Trennung oder nicht?

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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yes_or_no

Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von yes_or_no » Freitag 9. August 2019, 08:28

Selbst wenns kein BDSM war, sondern "nur" "gewöhnlicher härterer Sex".
Mit einer Person, die in ihrem Leben schon viel Gewalt erlitten hat, klingt das nicht sehr wohl wollend. Wenn jemand, der in der nahen Vergangenheit geschlagen wurde und noch sehr drunter leidet, zu mir sagen würde, ich soll ihn beim Sex härter rannehmen, ich würde (wohlwollend) sagen, tut mir Leid, das ist mir zu krank. Du leidest doch noch unter der Gewalt, die du erfahren hast - selbst wenn ich auf Machtspielchen oder ähnliches stehen würde. Aber irgendwie doch einfach nicht mit jedem Partner, besonders nicht mit einem bei dem es kein "Spiel" ist, sondern der noch schwer unter der Gewalt nachleidet.

Nein, klar ist das vielleicht auch eine sehr sensible und verurteilende Sichtweise.
WENN er sich von ihr trennen würde, würd ich auch sagen, schau auf dich selbst, mach dir keine Vorwürfe, lass los, schau nach vorne.
Da er es aber mit ihr schaffen mag, muss er finde ich auch sich selbst hinterfragen und sehen, ob sie vielleicht an manchen Stellen nicht überreagiert hat, sondern tatsächlich Grenzen überschritten wurden von ihm.
Ich sehe das eben bei dem "auf den Hintern klatschen". Bei mir hat das nie einer gemacht, bis auf dieser eine sehr respektlose Typ. Gesehen hab ichs auch eher bei Männern, die sich tendentiell gern über Frauen stellen.
Und es reicht aus, wenn sie EINMAL sagt, dass sie es nicht möchte, dass er es respektieren sollte.

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marwie
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von marwie » Freitag 9. August 2019, 08:38

Tania hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 00:27
marwie hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 00:09

Falls sie wirklich schwanger ist, würde ich so bald wie sinvoll möglich einen Vaterschaftstest machen lassen.
Da wird er noch paar Monate warten müssen - oder sich mit über 1000 EUR in der Tasche ins Ausland begeben. Und wenn die Mutter einem Test nicht zustimmt, braucht er auch noch ein Gerichtsurteil.
Ja, darum sobald sinvoll möglich, ein pränataler Schwangerschaftstest wäre heute zwar gefahrlos möglich, aber das Gesetz wurde noch nicht angepasst (beim verbot wurde wohl noch davon ausgegangen, dass eine Gefahr für das Kind besteht, was damals wohl auch noch der Fall war). Zumindest nach der Schangerschaft würde ich den Vaterschaftstest machen lassen, sicher ist sicher. Wenn sie dem nicht zustimmt, ist das erst recht ein Alarmzeichen, dass irgendwas nicht stimmt...

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Polarfuchs » Freitag 9. August 2019, 08:47

Gambler hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 21:27
Du verstehst das Problem nicht .
Das mit dem Hintern war nur EIN Beispiel.
Sie bekommt ihre anfälle auch in anderen Situationen.
Absolut alltäglich . ... Nur weil ich vielleicht unbewusst etwas mache was sie an den Gewalt ex erinnert.
Verstehst du das es für mich auch anstrengend ist ständig drüber nachzudenken darf ich jetzt dies oder jenes machen? Oder kriegt sie wieder einen Anfall?
Und wie gesagt es schlägt sowas von spass in geheule bei ihr Rum .....

Ich kann doch nicht wissen was sie genau stört....WaS ihr ex mit ihr gemacht hat.

Und auch wenn das jetzt zum Vergleich etwas intim wird: beim Sex geht's manchmal echt hart zur Sache .. Da ist alles ok.... Aber wenn ich ihr aus spass einen klatscher auf den Hintern verpasse geht die Welt unter.
Möglicherweise sie hat ein seelisches Trauma erlitten. Dieses zeigt sich durch schnelle Stimmumgswechsel und Schreckhaftigkeit. Das das den Hintern klatschen erinnert sie vielleicht an ihren Ex Freund. Der war nun einmal ziemlich gewalttätig. Im Gehirn des Betroffenen wird ständig alles auf gefährlich oder ungefährlich eingestuft.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Habe doch ein wenig Geduld mit ihr. Jeder gesunde Mensch kann ein Trauma erleiden. Ein Trauma ist eine gesunde, logische Reaktion auf eine krankmachende, menschenverachtende Umgebung.

