Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Wie war das Verhältnis meiner Elter zueinander

Sie haben sich geliebt und das auch körperlich und verbal gezeigt
13
21%
Sie haben sich geliebt und das nur verbal gezeigt
2
3%
Sie haben sich geliebt, aber es nie gezeigt
13
21%
Sie haben sich glaube ich nicht geliebt
22
35%
Alleinerziehnde Eltern ohne Partnerschaften
2
3%
Alleinerziehende Eltern mit wechselnden Partnerschaften
0
Keine Stimmen
Kann ich nicht beurteilen/sonstiges
10
16%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 62

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Obelix
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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Obelix » Sonntag 5. Januar 2020, 16:50

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 12:18
Brax hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 12:10
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 11:52

Dann frage ich mich allerdings, warum es bei mir nicht klappt.
Es muss ja nicht zwangsläufig an den Eltern liegen. Aber es trifft eben offensichtlich auf viele zu.
Vielleicht ist aber zu viel Enge auch nicht günstig. Ich fühlte mich pudelwohl und sah keinen Grund was zu ändern, hatte auch nicht das Bedürfnis.
In manchen Konstellationen ist der Einfluss eines kaputten Elternhauses auf die AB-Karriere des Kindes offensichtlich. Es gibt aber auch andere Einflussfaktoren, die nichts mit dem Eltern zu tun haben. Daher würde ich nie krampfhaft nach einem Fehler in der elterlichen Erziehung suchen, wenn sich der Eindruck nicht gleich aufdrängt.

Meine Eltern haben aus meiner Sicht eine vorbildliche Ehe geführt, die leider durch den Tod meines Vaters viel zu früh zuende war. In der Öffentlichkeit haben die beiden ihre Zuneigung nie groß zur Schau gestellt, aber vor uns Kindern haben sie das nie verheimlicht.
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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Guhhran » Sonntag 5. Januar 2020, 17:35

Borstenschub hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 03:57
Ich denke das ist recht wichtig im Zusammenhang mit unserer Problematik, da wir unsere Einstellung zu Bezeihungen im Kindesalter von unseren Eltern lernen.
Jain, meine Eltern würde ich schon sagen dass sie sich lieben. Und sie zeigen dass auch häufig, sowohl Verbal als auch Körperlich. Auch wenn es natürlich immer mal knallt und der Haussegen auch mal schief hängt. In meiner frühen Kindheit war mein Vater aber oft auch Arbeitstechnisch unterwegs und dann hat man ihn nur am Wochenende oder manchmal auch noch seltener gesehen. Bei meinem Opa und meinem Onkel war das ähnlich. Ich hatte in der Phase also eigentlich nur Kontakt zu Frauen als Bezugs- und Beziehungspersonen und konnte den liebevollen Umgang damals nur selten mit ansehen. Das kam erst nachdem mein Vater den Betrieb gewechselt hatte...
Wichtiger ist denke ich mal der Umgang der Eltern mit den Kindern.
Bei mir war der zwar liebevoll, aber auch recht streng und nur selten bekam ich auch Körperlich zuwendung durch meine Eltern und das ist bis heute auch so geblieben. Umarmungen wenn überhaupt nur zu Feiern, sonst rein Verbal oder mal ein Händeschütteln.
Und genauso war ich auch oft überbemuttert. Wenn ich eigene Ideen hatte wurden die sofort zerschlagen, ich hatte da selten die Möglichkeit einfach Dinge auszuprobieren und Erfahrungen zu Sammeln da mir das Vorher immer schlecht geredet wurde, wenngleich das meist gut Begründet war. Aber dass hat mir eigentlich nur beigebracht dass ich auf meine eigenen Ideen nichts geben brauch weil die ja eh immer falsch sind...das war langfristig nicht gut für mein Selbstbewusstsein auch wenn das nur dazu diente mich zu beschützen. Und auch heute ist es noch so dass erstmal alles schlechte an dem was ich vor habe aufgezeigt wird. Zum Glück habe mittlerweile Freunde die mir auch Zeigen dass nicht alles was ich tue oder vorhabe zu tun immer schlecht ist.
Ich wuchs auf wie ihresgleichen, lernte ihre Sprache, ihre Gesten, ihre Zeichen.
Doch je mehr ich Sie verstand, desto mehr war'n Sie mir fremd, war nie wirklich Zuhaus' bei der Spezies namens Mensch!
Gebt mir etwas ab von dem Minimum von dem andere nicht einmal wissen dass sie es schätzen sollten!

