Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Alle Themen, die sonst nirgendwo hineinpassen

Moderatoren: Hathor, Wolleesel, Peter, Lerche, Lisa, otto-mit-o, Esperanza, orthonormal

Antworten
Benutzeravatar
NeC
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2989
Registriert: Sonntag 9. Oktober 2011, 15:37
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Wohnort: Niedersachsen

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von NeC » Mittwoch 18. September 2019, 02:12

uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:44
Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:37
NBUC hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:30
Wäre es denn nicht eigentlich Aufgabe des - wenn angewesend - Fachbeteiligten durch entsprechend fachlich bezogene Fragen da sowohl Anforderungen klar zu stellen wie abzuklopfen und aus den Antworrten dann etwas zu schließen, als den Bewerber gegen die Wand des rhetorisch-methodische Wand des Personalers laufen zu lassen?
Bei beiden Bewerbungen, bei denen ich die Stelle bekommen habe, ist es so gewesen. Es war außer den Personalern und der Personalvertretung jeweils der zukünftige Abteilungsleiter und der potentiell unmittelbare Vorgesetzte anwesend. Es wurde mindestens die Hälfte der Zeit über fachliches gesprochen um zu erkennen, ob da Substanz vorhanden ist.
So kenne ich das eigentlich auch, für das fachliche ist immer jemand Verantwortliches von der Fachabteilung dabei. Meistens sogar mehrere. Die Personaler sind oft im Hintergrund bzw. beschränken sich auf das Organisatorische und ggf. allgemeine Themen, wie Vergütung, Benefits usw.
Kann ich auch so bestätigen. Auch der Text der Ausschreibungen kommt - soweit ich das bisher überblicken konnte - zum überwiegenden Teil aus den Fachabteilungen.

Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 14:42
Ich kenne es so, daß zu den Vorstellungsgesprächen Leute eingeladen werde, die das fachliche mitbringen. Insbesondere wenn ein Bewerber aufgrund der Unterlagen besonders qualifiziert zu sein scheint, dann muß er im Vorstellungsgespräch viel falsch machen um nicht genommen zu werden.
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:40
Ich kenne das eigentlich nur so, wenn man schon zum Gespräch eingeladen wird, dann hat man den Job schon ziemlich sicher.
Das kann ich so allgemein wiederum nicht bestätigen.
Manchmal läuft das zwar wirklich so - aber meiner Erfahrung nach eher in kleinen und mittelgroßen Unternehmen, ländlichen Gebieten, oder sehr speziellen Anforderungen. Sprich: wenn es ohnehin nicht viele passende Bewerber gibt, oder man im Unternehmen zu viel anderes zu tun hat, um etliche Gespräche zu führen.

Gibt es in der Firma aber eine fähige Personalabteilung, die auch solche Dinge wie Unternehmenskultur steuert (und nicht nur davon redet), und sind die Anforderungen an den Job nicht so speziell, läuft es meiner Erfahrung nach eher so, dass man mit passender fachlicher Eignung ziemlich sicher erstmal auch eingeladen wird. Weil die aber logischerweise so viele Leute gar nicht einstellen können, wird durch die Gespräche ausgesiebt.

The Poet hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 23:23
Vor allem braucht man ein Studium überhaupt nicht für den Job.
(...)
Argh... alles, was ich im Studium gelernt hab, war folglich (wenn man es unter dem Aspekt der Wichtigkeit für nen Job ansieht), völlig sinnlos. Vergeudete Lebenszeit.
Meiner Meinung nach ist es völlig normal, dass man das Wissen aus dem (MINT-)Studium hinterher nicht mehr braucht. Bzw. höchstens einen ganz kleinen Teil davon. Ich habe es immer so verstanden, dass man durch das Bestehen des Studiums lediglich bewiesen hat, dass man sich selbstständig neues Wissen aneignen kann. Solche Leute könnten Firmen dann einstellen, und ihnen zur Aufgabe machen, jetzt bitte Experten für XYZ zu werden.

