Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

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fredstiller
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Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Montag 9. September 2019, 22:26

Habe eine Weile gezögert, ob ich das posten sollte. Nicht dass mich jemand (er)kennt. Aber ich wag's mal, schön vage...

Ich habe seit einer Weile einen neuen Job. Der Wechsel hat mir gut getan, und sollte es hoffentlich auch bzgl. Aufstiegschancen und Einkommen. Ich habe mich für meinen alten Job nicht geschämt, aber in "akademischeren" Umfeldern doch immer etwas so gefühlt, als hätte ich zuwenig aus meinem Leben, geschweige denn einen "Karriere" gemacht. Was sicher auch auf meine Interaktionen zu Frauen ausgewirkt hat, in Form von mangelndem Selbstwertgefühl. Soweit so gut. Die unterschiedliche Firmenkultur empfinde ich grundsätzlich als sehr angenehm. Aber insbesondere auf die hier im Forum thematisierten Bereiche Sozial- und Sexualleben nicht ohne Tücken.

Mein vorheriger Arbeitgeber war ein männlich dominiertes Umfeld, bei dem es im persönlichen Umgang etwas "rustikaler" zuging. Konflikte wurden schon mal offener ausgetragen. Gleichzeitig hat man persönliches nur so preisgegeben, wie man wollte. Entsprechend musste sich aber niemand für sein mehr oder weniger "kompliziertes" oder "kaputtes" Sex- und Familienleben schämen oder rechtfertigen. Weder die hoffnungslosen Dauersingles noch die Promiskuitiven. Es wurde auch wenig gelästert darüber. Auch mal eine anzügliche Bemerkung (sofern sie nicht gerade direkt Kollegen traf) oder Flirts unter Kollegen waren nie ein Problem. Klar unvermeidliches Gerede gab es schon, bei Flirts unter Kollegen, oder über die Mitarbeiterin, die mit Kollegen am Arbeitsplatz Sex hatte. Aber alles "unschädlich" und ohne negative Auswirkungen auf den Job. Das hat auch Vorgesetzte nicht interessiert.

Bei meinem neuen Arbeitgeber herrscht eine andere Firmenkultur. Es herrscht ein relativ ausgeglichenes Verhältnis von Frauen und Männern. Hier wird auf Sozialkompetenz grossen Wert gelegt. Man nimmt wohl auch sexuelle Belästigung sehr ernst, und ich habe das Gefühl, Flirten am Arbeitsplatz ist eher verpönt (auch wenn es zwei, drei Paare zu geben scheint). Es herrscht eine Kultur der kollegialen und freundlichen, interessierten Offenheit. Das ist auch weitgehend ganz angenehm. Aber hier erzählt man wohl schon mal ein bisschen von sich, bzw. fragt im Small Talk auch schon mal freundlich und interessiert nach. "Geht's dir gut? Was hast du am Wochenende gemacht?", etc... Aber alles wirklich nicht aufdringlich.

Ein bisschen fühle ich mich aber, als müsse ich "auf Eierschalen laufen", um nicht aufzufliegen" und einen negativen Eindruck zu machen - bzw. als der "komische" Typ zu gelten, der ich insgeheim bin. Zumal nachdem mich - neben der obligatorischen Frage nach Partnerin - schon mehrere Frauen gefragt haben, ob ich denn mal Kinder wolle?! :shock: Da musste ich mich schon ein bisschen beherrschen, um nicht allzu sehr auf dem falschen Fuss erwischt zu werden und dabei meinen spontanen Gedanken laut zu äussern: "Langsam! Ich bin Jungfrau und müsste erstmal eine Freundin und Sex haben" (wobei der Schock-Effekt durchaus amüsant sein könnte). Auf den üblichen Firmenfesten und ähnlichem Drumherum in der Freizeit war ich noch nicht. Wie es da wohl erst aussehen wird?

Kennt ihr das, bzw. wie geht ihr damit um?

