AB-tum und Spiritualität – eine große Chance

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tom84
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AB-tum und Spiritualität – eine große Chance

Beitrag von tom84 » Donnerstag 14. Dezember 2017, 12:53

Ich möchte hier gerne meine Gedanken über AB-tum und Spiritualität äußern, beides verbinde ich in meinem Leben,
möglicherweise kann ich anderen AB`s damit helfen.
Spiritualität ist nicht das gleiche wie Religiösität. Spiritualität braucht keine Religion oder irgendwelche Rituale. Es braucht nur die ehrliche Verbindung zum eigenen Herzen. Ein liebevolles Herz öffnet den Zugang zur geistigen Wirklichkeit, die hinter allen Dingen zu finden ist.
Ihr eigener Geist ist etwas sehr heiliges, inmitten einer geistlosen, materiell gewordenen Welt.
Das Leben ist heilig und zu Schade für geistlose Menschen und sinnlose Dinge. Im spirituellen Sinne geht es um die wahre Erkenntnis und Einsicht, um ein wertvolles, aufrichtiges und authentisches Leben zu führen. AB`s suchen diese Wahrheit, die Suche ist ihr Lebensbestandteil.
Suchen ist im außen, Finden ist im innern.
Es geht um mehr als die Suche nach einem Partner oder um flüchtigen Sex. Es geht um den eigenen Seelenplan, das authentische Leben voller Würde, Anmut, Klarheit und Sinn. Wenn der Seelenweg eingeschlagen wird, kommt auch alles andere. Ihren Seelenpartner können Sie nicht immer im außen finden, jedoch ist er immer in ihrem Herzen, als ihre andere verborgene Hälfte. Wenn die Suche aufhört, hört auch das Leiden auf. Ich habe, so wie alle AB`s, kennengelernt, wie dieses Leid aussieht. Die Trauer, die soziale Angst, die tiefe Scham, der tiefe Frust, das unerfüllte Begehren, die unendliche Suche im außen, die Selbstvorwürfe, Verdrängung und Kompensation. Wenn dies alles losgelassen wird, hört auch die Unzufriedenheit auf. Frieden entsteht. Erst wenn Sie diesen Frieden, trotz aller Umstände, verstanden und erfahren haben, erhalten Sie eine höhere geistige Beziehung zum Leben, welche auch die konkrete partnerschaftliche Beziehung als Anteil einschließen wird. Die geistige Beziehung besteht in der Art wie Sie über sich denken, auf das Leben antworten, wie Sie kommunizieren und wie sie in die Gegenwart einzutauchen lernen. Es bedeutet aber auch die eigenen Schattenseiten anzusehen, zu heilen und nicht mehr zu verdrängen. Ihre Ausstrahlung ändert sich und damit auch der Grad ihrer Schönheit. Ihre Aura ist keine Einbildung, sie ist echt, sie ist Energie, Anziehung und Liebe.
Selbsterkenntnis befreit vom Leiden und von der Anhaftung. Es braucht dann keinen Grund mehr depressiv zu sein, weil Sie in ihre eigene Vollmacht zurückfinden. AB`s sind vollständige, gleichwertige Menschen und keine Opfer. Sie sind sensibler als die anderen, in einer rauen Welt.
Ihr Selbstwertgefühl darf nicht mehr abhängig sein von den Erwartungen der Außenwelt, sondern muss sich auf ihr spirituelles Wesen beziehen, ihren individuellen Wert. Ich möchte nicht das menschliche Bedürfnis nach Nähe verdrängen oder jemanden absprechen. Ich ermutige dazu, dieses Bedürfnis auch in spiritueller Form ausleben zu lernen. Der so häufige Rückzug aus den genannten schmerzvollen Gründen negiert ihr spirituelles Wesen. Vielmehr geht es es jetzt darum ihr wunderbares individuelles Wesen authentisch zu zeigen, denn der AB-Weg ist faszinierend und Sie werden dafür insgeheim auch bewundert, auch wenn es keiner zugeben wird. Sie stammen nicht vom Affen ab, sind kein Triebtier, Sie sind die Liebe. Das wichtigste ist sich wieder selbst lieben zu lernen, dann erkennen Sie ihren höchsten Wert. Wenn Sie sich öffnen, wird sich ihr Umfeld ebenso öffnen. Diesen Weg ist es echt wert zu gehen.

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Re: AB-tum und Spiritualität – eine große Chance

Beitrag von Akkarin » Sonntag 24. Dezember 2017, 12:51

Danke tom84!

Ich finde das hast du sehr schön ausgedrückt! Ich habe mir sowas in der Richtung auch schon öfter gedacht, aber es ist sehr eröffnend, das auch mal von jemand anderem so ausgeschrieben zu sehen! :) Vielleicht sollte ich mich mehr mit Leuten umgeben, die auf einer gleichen Schiene denken wie ich!

Das führt aber auch schon direkt zu dem Problem, welches das AB-Sein mit sich bring. Wie du gesagt hast, spiegelt sich die innere Realität in der äußeren wieder, aber nicht nur in die eine Richtung (innen nach außen), sondern in beide! Es ist eine Kongruenz, die man zwar sicherlich vom Inneren heraus nutzen kann um Harmonie in der äußeren Welt zu bewirken. Aber anders herum weist eine Beziehungslosigkeit im Außen (nicht nur im Bezug auf eine Partnerschaft, sondern auf alle Menschen) auch auf eine innere Beziehungslosigkeit hin, eine Lücke die sich füllen lässt, indem man mehr in Beziehung mit anderen Menschen geht.

Ich habe leider schon immer das Gefühl, dass meine eigene, innere Welt und meine Gedanken so komplex sind, dass die fehlende Beziehung sich schwer durch andere Menschen erfüllen lässt! Wenn ich mit anderen Menschen rede, habe ich selten das Gefühl, wirklich verstanden zu werden, nur auf der oberflächlichen Ebene, aber nicht in den darunter liegenden Ebenen. Du sagst, der Seelenpartner kann auch im Selbst zu finden sein, und sicherlich kann man seine Beziehung zur Welt auch in anderen Dingen ausdrücken, nicht nur durch andere Menschen, sondern auch durch das eigene Tun und das, was man bewirkt. Leider kann all dies die zugrunde liegende Einsamkeit nicht übertönen, die schon mein ganzes Leben in allem mitschwingt, was ich tue.

Dient dieses Leben nicht insbesondere auch dazu, in Beziehung zu anderen Menschen zu treten? Vielleicht ist die allgegenwärtige Einsamkeit und Sehnsucht auch bloß ein integraler Bestandteil des Menschseins und des buddhistischen Leidens, der besonders sensiblen Individuen nur bewusster ist als anderen? Ich sage nicht, dass immer auf der Suche zu sein grundsätzlich ein Problem sein muss, allerdings ist mir noch nicht klar, wie man am besten damit umgehen sollte, und innere Erfüllung dabei finden kann.

Der andere Punkt den du angerissen hast ist die Sexualität - hierauf möchte ich jetzt erstmal nicht im Detail eingehen, weil es dann etwas zu viel auf einmal wäre ... allerdings denke ich, dass es nicht ohne Grund ist, dass es in vielen Kulturen für gehobene religiöse Positionen "dazugehört", auf Sexualität zu verzichten! Das wird heute gerne als sinnlos, kontraproduktiv, veraltet oder prüde bewertet, was allerdings die zugrunde liegenden energetischen Zusammenhänge ignoriert, nach denen es aus spiritueller Sicht durchaus nützlich und sinnvoll sein kann, sexuelle Energie und sexuelle Bedürfnisse in andere Bahnen zu lenken und in höhere Energien umzuwandeln. Natürlich vorausgesetzt, man ist sich dieser Energien bewusst und kann sie bewusst lenken, was heute viel weniger selbstverständlich ist, als es meiner Meinung nach sein sollte. ;)

LG Akkarin

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Re: AB-tum und Spiritualität – eine große Chance

Beitrag von tom84 » Samstag 30. Dezember 2017, 20:41

Hallo Akkarin,

ich konnte deinen Text sehr gut nachvollziehen und ich kann gut verstehen wenn du auf deine komplexen Gedankenwelten hindeutest. Es ist nun mal Teil deiner Identität und da solltest du dich nicht verstellen. Es ist aber schwierig den eigenen Standpunkt auch klar aufzuzeigen, Normalos reagieren möglicherweise verunsichert oder abwertend.
Das führt mich auch zu der angesprochenen Beziehungslosigkeit, zumindest nach außen wirklich eine verflixte Sache, aber im Innern sollte man schon eine Beziehung zum Höheren suchen. Die Einsamkeit ist eine paradoxe Sache, zum einen das Alleinsein, zum anderen das All-Ein-sein. Sublimation kann zu dieser göttlichen Erkenntnis führen. Es geht um die Umleitung der Aufmerksamkeit in etwas Schöpferisches, um der wahren schöpferischen Natur nachzugehen. Die Zeit der Enthaltsamkeit ist dazu sehr nützlich. Jedes Blockieren von Energie führt aber mgl. zu Neurosen u.ä., also muss man damit sorgsam umgehen und es nicht übertreiben. Man bekommt irgendwann auch ein Gespür für die eigene Energiedynamik und leitet sie. Den Tempeldienst, auf den du hinweist, braucht den unbelasteten Bewusstseinszustand des Einheitsbewusstseins, den die meisten aber verloren haben, weil sie sich nur mit dem Ego und dem Körper identifizieren.
Soweit von mir.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Jahreswechsel.
In Verbundenheit tom84

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Re: AB-tum und Spiritualität – eine große Chance

Beitrag von Akkarin » Dienstag 2. Januar 2018, 03:58

Danke Tom! Deine Antwort hat mir sehr weitergeholfen! (oder sie wird es noch, solche Dinge brauchen ja bekanntlich ihre Zeit...)

Das mit dem All-Ein-Sein hast du ganz wunderbar gesagt. Natürlich bedeutet die universelle Liebe letzten Endes auch eine Verbindung zu jedem Menschen, was sich dann auch in den realen persönlichen Beziehungen ausdrückt, sowie man jene zunehmend kultiviert. Ich bin leider noch häufig im dualistischen Denken gefangen, aber ich weiß schon, dass der richtige Weg und die wahre Erkenntnis immer um Längen einfacher sind, als man es am Anfang gedacht hat. ;) Ich kann auch mit Einheit wesentlich mehr anfangen als mit der Liebe, aber vielleicht geht das in die gleiche Richtung. Vielleicht ist auch die Sehnsucht nach Beziehung in eigentlich mehr eine Sehnsucht nach Verbundenheit?

Dass sich hierdurch Chancen zur freien Entfaltung bieten ist auf jeden Fall klar, da man mehr Zeit, Energie, Aufmerksamkeit und Streben darauf richten kann als in einer erfüllten Beziehung.

Einen Zusammenhang zwischen Einheitsbewusstsein und Energiefluss habe ich noch nicht gefunden. Hast du hierzu noch weitere Hinweise? Gesundheitlich mache ich mir hier weniger Sorgen, da ich mir des Energieflusses denke ich schon ganz gut bewusst bin. Wenn sich (sexuelle) Energie staut, muss man sie irgendwann entladen, wenn der Energiefluss frei ist, passiert das nicht.

Deine Grußformel, in Verbundenheit, passt auch hier ganz gut! ;)
Grüße aus der ersten Vollmondnacht des Jahres! :P (Ich hatte keine Ahnung dass heute Vollmond ist, bis ich es um ca. 3:30 nachgeschaut habe...)

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