Depressionen

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Seb-X
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Re: Depressionen

Beitrag von Seb-X » Montag 5. Oktober 2020, 18:12

The Poet hat geschrieben:
Samstag 3. Oktober 2020, 01:58
Offenbar hilft Spocht und/oder Rausgehen/Rausfahren/draußen Laufen wirklich bei Depressionen.
Also mir nicht.
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Melli
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Re: Depressionen

Beitrag von Melli » Montag 5. Oktober 2020, 22:02

Menelaos hat geschrieben:
Montag 5. Oktober 2020, 16:42
Natürlich wäre es für das eigene Gerechtigkeitsempfinden schön zu wissen dass die Mobber letztlich ihr Karma ausgezahlt bekommen haben
Das werden sie zwar, und das auch noch in einem umfänglicheren Sinne. Aber das kann man gar nicht überblicken, das können die nichtmal selbst.

Das ist zu abstrakt, um daraus Genugtuung ziehen zu können. Zudem ist man ja selbst dem Prinzip Ursache-Wirkung unterworfen.
Menelaos hat geschrieben:
Montag 5. Oktober 2020, 16:42
Damals war damals, und heute ist heute!
Das ist zum einen nicht einfach zu empfinden, zum anderen weiß ich nicht, ob ich das empfehlen würde. Zumindest manches verlangt nach Aufarbeitung statt eines womöglich vorschnellen Abschlusses.
Seb-X hat geschrieben:
Montag 5. Oktober 2020, 18:12
Also mir nicht.
Mir auch nicht :oops: Ausgerechnet die Zeiten, zu denen ich am meisten wegging, waren die, da es mir am schlechtesten ging. Ich ging oft (aber nicht immer) lediglich aus dem Haus, um meine Ruhe zu haben. Anregende Eindrücke waren da nicht unbedingt zu finden.
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Re: Depressionen

Beitrag von Volltrottel » Dienstag 6. Oktober 2020, 00:44

Ich konnte gestern erst um 10 Uhr morgens schlafen und bin ziemlich fertig um 16.30 Uhr aufgestanden. Es regnete und war gleich dunkel. Draussen war es besser, der Regen hörte auf, allerdings fühle ich mich wie in einer Art Kapsel, irgendwie zieht alles an mir vorbei, nichts erreicht mich irgendwie. Hochunangenehm dieses Gefühl, hoffe es ist nur extreme Übermüdung und geht vorüber sobald ich es endlich schaffe mehrmals in Folge genug zu schlafen. Nur wie???? :crybaby:
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Re: Depressionen

Beitrag von Calliandra » Dienstag 6. Oktober 2020, 00:59

Volltrottel hat geschrieben:
Dienstag 6. Oktober 2020, 00:44
Ich konnte gestern erst um 10 Uhr morgens schlafen und bin ziemlich fertig um 16.30 Uhr aufgestanden. Es regnete und war gleich dunkel. Draussen war es besser, der Regen hörte auf, allerdings fühle ich mich wie in einer Art Kapsel, irgendwie zieht alles an mir vorbei, nichts erreicht mich irgendwie. Hochunangenehm dieses Gefühl, hoffe es ist nur extreme Übermüdung und geht vorüber sobald ich es endlich schaffe mehrmals in Folge genug zu schlafen. Nur wie???? :crybaby:
Ich habe auch Probleme mit zu spätem Rhythmus. Allerdings merke ich immer, wenn ich mich wirklich mal lange Zeit draußen bewege (wie letzten Samstag von 13 bis 20.00 Uhr), dann bin ich danach wirklich angenehm körperlich fertig und kann dann auch früher schlafen.
Also wenn du die Zeit und die Energie für viel Bewegung an der frischen Luft hast, dann probier das doch mal.

