zu meiner AB-Zeit war das einfach das Original-Teenager-Verhalten. :lol:
Keine Erfahrungen bedeutet eben auch, dass man das Gefühlschaos nicht kennt. Natürlich fand ich auch damals schon das eine oder andere Mädel ziemlich gut :schuechtern: , aber wegen meiner vielen AB-Gründe kam ich keiner davon jemals wirklich emotional nahe. Ich wusste damals auch nicht, was verlieben eigentlich ist. Ich musste erst die 30 überschreiten, bis es mir erstmalig passiert ist. Als ich dann auf einmal Frauen näher kam, war das spannend und aufregend und ich habe mich wohl fast wie ein Teenager selbst ausprobiert. Vielleicht aus heutiger Sicht gelegentlich auch etwas zu naiv.

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 01:51
Ich finde es als ABine auch schwierig, einen Verliebtheitseffekt von einer wahren emotionalen Anziehung zu unterscheiden, weil es in meinen seltenen Anbahnungen nie weit genug gekommen ist, dass dieser Effekt dann mal hätte abebben können.
Mittlerweile kenne ich emotionale Anziehung auch ohne Verliebtheits-Effekt. :verwirrt:

Ich würde sagen, Verliebtheit ist dadurch gekennzeichnet, dass einem der betreffende Mensch wirklich ständig in den Gedanken herumschwirrt. Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit im Job sinken, Hobbies werden irgendwie belanglos. Man will denjenigen am liebsten ständig treffen und um sich haben. :D

Die emotionale Anziehung dagegen gibt es denke ich auch bei guten Bekannten des bevorzugten Geschlechts. Man spürt, dass man in den eigenen Werten und bei der Bewertung der Welt einfach auf sehr ähnlicher Wellenlänge ist, und auch gegenseitig interessiert an nicht nur dem Leben, sondern auch den Gedanken des anderen ist.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Mittwoch 4. September 2019, 12:16

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 01:51
Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:17
Wie es letztlich laufen wird, weiß man vorher ja leider nie. Aber wenn es mies laufen sollte: was spricht dann dagegen, es einfach wieder zu beenden?
Ich glaube, genau diese gedankliche Leichtigkeit fehlt da in der Vorstellungskraft eines ABs.
Ach, so wirklich leicht ist der Gedanke nicht. Ich weiß ja, dass es weh tut, eine Beziehung zu beenden. Sogar wenn sie zum Ende hin nur noch scheisse war ... Man verabschiedet sich ja nicht nur von einem Menschen, der einem (auch wenn er sich vielleicht gerade wie ein Arsch verhält) ans Herz gewachsen ist, sondern auch von einer Menge Gewohnheiten, Hoffnungen, Träumen ....
Wenn ich es nie auf die Reihe bekommen habe, in einer Beziehung anzukommen und irgendwann packe ich das aus irgendwelchen Gründen, dann will ich sie doch nicht einfach wieder beenden.
Wie gesagt, einfach ist es nicht. Macht man eigentlich nur, wenn man sicher ist, dass es mindestens einem der Beteiligten ohne die Beziehung besser geht als mit (... und das kann auch durchaus der Partner sein). Und dann ist der Wille, es zu beenden, durchaus vorhanden. Insbesondere weil es auch ausgesprochen friedliche Trennungen gibt, bei denen mal einander hinterher durchaus noch mag und gern begegnet. Frei nach dem Motto "lieber ne gute Freundschaft als ne scheiss Beziehung".

