Depressionen

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Saraj
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Re: Depressionen

Beitrag von Saraj » Montag 15. Juli 2019, 15:27

Tania hat geschrieben:
Sonntag 14. Juli 2019, 21:31
Warum bin ich zu feige um zu sterben??
Feige? Lieber mmA, dass Du jeden Morgen aufstehst und Dich dem Tag stellst, zeugt von so viel Mut, dass das Wort "feige" echt nicht zu Dir passt.
Leute mit Sozialphobie und Depressionen brauchen jeden Tag ganz ganz viel Mut und Kraft, vielleicht sogar mehr als andere Leute. Das merke ich im Moment auch wieder ständig. Du bist bestimmt alles andere als feige, das sehe ich auch so.
:umarmung2:

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Re: Depressionen

Beitrag von Polarfuchs » Montag 15. Juli 2019, 15:30

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 15:12
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 14. Juli 2019, 20:11
Lösungen ergeben sich. :hierlang:
Bei mir ergibt sich leider gar nichts. :? Es kann so nicht weitergehen, es geht nicht mehr.

Sorry Tania, hier muss ich dir widersprechen. Nell hat Recht:
Nell The Sentinel hat geschrieben:
Sonntag 14. Juli 2019, 21:43
Meine Erfahrung mit Therapeuten sagt mir, dass letztendlich du selbst dir helfen musst.
Therapeuten können nur Hilfe zur Selbsthilfe geben. Aber ich bin unheilbar.

Ich war jetzt im Supermarkt und bin schweißgebadet, jetzt müsste ich dringend duschen, aber woher die Kraft??? :crybaby: Und irgendwie wachbleiben und beschäftigen. :crybaby: ICH KANN NICHT MEHR. :crybaby:

Sorry falls ich aggressiv klinge, ist nicht so gemeint. :oops: :oops: :oops:
Gibt es denn keine Möglichkeit, dass dich jemand zu Hause regelmäßig besucht und dir irgendwie helfen kann z.B. beim Einkaufen oder täglichen Angeboten von Krisengesprächen? :gruebel:

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 15. Juli 2019, 18:39

Saraj hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 15:27
Du bist bestimmt alles andere als feige, das sehe ich auch so.
:umarmung2:
Wenn ich mutig wäre würde ich vom nächsten Hochhaus springen. Aber ich fürchte den Tod. :?
Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 15:30
Gibt es denn keine Möglichkeit, dass dich jemand zu Hause regelmäßig besucht und dir irgendwie helfen kann z.B. beim Einkaufen oder täglichen Angeboten von Krisengesprächen? :gruebel:
tägliche Gespräche wären schön, aber das gibt es nicht (bzw bestimmt wenn ich jemanden dafür bezahle, aber mein Budget ist sehr begrenzt). Einkaufen kann ich alleine.
Die Einsamkeit, die Nutzlosigkeit, die Müdigkeit (und die Zwänge) bringen mich um. Ich bräuchte Beschäftigung und einen Freundeskreis, aber woher nehmen??? :crybaby:
Naja, immerhin war ich mittlerweile unter der Dusche...
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Re: Depressionen

Beitrag von Saraj » Montag 15. Juli 2019, 19:10

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 18:39
Wenn ich mutig wäre würde ich vom nächsten Hochhaus springen. Aber ich fürchte den Tod. :?
Und das Leben fürchtest du nicht?

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 15. Juli 2019, 19:13

Im Zweifel weniger als den Tod. Das Leben kenne ich, den Tod bzw was danach kommt nicht. :?
Urgh, irgendwie wird das gerade philosophisch. :schwarzekatze:
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Re: Depressionen

Beitrag von Saraj » Montag 15. Juli 2019, 19:17

Entschuldige bitte, ich wollte dich auf keinen Fall belehren. Da ich schon in ähnlichen Situationen war wie du jetzt, weiß ich, dass dir das gar nichts bringt. :sadwoman:
Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du vielleicht bald zumindest wieder einen kleinen aufsteigenden Ast findest... :vielglueck:

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 15. Juli 2019, 19:18

Kein Grund sich zu entschuldigen!
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Re: Depressionen

Beitrag von klecks » Montag 15. Juli 2019, 20:56

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 19:13
Im Zweifel weniger als den Tod. Das Leben kenne ich, den Tod bzw was danach kommt nicht. :?
Urgh, irgendwie wird das gerade philosophisch. :schwarzekatze:
Ähm, das Leben meinst du zu kennen. Und was du kennst, fürchtest du. Den Tod fürchtest du auch, weil unbekanntes Danach. Also stehst du genau in der Mitte zwischen Leben und Tod und traust dich keinen Schritt in keine Richtung, oder? :gruebel: Ich versuche mir in ein Bild zu übersetzen, was du hier so alles schreibst. :umarmung2:

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Re: Depressionen

Beitrag von Ringelnatz » Montag 15. Juli 2019, 21:01

Mit müden Augen hat geschrieben:
Sonntag 14. Juli 2019, 19:59
Es geht so nicht weiter.
ach mensch :umarmung2: Das tut mir so leid zu sehen, wie sehr du dich gerade quälst. Ich wünsche dir so sehr, dass du einen Weg entdeckst, der dich weiterbringt. Mein Gefühl ist, dass du aus der aktuellen Situation raus müsstest.
Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 18:39
Die Einsamkeit, die Nutzlosigkeit, die Müdigkeit (und die Zwänge) bringen mich um. Ich bräuchte Beschäftigung und einen Freundeskreis, aber woher nehmen??? :crybaby:
Ich frage mich, ob es nicht tatsächlich sinnvolle (aber nicht überfordernde!) Beschäftigung dir helfen würde. Vielleicht eine Tätigkeit, bei der du auch (begrenzt) in Kontakt mit anderen kommst, vielleicht sogar anderen hilfst, z.B. im IT-Bereich. Was könnte das sein?

Allgemein: Ich bin gerade krank (auch krank geschrieben) und ein bißchen matt / fühle mich angeschlagen. Gleichzeitig merke ich total, dass der Tag ohne Struktur und mit einem unguten Körpergefühl mich total träge macht... ich schaffe gar nichts. Nicht mal genug trinken. Nicht mal den Müll rausbringen. Ich sollte mich dieser Trägheit nicht überlassen, aber mir fehlt auch die Energie für mehr als das Nötigste (und soooooo krank bin ich nun auch wieder nicht). Wie schlimm muss das erst sein, wenn man depressiv ist? Wie schwer muss es sein, sich immer wieder aufzuraffen?
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Re: Depressionen

Beitrag von Reinhard » Montag 15. Juli 2019, 22:13

Hmmm. Ich finde, dass du es dir auch selber schwer machst. Du gibst dir selbst die Schuld für deine Situation; und bürdest dir selbst die Verantwortung auf, da raus zu kommen. Gleichzeitig projizierst du deine Hoffnungnen auf das jeweils neueste Medikament, das du gerade probierst. Zumindest habe ich noch nichts anderes gelesen. Von sowas ist das arme Medikament doch völlig überfordert, das kann ja nur schiefgehen.

Außerdem glaube ich nicht, dass die Pharmaindustrie tatsächlich Interesse hat, den Leuten etwas zu verkaufen, das wirklich hilft.

Was bringt den Doktor um sein Brot?
Die Gesundheit --- und der Tod.
Drum hält er uns, auf dass
er lebe,
Zwischen beidem in der Schwebe.


Wenn mal wirklich was stark wirkt, dann ist ja klar, dass Leute das erstmal exzessiv einwerfen würden, und dann kann man natürlich schnell damit bei der Hand sein, dass es ja angeblich süchtig machen würde; und das Leben der Patienten ruinieren ... aber ... echt jetzt? Ruinierter als schwere Depressionen, geht das? Und über "Sucht" habe ich weiter oben schon geschrieben, im Wesentlichen dass ein Haufen Unsinn so erzählt wird. Aber das ist natürlich ein idealer Grund, ein gutes Mittel aus den Studien auszuschließen, "weil man die Leute nicht süchtig machen will".
Leider macht schon an sich die Situation "Rauskommen aus einer Depression" süchtig, also ==> :hammer:

Jetzt weiß ich aber auch nicht, wo man wirksamen Kram kriegen kann, insbesondere nicht bei Vorliegen von Sozialphobie. :sadman: Aber wenn du meinst, dass es so nicht weitergehen kann ...
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Dienstag 16. Juli 2019, 16:11

