Mein Leben teilen?

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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3Dog
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Mein Leben teilen?

Beitrag von 3Dog » Sonntag 25. Oktober 2009, 15:16

Hallo liebe ABs!

Ich habe lange überlegt, und mir die Frage gestellt, was wäre wenn ich nicht dazu imstande sein sollte, mein Leben mit jemandem zu teilen? Ich meine, ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Was für Gedanken sollte man dazu haben, oder kommt das von alleine wenn man sich erst einmal richtig verliebt hat? Außerdem bin ich jemand der zum Teil sehr strikte Prinzipien und eine eigene Weltanschauung hat, und gelegentlich tiefgründig zu Themen philosophiert aber dann nach reiflichem Nachdenken eine Meinung hat, die feststeht und nicht verhandelbar ist. Ich habe zwar kein Selbstvertrauen, aber einen starken eigenen Willen und ich beharre auf meiner Meinung. Man kann auf jeden Fall sagen, dass ich kein einfacher Diskussionspartner bin, und zudem wenn man mich reizt oder herausfordert sehr unausgeglichen reagieren kann. Ich stell mir das mehr oder weniger verheerend vor... und leite daraus mal ab dass ich wohl kein Beziehungsmensch im Sinne von "ich teile mein Leben komplett und gehe mit Vorliebe Kompromisse ein" bin...

Wie ist das eigentlich wenn man sein Leben komplett mit jemandem teilt (Familie, Freunde, Mitbewohner ausgenommen...) ?

Und mein zweiter Punkt, den ich mich nicht traue in einen extra Thread zu tun, weil ich nicht weiss ob er vielleicht zu anstößig ist...

Wie ist es eigentlich mit Sexfreundschaften/Sexbeziehungen? Sowas scheint mir gesellschaftlich jetzt nicht unbedingt salonfähig zu sein, aber ich denke mir einfach, wenn das mit dem Leben teilen nicht so hinhaut, dann wär doch die ideale Lösung nur den Körper und seine Bedürfnisse mit jemandem zu teilen? Ich könnte mir vorstellen dass das für viele ABs ein Anfang wäre... für mich auf jeden Fall!
also wenn verstärkt in der Gesellschaft das Phänomen der ABs auftritt, könnte man dem Ganzen so begegnen. Also ich fände die Herangehensweise an das Problem eine andere, als die bei mir erfolglose langjährige Suche bzw. Wunsch nach der klassischen Beziehung. Oder ist das einfach nur verwerflich und keine gute Idee?

nachtrag: ich glaube der ansatz "sex ohne beziehung" ist an sich nicht neu, ist aber bislang eher in eine a. in erster linie nicht als erstrebenswert suggerierte nische eingeordnet und b. von erfahrenen leuten dominiert.
zu gut deutsch es wird (aus neid?) darüber gelästert und es machen überwiegend leute die schon reichleich (beziehungs-)erfahrung haben (für die das alles auch wie ein spiel ist/spielend von der hand geht aufgrund der erfahrung/bzw aufgrund des unwillens das eigene leben zu teilen -siehe oben- einfach nur sex wollen)...
darf man nun als AB nur Sex wollen, weil man sich eine Beziehung nicht vorstellen kann, und ein sich-verlieben unwahrscheinlich scheint? wie man soetwas findet ist noch einmal eine ganz andere baustelle XD

(ich hoffe es verstößt nicht gegen die forenregeln oder eckt bei jmd. an)
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shaun_das_schaf

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von shaun_das_schaf » Sonntag 25. Oktober 2009, 16:03

Deiner Selbstbeschreibung nach bist Du wohl wirklich kein Beziehungsmensch.

Die Frage nach meiner eigenen Beziehungsfähigkeit habe ich mir schon oft gestellt, ohne zu einer befriedigenden Antwort gekommen zu sein. Ich hatte bislang auch noch nie Gelegenheit, das auch nur ansatzweise auszuprobieren. Aber jahrelanges Singledasein führt schon zu einer gewissen Unflexibilität, die den Beziehungsalltag (frisch veliebt ist das sicherlich alles kein Thema) sehr erschweren würde.

Reine Sexbeziehung? Na, ob wir ABs da die Richtigen wären :? Das setzt mMn eine gewisse Lockerheit im Umgang mit dem anderen Geschlecht voraus. Also genau das, was unsereins vollends abgeht.

