Ich bin gerade frustriert ...

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Dobi

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Dobi » Sonntag 22. Januar 2012, 13:40

Wieder Bandscheibe :sadman: :crybaby:

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glueckskatze
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Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von glueckskatze » Sonntag 22. Januar 2012, 21:29

web.de vergrößert kostenlos Dein Postfach von 12 auf 500 MB
– jedoch, egal ob ich es ablehne oder annehme: direkt danach stürzt mal wieder mein Browser ab :evil:
Und ich kann meine mails bei web nun nicht mehr erreichen. :roll:
Zum Glück nur eine Zweit-mail!
Und bald gibt es einen neuen Rechner und alles, alles wird besser. :daumen:
Die bedingungslose Liebe des Höheren Bewusstseins ist die stärkste Kraft, die es gibt auf der Welt.
Be happy!

ComeAndFindMe

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von ComeAndFindMe » Sonntag 22. Januar 2012, 21:42

Bla bla bla. Die Frauen. Die Männer. Was sie sein sollen, was sie nicht sind. Wieso. Weshalb. Warum. Bla Bla Bla. Ich kann es nicht mehr hören. :roll:
Und Tschüss.

HenryLee

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von HenryLee » Sonntag 22. Januar 2012, 21:43

Meine nicht mal 25 Jahre alte Mikrowelle macht komische knisternde Geräusche :shock: , vermutlich ist der Klystron hinüber.

Joe_Sixpack

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Joe_Sixpack » Sonntag 22. Januar 2012, 21:48

ComeAndFindMe hat geschrieben:Und Tschüss.
:winken:

Es heißt das Klystron.

@Topic: weil ich morgen um 8.30 Uhr aufstehen muss (was tut man nicht alles für 30 Euronen pro Stunde...). :mrgreen:

HenryLee

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von HenryLee » Sonntag 22. Januar 2012, 21:52

Joe_Sixpack hat geschrieben: Es heißt das Klystron.
Stimmt :-(
Das war auch der Grund warum ich beinahe durch das mündliche in Ex-Physik gefallen bin

Robinson

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Robinson » Freitag 27. Januar 2012, 10:58

... weil nun schon wieder diese Sau "Helmpflicht für Radfahrer" durchs Dorf getrieben wird, und diesmal hat die Lobby endlich emotional betroffen machende "Argumente" gefunden, bei denen jeder Hinweis auf die offenkundig subjektiv ausgewählten bis falsch dargestellten statistischen Zahlen hinter "aber die ARMEN Kinder!" untergeht.

Ich vermute, diesmal wird der Damm gebrochen werden. Erst nur für Schulkinder. Später dann für alle. Helmpflicht, weil die Industrielobbbyisten wieder mal willfährige Politoiker gefunden haben - oder auch solche, die selbst keine Statistik lesen können.

Frage 1: Wie relevant ist das Problem überhaupt? Ungefähr 10 Kinderleben jährlich könnten gerettet werden. Wobei ein viel größeres Unfallrisiko durch Nichtbeachten der Straßenverkehrsregeln (nicht nur durch Radfahrer), ungünstige Radwegeführung etc. entsteht.

Frage 2: Sind Helme - auch in Anbetracht des Nachteils, das andauernd Hunderttausende plötzlich solche Dinger durch die Gegend tragen müssen - effektiv? Hier zum Beispiel gibt es eine Rechnung mit Beispielen von Studien, die eigentlich eine Helmpflicht nahelegen sollen - bei genauerer Betrachtung wird aber deutlich, dass die Zahlen darauf hinweisen, dasss Helme das Verletzungsrisiko erhöhen!
(Ich halte das auch nicht für uunbedingt realistisch, aber die Rechnung aufgrund der Zahlen stimmt, ein Hinweis, wie schlampig die zugrundeliegnden Studien durchgeführt wurden). Sicher scheint hingegen, dass Radhelme in ihrer heutigen Bauart schwere Kopfverletzungen nur sehr begrenzt verhindern können (Handschuhe und Ellbogenschützer, oder auch ein Falltraining wären wohl sinnvoller ...? Nur leider hat sich da keine Lobby geformt ...)