klecks hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 20:56
Ähm, das Leben meinst du zu kennen. Und was du kennst, fürchtest du. Den Tod fürchtest du auch, weil unbekanntes Danach. Also stehst du genau in der Mitte zwischen Leben und Tod und traust dich keinen Schritt in keine Richtung, oder? :gruebel: Ich versuche mir in ein Bild zu übersetzen, was du hier so alles schreibst. :umarmung2:
Mein Scheißleben kenne ich gut, aber es ist unerträglich. Den Tod bzw danach kenne ich nicht und das macht mir Angst. Angst vor dem Unbekannten.
Ringelnatz hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 21:01
Mein Gefühl ist, dass du aus der aktuellen Situation raus müsstest. [...] Ich frage mich, ob es nicht tatsächlich sinnvolle (aber nicht überfordernde!) Beschäftigung dir helfen würde. Vielleicht eine Tätigkeit, bei der du auch (begrenzt) in Kontakt mit anderen kommst, vielleicht sogar anderen hilfst, z.B. im IT-Bereich. Was könnte das sein?
Das stimmt und meine Psychologin sagt das auch. Aber ich weiß nicht woher ich die Kraft nehmen soll und vor allem finde mal jemanden der mich für einen Tag pro Woche oder so einstellt und dabei auch flexibel ist wenn es mal nicht geht usw. Sowas gibt es - wenn überhaupt - nur in Vereinen usw die psychisch Kranke beschäftigen, aber wenn ich eine Chance auf positive Erlebnisse haben will muss ich Sachen machen die mich interessieren (Elektronik/IT), nicht Strohhalme zählen und einpacken oder solche Tätigkeiten (nichts gegen Leute die das tun). :fessel: :fessel:
Wie schlimm muss das erst sein, wenn man depressiv ist? Wie schwer muss es sein, sich immer wieder aufzuraffen?
Es ist scheiße. Sei froh wenn du es nicht kennst. Gute Besserung für deine Erkältung (??). :vielglueck:
Reinhard hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 22:13
Hmmm. Ich finde, dass du es dir auch selber schwer machst. Du gibst dir selbst die Schuld für deine Situation; und bürdest dir selbst die Verantwortung auf, da raus zu kommen. Gleichzeitig projizierst du deine Hoffnungnen auf das jeweils neueste Medikament, das du gerade probierst. Zumindest habe ich noch nichts anderes gelesen. Von sowas ist das arme Medikament doch völlig überfordert, das kann ja nur schiefgehen.
Was soll ich denn tun? Gar nicht mehr hoffen und vom Hochhaus springen? Ich glaube nicht dass es irgendeine Therapie gibt die mich aus meinem Loch holt. Und auch kein Medikament, aber ich hoffe es.
Außerdem glaube ich nicht, dass die Pharmaindustrie tatsächlich Interesse hat, den Leuten etwas zu verkaufen, das wirklich hilft.
Für die Diskussion geht es mir zu schlecht...
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Re: Depressionen

Beitrag von Calliandra » Dienstag 16. Juli 2019, 16:56

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 18:39
... tägliche Gespräche wären schön, aber das gibt es nicht (bzw bestimmt wenn ich jemanden dafür bezahle, aber mein Budget ist sehr begrenzt). Einkaufen kann ich alleine.
Die Einsamkeit, die Nutzlosigkeit, die Müdigkeit (und die Zwänge) bringen mich um. Ich bräuchte Beschäftigung und einen Freundeskreis, aber woher nehmen??? :crybaby:
Hast du mal geschaut, ob es in deiner Gegend Selbsthilfegruppen gibt für die Art von Problemen, die du hast (Depression/Soziale Phobie/Zwänge/ABtum ...)? Ich weiß, dass auch das eine große Hürde ist, sich in solch einer Situation auf sowas einzulassen, aber letztlich ist vielleicht ein Hemmnis weg, wenn du weißt, dass die Leute, die da sitzen, auch genau diese Art von Problem haben, so dass man zumindest nicht so diese Befangenheit hat, die man anderen gegenüber empfindet. Auch muss man ja nicht gleich von Anfang an aktiv mitmachen, sondern kann auch erstmal die Berichte der anderen anhören, woraus man auch manchmal Erkenntnisse oder Ideen für sich selbst mitnehmen kann.
Vielleicht hast du dann nach einer Eingewöhnungsphase auch den Mut oder sogar das Bedürfnis, konkret über deine Situation zu sprechen.
Und vielleicht gibt es da ja auch Leute, die dir sympathisch sind und zu denen du langsam eine Verbindung aufbauen kannst und vielleicht auch außerhalb der Gruppengespräche mal was unternehmen möchtest.

Mir ist bewusst, dass das mit dieser Kombination von Problemen ein großes Hindernis darstellt, sich dazu aufzuraffen oder überhaupt die Energie dazu aufzubringen, aber wenn ich das richtig einordne, ist deine Verzweiflung gerade groß genug, vielleicht auch mal Dinge auszuprobieren, die einen sonst abschrecken würden.
Immerhin hast du die Vorstufe, dass du dich hier austauschst und von deinen Problemen erzählst, ja auch schon erreicht (wenn auch im Schutz der Internetanonymität). Und auch mit deiner Therapeutin sprichst du vis-à-vis über deine Probleme.
Du könntest dir ja zumindest vornehmen, mal unverbindlich auf ein Treffen zu gehen und schauen, wie es dir damit geht. Wenn du so gar nichts damit anfangen kannst, bist du ja auch nicht gezwungen, das krampfhaft weiterzuführen, aber es war ein aktiver Versuch, deine Situation zu verbessern.

Ich wünsch dir gute Besserung :vielglueck:
Und bitte, wenn du ganz verzweifelt bist und dein Leben dir gerade total sinnlos erscheint, mach keine Dummheiten – vielleicht hilft ja für den akuten Fall eine Art Telefonseelsorge.

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Re: Depressionen

Beitrag von Reinhard » Dienstag 16. Juli 2019, 19:24

Mit müden Augen hat geschrieben:
Dienstag 16. Juli 2019, 16:11
Reinhard hat geschrieben:
Montag 15. Juli 2019, 22:13
Hmmm. Ich finde, dass du es dir auch selber schwer machst. Du gibst dir selbst die Schuld für deine Situation; und bürdest dir selbst die Verantwortung auf, da raus zu kommen. Gleichzeitig projizierst du deine Hoffnungnen auf das jeweils neueste Medikament, das du gerade probierst. Zumindest habe ich noch nichts anderes gelesen. Von sowas ist das arme Medikament doch völlig überfordert, das kann ja nur schiefgehen.
Was soll ich denn tun? Gar nicht mehr hoffen und vom Hochhaus springen? Ich glaube nicht dass es irgendeine Therapie gibt die mich aus meinem Loch holt. Und auch kein Medikament, aber ich hoffe es.

Aber wenn du nicht gerade Therapie hast, dann hängst du diesen Gedanken nach, die es dir erst schwer machen. Äußerst deine Selbstbezichtigungen auch noch hier im Forum, anstatt dich mal damit auseinanderzusetzen, wie falsch die sind. Und eigentlich hindert dich auch nichts daran, dir öfter am Tag mal Texte wie den hier reinzuziehen. Ist allemal besser als Trübsal blasen ...
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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 17. Juli 2019, 11:56

Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 16. Juli 2019, 16:56
Selbsthilfegruppen
Meines Wissens sieht es da sehr mickrig aus, aber das ist einer der Punkte die ich nochmal prüfen will. Leider bin ich mangels Auto auch kaum mobil.
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Re: Depressionen

Beitrag von Calliandra » Mittwoch 17. Juli 2019, 12:03

Mit müden Augen hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 11:56
Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 16. Juli 2019, 16:56
Selbsthilfegruppen
Meines Wissens sieht es da sehr mickrig aus, aber das ist einer der Punkte die ich nochmal prüfen will. Leider bin ich mangels Auto auch kaum mobil.
Mit Fahrrad vielleicht? Damit kann man gut einige km machen, wenn es nicht gerade 40 Grad-Tage sind und die Gegend nicht so bergig ist. Bewegung hilft auch oft, den Geist zu beruhigen und festgefahrene Gedanken zu lösen.
Aber, genau, prüf doch erst mal, was es in der Gegend da so gibt, und wenn was passendes dabei ist, findest du sicher auch eine Möglichkeit, hinzukommen.
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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 17. Juli 2019, 14:12

Ich habe mir vorgenommen im Herbst mein Fahrrad wieder in Betrieb zu nehmen, aber da gibt es aufgrund meiner diversen Probleme ein paar "Komplikationen". Ich hoffe ich schaffe es.

Aktuell kämpfe ich mal wieder mit akuter Müdigkeit. :schlafen: :schlafen: :schlafen:
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Re: Depressionen

Beitrag von JohnnyCrash » Mittwoch 17. Juli 2019, 17:24

Mit müden Augen hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 14:12
Ich habe mir vorgenommen im Herbst mein Fahrrad wieder in Betrieb zu nehmen, aber da gibt es aufgrund meiner diversen Probleme ein paar "Komplikationen". Ich hoffe ich schaffe es.

Aktuell kämpfe ich mal wieder mit akuter Müdigkeit. :schlafen: :schlafen: :schlafen:

Das ist super.
Aber erstmal braucht man ja den Antrieb dafür. Da kann das richtige Medikament schon helfen.

