Autofahren? Och nee!

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Einsamkeit_is_doof
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Autofahren? Och nee!

Beitrag von Einsamkeit_is_doof » Donnerstag 24. Januar 2019, 15:49

Hallo zusammen,

ich bin jetzt 33 und habe seit 11 Jahren meinen Führerschein, aber ich werde irgendwie nicht "warm" mit dem Autofahren. Mit 17 habe ich meinen ersten Anlauf genommen um den Führerschein zu machen, habe aber nach der ersten Fahrstunde abgebrochen. Ich fand es einfach nur grausam. Mit 22 startete ich dann meinen zweiten Versuch und habe den Führerschein auch auf Anhieb bestanden. Theorie sogar mit 0 Fehlern. :coolgun:
Spass hatte ich aber auch da nicht. Ich war immer froh, wenn diese sch... Fahrstunde endlich rum war. Nun ja, nachdem ich also den Führerschein hatte, bin ich öfter das Auto meiner Eltern gefahren. Allerdings bin ich nachher immer weniger gefahren und irgendwann bin ich gar nicht mehr gefahren.
Vor ein paar Jahren habe ich mir dann mein erstes eigenes (gebrauchtes) Auto gekauft. Ich finde mein Auto auch echt toll, nur fahren tue ich immer noch nicht gerne. Zuerst dachte ich, dass es besser wird, wenn ich öfter fahre und wenn ich ein eigenes Auto habe. Und mein Auto gefällt mir echt gut. Aber ich werde mit dem Autofahren nicht warm.
Und seit Dienstag möchte ich am liebsten gar nicht mehr fahren. Ich musste bei uns im Ort im morgendlichen Berufsverkehr in einen Kreisverkehr einfahren. Das ist morgens sowieso schon schwierig da rein zu kommen, aber an diesem Morgen hatte es auch noch geschneit. Als dann eine kleine Lücke war, gab ich also Gas und mein Wagen fing an zu rutschen und ich hätte beinahe meinen ersten Unfall gebaut :wuetend: Seit dem fahre ich nur noch wie auf rohen Eiern.
Leider ist es so, dass man das Auto ja braucht. Hobbybedingt muss ich öfter zum Baumarkt und da kommt man ohne Auto nur schwer hin. Und wenn man etwas transportieren muss, ist das Auto natürlich schon praktisch. Für mich ist das Auto zweckmässig, aber Spass macht es echt nicht.

Angst vorm Autofahren habe ich nicht, aber ich fühle mich immer unsicher. Ich habe Sorge etwas zu übersehen oder einen Unfall zu verursachen, so wie am Dienstag beinahe passiert. Beim Autofahren bin ich immer angespannt. Entspannt fahren? Wie geht das? Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich nachts schon geträumt habe im Auto zu sitzen und nicht mehr bremsen zu können.

Wie geht ihr damit um? Fahrt ihr gerne Auto, oder gibt es noch mehr, denen es so geht wie mir?
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von schmog » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:02

Ich war in den 70, 80ern Volvo Fan!
Den Führerschein habe ich nie gemacht, es hatte schon in den 80ern zu viele Autos auf den Strassen.

Von heute gar nicht zu reden ...
Die Autos in der Schweiz haben sich seither verdoppelt, man muss sich das einmal vorstellen!?!? :shock:
Zuletzt geändert von schmog am Donnerstag 24. Januar 2019, 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Automobilist » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:15

Tja, was sage ich dazu...ich habe fast 6 Mio. Km auf dem Gewissen, kein Unfall aus eigener Schuld - und ich fahre immer noch sehr gerne; genau gesagt : ich fühle mich fast nur hinter dem Volant wohl. Es kommt natürlich auch sehr auf den Wagen an, sollte comfortabel und geräumig sein und möglichst keine Elektronik, da fehlt mir das Zutrauen.

Automobile fahren und reparieren, das wurde mein Lebensinhalt - und / oder zur Obsession.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Milkman » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:15

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 15:49
Wie geht ihr damit um? Fahrt ihr gerne Auto, oder gibt es noch mehr, denen es so geht wie mir?
!!!

Seit 21 Jahren Führerschein, nie ein eigenes Auto besessen - sollte ich mir eines zulegen (habe schon mehrfach mit dem Gedanken gespielt), dann würde ich sicher nochmal zur Fahrschule dackeln wegen Auffrischung.

Autofahren ist für mich Stress pur. In einer Blechbüchse sitzen, deren Dimensionen ich, selbst bei Kleinwagen, kaum überschauen kann - da wird schon das Einparken zum Abenteuer.

Ich beneide wie du Leute, die ganz entspannt und souverän am Steuer sitzen und denen das vielleicht sogar Spaß macht. Wäre so ein bisschen auch mein Wunschtraum. :shylove:
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Milkman » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:17

schmog hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 16:02
Ich war in den 70, 80ern Volvo Fan!
Dann solltest du mal beim nächsten Usertreffen den guten 244 DLS kennenlernen. :flirten:
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Automobilist » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:20

Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 16:15

Autofahren ist für mich Stress pur. In einer Blechbüchse sitzen, deren Dimensionen ich, selbst bei Kleinwagen, kaum überschauen kann - da wird schon das Einparken zum Abenteuer.
Bei den " Kleinwagen " von heute kann ich das gut verstehen - man sollte die Leute, die so etwas entwerfen, in die Wüste schicken. Aber die Kleinwagen von früher ( Renault 4 / 6, Citroen Visa, Trabant, Fiat, Simca, Fiesta, Lloyd, Austin Metro, Peugeot 104 oder 205.. ) waren äußerst übersichtlich und spielend leicht zu fahren. Einfach den Quatsch von heutzutage ignorieren !
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Knallgrau » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:28

Ich und Autos, wir mögen uns nicht. Ich sie zumindest. Hat aber seine Gründe und ich gebe zu, dass es mich manchmal schon nervt nicht Auto zu fahren.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Pferdefreundin » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:28

Hab vor einem Jahr erst den Schein geschafft und bin seitdem nicht mehr gefahren, weil ich mir selbst Carsharing nicht leisten kann, würde mich jetzt heillos überfordert fühlen und erst recht nicht allein auf die Autobahn fahren weil ich da Angst habe (auch wenn es in der Fahrschule viel Spaß gemacht hat).

Vielleicht nochmal ein paar Fahrstunden nehmen mit dem eigenen Auto zur Auffrischung, wenn du es dir leisten kannst bei einem guten Fahrlehrer?

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Automobilist » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:31

Pferdefreundin hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 16:28
weil ich mir selbst Carsharing nicht leisten kann
Wenn man weiß, wie, dann ist fahren unglaublich billig.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von BTVS » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:54

Mir hat das Autofahren früher nie Spass gemacht und ich habe auch sehr viele Fahrstunden und eine zweite praktische Prüfung gebraucht bis ich den Lappen hatte.

Die ersten 2 Jahre waren auch von Angst geprägt und habe mich nur getraut im Dunkeln zu fahren wenn mein Vater mitgefahren ist.

Aber knapp 15 Jahre später und viel Fahrpraxis (zum großen Teil aus berufsbedingt) fühle ich mich sehr sicher hinterm Steuer und bin sogar schon in Großstädten und im Ausland gefahren.

Ich kann dir nur raten, locker zu bleiben und mit etwas Fahrpraxis kommt auch die Sicherheit. Unfälle können übrigens immer passieren, ob verschuldet oder nicht. Dessen muss man sich bewusst werden.

tinale_83

Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von tinale_83 » Donnerstag 24. Januar 2019, 18:19

Ich fahre seit meinem 18. Lebensjahr Auto. Früher bin ich auch öfter noch mit den Autos von Freunden gefahren, da die sich lieber betrinken und trotzdem sicher zu Hause ankommen wollten. Mit mir war das immer möglich. Und klar, da waren auch ein oder zwei Unfälle dabei, aber daraus lernt man eben. Heute kann und möchte ich nicht mehr ohne Auto leben. Es gibt kaum etwas schöneres als hinterm Steuer eines Wagens über die Autobahn zu brettern, am besten mit Sonnenschein, strahlend blauem Himmel und toller Musik auf den Ohren. Je schneller, desto besser. Hat für mich etwas von diesem 'ich fliege'-Gefühl aus Titanic 🤣

calcetto
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von calcetto » Donnerstag 24. Januar 2019, 19:23

Mir fällt da was ein, was ich im Radfunk gehört habe. Da ging es unter anderem um Verkehrspsychologie, warum sich die meisten Menschen mit Führerschein für überdurchschnittlich gute Autofahrer halten. Rein mathematisch geht das ja nicht auf. Der Psychologe vor Ort erklärte es so:

Um überhaupt Auto zu fahren braucht man praktisch den Selbstbetrug, alles im Griff zu haben. Wenn man ständig darüber nachdenkt, was alles schief gehen kann und dass man die Maschine eigentlich nicht vollständig unter Kontrolle hat, dann würde man sich nicht mehr hinters Steuer setzen. Die Angst wäre zu groß.