Cindy

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Cindy » Sonntag 25. Oktober 2009, 16:25

Ich glaube, wenn man erst einmal total verliebt ist, dann ist es ein Genuss, das Leben mit jemandem zu teilen- so jedenfalls meine Vermutung. ;)

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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von webhoffi » Sonntag 25. Oktober 2009, 16:27

Reine Sexbeziehung?

Kurze Antwort - Ja, funktioniert, fängt nur dann an kompliziert zu werden wenn einer von beiden dann doch auf einmal mehr will.
Na, ob wir ABs da die Richtigen wären :? Das setzt mMn eine gewisse Lockerheit im Umgang mit dem anderen Geschlecht voraus. Also genau das, was unsereins vollends abgeht.
Dann bin ich wohl locker im Umgang mit dem anderen Geschlecht oder hier wird mal wieder pauschalisiert.
Schliesslich sind bei jedem die Ursachen für sein AB-Sein andere ...
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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Ddorf » Sonntag 25. Oktober 2009, 17:53

Hallo,
eine reine Sex-Beziehung finde ich überhaupt nicht verwerflich. Vielleicht ist ja zusätzlich noch eine Freundschaft dabei.
Gesellschaftlich ist so eine Beziehungsform nicht besonders hoch angesehen, daher geht auch kaum jemand damit hausieren, daß er so etwas bevorzugt.
Ich kenne aber genug Frauen, die so etwas leben. Prinzipiell ist das wohl nicht so außergewöhnlich.
Allerdings ist es nicht ganz einfach, solche Frauen zu finden, da sie das ja eben nicht auf der Stirn stehen haben.

Wenn ich so etwas suchen würde, würde ich folgendes tun (noch nicht ausprobiert, daher weiß ich nicht, ob das so funktioniert):
- Den Wunsch im Singlebörsen-Profil auftauchen lassen, allerdings gleichzeitig dazu schreiben, daß man Single ist und nicht nur eine Geliebte sucht.

- Frauen suchen, die vermutlich keinen Kinderwunsch mehr haben, ein paar Beziehungen hinter sich und durch ihre Lebenserfahrung offener geworden sind. Erfahrungsgemäß sind diese Frauen 40+. Ich weiß nicht, ob das für Dich in Frage kommt. Jüngere Frauen suchen wohl meist doch einen richtigen Partner und wollen eine richtige Familie. Eher kämen da noch ganz junge Frauen in Frage, die einfach nur Spaß haben wollen. Das wären dann aber wohl eher nur kurzfristige Sachen.

- Direkt in Communities schauen, in denen es um Sex-Kontakte geht.


Wenn Du das für Dich als richtig empfindest, solltest Du es auf jeden Fall probieren. Im schlimmsten Fall findest Du keine, aber verlieren kannst Du ja nichts. Die allgemeine gesellschaftliche Sichtweise sollte Dir auf jeden Fall da nicht im Wege stehen.
Viele Grüße

Thomas

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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von 3Dog » Sonntag 25. Oktober 2009, 19:28

haach, da fällt mir jetzt ein stein vom herzen, hab schon befürchtet ich werde verstoßen :schwitzen:

zum thema Beziehungsmensch/Beziehungskompetenz: ich weiss dass ich schon länger ein latentes toleranzproblem habe... sozusagen ein meinungs- und einstellungshardliner bin. kann man das irgendwie üben, sich selbst leichter auf kompromisse einzulassen? geht das einher damit, dass man erwartungen einfach ein bischen herunterschraubt?

"verliebt sein = freude sein leben zu teilen" klingt auch für mich einleuchtend; aber erstmal verliebt sein... :?

zum thema sexbeziehung: die frage "wo finde ich sie" ist wohl doch ne härtere nuss als gedacht... ich bin generell kein freund von so webdating geschichten, deshalb fällt das für mich flach... (im detail stört mich das die meisten bilder, wenn vorhanden, keinesfalls die wahrheit wiederspiegeln, und das oft absichtlich :? )
die milf-theorie (40+) fand ich ganz interessant, aber ich glaube das wäre mir doch zu krass :shock: aber man weiss es nie wenn mans nicht probiert xD
communities für sex konnten bislang bei mir kein vertrauen wecken, dass ich denen meine daten anvertrauen würde, zumal bei allem was ich bis jetzt gesehen habe die grenze zu selbstinszenierter pornografie bis hinzu simpler prostitution sehr verwaschen zu sein scheint, und das will ich nun wirklich nicht.

