Depressionen

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TheRealDeal
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 14. Februar 2019, 22:53

Sommersprosse hat geschrieben:
Mittwoch 6. Februar 2019, 17:44
NickP hat geschrieben:
Mittwoch 6. Februar 2019, 16:42
Ich für meinen Teil denke, das mir ein Soziales Umfällt, also Freundschaften und Unternehmungen helfen würden, vor allem aber bin ich davon überzeugt das es mir sehr viel besser gehen würde, und zwar dauerhaft, wenn ich eine Partnerin finden oder zumindest weitere Sexuelle Erfahrungen machen würde.
Erstes fett markierte: Ja, das kann helfen. Aber das muss man eben erst mal angehen können - das fällt oft schwer, wenn man an Depressionen leidet. Ich kann hier nur noch mal ein Ehrenamt/Hobby empfehlen. Ich arbeite z.B. freiwillig im Tierheim und habe mich einem Lauftreff angeschlossen (und ich bin wirklich Sportmuffel!) und bei beidem habe ich schnell Anschluss und Kontakte, ja sogar Freunde, gefunden. Beides mache ich "erst" seit ca. 4-5 Monaten, die Kontakte ergaben sich schon nach wenigen Wochen. (Das soll jetzt nicht irgendwie oberlehrerhaft klingen, ich wollte nur Möglichkeiten aufzeigen...)
Zweites fett markierte: Ich denke, das wird so nicht funktionieren und das wäre eine ziemlich große Erwartung an die zukünftige Partnerin.
Ich bin zwar mittlerweile etwas davon abgekommen, dass man komplett mit sich im Reinen und allein glücklich sein muss und keine Baustellen haben darf, um einen Partner zu finden. Aber ein bisschen was dran ist da schon. "Damit es dir besser geht" sollte jedenfalls nicht dein primärer Grund für eine Partnersuche sein, mMn.
Die sexuellen Erfahrungen kannst du ja machen - müsstest halt ggf. dafür bezahlen. Könntest also ausprobieren, ob dir das allein wirklich helfen würde.
Sich Tieren zuzuwenden und etwas für sie zu tun ist immer eine gute Idee.

Ich kann durchaus mit mir selbst "im Reinen" sein und trotzdem noch Themen zu bearbeiten haben. Das ist für mich kein Widerspruch. Wäre auch seltsam, schließlich gehe ich mal davon aus, dass ich in meinem Leben gerade mal Halbzeit eingeläutet habe... ;)

Was Liebesbeziehungen betrifft, bin ich der unbedingten Meinung, dass sich Menschen mit ähnlichen Verwundungsgraden finden. Es muss nicht die selbe Art der Verwundung sein.

Ich will nicht behaupten, dass es Menschen nicht spontan besser gehen kann, sobald sie eine Partnerin/einen Partner finden. Ich sollte dabei aber "bei mir" bleiben. Weil da die Verletzungen zu finden sind, die zwar weh tun können, aber dort finde ich auch Antworten auf meine Fragen. Die finde ich nicht, wenn ich mich energetisch bei anderen Menschen aufhalten, die irgendwie machen sollen, dass es mir besser geht.

Bei therapeutischen Maßnahmen kommt es halt im Wesentlichen darauf an, "seins" zu finden. Egal, was es auch sein wird, wer heilt, hat recht. Ich würde allerdings grundsätzlich sagen, dass eben nicht zwangsläufig die Ursachen meiner Themen bei mir selbst liegen und ich in dem Fall diese auch nicht lösen kann. Daher würde ich immer auch daran denken, ob keine systemischen Verstrickungen vorliegen, die mich hemmen, bzw. mich an etwas hindern. Bei mir sind es Dinge, die diffus sind und sich nicht so recht zeigen (wollen). Insbesondere werde ich dann hellhörig, wenn ich Dinge rational logisch angehe und trotz großer Motivation und Verhaltensänderung dieses Thema nicht lösen lässt, obwohl es so scheint, als müsste es sich mit dieser Methode lösen lassen.

Was ich sagen will: Versucht euch nicht zusätzlich dadurch stimmungsmäßig herunter ziehen zu lassen, indem ihr euch Vorwürfe macht, wenn ihr etwas nicht schafft/erreicht. Es ist durchaus möglich, dass es deshalb nicht funktioniert, weil die Ursache nicht bei euch liegt. :umarmung2:
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Re: Depressionen

