Ungerechte Welt.

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Kleo

Ungerechte Welt.

Beitrag von Kleo » Dienstag 3. November 2009, 19:59

Hallo zusammen,

möchte mal wieder über die ungerechte Welt und mein Problem mit dem Neid berichten.

Eine Freundin von mir hat sich im letzten Jahr von ihrem Mann nach 17 Jahren getrennt.
Sie war jetzt gut 1,5 Jahre solo und nun hat sie schon wieder nach nur 2 schlechten Dates jemanden neues kennengelernt.
Das ganze läuft jetzt ca. 1 Monat und schon so, dass man von Beziehung sprechen kann.
Obwohl sie mir noch letzte Woche gesagt hat, dass es irgendwie noch nichts richtiges ist.
ABer anscheinend hat sich das schon geändert.

Und jetzt frage ich mich, ist das gerecht??
Klar gönne ich ihr das, aber da kommt doch schon wieder Neid auf!

Ich habe diverse Dates gehabt, aber irgendwie war es nie richtig (kann natürlich auch an mir liegen) aber dennoch hatte ich NIE (bis auf 1x) die CHANCE, dass es so weit gekommen wäre wie bei ihr!


Ungerechte Welt!!!

Kleo

PS

Beitrag von Kleo » Dienstag 3. November 2009, 20:09

Ihr dürft mir auch gerne Eure Meinung dazu sagen......

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Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Scarlet » Dienstag 3. November 2009, 20:18

Ok, dann fange ich mal an ;).

Ja, das Leben ist ungerecht. Das finde ich auch ganz oft, und ich kann es manchmal nicht nachvollziehen, warum andere, denen vllt gar nicht mal soviel Herzblut daran liegt, einfach so Glück haben, während man sich selbst den Ar*** aufreißt und sich nichts mehr wünscht als einmal einen kleinen Funken Glück zu haben. Erklären kann ich es nicht, aber ich kenne auch dieses Neidgefühl, wie Du es beschreibst. Es ist kein Nicht-gönnen-können, sondern einfach der Wunsch, man hätte auch soviel Glück wie die Person.
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Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von webhoffi » Dienstag 3. November 2009, 20:28

Mal ne dumme Frage.

Wieso macht ihr euer persönliches Glück scheinbar ausschliesslich davon abhängig, endlich eine Beziehung zu haben?
Meint ihr nicht, dass die dadurch unbewusst entstehenden Erwartungen nur enttäuscht werden können, weil man dann merkt, dass man dadurch doch nicht glücklicher ist als vorher (außer vielleicht, man landet einen Glücksgriff)?
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Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von schmog » Dienstag 3. November 2009, 20:34

webhoffi hat geschrieben:Mal ne dumme Frage.

Wieso macht ihr euer persönliches Glück scheinbar ausschliesslich davon abhängig, endlich eine Beziehung zu haben?
Ja, weil jeder 0815 Depp heute eine Beziehung hat!
ES sollte eigentlich das normalste auf der Welt sein.

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Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Serendipity » Dienstag 3. November 2009, 20:36

Kleo hat geschrieben:möchte mal wieder über die ungerechte Welt und mein Problem mit dem Neid berichten.

Ihr dürft mir auch gerne Eure Meinung dazu sagen......
Gerne!
Also eine Freundin von mir (eigentlich meine Älteste und Beste) hat sich vor ein paar Jahren nach fast 20 Jahren Beziehung, (einschließlich einer Ehe von fast 15 Jahren) von ihrem Partner getrennt. Denn er mutierte immer mehr zum Riesena***loch (er ging fremd, verspielte Geld, und noch so einiges). Kein halbes Jahr später hatte sie einen neuen Partner und zog sogar relativ schnell mit ihm zusammen. Vor ein paar Tagen hatten sie 2. Hochzeitstag. Ich kann deine jetzige Situation also ganz gut nachvollziehen.
ABER was soll ich dir sagen, neidisch bin ich kein Stück. Ganz im Gegenteil ich gönne es ihr von Herzen, dass sie wieder glücklich ist. Was wäre ich für eine Freundin, wenn ich ihr nach ihrer Trennung das gleiche Schicksal wünschen würde, wie ich es habe? Nur weil es mir schlecht geht, ich unter meiner Situation leide kann ich doch anderen Menschen -vor allem Menschen die mag und die mir am Herzen liegen- nicht ihr Glück neiden. Dadurch verbessert sich meine Situation kein Stück, wenn es anderen genauso schlecht geht wie mir.
Weinen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Gefühlen!

