Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

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Clochard
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Clochard » Montag 29. Juni 2020, 20:09

besser wäre kostenloser flächendeckender Test auf Antikörper

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desigual
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von desigual » Montag 29. Juni 2020, 21:06

Cascade hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 16:21
Was haltet ihr von dem Vorschlag aus Bayern kostenlose, flächendeckende Tests für alle anzubieten? Antwort von mir: Ich bin da dagegen. Wo es notwendig gewesen wäre, kamen die Aussagen es bringe sowieso nichts alle auf Verdacht zu testen, viel zu teuer, keine Kapazitäten. Ich weiß, dass ich das vehement befürwortet habe, aber jetzt muss ich sagen dass dies vorsätzliche Geldverbrennung ist. Masken sind gesellschaftlich voll akzeptiert und sind sowieso dass ultimative Mittel gegen alles.
Ich finde daran positiv, dass Menschen, die leichteste Krankheitssymptome (bisschen Schnupfen, Unwohlsein, mal ein leichtes Kribbeln im Hals,...- alles Dinge, die mit höchster Wahrscheinlichkeit andere Gründe haben als Covid) haben und ein ungutes Gefühl haben, weil sie viele soziale Kontakte oder intensive Kontakte zu Risikopatienten haben, sich testen lassen können.
Ich denke, das betrifft gerade Menschen, die ihren Körper sehr gut kennen und jede kleinste Erkrankung frühzeitig bemerken. Ich werde ja nicht krank geschrieben, weil es heute schon zwei mal in meinen Ohren gekribbelt hat und das bei mir oft der Beginn einer Erkältung ist. In den meisten Fällen schaffe ich es dann noch die Erkältung zu stoppen mit Tee, Vitamin C,... Aber ein ungutes Gefühl bleibt dennoch. Nicht jeder hat die Möglichkeit, einfach mal ins Homeoffice und privat in die Selbstisolation zu gehen, weil der Körper mal nicht 100 prozentig fit ist.
Da finde ich das schon ne gute Sache.

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Dagdieb » Montag 29. Juni 2020, 21:57

Kein Forum ohne Corona.
Ich sehe mein persönliches Risiko, schwer daran zu erkranken, als sehr gering an. Habe auch nicht das Gefühl, als ob sich im persönlichen Kontakt mit Freunden und Bekannten so viel verändert hat. Kürzlich mit Kollegen/innen von früher getroffen und Umarmungen zur Begrüßung und Abschied sind noch wie früher, ist ja auch wichtig, etwas menschlichen Körperkontakt zu erfahren.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/la ... en,S37SbYH
Mit Blick auf die Corona-Krise verweist der Sozialhistoriker auf die Asiatische Grippe in den 1950er Jahren. Damals habe es zwei bis vier Millionen Todesopfer weltweit und 30.000 bis 50.000 in der Bundesrepublik gegeben. Die Behörden hätten die Gefahren unterschätzt, die Medien wenig und zumeist Falsches oder Abstruses berichtet. Insgesamt sei die Pandemie ruhig hingenommen worden. (...)
Heute verstärkten die Medien mit unablässiger und oft sensationslüsterner Berichterstattung die Ängste der Menschen. Für den Umgang mit zukünftigen Pandemien rät der Historiker trotz der gestiegenen Kenntnisse um Gefahren und Risiken auch zu mehr Gelassenheit.
Es kommt, wie es kommt. Abwarten, ob es in Zahlen überhaupt so arg wird wie 1958, die Weltbevölkerung ist ja auch stark gewachsen in den letzten Jahrzehnten. Damals gab es aber noch keinen Live-Ticker zur Beunruhigung? Sterben müssen wir alle, aber man kann ja zumindest versuchen, seine Lebenszeit nicht mit Warten aufs Ende zu vergeuden.
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Axolotl » Montag 29. Juni 2020, 22:15

Dagdieb hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 21:57

Ich sehe mein persönliches Risiko, schwer daran zu erkranken, als sehr gering an.
Hat sich so mancher auch gesagt und lag dann Wochen lang mit Beatmungsgerät auf der Intensivstation, kurz vorm Löffel abgeben 🤷‍♂️
Dagdieb hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 21:57

