WhatsApp, ein Muss?

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BartS
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WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Sonntag 7. Januar 2018, 12:28

Hallo, angeregt durch die Diskussion in Murmels Thread zum Thema Smartphone und WhatsApp würde ich mal danach fragen, ob es heute schon unverzichtbar ist. Letztens wollte eine Frau aus einer Singlebörse von mir, dass wir uns per WhatsApp weiter unterhalten und nicht per Telefon, SMS oder Mail. Ich hab das abgelehnt, weil ich nicht wegen einer mir unbekannten Person anfange, diese App bei mir zu installieren.

Der Aspekt Datensicherheit wurde schon mehrfach als Kritikpunkt genannt. Mich stört aber noch etwas anderes bei fast allen Live-Chatsystemen. Man kann es sehr gut zur Kontrolle und Aufsicht von anderen Personen nutzen. Man sieht, ob die andere Person online ist und kann aus der Antwortzeit noch weitere Rückschlüsse ziehen. Ich möchte aber nicht, dass andere sehen, was ich gerade auf meinem Handy mache und nach wie vielen Minuten ich auf eine neue Nachricht antworte. Weiß nicht, ob das andere nachvollziehen können, warum mir das Unbehagen macht.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von schmog » Sonntag 7. Januar 2018, 12:31

WhatsApp brauche ich nicht! :D
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Gucki » Sonntag 7. Januar 2018, 12:37

BartS hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 12:28
Hallo, angeregt durch die Diskussion in Murmels Thread zum Thema Smartphone und WhatsApp würde ich mal danach fragen, ob es heute schon unverzichtbar ist. Letztens wollte eine Frau aus einer Singlebörse von mir, dass wir uns per WhatsApp weiter unterhalten und nicht per Telefon, SMS oder Mail. Ich hab das abgelehnt, weil ich nicht wegen einer mir unbekannten Person anfange, diese App bei mir zu installieren.

Der Aspekt Datensicherheit wurde schon mehrfach als Kritikpunkt genannt. Mich stört aber noch etwas anderes bei fast allen Live-Chatsystemen. Man kann es sehr gut zur Kontrolle und Aufsicht von anderen Personen nutzen. Man sieht, ob die andere Person online ist und kann aus der Antwortzeit noch weitere Rückschlüsse ziehen. Ich möchte aber nicht, dass andere sehen, was ich gerade auf meinem Handy mache und nach wie vielen Minuten ich auf eine neue Nachricht antworte. Weiß nicht, ob das andere nachvollziehen können, warum mir das Unbehagen macht.
Dein Posting bestätigt meine Meinung, dass sehr viele hier im Forum gegen neue Kommunikationsmöglichkeiten sind. Ich finde WhatsApp praktisch, man kann seine Einstellungen genau so konfigurieren, dass niemand sieht, ob man gerade online ist, oder ob man eine Nachricht schon gelesen hat.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von desigual » Sonntag 7. Januar 2018, 12:56

Ich sehe natürlich die diversen Kritikpunkte bzgl. Datenschutz, aber auch den von dir, BartS genannten Aspekt der "Kontrolle" kann ich nachvollziehen.
Das Problem ist: Die allermeisten Leute nutzen Whatsapp, viele bilden auch Gruppen. Vermeintlich sicherere Alternativen wie Threema nutzt kaum einer (dort habe ich 3 Kontakte, bei WA 60).
Zweifellos kann man sich dennoch gegen WA entscheiden, aber ich wäre dann durchaus in privaten Dingen "außen vor". Ich bin in den letzten Jahren oft umgezogen, gleichzeitig fällt es mir nicht leicht, Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen sowie mich in neue Gruppen zu integrieren. Mit Kollegen habe ich eine private Whatsappgruppe, in der (oft relativ spontan) Verabredungen vorgeschlagen und organisiert werden. Ich weiß nicht, ob ich immer eine "extra-Einladung" per SMS bekäme. Natürlich kann man da jetzt sagen: Wenn du denen keinen zusätzichen Aufwand wert bist, dann sind das keine Freunde. Aber klar, es sind auch keine Freunde! Es sind Kollegen, mit denen ich mal was trinken gehe, am Wochenende mit den anderen Singles bei schönem Wetter mal was draußen unternehme. Trotzdem bin ich da sehr froh drum und habe so schon viel Schönes erlebt.
Für das Pflegen "wahrer Freundschaften" brauche ich natürlich kein WA. Da kann man genauso gut telefonieren oder andere Wege nutzen.