Leider scheint das heutzutage immer mehr und mehr anders zu laufen. Vielen Firmen dauert es zu lange, erst selbst Experten aus dem "Akademiker-Rohmaterial" zu machen. Es gibt zunehmend keinen langen Atem mehr, die Ziele und Strategien wechseln zu schnell, die Firmen wissen schlicht nicht, was für Leute sie in 3 Jahren brauchen werden. In dieser Situation wäre vorher antrainiertes spezielles fachliches Wissen natürlich schon etwas wert. Vielleicht wird das heute an den Unis vermittelt - aber ich fürchte, die wissen genausowenig, was die Firmen später haben wollen. Und es wäre auch viel zu facettenreich.

Also vergeben die Firmen vermehrt kurzfristig Aufgaben an Ingenieurbüros bzw. Entwicklungsdienstleister. Weil die versprochen haben, genau die richtigen Experten bereits bei sich sitzen zu haben. Das stimmt aber nur zufällig. Wenn's blöd läuft, sitzt da das gleiche "Akademiker-Rohmaterial", was die Firma auch direkt hätte einstellen können. Und braucht auch genauso lange für die "Einarbeitung" in die spezielle Aufgabe. Die Firma zahlt, und hat anschließend "nur einen Job erledigt bekommen". Wenig neue Erkentnisse, wenig Kompetenz aufgebaut, nichts nachhaltiges geschaffen, aber den Wasserkopf der Dienstleistungsbude mit finanziert. Aber das scheint derzeit "In" zu sein.

Benutzeravatar
Lazarus Long
Eins mit dem Forum
Beiträge: 11000
Registriert: Freitag 1. Februar 2013, 20:13
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: in und bei Hannover

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Lazarus Long » Mittwoch 18. September 2019, 07:36

NeC hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 02:12
Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 14:42
Ich kenne es so, daß zu den Vorstellungsgesprächen Leute eingeladen werde, die das fachliche mitbringen. Insbesondere wenn ein Bewerber aufgrund der Unterlagen besonders qualifiziert zu sein scheint, dann muß er im Vorstellungsgespräch viel falsch machen um nicht genommen zu werden.
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:40
Ich kenne das eigentlich nur so, wenn man schon zum Gespräch eingeladen wird, dann hat man den Job schon ziemlich sicher.
Das kann ich so allgemein wiederum nicht bestätigen.
Ich kenne es nur von den beiden Körperschaften (beide jeweils zwischen 500 und 1000 Angestellte, die erste dazu noch einige Beamte und Arbeiter), bei denen ich nach meinem Studium gearbeitet habe bzw. noch arbeite. Ich fand die vorgehensweise sinnvoll und hätte gedacht, daß deshalb die meisten größeren Firmen so oder so ähnlich vorgehen.
Das z.B. ein kleiner Familienbetrieb anders vorgeht, davon bin ich allerdings schon ausgegangen.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
Deutscher Staatsmann und Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin
1767 - 1835

Benutzeravatar
Lazarus Long
Eins mit dem Forum
Beiträge: 11000
Registriert: Freitag 1. Februar 2013, 20:13
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: in und bei Hannover

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Lazarus Long » Mittwoch 18. September 2019, 07:42

The Poet hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 23:23
Vor allem braucht man ein Studium überhaupt nicht für den Job.
Ich kann nur für den kleinen Bereich sprechen, den ich überblicken kann.
Ich habe Mathematik studiert. Habe ich irgendwas davon vordergründig für meine Arbeit gebraucht? Nein.
Was ich gebraucht habe ist die Art zu denken. Alles andere, was ich für die konkrete Arbeit brauchte, hab ich dann "on the job" gelernt.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
Deutscher Staatsmann und Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin
1767 - 1835

Benutzeravatar
uhu72
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 2029
Registriert: Freitag 26. Oktober 2007, 22:03
Geschlecht: männlich
AB Status: AB 30+
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Wohnort: PLZ 71