Man kann mit einer Googlesuche relativ schnell eine Vielzahl Texte zu Tage fördern, die sich dem Thema differenziert nähern und ganz und gar nicht zu Ergebnissen kommen, die eine sgesetzliche Helmpflicht nahelegen. Da gäbe es noch circa 999.999 deutlich drängendere Probleme.

Mich stört gar nicht so sehr die Sache an sich. Vielmehr, dass hier wieder mal mit einer im Grunde durchschaubaren Medienkampagne offenbar ein Industrieverband seine Lobbyinteressen zu staatlichen Verpflichtungen zementieren lassen will und "Volksvertreter", die ansonsten gar nicht genug die "individuelle Freiheit" betonen (zum Beispiel, wenn mal wieder 10 Cent Stütze ausgezahlt werden sollen), sich dem nicht in den Weg stellen, sondern es auch noch öffentlich unterstützen.

Ddas Problem der Fahrradhelmhersteller ist klar: Nachdem ein hoher Prozentsatz der radfahrenden Kinder schon einen Helm hat (weil "schick", der Hauptgrund, warum Kinder den tragen), und sich das aus Einsicht kaum in größerem Ausmaß ändern wird, müssen logischerweise um des Wachstums willen neue Märkte geschaffen werden. Und wenn man als Helmhersteller die vielen Erwachsenen ohne Helm radeln sieht, muss man ja geradezu Tränen in den Augen haben ... Und das sSöne für Politiker: Sie können sich als Menschheitsbeschützer aufspielen, ohne dass es die Staatskasse einen Cent kostet - die Bürger müssen den Helm dann ja selbst kaufen (ob H4-Empfänger dafür dann eine Regelsatzerhöhung bekommen?)

FrankBN

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von FrankBN » Freitag 27. Januar 2012, 11:08

Robinson hat geschrieben:... weil nun schon wieder diese Sau "Helmpflicht für Radfahrer" durchs Dorf getrieben wird, und diesmal hat die Lobby endlich emotional betroffen machende "Argumente" gefunden, bei denen jeder Hinweis auf die offenkundig subjektiv ausgewählten bis falsch dargestellten statistischen Zahlen hinter "aber die ARMEN Kinder!" untergeht.

Ich vermute, diesmal wird der Damm gebrochen werden. Erst nur für Schulkinder. Später dann für alle. Helmpflicht, weil die Industrielobbbyisten wieder mal willfährige Politoiker gefunden haben - oder auch solche, die selbst keine Statistik lesen können.

Frage 1: Wie relevant ist das Problem überhaupt? Ungefähr 10 Kinderleben jährlich könnten gerettet werden. Wobei ein viel größeres Unfallrisiko durch Nichtbeachten der Straßenverkehrsregeln (nicht nur durch Radfahrer), ungünstige Radwegeführung etc. entsteht.

Frage 2: Sind Helme - auch in Anbetracht des Nachteils, das andauernd Hunderttausende plötzlich solche Dinger durch die Gegend tragen müssen - effektiv? Hier zum Beispiel gibt es eine Rechnung mit Beispielen von Studien, die eigentlich eine Helmpflicht nahelegen sollen - bei genauerer Betrachtung wird aber deutlich, dass die Zahlen darauf hinweisen, dasss Helme das Verletzungsrisiko erhöhen!
(Ich halte das auch nicht für uunbedingt realistisch, aber die Rechnung aufgrund der Zahlen stimmt, ein Hinweis, wie schlampig die zugrundeliegnden Studien durchgeführt wurden). Sicher scheint hingegen, dass Radhelme in ihrer heutigen Bauart schwere Kopfverletzungen nur sehr begrenzt verhindern können (Handschuhe und Ellbogenschützer, oder auch ein Falltraining wären wohl sinnvoller ...? Nur leider hat sich da keine Lobby geformt ...)

Man kann mit einer Googlesuche relativ schnell eine Vielzahl Texte zu Tage fördern, die sich dem Thema differenziert nähern und ganz und gar nicht zu Ergebnissen kommen, die eine sgesetzliche Helmpflicht nahelegen. Da gäbe es noch circa 999.999 deutlich drängendere Probleme.

Mich stört gar nicht so sehr die Sache an sich. Vielmehr, dass hier wieder mal mit einer im Grunde durchschaubaren Medienkampagne offenbar ein Industrieverband seine Lobbyinteressen zu staatlichen Verpflichtungen zementieren lassen will und "Volksvertreter", die ansonsten gar nicht genug die "individuelle Freiheit" betonen (zum Beispiel, wenn mal wieder 10 Cent Stütze ausgezahlt werden sollen), sich dem nicht in den Weg stellen, sondern es auch noch öffentlich unterstützen.

Ddas Problem der Fahrradhelmhersteller ist klar: Nachdem ein hoher Prozentsatz der radfahrenden Kinder schon einen Helm hat (weil "schick", der Hauptgrund, warum Kinder den tragen), und sich das aus Einsicht kaum in größerem Ausmaß ändern wird, müssen logischerweise um des Wachstums willen neue Märkte geschaffen werden. Und wenn man als Helmhersteller die vielen Erwachsenen ohne Helm radeln sieht, muss man ja geradezu Tränen in den Augen haben ... Und das sSöne für Politiker: Sie können sich als Menschheitsbeschützer aufspielen, ohne dass es die Staatskasse einen Cent kostet - die Bürger müssen den Helm dann ja selbst kaufen (ob H4-Empfänger dafür dann eine Regelsatzerhöhung bekommen?)
Hmm, Helmpflicht fänd ich auch blöd. Wär für mich ehr ein Grund, im Zweifel eben nicht mit dem Rad zu fahren. Stört mich aber auch nicht wirklich, weil ich eh fast nur freizeitmässig radle. Und da kann ich auch einen Helm aufsetzen. Den ich sogar schon hab.

Aber aufregen tu ich mich über sowas prinzipiell nicht. Et kütt wie et kütt.

HenryLee

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von HenryLee » Freitag 27. Januar 2012, 11:48

Wie immer zwiegespalten ;-)

Auf meiner Garderobe liegt bereits als Andenken ein kaputter Helm den man auseinanderklappen kann :shock:,
hätte ich den vor ca. 10 Jahren nicht getragen würde ich euch hier wohl nicht mehr nerven können :twisted:

Andererseits trage ich einen Helm fast nur wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin oder eventuell im Winter wenn es glatt ist oder die Autofahrer es nicht schaffen aus Faulheit ihre Seitenscheiben freizukratzen.

Schade finde ich immer wenn ich in meiner Zeitung lese dass ein Radfahrer von einem Sattelschlepper beim rechtsabbiegen überrollt wurde und dann extra erwähnt wird dass der Radfahrer keinen Helm getragen hat :hammer:
Ein Helm ist kein Allheilmittel und vor allen Dingen kein Ersatz für Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Strassenverkehr (§1 ?)

Und ich denke dass eine Helmpflicht viele Gelegenheitsradler (nur Sonntags bei Sonnenschein oder zum Schützenfest) abhalten wird :-(

FrankBN

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von FrankBN » Freitag 27. Januar 2012, 12:17

HenryLee hat geschrieben: Und ich denke dass eine Helmpflicht viele Gelegenheitsradler (nur Sonntags bei Sonnenschein oder zum Schützenfest) abhalten wird :-(
Jepp. Wenn ich dann was am Ort wo in hin radel vor hab und der Helm beim Mitschleifen stören würde fahr ich mit dem Auto.

Robinson

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Robinson » Freitag 27. Januar 2012, 16:48

FrankBN hat geschrieben:Et kütt wie et kütt.
Ne, eben gerade nicht.
Et kütt wie eine eigentlich ziemlich irrelevante Industrielobby und ihre PR-Agentur das inszenieren. Seit Jahren versuchen sie es immer wieder. Wundert es keinen, dass plötzlich irgendwelche Politiker aus der Versenkung auftauchen und "Helmpflicht!" krähen? Als wenn es derzeit sonst keine Themen gäbe? Urplötzlich tags drauf umfangreiche Medienbeiträge dazu im Radio laufen? Die wurden doch nicht von der Redaktion recherchiert - solche Themen landen normalerweise direkt im Papierkorb. Zum Thema "Verkehrsunfälle" gäbe es wahrhaft lohnendere und naheliegendere Ansätze als nun ausgerechnet "Fahrradhelm für Kinder" ...

Und immer, wenn auf diese Weise die demokratischen Strukturen an der Nase geführt werden, finde ich, kann die Aufregung gar nicht groß genug sein. Denn mit ganz genau denselben Mitteln kann man dann auch andere Idiotien durchsetzen. Eventuell gefährlichere.

Die Energiesparbirne wurde so durchgesetzt. Die CO2-Einlagerung sind wir mit etwas Glück (hierzulande) losgeworden, weil gerade keine Politker bereit waren, sich mit ihren Wählern wegen der Standortsuche anzulegen und die Industrie die absehbar gewaltigen Langzeitkosten nicht vollständig per Gesetz auf die Allgemeinheit umlegen konnte. War wohl auch etwas unglücklich gerad im Zusammenhang mit dem Atom-Thema; könnte durchaus nochmal wiederkommen, da kann nämlich aus Kostenfaktoren, die wie Blei in den Bilanzen liegen - alten Gruben und Bohrlöchern - viel Gold gemacht werden. Gut, einer muss es bezahlen ...

Und das sind nur zwei Beispiele, die gerad auffällig waren, Was da hinter den Kulissen läuft ... Da wird von hofierten Repräsentanten, die zu jeder Gelegenheit das Gemeinwohl auf der Zunge tragen, Demokratie zerstört. In aller Offenheit, und statt dass es öffentlich heißt:"So ein Käse aber auch wieder, wie wäre es mit etwas mehr Geld für die Verkehrsschulung, höheres Gewicht des Radverkehrs bei der Verkehrsplanung" etc. wird darüber "ernsthaft" diskutiert, denn: "die ARMEN Kinder!". Ein Argument, dem man mit der empirischen Frage: "Lohnt der Aufwand?" halt nicht mehr kommen darf, und das deshalb jeden noch so blödsinnigen Aufwand "rechtfertigt".

Das ist verlogen, und Verlogenheit regt mich nunmal auf.

FrankBN

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von FrankBN » Freitag 27. Januar 2012, 16:56

Ja hast schon recht Robinson. Aber da ich daran unmittelbar nichts ändern kann bzw. nicht aktiv was dagegen tun will, ich mich aber auch nicht ärgern will, sag ich mir einfach... siehe oben ..

exlamento

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von exlamento » Freitag 27. Januar 2012, 17:02

Popanz. Demokratiezerstörung, rührend. Wie dem auch sei:
Wir werden mit Sicherheit, weil dies gerade im Bundesrat ein Thema ist, auch über die Helmpflicht strittig diskutieren. Wir als FDP und die Koalition setzen auf freiwillige Maßnahmen und Kampagnen wie „Ich trage Helm“ und „Fahrradhelm macht Schule“. Würde man eine Helmpflicht einführen, bestünde nämlich die große Gefahr, dass das Radfahren unattraktiver und geschwächt würde.

...

Eine gute Verkehrserziehung soll so früh wie möglich anfangen, auch im motorisierten Bereich.