nein, also die frage wie finde ich eine sexfreundin ist durch das alles nicht beantwortet... und ich glaube einfach fragen würde dann doch zu weit gehen, zumal dass x-mal mehr mut kosten würde, als einfach so nach mehr zu fragen. insofern bringt der plan mir als AB überhaupt nix, weil ich noch am anfang von allem stehe :buch:

aber für weitere tips, thesen und meinungen bin ich ganz ohr^^
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Strubbel

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Strubbel » Sonntag 25. Oktober 2009, 19:42

3Dog hat geschrieben:Wie ist das eigentlich wenn man sein Leben komplett mit jemandem teilt (Familie, Freunde, Mitbewohner ausgenommen...) ?
Die Fähigkeit zu Kompromissen und die Bereitschaft, eigene Meinungen und Standpunkte hinterfragen zu lassen, außerdem eine gewisse Streitkultur sind da sehr hilfreich und notwendig. Ähm... Magst Du Dich denn so, wie Du Dich beschreibst? Ich hatte mal eine Bekannte, die war ähnlich gestrickt, aber auch durchaus stolz darauf, nach dem MOtto "Ich hab halt meinen Sturkopf!"
Wie ist es eigentlich mit Sexfreundschaften/Sexbeziehungen? Sowas scheint mir gesellschaftlich jetzt nicht unbedingt salonfähig zu sein (...)Oder ist das einfach nur verwerflich und keine gute Idee?
Verwerflich fände ich es, der fraglichen Dame was vorzumachen. In ihr die Hoffnung auf die ganz große Liebe zu nähren und ihr nicht zu sagen, dass man einfach nur ein paar körperliche Bedürfnisse befriedigen will. Wenn beide wissen, woran sie sind und voneinander auch nichts anderes wollen, wüsste ich nicht, was daran verwerflich zu finden wäre.
zu gut deutsch es wird (aus neid?) darüber gelästert
Vorsicht vor Unterstellungen. Es soll schon Leute gegeben haben, die Sex und Liebe schlicht nicht voneinander trennen möchten. Nicht jeder, der die Dinge anders empfindet als Du, ist in Wirklichkeit nur neidisch auf Dich.

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3Dog
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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von 3Dog » Sonntag 25. Oktober 2009, 19:59

wenn ichs mir recht überlege bin ich eigentlich nicht zufrieden mit mir, was sich ja auch in meinem kaum ausgeprägten selbstvertrauen wiederspiegelt...
ich habe früher ganz ganz oft von allen leuten gehört wie nett und hilfsbereit ich doch wäre, und ausgegliche, lustig und lieb; deshalb erschrecke ich von zeit zu zeit vor mir selbst: ich habe so einen grausigen verdacht, dass mich die ganze verweiflung über die jahre ohne liebe zu einem ziemlichen arschloch haben werden lassen. zumindest teilweise. ja, doch, ich glaube das hängt alles miteinander zusammen... wenn einem die umwelt dauernd suggeriert was für ein toller mensch man doch sei, und man es selbst nicht verstehen kann warum man zum single sein verdammt ist, das hat glaubich an meinem verstand genagt und mich teils an den rand der verzweiflung gebracht, und da fahren dann die mauern hoch und die persönlichkeit macht ne 180grad-wende auf der stelle :shock: :shock: :shock: nur sone theorie

long story short: ja ich möchte mehr diskutieren/streitkultur :oops:

und nein, ich möchte ja derade niemandem was vormachen, deshalb schmiede ich ja die theorie, erstmal eine ganz ganz lose beziehung zu wollen ;)

naja ich meinte mit dem lästern aus neid so etwas wie ein umkleideraumgespräch, wo die rede auf Person A und Person B kommt, von denen die weibliche Person B sehr begehrenswert ist, und _Mann_ Person A dafür beneidet. :pfeif:
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Hermes

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Hermes » Sonntag 25. Oktober 2009, 20:02

Die Frage ist aus meiner Sicht auch, was eigentlich eine "klassische" Beziehung sein soll. Wenn hier, wie weiter oben, diskutiert wird, dass eine Sexbeziehung an für sich eine Gute Idee sei und eine Freundschaft zum Sexpartner das Ganze sogar noch bereichern könnte, dann stellt sich m.E. die Frage nach der Abgrenzung zu anderen Formen von Beziehungen.

Was ist eine Sexbeziehung? Ich definiere mal, nachdem was ich gelesen habe: Eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die ausschließlich auf die Befriedigung sexueller Bedürfnisse hinausläuft. Eventuell geht dies Hand-in-Hand mit Freundschaft; wechselseitige Sympathie scheint zumindest eine notwendige Bedingung.

