Wie ein introvertierter Mann seine Freundin fand

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Re: Wie ein introvertierter Mann seine Freundin fand

Beitrag von Tania » Donnerstag 6. April 2017, 11:42

LonesomeCoder hat geschrieben:So 6-8h pro Woche real mit der Frau zusammen sein, würde mir reichen.
Reden, spazieren gehen, Kino, Ausgehen, Sauna-Besuch, gern auch Kuscheln und Sex, shoppen gehen, ... Naja, Freundschaft, ggf. mit einem +, wäre wohl wirklich sinnvoller für mich.
Sieht so aus. Es sei denn, Du findest eine Frau, die ähnlich tickt.

Mir persönlich wäre das auf Dauer nix. Sex ohne Gefühle ist für mich schnell langweilig und unbefriedigend. Irgendwas fehlt. Also mach ich sowas vielleicht 1-2 Mal, und ziehe dann weiter. Wenn ich in so einer Konstellation verliebt bin, spiele ich vielleicht 3-6 Monate mit, aber dann ist dieser Hormonrausch auch vorbei. Und Liebe kann sich unter solchen Bedingungen bei mir nicht entwickeln ... also ist nach Abklingen der Verliebtheit auch in diesem Szenario Schluss - spätestens wenn der nächste knackige Hintern am Horizont auftaucht.

Was ich sagen will: dieses Freundschaft+ - Modell ist machbar. Und vielleicht für Dich das Beste. Aber rechne lieber damit, dass es nicht lange halten wird. Was vielleicht aber immer noch besser als nix ist
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Re: Wie ein introvertierter Mann seine Freundin fand

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 6. April 2017, 11:56

Drauf hoffen, dass ich mal eine Frau kennenlerne, mit der ich neben Freundschaft auch erotisches ausleben kann oder nur sexuelles Interesse hat oder sich eine "Beziehung light" vorstellen kann, tue ich noch immer.
Ist in der Tat wohl so, dass bei Frauen der Wunsch nach Sex ohne Liebe und Romatik drum rum nur sehr gering ausgeprägt sind. Die Hormone (Testosteron vs. Östrogen) und die Evolution (Mann kommt der Aufgabe Arterhalt am besten nach, wenn er sein Sperma an möglichst viele Frauen weitergibt vs. Frau braucht einen Mann, der sie und Kinder beschützen und versorgen kann; in der Steinzeit wurde das festgelegt und ist heute noch so im Unterbewusstsein) sorgen hier für die Unterschiede bei den Geschlechtern ;)

Vllt ändert sich meine Einstellung auch, wenn ich mal Sex gehabt hätte. Vllt würde ich mich nach einem ONS auch schlecht fühlen und das nie wieder wollen.

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Re: Wie ein introvertierter Mann seine Freundin fand

Beitrag von Berglöwe » Donnerstag 6. April 2017, 17:13

inVinoVeritas hat geschrieben: Aber mal ehrlich, ab einem gewissen Alter ist meistens Schicht im Schacht was Freundes- / Bekanntenkreis angeht. Das hat sich ab ende 20 so verfestigt, dass man darüber nur noch alle Jubeljahre mal wen neues Kennenlernt.
Den Eindruck aus meinen bisherigen Erfahrungen habe ich leider auch - zumindest unter Männern. Die wenigsten haben Richtung Ende 20 noch großartig das Bedürfnis Energie in neue Freundschaften zu stecken.
inVinoVeritas hat geschrieben: Wenn man beim ersten Date (was meistens aus guten Gründen nur für 1-2 Stunden oder so angesetzt ist) nämlich kein Gespräch in Gang bringt bzw. auf der "sicheren" Sachebene bleibt, folgt meistens auch kein Folge-Date.
So siehts aus.

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Re: Wie ein introvertierter Mann seine Freundin fand

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 6. April 2017, 17:18

Alexas hat geschrieben:
inVinoVeritas hat geschrieben: Aber mal ehrlich, ab einem gewissen Alter ist meistens Schicht im Schacht was Freundes- / Bekanntenkreis angeht. Das hat sich ab ende 20 so verfestigt, dass man darüber nur noch alle Jubeljahre mal wen neues Kennenlernt.
Den Eindruck aus meinen bisherigen Erfahrungen habe ich leider auch - zumindest unter Männern. Die wenigsten haben Richtung Ende 20 noch großartig das Bedürfnis Energie in neue Freundschaften zu stecken.
Neben Beruf, Familie, Hobbys, ggf. Hausbau und den noch vorhandenen Freunden haben da Normalos keine Zeit und Bedürfnisse mehr zum Knüpfen neuer Kontakte. Als dann noch suchender muss schon Glück haben, jemand zu finden, der noch Zeit übrig hat.