Habe auch nicht das Gefühl, als ob sich im persönlichen Kontakt mit Freunden und Bekannten so viel verändert hat. Kürzlich mit Kollegen/innen von früher getroffen und Umarmungen zur Begrüßung und Abschied sind noch wie früher, ist ja auch wichtig, etwas menschlichen Körperkontakt zu erfahren.
Was vermutlich eher darauf zurückzuführen ist, dass uns derzeit erzählt wir dass sowieso alles nicht so schlimm ist un Corona bald nur noch ein Schreckgespenst für Gute-Nacht-Geschichten ist. Vor zwei Monaten hätte es vermutlich nicht mal ein Bussi aus der Entfernung gegeben.
Dagdieb hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 21:57

Es kommt, wie es kommt. Abwarten, ob es in Zahlen überhaupt so arg wird wie 1958, die Weltbevölkerung ist ja auch stark gewachsen in den letzten Jahrzehnten.
Was es ja nur noch wahrscheinlicher macht, da durch den enormen Bevölkerungszuwachs eben auch größere Ballungsgebiete entstanden sind und durch die Globalisierung solche Ausbrüche nicht mehr so leicht zu begrenzen sind.
Dagdieb hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 21:57

Damals gab es aber noch keinen Live-Ticker zur Beunruhigung? Sterben müssen wir alle, aber man kann ja zumindest versuchen, seine Lebenszeit nicht mit Warten aufs Ende zu vergeuden.
Das heißt du verzichtest im Fall der Fälle auch darauf, dass die Ärzte versuchen dich am Leben zu halten und stirbst dann einfach? :gruebel:

Deine Aussage ist ziemlich despektierlich. Du ignorierst damit schlichtweg die Tatsache, dass nicht jeder deine Ansicht teilt und manche Leute vielleicht nicht der Meinung sind qualvoll krepieren zu müssen, weil du an dem Tag gerade mal keinen Bock auf Sicherheit hattest. :roll:
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Melli » Montag 29. Juni 2020, 22:18

tenorita hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 11:52
Melli hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 10:53
Aber zählt dann z.B. eine locker im Mundwinkel steckende Zigarette als 1 Informationseinheit?
Richtig! Jetzt wirds aber kompliziert- es kommt auf den Kontext an, was für eine Info weitergegeben wird- und das kann sehr unterschiedlich sein! :hierlang:
Zunächst wunderte ich mich nur, wie man das festhält und berechnet. Eine sprachliche Informationseinheit auf vier nicht-sprachliche ist schon erstaunlich viel.

Aber das von Dir angeführte Problem tritt dann noch hinzu. Zum einen können sprachliche wie nicht-sprachliche Zeichen mehrdeutig sein. Zum anderen können sie kontextabhängig sein.

Aber vielleicht macht einem manchmal auch im nicht-sprachlichen Bereich Redundanz das Leben leichter :shy:


Dagdieb hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 21:57
Mit Blick auf die Corona-Krise verweist der Sozialhistoriker auf die Asiatische Grippe in den 1950er Jahren. [...]
Immer wieder das Thema, daß Menschen Analogien lieben... Ich fürchte, das erspart einem meistens nicht viel. Und wahrscheinlich* so auch hier :(


-----
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Moon » Montag 29. Juni 2020, 22:55

Nochmal etwas zum schwedischen Modell:

Folgende Seite, die auch bei WorldOfMeters als Quelle für die schwedischen Infektions- und Todeszahlen angegeben ist (https://www.worldometers.info/coronavir ... ry/sweden/), gibt einen Überblick über die Altersverteilung der Krankheitsfälle, der intensivmedizinisch Betreuten und der Todesfälle:

https://experience.arcgis.com/experienc ... 87457ed9aa

Beim Vergleich der Intensivmedizinfälle und der Todesfälle fällt auf, dass über 90-jährige praktisch keine Chance haben, auf eine Intensivstation zu kommen und über 80-jährige nur in Ausnahmefällen. Schon bei den über 70-jährigen sinkt die Wahrscheinlichkeit, wenn nötig intensivmedizinische Betreuung zu erhalten.

Wahrscheinlich ist diese Triage mit ein Grund für die hohe Zahl der Todesfälle in Schweden.

Ich bin jedenfalls froh, dass wir in Deutschland einen anderen Weg gewählt haben.
And if the band you're in starts playing different tunes
I'll see you on the dark side of the moon.