Ich würde nie eine Beziehung mit dem Gedanken beginnen "Ach, probieren wir es mal, wenn es nicht läuft, dann beenden wir es halt wieder.". Wenn schon, dann mit ganzem Herzen und der Hoffnung auf ein langes gemeinsames Leben. Aber die Gewissheit, dass ich es jederzeit beenden könnte, hilft recht gut gegen die Angst, dass die Beziehung sich als toxisch erweisen könnte. Und die Gewissheit, dass es mir selbst nach einer Trennung nicht schlechter gehen würde als jetzt (ich bin jetzt Single, ich wäre nach einer Trennung wieder Single), hilft gegen die Angst vor einer Bruchlandung.
Ich finde es als ABine auch schwierig, einen Verliebtheitseffekt von einer wahren emotionalen Anziehung zu unterscheiden, weil es in meinen seltenen Anbahnungen nie weit genug gekommen ist, dass dieser Effekt dann mal hätte abebben können.
Ach, den Unterschied merkst Du schnell. Verliebtheit ist so, wie NeC es beschrieben hat - sehr intensiv, aber m.E. auch ausgesprochen nervig. Liebe kommt danach .... und ist ein wesentlich ruhigeres, beständigeres Gefühl. Man hat den Anderen quasi in sein Leben integriert, als Teil seiner Wohlfühlzone akzeptiert ... es ist wie eine sehr gute Freundschaft, nur intensiver. Das Wort "Beziehung" kommt ja daher, dass man sich bei allem, was man tut, auf den Anderen bezieht - und dass einem das völlig natürlich vorkommt und sich überhaupt nicht nach Zwang anfühlt.

Oder, anders ausgedrückt: wenn der Typ, in den Du verliebt bist, auf Deiner Couch sitzt, freust Du Dich, bist gleichzeitig irgendwie flatterig und nervös und aufgeregt .... er ist zwar hochwillkommen, aber irgendwie doch ein Fremdkörper. Wenn der Typ, den Du liebst, auf Deiner Couch sitzt, wirkt die Couch vollständig. Er gehört da einfach hin.

Vielen reicht das letztgenannte Gefühl nicht, sie flattern von einer Verliebtheit zur nächsten. Andere überspringen die Verliebtheit einfach. Geht auch.

Vielleicht sollten wir ja mal ne Umfrage zum Thema "Was muss ein Mensch, mit dem Du Sex willst, mitbringen?" starten ;)
:daumen:
(Ich denke gerade selbst drüber nach …)
Erledigt :daumen: viewtopic.php?f=42&t=25689

Will ja nicht, dass Du umsonst drüber nachdenkst ;)

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 4. September 2019, 20:54

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 01:51
Ich finde den Thread gut, die Diskussion hat mir nochmal einige ungelöste Punkte vor Augen geführt.
:daumen: :D

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 01:51
Ich denke, in der ersten Phase des Kennenlernens ist es ja normal, dass man sich eher von seiner Schokoladenseite zeigen möchte – und natürlich dabei keine komplett andere Person vorgaukelt, aber eben auch nicht gleich anfängt, mit den eigenwilligen Special Effects um sich zu werfen. Wahrscheinlich kommen die dann eh automatisch irgendwann an's Licht (wie das ja auch bei Freundschaften bis zu einem gewissen Punkt so ist) … Nur wenn ich es mir recht überlege, habe ich mich in so Anbahnungssituationen immer nicht so recht aus der Deckung hervorgewagt. Ich glaube, da fehlte mir irgendwie so ein Vertrauen, dass ich jetzt mal einfach weitermachen könnte und alles, was dabei von mir zum Vorschein kommt, ist dann so auch in Ordnung und derjenige mag mich trotzdem oder gerade wegen dieser Mischung.
Ja, ich befürchte auch dauernd, dass irgendwann der faule, unordentliche, misanthropische Zyniker aus mir hervorbricht, dessen Welteroberungspläne nur deshalb scheitern, weil er so unkommunikativ und langweilig ist. :twisted:


Die gesündere Einstellung ist wohl, dass auch ganz normale und her langweilige Typen eine Beziehung haben können; und wenn einen jemand nicht mag wegen sowas, dann passt es halt mit der Person nicht; und nicht, dass es an einem selber liegt. Oder dass man deshalb gleich folgern könnte, dass es mit niemandem passen kann.