Obelix
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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Obelix » Dienstag 10. September 2019, 00:44

Die Fragen, wie es einem geht, und wie man seine Freizeit verbringt, gibt es bei uns auch, und ich finde es auch durchaus angenehm, sich auch auf dieser Ebene auszutauschen. Und natürlich kenne ich dadurch den Familienstand von sämtlichen Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung. Von "glücklich verheiratet mit 2 Kindern" bis zu "geschieden" bzw. "von der Mutter des Kindes getrennt und mit einer andern zusammen" ist da eine ziemlich breite Palette vertreten. Umgekehrt wissen natürlich alle in der Abteilung, dass ich Single bin. Bei manchen Kollegen habe ich das auf eine ziemlich direkte Frage hin genauso direkt geantwortet. Andere haben erstmal selbstverständlich angenommen, dass es eine Frau in meinem Leben gibt, bis ich provozierend zurückgefragt habe: "Welche Frau? Welche Freundin?". OK, der Kollege, den ich da besonders im Auge habe, muss auch sonst immer mal gesagt bekommen, dass nicht alles so ist, wie er es als "normal" ansieht. Aber nach irgendwelchen früheren Beziehungen hat glaube ich noch keiner gebohrt. Und sollte das doch mal der Fall sein, dann sage ich halt: "Nö, da war bisher nichts. Auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn sich mal was ergeben sollte. Und Kinder? Liebend gerne, wenn ich denn mal die passende Mutter dafür finde...". So ähnlich halte ich das im privaten Freundeskreis, wo die Frage ja viel schneller kommt, auch.

Kurz gesagt: Ich sehe das völlig entspannt und hatte bisher auch noch nie ein Problem damit.
Zuletzt geändert von Obelix am Dienstag 10. September 2019, 00:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Dienstag 10. September 2019, 00:45

PS: Nebenbei gesagt habe ich die leise Vorahnung, dass sich das Unheil schon wieder seinen Lauf bahnt ...als könnte eine neue Kollegin eventuell an mir "interessiert" zu sein. Ist zwar nur ein dezenter, etwas unterschwelliger Verdacht - aber da scheine ich, glaube ich, gar nicht mehr so schlecht darin, das zu erkennen. Im Gegensatz zu mit 20 oder 25 Jahren.

Womit ich kein Problem in einem anderen Umfeld hätte. Aber die wenigen Frauen, mit denen Dates hatte, waren wenigstens schön abgeschirmt von meinem ausbildungsmässigen und beruflichen Umfeld.

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von TheHoff » Dienstag 10. September 2019, 09:12

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 00:45
PS: Nebenbei gesagt habe ich die leise Vorahnung, dass sich das Unheil schon wieder seinen Lauf bahnt ...als könnte eine neue Kollegin eventuell an mir "interessiert" zu sein. Ist zwar nur ein dezenter, etwas unterschwelliger Verdacht - aber da scheine ich, glaube ich, gar nicht mehr so schlecht darin, das zu erkennen. Im Gegensatz zu mit 20 oder 25 Jahren.
Und warum ist das ein Unheil?

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Dienstag 10. September 2019, 12:51

TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 09:12
Und warum ist das ein Unheil?
Erfahrungsgemäss gibt es kein Happy End. Dann ist sie womöglich enttäuscht, ich bin enttäuscht und mach mir Vorwürfe. Auf eine kurze Anbandelungsphase mit emotionalen Hochs folgt eine längere der Enttäuschung, in der ich mich schlechter als vorher fühle.

Und wenn das dann noch eine von derselben Firma ist, kann man sich nicht mal konsequent aus dem Weg gehen.
Im übrigen weiss ich nicht, wie das bei anderen ankommt.

Ich bin emotional am ausgeglichensten, wenn ich mir keine grossen Gedanken über Frauen mache(n muss), und einfach recht zufrieden mit meinem sonstigen aktuellen Leben bin. Das ist jetzt gerade so, seitdem ich den neuen Job habe.

Aber das Perfide daran ist, dass gerade in diesen Phasen emotionaler Ausgeglichenheit, Lockerheit und Zufriedenheit die Frauen aufzutauchen scheinen, bzw. auf mich aufmerksam zu werden scheinen.
Zuletzt geändert von fredstiller am Dienstag 10. September 2019, 13:01, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Calliandra » Dienstag 10. September 2019, 12:57

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 00:45
PS: Nebenbei gesagt habe ich die leise Vorahnung, dass sich das Unheil schon wieder seinen Lauf bahnt ...als könnte eine neue Kollegin eventuell an mir "interessiert" zu sein.
Wärst du denn auch an ihr interessiert?
fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 12:51
Erfahrungsgemäss gibt es kein Happy End. Dann ist sie womöglich enttäuscht, ich bin enttäuscht und mach mir Vorwürfe. Auf eine kurze Anbandelungsphase mit emotionalen Hochs folgt eine längere der Enttäuschung, in der ich mich schlechter als vorher fühle.
Machst du dir die Vorwürfe wegen konkreter Verhaltensweisen oder einfach generell, weil es "kein Happy End gibt"?