EinsamerAchtziger

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von EinsamerAchtziger » Dienstag 3. November 2009, 20:37

webhoffi hat geschrieben:Wieso macht ihr euer persönliches Glück scheinbar ausschliesslich davon abhängig, endlich eine Beziehung zu haben?
Wenn alles andere im Leben läuft, aber man trotzdem nicht wirklich glücklich ist: Woran liegt es dann? Bingo!
(man nennt sowas Ausschlussprinzip ;-) )

Kleo

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Kleo » Dienstag 3. November 2009, 20:45

at webhoffi:

Ich bin gesund, habe einen guten Job, schöne Wohnung, Freunde, keine Geldsorgen, halbwegs intakte Familie ...also eigentlich alles was man zum Glück braucht. Und eigentlich weiß ich das zu schätzen, aber dennoch fehlt da ein Stück zum Perfekten Glück: Jemanden der einen liebt/mag und das richtig!!!
Quasi das letzte Stück vom Puzzle!

Ich mache mein Glück keineswegs von einer Beziehung abhängig, denn ich kenne dieses "Glück??" ja gar nicht, aber dennoch ist da immer das Gefühl das etwas fehlt!! :crybaby:

Ich glaub das kennen doch alle hier, oder nicht?

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Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Scarlet » Dienstag 3. November 2009, 21:10

webhoffi hat geschrieben:Mal ne dumme Frage.

Wieso macht ihr euer persönliches Glück scheinbar ausschliesslich davon abhängig, endlich eine Beziehung zu haben?
Meint ihr nicht, dass die dadurch unbewusst entstehenden Erwartungen nur enttäuscht werden können, weil man dann merkt, dass man dadurch doch nicht glücklicher ist als vorher (außer vielleicht, man landet einen Glücksgriff)?
Weil alles andere wenig Sinn hat, wenn man es nicht mit einem wichtigen Menschen teilen kann.
Weil man auch bei einem Fehlgriff erst einmal soviel emotionale Wärme tankt, daß es einem dennoch Auftrieb gibt.
Weil es der fehlende Teil zum Vollständigsein ist.
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Joe_Sixpack

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Joe_Sixpack » Dienstag 3. November 2009, 21:14

Scarlet hat geschrieben:Ja, das Leben ist ungerecht.
Schließe mich mal an, damit ist eigentlich alles gesagt. Der Neid ist dein Problem, das hast Du erkannt. Daran würde ich arbeiten. 8-)

BaalZebul

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von BaalZebul » Dienstag 3. November 2009, 21:19

webhoffi hat geschrieben:Mal ne dumme Frage.

Wieso macht ihr euer persönliches Glück scheinbar ausschliesslich davon abhängig, endlich eine Beziehung zu haben?
Meint ihr nicht, dass die dadurch unbewusst entstehenden Erwartungen nur enttäuscht werden können, weil man dann merkt, dass man dadurch doch nicht glücklicher ist als vorher (außer vielleicht, man landet einen Glücksgriff)?
hätte das thema keine nennenswerte relevanz, wären wir wohl kaum hier im forum angemeldet und würden sogar aktiv schreiben :roll:
... wobei ich das wort "ausschliesslich" davon natürlich ausklammer würde

Frost

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Frost » Dienstag 3. November 2009, 21:47

Kleo hat geschrieben:Ungerechte Welt!!!
:wuetend:

jungle

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von jungle » Dienstag 3. November 2009, 22:03

at Kleo:

Andere, die vielleicht momentan nicht um eine Beziehung kämpfen, kämpfen dafür um andere Dinge, die du genießt: guter Job, schöne Wohnung, Freunde, keine Geldsorgen. Sie wünschen sich diese Dinge wahrscheinlich mit dem gleichen Herzblut wie du dir eine Beziehung und sind genauso niedergeschlagen, gekränkt, neidisch, z. B. auf die berufliche und somit auch die gesellschaftliche Stellung und das Einkommen anderer Menschen. Es gibt sicherlich Menschen, die in einer passablen Beziehung leben, und genauso darunter leiden, nur mit Müh und Not finanziell über die Runden zu kommen, wie du an deiner Beziehungslosigkeit leidest. Sie werden wohl auch ein Gefühl der Ungerechtigkeit empfinden, z. B. weil sie nicht die Möglichkeit hatten zu studieren, oder krankheitsbedingt arbeitslos sind oder...