Mit müden Augen
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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 10. Oktober 2020, 18:57

Ich war viel zu spät einkaufen weil ich nicht aus dem Bett gekommen bin und habe mich direkt danach wieder hingelegt. Der Hunger hat mich geweckt, jetzt würde ich am liebsten direkt wieder schlafen, nur schlafen, nur noch schlafen. :crybaby:
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Re: Depressionen

Beitrag von Jack » Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00

Ich habe eine neue Diagnose bekommen und wenn mich jetzt jemand fragt warum ich AB bin:

Die letzte Frau (nur Freundschaft, hat gelogen & betrogen und mich geghostet) hat eine Posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst.
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Re: Depressionen

Beitrag von Strange Lady » Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42

Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen und wenn mich jetzt jemand fragt warum ich AB bin:

Die letzte Frau (nur Freundschaft, hat gelogen & betrogen und mich geghostet) hat eine Posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst.
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch. Weil sehr viele Menschen solche Erfahrungen machen: jeder wird irgendwann in seinem/ihren Leben von Menschen enttäuscht. Wenn ich aufzählen würde, was meine Freundinnen und Freunde so alles in Beziehungen oder Freundschaften erlebt haben ...

Treffen tut es aber nicht jeden in dem Ausmaß, wie es Abs/Abinen trifft. Und das hat andere Gründe. In der Regel rührt die Vulnerabilität daher, dass man schon im Elternhaus, zu den primären Bezugspersonen äußerst instabile, nicht tragfähige Bindungen hatte. Wenn ich mich mit unseresgleichen intensiver unterhalte, stelle ich fest, dass nicht wenige von uns in der Kindheit und Jugend emotional verwahrlost sind: kranke, überforderte, depressive, gefühlsarme, alkoholkranke, gewalttätige, distanzierte, absente ..... Eltern, die über das Sattmachen und Wickeln hinaus nichts für das Kleinkind getan haben. Das ist zu wenig. Und führt dazu, dass diese Kinder auch später Probleme haben gelassen, souverän und auf gesunde Weise mit Nähe und Distanz umzugehen. Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.
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Re: Depressionen

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:36

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.
Meine Eltern sind Scheiße, aber ich möchte hier mal ein Gegenbeispiel anbringen: Fast 10 Jahre schwere Depression und Zwangsstörungen, mehrere Klinikaufenthalte, alles an Medikamenten durch, nun überwunden stärker als je zuvor und sogar dieses Coronajahr hat mich nicht zu Fall gebracht. ;)
Ich möchte ein Gegenbeispiel sein: Fehlende Resilienz kann ich bei mir nicht sehen und wenn dann hab ich sie nachgeholt. Ich konnte leider nicht widerstehen, was dazu zu schreiben. :mrgreen:

Ob sie unter AB's verbreitet ist, kann ich auch nicht nachvollziehen. Meine Theorie ist eher, dass viele AB's nicht notwendigerweise weniger Resilienz haben, sondern oftmals in bizarrer Weise in einem Leben so viel Pech habe wie andere Menschen nicht in 10 hätten. :specht:
Schlagfertigkeit ist alles und ohne Schlagfertigkeit ist alles andere nichts. :pfeif:

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Re: Depressionen

Beitrag von The Poet » Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:54

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:36
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.
Meine Eltern sind Scheiße, aber ich möchte hier mal ein Gegenbeispiel anbringen: Fast 10 Jahre schwere Depression und Zwangsstörungen, mehrere Klinikaufenthalte, alles an Medikamenten durch, nun überwunden stärker als je zuvor und sogar dieses Coronajahr hat mich nicht zu Fall gebracht. ;)
Ich möchte ein Gegenbeispiel sein: Fehlende Resilienz kann ich bei mir nicht sehen und wenn dann hab ich sie nachgeholt. Ich konnte leider nicht widerstehen, was dazu zu schreiben. :mrgreen:

Ob sie unter AB's verbreitet ist, kann ich auch nicht nachvollziehen. Meine Theorie ist eher, dass viele AB's nicht notwendigerweise weniger Resilienz haben, sondern oftmals in bizarrer Weise in einem Leben so viel Pech habe wie andere Menschen nicht in 10 hätten. :specht:
Das mit dem Glück vs. Pech unterschreibe ich sofort... aber den Teil des Lebens kann man ja eh nicht beeinflussen, ergo: Wie hast du das angestellt?
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Re: Depressionen

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 15. Oktober 2020, 21:17

The Poet hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:54
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:36
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.
Meine Eltern sind Scheiße, aber ich möchte hier mal ein Gegenbeispiel anbringen: Fast 10 Jahre schwere Depression und Zwangsstörungen, mehrere Klinikaufenthalte, alles an Medikamenten durch, nun überwunden stärker als je zuvor und sogar dieses Coronajahr hat mich nicht zu Fall gebracht. ;)
Ich möchte ein Gegenbeispiel sein: Fehlende Resilienz kann ich bei mir nicht sehen und wenn dann hab ich sie nachgeholt. Ich konnte leider nicht widerstehen, was dazu zu schreiben. :mrgreen:

Ob sie unter AB's verbreitet ist, kann ich auch nicht nachvollziehen. Meine Theorie ist eher, dass viele AB's nicht notwendigerweise weniger Resilienz haben, sondern oftmals in bizarrer Weise in einem Leben so viel Pech habe wie andere Menschen nicht in 10 hätten. :specht:
Das mit dem Glück vs. Pech unterschreibe ich sofort... aber den Teil des Lebens kann man ja eh nicht beeinflussen, ergo: Wie hast du das angestellt?
Das hat eine sehr lange Hintergrundgeschichte, aber wichtige Punkte waren:

1. Ein zielgerichteter Klinikaufenthalt mit Elektrokrampftherapie-Behandlung
2. hat letztes Jahr eine Art "Momentum" erschaffen
3. welches ich ausgenutzt habe: Viele Univeranstaltungen besucht (musste ich eh, um Prüfungen nachzuholen) in Verbindung mit regelmäßigem Fitnessstudio hat eine sehr gute Tagesstruktur erschaffen, was meine Antriebslosigkeit neutralisiert hat
4. Eine gute Freundin, die ich hier im Forum kennengelernt habe und die mich vor allem während des Corona-Irrsinns gestützt hat und mit der ich seitdem regelmäßig kommuniziere
5. Die Tatsache, dass ich meine "Achillesfersen" in Bezug auf meine Vorgeschichte gut kenne und dementsprechend reagieren kann
6. Sowie ja, auch endlich mal Glück in den entscheidenden Momenten. Macht das Pech des vergangenen Jahrzehnts lange, lange, lange nicht weg, sonst wäre ich auch nicht mehr Hardcore-AB, aber es ist ein Anfang. ;)

Ich muss dazu aber sagen, dass meine Situation auch sehr individuell ist. Es gibt da ein, zwei Punkte die mir meine Vorgeschichte ziemlich bizarr machen und mir gleichzeitig geholfen haben. Das stuft aber die gennannten Punkte nicht herab. Es gilt aber auch: Es hätte die letzten so 15 Monate auch ein paar Mal kippen können. Hat es aber bisher nicht. :coolsmoke:
Schlagfertigkeit ist alles und ohne Schlagfertigkeit ist alles andere nichts. :pfeif:

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Re: Depressionen

Beitrag von Jack » Freitag 16. Oktober 2020, 07:08

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen [...] Posttraumatische Belastungsstörung
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch.
Hat sich alles über die Jahrzehnte angesammelt und ist jetzt ausgebrochen (wie ein Vulkan...) Der Psychiater hat das bestimmt nicht als Scherz gemeint.
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Re: Depressionen

Beitrag von Strange Lady » Freitag 16. Oktober 2020, 11:41

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 21:17
The Poet hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:54
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 20:36


Meine Eltern sind Scheiße, aber ich möchte hier mal ein Gegenbeispiel anbringen: Fast 10 Jahre schwere Depression und Zwangsstörungen, mehrere Klinikaufenthalte, alles an Medikamenten durch, nun überwunden stärker als je zuvor und sogar dieses Coronajahr hat mich nicht zu Fall gebracht. ;)
Ich möchte ein Gegenbeispiel sein: Fehlende Resilienz kann ich bei mir nicht sehen und wenn dann hab ich sie nachgeholt. Ich konnte leider nicht widerstehen, was dazu zu schreiben. :mrgreen:

Ob sie unter AB's verbreitet ist, kann ich auch nicht nachvollziehen. Meine Theorie ist eher, dass viele AB's nicht notwendigerweise weniger Resilienz haben, sondern oftmals in bizarrer Weise in einem Leben so viel Pech habe wie andere Menschen nicht in 10 hätten. :specht:
Das mit dem Glück vs. Pech unterschreibe ich sofort... aber den Teil des Lebens kann man ja eh nicht beeinflussen, ergo: Wie hast du das angestellt?
Das hat eine sehr lange Hintergrundgeschichte, aber wichtige Punkte waren:

1. Ein zielgerichteter Klinikaufenthalt mit Elektrokrampftherapie-Behandlung
2. hat letztes Jahr eine Art "Momentum" erschaffen
3. welches ich ausgenutzt habe: Viele Univeranstaltungen besucht (musste ich eh, um Prüfungen nachzuholen) in Verbindung mit regelmäßigem Fitnessstudio hat eine sehr gute Tagesstruktur erschaffen, was meine Antriebslosigkeit neutralisiert hat
4. Eine gute Freundin, die ich hier im Forum kennengelernt habe und die mich vor allem während des Corona-Irrsinns gestützt hat und mit der ich seitdem regelmäßig kommuniziere
5. Die Tatsache, dass ich meine "Achillesfersen" in Bezug auf meine Vorgeschichte gut kenne und dementsprechend reagieren kann
6. Sowie ja, auch endlich mal Glück in den entscheidenden Momenten. Macht das Pech des vergangenen Jahrzehnts lange, lange, lange nicht weg, sonst wäre ich auch nicht mehr Hardcore-AB, aber es ist ein Anfang. ;)

Ich muss dazu aber sagen, dass meine Situation auch sehr individuell ist. Es gibt da ein, zwei Punkte die mir meine Vorgeschichte ziemlich bizarr machen und mir gleichzeitig geholfen haben. Das stuft aber die gennannten Punkte nicht herab. Es gilt aber auch: Es hätte die letzten so 15 Monate auch ein paar Mal kippen können. Hat es aber bisher nicht. :coolsmoke:
Interessant, insbesondere die Elektrokrampftherapie. Ich hoffe, dass die Besserungen anhalten. :vielglueck:
Ich selbst hatte Ende 20 / Anfang 30 auch eine kleine Hochphase, in der ich vieles umkrempeln konnte. Und dann wieder mit Mitte 30. Das hat aber alles leider nicht lange angehalten.
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Re: Depressionen

Beitrag von Strange Lady » Freitag 16. Oktober 2020, 11:43

Jack hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 07:08
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen [...] Posttraumatische Belastungsstörung
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch.
Hat sich alles über die Jahrzehnte angesammelt und ist jetzt ausgebrochen (wie ein Vulkan...) Der Psychiater hat das bestimmt nicht als Scherz gemeint.
Ok, verstehe. Es war also nicht nur diese eine Erfahrung mit der Freundin, sondern eine Reihe von traumatisierenden Erfahrungen.
Das nennt man meines Wissens Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung.
Wegen einer einzigen Erfahrung (unerwiderte Liebe etc.) wird man eigentlich nicht traumatisiert ... es sei denn, das ganze fällt auf fruchtbaren Boden (eine trauma-geneigte Disposition, durch vorhergehende Traumatisierungen).
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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 16. Oktober 2020, 15:51

:crybaby: :crybaby:

Ich habe 1,5h gebraucht um aufzustehen, habe mich mit Mühe und Not in den Supermarkt geschleppt (Freitag Nachmittag, eine besondere Freude :roll: ) und muss mich jetzt irgendwie wachhalten, sonst schlafe ich wieder die halbe Nacht nicht. Aber warhscheinlich liege ich in <5 Minuten wieder im Bett. Das ist doch kein Leben. Womit habe ich das bloss verdient??? :crybaby:

Ach und dann hab ich auch noch Kekse gekauft obwohl ich schon Übergewicht habe. :wuetend: :wuetend: :wuetend:
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Re: Depressionen

Beitrag von Jack » Freitag 16. Oktober 2020, 17:29

Strange Lady hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 11:43
Jack hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 07:08
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch.
Hat sich alles über die Jahrzehnte angesammelt und ist jetzt ausgebrochen (wie ein Vulkan...) Der Psychiater hat das bestimmt nicht als Scherz gemeint.
Das nennt man meines Wissens Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung.
Wegen einer einzigen Erfahrung (unerwiderte Liebe etc.) wird man eigentlich nicht traumatisiert ... es sei denn, das ganze fällt auf fruchtbaren Boden (eine trauma-geneigte Disposition, durch vorhergehende Traumatisierungen).
Ich werde beim nächsten Mal nach "Komplexe PTSD" fragen. "unerwiderte Liebe" passt nicht so ganz, es war wirklich nur eine tiefe Freundschaft (von meiner Seite) und es war klar das es nie mehr sein wird (weswegen das auch um so mehr schmerzt).