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 01:51
Lilia hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:44
… Ich wette, viele ertappen sich dabei, für den anderen mitzudenken ("Die Sache ist aussichtslos - der-/diejenge wird mich nicht wollen, weil ....") oder sich selbst Steine in den Weg zu legen ("Wohnt zu weit weg, hat andere Hobbys, ...).

Ich glaube, viele wollen insgeheim eine Beziehung, auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht - nur sind sie nicht bereit, viel zu investieren.
Ich muss gestehen, das kenne ich auch von mir, dieses "Mitdenken" für die anderen. Und auch dieses Steine in den Weg legen kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte das auch schon, dass ich dabei war, Gefühle für jemanden zu entwickeln, aber der Kopf hat immer schön Gründe gefunden, warum das jetzt eigentlich gar nicht passen würde.
Mir ist nur nicht ganz klar, wie man diesen Konflikt lösen kann bzw. ob er nicht auch irgendwo begründet ist (oder ob es einfach Angst ist, sich auf eine Nähe einzulassen, die einem dann wieder entzogen werden kann).

Das eine sind die "passt doch eh nicht, kann gar nicht funktionieren" - Gedanken. Das andere ist mehr so die Richtung "da würde ich mich doch zum Vollhorst machen, wenn die rausfindet, dass ich an ihr interessiert bin, aber sie nix Interessantes an mir finden wird".


Naja, vielleicht hilft es ja, aufzuschreiben, was man alles für Selbstsabotagegedanken haben kann?
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 5. September 2019, 11:50

Krausig hat geschrieben:
Dienstag 3. September 2019, 19:54
Studium ist was Anderes, das kannst du allein entscheiden.
Ob du Sex mit Frauen bekommst, nicht. Und wie es dir da wichtig sein kann, die Option auf mehrere Frauen zu haben, wenn du seit Jahren nie auch nur eine einzige hattest, das geht mir nicht in den Kopf.
Mir ist Freiheit sehr wichtig, bin hier durch viele Entscheidungen meiner Eltern über meinen Kopf gegen meinen Willen traumatisiert.
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 00:10
"Wer Sex will, muss das erfüllen, was sein Gegenüber braucht, um Sex genießen zu können."
Mein Ziel wäre eine schöne Zeit für uns beide und kein rücksichtslosen Nehmen was ich will. Ich traue mir das zu.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Donnerstag 5. September 2019, 12:42

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 11:50
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 00:10
"Wer Sex will, muss das erfüllen, was sein Gegenüber braucht, um Sex genießen zu können."
Mein Ziel wäre eine schöne Zeit für uns beide und kein rücksichtslosen Nehmen was ich will. Ich traue mir das zu.
Wie kannst Du Dir das so pauschal zutrauen, wenn Du noch gar keine Ahnung hast, was Deine hypothetische Partnerin braucht, um Sex genießen zu können? Die Vorstellungen der Damen können doch ziemlich variieren .... Oder trägst Du präventiv immer einen 25x6-Penis, ein Fesselset, einen Whirlpool, ein Candlelightdinner und ein Privatflugzeug mit Dir herum, um sämtlichen eventuellen Anfragen begegnen zu können? ;)

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von knopper » Donnerstag 5. September 2019, 12:53

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 12:42
Oder trägst Du präventiv immer einen 25x6-Penis, ein Fesselset, e
lol....ähm sowas gibts tatsächlich, Stichwort Gummi... :D aber gut du meintest es evt. nur symbolisch :mrgreen:

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Zwerg » Donnerstag 5. September 2019, 14:45

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 31. August 2019, 22:35
Vor allem bei Frauen gibt es wohl noch den Biologische-Uhr-Grund. Das dient dann aber wirklich gut zum Illustrieren, was ich meine, weil da geht es ja überhaupt nicht um den Partner. Die Frauen wollen lieber Kinder als einen Mann, und eigentlich brauchen sie eher einen Samenspender als eine Beziehung.

Sich auf andere Menschen einzulassen und sie zu ertragen scheint schwierig zu sein. :cry: Vor allem wenn es dann noch ein Mensch des anderen Geschlechts ist.