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von uhu72 » Mittwoch 18. September 2019, 16:30

NeC hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 02:12
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:40
Ich kenne das eigentlich nur so, wenn man schon zum Gespräch eingeladen wird, dann hat man den Job schon ziemlich sicher.
Das kann ich so allgemein wiederum nicht bestätigen.
Manchmal läuft das zwar wirklich so - aber meiner Erfahrung nach eher in kleinen und mittelgroßen Unternehmen, ländlichen Gebieten, oder sehr speziellen Anforderungen. Sprich: wenn es ohnehin nicht viele passende Bewerber gibt, oder man im Unternehmen zu viel anderes zu tun hat, um etliche Gespräche zu führen.
Nun das mag vermutlich auch daran liegen, dass ich kein Akademiker bin und offensichtlich verdammt gut in dem, was ich tue.
Was hat ersteres damit zu tun?
Nun, eine Facharbeiterstelle hat nicht die Wertschöpfung im Unternehmen, die eine Akademikerstelle hat. Entsprechend muss das Recruitingverfahren günstiger gestaltet werden. Früher gab es mal die Faustformel, die Größe des Stelleninserats in der Zeitung spiegelt das Monatsgehalt wieder. Das zeigt sich auch in meiner Erfahrung, dass typischerweise von kleinen Firmen Absagen kamen oder gar keine Rückmeldung, wenn diese entsprechend weit weg waren. Bei größeren Unternehmen, die nach Tarif zahlen und die Reisekosten erstatten, war das kein Thema, auch mal durch die halbe oder ganze Republik zu reisen für ein Gespräch.

Ich glaube, wir können uns alle darauf einigen, dass man die jeweilige Situation differenziert betrachten muss. Was in dem einem Fall hinderlich sein kann spielt in einem anderen Fall keine Rolle und umgekehrt. Der Arbeitsmarkt ist ja sehr vielseitig und die jeweiligen Anforderungen entsprechend unterschiedlich.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

Benutzeravatar
Arikari
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2884
Registriert: Mittwoch 13. Mai 2015, 21:01
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: Niedersachsen

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Arikari » Mittwoch 18. September 2019, 19:08

uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:40
Heutzutage werden Bewerbungen ja online abgewickelt und gerade bei Groß-Unternehmen geht es in diese Richtung. Da ist es typisch, bzw. normal, dass eben nicht ein großes zusammenhängendes Anschreiben abgefragt wird, sondern in mehrere Fragen aufgeteilt ein Webformular ausgefüllt wird. Im Prinzip tauchen da immer solche Frage schön formuliert auf, wie, warum man in diesem Unternehmen arbeiten möchte, warum man sich für die Stelle besonders geeignet hält, welche Erwartungen man hat, was die Motivation ist, sich zu bewerben, usw. Genauso systematisch wird die Qualifikation abgefragt, man kann Zeugnisse hochladen, kreuzt den Bildungsweg an, gibt die bisherigen Arbeitgeber und Aufgaben an.

Mir scheint, damit haben noch nicht viele von euch Berührung gehabt.
Ich habe mit den Online-Bewerbungsverfahren andere Erfahrungen gemacht. Es stimmt, dass immer mehr große Unternehmen spezielle Bewerberportale haben. Allerdings bieten nur wenige die Möglichkeit, mehr als seine Kontaktdaten und ein Statement zu "Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?" zu hinterlassen und natürlich die Bewerbung als PDF hochzuladen. Und auch bei diesen wenigen werden überwiegend Daten abgefragt, die im Lebenslauf stehen, gerne noch per Dropdown-Auswahl ("höchster Schulabschluss?") oder mit harter Zeichenbegrenzung in freien Textfeldern. Viel mehr als in der klassischen Bewerbung kann man dort in der Regel nicht zeigen. Da geht es vorrangig um die Optimierung von Abläufen für die Personalstelle.
Pssst! Ruft da ein Schokokeks?