(Roger Waters, Pink Floyd)

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von knopper » Dienstag 30. Juni 2020, 00:44

Clochard hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 20:09
besser wäre kostenloser flächendeckender Test auf Antikörper
jo...eben das was ich schon vor ein paar Wochen mal angebracht hatte...aber geht ja alles nicht.
Ich sage es geht, klar diese Antikörpertests sind natürlich teurer.
Die Ausbreitung des Virus aber könnte man so noch weiter runterdrücken, auf ein wirkliches Minimum. Es gäbe mit Sicherheit nur noch kleinere lokale Ausbrüche.
Dagdieb hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 21:57

Es kommt, wie es kommt. Abwarten, ob es in Zahlen überhaupt so arg wird wie 1958, die Weltbevölkerung ist ja auch stark gewachsen in den letzten Jahrzehnten. Damals gab es aber noch keinen Live-Ticker zur Beunruhigung? Sterben müssen wir alle, aber man kann ja zumindest versuchen, seine Lebenszeit nicht mit Warten aufs Ende zu vergeuden.
eben....aber hey dieses Virus ist ja komplett anders, als alles andere was es davor hab. Das wird uns ja stets und ständig eingetrichtert...wird aber davon nicht wahrer.

Axolotl hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 22:15
Deine Aussage ist ziemlich despektierlich. Du ignorierst damit schlichtweg die Tatsache, dass nicht jeder deine Ansicht teilt und manche Leute vielleicht nicht der Meinung sind qualvoll krepieren zu müssen, weil du an dem Tag gerade mal keinen Bock auf Sicherheit hattest. :roll:
noch mal...das alles kommt bei der Grippe bzw. auch damals bei der asiatischen auch so vor!

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von tenorita » Dienstag 30. Juni 2020, 01:00

knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 00:44
eben....aber hey dieses Virus ist ja komplett anders, als alles andere was es davor hab. Das wird uns ja stets und ständig eingetrichtert...wird aber davon nicht wahrer.
Hast du den Artikel gelesen, den Swenja gestern hier verlinkt hat? Falls nein würde ich ihn dir wärmstens ans Herz legen. Falls ja, sind mir solche Aussagen ein absolutes Rätsel... :gruebel:
knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 00:44
Axolotl hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 22:15
Deine Aussage ist ziemlich despektierlich. Du ignorierst damit schlichtweg die Tatsache, dass nicht jeder deine Ansicht teilt und manche Leute vielleicht nicht der Meinung sind qualvoll krepieren zu müssen, weil du an dem Tag gerade mal keinen Bock auf Sicherheit hattest. :roll:
noch mal...das alles kommt bei der Grippe bzw. auch damals bei der asiatischen auch so vor!
Was? :gruebel: Dass jemand qualvoll krepiert, kommt auch bei anderen Krankheiten vor? Und weiter? Was schließt du daraus?
Zuletzt geändert von Calliandra am Dienstag 30. Juni 2020, 01:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Axolotl » Dienstag 30. Juni 2020, 01:22

knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 00:44

noch mal...das alles kommt bei der Grippe bzw. auch damals bei der asiatischen auch so vor!
Erstmal, hat das gar nichts mit meiner Aussage zu tun. Zweitens löst das permanente relativieren von Corona durch oberflächliche und grob falsche Vergleiche das Problem nicht. Corona ist eine weltweite Pandemie der Kategorie Spanische Grippe. Wir haben halt nur Glück, dass wir medizinisch schon 100 Jahre weiter sind als 1918 und damit durchaus schwerwiegende Folgen abmildern können. Niedrige Fallzahlen ändern auch nichts daran, dass Corona nach wie vor da ist und auch höchst infektiös ist, wie die neuerdings in Massen auftauschenden Fälle zeigen. Und wie sich auch immer mehr herauskristallisiert zieht das Virus eine Riehe von Langzeitschäden nach sich, welche man bei einer Grippe nicht fürchten muss.

Um jetzt den Bogen zu meiner eigentlichen Aussage zu kriegen, Corona ist noch da! Und zu glauben, man selbst sei nicht gefährdet und man gefährde so ja auch niemanden anderen, ist ein gefährlicher Trugschluss. Ein Trugschluss, der grob fahrlässig Menschenleben gefährdet. Und wofür? Damit du am Ende, falls es nicht so schlimm kommt, sagen kannst "Ätschibätsch, ich hatte recht"? :roll:
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von LazyEyeOzzy » Dienstag 30. Juni 2020, 08:51

Ich finde ja immer so witzig, wenn man in den Nachrichten sieht dass irgendwo die Temperatur von den Leuten mit diesem Laser Thermometer gemessen wird das extra dafür gedacht ist kontaktlos messen zu können und das jedem einzelnen auf die Stirn gedrückt wird. :hammer:

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Dagdieb » Dienstag 30. Juni 2020, 11:32

Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 01:22
knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 00:44

noch mal...das alles kommt bei der Grippe bzw. auch damals bei der asiatischen auch so vor!
Erstmal, hat das gar nichts mit meiner Aussage zu tun. Zweitens löst das permanente relativieren von Corona durch oberflächliche und grob falsche Vergleiche das Problem nicht. Corona ist eine weltweite Pandemie der Kategorie Spanische Grippe. Wir haben halt nur Glück, dass wir medizinisch schon 100 Jahre weiter sind als 1918 und damit durchaus schwerwiegende Folgen abmildern können. Niedrige Fallzahlen ändern auch nichts daran, dass Corona nach wie vor da ist und auch höchst infektiös ist, wie die neuerdings in Massen auftauschenden Fälle zeigen. Und wie sich auch immer mehr herauskristallisiert zieht das Virus eine Riehe von Langzeitschäden nach sich, welche man bei einer Grippe nicht fürchten muss.
Die Spanische Grippe 1918 tötete 20-50 Mio. bei einer Weltpopulation von nur 2 Mrd. mit einer IFR von 3-4%.
Bei Corona wird die IFR mit 0.3-0.7% taxiert und somit eher im Bereich der Asiatischen Grippe 1957.

Zu den Langzeitschäden...der Schweinegrippe:
https://yle.fi/uutiset/osasto/news/swin ... me/5488993
https://www.nhs.uk/news/heart-and-lungs ... swine-flu/
https://parkinsonsnewstoday.com/2017/06 ... arkinsons/
https://www.thestar.com/life/health_wel ... sides.html
Lunge, Gehirn, Parkinson etc., wer suchet, der findet zu jedem Virus etwas.
In diesem Sinne:
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 30. Juni 2020, 12:15

Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32
Die Spanische Grippe 1918 tötete 20-50 Mio. bei einer Weltpopulation von nur 2 Mrd. mit einer IFR von 3-4%.
Bei Corona wird die IFR mit 0.3-0.7% taxiert und somit eher im Bereich der Asiatischen Grippe 1957.
Du vergleichst implizit die Behandlungsmöglichkeiten vor hundert Jahren mit den heutigen. :hammer:

Unbehandelt würden an Covid-19 ebenfalls so an die 3-4% sterben.
Der Schreibwettbewerb "Eindeutig zweideutig" läuft gerade. Rege Teilnahme erwünscht.
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1211563#p1211563 :hierlang:

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Lazarus Long » Dienstag 30. Juni 2020, 12:31

Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32
Die Spanische Grippe 1918 tötete 20-50 Mio. bei einer Weltpopulation von nur 2 Mrd. mit einer IFR von 3-4%.
Bei Corona wird die IFR mit 0.3-0.7% taxiert und somit eher im Bereich der Asiatischen Grippe 1957.
Die Spanische Grippe begann noch auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs. Viele Länder lagen wirtschaftlich am Boden. So einige Länder (z.B. China und Indien) sind heute deutlich weiter entwickelt als damals. Insgesamt ist die Medizin heute deutlich weiter als damals. Und last not least ist die Kommunikation heute schneller.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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1767 - 1835

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Axolotl » Dienstag 30. Juni 2020, 12:32

Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32

Die Spanische Grippe 1918 tötete 20-50 Mio. bei einer Weltpopulation von nur 2 Mrd. mit einer IFR von 3-4%.
Bei Corona wird die IFR mit 0.3-0.7% taxiert und somit eher im Bereich der Asiatischen Grippe 1957.
Dies beruhte auf Schätzungen zu Anfang der Pandemie. Die derzeitige Todesrate liegt mit 4,9 % (505.518 Tote auf 10.302.867 Fälle) sogar noch über der der spanischen Grippe ;) Wie ich bereits sagte, grob falsche Vergleiche auf Basis von falschen Schätzungen anzuführen, bringen dich nicht weiter. 🤷‍♂️
Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32

Zu den Langzeitschäden...der Schweinegrippe:
https://yle.fi/uutiset/osasto/news/swin ... me/5488993
https://www.nhs.uk/news/heart-and-lungs ... swine-flu/
https://parkinsonsnewstoday.com/2017/06 ... arkinsons/
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Mache sich verrückt, wer möchte. Andere tun es nicht. Die Gedanken sind frei.
Das ist ein ziemlich plumper Versuch, deine Weltsicht zu relativieren. Ist auch nicht das erste Mal, dass das hier jemand versucht. Bringt aber auch nichts, denn nach wie vor gelingt es euch nicht die Auswirkungen und Folgen von Corona wegzuleugnen oder wegzurelativieren. Egal welche Krankheiten ihr da auch immer anführt.