Was ist eine romantische Liebesbeziehung? Sie basiert oftmals und gerade zu Beginn auf einer wechselseitigen Verliebtheit, der wechselseitigen körperlichen Befriedigung und der Sympathie / Freundschaft.

Da wir alle wissen, dass Verliebtheit i.d.R. nach einigen Monaten verschwindet, es aber dennoch Menschen gibt, die länger als diesen Zeitraum (teilweise mehrere Jahre) miteinander zusammen bleiben, wäre das sozusagen die "klassische Beziehung". Da die Verliebtheit als Komponente wegfällt (wenn man mit meiner o.g. Definition übereinstimmt), frage ich mich, wo genau dann noch der Unterschied zu einer reinen Sexbeziehung mit Freundschaftsanteilen besteht?

Sein Leben teilen? Wieviel mehr kann man sein Leben miteinander teilen als Sex zu haben und oft Zeit miteinander zu verbringen? Zusammen wohnen? Das tun andere Menschen WG's jedenfalls auch...

Daher meine Frage an den Themenersteller: Was bedeutet es für dich, dein Leben mit jemand anderem zu teilen? Die Sexualität involviert zwangsläufig einen großen Teil davon. Was darüber hinaus geht, findet sich, wie gesagt, auch in anderen sozialen Beziehungen. Und ferner: Was ist eine "klassische Beziehung"?

Frage über Fragen :-)

Robinson

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Robinson » Sonntag 25. Oktober 2009, 20:10

3Dog hat geschrieben: oder kommt das von alleine wenn man sich erst einmal richtig verliebt hat?
Oft, ja.
Deine Selbstbeschreibung sagt mir weniger, dass du kein Beziehungsmensch wärst, als dass du eine unausgereifte Persönlichkeit hast; was für einen AB nun wieder nichts Besonderes ist.
3Dog hat geschrieben:Wie ist das eigentlich wenn man sein Leben komplett mit jemandem teilt (Familie, Freunde, Mitbewohner ausgenommen...) ?
Wenn du dein Leben komplett mit jemand teilst (komplett wird in der Regel sowieso nicht vorkommen, aber ich vermute, ich ahne, was du tatsächlich meinst), dann IST das Familie. Mit Familie und Mitbewohnern klappt das auch irgendwie? Warum dann nicht mit einer Beziehung? Der einzige Unterschied ist doch, dass ihr ab und zu gemeinsam in die Kiste hüpft. Kann es sein, dass du dir mangels Erfahrung und aufgrund langen Wunsches und Gedankenmachens das Thema gewaltiger vorstellst, als es ist?
3Dog hat geschrieben:Sowas scheint mir gesellschaftlich jetzt nicht unbedingt salonfähig zu sein,
Warum das nicht? Ich würde eher sagen, es ist von einer verschwiegenen Selbstverständlichkeit (sowas gibt es nun seit Anbeginn der Geschichtsschreibung und sicher auch schon vorher) zu einer geworden, über die man durchaus reden kann, ohne geich gemobbt zu werden. (Vielleicht nicht unbedingt wenn du Kirchenvorstand werden willst, aber so allgemein ...).
3Dog hat geschrieben:Oder ist das einfach nur verwerflich und keine gute Idee?
Wie du bereits beim zweiten Nachdenken selbst bemerkt hast: Die Frage ist eher, ob es für einen AB dadurch einfacher wird. "Einfach mal jemand fürs Bett" zu finden ist meines Erachtens noch schwieriger als "sich an eine Beziehung herantasten". Aber DAS ist sicher dann auch eine Frage des Verhältnisses oberflächlicher Attraktivität zu inneren Werten.
Im übrigen bezweifle ich, dass es Sex ohne Beziehung gibt. Es gibt viele, die sich das einreden und dann funktioniert es oft wohl auch irgendwie. Aber ich denke, es ist eher ein Nichteingestehen(wollen oder können) tieferer Gefühle. Ein bisschen (dadurch nicht unwichtiges) Gefühl ist immer dabei - ansonsten könnte man sich ja in der Tat mit mechanischen Hilfsmiteln begnügen, da hat man Sex ohne Beziehung, solange das Maschinchen funktioniert.
3Dog hat geschrieben:ich weiss dass ich schon länger ein latentes toleranzproblem habe... sozusagen ein meinungs- und einstellungshardliner bin. kann man das irgendwie üben, sich selbst leichter auf kompromisse einzulassen? geht das einher damit, dass man erwartungen einfach ein bischen herunterschraubt?
Ja, das kann man üben. Ja, es kann mit Erwartungen-runterschrauben einhergehen (muss aber nicht). Es kann zum Beispiel auch mit andere-Erwartungen-haben einhergehen (statt: was ich meine, stimmt zum Beispiel: meine Erwartung ist, das am Ende möglichst viele einer Meinung sind). Was und wie genau da zu üben ist, hängt sehr von deiner Disposition ab. Diskussionskreise, Rhetorikseminare, esoterische Harmoniezirkel, bewusst selbst und ohne Anleitung einzelne Eistellungen und Verhaltensweisen kontrollieren und nach und nach verändern, Psychotherapie, Tanzworkshops, buddhistische Meditation, Tantra, Outdoor-Teambildungsabenteuer, absichtlich in Teamsituationen gehen mit einem gemeinsamen Ziel (Segeln zum Beispiel ist prima) und und und.
3Dog hat geschrieben:zum thema sexbeziehung: die frage "wo finde ich sie" ist wohl doch ne härtere nuss als gedacht...
aber für weitere tips, thesen und meinungen bin ich ganz ohr^^
Swinger-Clubs ohne Pärchenzwang. Meines (leider noch theroetischen) Erachtens nach ide einfachste Methode sich auf "verruchtes Parkett" zu begeben, zumal man sicher sein kann, dass alle, die da sind, es selbst auch freiwillig sind; und man absolut zu nichts gezwngen wird. Wer den Abend über nur Wasser trinken will (oder sonst zu nichts in der Lage ist) hat, dürfte dort damit auch kein Problem haben.
Das ist eines der Abenteuer, die ich, glaube ich, noch mal erleben will. Einfach nur, um mir diese merkwürdige Welt mal angeguckt zu haben. Wer weiß, vielleicht gefällt es mir anschließend sogar. Obwohl ich es bezweifle. Aber nicht genug, um den Gedanken loszuwerden. Also werd ich es wohl mal testen müssen.