(Oliver Luksic, FDP, 19. Januar 2012)

Robinson

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Robinson » Freitag 27. Januar 2012, 17:19

FrankBN hat geschrieben:Ja hast schon recht Robinson. Aber da ich daran unmittelbar nichts ändern kann bzw. nicht aktiv was dagegen tun will, ich mich aber auch nicht ärgern will, sag ich mir einfach... siehe oben ..
Naja, du konntest dich zum Beispiel ziemlich aufwandsfrei darüber aufregen und, ganz ohne dich zu engagieren, in Gesprächen (oder im Forum ....) klar machen, dass du das für Blödsinn hältst (gerade aus deiner aufwandssparenden Sicht sollte dir der Aufwand, den Helmblödsinn gesetzlich zu verabschieden, doch gegen den Strich gehen ...) - anstatt mitzuteilen: "Na und?"

@exlamento: Ach die F.D.P. Wie niedlich. Wer? "Oskar Luksic"? Denk doch mal an die armen Kinder! Jedes tote Kind ist eines zuviel. Unsere Rente! Deutschland schrumpft!
Da willst du doch nicht mit Vorbehalten von Hinterbänklern daherkommen?

exlamento

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von exlamento » Freitag 27. Januar 2012, 17:40

Robinson hat geschrieben:@exlamento: Ach die F.D.P. Wie niedlich. Wer? "Oskar Luksic"? Denk doch mal an die armen Kinder! Jedes tote Kind ist eines zuviel. Unsere Rente! Deutschland schrumpft!
Da willst du doch nicht mit Vorbehalten von Hinterbänklern daherkommen?
Nein, ich wollte mit dem Beispiel nur Irrtümer und Fehleinschätzungen aufklären. In einem Satz: Es spricht nichts dafür, dass "Industrielobbbyisten wieder mal willfähige Politiker gefunden haben". Zwar gibt es auch in der Regierungsfraktion gewiss einige Freunde des Gedankens, wie etwa dem Verkehrsminister, jedoch ist das insgesamt in der jetzigen Konstellation nicht zu machen.

Robinson

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Robinson » Freitag 27. Januar 2012, 18:08

exlamento hat geschrieben:Nein, ich wollte mit dem Beispiel nur Irrtümer und Fehleinschätzungen aufklären. In einem Satz: Es spricht nichts dafür, dass "Industrielobbbyisten wieder mal willfähige Politiker gefunden haben". Zwar gibt es auch in der Regierungsfraktion gewiss einige Freunde des Gedankens, wie etwa dem Verkehrsminister, jedoch ist das insgesamt in der jetzigen Konstellation nicht zu machen.
So Gesetzesvorhaben dauern ja. Bis dahin ist neu gewählt.
Und wer weiß, welches Fresschen den F.D.P.lern vorgeworfen wird, damit sie sich in dieser für "liberale Positionen" marginalen Frage doch noch anders entscheiden ...
100 Wähler könnten schon reichen ...


Der Punkt ist: das Thema geistert schon seit Jahren durch die Lande. Immer wieder mal. Und es wird jedes Mal ein bisschen lauter, jedesmal von "prominenteren" Personen - dafür aber ziemlich unverhofft, was ja so stutzig macht - in die Welt geblasen. Bisher war klar: kalter kaffee, außer als Sommerlochfüllstoff wurde es nicht beachtet. Das aktuelle Niveau ist aber ernst zu nehmen. Es ist offenkundig orchestriert: Politik, Wissenschaft, Verbände, Medien - und ein emotionales Totschlagargument, das sich für endgültige 30-Sekunden-Statements eignet. Kommt noch drauf an, wie sehr die Bild drauf einsteigt, bzw. was man ihr an Werbegeldern gönnt - denn als auflagensteigernder Aufreger eignet es sich noch nicht. ("Diese Politiker bringen unsere Kinder um! - weil sie gegen die Helmpflicht sind") ist derzeit noch nicht sonderlich glaubhaft. Aber ich würde versuchen, da demnächst ein paar schöne großformatige Unfallfotos vöffentlichen zu lassen, wie HL es sagt: "Von Laster zermalmt - kein Helm! Eltern wollten Sandra (8) keinen Helm für 30 Euro kaufen. Ihre beste Freundin Nicole, 3. Klasse, sitzt traurig neben einem leeren Stuhl: "Dabei hat sie sich so sehr einen Helm zum Geburtstag gewünscht, orange-grün sollte der sein!")
Es geht allein um die emotional-assoziative Verbindung (Kind tot - keine Helm. Kind lebt - Helm"), dass das logisch Quark ist, interessiert nicht.