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Re: Wie ein introvertierter Mann seine Freundin fand

Beitrag von desigual » Sonntag 9. April 2017, 16:31

BartS hat geschrieben:@desigual, der Punkt ist wohl der, dass Extrovertierte stärker auffallen und zuerst die Aufmerksamkeit im Gruppen erhalten. Und selbst Intros fühlen sich oft von Extros angezogen, weil sie Eigenschaften in sich vereinen, die sie selber nicht haben. Das wären zumindest meine Erklärungsansätze.
Die kann ich nachvollziehen. Allerdings klingt das irgendwie so als wären wir in der Jugend stehengeblieben, wo alle auf die wenigen coolen, sportlichen Draufgänger und Alleinunterhalter standen.
Natürlich fällt ein introvertierter Mensch z. B. auf einer Geburtstagsfeier in großer Runde nicht weiter auf, weil er eben nicht das Gespräch führt, Witze reißt, ... Aber es gibt doch so viele Gelegenheiten, wo man in kleinem Kreis neue Leute kennenlernt, wo jeder spricht und sich entsprechend darstelllt. Oder alle anderen Aktivitäten bei denen sich eben kleine Gesprächsgruppen ergeben.
Schließlich bedeutet introvertiert nicht schüchtern oder ängstlich. Auch Intros können doch das Selbstbewusstsein haben, eine Frau einzuladen.
inVinoVeritas hat geschrieben: Vielleicht sollte man das abhängig vom Geschlecht betrachten?
Dem Mann fällt auch im Jahr 2017 immer noch die aktive Rolle zu, d.h. Er muss den Mut aufbringen die Frau anzusprechen, Er treibt in der Regel die Dates voran, Er muss sich dabei gegen die andere männliche Konkurrenz durchsetzen.
Ich sehe wie du auch nicht, dass man als Introvertierter keinen Partner finden kann, aber dass das "gut möglich sein soll" (habe es bei dir mal markiert) würde ich so nicht einfach stehen lassen wollen.
Ich halte es eher für garnicht leicht, wenn man(n) eher der stille und zurückhaltende ist und damit kaum auffällt. Das der "Schüchti" von seiner Traumfrau im Supermarkt angesprochen wird passiert nämlich leider nur in Hollywood-Filmen so, die Regel ist eher, dass es schon als Extrovertierter garnicht so leicht ist jemanden kennenzulernen.
Introversion bedeutet aber nicht, dass man zwangsläufig zu ängstlich und schüchtern ist, um Frauen zu Dates zu laden, Körperkontakt herzustellen usw.
Natürlich stimme ich dir zu, dass man nicht im Supermarkt vom Traumpartner angesprochen wird und dass es grundsätzlich gar nicht so leicht ist, wen kennenzulernen. Ich glaube auch, dass es für introvertierte Frauen etwas einfacher sein mag. Allerdings gilt für sie genau wie für introvertierte Männer, dass sie in größerer Runde untergehen, weil sie zu unscheinbar sind. (Was wiederum dafür spräche, dass es für introvertierte Frauen genauso schwer ist wie für introvertierte Männer oder gar schwerer, weil klassisch eben nicht die Frau die Initiative ergreift. Aber egal.)

In jedem Fall denke ich auch:
inVinoVeritas hat geschrieben:Das gilt natürlich nur, falls man seinen Partner nicht eh über den Bekanntenkreis langsam kennenlernt, sondern sich in "freies Jagdgebiet" begeben muss...
Aber mal ehrlich, ab einem gewissen Alter ist meistens Schicht im Schacht was Freundes- / Bekanntenkreis angeht. Das hat sich ab ende 20 so verfestigt, dass man darüber nur noch alle Jubeljahre mal wen neues Kennenlernt.
Freies Jagdgebiet halte ich insgesamt für wenig erfolgsversprechend. Vielleicht auch weil ich kaum wen (eigentlich niemanden) kenne, der auf diese Weise Erfolg hatte. Mag daran liegen, dass mein Freundes- und Bekanntenkreis recht ruhig, unauffällig, ... ist.

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