Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

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Hanuta
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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von Hanuta » Mittwoch 11. September 2019, 15:18

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 14:32
DAS würde ich persönlich aber immer noch als eine Art von Absprache betrachten. Es mag zwar keine explizite, aber zumindest eine implizite Absprache sein.
Man muss ja jetzt nicht die Definition kaputtdiskutieren, sondern sollte sich auf das besinnen, was gemeint war.
Es ist eine Form von Absprache, ja. Sie unterscheidet sich aber sehr stark von dem was in Deutschland üblich ist.
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 14:32
Das Problem rührt doch aber eher daher, dass die Terminpläne meist einfach schon so voll sind… im Grunde eine Angelegenheit, die sich selbst bedingt: Je früher man alle Termine vereinbart, desto gefüllter wird der Terminplan und das führt wiederum dazu, dass man seine Termine noch früher planen muss.
Es geht ja darum, dass viele in Deutschland Termine unbedingt planen müssen und spontane Dinge die Vorbereitungszeit(vor allem mental) sabotieren. Wenn man Kinder hat, dann kann ich es ja noch verstehen, aber viele Singles hätten theoretisch die freie Zeit, um sich spontan zu treffen, aber bevorzugen es aber lieber einen exakten Termin in der Zukunft zu machen, weil man sich dann besser darauf vorbereiten kann.
Wie schnell die vermeintlich obligatorischen Pläne über Bord geworfen werden können, zeigt sich, wenn zwei Menschen plötzlich intimer werden.
Die wenigsten können von sich behaupten, dass ihr Leben wirklich voll mit Verpflichtungen ist und sie daher keine Zeit haben.

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Melli
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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von Melli » Mittwoch 11. September 2019, 17:28

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 11:13
Mir scheint es auch so, dass unser Freundschaft sehr Verschiedenes verstanden wird.
Scheint mir auch so. Mit einer inflationären Vergabe des Ehrentitels "Freund(in)" wäre ich persönlich nicht sehr glücklich :(
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 13:49
In südlichen Ländern sind die "Altentreffs" übrigens noch regelmäßig zu beobachten. Allerdings hocken da irgendwie nur Männer . . :gruebel:
Zumindest mancherorts sitzen die Frauen eher zu Hause bei Kaffee und Kuchen ☕🍰 Aber das wäre dann keine Gelegenheit zum Kennenlernen, sondern setzt ein solches wenigstens mancher Beteiligter in elementarer Form bereits voraus :?
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von Melli » Mittwoch 11. September 2019, 23:30

Mugwump hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 03:44
Natürlich liegt das an der Umgebung. Habe da auch schon innerhalb Deutschlands unterschiedliche Erfahrungen machen dürfen. Womit ich dementsprechend den Beweis hatte, dass nicht ich das Problem war.
Weiß nicht, was ist denn nun wo in D jeweils unterschiedlich und was gleich? Und worin besteht das Problem überhaupt? Könnte ja auch sein, daß an mir etwas ist, womit ich mehr oder weniger überall floppe :(

(Extrembeispiele, selbst wenn sie noch so lustig sind, helfen nicht wirklich weiter. Liegt ja auch allzusehr auf der Hand, daß eine Rheinische Frohnatur, wenn mit mir konfrontiert, sehr schnell ihrer angeborenen Fröhlichkeit verlustig gehen würde :mrgreen:)
Mugwump hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 03:44
Dieses kollektive Verhalten wird von Generation zu Generation weitervererbt.
Das nennt sich Kultur 🙀
Mugwump hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 03:44
So wie Antilopen nicht aufhören werden, Gras zu fressen, und Löwen nicht aufhören werden, Antilopen zu fressen, werden Menschen nicht aufhören, sich wie Menschen zu verhalten.
Im Laufe der Menschheitsgeschichte ist doch einiges an kulturellem Wandel passiert. (Auch bei Feliden läßt sich einiges zur Evolution von Verhaltensmustern feststellen.)

