WhatsApp, ein Muss?

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 30. Dezember 2018, 14:00

Gahaltan hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 13:30
bei SMS würden sich die meisten direkt fragen "was will diese person bitte?". und einen oberflächlichen kontakt anrufen, um ein bißchen zu plaudern ist noch ungewöhnlicher.
ich bin mir sicher, dass ich mit so einigen frauen nie intimer geworden wäre, wenn ich nur sms oder anrufe hätte verwenden dürfen.
Verstehe nicht ganz weshalb du da etwas anderes denken würdest. Ich käme nie auf so eine Idee. Wo genau liegt da jetzt der Unterschied? Text ist Text. Es ist immer noch nur eine Nachricht. Der Inhalt zählt. Über welchen Kanal die rein kommt ist für die Nachricht selbst irrelevant. Der Inhalt verändert sich dadurch nicht.
Liegt da das Problem nicht möglicherweise bei dir selbst, wenn du unterschiedliche Kanäle unterschiedlich wertest in ihrer Wichtigkeit/Ernsthaftigkeit? Dann wäre das ehrlich gesagt für mich noch ein weiterer Punkt, den ich an WA kritisieren müsste: die Oberflächlichkeit bzw. Bedeutungslosigkeit. Das hatte ich aber tatsächlich schon etwas im Verdacht.
das ist das, was ich vorher mit prinzipienreiterei meine. in der sache kann ich dich verstehen, aber so ist es nun mal nicht, also heißt es, ein bißchen pragmatisch zu sein.
Hat nichts mit "Prinzipienreiterei" zu tun. Ich nutze WA einfach nicht. ;)
Ich sehe keinen Nutzen darin bzw. keinen zusätzlichen Nutzen, das ist für mich pragmatisch genug. Dass ich dadurch gleichzeitig praktischerweise auch noch das invasive Verhalten der WA-App meide ist für mich eher sekundär -- wenn auch ein hübscher Nebeneffekt.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Gahaltan » Sonntag 30. Dezember 2018, 15:16

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 14:00
Gahaltan hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 13:30
bei SMS würden sich die meisten direkt fragen "was will diese person bitte?". und einen oberflächlichen kontakt anrufen, um ein bißchen zu plaudern ist noch ungewöhnlicher.
ich bin mir sicher, dass ich mit so einigen frauen nie intimer geworden wäre, wenn ich nur sms oder anrufe hätte verwenden dürfen.
Verstehe nicht ganz weshalb du da etwas anderes denken würdest. Ich käme nie auf so eine Idee. Wo genau liegt da jetzt der Unterschied? Text ist Text. Es ist immer noch nur eine Nachricht. Der Inhalt zählt. Über welchen Kanal die rein kommt ist für die Nachricht selbst irrelevant. Der Inhalt verändert sich dadurch nicht.
wenn das so stimmen würde, könntest du ihr deine nachricht auch auf nen zettel schreiben, den du mit einem ziegelstein durch ihr küchenfenster wirfst.
Liegt da das Problem nicht möglicherweise bei dir selbst, wenn du unterschiedliche Kanäle unterschiedlich wertest in ihrer Wichtigkeit/Ernsthaftigkeit? Dann wäre das ehrlich gesagt für mich noch ein weiterer Punkt, den ich an WA kritisieren müsste: die Oberflächlichkeit bzw. Bedeutungslosigkeit. Das hatte ich aber tatsächlich schon etwas im Verdacht.
klar wäre da oberflächlichkeit gegeben, in der situation, die ich skizziert habe. man kennt jemanden kaum, der einem aber grundsätzlich ganz gut gefällt. wenn man dann zu kommunizieren anfängt, tiefgehender miteinander redet, sich trifft usw. dann ist die oberflächlichkeit aber auch ganz schnell passee. er war halt nur niedrigschwelliger, dahinzukommen.
dass wa und facebook als informeller wahrgenommen werden als mail, sms oder anruf ist mein klarer eindruck. wird gestützt von beobachtungen meinersseits und meines umfelds, aber eine wissenschaftliche untersuchung habe ich dazu nicht parat, objektiv untermauern kann ich es also nicht, ist ne meinung.

das ist das, was ich vorher mit prinzipienreiterei meine. in der sache kann ich dich verstehen, aber so ist es nun mal nicht, also heißt es, ein bißchen pragmatisch zu sein.
Hat nichts mit "Prinzipienreiterei" zu tun. Ich nutze WA einfach nicht. ;)
Ich sehe keinen Nutzen darin bzw. keinen zusätzlichen Nutzen, das ist für mich pragmatisch genug. Dass ich dadurch gleichzeitig praktischerweise auch noch das invasive Verhalten der WA-App meide ist für mich eher sekundär -- wenn auch ein hübscher Nebeneffekt.
ja macht sinn. ich hätte das weniger auf deine person beziehen sollen. wenn du nichts positives durch wa erfahren würdest und nur die negativen seiten hättest, wäre es tatsächlich unlogisch, das zu installieren.
die typische prinzipienreiterei hätten wir bei jemandem, der mit deiner argumentation auf wa und facebook verzichtet und sich damit um soziale kontakte bzw. die intensivierung sozialer kontakte bringen würde, so war das gemeint.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 30. Dezember 2018, 16:13

Gahaltan hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 15:16
wenn das so stimmen würde, könntest du ihr deine nachricht auch auf nen zettel schreiben, den du mit einem ziegelstein durch ihr küchenfenster wirfst.
Jetzt vergleichst du Äpfel und Birnen. Die Übermittlungsmethode war nicht das Thema. Wir sprechen hier ja alle von mobilgeführter elektronischer Kommunikation. Der Hinweis ist also irrelevant.
Und ja sie verändert sich nicht. Ob ich den selben Text nun in IM oder SMS oder sonst einer PN irgendeiner Plattform versende, macht ihn nun nicht wirklich anders... Was du als Empfänger daraus machst, ist natürlich in jedem Fall dir überlassen.
klar wäre da oberflächlichkeit gegeben, in der situation, die ich skizziert habe. man kennt jemanden kaum, der einem aber grundsätzlich ganz gut gefällt. wenn man dann zu kommunizieren anfängt, tiefgehender miteinander redet, sich trifft usw. dann ist die oberflächlichkeit aber auch ganz schnell passee. er war halt nur niedrigschwelliger, dahinzukommen.
dass wa und facebook als informeller wahrgenommen werden als mail, sms oder anruf ist mein klarer eindruck. wird gestützt von beobachtungen meinersseits und meines umfelds, aber eine wissenschaftliche untersuchung habe ich dazu nicht parat, objektiv untermauern kann ich es also nicht, ist ne meinung.
Nun sagen wir's mal so: entweder man möchte sich kennen lernen oder nicht, diese ganzen pervertieren Schrödigner'sche Zwischenstufen der heutigen Will-mich-nicht-entscheiden-Gesellschaft finde ich sowieso absoluter Quatsch, aber gut, jeder wie es ihm gut tut. Da will ich mich nicht einmischen.
Mir ist diese Denkweise tatsächlich neu, habe bisher noch nie gehört, dass SMS informeller sein soll. Das wäre mir neu. Interessant finde ich ja: diese Unterscheidung scheint so eine Marotte der deutschen Kultur zu sein, der Angelsachse sagt dazu einfach "texting", und meint damit schlicht und einfach eine Textnachricht mit dem Handy senden (womit: egal). Ich halte diese ganzen Unterscheidungen für unnötigen Zirkus, mit denen man sich das Leben selbst massiv verkomplizieren kann.
btw. in meinem Umfeld gilt FB zur Kontaktverbindung längst als out bzw. als Plattform der älteren Jahrgängen. :mrgreen:
die typische prinzipienreiterei hätten wir bei jemandem, der mit deiner argumentation auf wa und facebook verzichtet und sich damit um soziale kontakte bzw. die intensivierung sozialer kontakte bringen würde, so war das gemeint.
Ich bezweifle, dass man sich durch das Nichtnutzen einer einzelnen App um echte Sozialkontakte bringen könnte. Das wäre, dann eigentlich eher ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft und weniger für den Nicht-Nutzenden. Dass man durch solche Entscheidungen oberflächliche Kontakte ziemlich schnell los wird, stimmt allerdings. Ich sehe sowas aber mehrheitlich positiv, da kann man die Spreu vom Weizen trennen. Wer aus Prinzipienreiterei unbedingt WA benutzen muss (du siehst, geht auch so rum :pfeif: ), dem kann ein Kontakt an sich auch nicht allzu wichtig sein. So jemandem würde ich dann auch nicht nachweinen.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Sonntag 30. Dezember 2018, 16:54

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 16:13
Gahaltan hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 15:16
wenn das so stimmen würde, könntest du ihr deine nachricht auch auf nen zettel schreiben, den du mit einem ziegelstein durch ihr küchenfenster wirfst.
Jetzt vergleichst du Äpfel und Birnen. Die Übermittlungsmethode war nicht das Thema. Wir sprechen hier ja alle von mobilgeführter elektronischer Kommunikation. Der Hinweis ist also irrelevant.
Naja, wenn Du sagst, Text ist Text, trifft das erstmal auf jedes Medium zu, welches Texte überträgt. Ich habe früher (vor mehr als 25 Jahren) meine Texte ausschließlich per Post übermittelt.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 16:13
Ich bezweifle, dass man sich durch das Nichtnutzen einer einzelnen App um echte Sozialkontakte bringen könnte.
Das sehe ich auch so.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 30. Dezember 2018, 17:15

BartS hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 16:54
Naja, wenn Du sagst, Text ist Text, trifft das erstmal auf jedes Medium zu, welches Texte überträgt. Ich habe früher (vor mehr als 25 Jahren) meine Texte ausschließlich per Post übermittelt.
Das ist natürlich vollkommen richtig und habe ich so auch gar nicht bestritten, im Gegenteil. Gahaltan hat aber mit seinem Beispiel, die Übermittlungsmethode -- die gar nie zur Debatte stand -- geändert und damit auch die Übermittlungszeit. Dass sich dadurch die äussere Bedeutung einer Nachricht ändert, ist für mich natürlich auch klar. Aber eben, darum ging es hier ja nicht, ob IM oder SMS o.ä., die Zeit ist nahezu Null, hat also folglich keine Relevanz zur Bewertung des Inhalts.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Gahaltan » Sonntag 30. Dezember 2018, 17:52

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 17:15
BartS hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 16:54
Naja, wenn Du sagst, Text ist Text, trifft das erstmal auf jedes Medium zu, welches Texte überträgt. Ich habe früher (vor mehr als 25 Jahren) meine Texte ausschließlich per Post übermittelt.
Das ist natürlich vollkommen richtig und habe ich so auch gar nicht bestritten, im Gegenteil. Gahaltan hat aber mit seinem Beispiel, die Übermittlungsmethode -- die gar nie zur Debatte stand -- geändert und damit auch die Übermittlungszeit. Dass sich dadurch die äussere Bedeutung einer Nachricht ändert, ist für mich natürlich auch klar. Aber eben, darum ging es hier ja nicht, ob IM oder SMS o.ä., die Zeit ist nahezu Null, hat also folglich keine Relevanz zur Bewertung des Inhalts.
der wesentliche unterschied zwischen einer elektronischen message und einem stein durch die scheibe ist für dich die zeit? :gruebel:
mein beispiel war natürlich ziemlich augenzwinkernd.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Kief » Sonntag 30. Dezember 2018, 22:51

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 16:13
Und ja sie verändert sich nicht. Ob ich den selben Text nun in IM oder SMS oder sonst einer PN irgendeiner Plattform versende, macht ihn nun nicht wirklich anders... Was du als Empfänger daraus machst, ist natürlich in jedem Fall dir überlassen.
Und wenn man dadurch aneinander vorbei redet, dann ist natuerlich der andere "schuld".
Also der Empfaenger in diesem Beispiel.
Und wenn er andere der Sender ist, und eine Bedeutung mitschwingt, welche Du nicht haben willst, dann ist ebenfalls der andere "schuld", also der Sender.
Denn die haben sich gefaelligst Deiner Deutungshoheit unterzuordnen.

Dass die anderen womoeglich sich nicht an Deine Deutung halten, und damit saemtliche "Schuld" bei ihnen liegt, das ist per definitionem ihre Schuld.
Denn dass die Bedeutung sich nicht dynamisch entwickelt, dass kene anderen Einfluesse ausser Dir gestattet sind, das kann man ja erwarten ...


Sorry, ich weiss, dass das uebelst ironisch klingt ...
aber ich kriege es nicht hin, die Antwort darauf in einen argumentierenden Tonfall zu kleiden.
Dazu ist mir Deine Sichtweise einfach zu ... ich weiss nicht, trotzig?


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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Montag 31. Dezember 2018, 01:19

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 02:39
Superkurzfassung: XMPP ist wie WhatsApp ohne Facebook, ohne Datenschnorchelei, ohne NSA, ohne zweifelhafte Nutzungsbedingungen und verfügbar für so ziemlich jedes Betriebssystem da draußen.
Danke.
Gilbert hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 12:20
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 11:04
Das Gerät/der Dienst ist für mich nach wie vor nur Mittel zum Zweck, was mich interessiert ist der Inhalt der Nachrichten.
+1

Das sehen hier einige User in ihrer Verkorkstheit anscheinend nicht so und versuchen in einer zunehmenden sinnfreien, schrägen Diskussion von mittlerweile über 30 Seiten, andere Nutzer mit ihren Ansichten zu missionieren.
Ich weiß nicht, ob es Verkorkstheit ist, die gesellschaftlichen Konsequenzen ener scheinbar individuellen Handlungsentscheidung zu diskutieren und zu wünschen, dass die Entschiedung für/wider auf Grundlage dafür wesentlicher Aspekte und relevanter Informationen geschieht.

Das "missionieren" besteht hier daraus, relevante Informationen im Bentscheidngsprozess berücksichtigt zu sehen. Und irrelevante nicht.
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 29. Dezember 2018, 16:56
aus AB-perspektive sollte man sich überlegen, was man durch gewisse prinzipienreiterei potenziell aufgibt.
Du meinst de Prinzipienreiterei, Demokratie und Freiheit für auch persönlich schützenswerte Werte zu halten, und Handlugen daraufhin zu hinterfragen, inwiewweit sie das untergraben oder fördern?
In der Tat, das sollten sich ABs wie ale anderen auch überlegen.
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 29. Dezember 2018, 16:56
besonders ulkig ist es ja, wenn leute ohne privatleben solche sozialen medien meiden, um ihr privatleben zu schützen.
Darum geht es nicht. Ulkig ist, dass das Thema von denen, die es nicht debattieren wolen, immer wieder auf diese ulkig-irrelevante Ebene gezogen wird.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Montag 31. Dezember 2018, 14:51

Gahaltan hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 17:52
der wesentliche unterschied zwischen einer elektronischen message und einem stein durch die scheibe ist für dich die zeit? :gruebel:
mein beispiel war natürlich ziemlich augenzwinkernd.
Ich hätte schreiben sollen "Unmittelbarkeit", dann wäre das wahrscheinlich klarer gewesen. ;)
Wie auch immer, da beide hier diskutierten Dienste die selbe Übermittlungsmethode verwenden, ist das Beispiel müssig. Aber da du ja selbst schreibst es sei augenzwinkernd gemeint gewesen, nehme ich einfach mal an, dass du dieses Argument zurückgezogen hast?
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57

Hoppala hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 01:19
Gahaltan hat geschrieben:
Samstag 29. Dezember 2018, 16:56
aus AB-perspektive sollte man sich überlegen, was man durch gewisse prinzipienreiterei potenziell aufgibt.
Du meinst de Prinzipienreiterei, Demokratie und Freiheit für auch persönlich schützenswerte Werte zu halten, und Handlugen daraufhin zu hinterfragen, inwiewweit sie das untergraben oder fördern?
Ja. Sogar dass.

WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ). Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt. Ab einem bestimmten Punkt wird sogar mein persönlicher Anteil an der "Aufrechterhaltung der Demokratie" zu einem Problem, welches mich nicht interessiert, wenn ich eh' komplett alleine und abgeschnitten bin von anderen Personen bin. Ja, du hast richtig gelesen (neben der tatsache, dass ich deine Furcht vor WhatsApp eh' übertrieben finde, aber das hatten wir ja schon ;) ).

Erst die Grundbedürfnisse, dann der Rest. Grundbedürfnis "Soziales" -> WhatsApp erleichtert vieles und ist in vielen Fällen sogar für das Aufrechterhalten unerlässlich. Von daher halte ich es parat.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Donnerstag 3. Januar 2019, 19:04

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ). Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt.
Wenn trotz WhatsApp keine realen sozialen Kontakte vorhanden sind, dann sollte man sich schon überlegen, ob da nicht was anders schief läuft.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 3. Januar 2019, 19:10

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 19:04
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ). Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt.
Wenn trotz WhatsApp keine realen sozialen Kontakte vorhanden sind, dann sollte man sich schon überlegen, ob da nicht was anders schief läuft.
Selbstverständlich. Man bekommt neue Kontakte nicht wegen WhatsApp.

Aber man "pflegt" sie heutzutage auch darüber (alleine schon um Absprachen zu treffen, usw...). Also sollte man jemals neue Kontakte finden, sollte WhatsApp "griffbereit" sein, damit man gleich Nummern austauschen kann.

PS: Was bei mir "falsch läuft", weißt du doch und jeder, der ein paar Threads von mir gelesen hat. Ob ich dafür wirklich verantwortlich bin, sei dahingestellt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von ComebackCat » Donnerstag 3. Januar 2019, 19:28

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 19:04
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ). Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt.
Wenn trotz WhatsApp keine realen sozialen Kontakte vorhanden sind, dann sollte man sich schon überlegen, ob da nicht was anders schief läuft.
Ja, und wenn man den Leuten auch nur ein bisschen was bedeutet, werden sie auch auf anderem Wege mit einem kommunizieren. Alles andere wäre extrem kindisch, unreif und oberflächlich.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Freitag 4. Januar 2019, 00:05

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
Hoppala hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 01:19
Du meinst de Prinzipienreiterei, Demokratie und Freiheit für auch persönlich schützenswerte Werte zu halten, und Handlugen daraufhin zu hinterfragen, inwiewweit sie das untergraben oder fördern?
Ja. Sogar dass.
Danke für die klare Antwort.
Du bist damit für mich als Dialogpartner für alle Themen, die über das konkret Zwischenmenschliche hinausgehen, diskreditiert.
Demokratie und Freiheit für letztlich persönliche Interessen hintanzustellen heißt:
sich entweder als steter Gewinner zu fühlen,dem alle anderen letztlich egal sind;
oder sich letztlich selbstschädigend zu verhalten.

Beides ist für mich als Gesprächsgrundlage nicht akzeptabel.
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ).
Du irrst.
Ich erkenne allerdings, dass ab einem gewissen Maß Gewohnheit und unter einen gewissen Maß kritischem Denken es kontraproduktiv ist, das Thema so anzusprechen.
Niemand benötigt WA für irgendwas. Würde die Firma morgen verschwinden, und - rein utopisch gedacht - der Übermittlungsweg Messaging weltweit komplett verboten und technisch unmöglich gemacht, hätte die, Welt in kommunikativer und sozialer Hinsicht nichts verloren, und möglicherweise einiges zurückgewonnen.
Da dies aber nur eine Meinung ist, behalte ich das meistens für mich und stelle Sachargumente in den Vordergrund.
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt.
Schon richtig. WA ist da aber mehr Problem als Lösung.
Welchen gefährlichen Illusionen man da aufsitzt, demonstriert dein Beitrag.
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
(neben der tatsache, dass ich deine Furcht vor WhatsApp eh' übertrieben finde, aber das hatten wir ja schon ;) ).
Was wir schon hatten, ist die wiederholte Richtigstellung der falschen und vom Thema ablenkenden Behauptung, "Furcht vor" einem Unternehmen oder einer technischen Anwendung sei der Ausgangspunkt der Argumentation.
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
ist in vielen Fällen sogar für das Aufrechterhalten unerlässlich. Von daher halte ich es parat
Von daher ist der ultimative Grund für hohe Skepsis und Vermeidung gegeben.

Ein gewinnorientiertes Unternehmen ist "unerlässlich" für soziale Kontakte - wobei es praktisch null Verpflichtungen gegenüber den Nutzern eingeht? Das darf nicht sein, das ist nicht so, das muss nicht sein.
Es ist dieser gefährliche Irrglaube, der u a. meine Besorgnis auslöst.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Freitag 4. Januar 2019, 00:24

Hoppala hat geschrieben:
Freitag 4. Januar 2019, 00:05
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
Hoppala hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 01:19
Du meinst de Prinzipienreiterei, Demokratie und Freiheit für auch persönlich schützenswerte Werte zu halten, und Handlugen daraufhin zu hinterfragen, inwiewweit sie das untergraben oder fördern?
Ja. Sogar dass.
Danke für die klare Antwort.
Du bist damit für mich als Dialogpartner für alle Themen, die über das konkret Zwischenmenschliche hinausgehen, diskreditiert.
Demokratie und Freiheit für letztlich persönliche Interessen hintanzustellen heißt:
sich entweder als steter Gewinner zu fühlen,dem alle anderen letztlich egal sind;
oder sich letztlich selbstschädigend zu verhalten.
Tja, dann ist es eben so. ;)

Ich schließe dich übrigens nicht als zukünftigen Gesprächspartner sowohl für Gesellschaftliches als auch Zwischenmenschliches aus.

Bei dem WhatsApp-Thema bist du meiner Meinung nach jedoch schlicht und einfach ziemlich lebensfern, dogmatisch und steigerst dich in übertriebene Katastrophenszenarien herein, bzw. bewertest die Vor- und Nachteile der WhatsApp-Nutzung für mich sehr absurd. Ich maße mir allerdings nicht an, deine Haltung zu irgendetwas anderem zu bewerten.

Gruß
Ferienhaus

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Freitag 4. Januar 2019, 13:09

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ). Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt. Ab einem bestimmten Punkt wird sogar mein persönlicher Anteil an der "Aufrechterhaltung der Demokratie" zu einem Problem, welches mich nicht interessiert, wenn ich eh' komplett alleine und abgeschnitten bin von anderen Personen bin. Ja, du hast richtig gelesen (neben der tatsache, dass ich deine Furcht vor WhatsApp eh' übertrieben finde, aber das hatten wir ja schon ;) ).

Erst die Grundbedürfnisse, dann der Rest. Grundbedürfnis "Soziales" -> WhatsApp erleichtert vieles und ist in vielen Fällen sogar für das Aufrechterhalten unerlässlich. Von daher halte ich es parat.
Einfach Antwort: Nö ist es nicht.
Der Punkt mit der persönlichen Wichtigkeit/Prioritätensetzung verstehe ich sehr gut, bei der Schlussfolgerung habe ich allerdings eine entschieden andere Meinung. Unerlässlich ist dabei überhaupt nichts was in Richtung App geht.
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 19:04
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 16:57
WhatsApp erleichtert das Aufrechterhalten sozialer Kontakte ungemein oder ist heutzutage in einem jüngeren Umfeld sogar notwendig (das zweifelst sogar du nicht an, Hopplala, die Frage ist für dich ja, ob das auch richtig so ist ;) ). Wenn man seit Jahren keinerlei soziale Kontakte hat ist da ein ganz, ganz, ganz wichtiges menschliches Grundbedürfnis unerfüllt.
Wenn trotz WhatsApp keine realen sozialen Kontakte vorhanden sind, dann sollte man sich schon überlegen, ob da nicht was anders schief läuft.
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Wobei ich in einer ähnlichen Situation wie Ferienhaus bin, mit dem Unterschied, dass ich nicht sehe, wo die Nutzung einer App dazu beitragen soll, dass ich mehr Menschen kennenlerne. :gruebel: Das Generieren von Kontakten ist mein Problem, das kann keine App. Aber vielleicht ist WA ja auch sogar das neue Wundermittel gegen das ABtum :surprise:
ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 19:28
Ja, und wenn man den Leuten auch nur ein bisschen was bedeutet, werden sie auch auf anderem Wege mit einem kommunizieren. Alles andere wäre extrem kindisch, unreif und oberflächlich.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Freitag 4. Januar 2019, 13:43

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 4. Januar 2019, 13:09
Einfach Antwort: Nö ist es nicht.
Der Punkt mit der persönlichen Wichtigkeit/Prioritätensetzung verstehe ich sehr gut, bei der Schlussfolgerung habe ich allerdings eine entschieden andere Meinung. Unerlässlich ist dabei überhaupt nichts was in Richtung App geht.
"Unerlässlich" sind die wenigsten Dinge, das stimmt. Aber bei einer App, die für halb Deutschland (und das ist in diesem Fall nicht übertrieben) ein selbstverständlicher Teil dessen ist, wie man Leute heutzutage ihr soziales Leben mitorganisieren, kommt man an diese Beschreibung schon ziemlich nah ran. ;)

Mit Ausnahme man wendet einen Maßstab an a'la "Vor Jahren hat man WhatsApp auch nciht gebraucht". jep. Dinge ändern sich. Viele gesellschaftliche Trends muss man nicht mitmachen. Aber es gibt eine die das gesellschaftliche Leben derart unausweichlich prägen, dass diese Entwicklungen eine andere Bedeutung haben als andere Trends. Zu diesen gehören nicht mal Instagram oder Tinder. WhatsApp hat da wirklich einen absoluten Sonderstatus in der Bedeutung.

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Wobei ich in einer ähnlichen Situation wie Ferienhaus bin, mit dem Unterschied, dass ich nicht sehe, wo die Nutzung einer App dazu beitragen soll, dass ich mehr Menschen kennenlerne. :gruebel: Das Generieren von Kontakten ist mein Problem, das kann keine App. Aber vielleicht ist WA ja auch sogar das neue Wundermittel gegen das ABtum :surprise:
Da ich dich ja mag, sehe ich über den Seitenhieb mal geflissentlich weg. ;)

Aber wenn man mal so will: Sich WhatsApp zu verweigern, schadet da doch eher. Nehmen wir mal an du lernst eine normale junge Frau kennen (= in fast allen Fällen selbstverständliche WhatsApp-Nutzerin), auch sie möchte dich näher kennenlernen und Kontakt halten und du verweigerst aus ideologischen Gründen die WhatsApp-Nutzung und bringst das auch noch eher penetrant zur Geltung...

Sagen wir so: Die Wahrscheinlichkeit wird sehr viel größer (und nur darum geht es, ja es kann immer Ausnahmen geben, aber bei allen Alltagsentscheidungen geht es um Wahrscheinlichkeiten!), dass die Kontaktanbahnung nun komplizierter und weniger ungezwungen wirkt und du dir ins eigene Fleisch schneidest.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Tania » Freitag 4. Januar 2019, 14:15

ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 19:28
Ja, und wenn man den Leuten auch nur ein bisschen was bedeutet, werden sie auch auf anderem Wege mit einem kommunizieren. Alles andere wäre extrem kindisch, unreif und oberflächlich.
Die Verantwortung auf die anderen Leute abzuwälzen, ist natürlich die einfachste Variante. Aber für mich ist es z.B. so, dass Whatsapp am einfachsten zu nutzen ist. Eine Nachricht wird mir sofort angezeigt, sie zu beantworten ist mit max. 3 Klicks (zzgl. Antworttext) erledigt. Wer sich weigert, mit mir per Messenger zu kommunizieren (nicht zwingend WA, gibt ja auch noch andere), stellt mich vor die Wahl, entweder zu telefonieren oder Mails zu schicken. Telefonieren erfordert, dass ich mich in eine Umgebung begebe, in der ich laut reden kann. Mail erfordert, dass ich bei jeder Nachricht prüfe, was es ist (könnte ja auch Spam sein, mein Mailclient meldet nur "Neue Nachricht") - oder aber später alles durchgucke. Was etwas ist, wofür mich mir Zeit nehmen muss, weil ich eben nicht ständig damit arbeite und mich deshalb durch recht viel Spam wühlen muss.

Spontan mal eben kurz ne Nachricht bekommen und beantworten ist halt so nicht drin. Und mal eben fix eine schicken - womöglich sogar ein Foto? Was Whatsapp mit 5 Klicks erledigt (knipsen - teilen - whatsapp - Kontakt wählen - senden), erfordert per Mail 6 Klicks plus Texteingabe (knipsen - teilen - mail - Adressbuch - Kontakt wählen - Subject tippen - senden). Vorausgesetzt man pflegt ein Adressbuch (was ich nicht tue) und es ist noch genug Speicherplatz in der Mailbox frei (was selten der Fall ist).

Ich könnte jetzt also jedem, der mir sagt "Whatsapp lehne ich ab, nutze bitte das von mir bevorzugte System" sagen "Dein System lehne ich ab, nutze bitte das von mir bevorzugte System". Oder wir schließen nen Kompromiss und nutzen Brieftauben. Oder ich zuck die Schultern und denk mir "Okay, dann hörst Du halt nur von mir, wenn ich Zeit und Lust habe, Dein System zu nutzen". Wenn das wiederum für mein Gegenüber okay ist, ist das Problem gelöst.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von ComebackCat » Freitag 4. Januar 2019, 14:48

Tania hat geschrieben:
Freitag 4. Januar 2019, 14:15
ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 19:28
Ja, und wenn man den Leuten auch nur ein bisschen was bedeutet, werden sie auch auf anderem Wege mit einem kommunizieren. Alles andere wäre extrem kindisch, unreif und oberflächlich.
Die Verantwortung auf die anderen Leute abzuwälzen, ist natürlich die einfachste Variante. Aber für mich ist es z.B. so, dass Whatsapp am einfachsten zu nutzen ist. Eine Nachricht wird mir sofort angezeigt, sie zu beantworten ist mit max. 3 Klicks (zzgl. Antworttext) erledigt. Wer sich weigert, mit mir per Messenger zu kommunizieren (nicht zwingend WA, gibt ja auch noch andere), stellt mich vor die Wahl, entweder zu telefonieren oder Mails zu schicken. Telefonieren erfordert, dass ich mich in eine Umgebung begebe, in der ich laut reden kann. Mail erfordert, dass ich bei jeder Nachricht prüfe, was es ist (könnte ja auch Spam sein, mein Mailclient meldet nur "Neue Nachricht") - oder aber später alles durchgucke. Was etwas ist, wofür mich mir Zeit nehmen muss, weil ich eben nicht ständig damit arbeite und mich deshalb durch recht viel Spam wühlen muss.

Spontan mal eben kurz ne Nachricht bekommen und beantworten ist halt so nicht drin. Und mal eben fix eine schicken - womöglich sogar ein Foto? Was Whatsapp mit 5 Klicks erledigt (knipsen - teilen - whatsapp - Kontakt wählen - senden), erfordert per Mail 6 Klicks plus Texteingabe (knipsen - teilen - mail - Adressbuch - Kontakt wählen - Subject tippen - senden). Vorausgesetzt man pflegt ein Adressbuch (was ich nicht tue) und es ist noch genug Speicherplatz in der Mailbox frei (was selten der Fall ist).

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Ja, wie ich schon schrieb, ist dann halt die Frage, wieviel einem die andere Person bedeutet. Wenn wie in deinem obigen Szenario ein Klick mehr schon zuviel ist, dann wohl eher nicht soviel.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von ComebackCat » Freitag 4. Januar 2019, 14:56

Ferienhaus hat geschrieben:
Freitag 4. Januar 2019, 13:43

Aber wenn man mal so will: Sich WhatsApp zu verweigern, schadet da doch eher. Nehmen wir mal an du lernst eine normale junge Frau kennen (= in fast allen Fällen selbstverständliche WhatsApp-Nutzerin), auch sie möchte dich näher kennenlernen und Kontakt halten und du verweigerst aus ideologischen Gründen die WhatsApp-Nutzung und bringst das auch noch eher penetrant zur Geltung...

Sagen wir so: Die Wahrscheinlichkeit wird sehr viel größer (und nur darum geht es, ja es kann immer Ausnahmen geben, aber bei allen Alltagsentscheidungen geht es um Wahrscheinlichkeiten!), dass die Kontaktanbahnung nun komplizierter und weniger ungezwungen wirkt und du dir ins eigene Fleisch schneidest.
Naja, dann schreibt man halt über SMS, Skype oder dieses Telegram. Bzw. am Besten ist es ohnehin, wenn man telefoniert oder sich direkt real trifft, das ist wesentlich mehr straight forward.
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