Online
Obelix
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 127
Registriert: Freitag 23. August 2019, 19:10
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Wohnort: München

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Obelix » Mittwoch 18. September 2019, 19:33

Arikari hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 19:08
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:40
Heutzutage werden Bewerbungen ja online abgewickelt und gerade bei Groß-Unternehmen geht es in diese Richtung. Da ist es typisch, bzw. normal, dass eben nicht ein großes zusammenhängendes Anschreiben abgefragt wird, sondern in mehrere Fragen aufgeteilt ein Webformular ausgefüllt wird. Im Prinzip tauchen da immer solche Frage schön formuliert auf, wie, warum man in diesem Unternehmen arbeiten möchte, warum man sich für die Stelle besonders geeignet hält, welche Erwartungen man hat, was die Motivation ist, sich zu bewerben, usw. Genauso systematisch wird die Qualifikation abgefragt, man kann Zeugnisse hochladen, kreuzt den Bildungsweg an, gibt die bisherigen Arbeitgeber und Aufgaben an.

Mir scheint, damit haben noch nicht viele von euch Berührung gehabt.
Ich habe mit den Online-Bewerbungsverfahren andere Erfahrungen gemacht. Es stimmt, dass immer mehr große Unternehmen spezielle Bewerberportale haben. Allerdings bieten nur wenige die Möglichkeit, mehr als seine Kontaktdaten und ein Statement zu "Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?" zu hinterlassen und natürlich die Bewerbung als PDF hochzuladen. Und auch bei diesen wenigen werden überwiegend Daten abgefragt, die im Lebenslauf stehen, gerne noch per Dropdown-Auswahl ("höchster Schulabschluss?") oder mit harter Zeichenbegrenzung in freien Textfeldern. Viel mehr als in der klassischen Bewerbung kann man dort in der Regel nicht zeigen. Da geht es vorrangig um die Optimierung von Abläufen für die Personalstelle.
Je nach eingesetzter Software gibt es bei diesen Online-Bewerbungsportalen durchaus Unterschiede. Vor allem bewegt sich da in den letzten Jahren eine ganze Menge. Das ändert aber nichts daran, dass hier hauptsächlich die harten Fakten wie Ausbildungs- und Berufsstationen abgefragt werden. Der Rest steht dann nach wie vor in den Zeugnissen. Es gibt auch Texterkennungssysteme, die einen PDF-Lebenslauf "lesen" und die Informationen automatisch auf die entsprechenden Formularfelder verteilen. Da bleiben aber auf jeden Fall noch etliche Fragen übrig, die sich letztlich nur im Gespräch klären lassen. Ein hinreichend vollständiges Bild von einem Bewerber erhält man durch diese Eingaben jedenfalls nicht.
uhu72 hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 16:30
Ich glaube, wir können uns alle darauf einigen, dass man die jeweilige Situation differenziert betrachten muss. Was in dem einem Fall hinderlich sein kann spielt in einem anderen Fall keine Rolle und umgekehrt. Der Arbeitsmarkt ist ja sehr vielseitig und die jeweiligen Anforderungen entsprechend unterschiedlich.
Definitiv. Je nach ausgeschriebener Stelle, Firmengröße, Branche und den jeweiligen internen Gepflogenheiten gibt es so viele Unterschiede, dass man keine echten "Geheimtipps" geben kann, mit denen man eine Stelle auf jeden Fall bekommt. Das ist halt wirklich wie bei einem Date: Damit es zu mehr kommt (hier: Arbeitsvertrag), müssen eben beide Seiten das Gefühl haben, dass es "passt".
Schubladendenken - Blödsinn mit Methode.
Wir machen unser Ding eben neben der Kommode.
(Wise Guys)

Benutzeravatar
The Poet
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3375
Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 02:22
Geschlecht: männlich
AB Status: AB 30+
Ich bin ...: offen für alles.
Wohnort: Hessen