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Dienstag 10. September 2019, 13:15

Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 12:57
Wärst du denn auch an ihr interessiert?
Würde man mich nach meinem Beuteschema in Bezug auf Grösse und Haarfarbe fragen, wäre sie genau das Gegenteil (Beispiel: kleine Brünette statt grosser Blonden). Auch das wieder nicht die erste.

Aber ich finde sie bis jetzt nett und ziemlich hübsch, für ihr Alter.
Nur ihre Stimme und Habitus machen mir ein wenig Angst.
Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 12:57
Machst du dir die Vorwürfe wegen konkreter Verhaltensweisen oder einfach generell, weil es "kein Happy End gibt"?
Irgendwann kommt der Moment, wo ein Mann einfach Mann sein und die Initiative ergreifen muss.
Das sind die Momente, in denen ich nicht adäquat handeln kann/konnte.
Im Nachhinein merke ich wohl sogar, wie innerlich “angepisst“ die Frauen darüber sind (fühlen sich vermutlich irgendwas von irritiert bis eiskalt abserviert).

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von TheHoff » Dienstag 10. September 2019, 13:25

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 12:51
Aber das Perfide daran ist, dass gerade in diesen Phasen emotionaler Ausgeglichenheit, Lockerheit und Zufriedenheit die Frauen aufzutauchen scheinen, bzw. auf mich aufmerksam zu werden scheinen.
Das ist ja ganz logisch - die Frage, die du dir stellen musst, ist: Wie bewahre ich diesen Zustand und bleibe trotzdem offen für Frauen, offen für alles. Ohne Nachzudenken, was sein könnte, was schiefgehen könnte, usw.

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Dienstag 10. September 2019, 13:42

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 13:15
Nur ihre Stimme und Habitus machen mir ein wenig Angst.
Sie strahlt weniger weibliche „Unschuld“ aus, als vielmehr eher Abgeklärtheit und Erfahrung.
Sie wirkt zielstrebig und „anspruchsvoll“. Der Typ „weiss was sie will“ (also keinen AB).

Kurz: das Gegenteil meiner bescheidenen Interaktionen mit Frauen.
(Auch wenn ich eine gewisse „Abgeklärtheit“ als Fassade vorzuspiegeln versuche)

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Milkman » Dienstag 10. September 2019, 15:28

Die Diskussion hat sich ja schon Richtung "mögliches Interesse einer Kollegin" weiterentwickelt, aber ich möchte trotzdem nochmal auf das Ausgangsposting eingehen.
fredstiller hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 22:26
Ein bisschen fühle ich mich aber, als müsse ich "auf Eierschalen laufen", um nicht aufzufliegen" und einen negativen Eindruck zu machen - bzw. als der "komische" Typ zu gelten, der ich insgeheim bin. Zumal nachdem mich - neben der obligatorischen Frage nach Partnerin - schon mehrere Frauen gefragt haben, ob ich denn mal Kinder wolle?! :shock:
Also vorweg: Du hast den Job bekommen, hast also im Bewerbungsverfahren überzeugt und deine Eignung für diese Firma nachgewiesen. Das würde ich als Pluspunkt sehen.
Alles weitere kommt dann noch. Das Gute: Du startest in dieser neuen Firma auch bei 0, was dein Bild nach Außen angeht. Du hast es quasi selbst in der Hand, nicht als "komischer Typ" abgespeichert zu werden - was z.B. dann passieren würde, wenn du so antwortest:
fredstiller hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 22:26
"Langsam! Ich bin Jungfrau und müsste erstmal eine Freundin und Sex haben" (wobei der Schock-Effekt durchaus amüsant sein könnte).
Klar beschäftigt dich das Thema, wir hier kennen das ja (fast) alle, aber du hast in der Hand, wie du damit umgehst. Du musst ja nicht gleich die komplette Lebensbeichte ablegen, wenn du von den neuen KollegInnen nach Familienstand etc. gefragt wirst. Diese Fragen dienen ihnen ja, dich über das Arbeitsdasein hinaus ein bisschen persönlich kennenzulernen. Und da bist du dann halt erst mal Single, macht ja nix.
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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Calliandra » Dienstag 10. September 2019, 15:35

