Informatiker hier? Berufswahl?

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Cylon
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Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Cylon » Dienstag 16. August 2016, 23:31

Ich bin kurz davor, mein Wirtschaftsinformatik-Studium zu beenden. Ich weiß nur nicht, in welche Richtung ich gehen will. Es gibt drei interessante Bereiche:
- Software Engineering
- irgendwas mit Big Data
- SAP Consulting

Wir haben in allen Bereichen Vorlesungen gehabt. Haben auch alle Spaß gemacht, aber so richtig was können, tue ich nicht.

Wie sehen die Chancen aus und der Verdienst?
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Suboptimierer » Donnerstag 18. August 2016, 17:19

Ich mache irgendwas mit Big Data und könnte dir dazu was sagen bezüglich Verdienst und Chancen. Dazu müsste ich allerdings wissen, was für Vorkenntnisse du hast und wofür du dich konkret interessierst.

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Genosse Premier » Donnerstag 18. August 2016, 20:23

Macht heutzutage nicht jeder etwas mit Big Data? Und wer nicht Big Data macht, macht IoT. Da weiß doch niemand, was konkretes mit anzufangen ;)
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von marwie » Samstag 20. August 2016, 18:43

- Software Engineering
Gute Softwareentwickler werden wohl immer gefragt sein, aber dazu benötig man IMHO schon etwas Talent, ansonsten wird man wohl nur ein mittelmässiger Entwickler.

- irgendwas mit Big Data
Etwas schwammiger Begriff, was hast du dir da vorgestellt?

- SAP Consulting
Ist halt IMHO etwas heikel, sich auf ein Produkt einer Firma zu spezialisieren, man weiss ja nie, wie lange es ein Unternehmen noch geben wird.

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Quizzer » Sonntag 21. August 2016, 00:14

marwie hat geschrieben:- Software Engineering
Gute Softwareentwickler werden wohl immer gefragt sein, aber dazu benötig man IMHO schon etwas Talent, ansonsten wird man wohl nur ein mittelmässiger Entwickler.
Klar, bisschen Talent braucht man so und so. Aber gibt ja diesen Mythos, dass ein Top-Entwickler so produktiv ist wie 10 "Normale". Nur was ist schlimm daran zu diesen mittelmäßigen "normalen" Entwicklern zu gehören? Ich selbst würde mich auch dazu zählen. ;)
marwie hat geschrieben: - SAP Consulting
Ist halt IMHO etwas heikel, sich auf ein Produkt einer Firma zu spezialisieren, man weiss ja nie, wie lange es ein Unternehmen noch geben wird.
Grundsätzlich sehe ich das auch so. Aber SAP ist echt sehr verbreitet und komplex. So schnell wird das sicher nicht verschwinden, also kann man das Risiko vermutlich eingehen.

Von den Genannten ist der Verdienst wohl beim SAP-Consultant am höchsten, wenn ich mich nicht täusche. Grundsatzfrage ist aber meines Erachtens erstmal: Beratung oder Entwicklung? Was möchtest du lieber machen?
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Dave » Sonntag 21. August 2016, 18:31

Also ich arbeite selber im Consulting... Ist auch das was ich Dir empfehlen würde. Zumindest mal für ein paar Jahre. Ist zwar anstrengend, aber die Kohle stimmt und wenn Du mal ein paar Jahre als Unternehmensberater gearbeitet hast, stehen Dir alle Türen offen.
Vor zwei Jahren habe ich auch ewig nach einer Stelle gesucht. Und jetzt kriege ich auf Xing fast jede Woche irgendeine Mail von einem Headhunter der mich abwerben will.

Ich würde mir allerdings überlegen, ob ich da auf SAP setze, da ist alles schon sehr proprietär und sie benutzen wenig allgemeine Standards (haben sie auch nicht nötig).

Wenn Du das dann mal gemacht hast, kannst Du Dir die Stelle aussuchen. Unternehmsberater werden ÜBERALL gerne genommen. Und die 35-Stunden-Woche in irgendeinem gemütlichen Wirtschaftsunternehmen läuft Dir nicht weg. Lieber erstmal richtig Gas geben und dann später in ruhigere Gewässer.