... trübsinnigen Gedanken belästigen... :shy:
Ich will hier nur zu einem, nämlich diesem Aspekt deiner "trübsinnigen Gedanken'" widersprechen. Egal ob Du jetzt Kinder willst, traue ich Dir zu, das auch richtig zu beurteilen. Die allermeisten Frauen mit Kinderwunsch wollen nicht nur einen Samenspender und auch nicht nur einen Zahlvater. Jenseits aller noch existierenden alternativen Muster sehen sie nämlich die Vorteile der klassischen Familie für die Erziehungssituation in ihrer Gesamtheit. Beispiele für disfunktionale Beziehungen sind da kein Gegenargument.

Was das Einlassen und Ertragen im Allgemeinen angeht, stimme ich Dir zu. Sind die Menschen weniger leidensfähig oder robust, vielleicht auch risikoscheuer? Das wäre eigenartig, wo eine gescheiterten Beziehung/Trennung heute nicht mehr so wie in der Vergangenheit als Makel an einem kleben bleibt. Vermutlich wiegt die Vielfalt der Optionen das nicht auf.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Saraj » Donnerstag 5. September 2019, 16:29

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 31. August 2019, 22:35
Ich habe den Eindruck, die Frauen wollen heute lieber nur mit ihrer besten Freundin abhängen. Und die Männer wollen nur Sex.
Diesen Eindruck hatte ich noch nie, aber ich kenne auch nicht viele Leute.

Sich langfristig auf einen anderen Menschen einzulassen ist (manchmal) schwierig, das sehe ich auch so. Vor allem wenn dieser Mensch so ganz anders ist als man selbst. Aber ich finde auch, dass es sich gerade deswegen sehr lohnt. "Beziehungsarbeit" ist bereichernd. Im Idealfall nicht nur für die eigene Persönlichkeit, sondern auch für den anderen. Ich finde man wächst persönlich daran, sich langfristig auf jemanden einzulassen und nicht nur auf ihn einzulassen, sondern zu versuchen, von ihm her zu denken und für ihn zu handeln.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Zwerg » Donnerstag 5. September 2019, 16:51

Saraj hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 16:29
"Beziehungsarbeit" ist bereichernd.
Bereichernd ist schon etwas euphemistisch. Meine Frau erwartet von mir z.B. aus ihren Gesichtszügen Stimmungen abzulesen. Nun bin ich kein Hellseher und war darin entweder wegen gewisser autistischer Züge oder Schüchternheit nie besonders gut. Wie soll man das in meinem Alter noch lernen? Bereichernd ist Beziehungsarbeit nur selten. Meistens einfach nur anstrengend.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Hanuta » Donnerstag 5. September 2019, 17:02

Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 16:51
Saraj hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 16:29
"Beziehungsarbeit" ist bereichernd.
Bereichernd ist schon etwas euphemistisch. Meine Frau erwartet von mir z.B. aus ihren Gesichtszügen Stimmungen abzulesen. Nun bin ich kein Hellseher und war darin entweder wegen gewisser autistischer Züge oder Schüchternheit nie besonders gut. Wie soll man das in meinem Alter noch lernen? Bereichernd ist Beziehungsarbeit nur selten. Meistens einfach nur anstrengend.
Arbeit schweißt ja auch zusammen. Man würde die Arbeit ja kaum investieren, wenn man darin keinen Sinn sehen würde.
Menschen lernen vor allem das zu schätzen wofür sie gearbeitet haben.
Daher, auch wenn es anstrengend ist, ist man denke ich ganz froh, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 5. September 2019, 22:43

Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 14:45
Reinhard hat geschrieben:
Samstag 31. August 2019, 22:35
Vor allem bei Frauen gibt es wohl noch den Biologische-Uhr-Grund. Das dient dann aber wirklich gut zum Illustrieren, was ich meine, weil da geht es ja überhaupt nicht um den Partner. Die Frauen wollen lieber Kinder als einen Mann, und eigentlich brauchen sie eher einen Samenspender als eine Beziehung.