Aus ganz ähnlichen Gründen habe ich mich vor fast zehn Jahren bei Facebook angemeldet. Im Erasmussemester wurden die ganzen Partys dort organisiert und nicht per Mail. Anfangs hatte ich FB noch nicht, bekam von den wirklich interessanten Partys nur nebenbei was mit und habe vermutlich anfangs auch das ein oder andere verpasst.

Ich denke, wer ohnehin sehr beliebt und gern gesehener Gast ist, kann es sich leisten, auf WA zu verzichten. Für jemanden, der jede gesellige Runde dank seines Charmes, Humors, usw. bereichert, ist man nämlich immer gern bereit, mehr Aufwand zu betreiben und denjenigen separat einzuladen. Die typischen Mitläufer, wie ich es aufgrund meiner eher zurückhaltenden, vielleicht auch langweiligen Art nun mal bin, haben da das Nachsehen.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Endura » Sonntag 7. Januar 2018, 13:02

desigual hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 12:56
Mit Kollegen habe ich eine private Whatsappgruppe, in der (oft relativ spontan) Verabredungen vorgeschlagen und organisiert werden. Ich weiß nicht, ob ich immer eine "extra-Einladung" per SMS bekäme. Natürlich kann man da jetzt sagen: Wenn du denen keinen zusätzichen Aufwand wert bist, dann sind das keine Freunde. Aber klar, es sind auch keine Freunde! Es sind Kollegen, mit denen ich mal was trinken gehe, am Wochenende mit den anderen Singles bei schönem Wetter mal was draußen unternehme. Trotzdem bin ich da sehr froh drum und habe so schon viel Schönes erlebt.
Auch dazu musst du eingeladen werden. Ich hab versucht bei den Kollegen Anschluss zu finden. Hab jeden (sofern auf Facebook) in der Abteilung eine Freundschaftsanfrage per Facebook geschickt. Kein Einziger (!) hat sie angenommen.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Pocolino » Sonntag 7. Januar 2018, 13:04

Ich finde es praktisch. Mich nervt es schon beinahe, wenn jemand kein whatsapp hat und dann etwa dadurch nicht in Gruppenchats dabei ist und entsprechend stets eine Extrawurst braucht, wenn es etwa um Terminabsprachen geht.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Mit müden Augen » Sonntag 7. Januar 2018, 13:07

Ja, für viele ist diese App heute leider unverzichtbar. Es ist halt bequem und das ist der entscheidene Punkt warum es so viel und teilweise praktisch ausschließlich benutzt wird. Ich boykottiere das Ding wie auch Smartphones trotzdem, ich will dieses ganze Schnüffelzeug nicht!
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Reinhard » Sonntag 7. Januar 2018, 13:09

Bei Kontakt mit Einzelpersonen (insbesondere solchen, die einem wichtig sind) kann man ein Kommunikationsmittel nehmen, das halt gerade (für beide) verfügbar ist.


Bei Kommunikation mit/in Gruppen muss der einzelne das nehmen, worauf sich die Gruppe als Quasi-Standard geeinigt hat, was in der Regel informell passiert. Wenn man dann in der Gruppe bleiben will, ist das schon mehr oder weniger ein "Muss". So scheiße der Quasistandard auch sein mag. :evil:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Kief » Sonntag 7. Januar 2018, 13:15

Meine Larp-Gruppe ist kollabiert, weil so viele Leute sich via Facebook koordinieren wollten, aber bei den virtuellen Gespraechen dann die Konflikte schneller eskaliert sind, als ich sie ohne Facebook bemerken und klaeren konnte.
Ob desgleichen auch bei WA ablaeuft, kann ich nicht sagen, aber von beiden halte ich mich aus Datenschutzgruenden fern.