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 13:42
fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 13:15
Nur ihre Stimme und Habitus machen mir ein wenig Angst.
Sie strahlt weniger weibliche „Unschuld“ aus, als vielmehr eher Abgeklärtheit und Erfahrung.
Sie wirkt zielstrebig und „anspruchsvoll“. Der Typ „weiss was sie will“ (also keinen AB).

Kurz: das Gegenteil meiner bescheidenen Interaktionen mit Frauen.
(Auch wenn ich eine gewisse „Abgeklärtheit“ als Fassade vorzuspiegeln versuche)
Dieses "Und keinen AB" ist deine Interpretation.
Wenn sie anspruchsvoll wirkt und es vermeintlich auf dich abgesehen hat, kannst du es ja auch erstmal als Kompliment nehmen.
Genausogut kann es sein, dass diese Abgeklärtheit bei ihr genauso wie bei dir eine Fassade ist.
Ich würde mal versuchen, etwas weniger unterkühlt zu wirken und erstmal eine Art freundschaftliche Annäherung zuzulassen. Dann kann man ja sehen, ob sich damit irgendwas ändert.

Was dieses Ding mit dem Beuteschema angeht, so habe ich das nie so recht kapiert. Ich finde halt, es ist doch immer das Gesamtpaket, was darüber entscheidet, ob ich jemanden attraktiv finden kann oder nicht. Da muss man sich doch nicht auf eine bestimmte Haarfarbe festnageln. Und gerade wenn man z. B. blond als Voraussetzung (bzw. Beuteschema-Kriterium) nimmt, dann siebt man ja von vornherein gleich unnötig stark aus, weil ja sowieso nur ein geringer Prozentsatz an Leuten naturblond ist. Und dann ist es mit dieser Voraussetzung ja nicht getan, sondern da kommen ja noch andere Kriterien (hoffe ich doch zumindest :mrgreen: ) …

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von John Brown » Dienstag 10. September 2019, 15:39

hallo fredstiller! ersma herzlichen glückwunsch zum neuen job!😄👍
ich find so negativ is die situation doch gar nich👍 frauen fragen dich ob du vergeben bist und ob du böcke auf kinder kriegen hast, würd ich eher als positives zeichen sehn☺️👍
einstein hat ja mal gesagt die definition von wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und andere ergebnisse zu erwarten.
was wäre wenn du deine abness einfach mal ausplauderst? ich mein da denkt sich ne frau dann vielleicht hey will haben! aber der braucht halt mal n bisschen mehr starthilfe als andere bübchen😀
keep calm and love ananas 🍍

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 10. September 2019, 15:47

Also an deiner Stelle würde ich mir keine Gedanken machen "aufzufliegen".
Man kann auch einen/keinen Kinderwunsch haben, ohne jemals eine Beziehung oder Sex gehabt zu haben.
Also einfach dazu antworten, was du denkst.

In meiner Firma vermutet glaube ich niemand, dass ich AB bin und ich arbeite hier schon lange. Jetzt zwar nur noch mit Männern, aber vorher waren es hauptsächlich Frauen.
Allerdings ist hier flirten kein Problem.

Wegen der Kollegin und dem Unheil:
Sehe ich auch so, was das Unheil angeht.
Nicht umsonst gibt es solche Sprüche wie "Never dip your pen in the company ink." - "Tauche nie deinen Füller in Firmentinte".
Habe mich schon mal in deine Kollegin verliebt und sie in mich, aber es gab Probleme und wir musste trotzdem noch täglich zusammenarbeiten und in einem Büro sitzen. Das will ich nicht noch mal erleben.
Auch kenne ich andere aus meinem Unternehmen, wo einer anschließend das Unternehmen verlassen hat, nachdem die Beziehung vorbei war.