Sich auf andere Menschen einzulassen und sie zu ertragen scheint schwierig zu sein. :cry: Vor allem wenn es dann noch ein Mensch des anderen Geschlechts ist.


... trübsinnigen Gedanken belästigen... :shy:
Ich will hier nur zu einem, nämlich diesem Aspekt deiner "trübsinnigen Gedanken'" widersprechen. Egal ob Du jetzt Kinder willst, traue ich Dir zu, das auch richtig zu beurteilen. Die allermeisten Frauen mit Kinderwunsch wollen nicht nur einen Samenspender und auch nicht nur einen Zahlvater. Jenseits aller noch existierenden alternativen Muster sehen sie nämlich die Vorteile der klassischen Familie für die Erziehungssituation in ihrer Gesamtheit. Beispiele für disfunktionale Beziehungen sind da kein Gegenargument.
Die Aussage im Threadtitel und -text "keine Beziehung wollen" ist jetzt nicht so gemeint, dass sie auf Biegen und Brechen außerhalb einer Beziehung sein wollen. Es geht mehr um das Wollen als bevorzugte Alternative. Wenn man in einer gutlaufenden Beziehung ist, nehme ich schon auch an, dass die meisten drinbleiben wollen. Aber wenn man nicht in einer Beziehung ist, scheint mir, dass viele nicht wieder in eine Beziehung wollen. Also gerade die Beziehungserfahrenen. Naja, so zumindest mein Eindruck, der eben den Thread jetzt ausgelöst hat. Also die Frage, ob eine Beziehung als positiver Wert an sich angesehen wird und angestrebt wird --- oder ist das mehr ein zufälliger Zustand?

Die Quoten an Scheidungen, Trennungen und Alleinerziehenden sprechen eher dafür, dass die Menschen heute eher wieder raus wollen, anstatt die Beziehung zu erhalten. Ich behaupte jetzt nicht, dass sie nur einen "Samenspender" gesucht hätten und eine Beziehung gar nicht gewollt hätten ... ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich etwas behauptet habe, oder nur einen Input wollte? :gruebel:

Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 14:45
Was das Einlassen und Ertragen im Allgemeinen angeht, stimme ich Dir zu. Sind die Menschen weniger leidensfähig oder robust, vielleicht auch risikoscheuer? Das wäre eigenartig, wo eine gescheiterten Beziehung/Trennung heute nicht mehr so wie in der Vergangenheit als Makel an einem kleben bleibt. Vermutlich wiegt die Vielfalt der Optionen das nicht auf.
Vielleicht trennen sie sich auch lieber, oder lassen sich erst gar nicht aufeinander ein, weil das eben weniger als Makel gilt? Wenn man heute drei Kinder von drei verschiedenen Partnern hat, gilt man eher als unabhängig als als verantwortungslos? (Die Aussage soll jetzt erstmal geschlechtsunabhängig in den Raum gestellt sein.)
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Donnerstag 5. September 2019, 23:15

Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 22:43
Aber wenn man nicht in einer Beziehung ist, scheint mir, dass viele nicht wieder in eine Beziehung wollen. Also gerade die Beziehungserfahrenen. Naja, so zumindest mein Eindruck, der eben den Thread jetzt ausgelöst hat.
Kannst Du vielleicht mal paar Zitate bringen, die nachvollziehen lassen, wie Du zu diesem Eindruck gekommen bist? Denn mein Eindruck ist eher, dass es da eine Reihenfolge gibt:
dysfunktionale, anstrengende, unglückliche Beziehung < Singledasein < funktionale, arbeitsreiche, glückliche Beziehung < Rosarotewolkenmitglitzereinhornbeziehung

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von ComebackCat » Donnerstag 5. September 2019, 23:57

