Forscher wollen das Altern besiegt haben

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Kief
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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Kief » Samstag 13. Juli 2019, 21:53

Axolotl hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 16:39
Und was die da genau geschluckt haben stand jetzt glaube ich auch nicht im Artikel.
Hat Melli aufgegriffen.
Dazu ist es für mich fraglich, wie man denn bitte das biologische Alter ermittelt bzw. welche Standards man da anlegt.
Steht ebenfalls im Artikel, dafer haben sie den Alterungs-Experten mit dem Immun-Prozess herangezogen.

Wie viel tiefer ins Detail sollten sie denn noch gehen?


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Melli » Samstag 13. Juli 2019, 22:30

Morningstar hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 23:50
Dann könnten vielleicht auch bald die älteren ABs all das nachholen was Sie als jugendliche verpasst haben und zwar als jugendliche ;)
Ich stelle mir das gerade so vor, wie wohl wie 20 Jahre aussehende 50 Jährige bei den jungen Damen ankommen würden ?
Um dazu noch etwas kurz anzumerken: Die älteren ABs haben nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychosoziale Entwicklung hinter sich.

Jugendliche werden aus ihnen nie mehr werden können. Succès dans l’apparence n’est pas qu’une apparence de succès.

Ob sie AB überwinden können, hängt ohnehin nicht vom Aussehen ab. (Auch wenn v.a. manche MABs da anderer Ansicht sind.)

Und die jungen Damen werden schon merken, daß der wie 20 aussehende 50-Jährige ganz anders ist als die Leute aus ihrer Generation.

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Axolotl » Sonntag 14. Juli 2019, 01:10

Kief hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 21:53

Steht ebenfalls im Artikel, dafer haben sie den Alterungs-Experten mit dem Immun-Prozess herangezogen.

Wie viel tiefer ins Detail sollten sie denn noch gehen?


K
Bis es einen weg gibt das Alter tatsächlich quantitativ zu bestimmen ;) Blöde Frage... :roll:
Tania hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 19:44
Wo steht denn etwas von "unsterblich"? Die Leute werden weiterhin an Krebs, Infektionen, seelischen Leiden oder Herzinfarkten sterben. Nur bleiben ihnen vielleicht vorher körperliche Verschleißerscheinungen erspart - was die Krankenkassen sicher echt beglücken wird.
Weil es das effektiv bedeutet?! ;) Krankheiten und Unfälle wird es immer geben. Aber wenn man von unsterblich spricht, nimmt man die ja auch explizit raus. :roll:
If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Brax » Sonntag 14. Juli 2019, 11:07

Tania hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 19:44
Wo steht denn etwas von "unsterblich"? Die Leute werden weiterhin an Krebs, Infektionen, seelischen Leiden oder Herzinfarkten sterben.
Es würden trotzdem viele sehr viel länger leben. Und vielleicht würden auch viel weniger Leute krank, wenn ihre Zellen jung bleiben.

Allerdings: Wir sind doch angeblich bereits überbevölkert. Dann die Leute länger leben lassen, macht nicht viel Sinn. Oder sollen dafür dann weniger Kinder geboren werden?
Oder werden, wenns mal wirklich eng wird, dann Regeln eingeführt, wann man doch sterben muss und das mit aktiver Sterbehilfe umgesetzt?

Ich finde diesen "Forschungsdurchbruch" sehr gruselig.

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Brax » Sonntag 14. Juli 2019, 11:10

Morningstar hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 23:50
Ich stelle mir das gerade so vor, wie wohl wie 20 Jahre aussehende 50 Jährige bei den jungen Damen ankommen würden ?
Es geht ja nicht nur ums Aussehen, sondern auch um einen vergleichbaren Stand an Lebenserfahrung und um ähnliche Sichtweisen (die unterscheiden sich häufig sehr in unterschiedlichen Altersgruppen).

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Tania » Sonntag 14. Juli 2019, 11:16

Brax hat geschrieben:
Sonntag 14. Juli 2019, 11:07
Allerdings: Wir sind doch angeblich bereits überbevölkert. Dann die Leute länger leben lassen, macht nicht viel Sinn. Oder sollen dafür dann weniger Kinder geboren werden?
Es werden doch bereits weniger Kinder geboren, als Alte sterben. Ungefähr 1.5 Kinder pro Frau .... und das auch nur dank Migration; jedes vierte Kind hat eine Mutter ohne deutschen Pass. Da ist es gar nicht so verkehrt, wenn die Menschen länger jung - also arbeitsfähig - bleiben. Natürlich müsste der Renteneintritt dann vom tatsächlichen Gesundheitszustand und nicht vom Geburtsjahr bestimmt werden.

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Elli » Sonntag 14. Juli 2019, 12:38

All die Einwände bezüglich Überbevölkerung, Klima und Ressourcen stimmen natürlich (in Nationalgrenzen zu denken, macht da ja nicht so viel Sinn). Ich erinnere mich gerade auch an eine SF-Geschichte, von Kurt Vonnegut glaube ich, in der ein Mittel gegen das Altern entdeckt wurde und entsprechende Euthanasie-Maßnahmen eingeführt werden. Die Leute werden dann nach einer bestimmten Zeitspanne aufgefordert, "freiwillig" zu sterben.
Trotzdem hat die Meldung in mir spontan den Drang geweckt, mir Unsterblichkeitspillen einzuwerfen ... :schuechtern:

Kann aber natürlich auch ebenso gut sein, dass einfach das hier der Fall ist:
Genosse Premier hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 19:56
Also ich ziehe bei der verlinkten Pressemitteilung ja direkt die Bullshit-Karte. ;)
Unis stehen heutzutage unter enormem Erkenntnisdruck. Da fliegt einem so eine Meldung schnell mal über die Tasten.

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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Melli » Sonntag 14. Juli 2019, 13:29

Ich würde mir tatsächlich nicht viel erwarten. Wenn einem ausgefallene Zähne nachwachsen sollen, muß man Hai werden 🦈

Eine andere Dystopie, von der ich mal gehört habe, war ein grausames Experiment, wo man Leuten nur ein Placebo verabreichte. Das genügte aber, um deren Lebensorganisation über den Haufen zu werfen, sie in Depression und auch Selbstmord zu treiben.

Dennoch denke ich, selbst das ist zu kurz gegriffen:
Melli hat geschrieben:
Mittwoch 1. Mai 2019, 08:59
Ich denke, es geht auch hier um Umgangsformen. Es gibt eine Reihe von Mythen, in denen der Ursprung des Todes dargestellt werden soll. Natürlich versucht man sich da erst gar nicht an biologischen "Begründungen". Besonders aufschlußreich finde ich was die Takelma in SW Oregon dazu zu sagen hatten. Es geht da um zwei Figuren, die beide Kinder haben.

Als das Kind von Xìlam Sebét ("Roasting Dead People") stirbt, geht er zu seinem Nachbarn Sgìsi ("Coyote"), möchte eine Decke borgen, um den Körper seines Kindes zu erhalten und zurück ins Leben zu bringen. Sgìsi jedoch antwortet: "Aniˑʔ laps yiˑmiˑsbiʔn, gwidìsiʔ yòʔt xilám, yéúˑkiʔ?" ("Not a blanket I lend you; for where will be dead people, if they return?")* (Sapir, Takelma texts and grammar, 1990: 412). Xìlam Sebét geht zurück und begräbt sein Kind.

Einige Zeit später stirbt auch das Kind von Sgìsi. Gemäß dem Reziprozitätsprinzip weigert sich Xìlam Sebét nun, ihm eine Decke zu geben. Und wiederum verrottet nun die Leiche dieses Kindes.

------------
*Es sei hier nochmals darauf hingeweisen, dies ist kein biologistisches Credo, es müßten Leute sterben, um anderen Platz zu machen. Sich so zu äußern ist eine bodenlose Unverschämtheit. Aber als mythologische Figuren sind ja Coyoten bekannt dafür, sich selbst und anderen das Leben schwer zu machen.

Kief
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Re: Forscher wollen das Altern besiegt haben

Beitrag von Kief » Montag 15. Juli 2019, 02:33

Zur Nacht, weil ichs grad gefunden:


Mitmenschen
von Eugen Roth

Ein Mensch schaut in der Strassenbahn
der Reihe nach die Leute an.
Jaeh ist er zum Verzicht bereit
auf jede Art Unsterblichkeit.


K
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