Was man innerhalb einer menschlichen Lebensspanne miterleben kann, ist meistens glücklicherweise nicht viel. Und muß man mehr miterleben, ist es meist keine sehr angenehme Erfahrung. (Ich denke hier v.a. an von außen aufgezwungene Umgangsformen nach verlorenen Kriegen, Kolonialismus u.ä.)
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von Mugwump » Freitag 13. September 2019, 13:45

Melli hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 23:30
Mugwump hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 03:44
Natürlich liegt das an der Umgebung. Habe da auch schon innerhalb Deutschlands unterschiedliche Erfahrungen machen dürfen. Womit ich dementsprechend den Beweis hatte, dass nicht ich das Problem war.
Weiß nicht, was ist denn nun wo in D jeweils unterschiedlich und was gleich? Und worin besteht das Problem überhaupt? Könnte ja auch sein, daß an mir etwas ist, womit ich mehr oder weniger überall floppe :(
Allgemein betrachtet sind Menschen in Großstädten weniger verschlossen und ausgrenzerisch als auf dem Lande. Und selbst Großstädte unterscheiden sich; wenn sie z.B. äußerst begehrt bei Studenten sind, sind die Leute vor Ort generell offener. Oder einen höheren Anteil an gut ausgebildeten liberalen Ausländern haben.

Auf einem kleinen Dorf muss man dagegen wie ein Lemming genormt mit der Masse mitschwimmen, wenn man nicht schnell ausgegrenzt werden will. Individualität ist dort eine grotesk zur Schau gestellte hohle Phrase. In solchen Dörfern bekommt man auch in einem besonders starken Maße Mali auf Dinge, worauf man 0,0 Einfluss nehmen kann (z.B. das Verhalten der eigenen Eltern).
Melli hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 23:30
Mugwump hat geschrieben:
Mittwoch 11. September 2019, 03:44
Dieses kollektive Verhalten wird von Generation zu Generation weitervererbt.
Das nennt sich Kultur 🙀
So viel dazu, dass Kultur das Gegenteil zum selbständigen, reflektiven Verhalten, das der ständigen Selbstverbesserung dient, darstellt. Denn Nachäffen aka Kultur haben auch Schimpansen.

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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von WishIWasAsexual » Samstag 14. September 2019, 00:14

Ich habe in drei verschiedenen Ländern gelebt und kann keine Unterschiede feststellen beim finden und vor allem behalten von Freunden. Es gibt nur insofern welche, dass es leichter oder schwieriger ist mit Personen ins Gespräch zu kommen, das hängt aber auch stark von der jeweiligen Situation ab. In einem anderen Land mag es üblich sein, dass morgens in der Bahn fröhlich geplappert wird, während man hier teilweise böse Blicke kriegt wenn man sich als einzige zu zweit in einem Wagen unterhält. Hier gibt es sogar etwas wie Ruhewagen… Das heisst aber nicht, dass in der Bahn dann alle Freunde sind.

Persönlich denke ich, kommt es stark auf die sozialen Situationen an. Wer im Job kaum Kontakt zu Menschen hat und außer dem Personal im Supermarkt niemanden trifft, der wird es schwer haben Leute kennenzulernen, egal in welchem Land. Wer zurückhaltend/introvertiert/schüchtern ist eher auch. In anderen Ländern kann es sein, dass man sich eher mit einem unbekannten in der Bahn oder 5 min mit der Dame hinter der Fischtheke unterhält und das dort völlig normal ist. Es gibt Kulturen, wo generell Kontakt einfacher ist als hier (ich kann auch nur für Hamburg reden), davon bin ich überzeugt. Aber Freundschaften entstehen dadurch nicht zwingend. Dann muss man immer noch differenzieren, wann ist ein Freund ein Freund. In einem anderen Land gehe ich vielleicht abends in die Bar und finde immer jemanden zum quatschen, egal ob ich den schon kenne oder nicht. Aber selbst wenn ich ihn schon lange kenne, muss das nicht sein, dass ich mit ihm auch ins Kino gehe oder er mich zu seiner Hochzeit einlädt.