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Versingled » Sonntag 5. Januar 2020, 18:34

Obelix hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 16:50
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 12:18
Brax hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 12:10
Es muss ja nicht zwangsläufig an den Eltern liegen. Aber es trifft eben offensichtlich auf viele zu.
Vielleicht ist aber zu viel Enge auch nicht günstig. Ich fühlte mich pudelwohl und sah keinen Grund was zu ändern, hatte auch nicht das Bedürfnis.
In manchen Konstellationen ist der Einfluss eines kaputten Elternhauses auf die AB-Karriere des Kindes offensichtlich. Es gibt aber auch andere Einflussfaktoren, die nichts mit dem Eltern zu tun haben. Daher würde ich nie krampfhaft nach einem Fehler in der elterlichen Erziehung suchen, wenn sich der Eindruck nicht gleich aufdrängt.

Meine Eltern haben aus meiner Sicht eine vorbildliche Ehe geführt, die leider durch den Tod meines Vaters viel zu früh zuende war. In der Öffentlichkeit haben die beiden ihre Zuneigung nie groß zur Schau gestellt, aber vor uns Kindern haben sie das nie verheimlicht.
Es kommt eben auf den Einzelfall an. Da würde ich in meinem Fall schon meinen, dass mein Elternhaus die Wurzel allen Übels ist ... und ich habe meinen Eltern vor 5 Jahren vergeben. Es ist eben wie es ist. Was ich aus der Sache gemacht habe geht auf meine Kappe ...
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von t385 » Sonntag 5. Januar 2020, 18:39

Meine Eltern führen seit mindestens 20 Jahren eine Gewohnheitsbeziehung. Ich habe noch nie gesehen, dass die sich geküsst haben. Mein Vater redet lieber über Hitler-Dokus, regt sich den ganzen Tag über Politiker auf oder triezt meine Mutter damit, dass sie nur Kuchen esse und zu dick sei - besonders gerne macht er das bei Familienfeiern wie zum Beispiel an Weihnachten. Oftmals wird er auch ausfällig und sagt, sie solle die Klappe halten. Kritik daran kann er gar nicht verstehen. Bis zum Tode werden sie dann wohl noch miteinander aushalten.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 5. Januar 2020, 20:20

Meine Eltern haben eine reine Zweckbeziehung ohne Liebe oder Romantik.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Reinhard » Sonntag 5. Januar 2020, 20:48

Ich habe auch nie bemerkt, dass sich meine Eltern jemals Liebe gezeigt hätten. :sadman:

Aber sie waren doch sehr vertraut miteinander. Mehr so wie Geschwister. Ich schließe mal nicht aus, dass da Liebe war, finde ich aber schwer zu sagen. Liebe ist ja nicht zu verwechseln mit der Stürmische-Verliebtheitsphase. Die wiederum kann ich mir bei meinen Eltern auch nicht so recht vorstellen. Vielleicht ist das auch schon mehr so das Problem ... wenn man jahrelang wartet, bis man auf jemand trifft, der sich wie ein verlorenes Geschwister anfühlt, mit dem man dann zusammenleben kann, ohne dass man erst in den anderen verliebt ist ... :specht:
Wir müssen jetzt zusammenstehen, indem wir nicht zusammen stehen.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Versingled » Sonntag 5. Januar 2020, 21:48

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 20:48
Ich habe auch nie bemerkt, dass sich meine Eltern jemals Liebe gezeigt hätten. :sadman:

Aber sie waren doch sehr vertraut miteinander. Mehr so wie Geschwister. Ich schließe mal nicht aus, dass da Liebe war, finde ich aber schwer zu sagen. Liebe ist ja nicht zu verwechseln mit der Stürmische-Verliebtheitsphase. Die wiederum kann ich mir bei meinen Eltern auch nicht so recht vorstellen. Vielleicht ist das auch schon mehr so das Problem ... wenn man jahrelang wartet, bis man auf jemand trifft, der sich wie ein verlorenes Geschwister anfühlt, mit dem man dann zusammenleben kann, ohne dass man erst in den anderen verliebt ist ... :specht:
Interessanter Ansatz ...
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Wismutkumpel » Sonntag 5. Januar 2020, 23:08

Liebe wars auf jeden Fall, aber so gut wie nie selbst gesehen. Mein Vater ist fast 4 Jahre tot, das nimmt meine Mutter noch immer ziemlich mit.

Ich wuchs überbehütet auf, meine Eltern waren einfach überfordert mit den ganzen Problemen, die ich seit Beginn der Schulzeit hatte. Bin Einzelkind.
So gesehen ist das sicher auch ein Grund für meine AB-"Karriere", aber gewiss nicht der einzige. Vorwürfe von mir gibts keine.

Meine Eltern lernten sich erst spät kennen, er war schon 35, genau wie ich jetzt. Und von einer früheren Freundin von ihm weiß meine Mutter nichts. Spricht schon für eine gewisse Vererbbarkeit...

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Melli » Montag 6. Januar 2020, 00:02

Das Verhältnis zwischen meinen Eltern war erkennbar sehr gut. Leider ist meine Mutter früh verstorben.