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. September 2019, 20:50

fredstiller hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 22:26
Zumal nachdem mich - neben der obligatorischen Frage nach Partnerin - schon mehrere Frauen gefragt haben, ob ich denn mal Kinder wolle?!
Derartige Fragen gehen zu weit, finde ich. Lass mich raten: Es wird auch kräftig geduzt? Dieses Auflösen der klaren Trennung von Beruf und Privatleben schadet mehr als dass es nutzt.
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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Melli » Dienstag 10. September 2019, 21:26

Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 20:50
Lass mich raten: Es wird auch kräftig geduzt? Dieses Auflösen der klaren Trennung von Beruf und Privatleben schadet mehr als dass es nutzt.
Zumindest maskiert es die Tatsache, daß bestimmte Distanzen, Asymmetrien etc. immer noch bestehen bleiben. Oder man denkt sich, man kann eben nichts darauf geben :?

(Ob die guten Leute etwas in meinem Privatleben zu suchen haben, wäre noch eine andere Frage. Erfahrungsgemäß nur ausnahmsweise, würde ich sagen :oops:)

Wenn man irritiert angesehen wird, wenn man "Sie" sagt, ist das schon blöd (ist mir schon passiert). Aber man kann direkte Ansprachen manchmal mit ein bißchen Übung ganz gut vermeiden :schwarzekatze:
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
(T. Aitmatow)

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von uhu72 » Dienstag 10. September 2019, 21:47

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. (Es gibt Sprachen, die kein "Sie" kennen.) Auch wenn geduzt wird, kann der Umgang respektvoll sein. Und Frauen sind neugierig. Frauen kommunizieren mehr und anders miteinander. Da ist es ganz normal, dass "der Neue" ein wenig ausgefragt wird. Die Kunst besteht für einen AB nun darin, mit eleganten Antworten, die weder gelogen sind, noch einen als AB outen, wobei die meisten ja gar nicht wissen, was ein AB ist, das Gespräch zu führen. Auf die Frage nach Kindern kann man z.B. antworten, dass sich das bisher noch nicht ergeben hat. Oder dass das bisher noch nicht zur Debatte stand. Oder wenn man jetzt schon weiß, dass man per se keine Kinder möchte, kann man natürlich auch das sagen. Bei der etwas älteren Generation kommen Informationen zum Thema Haushalt und kochen gut an. Beim Thema Wochenende kann man z.B. erzählen, ich habe mir dies und das gekocht. Muss jetzt kein tolles Menü sein, nur eben nicht Pizzadienst. Und wenn es denn doch nur der Pizza-Dienst war, einfach mit einem entschuldigenden Nebensatz füllen: Ich war faul, habe Pizza bestellt.

Grundsätzlich geht es bei diesem zwischen kollegialen Smalltalk darum abzuklopfen, wo ggf. Gemeinsamkeiten, Interessen bestehen. Auf die dann zukünftige, tiefere Gespräche aufbauen.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. September 2019, 21:50

uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 21:47
Da ist es ganz normal, dass "der Neue" ein wenig ausgefragt wird.
Sehr traurig, wenn das normal ist.
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von Melli » Dienstag 10. September 2019, 23:01

uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 21:47
Es gibt Sprachen, die kein "Sie" kennen.
Vorsichtiger gesagt: die diese Art von Unterscheidung bei Höflichkeits-/Respektsformen nicht machen. Das muß nicht bedeuten, daß das Übersetzungsäquivalent immer "du" wäre.

Es geht aber auch noch wesentlich komplizierter :shock:

Was die Firma des TE aber nicht unbedingt betreffen muß.
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 21:47
Da ist es ganz normal, dass "der Neue" ein wenig ausgefragt wird.
Grundsätzlich gibt es da wohl zwei Möglichkeiten: (1) Man versucht Leute kennenzulernen, indem man mit denen redet. (2) Man versucht Leute einzuschätzen, indem man beobachtet, wie sie sich verhalten (weniger was sie einem erzählen – und Ausfragen wäre u.U. ungehörig); die ernstlicheren Unterredungen folgen dem erst.

In D soll es angeblich beide Muster geben, abhängig von regionalen, aber auch sozialen Faktoren.

