Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

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Was tust Du zur Altersvorsorge

nichts
45
12%
NOCH nichts (bin noch ziemlich jung)
14
4%
lege Geld zur Seite
47
13%
Renten-/Kapitallebensversicherung
54
15%
Familie ist vermögend / Erbschaft
11
3%
Aktien/Aktienfonds
53
15%
sicherheitsorientierte Wertpapiere (Bundesschatzbriefe/Rentenfonds (keine Rentenversicherung!))
11
3%
selbst bewohnte Eigentums-Immobilie
38
10%
Immobilien (nicht selbst bewohnt) / Grundstücke (nicht: Immobilienfonds!)
13
4%
Bausparvertrag
23
6%
Unternehmensanteile (Fonds, Beteiligungen o.ä.)
16
4%
eigene Firma / Firma in Familienbesitz
5
1%
Gold / Silber / Platin usw.
15
4%
Andere Sachgegenstände
4
1%
Sonstiges
16
4%
 
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Lazarus Long
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Lazarus Long » Dienstag 29. Oktober 2019, 21:51

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
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Reinhard
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 29. Oktober 2019, 22:02

Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:38
Finde ich alles als Single wenig relevant. Was zahlt man denn an Steuern? Das ist viel wichtiger.

Habe mal in der Schweiz gearbeitet. Auch hohe Preise, aber eben sehr viel mehr Netto vom Brutto.
Der durchschnittliche Arbeitnehmer zahlt 28% - Steuern und Sozialabgaben zusammen. Spitzenverdiener ~36%.
Viel weniger als in Deutschland.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_d ... t_pro_Kopf
Kaufkraftbereinigt 74k (Norwegen) vs 52k (Deutschland).

Wenig überraschend ... wenn man der Einfachheit annehmen würde, der Staat ist pro Kopf ungefähr gleich groß, dann führen höhere Einkommen zu kleinerem Staatsanteil davon.

Trotzdem ist Deutschland (oder seine Politiker und Medien-Experten-Volkswirtschaftler) der Meinung, mit Niedriglöhnen kann man was reißen, an "internationaler Wettbewerbsfähigkeit" und so :gewinner: . Naja, sollte die deutsche Automobilwirtschaft demnächst die Grätsche machen, dann lag das sicher nicht an den Arbeitern. Mit niedrigeren Löhnen schlagen dann auch Renten und Steuern etc. natürlich im Schnitt mehr zu. Und dann kommen diejenigen hervor, die die "Staatsquote" lamentieren, die sie selbst oder ihre Parteikollegen erst vorher mitverursacht haben. Dabei bewirken Niedriglöhne ja eher noch mehr Staatsbedürftige anstatt weniger und damit auch von der Seite her einen höheren Anteil.
Wissenschaft ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch bessere Wissenschaft.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Vidar » Dienstag 29. Oktober 2019, 22:18

Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:51
https://www.laenderdaten.info/laenderve ... untry2=DEU
Sollte man Links nicht zumindest kommentieren oder sollen wir raten, was du damit sagen möchtest?
Die Landesfläche Norwegens (immerhin die erste Zahl im Text) ist bei dem Link schonmal falsch, bzw vollkommen unüblich berechnet. Was wurde da alles inkludiert, Teile der Antarktis? Svalbard und Jan Mayen reichen nicht aus, um auf diese 600.000 qkm zu kommen.
https://no.m.wikipedia.org/wiki/Norge

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Niedrige Abgabenlast, keine komplett unsinnigen Ausgaben und die Überschüsse in Aktien. Meine 'Sparquote" liegt bei ~50%.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Lazarus Long » Dienstag 29. Oktober 2019, 22:40

Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 22:18
Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:51
https://www.laenderdaten.info/laenderve ... untry2=DEU
Sollte man Links nicht zumindest kommentieren oder sollen wir raten, was du damit sagen möchtest?
Die Landesfläche Norwegens (immerhin die erste Zahl im Text) ist bei dem Link schonmal falsch, bzw vollkommen unüblich berechnet. Was wurde da alles inkludiert, Teile der Antarktis? Svalbard und Jan Mayen reichen nicht aus, um auf diese 600.000 qkm zu kommen :D
https://no.m.wikipedia.org/wiki/Norge
:gruebel: Ich fand den Linktext selbsterklärend, zumal vorher vergleiche zwischen beiden Ländern gezogen wurden.
Wie gut oder schlecht oder eventuell auch alt die Daten sind, kann ich nicht beurteilen.