Das Verhältnis zwischen meinem Vater und seiner zweiten Frau kam ebenso erkennbar rasch völlig auf den Hund. Eine Weile gab es schlimmen Streit und eine Scheidung stand im Raum. Das wäre wenigstens ein absehbares Ende mit Schrecken gewesen. Stattdessen habe sie sich dann in einer Lethargie eingerichtet. Überdies hat mich meine "Bonus"-Familie ohnehin abgrundtief gehaßt. Die konnten gar nicht abwarten, bis ich alt genug war, um mich rauswerfen zu können.

Für mein allgemeines Lebensgefühl war das denkbar schlecht. Unbefangenheit und Neugierden konnte ich nur in wenigen isolierten Nischen pflegen, bzw. nach Brüchen wiederherstellen (was schon bemerkenswert genug war).

Mit Beziehungen war ich überfordert. Meine Freundin und ich steckten beide in Schwierigkeiten, aber mit 12-13 ist es ein bißchen viel verlangt, so etwas reflektiert zu besprechen und Lösungen herbeizuführen. Sex wollten wir dennoch mal versuchen, aber leider überkam es mich so schlimm, daß daran nicht mehr zu denken war.

Bei anderen OdBs später haben sich für mich einige negative Erfahrungen mit denen angehäuft. Das alles auf frühere Ereignisse reduzieren zu wollen wäre psychologischer Voodoo. Zudem ich von meinen allerfrühesten Erfahrungen gegenteiligerweise sichtlich profitieren konnte.
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Veggiegirl » Montag 6. Januar 2020, 22:12

Also meine Eltern führen eine völlig verwahrloste Ehe,also ziemlich gestört und krank,werde jetzt hier nicht weiter drauf eingehen.
Aber habe als Kind immer gedacht,lieber ganr nichts als das hier.Es hatte null Vorbildfunktion für mich.Mir fehlt schon die Vorstellung davon,wie eine halbwegs harmonische Liebesbeziehung aussehen könnte.
Meine Bruder hat seit dem er 20 ist eine Partnerin und das jetzt schon einige Jahre lang.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Solstice » Dienstag 7. Januar 2020, 08:02

Meine Eltern erlebe ich insbesondere als gut eingespieltes Team, weniger als Liebespaar.
Brax hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 12:10
Mittlerweile denke ich auch, dass es durchaus ein AB-Grund sein kann, wenn man keinerlei Zeichen von Zuneigung zwischen den Eltern sieht. Wahrscheinlich ist das zumindest einer der Gründe, warum ich jahrelang dachte, einen Freund hat man einfach irgendwann. Einfach so. Ohne irgendeine Annäherung.
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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Krausig » Dienstag 7. Januar 2020, 11:08

NeC hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 11:30
Meine Eltern haben sich geschätzt und geachtet. Aber geliebt? Zumindest nicht so, wie es heutzutage das Ideal ist.
"Nebeneinander her leben" trifft es auch bei unserer Familie ganz gut, obwohl das bei uns im Gegensatz zu Versinglets Familie anscheinend schon irgendwie auch ganz gut geklappt hat, und sie durchaus zusammengearbeitet haben. Beide sind Kriegskinder und sahen es als ihre Aufgabe an, das eigene (Über-)Leben und das der Kinder möglichst problemlos zu gestalten. Das haben sie gut hingekriegt, wir Kinder hatten viel Entfaltungsmöglichkeit.

Edit: Leider geht der Unterschied zwischen Familien, in denen es Stress gab, und solchen wie bei mir, wo vielleicht keine Liebe aber trotzdem ein harmonisches miteinander und Wertschätzung und Respekt gab, in der Antwortmöglichkeit "Sie haben sich glaube ich nicht geliebt" unter.
Geht mir auch so. Ich denke meine haben sich geliebt, aber auch viel nebeneinander gelebt und das nur gelegentlich gezeigt.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 7. Januar 2020, 12:40

Solstice hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 08:02
Meine Eltern erlebe ich insbesondere als gut eingespieltes Team, weniger als Liebespaar.
Brax hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 12:10
Mittlerweile denke ich auch, dass es durchaus ein AB-Grund sein kann, wenn man keinerlei Zeichen von Zuneigung zwischen den Eltern sieht. Wahrscheinlich ist das zumindest einer der Gründe, warum ich jahrelang dachte, einen Freund hat man einfach irgendwann. Einfach so. Ohne irgendeine Annäherung.
+1
Meine Eltern wollten sagten mir immer, dass gute Noten in der Schule und später ein sicherer Job mit einem hohen Einkommen als Mann das allerwichtigste sind. Eine Frau zum Heiraten und Freunde kommen damit automatisch. Für meinen Vater klappte es auch so. Nur Frauen in meinem Alter heutzutage verdienen ihr eigenes Geld und brauchen nicht wie meine Mutter mangels Qualifikation einen Versorger.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Zigg » Donnerstag 16. Januar 2020, 12:07

Ich hab mal "Sonstiges" angeklickt.
Kurzversion, denn alles andere würde zu weit führen.