(Die regionale Verteilung ist nur nicht so, wie einem manche Klischees auf's dünne Eis führen möchten :hammer:)
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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Dienstag 10. September 2019, 23:15

TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 13:25
Das ist ja ganz logisch - die Frage, die du dir stellen musst, ist: Wie bewahre ich diesen Zustand und bleibe trotzdem offen für Frauen, offen für alles. Ohne Nachzudenken, was sein könnte, was schiefgehen könnte, usw
Einfach immer schön unverbindlich bleiben. :twisted:
Milkman hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 15:28
Alles weitere kommt dann noch. Das Gute: Du startest in dieser neuen Firma auch bei 0, was dein Bild nach Außen angeht. Du hast es quasi selbst in der Hand, nicht als "komischer Typ" abgespeichert zu werden - was z.B. dann passieren würde, wenn du so antwortest:
Eben: bzgl. privater Dinge einfach immer schön freundlich aber unverbindlich bleiben.
Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 15:35
Was dieses Ding mit dem Beuteschema angeht, so habe ich das nie so recht kapiert. Ich finde halt, es ist doch immer das Gesamtpaket, was darüber entscheidet, ob ich jemanden attraktiv finden kann oder nicht. Da muss man sich doch nicht auf eine bestimmte Haarfarbe festnageln
Oh, ich hänge mich daran bestimmt nicht auf. Frage mich da nur, ob es nur Zufall wäre, wenn immer wieder kleine blonde Frauen auf mich stehen? Irgendein "Gegensätze ziehen sich an", bin ich einfach - weil vermeintlich ausserhalb meines theoretischen "Beuteschemas" - ihnen gegenüber nur lockerer, oder sonstwas?
Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 15:35
Dieses "Und keinen AB" ist deine Interpretation.
Wenn sie anspruchsvoll wirkt und es vermeintlich auf dich abgesehen hat, kannst du es ja auch erstmal als Kompliment nehmen.
Ja. Aber eben da fühle ich mich wie ein Hochstapelei. Ich meine, ich könnte es noch verstehen, wenn mich manche äusserlich attraktiv findet. Oder meinen Humor - aber der kommt an diesem Arbeitsplatz ja gar nicht zur Geltung.
John Brown hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 15:39
hallo fredstiller! ersma herzlichen glückwunsch zum neuen job!😄👍
ich find so negativ is die situation doch gar nich👍 frauen fragen dich ob du vergeben bist und ob du böcke auf kinder kriegen hast, würd ich eher als positives zeichen sehn
Danke - und ja, natürlich würde ich mir mehr Sorgen machen, wenn ich wüsste, dass jeder davon ausginge, ich hätte keine Frauen und würde auch nie in Gefahr kommen, Kinder zu kriegen.
Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 20:50
Derartige Fragen gehen zu weit, finde ich. Lass mich raten: Es wird auch kräftig geduzt?
Klar wird geduzt. Finde ich sehr angenehm, ist hier auch üblich.

Wie oben schon sagte, manche Fremdsprachen kennen diese Unterschiede zwischen Du und Sie ja gar nicht.
Zuletzt geändert von fredstiller am Dienstag 10. September 2019, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Neuer Job. Unterschiedliche Firmenkultur, Angst "aufzufliegen"?

Beitrag von fredstiller » Dienstag 10. September 2019, 23:28

Milkman hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 15:28
Die Diskussion hat sich ja schon Richtung "mögliches Interesse einer Kollegin" weiterentwickelt
Sorry., ich wollte ursprünglich nur was wie den ersten Beitrag posten. Sprich die Wahrnehmung des Umfelds von Firmen (bzw. ggf. Ausbildungsstätten). Trug das schon ein, zwei Wochen im Hinterkopf, nachdem ich ja schon geraume Zeit nichts von persönlichen Ereignissen geschrieben hatte.

Das mit der Kollegin war nicht so geplant, sondern hat meinen Beitrag hier eher zeitlich zufällig "eingeholt".

Mittlerweile (erst nach Threadbeginn gestern abend) ist noch was ganz anderes passiert. Die Ereignisse scheinen mein Postingverhalten mittlerweile fast zu überholen/überrollen. :shock: (Aber das wäre eine andere Geschichte, die nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun hat)

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