Das was du so nett als "verrückt machen" umschreibst, ist nur ein Versuch Leute die das ganze nicht so locker sehen zu diffamieren. Ein Ausdruck purer Ignoranz, Arroganz und sogar de Herabsetzung Andersdenkender. Deine Weigerung die Rechte andere zu akzeptieren hat sogar etwas Kriminelles.
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Dagdieb » Dienstag 30. Juni 2020, 12:46

Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 12:32
Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32

Die Spanische Grippe 1918 tötete 20-50 Mio. bei einer Weltpopulation von nur 2 Mrd. mit einer IFR von 3-4%.
Bei Corona wird die IFR mit 0.3-0.7% taxiert und somit eher im Bereich der Asiatischen Grippe 1957.
Dies beruhte auf Schätzungen zu Anfang der Pandemie. Die derzeitige Todesrate liegt mit 4,9 % (505.518 Tote auf 10.302.867 Fälle) sogar noch über der der spanischen Grippe ;) Wie ich bereits sagte, grob falsche Vergleiche auf Basis von falschen Schätzungen anzuführen, bringen dich nicht weiter. 🤷‍♂️
Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32

Zu den Langzeitschäden...der Schweinegrippe:
https://yle.fi/uutiset/osasto/news/swin ... me/5488993
https://www.nhs.uk/news/heart-and-lungs ... swine-flu/
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Lunge, Gehirn, Parkinson etc., wer suchet, der findet zu jedem Virus etwas.
In diesem Sinne:
Mache sich verrückt, wer möchte. Andere tun es nicht. Die Gedanken sind frei.
Das ist ein ziemlich plumper Versuch, deine Weltsicht zu relativieren. Ist auch nicht das erste Mal, dass das hier jemand versucht. Bringt aber auch nichts, denn nach wie vor gelingt es euch nicht die Auswirkungen und Folgen von Corona wegzuleugnen oder wegzurelativieren. Egal welche Krankheiten ihr da auch immer anführt.

Das was du so nett als "verrückt machen" umschreibst, ist nur ein Versuch Leute die das ganze nicht so locker sehen zu diffamieren. Ein Ausdruck purer Ignoranz, Arroganz und sogar de Herabsetzung Andersdenkender. Deine Weigerung die Rechte andere zu akzeptieren hat sogar etwas Kriminelles.
Schonmal etwas von Antikörperstudien und deren Ergebnissen gehört? 5% IFR ist gelinde gesagt absurd. "Wie ich bereits sagte..." wenn dir beim Anpinkeln meinerseits zumindest der Unterschied zwischen CFR und IFR bekannt wäre. :sadman:
https://osf.io/wdbpe/ Eine Studie, die auch in der aktuellen NATURE zitiert wird. Deren Fazit ist, dass ihre berechnete IFR (0.64, mit KI 0.38-0.98) wenn, dann eher überhöht ist (upwards bias) aufgrund zweier Faktoren, die bereits rechts im Abstract stehen.
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Cascade » Dienstag 30. Juni 2020, 13:11

@Axolotl: Weil ich denke, dass hätte man am Anfang machen müssen, und nicht jetzt wo die Pandemie am größten ist. @Clochard: Was soll das bringen auf Antikörper zu testen? Den genetischen Code kennt man, und an Impfstoffen wird geforscht. Andere wirksame Medikamente gibt es nicht, also bleiben nur dauerhafte Maskenpflicht und sich wiederholende Lockdowns.

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von knopper » Dienstag 30. Juni 2020, 13:19

tenorita hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 01:00
knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 00:44
eben....aber hey dieses Virus ist ja komplett anders, als alles andere was es davor hab. Das wird uns ja stets und ständig eingetrichtert...wird aber davon nicht wahrer.
Hast du den Artikel gelesen, den Swenja gestern hier verlinkt hat? Falls nein würde ich ihn dir wärmstens ans Herz legen. Falls ja, sind mir solche Aussagen ein absolutes Rätsel... :gruebel:
ja habe ich. Abgesehen von der recht reißerischen Überschrift... "Wie das Virus den Körper verwüstet", sind die neuen Erkenntnisse die daraus hervorgehen aber doch recht hypothetisch und bisher nur im Labor so nachgewiesen.
Was mich hier interessieren würde ist ob denn normale Coronaviren bzw. andere Viren die Erkältungen verursachen, nicht auch über die Blutbahn in andere Organe gelangen können und da auch evt. kleinere Schäden verursachen.

