SWR3: Therapeut warnt: Gefühle sind keine Krankheit

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SWR3: Therapeut warnt: Gefühle sind keine Krankheit

Beitrag von uhu2163 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 11:50

Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe! FSK 12 = Der Gute bekommt die Frau, FSK 16 = Der Böse bekommt die Frau, FSK 18 = Alle bekommen die Frau, FSK-AB = keiner bekommt die Frau!

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Re: SWR3: Therapeut warnt: Gefühle sind keine Krankheit

Beitrag von Aletheia » Donnerstag 12. Oktober 2017, 14:04

Sehr interessanter Artikel.

Ich habe leider zu wenig Hintergrund- und Fachwissen in diesem Bereich, aber rein von meiner eigenen Erfahrung aus würde ich dem schon irgendwie zustimmen. Natürlich gibt es auch Menschen, die wirklich Hilfe brauchen und wo es gut und richtig ist, dass ihr Leiden diagnostiziert wurde und behandelt wird. Aber gleichzeitig wäre ich persönlich auch der Meinung, dass man, wenn man ganz engmaschig und genau schaut, bei jedem irgendetwas finden könnte, was angeblich "krank" ist. Und ich würde ebenso auch sagen, dass es in unserer Gesellschaft die Tendenz gibt, möglichst "normal" zu sein und zu "funktionieren". Und jeder mit ein paar Macken fällt da gleich aus dem Schema, obwohl derjenige deshalb keineswegs gleich als "krank" zu klassifizieren wäre. Bereichert nicht gerade die Unterschiedlichkeit von so vielen Individuen uns als Ganzes? :)
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Re: SWR3: Therapeut warnt: Gefühle sind keine Krankheit

Beitrag von summertime » Donnerstag 12. Oktober 2017, 16:13

Ich finde, der Therapeut hat nicht ganz unrecht, aber er macht es sich etwas zu einfach. Natürlich ist nicht jede Traurigkeit oder Trauerphase gleich eine Depression, aber einfach seine Gefühle zuzulassen, ist auch kein Allheilmittel. Und machmal ist ein Besuch beim Therapeuten auch angebracht. Schüchternheit ist nicht dasselbe wie ein soziale Phobie, und eine generalisierte Angststörung ist nicht dasselbe wie "ein paar Ängste haben". Es geht auch um die Quantität (wie stark ist die Angst, wie groß ist die Schüchternheit) und vor allem darum, ob man Leidensdruck hat.
Und dass man Burnout dadurch verhindern soll, dass man nach der Arbeit die Reize verringert, finde ich auch sehr merkwürdig. Da spielen doch oft ganz andere Dinge noch mit rein, z. B. Überarbeitung, so dass man gar keine Freizeit mehr hat, egal, ob mit oder ohne Reize, Druck von Vorgesetzten, vielleicht sogar Mobbing etc.

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Re: SWR3: Therapeut warnt: Gefühle sind keine Krankheit

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 13. Oktober 2017, 18:08

Im großem ganzen schließe ich mich diesen artikel an.

Über die letzten jahrzehnten ist immer mehr das bild eines Supermensch entstanden - körperlich optimiert und psychisch unter allem umstände stabil. Oder ganau was sich die neo-liberale gesellschaft so wünscht - belastbare idioten die auch noch optimistisch bleiben wann man sie ausnützt. So ganz viel anders als die damalige Nazi-idealen ist das für mich mittlereweile nicht mehr, und für eine menge menschen ist das alles einfach zu viel abverlangt.

Unsere emotionen, auch trauer & co, erfüllen einen zweck, und nicht alles müß sofort wegtherapiert werden.
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