Wir suchen noch Leute (sowohl Consultants, als auch Software-Engineers). Bei Interesse, kannste Dich gerne mal bei mir melden (allerdings skein SAP)

Gruß, Dave
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von inVinoVeritas » Mittwoch 24. August 2016, 11:28

Cylon hat geschrieben:Ich bin kurz davor, mein Wirtschaftsinformatik-Studium zu beenden. Ich weiß nur nicht, in welche Richtung ich gehen will. Es gibt drei interessante Bereiche:
- Software Engineering
Wenn du nicht gerade eine unfassbare Passion für Software-Engineering hast, dann würde ich dir insbesondere von diesem Bereich abraten.
Ich arbeite in einem Dax30-Konzern und wir haben über die letzten Jahre ca. 80% unserer Entwickler und IT-Experten abgebaut bzw. in andere Jobs reinwachsen lassen, denn mittlerweile werden immer mehr Bereiche in diverse Clouds verlagert (Stichwort: Software as a Service) und das was bei uns noch selbst entwickelt wird, wird zum Großteil auch nicht mehr von eigenen Entwicklern sondern von Externen oder Dienstleistern in Indien erledigt.
Von daher denke ich, dass du in dem Umfeld wirklich Glück haben musst, um nach dem Studium ohne lange Berufserfahrung eine gute Stelle in zu ergattern - denn wenn du Pech hast, dann landest du irgendwo als Entwickler für 35-40k€ ohne große Weiterentwicklungs-Möglichkeiten und hängst dann ewig fest.

Was heutzutage eher benötigt wird, sind berufserfahrene Leute, die sowohl das Business verstehen und beraten können, als auch diese Anforderungen in gute IT Konzepte übertragen zu können (und dann ggf. in einer Projektleiter-Rolle eben die paar internen und die zusätzlichen Dutzenden Externen / Inder zu steuern).
Insofern hast du schon mal das richtige studiert (habe auch ein Diplom in Wirtschaftsinformatik) um in solche Schnittstellen - Positionen gelangen zu können.

Cylon hat geschrieben: - irgendwas mit Big Data
Streiche das "irgendwas" und gehe konkret in den Bereich "Big Data Analytics", häufig haben solche Stellen den Job-Titel "Data Scientist".
Das ist die Zukunft und das wird gerade überall gesucht (auch wir suchen, die "Business Intelligence" Abteilungen werden überall massiv aufgestockt).
Denn viele Firmen können sich Wettbewerbsvorteile nur noch erarbeiten, indem sie ihren Datenberg nutzen, um besondere neue Erkenntnisse in den Bereichen Produktentwicklung, Marketing, Kundenmanagement, etc. zu erlangen.
Ein Data Scientist findet in dem Datenhaufen Muster, baut Modelle, simuliert damit Prozesse und kann basierend darauf im besten Fall solide Trends vorhersagen - und dann damit Grundlagen zur Strategiefindung beisteuern.

Hier musst du entweder ein Nerd sein und über extrem gute Mathe-Skills verfügen oder du strebst auch hier eine Schnittstellen-Funktion an: du bist mehr der Consultant der die Materie, Tools, etc. grundlegend versteht, der das Business zu dem Thema berät, die Anforderungen sammelt und so formuliert, dass der "richtige" Data Scientist daraus Modelle bauen kann bzw. weiß wonach er im Datenhaufen suchen soll. Anschließend liegt es wieder an dir, die Erkenntisse in Form einer Management-verständlichen Story (das ist extrem wichtig und können die meisten "Nerds" nicht) dem auftraggebendem Bereich zu präsentieren.
-> ist ohne Berufserfahrung aber bestimmt nicht leicht da reinzukommen, realistischer ist es irgendwo als "Junior Data Scientist" starten zu können wenn du die entsprechenden Skills aus dem Studium hast.

Einstiegsgehalt dürfte hier bei 40-45k liegen, Leute mit viel Erfahrung und entsprechendem Standing liegen bei mindestens dem doppelten.
Cylon hat geschrieben: - SAP Consulting
Das mache ich als Inhouse-Berater (aber nur noch zum Teil, habe mittlerweile andere Schwerpunkte). :-)
Habe extrem viel gelernt in dieser Schnittstellen-Position, der Job ist sehr vielseitig. Es gibt tausende Firmen da draußen, deren komplettes Geschäft mit SAP IT unterstützt wird, einen leichteren Einstieg wirst du kaum finden.
Einstiegsgehalt bei einer Beratung (z.B.: Accenture, Hays, etc.) dürfte bei ca. 45k€ liegen. Mit 5-7 Jahren Berufserfahrung bist du in der Wirtschaft dann leicht bei 80k€ oder mehr, je nachdem welche zusätzlichen Skills du aufgebaut hast (Projektmanagement Erfahrung, Prozessmanagement und -optimierung, etc.).
Ich kann Dave von daher nur zustimmen: verdien dir deine Sporen als Junior Consultant, lerne Firmen und Geschäftsbereiche über zahlreiche Projekte kennen und spezialisiere dich frühzeitig auf ein SAP Modul.

Kannst ja mal berichten wohin es dich verschlagen hat!

Disclaimer: meine Gehaltsangaben gelten für größere Unternehmen & Konzerne in West-Deutschland. Bei einer 500-Mann Firma in Berlin wirst du wohl 20-30% abziehen müssen, wobei es natürlich Ausnahmen gibt (Konzern-Niederlassungen zahlen auch im Osten genau so gut).

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Dave » Mittwoch 24. August 2016, 12:22

Kann den Ausführungen von InVinoVeritas nur zustimmen...
und spezialisiere dich frühzeitig auf ein SAP Modul.
Alternativ könnte man auch schauen, dass man sich in Richtung Projekt-Management weiter-entwickelt. Im PM-Bereich wird es auch immer wichtiger dass man Leute hat, die auch technisch einigermaßen wissen, wovon sie reden. Ich mache es auch so, bin als Entwickler bzw. IT Consultant in's Unternehmen gekommen, versuche aber immer mehr PM-Erfahrung zu sammeln (obwohl ich kein BWL-Studium habe). Bei uns ist es da erfreulicherweise so, dass man sich da in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln kann und sich die eigene Stellenbeschreibung da nicht in Stein gemeißelt ist.

Bei mir war auch das Thema Microsoft vs. SAP. Hab mich damals eigentlich nur für ein Microsoft Haus entschieden, weil diese das beste Angebot gemacht haben. Fand das damals eher uninteressant (kam aus der Java-Welt), muss aber auch sagen, dass ich da heute dankbar bin. Mit SAP kann man absolut nix falsch machen.
Microsoft wird halt mittlerweile überall eingesetzt, selbst die kleinste Ein-Mann-Klitsche hat Office am Start und gerade SharePoint und O365 geht gerade extrem durch die Decke...
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Hannah » Mittwoch 24. August 2016, 14:34

Warum schreiben hier nur Männer? :vielglueck:

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Hannah » Mittwoch 24. August 2016, 14:40

Ich glaube wenn man Männer angeln will muss man einfach als einzige Frau in solchen Threads rumschreiben :mrgreen:

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Dave » Mittwoch 24. August 2016, 19:14

Hannah hat geschrieben:Warum schreiben hier nur Männer? :vielglueck:
Naja, wenn Du hier einen Thread über H&M aufmachst, würden vermutlich auch hauptsächlich Frauen schreiben...
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Wuchtbrumme » Mittwoch 24. August 2016, 19:19

Wenn man hier seinen Frust über SAP loswerden könnte würde ich hier auch was schreiben. :fluchen2:
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Genosse Premier » Donnerstag 25. August 2016, 10:47

inVinoVeritas hat geschrieben:
Cylon hat geschrieben:Ich bin kurz davor, mein Wirtschaftsinformatik-Studium zu beenden. Ich weiß nur nicht, in welche Richtung ich gehen will. Es gibt drei interessante Bereiche:
- Software Engineering
Wenn du nicht gerade eine unfassbare Passion für Software-Engineering hast, dann würde ich dir insbesondere von diesem Bereich abraten.
Ich arbeite in einem Dax30-Konzern und wir haben über die letzten Jahre ca. 80% unserer Entwickler und IT-Experten abgebaut bzw. in andere Jobs reinwachsen lassen, denn mittlerweile werden immer mehr Bereiche in diverse Clouds verlagert (Stichwort: Software as a Service) und das was bei uns noch selbst entwickelt wird, wird zum Großteil auch nicht mehr von eigenen Entwicklern sondern von Externen oder Dienstleistern in Indien erledigt.
Von daher denke ich, dass du in dem Umfeld wirklich Glück haben musst, um nach dem Studium ohne lange Berufserfahrung eine gute Stelle in zu ergattern - denn wenn du Pech hast, dann landest du irgendwo als Entwickler für 35-40k€ ohne große Weiterentwicklungs-Möglichkeiten und hängst dann ewig fest.

Was heutzutage eher benötigt wird, sind berufserfahrene Leute, die sowohl das Business verstehen und beraten können, als auch diese Anforderungen in gute IT Konzepte übertragen zu können (und dann ggf. in einer Projektleiter-Rolle eben die paar internen und die zusätzlichen Dutzenden Externen / Inder zu steuern).
Insofern hast du schon mal das richtige studiert (habe auch ein Diplom in Wirtschaftsinformatik) um in solche Schnittstellen - Positionen gelangen zu können.
Danke für die Einschätzung. Das deckt sich leider mit dem Eindruck, den ich in meinem Bewerbungsprozess bekommen habe :?
'Leider' habe ich selbst eine Passion für Softwareentwicklung und kann mir eine Beraterposition überhaupt nicht vorstellen. Leider findet man da nicht viel. Große Firmen stellen eher nur sehr selten SW-Entwickler ein. Ansonsten gibts haufenweise Entwicklerfirmen, die Projektarbeit machen. Dort dümpelt man aber, genau wie du sagst, nur auf der Stelle mit teilweise richtig dreisten Arbeitsbedingungen und Verdiensten.

Der Tipp mit dem Projektleiter ist aber ganz interessant. Aber da ist es bei mir schwierig, weil ich keine Business-Erfahrung habe. Welche Art von Zwischenetappe wäre denn da ratsam?
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Quizzer » Donnerstag 25. August 2016, 22:56

Genosse Premier hat geschrieben: 'Leider' habe ich selbst eine Passion für Softwareentwicklung und kann mir eine Beraterposition überhaupt nicht vorstellen. Leider findet man da nicht viel. Große Firmen stellen eher nur sehr selten SW-Entwickler ein. Ansonsten gibts haufenweise Entwicklerfirmen, die Projektarbeit machen. Dort dümpelt man aber, genau wie du sagst, nur auf der Stelle mit teilweise richtig dreisten Arbeitsbedingungen und Verdiensten.
Ich arbeite als Software-Entwickler bei einer Versicherung. Da bekomme ich ein anständiges Gehalt (Tarifvertrag) bei einer 38 Stunden Woche. In der Branche werden die Outsourcing-Bemühungen inzwischen auch verstärkt, aber verglichen mit anderen hängen die noch hinterher und ich vermute, dass nicht nur bei meinem Arbeitgeber der Altersdurchschnitt recht hoch ist. Vielleicht hast du in der Hinsicht Möglichkeiten?
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Lazarus Long » Donnerstag 25. August 2016, 23:04

Bei uns werden immer wieder Entwickler gesucht und es dauert immer ewig, bis welche gefunden werden. Wir sind halt öffentlicher Dienst.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von orthonormal » Freitag 26. August 2016, 00:32

Lazarus Long hat geschrieben:Bei uns werden immer wieder Entwickler gesucht und es dauert immer ewig, bis welche gefunden werden. Wir sind halt öffentlicher Dienst.
Der BND sucht auch gerade. ;)

Ansonsten, @TE: Wo siehst du für dich persönlich Perspektiven? Die IT-Branche ist dermaßen schnelllebig, da kommt man nicht umhin, sich ein gewisses Konzept zu entwickeln. Berufe, in denen man in 20 Jahren noch das gleiche machen wird wie heute, dürfte es dort kaum geben.
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Dave » Samstag 27. August 2016, 14:36

Genosse Premier hat geschrieben:Aber da ist es bei mir schwierig, weil ich keine Business-Erfahrung habe. Welche Art von Zwischenetappe wäre denn da ratsam?
Wie gesagt: Schick mir mal eine PN, und schreib mal was Du kannst. Wir suchen gerade dringend. Wenn es gut läuft haste in drei Wochen einen Job (und einen echt gut bezahlten). Ob Du mehr Richtung Entwicklung, oder mehr Richtung PM/Berater gehen willst, liegt dann an Dir.
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Genosse Premier » Samstag 27. August 2016, 16:17

Dave hat geschrieben:schreib mal was Du kannst.
Falls du damit irgendwelche ominösen Zertifikate meinen solltest, da muss ich dich leider enttäuschen. ;)
Wäre auch ein komischer Zufall, wenn es passen sollte, da mein Fachbereich auch eher spezielle Firmen betrifft.
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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Dave » Samstag 27. August 2016, 17:41

Falls du damit irgendwelche ominösen Zertifikate meinen solltest,
Nein... Allgemein, was Du gemacht hast (gilt auch für Cylon).
Ich freue mich immer über persönliche Kontakte, und darüber, mal mit Leuten mal am Telefon schnacken zu können (unabhängig von Alter oder Geschlecht).

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Re: Informatiker hier? Berufswahl?

Beitrag von Holofernes » Dienstag 18. Oktober 2016, 19:05

Genosse Premier hat geschrieben:
inVinoVeritas hat geschrieben:
Cylon hat geschrieben:Ich bin kurz davor, mein Wirtschaftsinformatik-Studium zu beenden. Ich weiß nur nicht, in welche Richtung ich gehen will. Es gibt drei interessante Bereiche:
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Wenn du nicht gerade eine unfassbare Passion für Software-Engineering hast, dann würde ich dir insbesondere von diesem Bereich abraten.
Ich arbeite in einem Dax30-Konzern und wir haben über die letzten Jahre ca. 80% unserer Entwickler und IT-Experten abgebaut bzw. in andere Jobs reinwachsen lassen, denn mittlerweile werden immer mehr Bereiche in diverse Clouds verlagert (Stichwort: Software as a Service) und das was bei uns noch selbst entwickelt wird, wird zum Großteil auch nicht mehr von eigenen Entwicklern sondern von Externen oder Dienstleistern in Indien erledigt.
Von daher denke ich, dass du in dem Umfeld wirklich Glück haben musst, um nach dem Studium ohne lange Berufserfahrung eine gute Stelle in zu ergattern - denn wenn du Pech hast, dann landest du irgendwo als Entwickler für 35-40k€ ohne große Weiterentwicklungs-Möglichkeiten und hängst dann ewig fest.

Was heutzutage eher benötigt wird, sind berufserfahrene Leute, die sowohl das Business verstehen und beraten können, als auch diese Anforderungen in gute IT Konzepte übertragen zu können (und dann ggf. in einer Projektleiter-Rolle eben die paar internen und die zusätzlichen Dutzenden Externen / Inder zu steuern).
Insofern hast du schon mal das richtige studiert (habe auch ein Diplom in Wirtschaftsinformatik) um in solche Schnittstellen - Positionen gelangen zu können.
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Das hört sich alles sehr demotivierend an. Weil ich sonst immer das Gegenteil gehört habe von wegen "Das Internet ist die Zukunft!", "Die IT-Branche boomt." und "Wir suchen hängeringend IT-Fachkräfte."

Gerade letzteres hatte ich geglaubt, auch weil ich denke, hochbegabte Nerds/Genies, die programmieren können, gibt es nur ganz wenige. Und wenn ich mir einen Bill Gates oder Marc Zuckerberg so ansehe, die sind ja auch reich geworden.

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