Dies könnte man ja evt. gleich mit untersuchen, auch um das neuartige Virus klar anzugrenzen, wenn man bspw,. sicher weiß das dies andere Viren nicht auch tun.
tenorita hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 01:00

Was? :gruebel: Dass jemand qualvoll krepiert, kommt auch bei anderen Krankheiten vor? Und weiter? Was schließt du daraus?
Sicher kommt es da auch vor. Ich bezog mich aber eher auf die vielfach zitierte Übersterblichkeit die es bei anderen Welle n auch ein paar Jahre gab bspw. bei der Hongkong-Grippe.
Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 01:22
Corona ist eine weltweite Pandemie der Kategorie Spanische Grippe. Wir haben halt nur Glück, dass wir medizinisch schon 100 Jahre weiter sind als 1918 und damit durchaus schwerwiegende Folgen abmildern können. Niedrige Fallzahlen ändern auch nichts daran, dass Corona nach wie vor da ist und auch höchst infektiös ist, wie die neuerdings in Massen auftauschenden Fälle zeigen. Und wie sich auch immer mehr herauskristallisiert zieht das Virus eine Riehe von Langzeitschäden nach sich, welche man bei einer Grippe nicht fürchten muss.
die spanische Grippe war die größte Pandemie die es in der Menschheitsgeschichte bisher gab mit schätzungsweise 50 Mio. Toten. ich bin mir nicht sicher ob Sars-Cov2 ebenfalls das Potential dazu hätte.

Es zeigt sich aber bspw. jetzt schon dass die Auswirkungen in Afrika doch geringer sind, wenn man diese Zahlen hier glaube schenkt https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19- ... _in_Afrika

Warum? Es gibt wohl einen Zusammenhang mit der Altersstruktur in Afrika, da das Durchschnittsalter doch recht niedrig ist. Der Fakt ist schon mal eine klare Abgrenzung zur spanischen Grippe, bei der vorrangig viele junge Menschen starben.
Ich bin mir sicher dass es noch weitere gravierende Unterschiede gibt.
Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 01:22
Erstmal, hat das gar nichts mit meiner Aussage zu tun. Zweitens löst das permanente relativieren von Corona durch oberflächliche und grob falsche Vergleiche das Problem nicht. Corona ist eine weltweite Pandemie der Kategorie Spanische Grippe. Wir haben halt nur Glück, dass wir medizinisch schon 100 Jahre weiter sind als 1918 und damit durchaus schwerwiegende Folgen abmildern können. Niedrige Fallzahlen ändern auch nichts daran, dass Corona nach wie vor da ist und auch höchst infektiös ist, wie die neuerdings in Massen auftauschenden Fälle zeigen. Und wie sich auch immer mehr herauskristallisiert zieht das Virus eine Riehe von Langzeitschäden nach sich, welche man bei einer Grippe nicht fürchten muss.
Es gibt bei der Grippe freilich auch Langzeitschäden.
https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/ ... irn-12129/

Dabei zeigten die Tiere noch 30 Tage nach der Infektion Einschränkungen bei Lern- und Gedächtnisaufgaben und wiesen strukturelle Veränderungen an Nervenzellen im Gehirn auf, etwa in Form einer geringeren Anzahl an Synapsen. Erst vier Monate später waren keine Veränderungen mehr messbar. „Auf die Lebenserwartung eines Menschen hochgerechnet, würde der Erholungsprozess einige Jahre dauern“, sagt TU-Forscherin Dr. Kristin Michaelsen-Preusse.

Jedoch ist Grippevirus nicht gleich Grippevirus: Während für H3N2 und H7N7 Langzeitfolgen nachgewiesen werden konnten, blieb eine Infektion mit H1N1 ohne Folgen für das Gehirn. „Besonders erstaunt waren wir darüber, dass auch der Stamm H3N2 Nachwirkungen hatte, obwohl er gar nicht im Gehirn aktiv ist“, sagt Projektleiter Korte.
bemerkenswert hierbei, grade der H1N1 Stamm (spanische Grippe) hat diese Langzeitfolgen nicht.
Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32
Die Spanische Grippe 1918 tötete 20-50 Mio. bei einer Weltpopulation von nur 2 Mrd. mit einer IFR von 3-4%.
Bei Corona wird die IFR mit 0.3-0.7% taxiert und somit eher im Bereich der Asiatischen Grippe 1957.

Zu den Langzeitschäden...der Schweinegrippe:
https://yle.fi/uutiset/osasto/news/swin ... me/5488993
https://www.nhs.uk/news/heart-and-lungs ... swine-flu/
https://parkinsonsnewstoday.com/2017/06 ... arkinsons/
https://www.thestar.com/life/health_wel ... sides.html
Lunge, Gehirn, Parkinson etc., wer suchet, der findet zu jedem Virus etwas.
In diesem Sinne:
Mache sich verrückt, wer möchte. Andere tun es nicht. Die Gedanken sind frei.
jo so ist es.
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 12:15

Du vergleichst implizit die Behandlungsmöglichkeiten vor hundert Jahren mit den heutigen. :hammer:

Unbehandelt würden an Covid-19 ebenfalls so an die 3-4% sterben.
ja...aber trotzdem bleibt der gravierende Unterschied dass es auch viele junge Menschen getroffen hat, sogar vorrangig jüngere.
Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 12:32
Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:32

Zu den Langzeitschäden...der Schweinegrippe:
https://yle.fi/uutiset/osasto/news/swin ... me/5488993
https://www.nhs.uk/news/heart-and-lungs ... swine-flu/
https://parkinsonsnewstoday.com/2017/06 ... arkinsons/
https://www.thestar.com/life/health_wel ... sides.html
Lunge, Gehirn, Parkinson etc., wer suchet, der findet zu jedem Virus etwas.
In diesem Sinne:
Mache sich verrückt, wer möchte. Andere tun es nicht. Die Gedanken sind frei.
Das ist ein ziemlich plumper Versuch, deine Weltsicht zu relativieren. Ist auch nicht das erste Mal, dass das hier jemand versucht. Bringt aber auch nichts, denn nach wie vor gelingt es euch nicht die Auswirkungen und Folgen von Corona wegzuleugnen oder wegzurelativieren. Egal welche Krankheiten ihr da auch immer anführt.

ändert aber nichts an dem Fakt das Sars-Cov2 für viele Menschen harmlos ist, sogar so harmlos dass es weniger Symptome verursacht als andere Erkältungen. Ist Fakt!

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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Swenja » Dienstag 30. Juni 2020, 13:22

` Ischgl
Antikörperstudie zeigt weltweit höchsten Wert

Ischgl gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus. Eine Antikörperstudie zeigt: Viele Bewohner waren infiziert, die meisten haben es nicht gemerkt. ...

... Bei der Antikörperstudie fiel auf, dass von den positiv auf Antikörper getesteten Personen zuvor nur 15 Prozent die Diagnose erhalten hatten, infiziert zu sein, sagte von Laer. "85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht."

Trotz des hohen Antikörperwerts sei auch in Ischgl keine Herdenimmunität erreicht. Entscheidend für den Rückgang der Fälle seien die Quarantäne und die soziale Distanz gewesen, hieß es. ´

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2 ... obal-de-DE
Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Montecristo » Dienstag 30. Juni 2020, 13:35

Excessive hand-washing. Tech addiction. Behaviors once considered extreme are now crucial to protect us amid a dangerous pandemic

Nachbarn die sich vor Jahren über meine soziale Phobie lustig machten, rennen nur noch mit Maske durch den Hausflur...
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Re: Corona-Virus: Wie schlimm wird es?

Beitrag von Axolotl » Dienstag 30. Juni 2020, 13:40

Dagdieb hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 12:46

Schonmal etwas von Antikörperstudien und deren Ergebnissen gehört? 5% IFR ist gelinde gesagt absurd. "Wie ich bereits sagte..." wenn dir beim Anpinkeln meinerseits zumindest der Unterschied zwischen CFR und IFR bekannt wäre. :sadman:
https://osf.io/wdbpe/ Eine Studie, die auch in der aktuellen NATURE zitiert wird. Deren Fazit ist, dass ihre berechnete IFR (0.64, mit KI 0.38-0.98) wenn, dann eher überhöht ist (upwards bias) aufgrund zweier Faktoren, die bereits rechts im Abstract stehen.
Wie gesagt: Mach' was du willst, mach ich ja auch.
Der ist mir sehr wohl bekannt. Die IFR ist aber ein reiner Fantasiewert. Ähnlich wie der geglättete R-Wert nur ein Mittel, die Lage zu entschärfen und eine Sicherheit zu implizieren, die man gar nicht gewährleisten kann. Die CFR ist ein quantifizierbarer Wert, der auf Basis aktueller Daten ermittelt wird und dadurch deutlich aussagekräftiger, wenn auch nicht ohne Fehler.
Cascade hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 13:11