Ich freue mich immer wenn ich nach Hause komme mit meinem Mountainbike in den Wald zu fahren und durch die engen Pfade und über die Wurzeln zu brettern. Würde aber ohne mein Medikinet nicht funktionieren, da würde ich sonst wegen mangelnder Konzentration bzw. Sicherheit und zuviel Ablenkung Unfälle bauen..
Und Kraftsport ist auch echt gut.

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Re: Depressionen

Beitrag von klecks » Mittwoch 17. Juli 2019, 18:14

JohnnyCrash hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 17:24

Ich freue mich immer wenn ich nach Hause komme mit meinem Mountainbike in den Wald zu fahren und durch die engen Pfade und über die Wurzeln zu brettern. Würde aber ohne mein Medikinet nicht funktionieren, da würde ich sonst wegen mangelnder Konzentration bzw. Sicherheit und zuviel Ablenkung Unfälle bauen..
Und Kraftsport ist auch echt gut.
Dann hast du aber eher eine ADHS-Diagnose und leidest bestenfalls zusätzlich unter Depressionen, oder?
Aber, ja, Medis unterstützen. Aber sie generieren keine intrinsische Motivation (so mein Kenntnisstand).

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Re: Depressionen

Beitrag von Calliandra » Mittwoch 17. Juli 2019, 23:12

Mit müden Augen hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 14:12
Ich habe mir vorgenommen im Herbst mein Fahrrad wieder in Betrieb zu nehmen, aber da gibt es aufgrund meiner diversen Probleme ein paar "Komplikationen". Ich hoffe ich schaffe es.

Aktuell kämpfe ich mal wieder mit akuter Müdigkeit. :schlafen: :schlafen: :schlafen:
Ja, ich kenne das: es nervt, wenn am Rad irgendwas nicht funktioniert und man es aber irgendwie nicht gebacken kriegt, sich mal drum zu kümmern. Mir hatte jemand vor einer Weile den vorderen Scheinwerfer geklaut, als das Rad nachts draußen stand – und jetzt habe ich wochenlang improvisiert und immer eine Stirnlampe vorne ran gebastelt, wenn ich im Dunkeln unterwegs war (naja, zumindest ist das nichts, was generell die Fahrtauglichkeit beeinträchtigt) :kopfstand:
Heute habe ich nun endlich einen neuen Scheinwerfer montiert, den ich mir bestellt habe, und es war dann leichter als gedacht – ich konnte einfach die vorhandenen Steckkontakte nutzen (habe befürchtet, das muss alles umständlich neu angeschlossen werden und habe es deswegen ewig aufgeschoben) ...
Wenn es Sachen sind, womit ich nicht klarkomme, bringe ich es dann halt zum Fahrradladen, auch wenn ich versuche, so viel wie möglich selbst in Ordnung zu bringen.
Es gibt übrigens auch den ADFC, wo es (zumindest hier vor Ort) immer so Reparaturnachmittage gibt (zumindest war das vor Jahren so, ich war da schon ewig nicht mehr). Da kann man hingehen, die Werkstatt nutzen und sein Rad selbst reparieren, wobei man die Leute vor Ort um Hilfe bitten kann, wenn man mit irgendwas nicht klar kommt und man kriegt das dann nett erklärt oder gezeigt (wenn nötig, kann auch Zubehör dafür direkt vor Ort gekauft werden). Das ist gegen eine Spende.
Vielleicht kannst du dich ja sogar im Sommer noch animieren, dich drum zu kümmern, denn es ist ja eigentlich die schönste Jahreszeit, um das Rad auch zu nutzen. Ich verstehe natürlich, dass man sowas nicht macht, wenn man sich mit extremer Müdigkeit rumschlägt, aber solltest du mal einen unverhofften Energieschub haben, wäre das doch ein schönes Projekt ;)

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Donnerstag 18. Juli 2019, 12:13

Ich sprach nicht von technisch-materiellen Problemen, damit komme ich zurecht. Ich hab schon vieles am Fahrrad gemacht. Eher so von Zwängen, Ängsten und so.
Vielleicht kannst du dich ja sogar im Sommer noch animieren, dich drum zu kümmern, denn es ist ja eigentlich die schönste Jahreszeit, um das Rad auch zu nutzen.
Sommer und schönste Jahreszeit??? Hierzulande ist es erbärmlich heiß. Es lebe der Herbst!
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