Ich möchte das Problem der Beziehungslosigkeit keinesfalls schmälern, aber ich bin sicher, existenzielle Probleme, langjährige Arbeitslosigkeit, Schulden, Krankheit etc. würden mir viel zu schaffen machen als Beziehungslosigkeit.

Cindy

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Cindy » Mittwoch 4. November 2009, 00:57

webhoffi hat geschrieben:Mal ne dumme Frage.

Wieso macht ihr euer persönliches Glück scheinbar ausschliesslich davon abhängig, endlich eine Beziehung zu haben?
Weil's zum Leben dazu gehört wie das Atmen... weil fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens mal eine oder mehrere Beziehungen hat (wer will schon immer allein sein?)... weil man Menschen, die immer Single sind, als merkwürdig einstuft (wer will dauernd als komisch und abartig eingestuft werden?)... und außerdem ist es nur mal schlicht und einfach ein menschliches Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden.

Neid kenne ich nicht, ich gönne allen Menschen ihre Beziehungen mit allem drum und dran. Ich frage mich allerdings manchmal, warum die das so ohne Weiteres können, ich jedoch leider nicht. Mit Neid hat das nichts zu tun, eher mit der Überprüfung des eigenen Selbst.

Aber da hier schon mal die Rede davon war, dass dafür vielleicht alles andere im Leben bei uns gut läuft... bei mir gibt es außer dem Beziehungsthema sehr wohl Dinge, die besser laufen könnten. Dummerweise ist es gerade das Menschliche (die Beziehung), das man am meisten vermisst und das einem am wichtigsten erscheint.

Michi83

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Michi83 » Mittwoch 4. November 2009, 01:30

schmog hat geschrieben: Ja, weil jeder 0815 Depp heute eine Beziehung hat!
Seh´s doch mal andersrum. Du bist dann halt kein 0815 Depp oder willst du das sein? ;)

Das Leben kann manchmal ungerecht, aber manchmal auch gerecht sein. Aus meiner persönlichen Erfahrung gleicht sich alles wieder aus, auch wenn ich oft selber daran zweifle, grade im Bezug auf "Liebe"...

Avalon

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Avalon » Mittwoch 4. November 2009, 08:07

Ich kann Kleos Neid-Gefühle sehr gut nachvollziehen! Es tut schlicht und ergreifend weh, immer nur allein -im Sinne von: ohne einen lieben Partner an der Seite- zu leben und trotz größter Bemühungen in dieser Richtung keinerlei Erfolg zu haben. Wenn man dann noch sieht, dass sich bei den meisten anderen im eigenen Umfeld das Liebesglück mehr oder weniger immmer wieder von allein ergibt, dann kann man schon mal verzweifelt sein und Neid empfinden. Und ich sehe es genauso wie Scarlet: Neid hat in diesem Fall gar nichts damit zu tun, dass man den anderen ihr Glück missgönnt, sondern nur damit, dass man selbst gern auch mal dieses Glück hätte.

Klar haben -wie jungle schon ganz richtig bemerkt hat- andere Leute auch ihre Sorgen, z. B. mit Arbeitslosigkeit oder Krankheit. Ich finde aber, dass man trotzdem alles Recht dieser Welt hat, über das eigene Dauer-Singledasein traurig zu sein und mitunter sogar auch ein wenig Neid auf andere, die eine Parterschaft haben, zu empfinden! Denn dass andere Menschen (aus gutem Grund!) unter ihrer Arbeitslosigkeit oder Krankheit leiden, heißt doch nicht, dass jemand ohne Beziehung geradezu froh und dankbar sein muss, "nur" unter seinem Alleinsein leiden zu "dürfen". So sehe ich das zumindest.

webhoffi
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Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von webhoffi » Mittwoch 4. November 2009, 16:09

Kleo hat geschrieben:Ich mache mein Glück keineswegs von einer Beziehung abhängig, denn ich kenne dieses "Glück??" ja gar nicht, aber dennoch ist da immer das Gefühl das etwas fehlt!! :crybaby:

Ich glaub das kennen doch alle hier, oder nicht?
Da gebe ich dir recht, aber im Umkehrschluss kann man dann aber auch mutmaßen, wenn dann mal das vermeintliche Glück an der Tür klopft, sprich man eine Beziehung hat, hat man möglicherweise das Gefühl das dann wieder etwas fehlt, nämlich die eigene Freiheit. Was dann aber auch sehr stark davon abhängen wird, wie sehr der Partner einem nach persönlichem empfinden einengt.
Wir denken SELTEN an das was wir HABEN, aber immer an das was uns FEHLT.