Meine Mutter ist abhängig von ihm, und er weiss genau, wie er sie abhängig macht.
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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von SciFiGirl » Donnerstag 16. Januar 2020, 14:30

Meine Eltern haben sich geliebt, waren 52 Jahre verheiratet. Bis zuletzt haben sie abends händchenhaltend vorm TV gesessen. Egal, wie schlimm die Krankheit meiner Mutter war, mein Vater hat sich um sie gekümmert und zu ihr gehalten. Sie haben ein Haus gebaut, miteinander die Welt bereist. Sie sind zusammen alt geworden. Niemals hätte einer den anderen betrogen.

Ein Traum.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Ruxpin » Sonntag 19. Januar 2020, 18:17

Meine Eltern sind beide früh verstorben, ich habe nicht wirklich viel von ihnen gehabt. Das ist nun auch schon lange her.

Sie waren nicht verheiratet, ich war ein "Ausrutscher" zu einer Zeit, wo meine Eltern gern um die Häuser gezogen sind, in Kneipen waren und mein Vater öfter betrunken war. Ich habe mit meinen Eltern und meiner Oma mütterlicherseits unter einem Dach gelebt.

Meine Eltern haben aneinander vorbei gelebt, anders kann ich das nicht bezeichnen. Ich kann mich an keinen Austausch von Zärtlichkeiten erinnern, keinen Kuss oder irgendwas in der Richtung. Sie haben noch nicht mal im selben Schlafzimmer geschlafen.

Ich kann mich an diversen Streit, unschöne Situationen und Geschrei erinnern, immer auf Kosten meiner Mutter, aber an nichts, was auf Liebe hingedeutet hätte. Heute glaube ich, dass meine Eltern wohl eher nur aus Gewohnheit zusammen waren.

Als Kind und junge Jugendliche war das damals alles ganz normal für mich, ich habe mir nichts dabei gedacht. Erst später habe ich verstanden, wie unnormal die "Beziehung" zwischen meinen Eltern gewesen ist, und was da alles im Argen war. Vermutlich waren beide beziehungsunfähig, waren aber zusammen, weil sie sich seit der Schulzeit kannten. Keine Ahnung, ob da mal Liebe im Spiel war.

Ich war viel allein und bin berührungsarm aufgewachsen. Wirklich liebevolle Gesten kenne ich nicht. Wollte ich in den Arm genommen werden, ging das meist immer von mir aus. Meine Mutter hatte sich nach dem Tod meines Vaters, bis zu ihrem Tod, in sich selbst zurückgezogen.

Bis heute habe ich nicht das Bedürfnis nach Berührungen. Mal in den Arm genommen zu werden ist schön, aber darüber hinausgehende Nähe? Der Gedanke verunsichert mich und macht mir bisweilen sogar Angst. Keine gute Voraussetzung, um jemanden kennenzulernen oder sich auf jemanden einzulassen ...

Ich vermute inzwischen sehr stark, dass mein AB-Lebensweg durch mein Elternhaus vorprogrammiert war :sadman:.
Wenn du in den Seilen hängst, mach das Beste draus und schaukel 'ne Runde.
----------------------------------------------------------------
100 % wahrhaftige Liebe besteht zu 50 % aus Knuddel und zu 50 % aus Kuschel.

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Re: Umfrage: wie standen meine Eltern zueinander

Beitrag von Versingled » Sonntag 19. Januar 2020, 19:01

Ruxpin hat geschrieben:
Sonntag 19. Januar 2020, 18:17
Ich war viel allein und bin berührungsarm aufgewachsen. Wirklich liebevolle Gesten kenne ich nicht. Wollte ich in den Arm genommen werden, ging das meist immer von mir aus.
Das kommt mir sehr bekannt vor ... wobei ich letzteres so weit ich mich erinnern kann nicht versucht habe. Wahrscheinlich "wusste" ich, das es nicht willkommen war. Als ich 38 wahr hat meine Mutter mal ein entschuldigendes "Ich hätte Dich als Kind öfter in den Arm nehmen sollen." an den Kopf geworfen. Ich habe ihr damals nicht das geantwortet, was mir durch den Kopf ging sondern es mit einem "lass das scheiß Thema" ...

Ich bin mir sicher, dass die Berührungsarmut meiner frühsten Jahre einer der Gründe - wenn nicht der Entscheidende - dafür sind, dass ich nie eine Beziehung aufbauen konnte.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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