Das Alter und die Lebenssituation spielen meiner Erfahrung nach auch eine wichtige Rolle. Wer Familie hat, hatweniger Zeit für andere Dinge. Mit Singles hingegen ist viel einfacher z.B. nach der Arbeit spontan etwas trinken zu gehen.

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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 14. September 2019, 00:21

Ich kann die erfahrenen Probleme bestätigen. Wirklich gut Leute kennenlernen klappte für mich nur in Situationen, wo viele andere auch neu waren wie zu Beginn des Studiums oder vom Zivildienst. Da bilden sich dann Gruppen, die fest bleiben und wo es später für andere sehr schwer ist, reinzukommen. Vllt. hat es damit zu tun, dass bei bekannten Personen bekannt ist, was man an ihnen hat, eine unbekannte Person aber ein Risiko ist, da sie schlechter als die bisherigen Kontakte sein könnte. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Freizeit kommt irgendwann der Punkt, wo ein neuer Kontakt zwangsweise auf Kosten der bestehenden Kontakte gehen würde und da setzen dann die Hemmungen ein. Vieles kann man zwar mit mehreren Leuten gleichzeitig machen, aber bevor jemand dem Freundeskreis vorgestellt wird, will jemand meist erst etwas kennengelernt werden. Ich rede nur von Deutschland, genauer Bayern aufm Land mit der Ausnahme vom Studium in der Großstadt.
WishIWasAsexual hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 00:14
Ich habe in drei verschiedenen Ländern gelebt und kann keine Unterschiede feststellen beim finden und vor allem behalten von Freunden.
Welche Länder? Wenns alle mit einer sehr ähnlichen Kultur waren, würde es mich nicht nicht überraschen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von Hanuta » Samstag 14. September 2019, 00:29

WishIWasAsexual hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 00:14
Ich habe in drei verschiedenen Ländern gelebt und kann keine Unterschiede feststellen beim finden und vor allem behalten von Freunden. Es gibt nur insofern welche, dass es leichter oder schwieriger ist mit Personen ins Gespräch zu kommen, das hängt aber auch stark von der jeweiligen Situation ab. In einem anderen Land mag es üblich sein, dass morgens in der Bahn fröhlich geplappert wird, während man hier teilweise böse Blicke kriegt wenn man sich als einzige zu zweit in einem Wagen unterhält. Hier gibt es sogar etwas wie Ruhewagen… Das heisst aber nicht, dass in der Bahn dann alle Freunde sind.

Persönlich denke ich, kommt es stark auf die sozialen Situationen an. Wer im Job kaum Kontakt zu Menschen hat und außer dem Personal im Supermarkt niemanden trifft, der wird es schwer haben Leute kennenzulernen, egal in welchem Land. Wer zurückhaltend/introvertiert/schüchtern ist eher auch. In anderen Ländern kann es sein, dass man sich eher mit einem unbekannten in der Bahn oder 5 min mit der Dame hinter der Fischtheke unterhält und das dort völlig normal ist. Es gibt Kulturen, wo generell Kontakt einfacher ist als hier (ich kann auch nur für Hamburg reden), davon bin ich überzeugt. Aber Freundschaften entstehen dadurch nicht zwingend. Dann muss man immer noch differenzieren, wann ist ein Freund ein Freund. In einem anderen Land gehe ich vielleicht abends in die Bar und finde immer jemanden zum quatschen, egal ob ich den schon kenne oder nicht. Aber selbst wenn ich ihn schon lange kenne, muss das nicht sein, dass ich mit ihm auch ins Kino gehe oder er mich zu seiner Hochzeit einlädt.

Das Alter und die Lebenssituation spielen meiner Erfahrung nach auch eine wichtige Rolle. Wer Familie hat, hatweniger Zeit für andere Dinge. Mit Singles hingegen ist viel einfacher z.B. nach der Arbeit spontan etwas trinken zu gehen.
Da hast du denke ich absolut recht.
Ich glaube die meisten meinen wenn sie von "besonders schwer Freunde zu finden" sprechen, dass es erstmal schwer ist überhaupt Anschluss zu finden, d.h. die Möglichkeit zu bekommen neue Leute kennenzulernen. Vielen wird diese Möglichkeit eben durch die geringere Offenheit verwehrt und je schüchterner jemand ist, desto schwerer ist es da überhaupt ein Gespräch anzufangen.