Beitrag von Tintenmalerin » Montag 25. Februar 2019, 22:57

Stabil hat geschrieben:
Donnerstag 14. Februar 2019, 16:04
Ich finde es nur sinnvoll zu sehen, dass Psychotherapie nicht notwendigerweise erschöpfend und übermässig ermüdend sein muss, und dass das möglicherweise mit der Auffassung von Therapie als Durchbrechen vs Therapie als Loslassen zusammenhængt.
Das fettmarkierte ist deine Interpretation.
Hast du denn Erfahrung mit systemischer Therapie und der darin praktizierten Anwendung der Wunderfrage?
Nein.
Hast du Erfahrung mit etwas anderem als systemischer Therapie?
Weißt du, was ich mir von der Therapie erhoffe, welche Therapieform ich mache oder welche Themen ich bearbeite? Nein.
Ich wünsche dir sehr, dass du bald wieder zu mehr Kraft findest. Alles Gute!
Danke dir.
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Mittwoch 27. Februar 2019, 11:22

Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 22:57
Weißt du, was ich mir von der Therapie erhoffe, welche Therapieform ich mache oder welche Themen ich bearbeite? Nein.
Das weiß ich auch nicht. Aber das ist auch nicht wichtig. Wichtig sind zwei Dinge:

1. Du befindest dich auf deinem eigenen Weg.

Das das so ist, daran habe ich keine Zweifel

2. Die Dinge, die sich in deinem "Bündel" befinden, welches du zu tragen hast, sollten deine sein.

Und da bist du in guter Gesellschaft, wenn ich sage, dass ich mir da nicht so sicher bin.

Aber da du dich auf deinem Weg befindest, wirst du das, was noch fehlt, bzw. du herausfinden möchtest, auch heraus finden. Das ist die gute Nachricht. Der andere Teil der Nachricht ist, dass nirgendwo geschrieben steht, dass Menschen nicht leiden dürften. An dem empfundenen Leid können wir aber wachsen. Mittel- und langfristig gesehen. Kurzfristig ist es als Gefühl tauglich, ich spüre mich selbst, durch mein Leid. In irgendeiner Form haben Depressionen immer etwas mit unterdrückten Gefühlen und "sich selbst nicht spüren können zu tun.

Ich schließe mich Stabil an und wünsche dir vor allem Anderen die Kraft, dass du die Dinge, die dir auf deinem Weg begegnen, angemessen würdigen kannst. Dabei viel Erfolg. Glück wünsche ich dir nicht, weil du in meinen Augen keines brauchst. :umarmung2:
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Re: Depressionen

Beitrag von Tintenmalerin » Sonntag 3. März 2019, 01:34

TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 11:22
Wichtig sind zwei Dinge:

1. Du befindest dich auf deinem eigenen Weg.

Das das so ist, daran habe ich keine Zweifel
Ich auch nicht.
2. Die Dinge, die sich in deinem "Bündel" befinden, welches du zu tragen hast, sollten deine sein.

Und da bist du in guter Gesellschaft, wenn ich sage, dass ich mir da nicht so sicher bin.
Warum nicht? Und was bedeutet das?
Kurzfristig ist es als Gefühl tauglich, ich spüre mich selbst, durch mein Leid.
Ich glaube, wenn ich diese Erkenntnis nicht selbst schon gehabt hätte, könnte ich sehr wenig mit dieser Aussage anfangen.
Ich schließe mich Stabil an und wünsche dir vor allem Anderen die Kraft, dass du die Dinge, die dir auf deinem Weg begegnen, angemessen würdigen kannst. Dabei viel Erfolg. Glück wünsche ich dir nicht, weil du in meinen Augen keines brauchst. :umarmung2:
Danke :umarmung2:
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Sonntag 3. März 2019, 11:08

Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. März 2019, 01:34
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 11:22
Wichtig sind zwei Dinge:

2. Die Dinge, die sich in deinem "Bündel" befinden, welches du zu tragen hast, sollten deine sein.

Und da bist du in guter Gesellschaft, wenn ich sage, dass ich mir da nicht so sicher bin.
Warum nicht? Und was bedeutet das?
Dass die meisten Menschen Dinge mit sich herum tragen, die Ihnen nicht gehören. Und es gut ist, diese Dinge den Menschen zurück zu geben, denen sie gehören. Das können z. B. Familienaufstellungen nach Hellinger leisten.
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Re: Depressionen

Beitrag von Oxymoron » Montag 4. März 2019, 17:16

Ich weiß gar nicht ob meine Behandlung überhaupt Sinn macht, die Prognose sind eh mehrere Jahre Therapie. Und am Ende wird mein Leben genauso kacke sein wie jetzt auch.

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Re: Depressionen

Beitrag von Sommersprosse » Montag 4. März 2019, 19:15

Oxymoron hat geschrieben:
Montag 4. März 2019, 17:16
Ich weiß gar nicht ob meine Behandlung überhaupt Sinn macht, die Prognose sind eh mehrere Jahre Therapie. Und am Ende wird mein Leben genauso kacke sein wie jetzt auch.
Ich versteh dich! :umarmung2:
Mir geht es ähnlich. Und ich hab auch schon mehrere Jahre Therapie hinter mir. Ich bin irgendwie therapiemüde. :sadwoman:
Glaub nicht alles, was du denkst!

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Re: Depressionen

Beitrag von t385 » Montag 4. März 2019, 21:01

Ich bin auch therapiemüde und dabei mache ich gerade erst meine erste ambulante Psychotherapie. Die Fortschritte, die ich in den letzten Monaten gemacht habe, sind einfach von selbst gekommen und nicht, weil ich irgendetwas angewandt habe, das ich in der Therapie gelernt habe. Ach, ich weiß auch nicht.

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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 7. März 2019, 17:25

Sommersprosse hat geschrieben:
Montag 4. März 2019, 19:15
Oxymoron hat geschrieben:
Montag 4. März 2019, 17:16
Ich weiß gar nicht ob meine Behandlung überhaupt Sinn macht, die Prognose sind eh mehrere Jahre Therapie. Und am Ende wird mein Leben genauso kacke sein wie jetzt auch.
Ich versteh dich! :umarmung2:
Mir geht es ähnlich. Und ich hab auch schon mehrere Jahre Therapie hinter mir. Ich bin irgendwie therapiemüde. :sadwoman:
Wie es am Ende einer Therapie sein wird, bzw. wie wir uns da fühlen werden, können wir nicht wissen... Das man selbst irgendwann "therapiemüde" sein kann, kann ich nachvollziehen. Daher habe ich, wenn ich dieses Gefühl hatte, der Wünsche geäußert, wo ich gerne hin kommen würde und Ziele definiert, die ich erreichen möchte. Eine meiner Zielvereinbarungen war es, dass ich gesagt habe, dass ich irgendwann (in nicht allzu ferner Zukunft) eine glückliche Liebesbeziehung mit einer Frau führen möchte. Setzt ihr euch auch Ziele, im therapeutischen Bereich?

Diese glückliche Liebesbeziehung führe ich gerade und war noch nie in meinem Leben so nah dran, mich als Ex-AB zu betrachten. Ich lerne im Grunde jeden Tag dazu und gebe mein Bestes. Was gar nicht mal so wenig ist. Meine Partnerin hat aber auch die Gabe, Dinge aus mir "heraus zu kitzeln". ;)
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Re: Depressionen

Beitrag von Oxymoron » Donnerstag 14. März 2019, 22:36

Jetzt sind wenigstens die starken Symptome der Depression mal verschwunden. Ich denke die depressive Episode wird irgendwann einmal wieder kommen. Aber mittlerweile bin ich einfach nur gleichgültig geworden. Das Leben endet eh irgendwann, von daher ist auch nichts nachhaltig in dem Sinne. Oder wahrscheinlich auch überhaupt gar nicht.

Ich nehme mein Leben nur noch wie ein Beobachter wahr. Jedoch ist es zumindestens nicht unangenehm zu sehen, wie es langsam bergauf geht.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 16. März 2019, 12:44

Wieder ein neues Medikament, wieder panische Angst vor Nebenwirkungen (u.a.), wieder wochenlang warten, wieder enttäuscht werden. Wie lange soll das noch so weitergehen?? Ich kann nicht mehr. :crybaby: :crybaby: :crybaby: Das ist doch kein Leben.
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Re: Depressionen

Beitrag von Reinhard » Samstag 16. März 2019, 12:59

Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 12:44
Wieder ein neues Medikament, wieder panische Angst vor Nebenwirkungen (u.a.), wieder wochenlang warten, wieder enttäuscht werden. Wie lange soll das noch so weitergehen?? Ich kann nicht mehr. :crybaby: :crybaby: :crybaby: Das ist doch kein Leben.

:umarmung2: :umarmung2:

Mir schien es schon so, als ginge es dir in letzter Zeit etwas besser. Du berichtest von Basteleien, Patches, Bestellungen aus China, sowas. :daumen:
Vielleicht bemisst du deine Enttäuschung nach den falschen Werten. Deine Müdigkeit oder deine Sozialphobie werden wohl kaum von einem Depressionsmedikament vertrieben werden, also wenn sowas dann deine Selbsteinschätzung beeinflusst, dass du dich immer noch schlecht fühlst, dann stellst du eigentlich Anforderungen an ein Medikament, das es nicht erfüllen kann. :hammer:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 16. März 2019, 14:08

Ne, mir geht es nicht wirklich besser, es schwankt nur immer ein bisschen. Mal schaffe ich es mich 2h zu beschäftigen/abzulenken aber dann schlägt die Depression wieder voll durch. Das(s?) ich bastele heisst nicht dass es mir gut/besser geht.
Doch, die Müdigkeit kommt (zum Teil wenigstens) auch von der Depression (glaube ich). Und gewisse AD sollen auch bei SP/Zwängen wirken.
Danke für die :umarmung2: :shy: .
Heute war ich immerhin schon einkaufen und in der Apotheke reichlich Medikamente holen, jetzt müsste ich putzen...
PS: Ich glaube ein Teil der Depressionen kommt auch von meiner Einsamkeit. Ich schäme mich. :oops: :oops:
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Re: Depressionen

Beitrag von kreisel » Samstag 16. März 2019, 15:24

Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 14:08
PS: Ich glaube ein Teil der Depressionen kommt auch von meiner Einsamkeit.
Das kann sehr gut sein. Der Mensch ist halt doch ein soziales Wesen.
Selbst bei Tieren sagt man, dass Einzelhaltung und Isolation die depressiv
machen. Ist dann auch ein Konflikt mit gleichzeitig Sozialphobie.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 16. März 2019, 15:25

kreisel hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 15:24
Ist dann auch ein Konflikt mit gleichzeitig Sozialphobie.
Ja! Zumal "Freundin" usw mir sehr peinlich ist. :oops: :oops: :wuetend:
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Re: Depressionen

Beitrag von Melli » Samstag 16. März 2019, 17:20

Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 14:08
Doch, die Müdigkeit kommt (zum Teil wenigstens) auch von der Depression (glaube ich).
Kann sein.

Nur mal so gefragt: War das mit der Müdigkeit aber schon ähnlich, bevor Du Antidepressiva genommen hast?
Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 14:08
PS: Ich glaube ein Teil der Depressionen kommt auch von meiner Einsamkeit.
Auch das würde mich nicht wundern.
Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 14:08
Ich schäme mich. :oops: :oops:
Kein Grund sich zu schämen.

Das ist alles nur menschlich.
Голова устает думать, душа чувствовать.
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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 16. März 2019, 17:34

Melli hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 17:20
Nur mal so gefragt: War das mit der Müdigkeit aber schon ähnlich, bevor Du Antidepressiva genommen hast?
Ja, an den Medikamenten liegt es nicht.
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Re: Depressionen

Beitrag von Reinhard » Samstag 16. März 2019, 20:00

Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 14:08
Ne, mir geht es nicht wirklich besser, es schwankt nur immer ein bisschen. Mal schaffe ich es mich 2h zu beschäftigen/abzulenken aber dann schlägt die Depression wieder voll durch. Das(s?) ich bastele heisst nicht dass es mir gut/besser geht.

Dass es dir gut geht, ist einfach nicht die Erwartung, die ich an ein Antidepressivum habe. So ... als Laie jetzt. Das ist etwas, das sich im Heilungsprozess einstellt.

Mal so als doofer Vergleich: von einem eingegipsten Bein nach einem Knochenbruch erwarte ich auch nicht, dass man wegen des Gipses wieder ordentlich laufen kann. Sofort. Wir machen da jetzt ein Exoskelett rum, wenn das eigentliche Skelett kaputt ist, dann kannste gleich wieder rumspringen ... Nee, der Gips sowie ein Psycho-Medikament soll die Heilungsfähigkeit verbessern. Weder das eine noch das andere heilt selbst. :no:

Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 14:08
Danke für die :umarmung2: :shy: .

:umarmung:
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Re: Depressionen

Beitrag von Cavia » Samstag 16. März 2019, 20:02

@Reinhard

AD können sehr wohl bewirken, dass die körpelichen Symptome einer Depression verschwinden und man sich wieder normal fühlt. Normal. Nicht glücklich. Aber normal.

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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Sonntag 17. März 2019, 00:03

Cavia hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 20:02
@Reinhard

AD können sehr wohl bewirken, dass die körpelichen Symptome einer Depression verschwinden und man sich wieder normal fühlt. Normal. Nicht glücklich. Aber normal.
Das stimmt. Als mir das erste Mal Fluoxetin verordnet wurde, fühlte ich mich sogar glücklich. Ein paar Jahre später hat mich das AD nur noch müde gemacht. Ich weiß allerdings bis heute nicht, was "normal" ist und ob ich mich "normal" fühle, bzw. ob die Mehrzahl der Menschen sich so fühlt, wie ich mich fühle. Ich muss mich manchmal selbst daran erinnern, dass ich ein Handicap habe, was dazu führt, dass ich relativ schnell erschöpft bin. Auch wenn ich mich grundsätzlich nicht so fühle, als hätte ich ein Handicap. Was dieses Handicap auf jeden Fall bewirkt hat ist, dass ich gelernt habe Strategien zu entwickeln. Also ist mein Handicap unter dem Strich eher etwas, was mich stärker und geistig flexibler gemacht hat.

@ "Mit müden Augen": :umarmung2:
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