Uli

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Uli » Sonntag 25. Oktober 2009, 20:12

3Dog hat geschrieben: Wie ist es eigentlich mit Sexfreundschaften/Sexbeziehungen? Sowas scheint mir gesellschaftlich jetzt nicht unbedingt salonfähig zu sein
Warum denkst Du das? Ich habe eine Sexfreundin, praktisch alle Leute die ich so gut kenne dass man sich über sein Sexleben austauscht haben oder hatte mal eine reine Sexbeziehung. Nur sicherlich ist das keine Sache die man im gesellschaftlichen Rahmen diskutiert aber muss man ja auch nicht.

Tyvek

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Tyvek » Sonntag 25. Oktober 2009, 22:05

3Dog hat geschrieben:...Außerdem bin ich jemand der zum Teil sehr strikte Prinzipien und eine eigene Weltanschauung hat, und gelegentlich tiefgründig zu Themen philosophiert aber dann nach reiflichem Nachdenken eine Meinung hat, die feststeht und nicht verhandelbar ist. Ich habe zwar kein Selbstvertrauen, aber einen starken eigenen Willen und ich beharre auf meiner Meinung. ...
hmm.... ein wenig widersprüchlich.
du stehst zu deiner meinung ohne selbstvertrauen?

sein leben mit jemandem zu teilen auf basis einer beziehung bedeutet eine umstellung ... aber eine angenehme umstellung.
in einer partnerschaft kann jeder es für sich so einrichten, dass sein leben möglichst angenehm verläuft.
beziehung bedeutet nicht zu verzichten und seine persönlichen freiheiten aufzugeben.

wenn man mit beziehung schlimmer dran wäre als ohne, wären alle single oder masochisten.

sexbeziehung ist sicherlich nicht das beste für AB's ... die gesellschaft schert sich sowieso nicht mehr um das beziehungsverhalten einzelner. die anonymität der großstadt machts möglich.
meine meinung: wem's gefällt, der darf's machen. mir würde es nicht reichen und als einstieg wäre das für mich auch total ungeeignet gewesen.

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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von 3Dog » Montag 26. Oktober 2009, 00:36

also erstmal danke für die vielen beiträge, mir ist einiges klarer geworden durch das lesen und reflektieren .

ich weiss, dass ich mir durchaus selbst widerspreche. was ich meinte mit dem selbstvertrauen ist, dass ich mich nach außen nicht verkaufen kann, präsentieren kann. also zB verleiht es eine ziemliche Macht, wenn man starke eigene meinung hat; aber nur wenn man diese Macht auch ausstrahlt.. mir fehlt die fähigkeiten manchen leuten schon allein durch zB Körpersprache + das Gesagte klarzumachen: It's either my way or the highway. ist so ne ausstrahlungssache...