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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von Melli » Samstag 14. September 2019, 00:47

Mugwump hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 13:45
Und selbst Großstädte unterscheiden sich
Ja, eben.

(Auf dem Land habe ich übrigens nie gelebt.)
Mugwump hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 13:45
So viel dazu, dass Kultur das Gegenteil zum selbständigen, reflektiven Verhalten, das der ständigen Selbstverbesserung dient, darstellt. Denn Nachäffen aka Kultur haben auch Schimpansen.
Es gibt tatsächlich verschiedene Kulturbegriffe.

(Um Schimpansen würde ich alleine aus Sicherheitsgründen lieber einen großen Bogen machen 🐵)
WishIWasAsexual hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 00:14
Ich habe in drei verschiedenen Ländern gelebt und kann keine Unterschiede feststellen beim finden und vor allem behalten von Freunden.
Welche waren das, wenn ich fragen darf?
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von WishIWasAsexual » Samstag 14. September 2019, 01:03

@LonesomeCoder In solchen Situationen ist es sicherlich einfacher, denn man muss Zeit zusammen verbringen, evtl. zusammen arbeiten und sich kennenlernen wird notwedig, denn es gibt einen Anlass dafür. In Situationen, wo dieser Anlass fehlt, sprich wenn das Kennenlernen per se der Selbstzweck ist, wird es nach meiner Erfahrung schon schwieriger. Mir fällt es viel einfacher z.B. eine Frau in einem Fortbildungskurs oder einer Konferenz anzusprechen, als auf einer Singleparty. Dann gibt es Kulturen, wo das Kennenlernen an sich bzw. die Geselligkeit einfach so schon erwünscht sind und Kulturen, wo man nur bereit ist, Zeit und Energie ins Kennenlernen zu investieren, wenn man sich davon etwas verspricht.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 00:21
Welche Länder? Wenns alle mit einer sehr ähnlichen Kultur waren, würde es mich nicht nicht überraschen.
Diese Info möchte ich mit dem Forum nicht teilen und bitte um Verständnis. Die Länder sind z.T. enorm unterschiedlich, so viel kann ich sagen.
Ich bin Europäer, mit einer kulturellen anstatt geografischer Identität.

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Re: Ist es in Deutschland besonders schwer Freunde zu finden?

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 14. September 2019, 20:37

WishIWasAsexual hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 01:03
@LonesomeCoder In solchen Situationen ist es sicherlich einfacher, denn man muss Zeit zusammen verbringen, evtl. zusammen arbeiten und sich kennenlernen wird notwedig, denn es gibt einen Anlass dafür. In Situationen, wo dieser Anlass fehlt, sprich wenn das Kennenlernen per se der Selbstzweck ist, wird es nach meiner Erfahrung schon schwieriger. Mir fällt es viel einfacher z.B. eine Frau in einem Fortbildungskurs oder einer Konferenz anzusprechen, als auf einer Singleparty. Dann gibt es Kulturen, wo das Kennenlernen an sich bzw. die Geselligkeit einfach so schon erwünscht sind und Kulturen, wo man nur bereit ist, Zeit und Energie ins Kennenlernen zu investieren, wenn man sich davon etwas verspricht.
Noch ein weiterer wichtiger Punkt: sind die anderen auch neu und suchen Anschluss oder sind sie schon länger dort und in eine Gruppe integriert? Zu Beginn des ersten Semesters war Kontakte aufbauen deutlich einfacher als später im Studium. Der Kontext, etwa Besuch der gleichen Vorlesung, war aber der gleiche. Nur hatten in späteren Semestern die meisten schon Gruppen fürs Lernen und Freizeit. Wenn Bedarf daran da war, weil Leute, die ihren festen Wohnsitz in Uninähe hatten, hatten generell weniger Interesse an neuen Bekanntschaften im Studium.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
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