WDR/Einsfestival sucht ProtagonistInnen für TV-Dokumentation

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Kolinatan

WDR/Einsfestival sucht ProtagonistInnen für TV-Dokumentation

Beitrag von Kolinatan » Freitag 26. Juli 2013, 21:22

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einigen Jahren wird das Thema „Absolute Beginner“ von diversen Medien immer wieder aufgegriffen. Einige der medialen Berichte gehen mit diesem äußerst sensiblen Thema recht reißerisch um und übersehen dabei die individuellen Bedürfnisse und Schicksale der Menschen, die noch immer auf ihre erste Liebesbeziehung warten.

Als Redakteur der Hamburger TV-Produktionsfirma Signed Media bin ich nun auf der Suche nach Menschen, die bereit wären, über diese Situation vor der Kamera zu sprechen.
Bei unserem Format handelt es sich um eine dokumentarisch angelegte Reportage, bei der diverse Aspekte der Liebe innerhalb unterschiedlicher Themengebiete (z.B. Transgender, Liebeskummer, Polyamorie, etc.) beleuchtet werden.

Die aktuelle Folge will nun Menschen ohne Beziehungserfahrung porträtieren und aufzeigen, was die mannigfaltigen Gründe für diese Situation sein können. Wir wollen keinen Flirtcoach (à la Privatfernsehen) zeigen, der den „Absoluten Beginnern“ helfen soll, die unwirkliche „Deckel-Topf-Theorie“ doch noch zu bestätigen.
Vielmehr wollen wir erörtern, wie unsere sexualisierte Gesellschaft dazu beiträgt, unfreiwillige Keuschheit als negativ zu brandmarken. Wir wollen dem Zuschauer zeigen, dass es keine objektiven Gründe für die sexuelle Unberührtheit gibt, sondern vielmehr Zufälle und individuelle Biographien diesen Zustand herbeigeführt haben. Schließlich will unsere Dokumentation das Thema „Absolute Beginner“ enttabuisieren und eine offene gesellschaftliche Diskussion darüber ermöglichen, denn Absolute Beginner sind Menschen wie Du und ich und sollten aus der gesellschaftlichen Isolation heraus, um endlich vorurteilsfrei wahrgenommen zu werden.

Die geplante TV-Dokumentation entsteht im Auftrag des WDR/Einsfestival, so dass der Thematik mit größtmöglicher Seriosität und Sachlichkeit begegnet wird. Hierzu wird unsere Moderatorin gemeinsam mit Ihnen einen Tag verbringen und dabei verschiedene themengebundene Fragen stellen. Eines der Ziele unserer Dokumentation soll eine möglichst objektive Darstellung des Themas sein. So werden keine Off-Kommentare hinzugedichtet - die ProtagonistInnen sprechen für sich! Der eigentliche Dreh ist für den Monat August geplant und wird entsprechend mit einer Tagesgage honoriert.

Letztlich kann ich Ihnen versichern, dass unsere Produktionsfirma ausschließlich im Auftrag öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten (3Sat, WDR, NDR, SWR, ARTE: z.B.: „Tracks“) arbeitet, so dass eine ernsthafte und informative Sendung zu erwarten ist.

Sollten Sie nun Lust bekommen haben, an unserer Dokumentation teilzunehmen, so würde ich mich über eine Mail (an: dac@signed-media.de) sehr freuen!

Herzliche Grüße aus Hamburg

David Czarnetzki

Kolinatan

Re: WDR/Einsfestival sucht ProtagonistInnen für TV-Dokumenta

Beitrag von Kolinatan » Dienstag 30. Juli 2013, 09:39

Diese Antwort bezieht sich auf einen Beitrag im Blog von Herrn Hoffmann, um welche ich Herrn Czarnetzki gebeten habe.
David Czarnetzki hat geschrieben:Als ich vor ca. 1 Monat mit der Recherche zum Thema unserer TV-Doklumentation begann, habe ich mich ganz fachgerecht mit Literatur eingedeckt und viel online gelesen. Das Buch "Unberührt" von Arne Hoffmann ist sicherlich ein prominentes Buch zum Thema "Absolute Beginner", so dass ich mir erlaubt habe den Autor anzumeilen und zu fragen, wie er an seine Interviewpartner herangegangen ist und wie ich mich innerhalb dieses sensiblen Terrains "bewegen"/äußern sollte. Darafhin bekam ich eine recht erzörnte Antwort, ich solle nicht viel Wert auf den Begriff "öffentlich-rechtlich" legen und dass diese öffentlichen-rechtlichen Sender alles andere als seriös wären. Grund für diese Reaktion ist ein ARD-Radiofeature des BR von Ralf Homann, in dem das ITV mit Arne Hoffmann so gekürzt wurde, dass Herr Hoffmann (seiner Ansicht nach) falsch ausgelegt wurde. Aus diesem Meinungsstreit heraus ist Herr Hoffmann nun nicht bereit mir zu helfen. Dies kann ich sogar noch nachvollziehen.
Doch da ich mit unserer Dokumentationsreihe (für WDR/Einsfestival) seit 1,5 Jahren keinen einzigen unserer ProtagonistInnen falsch dargestellt habe und es nicht die geringsten Beschwerden zu unserem Format gab, sehe ich mich nicht in der Pflicht, diesen Disput zwischen Herrn Hoffmann und Herr Homann "auszubaden". Zudem ist mein Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Sender nach wie vor intakt. Auch wenn man nicht mit jeder redaktionellen Entscheidung oder einer des Runfunkrats einvertanden ist, so sind diese Sendeanstalten und ihre Entscheidungsträger Spiegel unserer Demokratie und Gesellschaft (und nach wie vor ein Bollwerk gegen die privaten Mendienanbieter). Desweiteren sind sie verantwortlich für die Publikation pluralistischer Meinungen und ihrer Träger.
Bzgl. meiner Anfrage kann ich nur noch hinzufügen, dass ich meinen journalistischen Pflichten stets nachgekommen bin und auch das kommende Thema "Absolute Beginner" mit größter inhaltlicher Sorgfalt angehen und realisieren werde. Ich denke, dass gerade eine mediale Präsenz zu einer Neutralisierung falscher Vorurteile beitragen kann. Herr Hoffmann dagegen unterstellt mir (ohne sich mit mir oder unserem Format auseinandergesetzt zu haben), ich würde die ProtagonistInnen negativ darstellen. Dazu sei folgendes gesagt: als ich innerhalb meiner Recherche einige Ausschnitte aus der grauenhaften RTL 2 Produktion zum Thema "Jungfräulichkeit" (den Titel will ich gar nicht in den Mund nehmen) gesehen habe, war ich selbst sehr erzörnt über die Art und Weise, wie dort Menschen ohne Beziehungserfahrung gezeigt wurden. Ich denke, dass man sich gegen solche Formate durchaus zur Wehr setzen sollte. Doch was bringt eine Beschwerde beim Landesmedienamt... Ich denke, dass man vielmehr mit einer neutralen, aufklärenden und menschenwürdigen Sicht, dem Thema begenen sollte. Dies ist der Anspruch, den ich mit unserem Format anstrebe und auch bei dem kommenden Thema im Fokus halten werde.

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