Der Themenstarter scheint das nicht so gut ausblenden zu können, scheint mir. Vielleicht kommt davon das Unwohlsein beim Fahren.

Einsamkeit_is_doof
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Einsamkeit_is_doof » Donnerstag 24. Januar 2019, 19:24

Hallo zusammen,

erstmal danke an alle für eure Antworten.
schmog hat geschrieben:Von heute gar nicht zu reden ...
Die Autos in der Schweiz haben sich seither verdoppelt, man muss sich das einmal vorstellen!?!?
Das ist auch noch so ein Aspekt: Zum einen ist Autofahren schädlich für die Umwelt und die Strassen werden immer voller. Zumindest in den Ballungsgebieten wird es immer voller.
Milkman hat geschrieben:Autofahren ist für mich Stress pur. In einer Blechbüchse sitzen, deren Dimensionen ich, selbst bei Kleinwagen, kaum überschauen kann - da wird schon das Einparken zum Abenteuer.
Die Momente, wo ich relativ entspannt im Auto sitze sind selten. Das Problem, dass ich mein Auto nicht überschauen kann habe ich allerdings Gott sei dank nicht. Auch mit dem Einparken habe ich keinerlei Probleme.
Knallgrau hat geschrieben:Ich und Autos, wir mögen uns nicht.
Tja, bei mir ist es so eine Art Hassliebe. Am liebsten würde ich nicht mehr Auto fahren. Aber es gibt leider Situationen, wo ich das Auto brauche und nicht bzw. nur sehr schwer drauf verzichten kann. Aber mögen tun wir(Autos und ich) uns auch nicht!
BTVS hat geschrieben:Ich kann dir nur raten, locker zu bleiben und mit etwas Fahrpraxis kommt auch die Sicherheit. Unfälle können übrigens immer passieren, ob verschuldet oder nicht. Dessen muss man sich bewusst werden.
Auf den Moment, wo die Sicherheit kommt, warte ich nun schon seit rund 6 Jahren. Seit dem habe ich jetzt mein Auto. Aber ich muss auch zugeben, dass ich nur hier in nächster Umgebung fahre. Weitere Fahrten unternehme ich grundsätzlich mit der DB.
tinale_83 hat geschrieben:Hat für mich etwas von diesem 'ich fliege'-Gefühl aus Titanic
Solange kein Eisberg im Weg ist, ist ja alles gut... :lach:
Im Ernst: Ich finde es toll, wenn man sich locker ins Auto setzen kann und die Fahrt geniessen kann. Ich kann es leider nicht. :dont: Dafür rege ich mich beim Bahnfahren nicht auf. Dies gelingt ja auch nicht jedem :lol:
Aber ist schon interessant, wie unterschiedlich die Ansichten sind.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Einsamkeit_is_doof » Donnerstag 24. Januar 2019, 19:26

calcetto hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 19:23
Um überhaupt Auto zu fahren braucht man praktisch den Selbstbetrug, alles im Griff zu haben. Wenn man ständig darüber nachdenkt, was alles schief gehen kann und dass man die Maschine eigentlich nicht vollständig unter Kontrolle hat, dann würde man sich nicht mehr hinters Steuer setzen. Die Angst wäre zu groß.

Der Themenstarter scheint das nicht so gut ausblenden zu können, scheint mir. Vielleicht kommt davon das Unwohlsein beim Fahren.
Damit könntest du sogar recht haben...
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von desigual » Donnerstag 24. Januar 2019, 20:35

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 19:24
Auf den Moment, wo die Sicherheit kommt, warte ich nun schon seit rund 6 Jahren. Seit dem habe ich jetzt mein Auto. Aber ich muss auch zugeben, dass ich nur hier in nächster Umgebung fahre. Weitere Fahrten unternehme ich grundsätzlich mit der DB.
Na dann musst du dich nicht wundern, dass keine Sicherheit kommt. Ich bin überzeugt davon, dass das alles von der Fahrpraxis abhängt. Damit kommen zumindest Souveränität und Sicherheit, Freude vielleicht nicht unbedingt.
Ich hatte schon Phasen in meinem Leben, in denen ich kaum Auto gefahren bin und auch vor einer einstündigen Fahrt fast schon nervös war. Oder Zeiten, in denen ich kaum in kleine Parklücken am Straßenrand einparken musste - wenn es nötig war, war das regelrecht aufregend. Aktuell fahre ich wenig Landstraße und bin deshalb etwas unsicher was Überholen angeht. Vor einigen Jahren bin ich ne ganze Weile täglich 80 km Landstraße gefahren und habe jeden Tag LKWs oder auch andere PKWs überholt. Usw. Usw. Man muss sich halt selbst zu unangenehmen Dingen zwingen.

Besonders gern fahre ich übrigens auch nicht Auto, aber es ist ok.

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von NeC » Donnerstag 24. Januar 2019, 21:21

desigual hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 20:35
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 19:24
Auf den Moment, wo die Sicherheit kommt, warte ich nun schon seit rund 6 Jahren. Seit dem habe ich jetzt mein Auto. Aber ich muss auch zugeben, dass ich nur hier in nächster Umgebung fahre. Weitere Fahrten unternehme ich grundsätzlich mit der DB.
Na dann musst du dich nicht wundern, dass keine Sicherheit kommt. Ich bin überzeugt davon, dass das alles von der Fahrpraxis abhängt. Damit kommen zumindest Souveränität und Sicherheit, Freude vielleicht nicht unbedingt.
Das kann ich exakt so bestätigen. Sicherheit kommt ein wenig, Freude nicht.

Ich habe den Führerschein erst gemacht, als ich ihn wirklich für den täglichen Arbeitsweg brauchte. Und dann "musste" ich ja auch fahren, jeden Tag bei Wind und Wetter, Schnee, Glatteis, Rübenernte mit Treckern und Dreck/Rüben auf der Fahrbahn etc., etliche Kilometer Landstraße und Stadtverkehr. Das war nie schön. War halt ein notwendiges Übel. Heute fahre ich nach wie vor nicht gerne. Es stresst mich immernoch. Aber manchmal ist's halt doch praktisch.

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Tom mit T » Donnerstag 24. Januar 2019, 22:57

In einigen Beiträgen erkenne ich mich wieder: eigentlich wollte ich den Führerschein nie machen, da ich in ne Großstadt ziehen wollte und da kein Auto bräuchte. Einfach um mir berufsbedingt alle Optionen offen zu halten, habe ich ihn dann doch kurz nach der Schulzeit gemacht. Aber vor jeder Fahrstunde war ich super nervös, währenddessen extrem angespannt und hinterher schweißgebadet^^ Hab zwar alles beim ersten Mal bestanden, aber kleine "Patzer" beim Fahren wie z.B. den Motor abwürgen, haben mich weiterhin sehr nervös gemacht und ehrlich gesagt hat mir das Fahren keine Freude gemacht.
Das hat sich glücklicherweise im Laufe der Zeit mit mehr und mehr Übung ins Gegenteil verkehrt. Heute fahre ich gerne (außer im extrem dichten Berufsverkehr bei Stau oder z.B. mit Anhänger). Und mir macht es nun sogar Freude, andere Wagen (egal ob Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Mietwagen) auszuprobieren. Besonders im Ausland erlebe ich beim Autofahren so ein Gefühl von Freiheit und Selbstständigkeit... ach da werden gleich tolle Erinnerungen an Australien wach: erstes eigenes Auto gekauft plus Linksverkehr.

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Donnerstag 24. Januar 2019, 23:04

Automobilist hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 16:20
Bei den " Kleinwagen " von heute kann ich das gut verstehen - man sollte die Leute, die so etwas entwerfen, in die Wüste schicken. Aber die Kleinwagen von früher ( Renault 4 / 6, Citroen Visa, Trabant, Fiat, Simca, Fiesta, Lloyd, Austin Metro, Peugeot 104 oder 205.. ) waren äußerst übersichtlich und spielend leicht zu fahren. Einfach den Quatsch von heutzutage ignorieren !
Ich kann mich noch gut an die seligen Zeiten erinnern, als man vom Steuer seines Autos aus das vordere Ende der Motorhaube noch sehen konnte. Inzwischen dürfte es vom Steuer eines Mercedes aus kaum mehr möglich sein, den über dem Kühlergrill stehenden Stern zu sehen.

Heutzutage sind die Keilformen der Autos ja teilweise so extrem ausgeprägt, daß man sich die Heckscheibe auch sparen könnte, weil man sowieso kaum sieht, was hinter einem ist – außer es ist ein Gebäude, ein Nutzfahrzeug oder etwas anderes, was hoch genug aufragt. Monströse C-Säulen geben der Rundumsicht den Rest. Man braucht Abstandswarner und Rückfahrkameras für Dinge, die in einem Auto, das bis Anfang der 90er Jahre entworfen wurde, noch mit bloßem Auge zu sehen waren.
tinale_83 hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 18:19
Es gibt kaum etwas schöneres als hinterm Steuer eines Wagens über die Autobahn zu brettern, am besten mit Sonnenschein, strahlend blauem Himmel und toller Musik auf den Ohren.
Ich stelle mir gerade dich vor am Steuer eines roten 1971er Chevrolet Impala Convertible. Im Autoradio läuft etwas in der Preisklasse von „White Rabbit“ von Jefferson Airplane. Du trägst eine Sonnenbrille und ein Acapulco-Hemd.

Wir waren kurz hinter Potsdam, am Rande der Wüste, als die Drogen zu wirken begannen.

Aber:
tinale_83 hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 18:19
Je schneller, desto besser.
Schnell genug? (Porsche 996, 340 km/h)

Besser? (Audi RS6, 378 km/h)

Oder lieber so? (Koenigsegg Agera RS, 457 km/h)

Oder so? (Ford GT, 471 km/h)
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 19:24
Dafür rege ich mich beim Bahnfahren nicht auf. Dies gelingt ja auch nicht jedem :lol:
Ein Autofahrer bin ich nicht, aber ein um so routinierterer Bahnfahrer, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt, zumal er von der Materie genug Ahnung hat. Es hilft, daß ich bei Fernreisen die 1. Klasse bevorzuge – und landschaftlich ansprechende Strecken. Wenn man dann auch noch in der Lage ist, Zugverbindungen nach eingesetztem Rollmaterial auszuwählen, und auch das rollende Material gut kennt …
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

INTJ nach Myers-Briggs

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Automobilist » Donnerstag 24. Januar 2019, 23:14

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 23:04
Ich kann mich noch gut an die seligen Zeiten erinnern, als man vom Steuer seines Autos aus das vordere Ende der Motorhaube noch sehen konnte. Inzwischen dürfte es vom Steuer eines Mercedes aus kaum mehr möglich sein, den über dem Kühlergrill stehenden Stern zu sehen.

Heutzutage sind die Keilformen der Autos ja teilweise so extrem ausgeprägt, daß man sich die Heckscheibe auch sparen könnte, weil man sowieso kaum sieht, was hinter einem ist – außer es ist ein Gebäude, ein Nutzfahrzeug oder etwas anderes, was hoch genug aufragt. Monströse C-Säulen geben der Rundumsicht den Rest. Man braucht Abstandswarner und Rückfahrkameras für Dinge, die in einem Auto, das bis Anfang der 90er Jahre entworfen wurde, noch mit bloßem Auge zu sehen waren.
Ja - und das konnte auch ein großer Wagen wie z.B. ein Granada oder Wolga sein. Warum einfach und sinnvoll, wenn es auch anders geht ? Man könnte meinen, heutzutage säßen in den Fabriken Leute, die nur darüber nachdenken, wie es noch dümmer und unpraktischer geht...aber man muß das Zeug ja nicht kaufen - oder sich schenken lassen, was ich bevorzuge.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Kief » Donnerstag 24. Januar 2019, 23:19

Automobilist hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 16:20
Bei den " Kleinwagen " von heute kann ich das gut verstehen - man sollte die Leute, die so etwas entwerfen, in die Wüste schicken. Aber die Kleinwagen von früher ( Renault 4 / 6, Citroen Visa, Trabant, Fiat, Simca, Fiesta, Lloyd, Austin Metro, Peugeot 104 oder 205.. ) waren äußerst übersichtlich und spielend leicht zu fahren. Einfach den Quatsch von heutzutage ignorieren !
Hmmmm, ich habe vielleicht kuerzlich Leute kennengelernt, die zukunftstraechtiger entwickeln ... ;-)
in D haben sie noch nix auf dem Markt, aber die achten darauf, dass Kaeufer moeglichst saemtliche Ersatzteile auch selbst beziehen koennen, und entsprechend Reparaturen nicht nur beim Knebelvertrags-Mechaniker machbar sind, sondern zuhause ... ;-)


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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