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von The Poet » Mittwoch 18. September 2019, 20:12

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 02:04
Aber wenn du das eh auch ohne Studium gemacht hättest, dann kannst du es doch jetzt auch einfach mit Studium machen.
Tu ich ja auch (sofern du einfach nur "mit Studium" meinst, nicht "mit Studium, Studienabschluss inkludierend"). Also in dem Rahmen, in dem ich es derzeit gesundheitlich kann (was nicht viel ist). Nur macht es halt irgendwie überhaupt keinen Sinn/Spaß/Freude/<hierSonstigePositiveAssoziation/GrundhaltungEinfügen> mehr. (Dabei bin ich noch nicht mal überarbeitet oder nahe am Burnout oder sowas ... nur nahe am Nervenzusammenbruch, wenn ich Arbeit anliegen habe ... aber das ist bei mir seit Jahren Defaultzustand.)

Wie sagte Lerche neulich so schön: Früher war mehr Lametta ;) .

Danke auch an alle anderen Kommentierenden.

Mir bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als mich weiter als Freelancer irgendwie durchzuschlagen... so ein bisschen Licht sehe ich ja mittlerweile wieder für mein Leben. Nur: "Das Licht am Ende des Tunnes... kann auch ein Zug sein." - wie Nico Semsrott so treffend sagt. Daher glaub ich nach wie vor nicht dran... auf alles, was gut läuft, folgt garantiert nur wieder ein großer Crash. That's my life.
Through the looking-glass ...sphere.

Mit müden Augen
Bringt jede Tastatur zum Glühen
Beiträge: 8914
Registriert: Freitag 24. April 2015, 20:22
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 18. September 2019, 20:50

The Poet hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 20:12
so ein bisschen Licht sehe ich ja mittlerweile wieder für mein Leben.
:vielglueck: :vielglueck:
Mein Leben ist die Hölle.
sei still und leide

Genosse Premier
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3975
Registriert: Dienstag 4. November 2008, 13:41
Geschlecht: männlich
AB Status: AB 30+
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Genosse Premier » Mittwoch 18. September 2019, 21:59

The Poet hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 20:12
Daher glaub ich nach wie vor nicht dran... auf alles, was gut läuft, folgt garantiert nur wieder ein großer Crash. That's my life.
Bap bap bap, wer schon so negativ denkt, der zieht das Chaos direkt an. ;)

Ich finde ja, Kommunikations-Skills sind viel leichter zu erwerben als alles Fachliche. Man muss halt nix pauken oder teuer Zertifikate erwerben.
God speed, John Glenn

Benutzeravatar
The Poet
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3375
Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 02:22
Geschlecht: männlich
AB Status: AB 30+
Ich bin ...: offen für alles.
Wohnort: Hessen

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von The Poet » Mittwoch 18. September 2019, 22:51

Genosse Premier hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 21:59
The Poet hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 20:12
Daher glaub ich nach wie vor nicht dran... auf alles, was gut läuft, folgt garantiert nur wieder ein großer Crash. That's my life.
Bap bap bap, wer schon so negativ denkt, der zieht das Chaos direkt an. ;)
Naja, positiv zu sehen ist: Jeder Verwandte, der stirbt, ist immerhin einer weniger, der künftig noch sterben kann.

Vielleicht sollten einfach alle auf einmal den Löffel abgeben (die jetzt noch da sind), danach kann ich dann ein völlig neues Leben beginnen! :verwirrt:
Genosse Premier hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 21:59
Ich finde ja, Kommunikations-Skills sind viel leichter zu erwerben als alles Fachliche.
:gruebel: Schon mal mit Leuten mit sozialen Ängsten gesprochen?
Ach ne, stimmt, geht ja gar nicht, die verstecken sich ja :mrgreen:
Through the looking-glass ...sphere.