Morton

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Morton » Mittwoch 4. November 2009, 16:32

Kleo hat geschrieben:Ungerechte Welt!!!
Glück und Leid werden völlig blind und willkürlich verteilt. Das ist doch eigentlich die höchste Form der Gerechtigkeit, oder?

Der eine mag schon unzählige Beziehungen gehabt haben, der andere sein Glück in materiellem Wohlstand gefunden haben, aber letztlich greift nach jedem früher oder später die kalte Hand der Endlichkeit; und danach kommt vielleicht das ewige Vergessen, möglicherweise auch das ewige Glück, in jedem Fall aber wird alles bedeutungslos.
Diese Betrachtung relativiert vielleicht nicht die zahlreichen Tragödien im Hier und Jetzt, aber für den kleinen zwischenmenschlichen Neid ist sie ein gutes Ruhekissen.^^

Kleo

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Kleo » Mittwoch 4. November 2009, 16:58

jungle hat geschrieben:at Kleo:

Andere, die vielleicht momentan nicht um eine Beziehung kämpfen, kämpfen dafür um andere Dinge, die du genießt: guter Job, schöne Wohnung, Freunde, keine Geldsorgen. Sie wünschen sich diese Dinge wahrscheinlich mit dem gleichen Herzblut wie du dir eine Beziehung und sind genauso niedergeschlagen, gekränkt, neidisch, z. B. auf die berufliche und somit auch die gesellschaftliche Stellung und das Einkommen anderer Menschen. Es gibt sicherlich Menschen, die in einer passablen Beziehung leben, und genauso darunter leiden, nur mit Müh und Not finanziell über die Runden zu kommen, wie du an deiner Beziehungslosigkeit leidest. Sie werden wohl auch ein Gefühl der Ungerechtigkeit empfinden,


mmh ja das stimmt sicherlich, nur ich denke dass die anderern Dinge wie Wohnung, Arbeit, Gesundheit - zumindest teilweise- von mir selbst beeinflusst werden können. Da reicht es i.d.R. aus, wenn ich mich "dahinterklemme".

So kann ich immer noch anfangen zu studieren, oder mir ne neue Wohnung oder neuen Job suchen. Es liegt dann an meiner eigenen Initiative. Aber zu einem Partner gehören ja -leider gottes- immer noch zwei, die sich einig sein müssen....
Und je mehr ich mich bemühe umso verkrampfter wird es ja - sagt man zumindest......

Cindy

Re: Ungerechte Welt.

Beitrag von Cindy » Mittwoch 4. November 2009, 23:03

Avalon hat geschrieben:Klar haben -wie jungle schon ganz richtig bemerkt hat- andere Leute auch ihre Sorgen, z. B. mit Arbeitslosigkeit oder Krankheit. Ich finde aber, dass man trotzdem alles Recht dieser Welt hat, über das eigene Dauer-Singledasein traurig zu sein und mitunter sogar auch ein wenig Neid auf andere, die eine Parterschaft haben, zu empfinden! Denn dass andere Menschen (aus gutem Grund!) unter ihrer Arbeitslosigkeit oder Krankheit leiden, heißt doch nicht, dass jemand ohne Beziehung geradezu froh und dankbar sein muss, "nur" unter seinem Alleinsein leiden zu "dürfen". So sehe ich das zumindest.
Das sehe ich ganz genauso! Es ist ein Stück weit auch naiv, zu sagen, wir ABs sollten doch so dankbar sein (für alles andere, was wir haben) und unsere Beziehungslosigkeit nicht weiter beachten. Auch das Einreden, das man angeblich ohne Beziehung ja soo glücklich sein kann, halte ich für daneben, denn wäre es so, dann hätten garantiert nicht so viele Menschen Beziehungen und Familien. Wir haben also definitiv ein Recht darauf, traurig zu sein- weil uns eben etwas ganz Wichtiges im Leben fehlt!

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