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 23:15
Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 22:43
Aber wenn man nicht in einer Beziehung ist, scheint mir, dass viele nicht wieder in eine Beziehung wollen. Also gerade die Beziehungserfahrenen. Naja, so zumindest mein Eindruck, der eben den Thread jetzt ausgelöst hat.
Kannst Du vielleicht mal paar Zitate bringen, die nachvollziehen lassen, wie Du zu diesem Eindruck gekommen bist? Denn mein Eindruck ist eher, dass es da eine Reihenfolge gibt:
dysfunktionale, anstrengende, unglückliche Beziehung < Singledasein < funktionale, arbeitsreiche, glückliche Beziehung < Rosarotewolkenmitglitzereinhornbeziehung
Alleine die Worte "Arbeit" und "funktional" in Zusammenhang mit sozialen Beziehungen finde ich schon schwierig.
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Freitag 6. September 2019, 00:02

ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 23:57

Alleine die Worte "Arbeit" und "funktional" in Zusammenhang mit sozialen Beziehungen finde ich schon schwierig.
Ich glaube, es geht nicht um allgemeine soziale Beziehungen, sondern konkret um Liebesbeziehungen zwischen zwei Menschen.

Was findest Du an den Worten schwierig?

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von ComebackCat » Freitag 6. September 2019, 00:11

Tania hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 00:02
ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 23:57

Alleine die Worte "Arbeit" und "funktional" in Zusammenhang mit sozialen Beziehungen finde ich schon schwierig.
Ich glaube, es geht nicht um allgemeine soziale Beziehungen, sondern konkret um Liebesbeziehungen zwischen zwei Menschen.

Was findest Du an den Worten schwierig?
"Arbeit" klingt nach Anstrengungen und Mühen, die man ja eigentlich generell nicht unbedingt in seiner Freizeit auf sich nehmen möchte. Und mit "funktional" verbinde ich "nützlich" oder "zweckmäßig", damit assoziiere ich eher Büromaterialien oder Werkzeuge als Menschen.

Aber ich habe natürlich auch keine Ahnung von Beziehungen.
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von alex321 » Freitag 6. September 2019, 00:13

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 23:15
Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 22:43
Aber wenn man nicht in einer Beziehung ist, scheint mir, dass viele nicht wieder in eine Beziehung wollen. Also gerade die Beziehungserfahrenen. Naja, so zumindest mein Eindruck, der eben den Thread jetzt ausgelöst hat.
Kannst Du vielleicht mal paar Zitate bringen, die nachvollziehen lassen, wie Du zu diesem Eindruck gekommen bist? Denn mein Eindruck ist eher, dass es da eine Reihenfolge gibt:
dysfunktionale, anstrengende, unglückliche Beziehung < Singledasein < funktionale, arbeitsreiche, glückliche Beziehung < Rosarotewolkenmitglitzereinhornbeziehung
Ich habe auch schon ein paar mal den Eindruck bekommen dass Menschen in unglücklichen Beziehungen Singles beneiden. Zum Beispiel als in der Arbeit mein Singledasein zur Sprache kam, meinte ein offensichtlich nicht sehr glücklich verheirateter Kollege, ich könne eigentlich eh froh sein single zu sein weil ich da frei sei und Sex haben kann mit wem ich will ... wenn der wüsste dass ich völlig unerfahren bin und mit dieser "großartigen" sexuellen Freiheit absolut nichts anfangen kann.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Freitag 6. September 2019, 00:43

ComebackCat hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 00:11

"Arbeit" klingt nach Anstrengungen und Mühen, die man ja eigentlich generell nicht unbedingt in seiner Freizeit auf sich nehmen möchte.
Leider bestehen Beziehungen in der Praxis nur sehr selten ausschließlich aus geilem Sex und händchenhaltendem Überdenstrandlaufen. Um in den Genuss der Vorteile zu kommen, ist meist etwas Arbeit nötig. Oder etwas mehr. Von Abstimmen eines Termins für das nächste Treffen über Debatten, ob lieber eine Kreuzfahrt oder ein Moped finanziert wird bis zu jahrelanger Pflege der gebrechlichen Schwiegereltern.... Für viele Beziehungsmenschen ist das alles aber ein akteptabler Preis dafür, jeden Tag neben einem geliebten Menschen einschlafen zu können. Oder fast jeden .... wenn ne spannende Liveübertragung läuft, dann bleibt es auch mal bei gemeinsamem Aufwachen ;)
Und mit "funktional" verbinde ich "nützlich" oder "zweckmäßig", damit assoziiere ich eher Büromaterialien oder Werkzeuge als Menschen.
Ich hab ja auch nicht "funktionaler Mensch" geschrieben, sondern "funktionale Beziehung". Die ist im Idealfall durchaus nützlich und zweckmäßig ...

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 6. September 2019, 10:41

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 5. September 2019, 12:42
Wie kannst Du Dir das so pauschal zutrauen, wenn Du noch gar keine Ahnung hast, was Deine hypothetische Partnerin braucht, um Sex genießen zu können? Die Vorstellungen der Damen können doch ziemlich variieren .... Oder trägst Du präventiv immer einen 25x6-Penis, ein Fesselset, einen Whirlpool, ein Candlelightdinner und ein Privatflugzeug mit Dir herum, um sämtlichen eventuellen Anfragen begegnen zu können? ;)
Ich kann reden, zuhören, denken, Rücksicht nehmen, bin sexuell sehr offen (nur NS und KV lehne ich ab) :) Klar, was sehr teures kann ich nicht bieten, aber als antikapitalistischer Globalisierungsgegner würde ich eh keine Golddiggerin wollen. Einen schönen Körper kann ich nicht bieten, aber denn verlange ich auch nicht.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Freitag 6. September 2019, 12:04

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 10:41
Ich kann reden, zuhören, denken, Rücksicht nehmen, bin sexuell sehr offen (nur NS und KV lehne ich ab) :) Klar, was sehr teures kann ich nicht bieten, aber als antikapitalistischer Globalisierungsgegner würde ich eh keine Golddiggerin wollen. Einen schönen Körper kann ich nicht bieten, aber denn verlange ich auch nicht.
Damit kannst Du aber nur einem Teil aller Frauen eine schöne Zeit bescheren. Klar, die genannten Punkte sind durchaus attraktiv, aber recht viele Damen wünschen sich - sofern sie überhaupt eine Affäre wünschen - doch ein paar Dinge mehr.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von NeC » Freitag 6. September 2019, 13:19

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 10:41
Ich kann reden, zuhören, denken, Rücksicht nehmen
Das klingt zwar erstmal sehr positiv, aber ich fürchte, Du hast bei dieser Formulierung etwas anderes im Sinn, als es sich viele Frauen wünschen. Du schreibst ja öfter, dass Dich soziale Situationen mit Leuten, die Deinen Lebensstil und Deine Interessen nicht teilen, nicht interessieren. z.B. Leute mit Familie oder ausgeprägter Lust auf Reisen oder sportliche Aktivitäten. Mit denen magst Du eigentlich nicht reden und denen auch nicht zuhören. Damit fürchte ich, würdest Du leider nur bei Deinen speziellen Themen und beim Abstimmen der sexuellen Aktivitäten reden, zuhören und mitdenken wollen.

Ich hoffe, Du siehst das nicht als Vorwurf. Es war nur der Gedanke, dass Dir vielleicht nicht klar ist, dass Du mit den gleichen Worten etwas beschreibst, was die gesuchten Frauen ganz anders interpretieren.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 10:41
Einen schönen Körper kann ich nicht bieten, aber denn verlange ich auch nicht.
Vielleicht ist Dir auch hier nicht klar, dass Du sehr wohl einen (für Dich) schönen Körper verlangst. Du schließt Frauen ab einer bestimmten Differenz zu Deinem Lebensalter komplett aus, und Du suchst Frauen, deren Optik Dich sexuell stimuliert. Daran ist auch absolut nichts verkehrt, aber wie gesagt: damit stellst Du Ansprüche an ihren Körper.

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