Benutzeravatar
klecks
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2726
Registriert: Freitag 20. September 2013, 20:29
Geschlecht: weiblich
Ich bin ...: vergeben.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von klecks » Donnerstag 19. September 2019, 11:05

The Poet hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 22:51
Naja, positiv zu sehen ist: Jeder Verwandte, der stirbt, ist immerhin einer weniger, der künftig noch sterben kann.
[/quote]

Hat nur vermittelt mit Arbeitsmarktfragen zu tun: Ich hatte in meinen Zwanziger/Anfang 30ern auch eine statistisch gesehen eher unwahrscheinliche Serie von Todesfällen Angehöriger und mir sehr nahe stehender Menschen. Ich habe da fast kein Land gesehen damals - auch, weil ich mit den Themen, mit denen ich mich rumschlagen musste, allein war im Freundeskreis: Die gründeten gerade Familien, heirateten, bezogen Wohnungen oder Häuser etc.

Halte durch!

Jetzt, Jahrzehnte später, profitiere ich auf meine Art von der Art, wie mein Leben diesbezüglich gelaufen ist. Jetzt setzt sich meine Generation so langsam mit dem Thema Tod und Verlust auseinander - für mich ein "alter Hut" - , während ich Freiräume für Neues habe.

:umarmung2:

Benutzeravatar
Montecristo
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 5061
Registriert: Sonntag 8. März 2015, 19:45
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 19. September 2019, 11:39

Arikari hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 19:08
uhu72 hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:40
Heutzutage werden Bewerbungen ja online abgewickelt und gerade bei Groß-Unternehmen geht es in diese Richtung. Da ist es typisch, bzw. normal, dass eben nicht ein großes zusammenhängendes Anschreiben abgefragt wird, sondern in mehrere Fragen aufgeteilt ein Webformular ausgefüllt wird.
Viel mehr als in der klassischen Bewerbung kann man dort in der Regel nicht zeigen. Da geht es vorrangig um die Optimierung von Abläufen für die Personalstelle.
Ich hatte letztens tatsächlich ein Online-Formular das mich positiv überrascht hat.
Da wurden dann ca. 25-30 Punkte in Form von wenig bis gar nicht zutreffend abgefragt. Auch wurden viele Fragen gestellt, die man eher im Gespräch erwartet hätte.
War für die Stelle sehr passend, da neben fachlicher Qualifikation (interdisziplinär) auch Management- und Organisationskompetenz gefragt war.

Ich kenne aber auch nervige Dinger, in die man einfach mühsam den CV einhacken muss. Und die maulen, wenn der PhD keine Note hat, weil man das in schwäbisch Sibirien nicht kennt.... Das hat keinen Mehrwert und ist eher eine Qual.

Ein Multi hier hat eine KI, die das PDF durchforstet und die Stationen automatisiert erfasst. Der Fortschritt ist unaufhaltsam.
Aber einen Job kriegt man dadurch natürlich auch nicht. Man ist einfach schneller draußen...
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

Online
Obelix
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 127
Registriert: Freitag 23. August 2019, 19:10
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Wohnort: München

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Obelix » Donnerstag 19. September 2019, 13:56

Montecristo hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 11:39
Aber einen Job kriegt man dadurch natürlich auch nicht. Man ist einfach schneller draußen...
Sagen wir mal: Die Entscheidung fällt schneller. In welche Richtung, das hängt nach wie vor von anderen Faktoren ab.
Schubladendenken - Blödsinn mit Methode.
Wir machen unser Ding eben neben der Kommode.
(Wise Guys)

Benutzeravatar
Montecristo
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 5061
Registriert: Sonntag 8. März 2015, 19:45
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 19. September 2019, 14:04

Obelix hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 13:56
Sagen wir mal: Die Entscheidung fällt schneller.
Schneller ist dadurch für den Bewerber erstmal gar nix... Die EDV entscheidet doch nix. Die sortiert nur vor.
Die Absage gibts ganz am Ende des Verfahrens. Oder nie. Ist auch modern.
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

NBUC
Eins mit dem Forum
Beiträge: 12307
Registriert: Montag 26. Oktober 2009, 17:25
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB
Wohnort: Kulturhauptstadt2010

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von NBUC » Donnerstag 19. September 2019, 14:27

Montecristo hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 11:39

War für die Stelle sehr passend, da neben fachlicher Qualifikation (interdisziplinär) auch Management- und Organisationskompetenz gefragt war.
Wie kann ich mir das dann vorstellen?
Haben sie Kompetenz? - ja ankreuzen!