exlamento

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von exlamento » Freitag 27. Januar 2012, 18:17

Der Punkt, Leben zu retten, gerade von Kindern wird immer gemacht. Stört mich soweit nicht, weil es schon ein berechtigtes Anliegen ist. Was ich aber mitbekomme ist, dass - in der politischen Diskussion - dies weder das einzige Argument ist noch, dass Helmpflicht die einzige Maßnahme ist, die im Spiel ist. Diese Pflicht ist auch übergreifend kontrovers und unbeliebt. Man weiß zwar nie genau, was kommt, aber es sieht nicht danach aus. Und falls doch ist es im Rahmen der üblichen Praxis korrekt.

Joe_Sixpack

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Joe_Sixpack » Freitag 27. Januar 2012, 19:33

Sollte das kommen, besorg ich mir nen Feuerwehrhelm, nen Grabenmantel und ne Maske. Wenn schon Sicherheit, dann richtig. :twisted:

Robinson

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von Robinson » Freitag 27. Januar 2012, 20:29

Joe_Sixpack hat geschrieben:Sollte das kommen, besorg ich mir nen Feuerwehrhelm, nen Grabenmantel und ne Maske. Wenn schon Sicherheit, dann richtig. :twisted:
Du sollst die Kinder doch nicht erschrecken! Das hätte ja nun wieder den gegenteiligen Effekt ...

Mich stört, dass mal wieder wie so oft, aber hier nun wieder speziell geballt, die naheliegendsten Fragen hinter diesem Kinderargument weggelassen werden:
Ist das überhaupt ein revlevantes Problem?
Ist das die im Verhältnis Aufwand/Nutzen bzw. Nachteile/Vorteile hilfreiche Maßnahme?
Wer hat was davon, für die eine oder andere Seite zu argumentieren?
Was genau besagen die zitierten Studien und Statistiken? (Die sind nämlich alles andere als eindeutig,

Ähnlich, wenngleich deutlich kontroverser, derzeit Thema Vorratsdatenspeicherung. Die Befürworter argumentierten eigentlich nur: "Das bringt was. In den und den Fällen hätten wir es gut gebrauchen können / könnte es was nützen." Auf die Fragen und Gegenargumente: Ist das ein entscheidendes Problem? Ginge das nicht auch ganz anders zu machen (womöglich mit betehenden Möglichkeiten)? Welche rechtlich nachteiligen Folgen hätte das? wird nicht geantwortet. So reden beide Seiten aneinander vorbei, und die eine Seite kann sich als "Wir wollen Sicherheit" emotional auf der guten Seite wähnen, die andere steht als "Problematisierer" öffentlich immer auf derschlechten. Bis es ihnen gelingt, die Emotionen zu drehen, indem sie die Befürworter lächerlich machen. Eine dreiste, emotional ansprechende Behauptung zu widerlegen ist halt immer schwieriger und tendenziell unsympathischer. Und da wären die Medien mit Recherche und Information gefragt - spielen aber weithin das Spiel nur mit.

HenryLee

Re: (2012) Ich bin gerade frustriert ...

Beitrag von HenryLee » Freitag 27. Januar 2012, 20:34

Robinson, du machst dir mal wieder einfach zu viele Gedanken. ;-)
Sei spontan und entscheide einfach aus dir selbst heraus ob du einen Helm tragen möchtest oder nicht. ;-)

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