@Axolotl: Weil ich denke, dass hätte man am Anfang machen müssen, und nicht jetzt wo die Pandemie am größten ist.
Absolut. Das Problem liegt hier aber anders begründet. Am Anfang hatte niemand auch nur eine leise Vorstellung von den Auswirkungen die eine COVID19 Infektion hat. Experten mussten binnen kurzer Zeit mit einer mangelhaften Datenlage Entscheidungen treffen.

Eigentlich muss man hier dem Krisenmanagement der Regierung eine Teilschuld einräumen. Man hat es vorgezogen unliebsame Entscheidungen nicht zu treffen und zu warten, bis die Datenlage etwas rechtfertigt. Und ich rede ja nicht mal vom Lockdown. Eine vorzeitige Maskenpflicht, sowie frühzeitige Verbote von Großveranstaltungen und Maßnahmen bei der Einreise von Leuten aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen, hätten als präventive Maßnahmen schon vorzeitig bei der Eindämmung geholfen. Hat an aber gescheut und somit eigentlich sogar dazu beigetragen die Situation eskalieren zu lassen.
knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 13:19

die spanische Grippe war die größte Pandemie die es in der Menschheitsgeschichte bisher gab mit schätzungsweise 50 Mio. Toten. ich bin mir nicht sicher ob Sars-Cov2 ebenfalls das Potential dazu hätte.

Es zeigt sich aber bspw. jetzt schon dass die Auswirkungen in Afrika doch geringer sind, wenn man diese Zahlen hier glaube schenkt https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19- ... _in_Afrika
Du vergisst dabei wie üblich eins. Es sterben trotz niedriger Inzidenz in Afrika nahezu 5 % aller Infizierten an COVID19. Man kann schnell hochrechnen, was das für die Welt bedeuten würde. Selbst wenn wir eine zehn mal niedrigere Fallsterblichkeit annehmen, haben wir immer noch zwischen 40 und 50 Millionen Tote weltweit. Das kann man jetzt natürlich über de höhere Bevölkerungszahl auf der Welt relativieren, oder man nimmt einfach mal hin, dass wir es hier tatsächlich mit einem ernsten Problem zu tun haben 🤷‍♂️
knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 13:19

Warum? Es gibt wohl einen Zusammenhang mit der Altersstruktur in Afrika, da das Durchschnittsalter doch recht niedrig ist. Der Fakt ist schon mal eine klare Abgrenzung zur spanischen Grippe, bei der vorrangig viele junge Menschen starben.
Ich bin mir sicher dass es noch weitere gravierende Unterschiede gibt.
Keiner hat gesagt, dass COVID19 die spanische Grippe ist, sondern in der selben Kategorie anzusiedeln ist. Ein direkter Vergleich Spanische Grippe, Corona macht daher auf dem Gebiet keinen Sinn. Zudem vernachlässigst du dabei, dass die Welt eine gänzlich andere Altersstruktur als vor hundert Jahren hat.
knopper hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 13:19

ändert aber nichts an dem Fakt das Sars-Cov2 für viele Menschen harmlos ist, sogar so harmlos dass es weniger Symptome verursacht als andere Erkältungen. Ist Fakt!
Ist kein Fakt, ist eine Hypothese. eine Hypothese die darauf beruht, dass tatsächlich jeder infizierte getestet wird. Dass Corona in 80 % der Fälle harmlos verläuft, bestreitet ja niemand 🤷‍♂️ Und darum geht es auch gar nicht, sonder um die 20 % der Fälle wo das eben nicht der Fall ist. Die Argumentationen mancher Leute hier zeugen von maßloser Empathielosigkeit, die ich als nahezu soziopathisch einstufen würde. Denn diese Leute sind keine bloßen zahlen, es sind Menschen. Auch wenn ihr das nicht so gerne hört.
If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

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