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Tania
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Freitag 9. August 2019, 10:00

marwie hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 08:38
ein pränataler Schwangerschaftstest wäre heute zwar gefahrlos möglich, aber das Gesetz wurde noch nicht angepasst (beim verbot wurde wohl noch davon ausgegangen, dass eine Gefahr für das Kind besteht, was damals wohl auch noch der Fall war).
Durch den Test besteht heute zwar keine Gefahr mehr für das Kind - aber ich fürchte, der Gesetzgeber erkennt durchaus die Gefahr einer Abtreibung, falls das Kind vom falschen Mann ist. Ähnlich wie in einigen asiatischen Ländern ein Verbot existiert, das Geschlecht des Kindes zu bestimmen.... :sadwoman:
yes_or_no hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 08:28
Wenn jemand, der in der nahen Vergangenheit geschlagen wurde und noch sehr drunter leidet, zu mir sagen würde, ich soll ihn beim Sex härter rannehmen, ich würde (wohlwollend) sagen, tut mir Leid, das ist mir zu krank.
Wenn mir jemand, dem ich meine sexuellen Präferenzen anvertraue, sagt, dies sei ihm "zu krank", würde ich denjenigen wohl in die Wüste schicken. Nicht unbedingt weil er meine Präferenzen nicht teilt, sondern weil er sie (und damit mich) so abschätzig beurteilt und meine eigene Urteilsfähigkeit anzweifelt. Da hilft auch ein "wohlwollend" nicht - der Deckmantel des "es ist nur zu Deinem Besten" ist höchstens noch bei Kleinkindern anwendbar (und auch da nicht immer wirklich zum Besten des Kindes).

Ist vielleicht schwer nachvollziehbar, aber bei diversen Menschen sind die Spiele im Bett und das Leben außerhalb desselben verschiedene Welten. Das, was im Bett völlig okay und sogar luststeigernd sein kann, kann im Alltag völlig unangemessen und sogar triggernd wirken. Das muss jedes Paar für sich herausfinden.

Aber wo ich Dir 100% zustimme: man sollte nicht zweimal ins selbe Fettnäpfchen treten. Wenn sie ein einziges Mal auf einen Schlag auf den Po negativ reagiert (auch wenn der noch so spaßig war), lässt man das in Zukunft.
Gambler hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 21:27
Sie bekommt ihre anfälle auch in anderen Situationen.
Absolut alltäglich . ... Nur weil ich vielleicht unbewusst etwas mache was sie an den Gewalt ex erinnert.
Dann sollte sie vielleicht mal über eine Traumatherapie nachdenken. So etwas kann einen Jahre verfolgen ...

Wart ihr inzwischen eigentlich schon zusammen beim Frauenarzt, Baby gucken?

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Melli » Freitag 9. August 2019, 10:10

Tania hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 00:27
Und wenn die Mutter einem Test nicht zustimmt, braucht er auch noch ein Gerichtsurteil.
Wenn die erstmal so miteinander verkehren, dürfte die Beziehung schon so ziemlich am Ende sein :(
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Lazarus Long » Freitag 9. August 2019, 10:27

Tania hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 10:00
... der Deckmantel des "es ist nur zu Deinem Besten" ist höchstens noch bei Kleinkindern anwendbar ...
Ich erlaube mir mal den Hinweis, daß es auch Erwachsene gibt, für die das gilt, z.B. Menschen die zunehmend dementer :sadman: werden oder bei bestimmten psychischen Erkrankungen.

Grundsätzlich stimme ich dir aber zu, daß man seine Mitmenschen nicht bevormunden sollte.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Freitag 9. August 2019, 11:50

Lazarus Long hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 10:27
Ich erlaube mir mal den Hinweis, daß es auch Erwachsene gibt, für die das gilt, z.B. Menschen die zunehmend dementer :sadman: werden oder bei bestimmten psychischen Erkrankungen.
[+] Offtopic
Ja, da hast Du leider Recht.

Für mich eine der größten Herausforderungen für pflegende Angehörige (und für Eltern): zu entscheiden, was für einen anderen Menschen das Beste wäre. Insbesondere weil man unweigerlich mal in einen Interessenkonflikt läuft - denn das, was für den zu Betreuenden das Beste wäre, ist nicht zwingend für einen selbst das Beste. Und wenn man da nicht gut abgrenzt.... In meiner Verwandtschaft gab das mal so einen tragischen Fall - der Opa war nach Schlaganfall pflegebedürftig, und Oma hat ihn Tag und Nacht betreut und sich damit so fertig gemacht, dass sie zwei Jahre vor ihm verstarb.

Und psychische Erkrankungen inkl. Demenz sind genauso schlimm. Wenn der geliebte (Groß-)Elternteil plötzlich bösartig, rechthaberisch, verletzend und gemein wird, ist es als Angehöriger mitunter unmöglich, sich die Worte nicht zu Herzen zu nehmen und zu sagen "das sagt nicht sie, das sagt die Krankheit". Aber was ist da das Beste? Durch Fremdbetreuung potenzielle Konfliktsituationen mininieren? Oder bis zum Schluss dabei bleiben und so die auch noch vorhandenen guten Momente zusammen erleben?

Scheisd Situation :(

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Montag 12. August 2019, 19:06

Also nur weil ich geschrieben habe "härterer sex " gehen hier gleich einige von bdsm aus. ..
So war das nicht gemeint.
Wir haben immer offen über unser sex leben gesprochen. Ich bin da nie weiter gegangen als das was sie wollte uns sie natürlich auch bei mir.

Das Problem sind ihre "psycho Erfahrungen " mit ihrem ex. Dafür kann ich nichts.
Ich habe ihr eher immer wieder gezeigt das ich nicht so bin. Habe sie nie "ernsthaft " angefasst.

Ganz zu Anfang wo wir zusammenkamen gab es diese Probleme auch nicht
Wir konnten unbeschwert zeit verbringen. ...
Ich musste mir keine Gedanken machen. ...Darf ich jetzt dies oder jenes sagen oder machen?
Das ist jetzt so gut wie weg .

Klar habe ich immer mehr erfahren das sie diese "Gewalt sache " noch nicht richtig verarbeitet hat. Habe Rücksicht genommen. ... Sie getröstet etc.
Wie oft war meine Schulter durch ihre Tränen durchnässt? ??
Wir stehen das schon durch.

Aber es funktioniert eben nicht. Wie aus dem nichts schiebt sie mich beiseite, Trennung .
Paar tage später tut ihr alles leid. ..etc.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Montag 12. August 2019, 20:09

Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 19:06
Aber es funktioniert eben nicht. Wie aus dem nichts schiebt sie mich beiseite, Trennung .
Paar tage später tut ihr alles leid. ..etc.
Glaubt mir - das ist anstrengend!
Du hast genauso das Recht, dass sie Deine Grenzen respektiert, wie sie umgekehrt das Recht hat, dass Du ihre Grenzen respektierst.

Das Problem ist: Du müsstest die Grenzen klar setzen. So etwas sagen wie "Ich arbeite gern mit Dir an jeder Herausforderung. Aber ich spiele das On-Off-Spiel nicht mit. Solltest Du mich noch einmal wegschicken, komme ich nicht zurück." Und das dann auch durchziehen....

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Montag 12. August 2019, 20:17

Diese Grenze habe ich ja beim letzten Mal gesetzt.
Ich habe gesagt ich möchte keinen Kontakt. Sie soll mich in Ruhe lassen.
Als ich dann erfahren habe sie sei schwanger konnte ich nun nicht mehr sagen kein Kontakt.
Wir müssen nun mal drüber sprechen wie es denn weiter geht. Und ich fühle mich auch irgendwie verpflichtet ihr so gut es geht in der Schwangerschaft beizustehen
Da lässt sich ein völliger kontaktabbeuch nun nicht vermeiden
Ich habe Das Gefühl sie nutzt das derzeit.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Montag 12. August 2019, 20:26

Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:17
Diese Grenze habe ich ja beim letzten Mal gesetzt.
Ich habe gesagt ich möchte keinen Kontakt. Sie soll mich in Ruhe lassen.
Als ich dann erfahren habe sie sei schwanger konnte ich nun nicht mehr sagen kein Kontakt.
Wir müssen nun mal drüber sprechen wie es denn weiter geht. Und ich fühle mich auch irgendwie verpflichtet ihr so gut es geht in der Schwangerschaft beizustehen
Da lässt sich ein völliger kontaktabbeuch nun nicht vermeiden
Ich habe Das Gefühl sie nutzt das derzeit.
Die Schwangerschaft ist also inzwischen bestätigt?

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Montag 12. August 2019, 20:32

Ja - sie ist schwanger. Ich habe den MutterPass inklusive Ultraschall gesehen.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Reinhard » Montag 12. August 2019, 20:39

Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:32
Ja - sie ist schwanger. Ich habe den MutterPass inklusive Ultraschall gesehen.

Nun, denn ... :vielglueck:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Polarfuchs » Montag 12. August 2019, 20:43

Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:32
Ja - sie ist schwanger. Ich habe den MutterPass inklusive Ultraschall gesehen.
Herzlichen Glückwunsch, Gambler.
Macht deine Freundin zur Zeit eine Therapie oder plant sie eine zu beginnen?
Ein Kind grosszuziehen ist natürlich etwas Schönes aber bestimmt auch etwas anstrengend.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Lazarus Long » Montag 12. August 2019, 20:46

Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:43
Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:32
Ja - sie ist schwanger. Ich habe den MutterPass inklusive Ultraschall gesehen.
Herzlichen Glückwunsch, Gambler.
Macht deine Freundin zur Zeit eine Therapie oder plant sie eine zu beginnen?
Ein Kind grosszuziehen ist natürlich etwas Schönes aber bestimmt auch etwas anstrengend.
Wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann hat er von der Schwangerschaft erfahren, nachdem die sich getrennt hatten.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Montag 12. August 2019, 20:49

Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:32
Ja - sie ist schwanger. Ich habe den MutterPass inklusive Ultraschall gesehen.
Dann wirst Du jetzt also Vater. Für Dich wahrscheinlich eine genauso einschneidende Erfahrung wie für sie (oder hat sie schon ein Kind?). Also hast Du jedes Recht, Dich auch um Dich zu kümmern. Zu entscheiden, welche Rolle Du im Leben Deines Kindes spielen willst. Und Dich abzugrenzen, wenn sie Dir durch ihr Verhalten die Kraft raubt, die Du brauchst, um diese Rolle einzunehmen.

Mir hat mal jemand, der sich damit auskennt, gesagt: Kinder brauchen mindestens einen funktionsfähigen, verlässlichen Elternteil. Zwei wären ein Bonus. Und zwei, die zudem noch eine harmonische Partnerschaft führen, wären sozusagen das Sahnehäubchen. Also, wenn Du kannst, kannst Du gern die werdende Mama bestmöglich unterstützen. Aber stell sicher, dass dadurch Deine eigene Funltionsfähigkeit nicht gefährdet wird.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Brax » Dienstag 13. August 2019, 00:41

Tania hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:49
Also hast Du jedes Recht [...] Zu entscheiden, welche Rolle Du im Leben Deines Kindes spielen willst.
[...]
wenn Du kannst, kannst Du gern die werdende Mama bestmöglich unterstützen.
Seh ich anders. Es ist ja auch sein Kind, nicht nur das der Mutter. Da kann man nicht einfach entscheiden, dass es einem jetzt nicht so richtig passt. Das hätte man sich überlegen müssen, bevor man ohne Verhütung miteinander schläft.
Und das Kind kann auch nichts dafür, dass die Mutter psychische Probleme hat und dass nicht verhütet wurde. Jetzt sind die Konsequenzen eben zu tragen, und zwar zum größtmöglichen Wohl des Kindes. Natürlich muss Gambler auch schauen, wie er mit der Mutter klar kommt und dass sie ihn mit ihren Problemen nicht auch noch kaputtmacht. Schwierig, eine Gratwanderung, ja. Aber z. B. zu entscheiden "Ich zahl jetzt mal nur Alimente und halte mich da sonst raus"... na ja. Jede Entscheidung hat Auswirkungen auf das Kind, seine Entwicklung und seine psychische Gesundheit. Und wenn Eltern(teile) abwesend sind, hat auch das seine Auswirkungen.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Dienstag 13. August 2019, 01:24

Brax hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 00:41
Jetzt sind die Konsequenzen eben zu tragen, und zwar zum größtmöglichen Wohl des Kindes.
Stimmt. Und da ist - nur meiner nicht maßgeblichen Meinung nach - ein Vater, der nur die nötigsten Unterhaltspflichten erfüllt und sich sonst raushält, immer noch besser als einer, der das Kind zwar besucht, es aber dabei spüren lässt, dass er das nur aus Pflichtgefühl tut und es ihm eigentlich deutlich lieber wäre, gäbe es das Kind nicht.

Deswegen würde ich Gambler empfehlen, sich zu allererst zu überlegen, wie er zu seinem Kind steht. Und wenn er sich entscheiden sollte, ein echter Vater zu sein, dann sollte er diesem Job Vorrang vor dem Kümmern um die Mutter geben. Sollte er sich hingegen entscheiden, eher Zahlvater sein zu wollen, dann wäre es natürlich im Interesse des Kindes, dafür zu sorgen, dass die Mutter unterstützt wird. Wie gesagt ... mindestens ein funktionierender Elternteil .

Optimal wäre es natürlich, wenn er sowohl aktiver Vater sein als auch die Mutter unterstützen könnte. Aber das könnte eventuell seine Kraft übersteigen ... :gruebel:

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von yes_or_no » Dienstag 13. August 2019, 10:34

Ich denke mal, da beide bereits mehrfach versucht haben, miteinander Schluss zu machen, ist es besser, das auch wirklich eher sein zu lassen mit Beziehung. Bei wem das Kind aufwachsen soll, muss vielleicht noch geklärt werden, wenn die Mutter deutlich instabiler und stärker psychisch beeinträchtigt wär, wär bestimmt besser, wenn das Kind unter der Woche beim Vater ist und eher jedes halbe Wochenende oder jedes zweite Wochenende zur Mutter nur kommt.
Ein Kind mitten im Krieg aufwachsen zu lassen, damit es von kleinauf lernt, dass Frauen den Männern unterlegen sind und Gewalt, Schreie und Respektlosigkeit, Tränen der Mutter NORMAL sind, ist bestimmt nicht gut.
Hier müssen beide wohl versuchen, an das Kind zu denken, statt an sich selbst - wird bestimmt nicht einfach, da es so wirkt, als würde jeder von beiden den anderen relativ 100% verantwortlich machen und sein eigenes Päckchen wenig erkennen.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von NeC » Dienstag 13. August 2019, 10:46

yes_or_no hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 10:34
Ein Kind mitten im Krieg aufwachsen zu lassen, damit es von kleinauf lernt, dass Frauen den Männern unterlegen sind und Gewalt, Schreie und Respektlosigkeit, Tränen der Mutter NORMAL sind, ist bestimmt nicht gut.
Boah - sag mal ... :shock:
Erst kommst Du mit dem BDSM-Kram an und nun das hier? Du kennst die beiden doch gar nicht.

Dass die beiden nicht voneinander los kommen, bedeutet nach meiner Interpretation seiner Beiträge, dass es da trotz allem Liebe und Zuneigung gibt. Die Trennungsversuche sind vermutlich allesamt zum Selbstschutz gedacht gewesen.

@Gambler: möchte sie das Kind überhaupt bekommen? Habt ihr mal miteinander gesprochen, was sich jeder von euch eigentlich wünscht, wie es weitergehen sollte?

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