Ich hoffe, demnaechst mal von nem Kumpel ein paar Alternativen eingerichtet zu bekommen.
Fuehle mich mittlerweile total isoliert. Habe nahezu ausschliesslich real verbliebenen Kontakte - zu allen anderen Kontakten schlaeft der Kontakt ein.

Und organisatorische Aufgaben sind dadurch echt eingeschraenkt, wenn ich mich von den Datenkraken fernzuhalten genoetigt sehe.


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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 7. Januar 2018, 13:33

An dieser Stelle möchte ich mich selbst zitieren:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 10:49
Seerose hat geschrieben:
Mittwoch 3. Januar 2018, 17:21
Da muss ich aber mal eine Lanze für die Nicht-WhatsApp-Nutzer brechen, zu denen ich auch gehöre.
Warum sollte man einen Nachrichtendienst nutzen, der - Stand meiner letzten Beschäftigung mit dem Thema - keinen sicheren Schutz der Nutzerdaten gewährleistet?
Dazu muß ich jetzt auch noch etwas schreiben:

Weil das alle™ tun.

Wenn man heute kein WhatsApp (nicht exemplarisch für Instant-Messenger-Dienste auf dem Smartphone, sondern ganz ausdrücklich WhatsApp selbst) nutzt, ist das so, wie wenn man in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts keinen Telefonanschluß gehabt hätte. Oder noch besser, keinen Telefonanschluß und keine Postadresse.

Ich boykottiere WhatsApp ja auch, weil es schon auf kriminelle Art und Weise jeglichen Datenschutz mißachtet hat, bevor es Facebook gehörte (was nicht zu ahnden ging, weil WhatsApp nie eine ladungsfähige Postadresse hatte und sich hinter Briefkastenfirmen versteckte), und weil es jetzt obendrein auch noch Facebook gehört und höchstwahrscheinlich weiterhin seine vollautomatisch abgeschnorchelten Daten an Facebook weiterleitet. Ich weigere mich inzwischen sogar, Leuten meine Telefonnummern zu geben, die WhatsApp haben, damit die die Nummern nicht in einem Smartphone mit WhatsApp eintragen. WhatsApp würde meine Telefonnummer dann vollautomatisch an seine eigenen zentralen Server und an Facebook weiterreichen und weiß dann genau wie Facebook, wer mich kennt. Und ich habe keinerlei Chance, diese Verletzung des Datenschutzes und meiner Privatsphäre anderweitig zu unterbinden.

Vorher habe ich Skype boykottiert, weil dessen Kommunikationsprotokoll einerseits so auf Above-Top-Secret-Niveau zugemauert ist, als hätte man es mit Rüstungstechnologie zu tun, es aber andererseits ständig „nach Hause telefoniert“ – wobei selbst den Hackern vom CCC nicht gelang zu identifizieren, was dieses „Zuhause“ ist –, und später bestätigt wurde, daß Skype permanent Kommunikationsdaten an die NSA loggt, wenn nicht sogar den Inhalt schriftlichen Austausches selbst.

Davor habe ich ICQ boykottiert wegen seiner zweifelhaften Nutzungsregeln, als es noch AOL gehörte: Alles, was man über ICQ verschickte, wurde automatisch zum alleinigen geistigen Eigentum von ICQ.

Ich selbst bin nur erreichbar per Post, Telefon (Festnetz und mobil), SMS, E-Mail und XMPP (Jabber) sowie per PN über ein paar Internetforen. Alles andere kommt mir nicht ins Haus – von allen mobilen Messengerdiensten WhatsApp noch am allerwenigsten, weil das der schlimmste von allen ist. Überdies nutze ich Android-Apps nur, sofern sie Freie Software und über F-Droid verfügbar sind. Was ausschließlich im Google Play Store zu haben ist oder gar zwingend die Google-Play-Dienste benötigt, ist für mich nichtexistent. Damit scheidet sogar Signal aus, das obendrein über die Google Cloud Services kommuniziert. Mein Respekt für Moxie Marlinspike ist perdu.

Fast der ganze Rest der Gesellschaft schert sich aber einen Dreck um Privatsphäre und Datenschutz. Warum? Zu kompliziert. Was irgendwie mit Technik zu tun hat, muß so simpel wie irgendwie möglich sein. Und WhatsApp ist maximal simpel. Erschwerend kommt ja hinzu, daß laut einer Erhebung von vor etwa zwei Jahren 90% der Computer- und Smartphone-Nutzer von der Technik, die sie nutzen, gar keine wirkliche Ahnung und mit Technik eigentlich nichts am Hut haben. Wenn irgendetwas komplizierter wird als vorher, ist es für sie nicht mehr handhabbar. Wird es hingegen einfacher, springen sie bedenkenlos auf. Und sie lassen sich sehr viel leichter mit optischem Firlefanz (quietschbunte Oberfläche, animierte Emojis) ködern als durch echte Sicherheitsfeatures überzeugen (die im allgemeinen die Bedienung sowieso erschweren, also die jeweilige Anwendung unbenutzbar™ machen).

Außerdem – wie ich schon schrieb – nutzen das alle™. Dasselbe Argument hat damals die Massen zu ICQ und dann zu Skype gespült. Die allermeisten Menschen wußten nicht einmal, was sie sich da für katastrophalen Diensten an den Hals warfen. Einige wenige wußten es, aber es war ihnen egal, denn sonst wären sie von jeglicher Kommunikation abgehängt worden.
Gucki hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 12:37
Dein Posting bestätigt meine Meinung, dass sehr viele hier im Forum gegen neue Kommunikationsmöglichkeiten sind.
Falls sich das auch auf mich beziehen sollte:

Ich bin nicht gegen neue Kommunikationsmöglichkeiten im allgemeinen.

Ich verweigere nur die Nutzung von Messengerdiensten, auf die folgendes teilweise oder komplett zutrifft:
  • Das Protokoll ist kein freier und offener Standard, sondern proprietär, unfrei und womöglich gar patentgeschützt.
  • Das Protokoll ist nicht dokumentiert oder wird gar komplett geheimgehalten.
  • Es gibt nur einen Client. (Die, die nicht wissen, was das ist, mögen „Client“ durch „App“ ersetzen.)
  • Es ist vom Betreiber nur ein Client zugelassen. Selbst wenn es einen oder mehrere Alternativclients gäbe, würde der Betreiber dessen Nutzung im besten Falle mit der Sperrung des Nutzerkontos und im schlimmsten Falle (so seinerzeit angedroht durch Microsoft bei MSN) mit einer Strafanzeige reagieren.
  • Der einzige Client ist keine Free, Libre, Open Source Software.
  • Der Client ist nur für die „wichtigsten“ Betriebssysteme verfügbar: Windows, macOS, iOS und/oder Android.
  • Der Android-Client – sofern vorhanden – ist ausschließlich erhältlich im Google Play Store.
  • Der Android-Client – sofern vorhanden – funktioniert nicht ohne Google-Dienste.
  • Es gibt nur einen zentralen Server, mit dem sich alle Clients verbinden.
  • Die Serversoftware ist keine Free, Libre, Open Source Software.
  • Standort des einzigen Servers sind die USA.
  • Der ganze Dienst – das Protokoll, der einzige Client und der zentrale Server – gehört einem gewinnorientierten privatwirtschaftlichen Unternehmen.
  • Firmensitz des Unternehmens sind die USA.
  • Der ganze Dienst – das Protokoll, der einzige Client und der zentrale Server – gehört Microsoft, Apple, Adobe, Alphabet (Google), Facebook, Twitter, Yahoo!, Amazon oder Oracle.
  • Zur Nutzung des Dienstes bräuchte ich zwingend ein Konto bei einem der gerade genannten Unternehmen. (Installation aus dem Google Play Store setzt z. B. zwingend ein Google-Konto voraus.)
  • Der Client funktioniert nicht ohne Komponenten eines der gerade genannten Unternehmen.
  • Der Dienst bemüht sich nicht um Datenschutz.
  • Der Dienst betreibt Datenhehlerei.
  • Der Dienst hat eine Hintertür für Geheimdienste.
  • Diese Hintertür wird sogar bekanntermaßen genutzt.
  • Bindung an eine Telefonnummer, dadurch keine hinreichende Anonymität.
Auf WhatsApp trifft fast alles zu. Auf XMPP trifft davon überhaupt nichts zu. Auf E-Mail übrigens auch nicht.

Aber für die meisten Menschen da draußen ist alles, was komplizierter als WhatsApp ist, zu kompliziert. Man will es möglichst einfach und möglichst bequem haben und möglichst wenig überhaupt nicht seinen Kopf benutzen müssen. Alles andere ist nachrangig.

Wer kann sich noch daran erinnern, als es durch die Massenmedien ging, daß WhatsApp von Facebook übernommen wird? Es gab großes Protestgeschrei, viele haben angekündigt, zu Threema zu wechseln (der auch nicht viel besser ist). Was ist davon geblieben? Nichts! Alle sind schön wieder zu WhatsApp zurückgekehrt, und niemanden interessiert es auch nur ein bißchen, was WhatsApp mit den eigenen Daten und denen der Kontakte anstellt.
Zuletzt geändert von Le Chiffre Zéro am Sonntag 7. Januar 2018, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Sonntag 7. Januar 2018, 13:40

Pocolino hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:04
Ich finde es praktisch. Mich nervt es schon beinahe, wenn jemand kein whatsapp hat und dann etwa dadurch nicht in Gruppenchats dabei ist und entsprechend stets eine Extrawurst braucht, wenn es etwa um Terminabsprachen geht.
Allein das zeigt mir, dass Gruppenkonformität höher bewertet wird als Individualität.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Michael Knight » Sonntag 7. Januar 2018, 13:41

Für mich ist es mittlerweile schon wichtig geworden. Ich dachte auch, ich brauche es nie bis eine Freundin quasi darauf bestanden hat, dass ich es installiere zwecks Planung für unsere Geocacheausflüge. Es ist sehr viel einfacher, Aktivitäten zu planen, da ich mit einem Anschreiben eine ganze Gruppe erreiche und auch noch sehe, wer das gelesen hat. Vom Datenschutz her würde ich natürlich nie Dinge wie den Kontostand etc... posten. Wenn es rein um den Datenschutz geht, ist Briefe schreiben immer noch die sicherste Alternative.

Um zu prüfen, wer wann online ist hätte ich gar nicht die Zeit, außerdem wäre das schon eine Art von Stalking und creepy.
Auf Nachrichten "warte" ich auch nicht, ich komtrolliere halt regelmäßig, ob was gekommen ist. Sollte ich mit jemanden gar nicht mehr zurechtkommen, kann ich den ja blockieren bzw. den Zeitstempel ausblenden.

Ich kann auch nachvollziehen wenn jemand vor allem über WhatsApp kommunzieren will. Wenn ich jemanden anrufe, kann es sein, dass es demjenigen gerade nicht passt. Bei WA kann er einfach antworten, wenn er Zeit hat. Mails kontrollieren viele in meinem Bekanntenkreis nur noch sporadisch.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Sonntag 7. Januar 2018, 13:50

Michael Knight hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:41
Auf Nachrichten "warte" ich auch nicht, ich komtrolliere halt regelmäßig, ob was gekommen ist.
Das ist auch ein Aspekt, den man noch erwähnen sollte und das ist jetzt keine persönliche Kritik an Dich persönlich, Michael Knight. Die Leute fangen an, 50 mal und häufiger am Tag auf ihr Smartphone zu schauen. Sie reißen sich selbst aus der eigenen Konzentration heraus, sei es, weil sie mit einem akustischen Signal getriggert werden, oder weil sie von sich aus draufschauen. Was das langfristig mit den Menschen macht, das vermögen selbst Soziologen und Psychologen nicht einzuschätzen.
Michael Knight hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:41
Ich kann auch nachvollziehen wenn jemand vor allem über WhatsApp kommunzieren will. Wenn ich jemanden anrufe, kann es sein, dass es demjenigen gerade nicht passt. Bei WA kann er einfach antworten, wenn er Zeit hat. Mails kontrollieren viele in meinem Bekanntenkreis nur noch sporadisch.
Das war bei der SMS genauso möglich und man kann auf seinem Smartphone auch anzeigen lassen, ob eine neue Mail eingegangen ist.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Endura » Sonntag 7. Januar 2018, 13:56

BartS hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:40
Pocolino hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:04
Ich finde es praktisch. Mich nervt es schon beinahe, wenn jemand kein whatsapp hat und dann etwa dadurch nicht in Gruppenchats dabei ist und entsprechend stets eine Extrawurst braucht, wenn es etwa um Terminabsprachen geht.
Allein das zeigt mir, dass Gruppenkonformität höher bewertet wird als Individualität.
In einer größeren Gruppe gibt es entweder ein Kommunikationsmedium, das alle nutzen, oder bald keine Gruppe mehr.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Michael Knight » Sonntag 7. Januar 2018, 13:59

BartS hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:40
Pocolino hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:04
Ich finde es praktisch. Mich nervt es schon beinahe, wenn jemand kein whatsapp hat und dann etwa dadurch nicht in Gruppenchats dabei ist und entsprechend stets eine Extrawurst braucht, wenn es etwa um Terminabsprachen geht.
Allein das zeigt mir, dass Gruppenkonformität höher bewertet wird als Individualität.
Würde ich so nicht sagen. Wenn du beispielsweise in der Gruppe was organisierst ist halt jeder auf dem gleichen Informationsstand. Vor allem wenn es eine große Gruppe (Verein) ist, ist es viel weniger Zeitaufwand, als wenn du jeden anrufst. Wenn es zu einer kurzfristigen Terminverschiebung kommt, wissen alle schnell und unkompliziert Bescheid.
Individuell macht man mit den Leuten beim Termin was.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Pocolino » Sonntag 7. Januar 2018, 14:02

BartS hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:40
Pocolino hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:04
Ich finde es praktisch. Mich nervt es schon beinahe, wenn jemand kein whatsapp hat und dann etwa dadurch nicht in Gruppenchats dabei ist und entsprechend stets eine Extrawurst braucht, wenn es etwa um Terminabsprachen geht.
Allein das zeigt mir, dass Gruppenkonformität höher bewertet wird als Individualität.
Naja es hat halt schon seine Vorzüge. Und so ganz verstehe ich diese Panik um die persönlichen Daten ohnehin nicht, insbesondere bei Leuten, die ständig darüber lamentieren und dann ihr Leben auf Facebook niederschreiben. Generell ist mir diese Panik um Daten etwas suspekt, man muss halt gesetzlich reglementieren wofür derlei Daten verwendet werden. Und etwa bei Werbung finde ich es super, wenn ich durchleuchtet wurde, so werden mit Dinge gezeigt, die mich wesentlich wahrscheinlicher interessieren statt etwa Damenbinden oder Topflappen.

Naja, insofern, jedem steht es frei diese Medien nicht zu nutzen, der oder diejenige muss dann halt auch die Konsequenzen tragen. Und wenn ich dann mal etwas unternehmen will und in einer Gruppe 80 % der Freunde drinnen sind, dann schreibe ich das dort hinein und die anderen 20 % haben im Zweifel Pech gehabt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Michael Knight » Sonntag 7. Januar 2018, 14:05