Oder wie so ein Onlinepsychotest?
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

Benutzeravatar
Montecristo
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 5061
Registriert: Sonntag 8. März 2015, 19:45
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 19. September 2019, 14:35

NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 14:27
Wie kann ich mir das dann vorstellen? Haben sie Kompetenz? - ja ankreuzen!
Nicht ja oder nein, sondern auf einer Skala von 1-10.
Wenn man gleichzeitig von Gebiet 1, 2 und 3 Ahnung haben soll (für die eigene Studiengänge existieren) dann finde ich das sehr sinnvoll.

Nur zur Anschauung: Bei Viking Knitting nützt einem der Schlosser auch nix. Da muss man alles draufhaben.
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

NBUC
Eins mit dem Forum
Beiträge: 12307
Registriert: Montag 26. Oktober 2009, 17:25
Geschlecht: männlich
AB Status: Hardcore AB
Wohnort: Kulturhauptstadt2010

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von NBUC » Donnerstag 19. September 2019, 14:55

Montecristo hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 14:35
NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 14:27
Wie kann ich mir das dann vorstellen? Haben sie Kompetenz? - ja ankreuzen!
Nicht ja oder nein, sondern auf einer Skala von 1-10.
Wenn man gleichzeitig von Gebiet 1, 2 und 3 Ahnung haben soll (für die eigene Studiengänge existieren) dann finde ich das sehr sinnvoll.

Nur zur Anschauung: Bei Viking Knitting nützt einem der Schlosser auch nix. Da muss man alles draufhaben.
Aber letztlich fragen sie dann da nach der fluffigen Selbsteinschätzung, oder?
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

Benutzeravatar
Peter
Moderator
Beiträge: 6856
Registriert: Donnerstag 8. Januar 2015, 22:01

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Peter » Donnerstag 19. September 2019, 16:20

PS. und nicht zu vergessen: auf Sympathie kommt es auch an :mrgreen:
Der Windfisch beobachtet Dich.

Benutzeravatar
Montecristo
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 5061
Registriert: Sonntag 8. März 2015, 19:45
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 19. September 2019, 20:36

NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 14:55
Aber letztlich fragen sie dann da nach der fluffigen Selbsteinschätzung, oder?
Größenwahnsinnige gibts immer... (Wo ist eigentlich der :mrgreen: abgeblieben? :lol: )
Ich habe genug Leute erlebt die in den ersten 1-2 Jahren wieder rausgeflogen sind.
Kann man sagen, naja die hatten ja zumindest einen Job. Aber bringt einen das wirklich weiter?
Das macht doch auch keinen Spaß sich als Minderleister bis zur Frührente zu ärgern...
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

Benutzeravatar
Tyrion
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2345
Registriert: Dienstag 20. Juni 2017, 19:48
Geschlecht: männlich

Re: Wie wichtig ist das Können auf dem Arbeitsmarkt?

Beitrag von Tyrion » Donnerstag 19. September 2019, 22:03

Mein Kollege kann nichts, macht nur Unfug und andere (unter anderem ich) dürfen es dann korrigieren, weil er nur alles verschlimmbessern würde. Dennoch bekommt er mehr als ich. Können ist nicht wichtig.
"Vergiss nie, wer du bist. Der Rest der Welt tut es auch nicht. Trage es wie eine Rüstung, dann kann es nie dazu benutzt werden, dich zu verletzen." - Tyrion Lannister

Antworten

Zurück zu „Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste