Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

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uhu72
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von uhu72 » Dienstag 7. Januar 2020, 22:16

Ein Kohlekraftwerk hat z.B. einen Wirkungsgrad von knapp unter 50%.
Dann kommen noch Verluste beim Transport, Laden und Entladen hinzu. Von der Energie bei der Herstellung von Akkus mal ganz zu schweigen. Je ganzheitlicher man Akku-Elektroautos betrachtet, desto weniger Sinn machen sie.
Elektromobilität mit heutiger Akkutechnologie ist leider nicht die Lösung.
Wasserstoff könnte hier eine Lösung sein. Wenn der Wasserstoff mit der überschüssigen Wind-, Solar- oder sonstiger "erneuerbaren" Energie hergestellt wird, wenn die Grundlast diese gerade nicht erfordern.
Aber soweit ist unsere Politik noch nicht mit ihren Erkenntnissen. Diese rennt erst mal in die Akku-Sackgasse.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

Vidar
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Vidar » Mittwoch 8. Januar 2020, 07:31

Ich glaube, dass das Vernünftigste in Sachen Mobilität ein gewisser Mix wäre, ÖPNV, Verbrenner, Wasserstoff, E-Autos - während die deutsche Politik nun blind in Richtung Elektromobilität galoppiert.
E-Autos mögen insbesondere für kürzere Strecken und als Ergänzung geeignet sein, flächendeckend wird es in Deutschland nicht die optimale Lösung sein, dafür ist bereits die Art der zukünftigen Energieerzeugung in Deutschland ungeeignet. Ohne stabile Grundlast wird es nichts - wenn dann alle wie propagiert gleichzeitig abends laden;) Atomkraft zur Co2-freien Generierung wäre hierfür eine Lösung - wie z.B. in Gretas Heimat Schweden.

In Norwegen wiederum ist Elektromobilität erfolgreicher als irgendwo sonst auf der Welt - der Strom ist spottbillig und die diesen erzeugenden Wasserkraftwerke laufen konstant und sind relativ umweltfreundlich (relativ aufgrund des Einflusses auf die Gewässer).

Aber diese Erkenntnis wird noch eine Weile dauern, jetzt wird erstmal 1-2 Legislaturperioden mit Scheuklappen Elektromobilität gepusht.

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Hoppala
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 8. Januar 2020, 15:57

Siegfried hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 19:25
Hoppala hat geschrieben:
Montag 6. Januar 2020, 20:45

Apropos Auto auf dem Lande: es gibt Allwetter-Fahrräder mit Wetterschutz, mit denen der durchschnittliche Mensch locker 60-90 km/h schafft. Und zwar nahezu bei jedem Wetter, auch iin bergigem Gelände. Mit Stauraum. Sicher keine Lösung für jeden und ja, es gibt natürlich Einsatzgrenzen. Aber vielleicht schon mal für die Hälfte geeignet? Hat das schon mal jemand zu Ende gerechnet? Warum nicht? Falls das funktioniert, hätte man die Häflte des Themas "Mobilität auf dem Lande" schon mal von der Backe. Und zwar dauerhaft. Und ein Fahrrad ist sogar ziemlich umweltfreundlich reparabel. (Übrigens: so was kostet dann ab 5000€ pro Stück. Im Vergleich zum Pkw und seinen laufenden Kosten immer noch ein Klacks; da kann man sich auch 3 oer 4 für die Familie leisten ....
Gut, Fitnesstudios werden was dagegen haben ... ;-)
Ich hätte gern mal den Link dazu
Schafft locker 90km/h in der Ebene, lasst sich sicher bei -10 Grad,10-20% Gefälle und auch verschneiten Straßen fahren, 100 % Wetterschutz und um 5000€ ;)
Ich schrieb: 60-90. Ich schrieb bergig, nicht Gebirgspass. Ich schrieb Allwetter, nicht Straßenverhältnisse, bei denen sich viele Autofahrer schon überlegen, ihre teure Kiste besser stehen zu lassen (okay, in einer Großstadt sind die Leut da deutlich übervorsichtiger als in der Pampa). Minustemperaturen sind allerdings wohl eher kein Problem, sondern hohe Sommertemperaturen ab 35 Grad.
Schon klar, dass als erstes die Extreme herhalten müssen, um eine Idee als absurd zu etikettieren. Ich habe deutlich gesagt, dass hier nicht das gesamte Problem Mobilität angegangen wird - aber vielleicht schon mal ne gute Ecke.
https://de.wikipedia.org/wiki/Velomobil
https://www.velostrom.de/velomobile-hoc ... anze-jahr/
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/ext ... 62224.html (dieser Text von 2009; garantiert ist der heutige technische Stand besser)

Ich bin selbst erst vor relativ kurzer Zeit durch einen ziemlich engagierten Poster im ZEIT-Forum draufgekommen, der wohl irgendwo südlich des Main wohnt und seinen täglichen Arbeitsweg vom Häuschen auf dem Lande in die nächste Stadt seit Jahren ganzjährig so zurücklegt., Steigungen und Winterkonditionen inklusive. (Eigentlich spannend waren seine Erlebnisse mit überforderten Pkw-Fahrern, "Radwegen" und kenntnisbefreiter Verkehrspolizei; aber das tut hier gerad nix zu Sache)
Und das als passionierter Radfahrer! Das zeigt, wie wenig die Sache noch bekannt ist. Ausprobiert hab ich so ein Teil leider auch noch nicht (zumal unsere StVO hinsichtlich Radfahrern solchen Geräten noch weniger gerecht wird als normalen Fahrrädern; die Vorteile lassen sich in der Stadt regelgerecht kaum aussspielen. Naja, wann hätte das je einen Autofahrer aufgehalten ;-) ). Aber es scheint eine sehr akive Tüftlerszene und auch Kleinindustire zu geben. Man kann sowas in reicher Auswahl von Betrieben mit Erfahrung kaufen. Ein bisschen wie der Chaos Commputer Club. Menschen mit ner guten Idee tun was.
Derzeit werden eigentlich nur Kleinserien von Hand gebaut. Masseninteresse würde die Technik voran- und den Preis runterbringen. Statt Autohäusern Fahrrradfachgeschäfte an der Ortsgrenze... (man wird ja noch fantasieren dürfen)

Der E-Twizy fährt überwiegend per Pedalantrieb???! ;-)
Das einzige, was mir am Velomobil aufstößt, ist dass es immer noch sicheren Parkraum benötigt, und meistens ne Zusatzbatterie eingebaut ist. Aber mit ausgeweiteter Produktion dürften auch neue Materialen entwickelt werden, de leichter sind und für gesunde Menschen auf den Akku verzichten lässt. Ist ja auch für sich schon ne Menge Gewicht. Mal sehen, ich bin kein Fachmann, Aber die Besiedelung des Mars scheint mir ein anspruchsvolleres Vorhaben, und das wird auch mit Milliardenaufwand vorangetrieben
Siegfried hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 19:25
Totaler Blödsinn.
Sicher doch. Du zeigst hier ein schönes Beispiel. warum du genau das serviert bekommst, was du kritisierst: halbgare, schlecht klebende Pflästerchen. Die Sache mit dem Verkehr und Velomobil ist ja nur ein Beispiel für eine veränderte Sichtweise. Prompt stürzt man sich auf die Nebensache ...
Denn über wirklich radikale Lösungen wird gar nicht erst nachgedacht. Ich habe bewusst nicht behauptet, dass das so garantiert funktioniert. Nur, dass man man es mal gründlich durchdenken sollte. Hat nämlich mines Wissens noch niemand gemacht. Übrigens: ich habe auch nicht von "Straßen abschaffen" gesprochen. Nur, das man bei weniger motorisiertem Verkehr wohl ne Menge Autobahnen einsparen könnten, und somit eine Gegenfinanzierung hätten. Garantiert sind auich noch andere volkswirtschaftliche und infrastrkturelle Veränderungen zu beachten. Das heißt ja nicht, dass man das nicht mal durchdenken kann. Es wurden (und werden) schon irrere Dinge mit weniger Vorausschau auf uns losgelassen.
Wie gesagt: kein Extrem ist weit genug, als dass man es nicht umgehend verallgemeinert und zum zentralen Hindernis kürt ...

Aber das reicht schon fürs Urteil: Blödsinn. Aber bessere Vorschläge? "Weitermachen wie bisher, das Verhängnis ist unvermeidbar".
Da bin ich nicht der Typ für. Ich denke auch an die Menschen, die in 60 hier noch leben wollen. Und die sicher nicht sagen wollen: es ist alles schlechter geworden, und damals sie's verbockt. So wenig, wie WK2-Kriegsheimkehrer denken wollten, dass sie ein paar Jahre früher vielleicht doch etwas aufrechter und auch persönlich risikofreudiger hätten sein sollen (ja ich weiß, gleich heißt es wieder: weit hergeholt. Wirklich? Es geht drum, zu handeln, wenn was schief läuft - auch wenn das Ergebnis nicht direkt greifbar ist.)

Mobilität von Grund auf denken. Ressourcennutzung von Grund auf denken. Alles Blödsinn. Warum? Weil wir es so gewohnt sind, deshalb. Und dann wird halt die vorhandene Mobiliität gegen E ausgetauscht, Bringt am Ende wenig bis nichts, außer, dass es die Wirtschaft in Gang hält (was in erster Linie heißt: wir alle zahlen viel. Was okay wäre, würd's am Ende was bringen ...)

Sicher ist: die "Großen" (Interessen) werden es nciht richten. Die bringen, soweit sie schlau sind, ihre Schäfchen ins Trockene. Bekanntes Besispiel: die Silicon-Valley-Elite verbietet dem Nachwuchs Smartphones und PCs un schickt sie in Walldorf-Kindergärten und -Schulen (was auch nich tunbedingt ws bringt, aber es eitg in welche Richtung gedacht wird).
Es wird nur laufen, wenn wir alle anfangen, uns vom gewohnten Denken zu verabschieden. Radikal, von der Wurzel her denken. Nicht vom Gewohnten. Uns neu organisieren.
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Axolotl » Freitag 10. Januar 2020, 00:59

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 19:41
calcetto hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 19:36
Also die Aussage ist schlicht nicht korrekt. Ein Elektromotor erreicht spielend Wirkungsgrade von über 90%. Verbenner kommen alleine schon wegen des Carnot-Faktors niemals über ca. 60% hinaus.
Ich meinte mehr die Gesamtbetrachtung vom Kraftwerk bis zum Vortrieb auf der Straße anstatt nur das Auto intern.
Hast du nicht geschrieben und ist sowieso falsch. Ein Elektroauto schafft irgendwas zwischen 1000 und 3000 Ladezyklen. Das macht abhängig von der Distanz locker mehre hunderttausend Kilometer aus, bevor du das Teil wechseln musst. Heißt, bevor dein Akku die Hufe hochreißt hast du nicht mal mehr Garantie auf die Karosserie.

Übrigens hat ein Elektroauto einen bis zu doppelt so hohen Wirkungsgrad wie ein Verbrennungsmotor. Hab es mal eben überschlagen und bei einem theoretischen Maximum von 45 % hat ein Verbrenner durch diverse mechanische Verluste einen Wirkungsgrad von im Best Case 25, 30 %. Ein Elektromotor kommt im Worst Case auf 45 % Wirkungsgrad. Die Mathematik spricht gegen deine These ;)
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 22:16
Ein Kohlekraftwerk hat z.B. einen Wirkungsgrad von knapp unter 50%.
Welches? Selbst im Carnot-Prozess schafft das Teil bestenfalls 40 % (Steinkohle, wenig Verunreinigungen). Und Carnot ist ja der ideale Vergleichsprozess. Real müsste muss man mit dem Clausius-Rankine-Prozess rechnen und der senkt das ganze ganz problemlos um mindestens fünf Prozent. Das einzige Verbrennungskraftwerk das wirklich hohe Wirkungsgrade schafft, ist ein GuD Kraftwerk.
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 10. Januar 2020, 09:50

uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 22:16
Ein Kohlekraftwerk hat z.B. einen Wirkungsgrad von knapp unter 50%.
Dann kommen noch Verluste beim Transport, Laden und Entladen hinzu. Von der Energie bei der Herstellung von Akkus mal ganz zu schweigen. Je ganzheitlicher man Akku-Elektroautos betrachtet, desto weniger Sinn machen sie.
Genau das meinte ich.
Vidar hat geschrieben:
Mittwoch 8. Januar 2020, 07:31
Ich glaube, dass das Vernünftigste in Sachen Mobilität ein gewisser Mix wäre, ÖPNV, Verbrenner, Wasserstoff, E-Autos - während die deutsche Politik nun blind in Richtung Elektromobilität galoppiert.
Ich würde auch noch generell Maßnahmen für die Reduzierung der gesamt zurückgelegten Kilometer gut finden. Also etwa wo es realisierbar ist (z.B. Bürojobs), ein Recht auf Homeoffice. Und Transporte von Waren, die es auch lokal wo gibt, teurer machen. In Deutschland sollten etwa bevorzugt in Deutschland hergestellte Fleischwaren gegessen werden und nicht etwa Rindfleisch aus Argentinien. Durch höhere Transportkosten sollte es so teuer werden, dass bei uns nur mehr zu einheimischen Rindfleisch gegriffen werden soll. Die USA sollten 2016 so viel Rindfleisch exportiert wie importiert haben (Quelle: der Dokufilm "2040"). Ist doch Unsinn, sie sollten doch ihr eigenes Fleisch essen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Mediin » Sonntag 12. Januar 2020, 16:21

Warum Menschen noch auf dem Land leben dürfen, wo es doch erwiesen ist, dass dies zu einer höheren Umweltbelastung führt, verstehe ich nicht. Sollte zu einem Umweltverbrechen der Stufe 2 erklärt und verboten werden. Alle Menschen gehören in die Städte mit möglichst kleinen Verkehrswegen. So konzentriert wie möglich. Z.B. einer 10m² Wohnung für Singles, nennen wir sie "Pods", und infrastrukturtechnisch klug platzierten Mega-Einkaufscentern in der Nähe solcher Pod-Konzentrationsla- äh, -bauten. Einkaufszeiten sind fest getaktet nur 1x pro Woche. Das reicht, um sich bis zur nächsten Woche einzudecken und man spart viel Personalverkehr, abgesehen vom ganzen Strom denn man dann nicht einschalten muss.

Arbeitsweg erfolgt ausschließlich über ÖPNV. Damit man dessen Fahrzeiten minimieren kann beginnt die Arbeit, nach Möglichkeit, Punkt 7:00 und endet Punkt 16:00. Zur Sicherstellung des erholsamen Schlafes aller Bürger wird der Strom um 22:00 gekappt. Spart außerdem Strom.
Eigenanbau von Obst und Gemüse ist zu 50% inneffektiver als der industrielle Abbau und damit ein Umweltverbrechen der Stufe 3. Die natürlich vorkommenden Mengen von Insekten in den Großstädten wird intelligent genutzt, dem Bürger in der zentralen Kantine seinen Maden-Burger zum Frühstück zu servieren mit einem gesundem Glas Kakerlaken-Milch. Die freiwerdenden Weideflächen bisher genutzter Schlachttiere werden direkt zum Bau neuer Windkraftanlagen genutzt.
Alle erwirtschafteten generierten Einnahmen aus Beschäftigungsverhältnissen werden vom Staat gegen den Umweltschutz eingezogen, besonders umweltverträglich handelnde Menschen bekommen abere höhere "Taschengelder". Dabei handelt es sich nicht um Enteignungen. Nur um Steuern. Um Nachkommen zu reduzieren werden jährlich Namen gezogen die sich anschließend zu sterilisieren haben. Sich zu weigern sich zu sterilisiern wird zwar nicht mit Gefängnis bestraft, aber mit einer neuen "Umweltsau"-Abgabe. Gleichermaßen wird das Privileg der Fortpflanzung ausgelost. Nicht genehmigte Kinder werden mit einer Extra-Steuer nicht unter 50% sanktioniert.

Alle diese neuen Ideen und Entwicklungen zum Schutze des Planeten sollten aber paradoxerweise eine Sache nicht einschließen:




Dass man die Steuern auf Tampons und Wegwerf-Binden wieder erhöht, weil man es Frauen nicht zumuten kann, billigere und umweltverträglichere auswaschbare Binden zu nutzen.



Das ist einfach zu radikal.

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Versingled » Sonntag 12. Januar 2020, 17:32

Mediin hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 16:21
Warum Menschen noch auf dem Land leben dürfen, wo es doch erwiesen ist, dass dies zu einer höheren Umweltbelastung führt, verstehe ich nicht. Sollte zu einem Umweltverbrechen der Stufe 2 erklärt und verboten werden. Alle Menschen gehören in die Städte mit möglichst kleinen Verkehrswegen.
Dann möge man dafür sorgen, dass Menschen sich das Wohnen in der Stadt auch leisten können ... ohne Not zieht keiner auf's Land.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Lazarus Long » Sonntag 12. Januar 2020, 17:38

Versingled hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 17:32
Mediin hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 16:21
Warum Menschen noch auf dem Land leben dürfen, wo es doch erwiesen ist, dass dies zu einer höheren Umweltbelastung führt, verstehe ich nicht. Sollte zu einem Umweltverbrechen der Stufe 2 erklärt und verboten werden. Alle Menschen gehören in die Städte mit möglichst kleinen Verkehrswegen.
Dann möge man dafür sorgen, dass Menschen sich das Wohnen in der Stadt auch leisten können ... ohne Not zieht keiner auf's Land.
Mediins Betrag ist für mich eine mit viel Zynismus angereicherte Satire.
Zuletzt geändert von Lazarus Long am Sonntag 12. Januar 2020, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Versingled » Sonntag 12. Januar 2020, 18:05

Lazarus Long hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 17:38
Versingled hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 17:32
Mediin hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 16:21
Warum Menschen noch auf dem Land leben dürfen, wo es doch erwiesen ist, dass dies zu einer höheren Umweltbelastung führt, verstehe ich nicht. Sollte zu einem Umweltverbrechen der Stufe 2 erklärt und verboten werden. Alle Menschen gehören in die Städte mit möglichst kleinen Verkehrswegen.
Dann möge man dafür sorgen, dass Menschen sich das Wohnen in der Stadt auch leisten können ... ohne Not zieht keiner auf's Land.
Mediins Betrag ist für mich eine mit viel Zynismus angereicherte Satiere.
Da hast Du sicher recht ...
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Onkel ABobert » Montag 13. Januar 2020, 16:45

Versingled hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 17:32
Mediin hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 16:21
Warum Menschen noch auf dem Land leben dürfen, wo es doch erwiesen ist, dass dies zu einer höheren Umweltbelastung führt, verstehe ich nicht. Sollte zu einem Umweltverbrechen der Stufe 2 erklärt und verboten werden. Alle Menschen gehören in die Städte mit möglichst kleinen Verkehrswegen.
Dann möge man dafür sorgen, dass Menschen sich das Wohnen in der Stadt auch leisten können ... ohne Not zieht keiner auf's Land.
Doch, klar. Ich. Zumindest in die Kleinstadt.
Und meine zwei besten Freunde sind völlig beabsichtigt in Dörfer mit weniger als 1000 Einwohner gezogen. Nicht wegen dem Geld, sondern weil es sich auf dem Land viel besser leben läßt.

Ich arbeite in der Stadt.
Ohne meine Arbeit wäre der einzige Grund, eine Großstadt zu betreten, vielleicht ein Facharztbesuch.
Es grüßt euch

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Swenja » Montag 13. Januar 2020, 19:02

Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 16:45
... weil es sich auf dem Land viel besser leben läßt.
:good:

Ich lebe zwischen Seen, Wald und Feldern, in einem Dorf mit 112 Einwohnern...
...und 16 MBit
Nie wieder Berlin. :dont:

sorry für´s ot
Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Versingled » Montag 13. Januar 2020, 19:35

Swenja hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 19:02
Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 16:45
... weil es sich auf dem Land viel besser leben läßt.
:good:

Ich lebe zwischen Seen, Wald und Feldern, in einem Dorf mit 112 Einwohnern...
Solange alles wichtige vor Ort oder ohne Probleme (mit dem ÖPNV) zu erreichen ist spricht nichts dagegen.
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Onkel ABobert » Dienstag 14. Januar 2020, 10:39

Versingled hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 19:35
Swenja hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 19:02
Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 16:45
... weil es sich auf dem Land viel besser leben läßt.
:good:

Ich lebe zwischen Seen, Wald und Feldern, in einem Dorf mit 112 Einwohnern...
Solange alles wichtige vor Ort oder ohne Probleme (mit dem ÖPNV) zu erreichen ist spricht nichts dagegen.
Ich kenne Swenjas Dorf nicht, aber bei 112 Einwohner halte ich es für unwahrscheinlich, daß überhaupt irgend etwas vor Ort ist, und ÖPNV wird bei der Einwohnerzahl wohl auch nicht gerade stündlich verkehren.

Aber ist das wirklich so schlimm? Ich lese diese Voraussetzung immer wieder. Warum?
Ich verstehe es noch bei Kindern und Jugendlichen, die dann immer auf "Taxi Mama" angewiesen sind. Oder bei älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind.
Aber bei "normalen" Erwachsenen? Dann fährt man eben mit dem Auto in die nächste Kleinstadt. Wenn die nicht gerade 50 KM entfernt ist, wo ist das Problem?

Ein Städter ist das nicht gewohnt, verstehe ich - aber in der Praxis funktioniert das gut.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 14. Januar 2020, 10:53

Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 10:39
Aber bei "normalen" Erwachsenen? Dann fährt man eben mit dem Auto in die nächste Kleinstadt. Wenn die nicht gerade 50 KM entfernt ist, wo ist das Problem?

Ein Städter ist das nicht gewohnt, verstehe ich - aber in der Praxis funktioniert das gut.
Autos gehen ins Geld, sie verursachen nicht nur Kosten für den Treibstoff, sondern auch für die Versicherung, Steuern, Werkstatt usw. Man braucht daheim einen Stellplatz um am Zielort auch. Für ältere Leute oder welchen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die nicht mehr selber fahren können, ist es blöd, außer den sehr teuren Taxis (2 € pro Km ist doof, wenn etwa der nächste Facharzt 20 oder 30 km einfache Strecke weg ist, die gesetzlichen KK zahlen zumindest in Bayern die Kosten für den Weg zum Arzt nur bei Dialyse- und Krebspatienten sowie bei Personen ab Pflegestufe 3) keine Alternative zu haben. Fürs Ausgehen ist es schlecht, weil man fürs Fahren nüchtern sein sollte. Die Zeit zum selber fahren ist verlorene Zeit. In einem Bus oder Zug könnte man was anderes machen wie Nachrichten lesen, surfen oder entspannen. Und in der heutigen Zeit gilt das Auto auch als Klimasünder und der ÖPNV als saubere Alternative. Aber damit der ÖPNV sauberer als Individualverkehr ist, müsste er eine gewisse Auslastung haben und die wird man aufm Land außerhalb vom Schulbus kaum hinbekommen. Die Personen sind zu verstreut und die Wege zu weit.
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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Versingled » Dienstag 14. Januar 2020, 17:57

Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 10:39
Versingled hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 19:35
Swenja hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 19:02
:good:

Ich lebe zwischen Seen, Wald und Feldern, in einem Dorf mit 112 Einwohnern...
Solange alles wichtige vor Ort oder ohne Probleme (mit dem ÖPNV) zu erreichen ist spricht nichts dagegen.
Ich kenne Swenjas Dorf nicht, aber bei 112 Einwohner halte ich es für unwahrscheinlich, daß überhaupt irgend etwas vor Ort ist, und ÖPNV wird bei der Einwohnerzahl wohl auch nicht gerade stündlich verkehren.

Aber ist das wirklich so schlimm? Ich lese diese Voraussetzung immer wieder. Warum?
Ich verstehe es noch bei Kindern und Jugendlichen, die dann immer auf "Taxi Mama" angewiesen sind. Oder bei älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind.
Du darfst mich zu Letzteren zählen ... :D
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 15. Januar 2020, 15:59

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 10:53
Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 10:39
Aber bei "normalen" Erwachsenen? Dann fährt man eben mit dem Auto in die nächste Kleinstadt. Wenn die nicht gerade 50 KM entfernt ist, wo ist das Problem?

Ein Städter ist das nicht gewohnt, verstehe ich - aber in der Praxis funktioniert das gut.
Autos gehen ins Geld, sie verursachen nicht nur Kosten für den Treibstoff, sondern auch für die Versicherung, Steuern, Werkstatt usw. Man braucht daheim einen Stellplatz um am Zielort auch. Für ältere Leute oder welchen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die nicht mehr selber fahren können, ist es blöd, außer den sehr teuren Taxis (2 € pro Km ist doof, wenn etwa der nächste Facharzt 20 oder 30 km einfache Strecke weg ist, die gesetzlichen KK zahlen zumindest in Bayern die Kosten für den Weg zum Arzt nur bei Dialyse- und Krebspatienten sowie bei Personen ab Pflegestufe 3) keine Alternative zu haben. Fürs Ausgehen ist es schlecht, weil man fürs Fahren nüchtern sein sollte. Die Zeit zum selber fahren ist verlorene Zeit. In einem Bus oder Zug könnte man was anderes machen wie Nachrichten lesen, surfen oder entspannen. Und in der heutigen Zeit gilt das Auto auch als Klimasünder und der ÖPNV als saubere Alternative. Aber damit der ÖPNV sauberer als Individualverkehr ist, müsste er eine gewisse Auslastung haben und die wird man aufm Land außerhalb vom Schulbus kaum hinbekommen. Die Personen sind zu verstreut und die Wege zu weit.
Das stimmt schon alles, aber Geld kostet eben alles.
Ich habe drei Autos und ein Moped. Zwei Autos davon rein als Hobby, eines 30 und eines 38 Jahre alt :D

Klar, das ist nicht der Standardfall - aber Geld für einen normalen Kleinwagen ist doch drin, wenn man nicht gerade absolut am Existenzminimum liegt. Ich könnte mir ein Leben ohne die Mobilität eines eigenen Autos nicht vorstellen. Auch nicht in der Stadt - ich bin praktisch jedes Wochenende mit meinem Hund in der Natur unterwegs. Zum Wandern muß man auch erst einmal in die richtige Gegend hinkommen, in den Urlaub kann man mit Hund praktisch auch nur mit dem Auto fahren. Mit dem Hund 10 Stunden in der Bahn fahren? Geht einfach nicht.
Mit einem guten Freund, der 100 KM entfernt wohnt, zum Pizzaessen treffen? Abends unter der Woche? Geht alles nicht ohne Auto.

Ich fahre 30.000 KM im Jahr mit meinen Autos, davon 25.000 Km reine Freizeitfahrten. Etwa 10.000 KM für 3-4 Urlaube, die restlichen 15.000 KM läppern sich halt so zusammen. Schlechtes Umweltgewissen? Nein. Ich bin in meinem ganzen Leben erst zweimal geflogen und bin ein absoluter Gegner der Werfwerfmentalität - viele meiner ganz normal genutzten Alltagsgegenstände sind Jahrzehnte alt, Schuhe werden noch beim echten Schuhmacher gekauft und neu besohlt und vieles mehr. Mein Alltagsauto ist 30 Jahre alt, in der Zeit wurden für andere Menschen schon 3 Neuwagen gebaut und wieder verschrottet.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Calliandra » Mittwoch 15. Januar 2020, 16:56

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 15:59
Klar, das ist nicht der Standardfall - aber Geld für einen normalen Kleinwagen ist doch drin, wenn man nicht gerade absolut am Existenzminimum liegt.

Schlechtes Umweltgewissen? Nein …
Nun ja, wenn du kein schlechtes Umweltgewissen hast, weil du in anderen Bereichen ökologisch denkst, heißt das ja nicht, dass die Argumente von LSC nicht mehr zählen. Klar sollte jeder das machen, was er am besten kann. Und es wird wohl kaum jemanden geben, der in allen Bereichen supervorbildlich handelt. Und solche Leute haben für mich dann auch immer was angestrengtes bzw. ich fühle mich dann daneben unwohl, weil ich denke, wegen allem verurteilt zu werden.

Aber ich verstehe nicht, warum du dann solche Argumente anführst wie "Geld für einen normalen Kleinwagen ist doch drin". Das hat doch gar nichts damit zu tun. Davon abgesehen, dass das eben auch nicht bei allen der Fall ist und die anderen vielleicht das Geld einfach für andere Dinge lieber verwenden.
Viele deiner Beispiele könnte man auch hinterfragen. Warum muss man sich mit dem Freund 100 km weiter an einem Wochentag zum Pizzaessen treffen und warum nicht einfach am Wochenende, wo man mit der Bahn einen entspannten Tagesausflug macht oder er dich besucht statt du ihn?
Oder kann man das mit dem Urlaub und Hund auch anders regeln. Andere Hundehalter haben ja auch kein Auto und kommen super damit klar.
Ich glaube, das hat auch immer ganz viel mit angewohntem Komfort zu tun, den man irgendwann nicht mehr hinterfragt.

Als ich in einer Kleinstadt lebte, hätte ich auch nicht so recht gewusst, wie es ohne Auto gehen soll, wenn man mal noch abends außerorts unterwegs war. Und ich kenne auch den Effekt, dass man dann eben auch alle möglichen kurzen Wege mal eben mit dem Auto machte, die man auch gut zu Fuß oder Rad hätte erledigen können – wenn es denn schonmal da ist, und geht ja am schnellsten.
In der Großstadt bin ich aber eigentlich total froh, gar nicht erst ein Auto zu haben und einfach das meiste mit dem Rad machen zu können. Schont die Nerven und die Umwelt, man ist flexibel und behält ein wenig Kondition.
Und wenn es wirklich mal was gibt, wozu man unbedingt ein Auto braucht, kann man sich's ja leihen.
Anders ist es natürlich bei Leuten, die es beruflich brauchen. Aber beneiden tue ich die nicht. Ich erlebe hier im Stadtverkehr viel Frust und Aggression bei den Autofahrern. Im Englischen gibt es dafür ja den schönen Begriff Road Rage.

Ich meine das gar nicht als Belehrung, nur als Verwunderung darüber, dass es so klang als wolltest du andere zum Autofahren missionieren.

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von schmog » Mittwoch 15. Januar 2020, 17:13

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 16:56
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 15:59
Klar, das ist nicht der Standardfall - aber Geld für einen normalen Kleinwagen ist doch drin, wenn man nicht gerade absolut am Existenzminimum liegt.

Schlechtes Umweltgewissen? Nein …
Nun ja, wenn du kein schlechtes Umweltgewissen hast, weil du in anderen Bereichen ökologisch denkst, heißt das ja nicht, dass die Argumente von LSC nicht mehr zählen. Klar sollte jeder das machen, was er am besten kann. Und es wird wohl kaum jemanden geben, der in allen Bereichen supervorbildlich handelt. Und solche Leute haben für mich dann auch immer was angestrengtes bzw. ich fühle mich dann daneben unwohl, weil ich denke, wegen allem verurteilt zu werden.

Aber ich verstehe nicht, warum du dann solche Argumente anführst wie "Geld für einen normalen Kleinwagen ist doch drin". Das hat doch gar nichts damit zu tun. Davon abgesehen, dass das eben auch nicht bei allen der Fall ist und die anderen vielleicht das Geld einfach für andere Dinge lieber verwenden.
Viele deiner Beispiele könnte man auch hinterfragen. Warum muss man sich mit dem Freund 100 km weiter an einem Wochentag zum Pizzaessen treffen und warum nicht einfach am Wochenende, wo man mit der Bahn einen entspannten Tagesausflug macht oder er dich besucht statt du ihn?
Oder kann man das mit dem Urlaub und Hund auch anders regeln. Andere Hundehalter haben ja auch kein Auto und kommen super damit klar.

Ich glaube, das hat auch immer ganz viel mit angewohntem Komfort zu tun, den man irgendwann nicht mehr hinterfragt.

Als ich in einer Kleinstadt lebte, hätte ich auch nicht so recht gewusst, wie es ohne Auto gehen soll, wenn man mal noch abends außerorts unterwegs war. Und ich kenne auch den Effekt, dass man dann eben auch alle möglichen kurzen Wege mal eben mit dem Auto machte, die man auch gut zu Fuß oder Rad hätte erledigen können – wenn es denn schonmal da ist, und geht ja am schnellsten.
In der Großstadt bin ich aber eigentlich total froh, gar nicht erst ein Auto zu haben und einfach das meiste mit dem Rad machen zu können. Schont die Nerven und die Umwelt, man ist flexibel und behält ein wenig Kondition.
Und wenn es wirklich mal was gibt, wozu man unbedingt ein Auto braucht, kann man sich's ja leihen.
Anders ist es natürlich bei Leuten, die es beruflich brauchen. Aber beneiden tue ich die nicht. Ich erlebe hier im Stadtverkehr viel Frust und Aggression bei den Autofahrern. Im Englischen gibt es dafür ja den schönen Begriff Road Rage.

Ich meine das gar nicht als Belehrung, nur als Verwunderung darüber, dass es so klang als wolltest du andere zum Autofahren missionieren.
Treffend auf den Punkt gebracht! :daumen:

Mit höchstens 5% Unterstützung für politische Umweltparteien weltweit sieht man, dass die meisten entweder 1) Umweltprobleme leugnen, 2) Umweltprobleme ignorieren, oder 3) Umweltprobleme priorisieren. Die Leute sind vielmehr an ihrem eigenen Wohlbefinden, Komfort, Konsum und Unterhaltung interessiert. Eine radikale Änderung des Lebensstils, die dringend notwendig ist um die Umweltverschmutzung zu stoppen, ist für die meisten unmöglich.
Schreib dein Leben auf ein Stück Papier und warte bis die Zeit vergeht.

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Obelix » Mittwoch 15. Januar 2020, 17:16

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 15:59
Ich habe drei Autos und ein Moped.
Ist eigentlich ziemlich egal, wie viele Fahrzeuge Du hast. Als Einzelperson kannst Du die ja nicht gleichzeitig fahren, sondern immern nur eines davon.
''Life's a happy song, when there's someone by your side to sing along.'' - The Muppets

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Re: Gretafrage - oder die Frage, wer noch fliegt

Beitrag von Swenja » Mittwoch 15. Januar 2020, 17:40

Nachtrag
In meinem kleinen Dorf gibt es am Morgen/Vormittag zwei Schulbusse, ebenso am Nachtmittag/frühen Abend.
Im Nachbardorf (drei Km) ist ein Bäcker (je drei Std.früh/nachmittags), der auch ein Grundsortiment an Lebensmitteln führt...und ein Dorf weiter (fünf Km) gibt es einen kleinen - Tante Emma - Laden (drei Std. vormittags/zwei Std.nachmittags). Nächste Kleinstadt mit u.a. kl. Bahnhof 15 Km entfernt.
Ich hab kein Auto, keinen Führerschein .... aber ein Fahrrad und neben einigen anderen Freundschaften, auch eine total nette Nachbarin/Freundin. Wir fahren gemeinsam einkaufen (macht ja auch mehr Spass ;) ).
Übrigens - in den fast zwei Jahren, in denen ich im Wald gewohnt habe (ohne Strom u. Wasseranschl.), bin ich an jedem Freitag zwölf Km zum nächsten Supermarkt gelaufen (hin noch ganz locker - zurück mit vollem Rucksack meinte meine Hündin,
ich würde trödeln ;) ).

lg, Swenja
Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.
Victor Hugo

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