Xanopos hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:56
BartS hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:40
Pocolino hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:04
Ich finde es praktisch. Mich nervt es schon beinahe, wenn jemand kein whatsapp hat und dann etwa dadurch nicht in Gruppenchats dabei ist und entsprechend stets eine Extrawurst braucht, wenn es etwa um Terminabsprachen geht.
Allein das zeigt mir, dass Gruppenkonformität höher bewertet wird als Individualität.
In einer größeren Gruppe gibt es entweder ein Kommunikationsmedium, das alle nutzen, oder bald keine Gruppe mehr.
Würde ich so nicht sagen. Wir haben in unserem Verein z.B. auch Mitglieder, die Ü80 sind und wirklich nur per Brief oder Festnetz erreichbar sind. Die kommen auch zu manchen Veranstaltungen noch, nur ist der Aufwand für mich halt wesentlich höher, wenn ich denen jedesmal einen Brief schreiben muss (und es kommen ja auch noch Kosten für die Briefmarken für den Verein dazu, die sich schon auch aufsummieren). Zudem ist die Gefahr groß, dass man jemanden unabsichtlich vergisst.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Tania » Sonntag 7. Januar 2018, 14:06

Ich benutze Whatsapp statt SMS, weil das User Interface bedeutend übersichtlicher ist, und meine Internetverbindung deutlich preiswerter ist als eine SMS-Flat es wäre.

Und außerdem hat Whatsapp den Vorteil: wenn ich WLAN deaktiviere, ist Ruhe - und ich bin trotzdem in Notfällen noch telefonisch erreichbar.

Dass andere Leute sehen können, ob und wann ich online bin und Nachrichten gelesen habe, lässt sich wie gesagt abstellen.

The woods are lovely, dark and deep,
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
And miles to go before I sleep.
(Robert Frost)

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Endura » Sonntag 7. Januar 2018, 14:16

Michael Knight hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 14:05
Xanopos hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:56
BartS hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:40


Allein das zeigt mir, dass Gruppenkonformität höher bewertet wird als Individualität.
In einer größeren Gruppe gibt es entweder ein Kommunikationsmedium, das alle nutzen, oder bald keine Gruppe mehr.
Würde ich so nicht sagen. Wir haben in unserem Verein z.B. auch Mitglieder, die Ü80 sind und wirklich nur per Brief oder Festnetz erreichbar sind. Die kommen auch zu manchen Veranstaltungen noch, nur ist der Aufwand für mich halt wesentlich höher, wenn ich denen jedesmal einen Brief schreiben muss (und es kommen ja auch noch Kosten für die Briefmarken für den Verein dazu, die sich schon auch aufsummieren). Zudem ist die Gefahr groß, dass man jemanden unabsichtlich vergisst.
Ich meinte eher Dinge wie gemeinsam eine Seminararbeit schreiben. Entweder alle einigen sich auf eine Kommunikationsplattform (und das kann auch sein, sich einmal in der Woche persönlich zu treffen), oder in dieser Personenkonstellation nicht wirklich funktionieren.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Sonntag 7. Januar 2018, 14:19

Xanopos hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 13:56
In einer größeren Gruppe gibt es entweder ein Kommunikationsmedium, das alle nutzen, oder bald keine Gruppe mehr.
Wieso muss es genau ein Medium geben, dass alle nutzen? Im realen Leben nutzen wir auch nicht nur ein Fortbewegungsmittel, oder eine Technologie oder eine Kommunikationsplattform. Dieser Zwang sämtliche Probleme mit genau einer Lösung umsetzen zu wollen, führt zu zusätzlichen Schwierigkeiten und macht uns letztendlich unflexibler als vorher. Mit Freunden kann ich auch durch reale Begegnung, Telefonat, Mails, SMSs, Forumbeiträge, Briefpost kommunizieren. Alles bietet Vor- und Nachteile, aber die hohe Diversität an Kommunikationswegen ermöglicht es uns, eine Person nach gewisser Zeit zu erreichen. Das Internet kann immer mal ausfallen oder eine Person hat schlichtweg ihr Smartphone vergessen oder es ist kaputt. Dann kann ich ihn immer noch auf anderen Wegen erreichen. Wenn man sich aber in der Gruppe auf genau ein Kommunikationsmittel einigt, ist man auf deren Verfügbarkeit auf Gedeih und Verderben angewiesen. Ich möchte nicht wissen, was los war, als WhatsApp Ende November für einige Stunden ausgefallen war.
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