40+ Jahre und nie hat eine Frau mein Leben verbessert.
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Re: Depressionen

Beitrag von The Poet » Samstag 17. Oktober 2020, 14:57

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 21:17
Das hat eine sehr lange Hintergrundgeschichte, aber wichtige Punkte waren:

1. Ein zielgerichteter Klinikaufenthalt mit Elektrokrampftherapie-Behandlung
2. hat letztes Jahr eine Art "Momentum" erschaffen
3. welches ich ausgenutzt habe: Viele Univeranstaltungen besucht (musste ich eh, um Prüfungen nachzuholen) in Verbindung mit regelmäßigem Fitnessstudio hat eine sehr gute Tagesstruktur erschaffen, was meine Antriebslosigkeit neutralisiert hat
4. Eine gute Freundin, die ich hier im Forum kennengelernt habe und die mich vor allem während des Corona-Irrsinns gestützt hat und mit der ich seitdem regelmäßig kommuniziere
5. Die Tatsache, dass ich meine "Achillesfersen" in Bezug auf meine Vorgeschichte gut kenne und dementsprechend reagieren kann
6. Sowie ja, auch endlich mal Glück in den entscheidenden Momenten. Macht das Pech des vergangenen Jahrzehnts lange, lange, lange nicht weg, sonst wäre ich auch nicht mehr Hardcore-AB, aber es ist ein Anfang. ;)

Ich muss dazu aber sagen, dass meine Situation auch sehr individuell ist. Es gibt da ein, zwei Punkte die mir meine Vorgeschichte ziemlich bizarr machen und mir gleichzeitig geholfen haben. Das stuft aber die gennannten Punkte nicht herab. Es gilt aber auch: Es hätte die letzten so 15 Monate auch ein paar Mal kippen können. Hat es aber bisher nicht. :coolsmoke:
Danke für die ausführliche Antwort!


Leider für mich nichts dabei, was mir in meiner Situation hilft... schade :sadman: (kein Vorwurf, nur Feststellung).
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Re: Depressionen

Beitrag von Seb-X » Sonntag 18. Oktober 2020, 08:19

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen und wenn mich jetzt jemand fragt warum ich AB bin:

Die letzte Frau (nur Freundschaft, hat gelogen & betrogen und mich geghostet) hat eine Posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst.
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch. Weil sehr viele Menschen solche Erfahrungen machen: jeder wird irgendwann in seinem/ihren Leben von Menschen enttäuscht. Wenn ich aufzählen würde, was meine Freundinnen und Freunde so alles in Beziehungen oder Freundschaften erlebt haben ...

Treffen tut es aber nicht jeden in dem Ausmaß, wie es Abs/Abinen trifft. Und das hat andere Gründe. In der Regel rührt die Vulnerabilität daher, dass man schon im Elternhaus, zu den primären Bezugspersonen äußerst instabile, nicht tragfähige Bindungen hatte. Wenn ich mich mit unseresgleichen intensiver unterhalte, stelle ich fest, dass nicht wenige von uns in der Kindheit und Jugend emotional verwahrlost sind: kranke, überforderte, depressive, gefühlsarme, alkoholkranke, gewalttätige, distanzierte, absente ..... Eltern, die über das Sattmachen und Wickeln hinaus nichts für das Kleinkind getan haben. Das ist zu wenig. Und führt dazu, dass diese Kinder auch später Probleme haben gelassen, souverän und auf gesunde Weise mit Nähe und Distanz umzugehen. Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.
Ich wurde von meinen Eltern nicht vernachlässigt in dem dort beschriebenen Sinne. Aber ich hatte einen sehr dominanten Vater, vor dem ich einerseits Angst hatte und den ich andererseits unbedingt stolz machen wollte. Wahrscheinlich würde mein bisheriger Weg ganz anders ausgesehen haben, wäre dem nicht so gewesen.
Aber ist auch egal, lässt sich eh nicht mehr ändern.
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Re: Depressionen

Beitrag von Strange Lady » Sonntag 18. Oktober 2020, 12:03

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 18. Oktober 2020, 08:19
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen und wenn mich jetzt jemand fragt warum ich AB bin:

Die letzte Frau (nur Freundschaft, hat gelogen & betrogen und mich geghostet) hat eine Posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst.
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch. Weil sehr viele Menschen solche Erfahrungen machen: jeder wird irgendwann in seinem/ihren Leben von Menschen enttäuscht. Wenn ich aufzählen würde, was meine Freundinnen und Freunde so alles in Beziehungen oder Freundschaften erlebt haben ...

