Aussteigen

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Aussteigen

Beitrag von Oxymoron » Sonntag 26. Mai 2019, 00:11

Hey,

Ich möchte in den nächsten Monaten aussteigen. Auf die Kanarischen Inseln wie es aussieht.
Ich möchte auf Geld etc. verzichten bzw. bin in der Lage mir Nahrung usw. unentgeltlich zu beschaffen.

Da ich etwas Schulden angehäuft habe und ich mir vor allem Sorgen wegen Krankenversicherung mache. Ist meine Frage ob es damit große Probleme geben kann.

Weil es ja auch einen hippokratischen Eid gibt.

Und verjähren Schulden?
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Re: Aussteigen

Beitrag von MissWho » Sonntag 26. Mai 2019, 05:17

Was ist das für eine Einstellung :no:
Bezahl' deine Schulden und lauf nicht vor ihnen weg. Du machst alles nur schlimmer. :wuetend:
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Re: Aussteigen

Beitrag von Tania » Sonntag 26. Mai 2019, 09:18

Schulden verjähren durchaus. Wenn es einen Titel oder ein Inkassoverfahren gibt, nach 30 Jahren. Es sei denn die Verjährung wird gehemmt.

Wenn Du ohne Krankenversicherung lebst, ist der Arzt natürlich verpflichtet, in bedrohlichen Situationen lebensrettende Maßnahmen durchzuführen. Aber wenn Du Dir z.B. das Bein abhackst, wäre das Versorgung der Wunde, im das Verbluten zu verhindern. Nicht eine mehrstündige OP, um das Bein anzunähen. Und natürlich wärst Du verpflichtet, den Arzt für seine Arbeit zu bezahlen.

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Re: Aussteigen

Beitrag von Lilia » Sonntag 26. Mai 2019, 10:05

Die Kanaren würde ich zum Aussteigen generell kritisch sehen. Zum einen gibt es dort giftige Tiere wie Skorpione, Prozessionsspinner, Petermännchen oder teilweise auch ausgesetzte Kalifornische Kornnattern, zum anderen gibt es auf den Kanaren genügend arbeitslose junge Leute, mit denen du in Konkurrenz stündest (ca 50% der U 25 - guck mal dieses Video). Wie willst du dich da durchsetzen, wie menschenwürdig leben?
Warst du bereits bei der Schuldnerberatung? Ich denke da insbesondere an die Möglichkeiten einer Privatinsolvenz.

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Re: Aussteigen

Beitrag von yes_or_no » Sonntag 26. Mai 2019, 16:44

das hört sich sehr seltsam an.

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Re: Aussteigen

Beitrag von Mit müden Augen » Sonntag 26. Mai 2019, 17:24

Oxymoron hat geschrieben:
Sonntag 26. Mai 2019, 00:11
bin in der Lage mir Nahrung usw. unentgeltlich zu beschaffen.
Ganz sicher? Du wärst nicht der erste der irgendwo hin auswandert um dann auf der Straße zu leben und Mülltonnen zu durchwühlen.
Wenn du psychische Probleme hast such dir professionnelle Hilfe, notfalls inkl. stationärem Aufenthalt.
Wenn du Schulden hast geh zur Schuldnerberatung.

Kurzum: Weglaufen bringt nichts. Würde ich auch gerne, aber es hilft alles nichts.
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Re: Aussteigen

Beitrag von calcetto » Sonntag 26. Mai 2019, 17:55

Oxymoron hat geschrieben:
Sonntag 26. Mai 2019, 00:11
Weil es ja auch einen hippokratischen Eid gibt.
Wenn du dich auf den verlassen willst, dann brauchst du Altgriechischkenntnisse und eine Zeirmaschine. Diesen "Eid" gibt es in der Medizin schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

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Re: Aussteigen

Beitrag von Axolotl » Sonntag 26. Mai 2019, 18:34

calcetto hat geschrieben:
Sonntag 26. Mai 2019, 17:55
Wenn du dich auf den verlassen willst, dann brauchst du Altgriechischkenntnisse und eine Zeirmaschine. Diesen "Eid" gibt es in der Medizin schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
Das stimmt auch nur bedingt. In vielen Ländern schwört man ihn noch. In Deutschland sind die Grundsätze des Eides Teil des Strafgesetzes.
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Re: Aussteigen

Beitrag von Tom mit T » Montag 27. Mai 2019, 09:44

Ich würde inzwischen nur noch mit einer Jobzusage auswandern bzw. mit ausreichend finanziellen Rücklagen, die für vielleicht 2 Jahre reichen würden.

Beachte, dass es inzwischen in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht gibt. Auch im Ausland müsstest du dafür den Mindestbeitrag zahlen oder du versicherst dich privat über eine Auslandskrankenversicherung, sodass du dich bei der Krankenkasse in Deutschland abmelden kannst.
Die andere Option ist, du meldest dich in Deutschland ab, aber dann gibt es erstens kein Zurück mehr, und zweitens denke ich, dass das mit Schulden auch nicht so leicht machbar ist.