"genau wissen was man will + genau sagen was man denkt/will + genau bekommen was man will" = rezept zum erfolg

mit dem Leben, dass man teilt, mach ich mir echt zuviel gedanken, das kommt bestimmt von ganz alleine...

mein ziel ist trotzdem, dass mit der losen Beziehung mal zu probieren, um dann zu schauen ob mehr draus wird. nach so vielen jahren vergeblicher suche mal das feld von hinten aufrollen :boxing: :schwitzen: bloß wie? wo? mit wem? Fragen über Fragen :gruebel:
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Annie Fish

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Annie Fish » Montag 26. Oktober 2009, 17:47

Ich denke, eine Sexbeziehung ist o.k., wenn man das will. Man kann ja auch ansonsten eine Beziehung suchen, die nicht so eng ist, wo jeder seine eigene Wohnung hat, und man sich z.B. nur am Wo.ende sieht.

Joe_Sixpack

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Joe_Sixpack » Montag 26. Oktober 2009, 18:08

Nach drei Jahren Studentenwohnheim und zwölf Jahren WG halte ich mich schon für zumindest geeignet, ohne größere Probleme mit Leuten zusammenzuleben, die dem grundsätzlich nicht abgeneigt sind, also auch mit Frau(en).
3Dog hat geschrieben:die milf-theorie (40+) fand ich ganz interessant, aber ich glaube das wäre mir doch zu krass :shock: aber man weiss es nie wenn mans nicht probiert xD
Was ist das für eine Theorie? :gruebel:

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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Scarlet » Montag 26. Oktober 2009, 18:14

Joe_Sixpack hat geschrieben:Nach drei Jahren Studentenwohnheim und zwölf Jahren WG halte ich mich schon für zumindest geeignet, ohne größere Probleme mit Leuten zusammenzuleben, die dem grundsätzlich nicht abgeneigt sind, also auch mit Frau(en).
3Dog hat geschrieben:die milf-theorie (40+) fand ich ganz interessant, aber ich glaube das wäre mir doch zu krass :shock: aber man weiss es nie wenn mans nicht probiert xD
Was ist das für eine Theorie? :gruebel:
milf=midlife? Damit sind meines Wissens nach Frauen mittleren Alters gemeint.
On ne voit bien qu'avec le cœur -
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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von FrankBN » Montag 26. Oktober 2009, 18:19

Scarlet hat geschrieben:
Joe_Sixpack hat geschrieben:Nach drei Jahren Studentenwohnheim und zwölf Jahren WG halte ich mich schon für zumindest geeignet, ohne größere Probleme mit Leuten zusammenzuleben, die dem grundsätzlich nicht abgeneigt sind, also auch mit Frau(en).
3Dog hat geschrieben:die milf-theorie (40+) fand ich ganz interessant, aber ich glaube das wäre mir doch zu krass :shock: aber man weiss es nie wenn mans nicht probiert xD
Was ist das für eine Theorie? :gruebel:
milf=midlife? Damit sind meines Wissens nach Frauen mittleren Alters gemeint.
Mother I'd Like to Fuck, ist ein umgangssprachlicher, vulgärer Ausdruck für attraktive Frauen mittleren Alters

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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Scarlet » Montag 26. Oktober 2009, 18:20

FrankBN hat geschrieben:
Scarlet hat geschrieben: milf=midlife? Damit sind meines Wissens nach Frauen mittleren Alters gemeint.
Mother I'd Like to Fuck, ist ein umgangssprachlicher, vulgärer Ausdruck für attraktive Frauen mittleren Alters
Knapp daneben... :schuechtern:
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Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Regenbogen » Montag 26. Oktober 2009, 18:23

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Joe_Sixpack

Re: Mein Leben teilen?

Beitrag von Joe_Sixpack » Montag 26. Oktober 2009, 18:32

Ich bin ja vielleicht blöd, aber so blöd auch wieder nicht nicht. Dem durchschnittlichen Intensiv-Internetnutzer männlichen Geschlechts sollte die Abkürzung MILF bekannt sein, und das ist sie mir auch. Mir ist nur nicht klar, welche Theorie 3dog da gemeint haben könnte. Frauen (40+) finde ich allein deswegen interessant, weil sie ja nicht meine Tochter sein könnten wie Britney Spears...

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