Trennung oder nicht?

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

Moderatoren: Hathor, Wolleesel, Peter, Lerche, Lisa, otto-mit-o, Esperanza, orthonormal

Antworten
Benutzeravatar
Kalypso
Meisterschreiberling
Beiträge: 5951
Registriert: Sonntag 15. Februar 2015, 18:31
Geschlecht: weiblich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: Berlin

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Kalypso » Samstag 30. November 2019, 23:17

Ich finde es mutig, dass Gambler hier überhaupt davon erzählt hat, zumal mit kritischen Aussagen anderer User zu rechnen war.
Außerdem finde ich es schade, dass Gambler und seiner Freundin nicht zugestanden wird, dass sie eine Entscheidung getroffen haben, die für sie richtig war. Sie sind beide erwachsen und dürfen ihr Leben eigenständig gestalten.

Gambler, ich wünsche dir und deiner Freundin viel Kraft und ich hoffe, ihr redet miteinander und seid füreinander da. :vielglueck:
'Cause we're the masters of our own fate
We're the captains of our own souls
There's no way for us to come away


"It's OK, I got lost on the way
But I'm a super girl
And super girls don't cry"

eine
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 113
Registriert: Dienstag 11. September 2007, 22:04

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von eine » Samstag 30. November 2019, 23:32

@Polarfuchs: Ich sehe das ähnlich wie Kalypso: wenn die beiden das Gefühl gehabt hätten, dass sie es mitsamt Therapie, Krippe (die ganz sicher keine ideale Lösung für sehr kleine Kinder ist - die Bindungsforschung sieht das sehr kritisch!) usw. hätten schaffen können, dann gehe ich davon aus, dass sie sich dafür entschieden hätten. Einem Kind die Bedingungen zu bieten, die es braucht, ist aber um so ein Vielfaches mehr, als es mithilfe von anderen Leuten, die dafür bezahlt werden (und die deshalb nie die Liebe geben können und wollen, die ein Kind braucht), "irgendwie" zu "betreuen" oder "irgendwie" groß zu ziehen. Ein Kind muss sich komplett gewollt und angenommen fühlen. Natürlich gibt es keine perfekten Eltern - aber ich finde, dass es großen Respekt verdient, wenn Menschen spüren, dass sie sich (aus welchen Gründen auch immer) nicht in der Lage fühlen, Eltern zu sein, und daraus Konsequenzen ziehen. Das geht in letzter Zeit, in der das Kinderkriegen wieder zum absoluten Trend und gesellschaftlichen Zwang geworden ist, leider sehr unter...

Benutzeravatar
AviferAureus
Liebt es sich hier auszutauschen
Beiträge: 631
Registriert: Sonntag 25. März 2018, 19:02
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von AviferAureus » Sonntag 1. Dezember 2019, 00:02

Es gibt mehr Optionen, als eine Kindheit bei den Eltern oder in Heimen, z. B. eine Kindheit bei Verwandten oder eine (auch anonym mögliche) Freigabe zur Adoption.

Benutzeravatar
Brax
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3376
Registriert: Dienstag 25. November 2014, 21:42
Geschlecht: weiblich
AB Status: AB 30+

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Brax » Sonntag 1. Dezember 2019, 00:05

Kalypso hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 23:17
Sie sind beide erwachsen und dürfen ihr Leben eigenständig gestalten.
Es ist halt noch eine dritte Person involviert, und das ist diejenige, die stirbt.

eine hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 21:59
Ich habe hier nicht alles gelesen, aber so oder so haben mich Eure Reaktionen irritiert: natürlich ist eine Abtreibung "entsetzlich", natürlich wird dabei ein (kleiner) Mensch getötet
Ich habe Marwie geantwortet, der gesagt hat: "Wieso soll es entsetzlich sein?" Ist also doch nicht für alle so "natürlich". Wieso irritiert dich das?

marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
man sollte Niemandem einen Vorwurf machen wegen einer Abtreibung
Wieso nicht? Es werden ständig alle für alles Mögliche kritisiert. Das ist so ein Zeitgeist-Verbot, dass man es nicht sagen darf, wenn man Abtreibung nicht in Ordnung findet.

Gambler hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 21:36
ich kann mir kaum vorstellen das eine Mutter 9 Monate ihr Kind austträgt und es einfach so zur Adoption frei gibt.das könnte meine Freundin nicht tun und ich würde damit auch nicht klar kommen.
Ich kann mir dagegen nicht vorstellen, wie man es nicht über sich bringen kann, das Kind Leuten anzuvertrauen, die sich besser darum kümmern können, es aber sehr wohl über sich bringt, es zu töten.
Abtreiben kann sie dann "einfach so"? (Das "einfach so" hast du reingebracht - davon war meinerseits keine Rede.)

eine hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 21:59
bei Euch klingt es so, als sei alles andere als Abtreibung ganz klar besser und "richtiger"
Ja, das denke ich. Wie du ja selbst sagst, dabei stirbt ein Mensch. Wenn man ungewollt schwanger wird, gibt es eine Pille danach und es gibt die Adoption. Ich glaube nicht, dass man abtreiben muss. Und was die schlimmen Folgen der Adoption für ein Kind angeht: Zwei meiner Freundinnen sind adoptiert. Die haben damit kein Problem. Und dass sie nicht aus Lieblosigkeit weggegeben wurden, sondern weil die Mutter überfordert war, hat man ihnen erklärt. Ich glaube nicht, dass es für sie schlimmer war als zu sterben. Ich habe diese Frage im Übrigen auch mal gestellt, ob es für das Kind nicht besser wäre, zu sterben, als misshandelt oder vernachlässigt zu werden. Die Antwort, die ich bekommen habe, war "Leben ist immer besser", und zwar von einer Person, die recht übel misshandelt wurde.

Was ich mich auch frage: Wenn man abtreibt, weil man in einer schwierigen Phase ist - was macht man, wenn man in eine schwierige Phase kommt, wenn das Kind schon geboren ist?

Benutzeravatar
Tania
Schummelt doch bestimmt
Beiträge: 9724
Registriert: Donnerstag 12. Mai 2016, 15:43
Geschlecht: weiblich
AB Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: nur an Männern interessiert.
Wohnort: Rostock

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Sonntag 1. Dezember 2019, 00:12

Gambler hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 21:36
Ich verurteile niemand für seine Einstellung. ...Nur wenn man selbst in so einer Situation steckt ist es verzwickt doch anders.
Vielleicht solltest Du den Thread schließen lassen. Diese Entscheidung habt ihr sicher weder leichtfertig noch leichten Herzens getroffen. Und ich vermute, dass ihr Vorwürfe gerade nicht allzu gut gebrauchen könnt...

Ich wünsche euch ganz viel Kraft :umarmung2:

In the end we only regret the chances we didn’t take, the relationships we were afraid to have, and the decisions we waited too long to make. (Lewis Carroll)

Benutzeravatar
LonesomeCoder
Meisterschreiberling
Beiträge: 6710
Registriert: Samstag 15. Oktober 2016, 21:50
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB
Ich bin ...: verdammt bissig.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 1. Dezember 2019, 01:08

Gambler hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 21:36
An brax : ich kann mir kaum vorstellen das eine Mutter 9 Monate ihr Kind austträgt und es einfach so zur Adoption frei gibt.das könnte meine Freundin nicht tun und ich würde damit auch nicht klar kommen.
Dann wäre wirklich alles im Eimer.

Die Entscheidung zur Abtreibung ist sicher auch nicht ohne.... Aber wie gesagt Situationsbedingt das kleinere übel.

Ich verurteile niemand für seine Einstellung. ...Nur wenn man selbst in so einer Situation steckt ist es verzwickt doch anders.
Ich finde eure Entscheidung mutig und richtig. Ein Kind braucht meiner Ansicht nach die Liebe und Zuneigung von beiden Elternteilen in einer intakten Beziehung, um sich richtig gut entwickeln zu können. Es ist schlimm genug, dass manche Kinder das wegen Trennungen oder Todesfällen von Eltern nach der Geburt nicht haben. Oder wenn sich Leute, die einem Kind keine gute Kindheit bieten können, welche haben. Aber wenn man es wie bei euch vorher weiß und vermeiden kann, ist es gut, wenn so viel Leid verhindert wird. Das Kind hätte keine schöne Kindheit gehabt. Adoptionen, Heime (fragt mal schmog, wenn wer Zweifel hat, wie schlimm das sein kann) usw. sind alles nur Notlösungen, die kaum ein Kind glücklich machen dürften.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

Benutzeravatar
AviferAureus
Liebt es sich hier auszutauschen
Beiträge: 631
Registriert: Sonntag 25. März 2018, 19:02
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von AviferAureus » Sonntag 1. Dezember 2019, 01:31

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 1. Dezember 2019, 01:08
...Das Kind hätte keine schöne Kindheit gehabt. Adoptionen... usw. sind alles nur Notlösungen, die kaum ein Kind glücklich machen dürften...
Mein OdB ist bei der Großmutter aufgewachsen mit so gut wie komplett fehlendem Kontakt zur Mutter und war (bzw. ist) ihrer Oma emotional sehr zugetan. Ihren (anonym) zur Adoption freigegebenen Bruder kenne ich natürlich nicht, aber andere adoptierte Kinder.

In einem Forum für Personen ohne Partner und ohne Familie und in dem vermutlich viele (so wie ich) zumindest mal für ein paar Sekunden und auch nicht unbedingt ernsthaft über eine Adoption sinniert haben werden, wird es natürgemäß viele Stimmen pro Adoption geben.

Krausig
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2223
Registriert: Montag 13. Oktober 2014, 17:13
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Krausig » Sonntag 1. Dezember 2019, 08:56

marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
Brax hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 12:46
Auch wenn es nicht geplant war, ist es entsetzlich. Es geht um ein Menschenleben. Unabhängig davon, ob man es wollte oder nicht, ob es geplant war oder nicht, oder ob es von ihm war oder nicht (und wieso soll es jetzt plötzlich nicht von ihm gewesen sein?). Man kann Kinder auch zur Adoption freigeben, wenn man in Not ist.
Wieso soll es entsetzlich sein? Bis zu einem gewissen Zeitpunk ist Abtreibung legal und aus jeder Eizelle bzw Spermium könnte ein Mensch entstehen. Klar, es wäre besser gewesen, wenn sie verhütet hätten, aber man sollte Niemandem einen Vorwurf machen wegen einer Abtreibung.
Das sehe ich ganz genau so!

Benutzeravatar
Kalypso
Meisterschreiberling
Beiträge: 5951
Registriert: Sonntag 15. Februar 2015, 18:31
Geschlecht: weiblich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: Berlin

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Kalypso » Sonntag 1. Dezember 2019, 09:27

Brax hat geschrieben:
Sonntag 1. Dezember 2019, 00:05
Kalypso hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 23:17
Sie sind beide erwachsen und dürfen ihr Leben eigenständig gestalten.
Es ist halt noch eine dritte Person involviert, und das ist diejenige, die stirbt.
Brax, ich diskutiere jetzt sicher nicht mit dir, ob ein Fötus am Beginn einer Schwangerschaft eine "Person" ist.

Wenn du je in der Situation bist, dass du schwanger bist, das Kind aber aus welchen Gründen auch immer nicht möchtest, dann darfst du die Entscheidung treffen, die DU für richtig hältst und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch du nicht für deine Entscheidung verurteilt werden möchtest.

Und nun bin ich ganz bei Tania, und denke es ist besser den Thread schließen zu lassen.
'Cause we're the masters of our own fate
We're the captains of our own souls
There's no way for us to come away


"It's OK, I got lost on the way
But I'm a super girl
And super girls don't cry"

Antworten

Zurück zu „Erste Beziehung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste