Träume sind Schäume - oder doch nicht?

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Elli
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Re: Träume sind Schäume - oder doch nicht?

Beitrag von Elli » Dienstag 6. Februar 2018, 21:23

kreisel hat geschrieben:
Dienstag 6. Februar 2018, 19:18
Elli hat geschrieben:Bei meinen Schulträumen ist es immer so, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass ich seither noch ein Leben hatte - aber dadurch, dass ich dann wieder zur Schule muss, scheint das irgendwie ausgelöscht oder rückgängig gemacht zu werden. Darin besteht für mich das Unangenehme dieser Träume. Davon hab ich aber auch in der Literatur schon öfters gelesen, das scheint wirklich ein Klassiker zu sein.
Ja, dieses zurück versetzte ist mir bei diesen Schulträumen
auch bewusst.

Vielleicht wäre es hilfreich, wenn es im Traum so eine Stimme gibt "was mach
ich eigentlich- wieder- hier? Hab das doch hinter mir?!"
Also irgendwie auch eine erwachsene Stimme und erwachsenes Selbstbewusstsein.

Ich merke bei mir in den Schulträumen ist mehr so ein abhängiges Bewusstsein,
was einfach so in dem Rahmen ist, alles ist gegeben und fix, und ich muss wieder abliefern.
Oh Mann, Schule war ja schon ein kleines Trauma, auch wenn ich leistungsmäßig damals
ganz gut war. Aber das war auch so eine Übermacht, die einfach irgendwann mal da war
und das ganze Leben / Zeit / Anforderungen so strukturiert hat. :verwirrt:
Ja, vermutlich auch daher diese Rückversetzungsträume ... Wobei ich es weniger im Hinblick auf das Zeitkorsett schlimm fand (einzig das frühe Aufstehen fand ich furchtbar, sonst hatte man ja sogar relativ viel freie Zeit) als auf den gegebenen sozialen Bezugsrahmen, dem man glaubte nicht ausweichen zu koennen, die Hackordnung dort, die prestigewichtigen Parameter und so ...
kreisel hat geschrieben:
Dienstag 6. Februar 2018, 19:18
Elli hat geschrieben:Und so ähnliche Situationen kenne ich aus Träumen auch - dass man sich plötzlich um ein Tier kümmern soll und nicht weiß wie. Mir ist es dann auch ein paarmal passiert, dass das Tier in meiner Obhut gestorben ist.
Ja, das kümmern und verantwortlich sein kenne ich darin auch.
War auch bei dem Traum mit dem Vogel keine Frage, dass ich da fürs Füttern und Wohlergehen
verantwortlich bin. (mehr selbst gegebener Auftrag).

Und wenns nicht klappt, kommen die Schuldgefühle, oder versagt haben.
Und bei nem Tier, was ich gerne hab, ja auch Bedauern und Trauer.

Aber schon interessant, dass man direkt so in der "Kümmern-Rolle" drin ist und damit
ja auch Stress hat.
Bei mir war das gar nicht mit Sympathie für das Tier verbunden, es war einfach nur ein Auftrag irgendwie, eine Verantwortung, die ich halt hatte (keine Ahnung woher) ... Einmal musste ich (erinnere mich dunkel) glaube ich einen Eimer voll Schlangen am Leben erhalten, indem ich immer Wasser nachgoss ... Wenn ich das nicht rechtzeitig tat, trockneten sie vom Schwanzende aufwärts ein und begannen zu zerbroeckeln.

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Tintenmalerin
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Re: Träume sind Schäume - oder doch nicht?

Beitrag von Tintenmalerin » Samstag 10. Februar 2018, 14:24

Lonely hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 14:37
Interessant finde ich, dass ich mich nach dem Aufwachen an Träume (zumindest an gewisse Bilder oder vage Eindrücke, die ich kaum in Worte fassen könnte) erinnern kann, die viele Jahre zurückliegen. Die sind, so glaube ich, alle irgendwo gespeichert, in einem Raum, dessen Türen die meiste Zeit verschlossen sind. Morgens nach dem Aufwachen steht diese Tür einen Spalt auf und fällt mit der Zeit wieder zu.
Interessanter Gedanke. Das wäre toll, auf die Art verblasste Traumerinnerungen wiederzufinden. Kannst du das auch irgendwie lenken, was du hinter dieser Tür siehst?
Arikari hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 16:13
Durch das Aufschreiben fällt es mir sehr leicht, mir Träume zu merken. Manchmal lese ich in alten Aufzeichnungen und kann mich wieder ganz klar an Träume erinnern, die ich vor vielen Jahren hatte.
Das kenne ich auch. Durch das Aufschreiben hat man irgendwie einen Anker, der verhindert, dass die Erinnerungen mit dem Tag verschwinden.
Wie lange machst du das denn schon? Erinnerst du dich dadurch auch an mehr der Trauminhalte?
Saraj hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 16:44
Das sind nur die harmlosen Dinge, die ich mir merken konnte. Teilweise bin ich für ein paar Sekunden nach dem Aufwachen wahnsinnig schockiert von meinem Unterbewusstsein, bevor mir die Bilder entgleiten. All das hatte ich früher nicht.
Deine Träume hören sich wirklich gruselig an. Da kannst du ja eigentlich froh sein, dass du die meisten relativ schnell wieder vergisst :umarmung2:
Elli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 20:25
Ich habe aber auch mal eine Frau kennengelernt, für die das Klarträumen wie eine Droge war und die mir davon abriet, da man sich ihrer Erfahrung nach auch leicht in diesen Welten verliere.
Wie hat sich das denn bei ihr geäußert? Ich meine, man kann ja nicht den ganzen Tag schlafen - oder ich kann es zumindest nicht - und soweit ich das gelesen habe, sind es selbst bei Leuten, die darin geübt sind, immer noch mehr normale Träume als luzide Träume.
Es gibt einen Webcomic, in der eine Figur sich in ihren Klarträumen vor der Realität versteckt, die sie größtenteils verschläft, fällt mir gerade ein...
kreisel hat geschrieben:
Samstag 3. Februar 2018, 11:35
Wenige Male bin ich auch schon "gestorben" durch Fallen aus großer Höhe oder
schwerer Krankheit ect, aber so richtig weiter gings dann nicht im Traumerleben.
Es war halt so eine Vor-Tod bis hin zum Tod Simulation. Bei der Krankheit waren die Wochen
mit Trauer, Akzeptanz, Wut usw dann wohl in wenigen Minuten zusammengefasst.
Irgendwie musste ich dabei an die Tarotkarte "Der Tod" denken. Die wird ja meist nicht als bedrohlich gedeutet, sondern eher als Neuanfang, Wiedergeburt, mit der zum Beispiel ein Lebensabschnitt zu Ende geht.
Den Pizzavogel fand ich auch toll, auch wenn ich keine Ahnung habe, was er bedeuten könnte :lol:

Ich finde Träume wahnsinnig spannend. Ich mag den surrealen Aspekt, aber auch das bildhafte, die Symbolkraft.
Ich denke auch, dass man Träume deuten kann (vielleicht nicht alle und vielleicht auch nicht immer). Allerdings nur in Bezug auf den Träumenden, also allgemeingültige Symbole halte ich für Unfug (mit ein paar wenigen Ausnahmen, wie den Schulträumen oder Nacktsein im Traum), aber wenn man sich damit beschäftigt, was in den Träumen von Bedeutung war und wie man das bewerten könnte, dann kann man durchaus so seine Erkenntnisse aus Träumen ziehen. Ich hab daraus auch schon den ein oder anderen Schluss gezogen, manchmal auch mit Impulsen von außen. Gibt zum Beispiel den Ansatz, dass alles im Traum letztendlich eine Verkörperung des Träumenden selbst ist.
Wie der Traum, in dem ich mitten auf einem Feldweg auf einmal von einem Wolfsrudel umzingelt war und letztendlich mit einem Biss in den Nacken gerissen wurde, durch den ich dann auch aufgewacht bin. Das wurde dann so gedeutet, dass ich anscheinend Angst vor meinen eigenen (inbesondere den eher destruktiven) Gefühlen habe.

Schlafparalyse kenne ich nicht. Zumindest nicht so richtig...
Ich hänge manchmal in einem seltsamen Zwischenzustand, noch nicht richtig wach, schon gedanklich zumindest wieder in meinem Zimmer angekommen, aber noch nicht wirklich in meinem Körper.
Da hatte ich auch schon einige eher unangenehme Wahrnehmungen, die ich dann auch nach dem vollständigen Aufwachen nicht so schnell losgeworden bin. Da war ich schon mal felsenfest davon überzeugt, dass sich ein Krokodil unter meinem Bett befindet, dass in den Schatten hinter meinem Schrank etwas lauert, irgendjemand hat die unumstößliche Entscheidung getroffen, dass ich mein Zimmer unverzüglich zu verlassen habe, wo soll ich bloß hin?

Früher hatte ich auch einige Träume, die ich häufiger geträumt habe. In einem zum Beispiel war ich in einer Stadt mit Wolkenkratzern. Da war ein Parkplatz davor, der mit diesem rotweißen Polizei-Absperrband "gesichert" war, weil ein T-Rex in den Wäldern am Rand der Stadt unterwegs sein sollte. Etwas weiter in den Wald rein gab es einen bewachsenen Erdwall, auf dem ich mich versteckt und auf der anderen Seite eine Parade weiterer Saurier beobachtet habe.
Bei solchen, teils auch komplexeren Träumen, kam es öfter mal vor, dass ich mitten im Traum aufgewacht bin. Und weil der Traum noch nicht zu Ende war, bin ich noch mal eingeschlafen und hab ihn weitergeträumt. Es gab auch einige bekannte Orte, die ich zum einen ein wenig anders aus der Relität kannte, aber auch im Traum immer wieder besucht und dadurch wiedererkannt habe.

Mit dem luziden Träumen habe ich mich auch schon mal beschäftigt und ein paar Mal war mir auch schon mal kurzzeitig bewusst, dass ich träume. Ich hab es aber erst einmal geschafft, dieses Bewusstsein für eine kurze Zeit zu halten. Da war ich im Traum in einem Raumschiff und habe gleichzeitig meinen Körper noch gespürt, als hätte mein Bewusstsein eine neue Realität erschaffen, ohne mich vollständig aus der anderen zu entfernen. Ich hab dann mal aus vollem Hals geschrien und mich gewundert, dass es sich so real anfühlen kann, ohne dass ich es körperlich tatsächlich gespürt habe.
Ich hab mal gelesen, dass Menschen, die klarträumen können ein anderes Verständnis von Realität, Wirklichkeit und Fiktion haben. Dass die Grenzen bei ihnen durchlässiger seien. So wie bei Kindern. Die können ja anscheinend häufig Albträume überwinden, indem man ihnen sagt, sie sollten im Traum auf das reagieren, was ihnen Angst macht. Also sich zum Beispiel zu einem Verfolger umdrehen und ihn fragen, was er überhaupt will.

Ich hab auch schon festgestellt, was für einen großen Einfluss meine Gedanken und Vorstellungen vor dem Einschlafen auf die folgenden Träume haben. Des öfteren träume ich davon, etwas zu erledigen, was ich vor mir herschiebe, oder etwas verpasst zu haben, dass wichtig war. So deutlich, dass es mir nach dem Aufwachen erst schwer fällt, diese Traumerinnerungen von echten Erinnerungen zu unterscheiden.
Ich hab auch mal aufgrund eines Artikels darüber nachgedacht, ob ich im Traum schon mal ein Tier war. Daran konnte ich mich nicht erinnern, und in der Nacht habe ich geträumt, dass ich eine Katze sei. Ich befand mich im Haus einer Hexe, genauer gesagt, war es ein Mietshaus mit mehreren Wohnungen, über und neben mir in den Wohnungen bellten ziemlich viele Hunde und die Hexe war gerade nicht Zuhause. Ich lag zusammengerollt und lächelnd in der Wohnung und habe zu einer anderen Katze gemeint, sie solle sich von dem Krach nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Überhaupt ist die Perspektive in meinen Träumen wandelbar. Manchmal bin das tatsächlich ich, manchmal ist es ein anderes Ich, aus dem ich mich aber nicht lösen könnte, und manchmal ist es eher eine Art halbe Außenperspektive. Irgendwie ist einer der Akteure das "Ich", aber eigentlich beobachtet da doch eher etwas von außen das Geschehen.
Zwei weitere Aspekte sind mir auch noch aufgefallen;
Mein Träume sind narrativer, seit ich mich mit Geschichten beschäftige. Es sind nicht unbedingt komplette oder konsistente Handlungen, aber es ist schon eine Abfolge von Szenen, die irgendwie organisch ineinander übergehen.
Meine Träume sind überbevölkert. Meist "kenne" ich die Menschen, obwohl ich keinerlei realen Bezug zu ihnen habe, so wie ich Dinge weiß, oder Dinge kenne, ohne zu wissen, woher. Jedenfalls bin ich in meinen Träumen, soweit ich mich erinnere, nie alleine, und sehr oft mit mehreren anderen unterwegs.

Sehr lustig fand ich es auch, als ich mal geträumt habe, ein Motorrad zu schieben. Das ist dann umgefallen, ich mit und von dem daraus resultierenden Zusammenzucken bin ich wach geworden.
I want to be a mystery, yet be known
I want to be together, yet alone
Is it too much to ask, to be famous yet unkown?
To be a wanderer, yet have a home?
- Kara Douglas

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Re: Träume sind Schäume - oder doch nicht?

Beitrag von Elli » Sonntag 11. Februar 2018, 11:18

Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 10. Februar 2018, 14:24
Elli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 20:25
Ich habe aber auch mal eine Frau kennengelernt, für die das Klarträumen wie eine Droge war und die mir davon abriet, da man sich ihrer Erfahrung nach auch leicht in diesen Welten verliere.
Wie hat sich das denn bei ihr geäußert? Ich meine, man kann ja nicht den ganzen Tag schlafen - oder ich kann es zumindest nicht - und soweit ich das gelesen habe, sind es selbst bei Leuten, die darin geübt sind, immer noch mehr normale Träume als luzide Träume.
Es gibt einen Webcomic, in der eine Figur sich in ihren Klarträumen vor der Realität versteckt, die sie größtenteils verschläft, fällt mir gerade ein...
Ich glaube nicht, dass sie den ganzen Tag geschlafen hat - sie meinte nur, sie hätte einfach kein Interesse mehr daran gehabt, im realen Leben irgendwas zu bewirken, da es im Vergleich mit den Traumwelten einfach nur laaaangweilig gewesen sei. Also quasi: Den Tag irgendwie rumbringen, um dann wieder träumen zu können. So wie ich sie verstanden habe, hatte sie irgendwann durch langes Üben und sicher auch besondere Veranlagung jede Nacht Klarträume, die sehr intensiv und gestaltbar waren. Ich habe auch einiges über Klarträume gelesen - was sie berichtete, deckte sich damit aber nur zum Teil. Wieweit sie ein Ausnahmefall war, kann ich nicht sagen.

Die Trauminhalte, die Du beschreibst, sind mir zT auch geläufig. Etwa, was das Erledigen und Verpassen von Sachen angeht, die man den Tag über im Kopf hatte - das sind oft recht prosaische Träume ... Und überbevölkert sind die Träume auch, oft bin ich sogar Teil einer großen Gruppe. Die halbe Außenperspektive kenne ich auch, zB habe ich mich im Traum auch schon mal von hinten gesehen (obwohl ich gleichzeitig doch noch ich selbst war im Traum, das changierte so hin und her). Einmal bin ich auch mir selbst in zweiter Ausfertigung begegnet.
Ein weiterer Traum mit doppelter Perspektive fand in einem Klassenzimmer oder Hörsaal statt, in dem ich sogenannten "Frisierunterricht" hatte. Einerseits sah ich das Geschehen von meinem Platz aus, dann wechselte jedoch die Perspektive zum "Frisierlehrer", der Zoomaugen hatte und der Reihe nach die Frisuren verschiedener Schüler im Raum heranzoomte und ihre Haarstrukturen aus der Nähe betrachtete.
Von Sauriern hab ich auch schon geträumt. :)

Was das Narrative angeht: Oft kommt es mir beim Aufwachen tatsächlich noch so vor, als hätte ich gerade eine konsistente Geschichte geträumt, aber wenn ich mich dann zu erinnern versuche oder das aufschreibe, ist die Handlung dürftig ... Einmal dachte ich, ich hätte etwas geträumt, das man eigentlich nur noch zu Papier bringen müsste, weil es eine geniale Romanhandlung abgeben würde. In Wirklichkeit war das dann: "Ich und ein paar andere mussten vor einem Verfolger fliehen und sind auf weißen Elefanten nach Indien geritten." :hammer: Da sind die Bildwelten der Träume schon ergiebiger ...

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Re: Träume sind Schäume - oder doch nicht?

Beitrag von Blade » Sonntag 4. März 2018, 02:54

Träume sind nicht nur schäume. Man sollte aber immer prüfen, welche von unserem Himmlischen Vater geschickt werden und welche nicht.

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Re: Träume sind Schäume - oder doch nicht?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 4. November 2019, 23:28

Dandy hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 08:39
Kennt jemand eigentlich Träume, in denen man vor etwas weglaufen muss, aber die Beine sich auf einmal richtig schwer und unbeweglich anfühlen, als wären sie aus Gummi? Das ist bei mir auch so ein Dauerbrenner der unangenehmen Sorte. :mrgreen:
Kenne ich, aber auch noch eine Variation davon, nämlich, daß ich durch Wasser waten muß, das sich aber zäher anfühlt als Sirup, auch wenn es nur knöcheltief ist. Die Konsequenz ist, daß es ewig dauert, bis ich wieder aus dem Wasser bin, und noch dazu ziemlich anstrengend ist.

Wenn man damit um ein Steilufer gehen möchte, am Fuße dessen auf unerklärliche Art das Wasser trotzdem derart flach ist (die Alternative wäre gewesen, oben auf die Klippe zu gehen, aber das hat man gekonnt verpeilt und keine Lust, wieder zurückzugehen), geht das noch. Absurd wird es, wenn man im Wasser landet, nachdem man zur Wasserseite von einer Hafenfähre gestiegen ist und direkt neben dem Schiff das Wasser nur 10 cm tief ist.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.

Ich kann es euch erklären. Ich kann es aber nicht für euch verstehen. Das müßt ihr schon selbst tun.

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Re: Träume sind Schäume - oder doch nicht?

Beitrag von Melli » Mittwoch 6. November 2019, 10:23

Dandy hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 14:20
Nutzt ihr Träume, vielleicht um euch selbst besser zu verstehen?
Ja. Manches gibt mir doch zu denken, genauso wie Ereignisse im Wachzustand.

Man kann das aber auch umkehren und Wachzustand-Ereignisse interpretieren wie Träume.
Dandy hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 14:20
Haben sie eine besondere, vielleicht höhere Bedeutung für euch?
Ja. Zwar nicht sehr oft, aber kann vorkommen.
Dandy hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 14:20
Hattet ihr schonmal Klarträume, also Träume, in denen ihr gewusst habt, dass ihr gerade träumt?
Nein.
Dandy hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 14:20
Schlafparalysen?
Ja, wenn glücklicherweise auch nur wenige Male.
Dandy hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 14:20
Oder gar "out-of-body-experiences"?
Ja, als vorpubertäres Kind.
Dandy hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 15:04
Wenn ich mal Klarträume habe, dann kann ich sie idR jederzeit willentlich verlassen und ein Aufwachen herbeiführen. Das habe ich einmal gemacht, nämlich, als ich mal vorhatte, im Traum ins Weltall zu fliegen. Beim Verlassen der Erdatmosphäre habe ich gekniffen und den Traum verlassen, da ich mich auf einmal doch nicht mehr so allmächtig gefühlt habe. :D
Da war ich wohl wagemutiger. Einmal bin ich sogar bis an die Grenze des Universums geflogen und habe da eigenartige Wesen angetroffen. Enttäuschenderweise waren die arg doof.
Dandy hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 08:39
Zum Thema Schulträume übrigens: Ich kenne jemanden, der an die 70 ist und immernoch davon geplagt wird, schon sein ganzes Leben lang. Das ist aus psychoanalytischem Standpunkt richtig interessant, aber für denjenigen extrem ätzend - irgendwann muss es ja mal gut sein mit dem Mist.
Da bin ich auf sehr enttäuschende Art und Weise hingekommen, nachdem ich mich fremd und ausgeschlossen gefühlt hatte. Die wollten mich nicht mehr da haben, und das hat sich in mein Unbewußtes etwas traumatisch eingegraben. Mir hat ein positives Bild von Schule gefehlt, aber das war einfach nicht zu haben.

Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich einen Traum, da besichtigte ich mein altes Gymnasium, aber die hatten da groteske Umbauten vorgenommen. Gleich den ersten Gebäudetrakt, in den ich ging, hatten sie durchtrennt und dafür mit Neubauten verbunden. Ich stand da erstaunt und verwirrt, drehte um und ging. (War so interessant für mich dann wohl doch nicht :specht:)
In einer nächsten Szene fand ich mich an einer stillgelegten Bahnstrecke in einem Waldstück wieder, wo sich ein Ex-OdB herumtrieb und auf mich einzureden versuchte. Ich hatte aber einfach nur keinen Bock, mich mit der jemals wieder abzugeben, hörte konsequenterweise überhaupt nicht zu.


PS: Früher hatte ich auch Themen wie Flugzeugabstürze, Überschwemmungen und auch Tod, sei es mein eigener, oder auch daß ich selbst getötet habe, allerdings nicht als Mord, sondern im Kampf, z.B. bei terroristischen Überfällen. Das macht mir dann auch keine Schuldgefühle.
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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