Unabhängig davon habe ich auch bei Wikipedia oft genug schon Fehler gefunden. Abgesehen davon kann ich auch kein norwegische. Der Link hilft zumindest mir nicht im geringsten.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Vidar » Dienstag 29. Oktober 2019, 23:20

Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 22:40
Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 22:18
Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:51
https://www.laenderdaten.info/laenderve ... untry2=DEU
Sollte man Links nicht zumindest kommentieren oder sollen wir raten, was du damit sagen möchtest?
Die Landesfläche Norwegens (immerhin die erste Zahl im Text) ist bei dem Link schonmal falsch, bzw vollkommen unüblich berechnet. Was wurde da alles inkludiert, Teile der Antarktis? Svalbard und Jan Mayen reichen nicht aus, um auf diese 600.000 qkm zu kommen :D
https://no.m.wikipedia.org/wiki/Norge
:gruebel: Ich fand den Linktext selbsterklärend, zumal vorher vergleiche zwischen beiden Ländern gezogen wurden.
Wie gut oder schlecht oder eventuell auch alt die Daten sind, kann ich nicht beurteilen.

Unabhängig davon habe ich auch bei Wikipedia oft genug schon Fehler gefunden. Abgesehen davon kann ich auch kein norwegische. Der Link hilft zumindest mir nicht im geringsten.
Naja, um als Deutscher den Text im rechten Kasten: "Areal - Totalt: 385 207 kvadratkilometer" zu verstehen, braucht es ja nun kein Sprachstudium. Man kann alternativ bei wiki aber auch den Artikel auf die eigene Sprache umstellen (oben links), ich zog lediglich den Norwegischen vor, um zu zeigen, dass auch dort niemand mit den ominösen 600.000 qkm rechnet.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Lazarus Long » Mittwoch 30. Oktober 2019, 07:05

Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 23:20
Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 22:40
Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 22:18
Sollte man Links nicht zumindest kommentieren oder sollen wir raten, was du damit sagen möchtest?
Die Landesfläche Norwegens (immerhin die erste Zahl im Text) ist bei dem Link schonmal falsch, bzw vollkommen unüblich berechnet. Was wurde da alles inkludiert, Teile der Antarktis? Svalbard und Jan Mayen reichen nicht aus, um auf diese 600.000 qkm zu kommen :D
https://no.m.wikipedia.org/wiki/Norge
:gruebel: Ich fand den Linktext selbsterklärend, zumal vorher vergleiche zwischen beiden Ländern gezogen wurden.
Wie gut oder schlecht oder eventuell auch alt die Daten sind, kann ich nicht beurteilen.

Unabhängig davon habe ich auch bei Wikipedia oft genug schon Fehler gefunden. Abgesehen davon kann ich auch kein norwegische. Der Link hilft zumindest mir nicht im geringsten.
Naja, um als Deutscher den Text im rechten Kasten: "Areal - Totalt: 385 207 kvadratkilometer" zu verstehen, braucht es ja nun kein Sprachstudium. Man kann alternativ bei wiki aber auch den Artikel auf die eigene Sprache umstellen (oben links), ich zog lediglich den Norwegischen vor, um zu zeigen, dass auch dort niemand mit den ominösen 600.000 qkm rechnet.
Ich hatte beim deutschen Wiki nachgesehen. ;)
Weder beim Wiki, noch bei der Seite die ich verlinkt habe, ist beschrieben, welche "Außengebiete" berücksichtigt werden, oder eben nicht. Norwegen hat, wenn ich mich richtig erinnere größere Anteile an Arktis oder Antarktis und irgendwo noch unbewohnete (?) Inseln. Werden die Hoheitsgebiete vor dem Festland mitgezählt, dann dürten die Ergebnisse auch noch anders sein.

Ich habe mich mal an die Ländervergleich Seite gewendet und nachgefragt, wie sie zu eer Angabe kommen.
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Montecristo
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Montecristo » Mittwoch 30. Oktober 2019, 09:35

Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:38
Spätestens wenn man ins Ausland reist (was ich insbesondere (!) als Single häufig mache), wird es sehr günstig - okay, aktuell ist die Krone mega schwach, das nervt, ist aber Jammern auf hohem Niveau.
NOK ist halt eine "Rohstoffwährung" wie der Rubel oder der Rand. Die wurden auch runtergeprügelt. :mrgreen:
Die LAchsproduktion kann den niedrigen Ölpreis nicht kompensieren...
Die hohe Bewertung war eigentlich immer eher Euro-Untergangshype. Die Nummer ist durch.
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Onkel ABobert
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 30. Oktober 2019, 12:52

Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:38

Kaufkraftbereinigt 74k (Norwegen) vs 52k (Deutschland).
Vor Norwegen liegen lediglich die Stadtstaaten Macau und Singapur, die Ölfürstentümer Brunei und Katar (bei denen die Armutsquote ungleich höher ist, Saisonarbeiter aus Bangladesch und so) sowie Luxemburg und Irland, deren Daten verzerrt werden (siehe Anmerkungen auf Wiki).

Spätestens wenn man ins Ausland reist (was ich insbesondere (!) als Single häufig mache), wird es sehr günstig - okay, aktuell ist die Krone mega schwach, das nervt, ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Erlaube mir die Frage: Miete, Strom, Wasser, Auto, Reisen, Elektronik und Kleidung wenig relevant? Essen macht doch kaum 5-10% vom Einkommen aus.
Essen 5-10% vom Einkommen ???? Also bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 1600 EUR in Deutschland würde ich für eine einzige Person mal locker 300 bis 350 EUR für Lebensmittel einschl. Getränke einplanen. Das wären dann fast 20%. Und das wäre noch nichts besonderes, man ißt doch nicht nur Nudeln mit Ketchup und trinkt Leitungswasser dazu, oder?
Wenn ich meinen Wocheneinkauf im Supermarkt tätige, sind 100 EUR schnell ausgegeben. Gut, da sind jetzt auch ein paar Putzmittel oder Drogerieartikel dabei.

Ich war einmal in Norwegen im Urlaub mit einem Wohnmobil. Ich fand Lebensmittel, Benzin/Diesel sehr teuer und Alkohol geradezu unerreichbar teuer. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, sollte eine Flasche Bier im Supermarkt an die 5 EUR kosten, das wären 100 EUR für einen Kasten Bier. Und Diesel kostete auch fast das Doppelte, jedenfalls in meiner Erinnerung. Vielleicht ist es tatsächlich nicht ganz so dramatisch.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Vidar » Mittwoch 30. Oktober 2019, 13:03

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 30. Oktober 2019, 12:52
Vidar hat geschrieben:
Dienstag 29. Oktober 2019, 21:38

Kaufkraftbereinigt 74k (Norwegen) vs 52k (Deutschland).
Vor Norwegen liegen lediglich die Stadtstaaten Macau und Singapur, die Ölfürstentümer Brunei und Katar (bei denen die Armutsquote ungleich höher ist, Saisonarbeiter aus Bangladesch und so) sowie Luxemburg und Irland, deren Daten verzerrt werden (siehe Anmerkungen auf Wiki).

Spätestens wenn man ins Ausland reist (was ich insbesondere (!) als Single häufig mache), wird es sehr günstig - okay, aktuell ist die Krone mega schwach, das nervt, ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Erlaube mir die Frage: Miete, Strom, Wasser, Auto, Reisen, Elektronik und Kleidung wenig relevant? Essen macht doch kaum 5-10% vom Einkommen aus.
Essen 5-10% vom Einkommen ???? Also bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 1600 EUR in Deutschland würde ich für eine einzige Person mal locker 300 bis 350 EUR für Lebensmittel einschl. Getränke einplanen. Das wären dann fast 20%. Und das wäre noch nichts besonderes, man ißt doch nicht nur Nudeln mit Ketchup und trinkt Leitungswasser dazu, oder?
Wenn ich meinen Wocheneinkauf im Supermarkt tätige, sind 100 EUR schnell ausgegeben. Gut, da sind jetzt auch ein paar Putzmittel oder Drogerieartikel dabei.

Ich war einmal in Norwegen im Urlaub mit einem Wohnmobil. Ich fand Lebensmittel, Benzin/Diesel sehr teuer und Alkohol geradezu unerreichbar teuer. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, sollte eine Flasche Bier im Supermarkt an die 5 EUR kosten, das wären 100 EUR für einen Kasten Bier. Und Diesel kostete auch fast das Doppelte, jedenfalls in meiner Erinnerung. Vielleicht ist es tatsächlich nicht ganz so dramatisch.
Ich ging bei den 5-10% hier von mir aus (sowie vom User Montecristo aus, der meines Wissens einkommenstechnisch auch eher ueber dem Durchschnitt liegt). Allerdings liegen diese Ausgaben auch generell nicht sehr hoch, weder in Norwegen noch in Deutschland (in anderen Laendern sind es zum Teil prozentual das Doppelte). Mag auch daran liegen, dass viele Menschen nur sehr billig einkaufen (auch bzgl. Qualitaet), sowie die Ausgaben pro Person in Mehrpersonenhaushalten einfach stark sinken.
https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1900/
Laut Statista sind es in Deutschland durchschnittlich 14%. inkl. Tabak und Alkohol (?)
Welt: https://www.presseportal.de/pm/112074/3641988

Eigene Erfahrung:
In Deutschland benoetige ich ca. 300€ fuer Lebensmittel, bezogen aus dem Edeka. Fleisch dabei ausschliesslich von der Frischetheke. Allerdings gebe ich 0 fuer Tabak und wenig fuer Alkohol aus, und nichtalk. Getraenke beschraenken sich auf Wasser und Tee.
In Norwegen gebe ich umgerechnet rund 400€ aus, ca 10% des Nettoeinkommens. Wuerde ich Vollzeit arbeiten, waren es wohl sogar nur 7%. Unterschied zu D: Esse viel mehr Fisch, der spottbillig ist, weniger Fleisch.

Zum Urlaub:
Benzin und Diesel kostet 14-18 NOK, je nach Tag(esform), Preise schwanken sehr. Das entspricht aktuell 1.40-1.80€. Elektroauto lohnt hier aber eh mehr, kWh an den Stromtankstellen ~5-10 Cent, nicht 25-60 Cent wie in Deutschland :)
Bier im Supermarkt kostet 0.5L 30 NOK/3€, Im Restaurant/Bar 0.5L 80-110 NOK (8-11€), darauf hatte ich zuvor ja hingewiesen (+100%). Wahrscheinlich war bei deinem damaligen Urlaub der Kronenkurs noch anders, aktuell ist es 40% (!) guenstiger als Deutscher in Norwegen Urlaub zu machen als noch 2012 aufgrund des Wechselkurses.
Ich selbst sprach uebrigens davon, dass ich von Norwegen aus in den Urlaub fahre, nicht umgekehrt. Und da ist es immer am vorteilhaftesten, in den Laendern zu arbeiten & leben, die sehr hohe Nettoeinkommen haben (in Europa sind das die Schweiz und Norwegen), da dann selbst Restaurantbesuche im Ausland mit einem Augenzwinkern bestritten werden koennen. War neulich 4 Wochen in Mitteleuropa unterwegs, ein Traum :mrgreen: (auch hinsichtlich der Frauen, um mal wieder den Bogen ins Forum zu schlagen)

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Montecristo
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Montecristo » Montag 4. November 2019, 15:42

Fachwerkhaus mit Renditemöglichkeiten

Fidelchen, Deine Chance. :mrgreen:

Sorry, war das ganze WE auf Besichtigungstour und bin genervt...
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Freier Mensch » Montag 4. November 2019, 22:39

Das Problem ist ja, dass, wie bereits beschrieben, die Sozialausgaben einen Großteil der Ausgaben ausmachen. Das bedeutet es stehen keinerlei Reserven zur Verfügung. Und wir sparen ja bereits an der Verteidigung und am Verkehr.

Das Grundproblem ist jedoch auch die Bequemlichkeit vieler. Gerade in der Mittelschicht. Man verlässt sich auf den Staat und schiebt die Verantwortung von sich. Beispiel Riesterrente und Vermögenswirksame Leistungen. Die Riesterrente ist für mich eine Subventionierung der Versicherungskonzerne, aber sozial fair ist sie in gewisser Weise durch die Kinderzulagen. Hat meine Mutter das beantragt um im Alter etwas mehr zu haben? Natürlich nicht.
Gleiches gilt für die Vermögenswirksamen Leistungen. Klar das ist sehr übersichtlich, aber auch 6,65€ im Monat sind nach 10 Jahren über 7000€. Geschenktes Geld, aber fragt mal im Bekanntenkreis wer sowas überhaupt bezieht? Bekannter von mir macht seit Jahren keine Steuererklärung, weil er ja "eh nichts zurück bekommt". Mit Argumenten erreicht man den nicht. Wer im Alter mehr haben will, der muss heute weniger ausgeben. Ich meine damit nicht die Menschen, die vom Mindestlohn leben, sondern die breiten Teile der Mittelschicht. Aber die Aktionärsquote stagniert ja und auch die hohe Anzahl an Personen, die zur Miete wohnen. Wir müssen uns nicht wundern, dass die Vermögen sich auseinander bewegen, wenn sich breite Bevölkerungsschichten weigern ihr Geld anzulegen.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 5. November 2019, 05:26

Freier Mensch hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 22:39
Wir müssen uns nicht wundern, dass die Vermögen sich auseinander bewegen, wenn sich breite Bevölkerungsschichten weigern ihr Geld anzulegen.
:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Freier Mensch » Dienstag 5. November 2019, 07:47

Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 05:26
Freier Mensch hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 22:39
Wir müssen uns nicht wundern, dass die Vermögen sich auseinander bewegen, wenn sich breite Bevölkerungsschichten weigern ihr Geld anzulegen.
:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... en-5392027
Nicht nur die Rente ist ist in NL besser, auch die Aktionärsquote. Es ist doch recht simpel. Wenn die Aktienmärkte sich nach oben bewegen, profitieren die, die Aktien haben. Habe ich mein Geld nur auf der Bank schlafen gelegt, wird mein Abstand zu einem Aktionär im Gesamtvermögen größer. Ein ETF Sparplan klappt ab 25€ im Monat, aber dafür müsste man ja Eigenverantwortung übernehmen.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von fidelchen » Dienstag 5. November 2019, 15:09

Montecristo hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 15:42
Fachwerkhaus mit Renditemöglichkeiten

Fidelchen, Deine Chance. :mrgreen:

Sorry, war das ganze WE auf Besichtigungstour und bin genervt...
Danke aber nichts für mich ;)
AWG = Alles wird gut :-)

Nach ganz strenger Definition bin ich ein "Normalo"
Nach geschwächter Definition bin ich ein "SC-AB"
Und fühlen tu ich mich wie ein "XX-AB"
Was bin ich nun?

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Vidar » Dienstag 5. November 2019, 16:04

Freier Mensch hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 07:47
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 05:26
Freier Mensch hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 22:39
Wir müssen uns nicht wundern, dass die Vermögen sich auseinander bewegen, wenn sich breite Bevölkerungsschichten weigern ihr Geld anzulegen.
:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... en-5392027
Nicht nur die Rente ist ist in NL besser, auch die Aktionärsquote. Es ist doch recht simpel. Wenn die Aktienmärkte sich nach oben bewegen, profitieren die, die Aktien haben. Habe ich mein Geld nur auf der Bank schlafen gelegt, wird mein Abstand zu einem Aktionär im Gesamtvermögen größer. Ein ETF Sparplan klappt ab 25€ im Monat, aber dafür müsste man ja Eigenverantwortung übernehmen.
Stimme zu. Nach 15 Jahren Anlagedauer waren DAX und Dow Jones indexiert bisher immer im plus, ganz gleich wann man eingestiegen ist. Beim Dow Jones beträgt die durchschnittliche Rendite vor Steuern ~11% pro Jahr.
Die Einkommensentwicklung ist daher seit den 80ern extrem auseinander geklafft zwischen Investoren und dem Rest.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Kief » Dienstag 5. November 2019, 16:07

Freier Mensch hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 07:47
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 05:26
Freier Mensch hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 22:39
Wir müssen uns nicht wundern, dass die Vermögen sich auseinander bewegen, wenn sich breite Bevölkerungsschichten weigern ihr Geld anzulegen.
:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... en-5392027
Nicht nur die Rente ist ist in NL besser, auch die Aktionärsquote. Es ist doch recht simpel. [ ... ]
Warum ziehst Du die Trennlinie anhand der Gewinnspanne?

Genau an diesem Punkt setzt meine Kritik an, dass die Gewinnmaximierung als notwendig oder lebenswichtig betrachtet wird.
Genau diese Denkweise beinhaltet auch den Tunnelblick, mit dem man die exit-Loesungen aus dem Teufelskreis nicht mehr betrachten kann.
Wenn Du Gewinne "erwirtschaften" willst, dann muss irgendein Billiglohnarbeiter seine (Verhandlung um) faire Bezahlung zurueckstellen.
Wenn Du ne gute spitzen-Rendite hast, meinst Du, die das Geld erarbeitenden Leute sind gluecklich mit ihrem Lohn und ihren Arbeitsbedingungen? Und koennen so viele gute Jobs ausschlagen, haben keinen Bedarf an Arbeitskaempfen?

Die Trennlinie ist fuer mich nicht die Gewinnspanne.
Daher sehe ich da gar keinen Vorwurf an jene, die suboptimal investieren.


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von fidelchen » Dienstag 5. November 2019, 18:00

Kief hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 16:07
Freier Mensch hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 07:47
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 05:26

:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... en-5392027
Nicht nur die Rente ist ist in NL besser, auch die Aktionärsquote. Es ist doch recht simpel. [ ... ]
Warum ziehst Du die Trennlinie anhand der Gewinnspanne?

Genau an diesem Punkt setzt meine Kritik an, dass die Gewinnmaximierung als notwendig oder lebenswichtig betrachtet wird.
Genau diese Denkweise beinhaltet auch den Tunnelblick, mit dem man die exit-Loesungen aus dem Teufelskreis nicht mehr betrachten kann.
Wenn Du Gewinne "erwirtschaften" willst, dann muss irgendein Billiglohnarbeiter seine (Verhandlung um) faire Bezahlung zurueckstellen.
Wenn Du ne gute spitzen-Rendite hast, meinst Du, die das Geld erarbeitenden Leute sind gluecklich mit ihrem Lohn und ihren Arbeitsbedingungen? Und koennen so viele gute Jobs ausschlagen, haben keinen Bedarf an Arbeitskaempfen?

Die Trennlinie ist fuer mich nicht die Gewinnspanne.
Daher sehe ich da gar keinen Vorwurf an jene, die suboptimal investieren.


K
Hää... nur weil was „billiger“ wird heisst es nicht automatisch das es für die Arbeitnehmer allgemein schlechter wird. Der Egoistische Altruismus hat uns Menschen durch Innovation bisher deutlich mehr gebracht gegenüber zerstört.

Zudem funktioniert eine perfekte StarTrek Gesellschaft aktuell (mit einer Konkurrenzfähigen und innovativen Wirtschaft) wo keiner bestrebt ist Gewinne zu erzielen, eben auch nur wirklich in StarTrek... Genauso realistisch wie ein Transwarp Antrieb eben 🤪...
AWG = Alles wird gut :-)

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Und fühlen tu ich mich wie ein "XX-AB"
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 5. November 2019, 18:43

Freier Mensch hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 07:47
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 05:26
Freier Mensch hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 22:39
Wir müssen uns nicht wundern, dass die Vermögen sich auseinander bewegen, wenn sich breite Bevölkerungsschichten weigern ihr Geld anzulegen.
:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
Mir geht es nicht um die Mittelschicht, sondern um die Ansicht, dass das Aufgehen der Vermögensschere irgendwas mit dem Investitionsverhalten der Mittelschicht zu tun hat. Wenn die Mittelschicht mehr Renditen einfährt, bleibt damit relevant weniger für die Oberschicht übrig, oder wie? Ich nehme eher an, dass ein grobes Fehlverständnis der Vermögensdynamik vorliegt.

(Aber ich fürchte, das wird jetzt zu politisch.)
Wissenschaft ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch bessere Wissenschaft.

Kief
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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Kief » Mittwoch 6. November 2019, 06:45

fidelchen hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 18:00
Kief hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 16:07
Freier Mensch hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 07:47

Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... en-5392027
Nicht nur die Rente ist ist in NL besser, auch die Aktionärsquote. Es ist doch recht simpel. [ ... ]
Warum ziehst Du die Trennlinie anhand der Gewinnspanne?
[ ... ]
Die Trennlinie ist fuer mich nicht die Gewinnspanne.
Daher sehe ich da gar keinen Vorwurf an jene, die suboptimal investieren.
Hää... nur weil was „billiger“ wird heisst es nicht automatisch das es für die Arbeitnehmer allgemein schlechter wird.
[ ... ]
Ne, nur in etwa 97% der Firmen ist das so.
Solange sich Firmen auch untereinander in wirtschaftlichem Konkurrenz- und Existenzkampf befinden, werden sie auch immer schauen muessen, wo sie sich soziales Verhalten leisten koennen.
Und je enger man den Guertel schnallen muss, desto eher gehen auch soziale Werte ueber Bord.
Existenzieller und ruinoeser Konkurrenzkampf geht auf Kosten der Werte.
Zudem funktioniert eine perfekte StarTrek Gesellschaft aktuell (mit einer Konkurrenzfähigen und innovativen Wirtschaft) wo keiner bestrebt ist Gewinne zu erzielen, eben auch nur wirklich in StarTrek... Genauso realistisch wie ein Transwarp Antrieb eben 🤪...
Das siehst Du so.

Ich sehe staendig, dass solche Alternativen fuer sich funktionieren - weil sie von Leuten gewuenscht werden.
Sie werden aber staendig von aussen aufgezwungenen Noeten torpediert, so dass sie sich kaum entfalten koennen.
Und ich sehe, dass sie ausgebremst werden von Umgebung, die in ihren Gewohnheiten sich nicht vorstellen, wie leicht Dinge aenderbar waeren, wenn man die Scheuklappen mal ablegen koennte.
Die meisten Leute haben einfach keine Vorstellung, wie sehr die eigene Vorstellung der Entwicklung im Weg steht.
Erlebe ich jedesmal, wenn ich irgendein System verbessere, wie erstaunt dann die anderen sind, was sie alles uebersehen haben.

Die meisten Leute vertiefen sich gar nicht erst genug, um den Instinkt zu entwickeln, wo es noch alternative Loesungen gibt - siehe mein Erlebnis in meinem Foren-Blog.
Und selbst wenn sie gut genug waeren, dann sind die meisten immer noch von Gewohnheiten befangen und im Tunnelblick, und koennen neue Ideen kaum begreifen.
Was es an Ideen in unserer Gesellschaft gibt, das kann sich bei aller Technik kaum verbreiten, weil das Denken sich fremden Ideen erst oeffnet, wenn es irgendeine erlebbare Visualisierung gibt.
Und obwohl Menschen die Loesungen nicht sehen, so spueren sie doch, dass es Alternativen braucht.

Was Du als unrealistisch betrachtest, das halte ich fuer umsetzbar mit den richtigen Leuten in kleiner Gruppe wie Dorfgemeinschaft in 1,5 Wochen.
Das Problem sind die Konflikte mit den Leuten, die sich nicht darauf einlassen koennen (mangels Vorstellungskraft, die muessen es erst beobachten, und in Rueckstand geraten, bevor sie sich darauf einlassen), oder es nicht wollen - weil sie dabei weniger Ausbeutung betreiben koennen.
Von jenen, die es haben wollen, da gibt es genug.

In unserem Grundeinkommensprojekt haben wir gerade eine Sponsorin bekommen, die uns ihren Bausparvertrag anbietet, damit wir damit etwas Vernuenftiges fuer die Zukunft aufbauen koennen.
Die kennt uns gar nicht - aber allein unser Engagement hat sie ueberzeugt.

Gibt genug Menschen, die ein besseres System wollen.
Nur von oben wird das nicht kommen.
Im Gegenteil.



Wir haben kein solches System, weil sich unsere Maechtigen damit lieber nicht auseinandersetzen wollen.
Gibt genug Verstand in der Bevoelkerung, der was Besseres entwickeln kann.
Dafuer braucht es keine Raketenwissenschaft.
Nur den Wunsch und bissel koordinierte manpower.

Haette ich auf meine Antraege fuer Unterstuetzung bereits vor 10 Jahren jene Hilfe erhalten, die dieses Jahr endlich mal anrollt (beinahe nur aus Zufall, nachdem letztes Jahr endlich mal ein Kerl in einer Behoerde den Teufelskreis aus Pontius-Pilatus und Zustaendigkeits-Gerangel durchbrochen hat),
dann haette ich Dir auch schon vor 8 Jahren Beispiele entwickeln koennen.
Das Wissen ist in der Bevoelkerung bereits lange da.
Forschungs-Foerderungen gehen aber nicht zu guten Innovationen, welche die Gesellschaft voranbringen, sondern zu Leuten, die das gut vermarkten koennen.

Wenn Du kein funktionsfaehiges System sehen kannst, dann liegt das nicht daran, dass es nicht vorhanden ist, oder gar illusorisch waere.
Was illusorisch ist, das ist hier keine Frage von Raketenwissenschaft und Quantenverschraenkungen oder Qubits.
Was illusorisch ist, das ist hier allererst mal eine Frage des Horizontes und der selbsterfuellenden Prophezeiung.



In 10 Jahren wirst Du Deine Skepsis garantiert anders sehen.
Wenn unser System kollabiert, ist nicht die Frage, ob es Alternativen gibt.
Sondern wer an der Macht ist, ob die Alternativen und humanistischen Werte dann noch gewuenscht sind.

In unserem Kommunikationstraining habe ich jetzt gerade mit einer Frau ein paar Tage zusammen gearbeitet, weil sie mein Wissen fuer Extinction Rebellion nutzen will.
Sie war erstaunt, wie viel Wissen wir nicht nutzen und umsetzen.

Deine Prognose ueber illusorisch kommt nicht aus dem Wissen darueber, was in unserer Gesellschaft an Loesungen vorhanden ist.
Sondern Deine Prognose kommt aus Deiner Skepsis.
Mit Skepsis verstehst Du nicht, sondern haengst an Deinen Vorstellungen.
Ich befuerchte, selbst wenn Du eine kleine funktionierende Gesellschaft siehst, wirst Du immernoch ne Weile fuer illusorisch halten, was einfach nur ein paar Jahre wachsen muss.

Es braucht keine grossen Entwicklungen - nur die kleinen alltaeglichen Huerden der menschlichen Psyche halten uns auf.
Umso mehr, je anonymer die (strukturellen) Huerden werden.


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Was macht Ihr in Sachen finanzieller Altersvorsorge?

Beitrag von Freier Mensch » Mittwoch 6. November 2019, 09:14

Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 18:43
Freier Mensch hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 07:47
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 05:26


:roll:
Ja, nee, is klar. Alle selber schuld. :hammer:
Genau das gerade doch nicht. Es geht mir nicht um Geringverdiener, sondern um die breite Mittelschicht, die sich weigert ihr Geld anzulegen.
Mir geht es nicht um die Mittelschicht, sondern um die Ansicht, dass das Aufgehen der Vermögensschere irgendwas mit dem Investitionsverhalten der Mittelschicht zu tun hat. Wenn die Mittelschicht mehr Renditen einfährt, bleibt damit relevant weniger für die Oberschicht übrig, oder wie? Ich nehme eher an, dass ein grobes Fehlverständnis der Vermögensdynamik vorliegt.

(Aber ich fürchte, das wird jetzt zu politisch.)
Der Abstand wird geringer, wenn beide auf ihr Vermögen 5% Rendite bekommen steigt der Unterschied nicht so stark an, wie wenn einer 5% bekommt und der andere sein Geld parkt und die Inflation die Erpsarnisse langsam auffrisst

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