Treffen tut es aber nicht jeden in dem Ausmaß, wie es Abs/Abinen trifft. Und das hat andere Gründe. In der Regel rührt die Vulnerabilität daher, dass man schon im Elternhaus, zu den primären Bezugspersonen äußerst instabile, nicht tragfähige Bindungen hatte. Wenn ich mich mit unseresgleichen intensiver unterhalte, stelle ich fest, dass nicht wenige von uns in der Kindheit und Jugend emotional verwahrlost sind: kranke, überforderte, depressive, gefühlsarme, alkoholkranke, gewalttätige, distanzierte, absente ..... Eltern, die über das Sattmachen und Wickeln hinaus nichts für das Kleinkind getan haben. Das ist zu wenig. Und führt dazu, dass diese Kinder auch später Probleme haben gelassen, souverän und auf gesunde Weise mit Nähe und Distanz umzugehen. Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.
Ich wurde von meinen Eltern nicht vernachlässigt in dem dort beschriebenen Sinne. Aber ich hatte einen sehr dominanten Vater, vor dem ich einerseits Angst hatte und den ich andererseits unbedingt stolz machen wollte. Wahrscheinlich würde mein bisheriger Weg ganz anders ausgesehen haben, wäre dem nicht so gewesen.
Aber ist auch egal, lässt sich eh nicht mehr ändern.
Ich finde schon, dass das unter Traumatisierung fällt. Wenn du von einem Auto angefahren wirst, dann ist das ein einziges EReignis, das dich erschüttert. Wenn du solch einen Vater in der eigenen Familie (die eigentlich ein Wohlfühl- und Schutzraum für Kinder sein sollte) hast, dann wirst du - rhetorisch gesprochen - jeden Tag unerwartet von einem Laster überfahren. Und du kannst dich nicht mal dagegen schützen oder Vorsichtsmaßnahmen ergreifen - du bist ihm gnadenlos ausgeliefert. Wohin sollst du ausweichen?
Und das einzige, was Kinder da als Selbstschutz tun können, ist den eigenen Willen (Lust am Leben, explorativen Drang, ins Leben rauszugehen es zu entdecken etc.) zum Verstummen zu bringen. Denn wenn man "nicht mehr existiert", läuft man auch nicht Gefahr den strengen Vater zu erzürnen.
Deine globale Unlust, die du so oft artikulierst hier, lässt sich sehr gut durch diese frühe Kindheitserfahrung erklären.

Bei mir war es tatsächlich sehr ähnlich: autoritärer, herrschsüchtiger Vater, depressive überforderte Mutter. Ich musste z.T. den ganzen Haushalt schmeißen, sogar Amtsangelegenheiten klären. Totale emotionale Verwahrlosung und Überforderung.
Was ich als Ressourcen hatte waren Geschwister. Mit denen konnte ich viel auffangen.

Was tun? Gute Frage. Schon mal Psychoanaylse gemacht? Wohlwissend, dass auch das nicht immer hilft.
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Re: Depressionen

Beitrag von Nordlicht84 » Sonntag 18. Oktober 2020, 20:28

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen und wenn mich jetzt jemand fragt warum ich AB bin:

Die letzte Frau (nur Freundschaft, hat gelogen & betrogen und mich geghostet) hat eine Posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst.
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch. Weil sehr viele Menschen solche Erfahrungen machen: jeder wird irgendwann in seinem/ihren Leben von Menschen enttäuscht. Wenn ich aufzählen würde, was meine Freundinnen und Freunde so alles in Beziehungen oder Freundschaften erlebt haben ...

Treffen tut es aber nicht jeden in dem Ausmaß, wie es Abs/Abinen trifft. Und das hat andere Gründe. In der Regel rührt die Vulnerabilität daher, dass man schon im Elternhaus, zu den primären Bezugspersonen äußerst instabile, nicht tragfähige Bindungen hatte. Wenn ich mich mit unseresgleichen intensiver unterhalte, stelle ich fest, dass nicht wenige von uns in der Kindheit und Jugend emotional verwahrlost sind: kranke, überforderte, depressive, gefühlsarme, alkoholkranke, gewalttätige, distanzierte, absente ..... Eltern, die über das Sattmachen und Wickeln hinaus nichts für das Kleinkind getan haben. Das ist zu wenig. Und führt dazu, dass diese Kinder auch später Probleme haben gelassen, souverän und auf gesunde Weise mit Nähe und Distanz umzugehen. Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.

Kann ich leider so überhaupt nicht für mich unterschreiben.
Hab eigentlich liebevolle Eltern gehabt und eine Großmutter, die mich immer geherzt und betüttelt hat, bis zum geht nicht mehr.
Ich hab sehr schöne Erinnerungen an meine Kindheit. Schätze diese Zeit sogar sehr. Deswegen guck ich mir auch so Serien wie Stranger Things an, weil sie mich an diese Zeit erinnern und wie schön sie doch war.
Zwar gibts auch heute noch Dinge, die schön sind. Aber ich würd gern dieses Gefühl des Kindseins nochmal haben, dass ich alle 5 Tage die Woche arbeiten muss, um Rechnungen zu bezahlen, sondern einfach das tun kann, was mir Spaß macht und mir gefällt, ohne Zwänge und Druck.
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Strange Lady
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Re: Depressionen

Beitrag von Strange Lady » Montag 19. Oktober 2020, 05:44

Nordlicht84 hat geschrieben:
Sonntag 18. Oktober 2020, 20:28
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:42
Jack hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 19:00
Ich habe eine neue Diagnose bekommen und wenn mich jetzt jemand fragt warum ich AB bin:

Die letzte Frau (nur Freundschaft, hat gelogen & betrogen und mich geghostet) hat eine Posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst.
Ich finde diese Diagnose immer sehr problematisch. Weil sehr viele Menschen solche Erfahrungen machen: jeder wird irgendwann in seinem/ihren Leben von Menschen enttäuscht. Wenn ich aufzählen würde, was meine Freundinnen und Freunde so alles in Beziehungen oder Freundschaften erlebt haben ...

Treffen tut es aber nicht jeden in dem Ausmaß, wie es Abs/Abinen trifft. Und das hat andere Gründe. In der Regel rührt die Vulnerabilität daher, dass man schon im Elternhaus, zu den primären Bezugspersonen äußerst instabile, nicht tragfähige Bindungen hatte. Wenn ich mich mit unseresgleichen intensiver unterhalte, stelle ich fest, dass nicht wenige von uns in der Kindheit und Jugend emotional verwahrlost sind: kranke, überforderte, depressive, gefühlsarme, alkoholkranke, gewalttätige, distanzierte, absente ..... Eltern, die über das Sattmachen und Wickeln hinaus nichts für das Kleinkind getan haben. Das ist zu wenig. Und führt dazu, dass diese Kinder auch später Probleme haben gelassen, souverän und auf gesunde Weise mit Nähe und Distanz umzugehen. Will sagen: Entwicklungstraumata sind oftmals der Usprung für die fehlende Resilienz, die viele Abs und Abinen auszeichnet und sie durch jeden noch so alltägliche Erfahrungen re-traumatisieren kann.

Kann ich leider so überhaupt nicht für mich unterschreiben.
Hab eigentlich liebevolle Eltern gehabt und eine Großmutter, die mich immer geherzt und betüttelt hat, bis zum geht nicht mehr.
Ich hab sehr schöne Erinnerungen an meine Kindheit. Schätze diese Zeit sogar sehr. Deswegen guck ich mir auch so Serien wie Stranger Things an, weil sie mich an diese Zeit erinnern und wie schön sie doch war.
Zwar gibts auch heute noch Dinge, die schön sind. Aber ich würd gern dieses Gefühl des Kindseins nochmal haben, dass ich alle 5 Tage die Woche arbeiten muss, um Rechnungen zu bezahlen, sondern einfach das tun kann, was mir Spaß macht und mir gefällt, ohne Zwänge und Druck.
Interessant.
Und wann fing das mit den Depressionen an?
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau

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