Arztbesuche oder Medikamente können ohne Krankenversicherung im Ausland sehr teuer sein, z.B. Zahnarzt. Ohne Job und Ersparnisse muss dir bewusst sein, dass du dir im Notfall die Medikamente nicht leisten kannst.

Wie sieht's von den Sprachkenntnissen aus? Mit Deutsch kommt man da im Alltag eigentlich ganz gut durch. Spanisch oder Englisch halte ich dennoch für sinnvoll.

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Re: Aussteigen

Beitrag von Hathor » Montag 27. Mai 2019, 12:04

Oxymoron hat geschrieben:
Sonntag 26. Mai 2019, 00:11
Ich möchte in den nächsten Monaten aussteigen. Auf die Kanarischen Inseln wie es aussieht.
Ich möchte auf Geld etc. verzichten bzw. bin in der Lage mir Nahrung usw. unentgeltlich zu beschaffen.
Die Kanaren sind wunderschön. Ich kann verstehen, dass dieser Gedanke reizvoll erscheint, vor allem, wenn du bis über beide Ohren verschuldet bist. Und kurzfristig kannst du in der von dir beschriebenen Weise bestimmt über die Runden kommen.

Aber mittel- und langfristig? Kannst und willst du dir dauerhaft die Dinge zu deinem Lebensunterhalt unentgeltlich beschaffen?
Und wenn nicht: Wie willst du Fuß fassen, und wo? Sprichst du gut Spanisch? Wenn nicht, wirst du ein Fremdkörper in der einheimischen Gesellschaft bleiben, oder bestenfalls Teil einer deutschsprachigen Community sein. Schlimmstenfalls könntest du - ohne Einkommen und ohne Job - auch dort nicht mehr als ein Fremdkörper am Rand sein. Über die Krankenversicherung und Versorgung mittelloser Patienten im europäischen Ausland und insbesondere das spanische Gesundheitswesen weiß ich gar nichts, und du, wie es aussieht, auch nicht. Such dir zumindest diesbezüglich unbedingt kompetente Beratung; das Thema ist mMn zu wichtig, um sich auf ein paar Aussagen in einem Forum zu verlassen, deren Fundiertheit du nicht beurteilen kannst.

Ich bin ein paar Tage älter als du, vielleicht hält sich auch deshalb mein Wagemut in Grenzen. ;) Aber wie oben schon jemand schrieb: was du vorhast, klingt weniger nach Aussteigen als vielmehr nach Flucht.

In deinem Alter schon von Schulden belastet zu sein, muss sich richtig, richtig Scheiße anfühlen. :sadwoman: Und wenn du ernsthaft der Meinung bist, deine Lebenssituation durch das "Aussteigen" deutlich verbessern zu können, dann - und nur dann - versuche es. Aber mache es nicht nur deshalb, weil dir das Schicksal gerade die Pistole auf die Brust setzt und du den Eindruck hast, abzuhauen sei deine einzige Chance.

Denke nochmal darüber nach, ob es nicht unter'm Strich sogar einfacher sein könnte, hier und jetzt klar Schiff zu machen. Warst du schon mal bei einer Schuldnerberatung? Schon mal über eine Privatinsolvenz nachgedacht? Das soll beinhart sein und man braucht einen langen Atem, ich will das gar nicht schönreden. Aber es birgt immerhin die Chance, Ordnung in deine Finanzen und vielleicht letztendlich auch in dein Leben zu kriegen.
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Re: Aussteigen

Beitrag von Oxymoron » Montag 27. Mai 2019, 14:47

Naja es geht mir nicht nur um die Flucht vor den Schulden. Ich fühle mich auch hier in der normalen Gesellschaft wie ein Fremdkörper.

Geld für Essen oder Luxus benötige ich nicht. Ersteres kann das ich kostenlos kriegen zweiteres brauch ich nicht
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Re: Aussteigen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 27. Mai 2019, 14:52

Oxymoron hat geschrieben:
Montag 27. Mai 2019, 14:47
Geld für Essen oder Luxus benötige ich nicht. Ersteres kann das ich kostenlos kriegen
Wie?
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Re: Aussteigen

Beitrag von Hathor » Montag 27. Mai 2019, 15:14

Oxymoron hat geschrieben:
Montag 27. Mai 2019, 14:47
Geld für Essen oder Luxus benötige ich nicht. Ersteres kann das ich kostenlos kriegen zweiteres brauch ich nicht
Ich nehme mal an, du hast irgendwelche Kontakte dort, die dich unterstützen würden? Das wäre ja nicht schlecht. Ok, Essen ist geritzt.
Was ist mit einer Wohnung oder wenigstens irgendeiner Form von Dach über dem Kopf? Oder zählt das schon zu Luxus? ;)
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