Das Ende der Männlichkeit

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Reinhard
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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 18. April 2018, 23:03

Was ist männlich/weiblich jeweils überhaupt? Ein Versuch:

Männlichkeit ist, auf der Sachebene zu denken; Weiblichkeit ist mehr auf der Beziehungsebene. Frauen sind in der Mitte der Gesellschaft, Männer sind außen und erweitern den verfügbaren Bereich (sowohl physisch als auch gedanklich, je nachdem).

Plakativ formuliert, wenn zu Urzeiten der Löwe ums Dorf strich, dann haben sich die Frauen um die Kinder gestellt um sie zu schützen; und die Männer haben sich überlegt wie und mit welcher Taktik sie das Sachproblem "freilaufender Löwe" lösen konnten ...

Ist heute immer noch ähnlich, nur dass wir andere Probleme anstatt Löwen haben.




Nur kurz noch zu diesem Unsinn:
asymetric hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 23:10
Die können vlt weder schreiben noch rechnen, aber können vermutlich jeden von euch hier nem simplen Knüppel kaltmachen.

Gesellschaften mit überlegener Waffentechnik sind erfolgreicher. Frag einen Azteken oder Sioux.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von asymetric » Donnerstag 19. April 2018, 00:58

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 18. April 2018, 23:03
Gesellschaften mit überlegener Waffentechnik sind erfolgreicher. Frag einen Azteken oder Sioux.
Deine Überlegene Waffentechnik bringt dir einen Scheissdreck wenn du nicht bereit bist sie einzusetzen. Die Azteken und Sioux wurden von Männern mit überlegener Waffentechnik abgeschlachtet, die willens waren das Gewalt- und Zerstörungspotential ihrer Waffen voll auszunutzen.

Lass uns diese Diskussion meinetwegen in 10 Jahren fortführen.
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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 19. April 2018, 06:48

Wie soll ich das jetzt interpretieren?
Sollen verbrecher der menschheit wie Cortes und Pizarro unsere rollenbeispiele und inspirationsquellen sein...?
Soll gewaltsbereitschaft jetzt etwas positives und erstrebenswertes sein?
Ist das ausrotten kompletter zivilizationen ein natürlicher und akzeptabler konsequenz unserer männlichkeit?

Überlegenheit macht nicht moralisch.
Erfolg macht nicht moralisch.
Meist im gegenteil.
Und ich stelle moral weit über erfolg und überlegenheit.
Sicher wann wir als menschheit jemals noch aus unseren primitiven sumpf raus kriechen wollen.
Solcher art männlichkeit soll am allerbesten kräftig bekämpft werden.
Leider haben wir erneut solche alpha-idioten ganz oben in der weltpolitik, und sind wir mal wieder am rande eines großeren internationalen konflikts.
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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 19. April 2018, 12:26

Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 19. April 2018, 06:48
Wie soll ich das jetzt interpretieren?
Sollen verbrecher der menschheit wie Cortes und Pizarro unsere rollenbeispiele und inspirationsquellen sein...?
Soll gewaltsbereitschaft jetzt etwas positives und erstrebenswertes sein?
Ist das ausrotten kompletter zivilizationen ein natürlicher und akzeptabler konsequenz unserer männlichkeit?

:omg:
Nein, ganz und gar nicht. Das war nur eine Nebengleisdiskussion und hat mit Männlichkeit nichts zu tun. Im Gegenteil finde ich es völlig falsch, Männlichkeit über Erfolg oder Alpha-tum definieren zu wollen. Weil alle Nichtalphas ja auch Männer sind. Muss also was anderes sein.

Vielleicht besteht das Problem sogar darin, dass man Männlichkeit nicht mehr anders zu definieren weiß, als über ein übertriebenes Extrem ...
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von Peter » Donnerstag 19. April 2018, 12:39

Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 19. April 2018, 12:26
Vielleicht besteht das Problem sogar darin, dass man Männlichkeit nicht mehr anders zu definieren weiß, als über ein übertriebenes Extrem ...
Das Problem (falls es überhaupt wirklich eines gibt) könnte darin bestehen, dass Menschen glauben, sie müssten Männlichkeit definieren.
Notwendig scheint mir das jedenfalls nicht zu sein.
Wieso Red Dead Redemption 2, wenn man auch Spyro haben kann?

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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von soukous » Donnerstag 19. April 2018, 15:32

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 18. April 2018, 23:03
Was ist männlich/weiblich jeweils überhaupt? Ein Versuch:

Männlichkeit ist, auf der Sachebene zu denken; Weiblichkeit ist mehr auf der Beziehungsebene. Frauen sind in der Mitte der Gesellschaft, Männer sind außen und erweitern den verfügbaren Bereich (sowohl physisch als auch gedanklich, je nachdem).

Plakativ formuliert, wenn zu Urzeiten der Löwe ums Dorf strich, dann haben sich die Frauen um die Kinder gestellt um sie zu schützen; und die Männer haben sich überlegt wie und mit welcher Taktik sie das Sachproblem "freilaufender Löwe" lösen konnten ...

Ist heute immer noch ähnlich, nur dass wir andere Probleme anstatt Löwen haben.
Jaja, wieder diese Rekurs auf die Urzeit, die angeblich die "wahre Natur" der Geschlechter ans Licht bringt. Kürzlich gab es einen Zeitungsartikel über neue Erkenntnisse bezüglich dieses Zeitabschnitts:

Die Steinzeit war gar nicht so

Männer jagten, Frauen kochten? Die Urgeschichte dient oft dazu, Geschlechterrollen zu begründen. Bloss: Es stimmt nicht.

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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 19. April 2018, 18:05

Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 19. April 2018, 06:48
Überlegenheit macht nicht moralisch.
Erfolg macht nicht moralisch.
Meist im gegenteil.
Und ich stelle moral weit über erfolg und überlegenheit.
Sicher wann wir als menschheit jemals noch aus unseren primitiven sumpf raus kriechen wollen.
Solcher art männlichkeit soll am allerbesten kräftig bekämpft werden.
Leider haben wir erneut solche alpha-idioten ganz oben in der weltpolitik, und sind wir mal wieder am rande eines großeren internationalen konflikts.
+1
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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 19. April 2018, 19:17

Peter hat geschrieben:
Donnerstag 19. April 2018, 12:39
Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 19. April 2018, 12:26
Vielleicht besteht das Problem sogar darin, dass man Männlichkeit nicht mehr anders zu definieren weiß, als über ein übertriebenes Extrem ...
Das Problem (falls es überhaupt wirklich eines gibt) könnte darin bestehen, dass Menschen glauben, sie müssten Männlichkeit definieren.
Notwendig scheint mir das jedenfalls nicht zu sein.

Wenn man sich über etwas unterhalten will, sollten die Begriffe schon möglichst wohldefiniert sein.

Aber du hast Recht, dass man sich über Männlichkeit und Weiblichkeit nicht unterhalten müsste. Es wäre viel besser, würde man einfach Mensch sein. :hierlang:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Das Ende der Männlichkeit

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 19. April 2018, 19:21

soukous hat geschrieben:
Donnerstag 19. April 2018, 15:32
Jaja, wieder diese Rekurs auf die Urzeit, die angeblich die "wahre Natur" der Geschlechter ans Licht bringt. Kürzlich gab es einen Zeitungsartikel über neue Erkenntnisse bezüglich dieses Zeitabschnitts:

Die Steinzeit war gar nicht so

Männer jagten, Frauen kochten? Die Urgeschichte dient oft dazu, Geschlechterrollen zu begründen. Bloss: Es stimmt nicht.

Danke, aber ich habe mit der Urzeit gar nichts begründet. :shy:
Es war ein möglichst einfaches Beispiel, und habe ich genommen, weil es in früheren Zeiten eben nicht tausende Berufe und hunderte mögliche Lebenswege gab. Man mache seine Beispiele so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.


Steht eigentlich sogar dabei:
Plakativ formuliert
:mrgreen:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

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