Es geht dem Ende zu

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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BartS
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von BartS » Freitag 11. August 2017, 15:55

Tania hat geschrieben:
Freitag 28. Juli 2017, 18:27
Sie haben also nur mich, das, was ich ihnen vorlebe, und den Einfluss, den die Gesellschaft nimmt. Drüber beschwert hat sich bislang keins davon. Keins kommt abends an und will Autorität - sie wollen immer nur eine Geschichte und einen Gutenachtkuss.

Zugegeben - etwas mehr Autorität würde das Leben leichter machen. Aber nicht ihres, sondern nur meins. Sprich, ich bin das einzige Opfer meiner parentalen Defizite.
Wenn man Kinder fragt, was sie wollen, dann sagen sie jeden Tag Erdbeereis und bis Mitternacht fernsehen. Nur als Beispiel. ;) Zudem, Kinder permanent entscheiden zu lassen, was sie machen sollen, kann sie erheblich überfordern. Ich bin froh, dass meine Eltern Autorität hatten und mir nicht alles durchgehen haben lassen. Sie haben auch viele Fehler gemacht und mich selten zu Dingen ermutigt. Aber ich bin dankbar, dass sie mir ein Gerüst und eine Erziehung mitgaben und meine Talente förderten. Man ist oft dem Gedanken verhaftet, man würde Kinder wehtun, wenn man ihnen Grenzen aufzeigt.
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von BartS » Freitag 11. August 2017, 16:03

Ich kann nur von mir sprechen. Ich will keine eigenen Kinder (mehr). Ich weiß, was ich mir zutrauen kann und wie viel Energie ich für was habe. Die Energie von Anfang an in der Kindererziehung dabei zu sein, habe ich nicht mehr. Es geht dabei um die Phase bis sie in der Vorschule sind. Bei älteren Kindern mag das wieder gehen (naja, je nachdem, wie sie drauf sind :D). Aber in so einem Fall kann ich ja einer Frau nicht sagen, okay, wir machen ein Kind, aber die ersten 10 Jahre kümmerst Du Dich alleine darum. :mrgreen:
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von BartS » Freitag 11. August 2017, 16:13

Dead Milkman hat geschrieben:
Montag 31. Juli 2017, 10:57
Meine Anmerkungen über ihren mitunter schwierigen Charakter hat sie relativ gelassen entgegengenommen, sie sei halt so...
So kann man es sich auch leicht machen..... Ich denke wichtig ist, dass ihr bewusst wird, dass es nur dann Sinn machst, wenn Du auch wirklich willst. Und wenn Du nicht willst, es Deine ureigene Entscheidung ist. So wie es auch die ureigene Entscheidung ist, ob man eine Beziehung mit jemanden eingeht.

Umgekehrt, wenn Sie wirklich ein Kind möchte, Sie aber weiter bei Dir bleiben möchte, muss ihr auch bewusst sein, dass Du Dich nicht ihrzuliebe umentscheiden wirst. Eine Freundin von mir hat eine funktionierende Beziehung beendet, weil ihr Partner keine Kinder wollte, aber es ihr einfach sehr wichtig war. Und sie hat diese Entscheidung nicht bereut, obwohl der neue Vater ihrer Kinder eine Katastrophe war. Aber ihr Kinder sind ihr wichtiger als alles andere.
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 11. August 2017, 16:50

Pocolino hat geschrieben:
Freitag 11. August 2017, 00:03
Wenn du keine Kinder willst, sie aber unbedingt welche will, solltest du die Sache aufgeben. Nachgeben würde ich bei einem so gewichtigen Punkt nicht. Hinter der Entscheidung Kinder zu kriegen solltest du wirklich stehen [...]
+1
Es mag ja sein dass manche Leute keine Kinder wollten, welche bekommen und es dann doch ganz toll finden, aber es ist auch nicht unwahrscheinlich dass das nicht so ist. Für die Kinder ist das nicht schön (und für die Erwachsenen auch nicht).

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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von Goldstück » Freitag 11. August 2017, 19:45

BartS hat geschrieben:
Freitag 11. August 2017, 16:03
Ich kann nur von mir sprechen. Ich will keine eigenen Kinder (mehr). Ich weiß, was ich mir zutrauen kann und wie viel Energie ich für was habe. Die Energie von Anfang an in der Kindererziehung dabei zu sein, habe ich nicht mehr. Es geht dabei um die Phase bis sie in der Vorschule sind. Bei älteren Kindern mag das wieder gehen (naja, je nachdem, wie sie drauf sind :D). Aber in so einem Fall kann ich ja einer Frau nicht sagen, okay, wir machen ein Kind, aber die ersten 10 Jahre kümmerst Du Dich alleine darum. :mrgreen:
Ich würde sie bis zu diesem Alter nehmen ^^ pubertierend-nein danke :D
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von kreisel » Samstag 12. August 2017, 10:06

Goldstück hat geschrieben:
Freitag 11. August 2017, 19:45

Ich würde sie bis zu diesem Alter nehmen ^^ pubertierend-nein danke :D
Da fände ich ja die Idee "Dorf erzieht Kinder" nicht schlecht. Da kann jeder sich nach seinen Fähigkeiten
und Begabungen aufteilen und hat auch mal "Feierabend".
24/7 Erziehung wäre auch so gar nix für mich.

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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von Mit müden Augen » Sonntag 13. August 2017, 14:35

Mit müden Augen hat geschrieben:
Freitag 11. August 2017, 16:50
Pocolino hat geschrieben:
Freitag 11. August 2017, 00:03
Wenn du keine Kinder willst, sie aber unbedingt welche will, solltest du die Sache aufgeben. Nachgeben würde ich bei einem so gewichtigen Punkt nicht. Hinter der Entscheidung Kinder zu kriegen solltest du wirklich stehen [...]
+1
Es mag ja sein dass manche Leute keine Kinder wollten, welche bekommen und es dann doch ganz toll finden, aber es ist auch nicht unwahrscheinlich dass das nicht so ist. Für die Kinder ist das nicht schön (und für die Erwachsenen auch nicht).
Passend dazu: https://cdn.webfail.com/upl/img/a24d9be6f5a/post2.jpg (Ich hoffe das ist ein Scherz!)

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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von Tania » Montag 14. August 2017, 04:58

BartS hat geschrieben:
Freitag 11. August 2017, 15:55
Tania hat geschrieben:
Freitag 28. Juli 2017, 18:27
Sie haben also nur mich, das, was ich ihnen vorlebe, und den Einfluss, den die Gesellschaft nimmt. Drüber beschwert hat sich bislang keins davon. Keins kommt abends an und will Autorität - sie wollen immer nur eine Geschichte und einen Gutenachtkuss.

Zugegeben - etwas mehr Autorität würde das Leben leichter machen. Aber nicht ihres, sondern nur meins. Sprich, ich bin das einzige Opfer meiner parentalen Defizite.
Wenn man Kinder fragt, was sie wollen, dann sagen sie jeden Tag Erdbeereis und bis Mitternacht fernsehen. Nur als Beispiel. ;) Zudem, Kinder permanent entscheiden zu lassen, was sie machen sollen, kann sie erheblich überfordern. Ich bin froh, dass meine Eltern Autorität hatten und mir nicht alles durchgehen haben lassen. Sie haben auch viele Fehler gemacht und mich selten zu Dingen ermutigt. Aber ich bin dankbar, dass sie mir ein Gerüst und eine Erziehung mitgaben und meine Talente förderten. Man ist oft dem Gedanken verhaftet, man würde Kinder wehtun, wenn man ihnen Grenzen aufzeigt.
Natürlich zeigt man Kindern Grenzen. Das brauchen sie auch. Aber dazu ist nicht zwingend Autorität erforderlich. Sie sind durchaus in der Lage, Grenzen einzuhalten, weil sie verstehen, dass das notwendig und sinnvoll ist. Es ist nur wesentlich mühsamer, ihnen jede Anweisung haarklein zu erklären, als einfach solche Dinge zu sagen wie "in diesem Haus wird gemacht, was ICH sage". Aber es hilft genauso gut.

Und manchmal tun Kinder auch einfach, was sie sollen, weil sie die anweisende Person lieben und sie glücklich machen wollen.

Insofern: ja, Grenzen setzen ist nötig. Aber das geht auch, ohne Autorität zu demonstrieren.
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von BartS » Montag 14. August 2017, 10:10

Tania hat geschrieben:
Montag 14. August 2017, 04:58
Natürlich zeigt man Kindern Grenzen. Das brauchen sie auch. Aber dazu ist nicht zwingend Autorität erforderlich. Sie sind durchaus in der Lage, Grenzen einzuhalten, weil sie verstehen, dass das notwendig und sinnvoll ist.
Ist ein jünfjähriger Junge in der Lage zu verstehen, warum es nicht jeden Mittag Erdbeereis geben kann? Sind Teenies in der Lage zu verstehen und zu akzeptieren(!), dass sie ausreichend Schlaf benötigen, um fit und aufmerksam in der Schule zu sein? Ich habe nichts gegen Kooperation und Empathie in der Erziehung. Ich halte sogar sehr viel davon. Aber man kann mit den Kinder in jedem Alter die Dinge nicht immer aushandeln. Oder hast Du da andere Erfahrungen gemacht?
Tania hat geschrieben:Und manchmal tun Kinder auch einfach, was sie sollen, weil sie die anweisende Person lieben und sie glücklich machen wollen.
Und wenn sie es nicht tun, ist das ein Zeichen von fehlender Liebe von Seiten der Kinder? Ich finde, man darf Kinder nicht überfordern und erwarten, dass sie aus Liebe zu den Eltern das Richtige machen.
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von Tania » Montag 14. August 2017, 22:35

BartS hat geschrieben:
Montag 14. August 2017, 10:10
Ich habe nichts gegen Kooperation und Empathie in der Erziehung. Ich halte sogar sehr viel davon. Aber man kann mit den Kinder in jedem Alter die Dinge nicht immer aushandeln. Oder hast Du da andere Erfahrungen gemacht?

....

Ich finde, man darf Kinder nicht überfordern und erwarten, dass sie aus Liebe zu den Eltern das Richtige machen.
Ich diskutiere schon mit erfahrenen Eltern nicht über Kindererziehung. Es hier zu tun, erscheint mir noch sinnfreier. Es gibt zu diesem Thema m.E. keine allgemeingültige Lösung. Jedes Kind und jeder Elternteil ist anders. Was sich für den Einen bewährt hat, mag beim Anderen völlig unpassend sein.

Ich bin nun mal keine Autoritätsperson und ich stehe nicht auf blinden Gehorsam. Also erkläre ich meinen Kindern bestmöglich, warum sie meiner Meinung nach etwas tun oder lassen sollen. Und je älter sie werden, desto mehr versuchen sie, ihre eigenen Argumente einzubringen und durchzusetzen. Und je ungefährlicher die diskutierte Sache ist, desto eher bin ich bereit, die Diskussion zu "verlieren" und sie ihren Weg ausprobieren zu lassen. Aus Fehlern lernt man bekanntlich.

Aber wie gesagt - das ist lediglich der Weg, der sich für mich und meine Kids als sinnvoll erwiesen hat. In anderen Familien läuft es anders; und sicher nicht schlechter.
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Re: Es geht dem Ende zu

Beitrag von marwie » Dienstag 15. August 2017, 22:54

Schwieriges Thema, beim Thema Kinder gibts halt wenig Kompromisse (höchstens, was die Anzahl betrifft...). Kinder zu haben ist halt schon ein grosser Einschnitt ins Leben, wenn man dann merkt, dass Kinder doch nichts für einem ist, ist es zu spät... Man kann sich zwar scheiden lassen / sich trennen, aber Unterhalt muss man dann trotzdem für die nächsten 20+ Jahre bezahlen... (wenn man Glück hat nur für das Kind, wenn man Pech hat auch noch für die Exfrau...).
Kinder zu haben ist halt auch ein unkalkulierbares Risiko, wenn man Glück hat, läuft alles gut, aber es kann schnell mal Stress geben mit Schule etc.
Am besten wäre wohl, mal ein wenig Zeit mit Kindern zu verbringen, aber ob eigne oder fremde Kinder ist natürlich nicht das gleiche... Kennt ihr Paare mit Kindern?

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