WhatsApp, ein Muss?

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uhu72
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von uhu72 » Sonntag 3. Februar 2019, 13:36

Mit müden Augen hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 13:18
Niemand?
Mit müden Augen hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 13:22
Nehmen wir mal an ein DAU will umsteigen, sehe ich das richtig dass man Threema empfehlen sollte? Es muss einfach sein und funktionieren, das ist die Hauptsache, eben wie Whatsapp.
Wie sollen wir "Nicht-DAUs" DAUs etwas empfehlen, was wir selbst nicht vergleichen können, weil wir es nicht benutzen?
Gerüchten zufolge soll Signal in der Bedienung WhatsApp am nächsten kommen.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von uhu72 » Sonntag 3. Februar 2019, 13:38

Einfach nur ich hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 19:21
@uhu72: ...

Warum fragst du mich das?
Ich supporte Windows nicht.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Le Chiffre Zéro
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 3. Februar 2019, 17:47

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 16:40
We EMail. Account beim Anbieter deines Vertrauens, idealerweise anonym (bei mir hieß das: auf der Webseite meinen Wunschnamen und Wunsch-Passwort eingeben. Fertig). App. Eigenes Konto angeben. Verbinden.
Wenn das denn so einfach wäre. Aber es scheitert fast immer schon daran, daß die Menschen gezwungen sind, selbständig eine Auswahl zu fällen.

Warum wohl haben gefühlt fast alle ein E-Mail-Konto bei Google Mail und, wenn sie kein iPhone haben, ein Samsung Galaxy S? Weil sie wählen mußten, aber nicht wählen wollten und dann den Weg des geringsten Widerstandes gegangen sind: Sie haben das genommen, was alle™ nehmen.

Bei XMPP ist aber der Weg des geringsten Widerstandes weder das Konto bei jabber.org (das keine Neuanmeldungen mehr zuläßt) noch das Konto beim Chaos Computer club (jabber.ccc.de), sondern statt XMPP etwas zu nutzen, was einen nicht vor die Wahl stellt und einem nur Alternativloses ohne Auswahl vorsetzt.
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 16:40
Und der einzige für mich erkennbare Grund ist dieses "Machen alle so".
Was für mich der schlechteste aller Gründe ist.
Wie ich gerade schrieb.

Die Auswahl besteht ja nicht nur bei XMPP (und in wesentlich geringerem Umfang bei Matrix, das auch einen Thread wert wäre, es ist nur leider noch etwas unausgereift) zwischen öffentlichen Servern, sondern generell zwischen Diensten. Und auch da ist der ultimative No-Brainer, einfach das zu nehmen, was alle™ nehmen.
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 16:40
XMPP ging ratzfatz, ist quasi kostenlos (anders als WA, das ne Menge versteckter Kosten hat) und sehr nützlich.
Vor allem ist XMPP wirklich kostenlos (außer man kauft sich Conversations im Google Play Store – das ist aber gut investiertes Geld). Es gibt für jede Plattform kostenlose Clients, die nahezu alle frei und quelloffen sind, es gibt keine Nutzungsgebühr, es gibt keine Werbung, und man zahlt auch nicht mit seinen Daten, die man dem Anbieter zur Verfügung stellt.
e-schredder hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 18:24
Welchen Messenger würdet ihr denn Anne Frank empfehlen?
(Kennt die überhaupt noch jemand?)
Immer noch XMPP über einen von vertrauenswürdigen Privatpersonen betriebenen öffentlichen Server, auf jeden Fall mit OMEMO und den einschlägig empfohlenen Clients. Unter Berücksichtigung gleichermaßen damaliger und heutiger Verhältnisse empfehle ich als Serverstandort West- oder Südfrankreich oder die Schweiz.
uhu72 hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 19:11
Signal
Das Heikle an Signal – neben der von Moxie Marlinspike mit aller Gewalt und fadenscheinigen Gründen durchgepeitschten zentralistischen Architektur, die allerdings dem DAU die Wahl eines öffentlichen Servers abnimmt, es gibt ja nur einen – ist, daß keiner weiß, wie lange das noch existieren wird. Es war nie gedacht als dauerhaft produktiv laufender WhatsApp-Konkurrent, sondern als Proof Of Concept und Technologieträger für die OMEMO-Verschlüsselung. Marlinspike könnte Signal quasi von heute auf morgen wieder einstellen, wenn der Weiterbetrieb zu aufwendig wird – denn seinen Zweck, OMEMO vorzuführen und zu testen, hat es längst erfüllt.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Kief » Sonntag 3. Februar 2019, 18:46

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 17:47
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 16:40
We EMail. Account beim Anbieter deines Vertrauens, idealerweise anonym (bei mir hieß das: auf der Webseite meinen Wunschnamen und Wunsch-Passwort eingeben. Fertig). App. Eigenes Konto angeben. Verbinden.
Wenn das denn so einfach wäre. Aber es scheitert fast immer schon daran, daß die Menschen gezwungen sind, selbständig eine Auswahl zu fällen.

Warum wohl haben gefühlt fast alle ein E-Mail-Konto bei Google Mail und, wenn sie kein iPhone haben, ein Samsung Galaxy S? Weil sie wählen mußten, aber nicht wählen wollten und dann den Weg des geringsten Widerstandes gegangen sind: Sie haben das genommen, was alle™ nehmen.

Bei XMPP ist aber der Weg des geringsten Widerstandes weder das Konto bei jabber.org (das keine Neuanmeldungen mehr zuläßt) noch das Konto beim Chaos Computer club (jabber.ccc.de), sondern statt XMPP etwas zu nutzen, was einen nicht vor die Wahl stellt und einem nur Alternativloses ohne Auswahl vorsetzt.
Und warum?
Weil Komplexitaet der Tod der Entscheidungsfaehigkeit ist.

Wenn ich statt eines sich-selbst-disqualifizierenden-Angebotes zwei oder drei Alternativen habe, kann ich die Auswahl ueberblicken, und mich mit ertraeglichem Aufwand hoffentlich entscheiden.
Wenn aber die Auswahl so gross ist, und allein bereits die Kriterien unuebersichtlich und komplex sind, dann kann ich mangels Uebersicht keine brauchbare Einschaetzung treffen.

Wenn ich Leuten etwas zur Auswahl stellen will, dann sorge ich dafuer, dass diese Auswahl uebersichtlich bleibt.
Dass ich die zur Verfuegung stehenden Optionen ebenfalls auf relevante Unterscheidungskriterien reduziere, und Informations-Flut beseitige.
Umgekehrt wenn ich etwas entscheiden muss, dann kommt ja noch Vertrauenswuerdigkeit dazu, welchen Angaben ich ueberhaupt vertrauen kann - wer will mich in der Entscheidung beeinflussen, irrt sich selbst, oder hat aus anderen Gruenden keine Neutralitaet bei den bereitgestellten Daten.
In diesem Vertrauensvakuum ist die Masse der Bevoelkerung ein unserem Instinkt entspringendes Entscheidungskriterium.

Wie sonst sollte man Deiner Meinung nach damit umgehen, dass beispielsweise 95% des Tech-Babbels fuer mich nicht einschaetzbar ist, ob ich brauchen kann, weils Ideologisch gefaerbt oder meine Vorraussetzungen verfehlt, mich irgendwo unterwegs ueberfordert?
Allein den Kram gegenzuchecken (Machbarkeit, Konsequenzen) ist dermassen aufwendig, dass die meisten Tipps liegenbleiben.


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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Montag 4. Februar 2019, 05:04

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 17:47
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 16:40
We EMail. Account beim Anbieter deines Vertrauens, idealerweise anonym (bei mir hieß das: auf der Webseite meinen Wunschnamen und Wunsch-Passwort eingeben. Fertig). App. Eigenes Konto angeben. Verbinden.
Wenn das denn so einfach wäre. Aber es scheitert fast immer schon daran, daß die Menschen gezwungen sind, selbständig eine Auswahl zu fällen.
Und du sorgst mit deinem Weltuntergangspredigten dafür, dass die Menschen selbst bei simplestenb Entscheidungen erst mal "Zwang" und "unüberschauberes Risiko" denken.
Willst du üebrhgaupt dass mehr Menschen bessere Alternativen nutzen? Dann erzähl ihnen nicht, wie schweirig das sein kann, sondern wie einfach sie daran kommen.

Dear all: es ist kompliziert, wenn man - wie LCZ offenbar - erstmal jedes Detail auf die best informierte Goldwaage llegen muss. Wer auch mit weniger zufrieden ist, aber dennoch nicht gern über den Tisch gezogen werden will, gönnt sich die halbe Stunde Beschäftigung mit XMPP. Oder braucht sowieso keinen Messenger.
Wenn man einfach eine Grundsatzentscheidung fällt und nach einigen wesentlichen Prinzipen stringent einen Anternative wählt, ist es in aller Regel schnell uind einfach erledigt
Und ich bin fest davon überzeugt, dass ihr "eigene Entscheidung" nicht als lästiges Übel, sondern begrüßenwerte Errungenschaft anseht. Spätestens, wenn ihr es mal ausprobiert.
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 17:47
Warum wohl haben gefühlt fast alle ein E-Mail-Konto bei Google Mail und, wenn sie kein iPhone haben, ein Samsung Galaxy S?
Du hast entweder einen sehr speziellen Bekannenkreis. Oder ein realitätsfernes Gefühl.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von uhu72 » Donnerstag 7. Februar 2019, 15:08

Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von calcetto » Donnerstag 7. Februar 2019, 16:49

Ich bin sicher, dass sie in der Facebook Zentrale jetzt schon vor Angst zitternd unter ihren Schreibtischen sitzen. Oder sie liegen da vor Lachen :mrgreen:

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Mit müden Augen » Donnerstag 7. Februar 2019, 16:51

Eher letzteres. Die finden garantiert einen Weg auch weiter massenhaft Daten abzuschnorcheln. :? (Was nicht heisst dass die Entscheidung falsch ist.)
(Und sie haben ja auch schon zig PB...)
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von calcetto » Donnerstag 7. Februar 2019, 17:03

Die Entscheidung finde ich auch richtig, aber unser Staat ist im Digitalen nicht sonderlich schlagkräftig, fürchte ich. Wie will das Kartellamt das überhaupt überprüfen, geschweige denn dann durchsetzen?

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Einfach nur ich » Donnerstag 7. Februar 2019, 18:57

Die Entscheidung des Bundeskartellamtes ist absolut nachvollziehbar und richtig. Auch ich frage mich, wie das Ganze überprüft und durchgesetzt werden soll. Da solche Konzerne nur die Sprache des Geldes oder Haftandrohung für Manager verstehen, muss man vermutlich zwangsweise darauf zurückgreifen, um es in reales Handeln umzumünzen. Abgesehen davon ist die BRD für Facebook ohnehin nur ein bescheidener Markt; sie können es verschmerzen. Solch eine Entscheidung auf EU-Ebene wäre schon ein ganz anderes Kaliber.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Krausig » Montag 11. Februar 2019, 09:06

Einfach nur ich hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 18:57
Die Entscheidung des Bundeskartellamtes ist absolut nachvollziehbar und richtig. Auch ich frage mich, wie das Ganze überprüft und durchgesetzt werden soll. Da solche Konzerne nur die Sprache des Geldes oder Haftandrohung für Manager verstehen, muss man vermutlich zwangsweise darauf zurückgreifen, um es in reales Handeln umzumünzen. Abgesehen davon ist die BRD für Facebook ohnehin nur ein bescheidener Markt; sie können es verschmerzen. Solch eine Entscheidung auf EU-Ebene wäre schon ein ganz anderes Kaliber.
EU-weit Facebook und WA sperren. Fände ich gut, auch wenn ich selbst beide nutze :mrgreen:

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Montag 11. Februar 2019, 09:33

Krausig hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 09:06
Einfach nur ich hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 18:57
Die Entscheidung des Bundeskartellamtes ist absolut nachvollziehbar und richtig. Auch ich frage mich, wie das Ganze überprüft und durchgesetzt werden soll. Da solche Konzerne nur die Sprache des Geldes oder Haftandrohung für Manager verstehen, muss man vermutlich zwangsweise darauf zurückgreifen, um es in reales Handeln umzumünzen. Abgesehen davon ist die BRD für Facebook ohnehin nur ein bescheidener Markt; sie können es verschmerzen. Solch eine Entscheidung auf EU-Ebene wäre schon ein ganz anderes Kaliber.
EU-weit Facebook und WA sperren. Fände ich gut, auch wenn ich selbst beide nutze :mrgreen:
Die Reaktion der Bevölkerung dürfte spannend sein... Selbst in Deutschland. :roll:

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Mittwoch 13. Februar 2019, 14:09

Ferienhaus hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 09:33
Krausig hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 09:06
Einfach nur ich hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 18:57
Die Entscheidung des Bundeskartellamtes ist absolut nachvollziehbar und richtig. Auch ich frage mich, wie das Ganze überprüft und durchgesetzt werden soll. Da solche Konzerne nur die Sprache des Geldes oder Haftandrohung für Manager verstehen, muss man vermutlich zwangsweise darauf zurückgreifen, um es in reales Handeln umzumünzen. Abgesehen davon ist die BRD für Facebook ohnehin nur ein bescheidener Markt; sie können es verschmerzen. Solch eine Entscheidung auf EU-Ebene wäre schon ein ganz anderes Kaliber.
EU-weit Facebook und WA sperren. Fände ich gut, auch wenn ich selbst beide nutze :mrgreen:
Die Reaktion der Bevölkerung dürfte spannend sein... Selbst in Deutschland. :roll:
Die öffentliche Kommunikation würde zu gefühlten mindestens 90% auf einen Schlag zusammenbrechen. Es würde Wochen dauern, bis die Menschen wieder „erreichbar“ sind – alleine schon, weil man sich natürlich auf einen neuen Messenger einigen muß, den dann alle™ benutzen. (Eines ist klar: Das wird ein intransparenter, zentralistischer, kommerzieller Messenger, wo Serversoftware und die einzige offizielle App komplett unfrei und closed source sind und keinerlei API existiert, weil man keine Third-Party-Apps will. Nutzbar nur unter iOS und Android; letzteres setzt ein Google-Konto zwingend voraus, um auch nur an die App zu kommen.) Kaum jemand denkt daran, daß es schon seit Ewigkeiten SMS gibt, von E-Mail ganz zu schweigen. (Okay, E-Mail auf Smartphones ist ein ganz eigenes Thema …)

Die Jugend stünde kurz vor der totalen Verzweiflung, weil sie nicht mehr mittels Instagram ihren „Fame“ aufbauen und pflegen kann.

Generell wird sich in der EU fast ausnahmslos das Thema „Social Networking“ erledigt haben: Google+ wird es dann nicht mehr geben, Facebook und Instagram sind auch weg, die existierenden Alternativen kennt annähernd niemand, und die (obendrein unnötige, es gibt ja schon Alternativen, die kennt nur keiner) Entwicklung eines ganz neuen europäischen Social Network wird nicht kommen, weil es dafür an Know-how mangelt und die Bürokratie von EU und Mitgliedsstaaten dem massiv im Wege stehen wird, ohne es zu merken.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
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