Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Schreibwettbewerbe im Absolute Beginner Treff

Moderatoren: Hathor, Wolleesel, Peter, Lerche, Lisa, otto-mit-o, Esperanza, orthonormal

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Die Umfrage läuft bis Mittwoch 11. Dezember 2019, 19:58.

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Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Beitrag von HappyEnding » Sonntag 1. Dezember 2019, 19:58

Guten Abend liebe schreib- und leselustige Foristen,

es ist soweit: nach der Schreib- kommt nun die Lese- und Abstimmzeit :D
Ich wünsche Euch dabei viel Freude und mindestens so viele Schmunzler auf den Lippen wie ich Sie hatte!

Aufgabe war es, ein modernes Märchen zu schreiben und darin folgende Wörter zu verwenden: schreien, fuchsteufelswild, Zauberstab, spitz, Smartphone.

Die Umfrage ist 10 Tage geöffnet. Die Krönung des diesmaligen Märchenkönigs oder der Märchenkönigin findet demnach am Abend des 11. Dezembers statt.

Und nun viel Spaß beim Studium der Beiträge:
[+] Beitrag1
Es war einmal..... an einem sonnigen Monntag morgen. Paul ging mal wieder im Wald spazieren. Er liebte die frische Luft. Es roch nach frischem Laub, nach echter Natur. Es knisterte unter seinen Hush Puppies.

"Hallo! Ja, Sie da!". Paul schaute sich ängstlich und verwirrt um. War das eine Stimme? "Kommen Sie mal zu mir rüber!" Paul erblickte einen kleinen, dicken Mann. Er stand neben einer der vielen großen Buchen. "Na, nun los, worauf warten Sie?!" fragte der Fremde. Paul war nun neugierig geworden. Er ging zu ihm hin und sah....ja...er sah einen kleinen, dicken Mann...mit einem großen, schwarzen Zylinderhut.

"Was machen Sie denn hier im Wald?" fragte Paul. "Sie können ja doofe Fragen stellen.....was mache ich hier wohl?! Na, wonach sieht es denn Ihrer Meinung nach aus?!" - "Puh....Sie stehen da einfach nur dumm rum?!" Paul wusste da nicht so recht gescheit zu antworten.

"Passen Sie mal auf!" Der kleine Mann nahm seinen großen Zylinder vom Kopf und setzte ihn vor sich auf den Waldboden. "Ich werde jetzt meinen Zauberstab hervorholen und....." ...."Ey! Hey, hey!  DEN lassen Sie bitte da wo er hingehört! Sie Perversling!" entgegnete Paul entsetzt. Der kleine Mann aber verdrehte nur genervt seine Augen und ignorierte Pauls Einwände. Er nahm also seinen Zauberstab, schwenkte ihn ein paar mal über den Zylinder und murmelte viele unverständliche Wörter. Im nächsten Moment ploppte ein Smartphone aus dem Zylinder. Paul nahm es in seine Hand und schaute es verwundert an. Kam das wirklich aus dem Zylinderhut? Der kleine Mann sprach: "Das ist das neueste Haschmich2000. Mit dem können Sie mit total heißen, schönen Frauen telefonieren. Oder auch mit einem sexy Mann, je nachdem worauf Sie lieber stehen..... Die kommen dann auch direkt zu Ihnen nach Hause. Na, na....habe ich Ihnen zuviel versprochen? Da werden Sie ganz sicher spitz wie Nachbars Lumpi! Nicht wahr? Nicht wahr?" Der dicke Mann machte schon einen leicht irren Eindruck.......

Plötzlich klingelte das Smartphone, es hörte sich an, als würde eine Frau schreien......und schrie, und schrie..... "Nun gehen Sie doch endlich mal ran!" raunzte der kleine Mann Paul an. Paul sah auf dem Handy einen eingehenden Anruf. Er nahm ab......"Wo bist du denn?! Ich warte hier schon seit Stunden! Das Essen steht schon auf dem Tisch. Dein Lieblingsessen. Rinderroulade mit Rotkohl und Knödeln. Komm' jetzt endlich nach Hause!" - "Mama?! Ja...ich komme gleich....".....

Paul sah den kleinen, dicken Mann böse an. "Ey! Sie! Sie haben mir doch eben gesagt, ich könne mit diesem Smartphone mit heißen, schönen Frauen telefonieren! Aber das war eben meine Mama! Das ist ja...ja.. Beschiss!" Paul war fuchsteufelswild vor Ärger. Das letzte was er hören wollte war seine genervte Mutter, die ihren Sohn nach Hause zum Essen abkommandierte.

"Hey!  Lassen Sie mich doch mit Ihrer Mutter in Ruhe! Ich wollte nur nett sein und das in meiner kleinen Zigarettenpause. Ich gehe mal wieder an die Arbeit. Solche Kunden wie Sie gehen mir da schon genug auf die Nerven". Und schon stapfte der kleinen, dicke Mann mitsamt seinem Zylinder davon. Paul sah das rosa Shirt mit der Aufschrift "Elfenfone" und sagte zu sich "Die Märchen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren........"
[+] Beitrag 2
Es war einmal ein junger Zauberlehrling, der gerne Streiche spielte. Einmal trieb er es jedoch zu weit, als er versehentlich die Zauberstab-App auf dem Smartphone seiner Freundin löschte.
Als sie das mitbekam, wurde sie fuchsteufelswild und fing an zu schreien: "Jetzt bist du endgültig zu weit gegangen. Morgen ist meine erste Prüfung und ich muss wegen dir diese App wieder installieren, statt in Ruhe lernen zu können.“

Aus Angst vor weiteren Wutausbrüchen versprach er ihr kleinlaut, dass er ihr gerne seine eigene App überlassen würde und ihr dafür beim Installieren helfen würde. Danach zogen sich beide in ihre Zimmer zurück, die ihnen von der Schule zugewiesen worden waren. Der Zauberlehrling mühte sich sehr, doch die Installation wollte nicht gelingen, das Betriebssystem war zu alt für die neueste Version.

Nach einigen Stunden gelang es ihm endlich, das Betriebssystem auch auf den neuesten Stand zu bringen und die Installation zu starten. Nachdem diese abgeschlossen war, ging er in das Zimmer seiner Freundin, in der Erwartung, sie wäre immer noch beim Lernen. Stattdessen lag sie auf dem Bett, nur mit Unterwäsche bekleidet. Als er sie sah, wurde er auf der Stelle spitz. Rasch zog er die Vorhänge zu, damit keiner von außen zusehen konnte und schloss die Tür ab.
In dieser Nacht kam keiner von ihnen recht zum Schlafen.
[+] Beitrag 3 - Das Abenteuer deines Lebens
Es war einmal ... ein schon etwas in die Jahre gekommener AB, der in einem Café sein Sonntagsfrühstück einnahm, und dabei auf seinem Smartphone einige Texte durchlas, als plötzlich eine Textbox auf dem Bildschirm aufpoppte. "Willst du DAS Abenteuer deines Lebens erleben?" "Mist", dachte sich der AB, "wo kommt das denn her?". Seine Verwunderung stieg noch etwas, als er feststellte, dass er gerade nicht mal eine Datenverbindung aktiv hatte. "Da muss ich mir doch irgendwo Adware eingefangen haben?" Trotzdem war seine Neugier geweckt, und im Vertrauen darauf, dass ja eigentlich nichts weiteres außer dem eh schon Möglichen passieren könnte, solange die Datenverbindung aus war, drückte er auf "Ja".

Das hatte einen unerwarteten Effekt. Anstatt einer Änderung auf dem Bildschirm, war es die Umgebung, die sich änderte. Alles in seinem Sichtfeld verblasste zusehends, bis sich der AB nur noch von weißem Nebel umgeben sah. Das hielt mehrere Minuten so an, und den AB überfiel Beklommenheit, und er klammerte sich schon ans Smartphone, als einziges Objekt, das sich nicht veränderte. Dann lichtete der Nebel sich wieder, und er fand sich auf einer Waldlichtung wieder.

Vor ihm stand ein alter Mann mit grauem Bart und blauem, spitz zulaufendem Hut mit goldenen Sternenaufrdruck und einem Zauberstab in der Hand. "Ein Zauberer wie aus dem Klischee.", sagte der AB. "Ich bitte darum, unsere traditionale Beschwörungskleidung nicht ins Lächerliche zu ziehen", antwortete der Zauberer, "Ich bin Hofmagier van Arnim, stets zu Diensten", während er eine Verbeugung andeutete, "Und ihr seid?". "Nennt mich AB", antwortete der AB. "Benutzt eure Magie jetzt schon Smartphones, um Menschen zu transportieren? Eine seltsame Art, Leute anzuwerben." "Ich weiß nicht, was ein Smarfon ist, Herr Abbé, aber unsere Magie musste eure Zustimmung erfragen, denn sie darf ausschließlich dann auf Menschen einwirken. Erstes Magisches Gesetz. Und ihr wart wohl der Einzige, der rechtschaffen und jungfräulich war, was eine Voraussetzung ist, um Prinzessinnen zu retten, und auch noch zugestimmt hat." Der AB rollte mit den Augen, dass er gerade deshalb in die Auswahl kam, weil er als AB auch noch nie Sex gehabt hatte.

"Doch genug der Vorrede ... ich habe euch magisch hierher beschworen, um die Prinzessin Bellissima zu retten, die eigentlich nächsten Sonntag vermählt werden sollte, die jedoch von den Rotfelldrachen entführt wurde, um die Vereinigung der beiden Königreiche zu verhindern." "Was sind das für Drachen?" fragte der AB alarmiert, Abenteuer schön und gut, aber sollte er sich jetzt mit echten Drachen anlegen? "Und was sind das überhaupt für Magische Gesetze? Wenn es ein erstes gibt, gibt es doch sicher auch einige mehr? Wäre doch gut zu wissen, welche das sind, damit ich vorbereitet bin, wenn ich schon mit Drachen kämpfen soll. Und warum holt ihr Bellissima eigentlich nicht magisch raus, wenn ihr mich schon holen könnt, dann geht das sicher auch mit ihr." Van Arnim blickte ihn hochnäsig an: "Das geht nicht, weil sie der Magie nicht zugestimmt hat. Vermutlich haben die Drachen sie mit einem Zauber belegt oder geknebelt. Und ohne Zustimmung geht es nicht, Erstes magisches Gesetz. Solltet ihr schon kennen. Und eine Liste über die Magischen Gesetze gibt es nicht, das verbietet das Vierte Magische Gesetz. Man muss schon konkret fragen, um ein Magisches Gesetz in Kenntnis zu bringen." "Was für ein doofes Gesetz. Das klingt eher danach, als wollte sich ein Geschichtenautor die Möglichkeit freihalten, einfach weitere Magische Gesetze zu erfinden, um Lücken in der Geschichte zu füllen." "Wo denkt ihr hin? Das Vierte Magische Gesetz hat das Konzil von 1235 beschlossen, um den Preisverfall für magische Großtaten und Wunder aufzuhalten. Schließlich wollen wir Magier ja auch von etwas leben."

"Und warum eigentlich sollte ich überhaupt für euch diese Prinzessin retten? Ich komme ja schon bei normalen Frauen ins Stottern, und jetzt gleich Hochadel? Echt jetzt? Und dann auch noch Drachen?" Der AB schrie fast. --- "Aber es ist doch eine Ehre, Prinzessinnen zu retten und für eine ordnungsgemäße Hochzeit nach Anordnung des Königs zu sorgen. Und ihr werdet in eurer Welt auch reich entlohnt werden, nachdem ihr zurückkehrt. Was aber erst geschehen wird, wenn sich Prinzessin Bellissima aus freien Stücken für ihren Gemahl entschieden hat.", stellte der Hofmagier fest.

"Na schön.", gab der AB nach, obwohl er sich am liebsten wieder nach Hause unter seine Bettdecke gewünscht hätte. Prinzessinnen, Drachen, Magie ... das war zu viel für ihn. "Was muss ich tun? Wie komme ich zu diesen Drachen?" "Nun, das ist einfach, denn ich habe hier schon die magischen Sprüche vorbereitet und die meisten auch schon ausgesprochen. Einen Spruch zur Reise in die Drachenstadt, einen Spruch zur Verkleidung, ein Glücks- und Segensspruch, und den Spruch zur Heimreise der Prinzessin erneuere ich regelmäßig. Das Erste Magische Gesetz hat auch Vorteile", van Arnim zwinkerte mir zu, "man muss nur die Sprüche annehmen, dann kann ihre Wirkung auch später eintreten. Sogar euer Rückkehrspruch ist schon aktiv, doch hängt er nicht von Euch ab, Herr Abbé, sondern von Bellissima. Also sorgt einfach nur dafür, dass sie frei sprechen kann, und die Magie erledigt den Rest. Drachen müsst ihr nicht unbedingt bekämpfen, außer vielleicht wenn sie bewacht wird. Die Sprüche aktiviert ihr, indem ihr sagt, die Magie der Reise oder der Maske darf auf euch einwirken."

Der Magier blickte den AB erwartungsvoll an, der stand aber nur unentschlossen auf der Lichtung. "Kommt schon: sagt endlich, ihr nehmt die Magie der Maske an." "Ich nehme die Magie der Maske an." Es ploppte mehrfach kurz nacheinander, und der AB sah an sich herunter und über seiner Kleidung trug er jetzt ein enges, gummiartiges Gewebe mit rotem Fell.

"Ich nehme die Magie der Reise an." Es ploppte wieder kurz, und der AB fand sich alleine in einer stinkenden dunklen Gasse zwischen Mauern aus grobem Stein wieder. Wenigstens hatte so niemand sein Auftauchen bemerkt. "Gute Magie, die wenigstens mitdenkt.", dachte der AB, "jetzt muss ich nur noch die Prinzessin finden." Er trat aus der Gasse hinaus und sah einen Marktplatz, auf dem es wimmelte vor etwa menschengroßen mit Fell bedeckten Wesen, die meisten in verschiedenen Rottönen, und sie hatten Schnauzen und recht intelligent wirkende Augen. Auf dem Hinterkopf wuchsen ihnen zwei kleine Hörner, er nahm an, dass die seine Maske auch nachbildete, immerhin hatte er sich selbst noch nicht im Spiegel gesehen. "Sonderlich drachig sehen die aber nicht aus", murmelte er zu sich selbst. Er schlenderte über den Marktplatz und versuchte, ob er etwas über die Prinzessin hören würde.

Und tatsächlich stellte er schnell fest, dass Außenpolitik gerade das Thema des Tages war. Protestnoten des Botschafters des Königreichs Hrat-ham, Dementis von Seiten der Kynkali, wer immer das auch war, irgendein Diplomat hatte sich wohl auch in der Wortwahl vergriffen und war ausgewiesen worden, und die Magier aller Reiche seien schon aktiviert worden. In dieser Lage konnte der AB wohl kaum das Gespräch auf den Aufenthaltsort der Prinzessin lenken, ohne unter Verdacht zu geraten. Glücksmagie hin oder her. Der Mut, von dem er eh nicht viel hatte, verließ ihn wieder.

Er ging weiter und fand schließlich einen Spielplatz. Kleine rote Fellknäuel spielten im Sandkasten oder schaukelten. Manche Sachen sind offenbar sogar bei verschiedenen Spezies gleich. Er stellte sich neben ein Turngerät und guckte eine Weile zu. Vielleicht würden die Kinder nicht so leicht Verdacht schöpfen. Er sprach eines der Wesen an, das gerade mal halb so groß war wie er. "Sag mal, stimmt das eigentlich, dass hier in der Drachenstadt die Prinzessin gefangen gehalten wird?" Das Kind sah auf und guckte ihn scharf an "Wir sind Kynkali und keine Drachen. So nennen uns nur die Menschen, wenn sie uns als ihre Märchenungeheuer darstellen wollen. Ansonsten sagen sie wenigstens Fuchsteufel zu uns, weil wir so rotes Fell haben wie Füchse, sowie Hörner. Da hast du dich gleich im ersten Satz selbst verraten, du uninformierter Mensch." "Fuchsteufel? Also kommt von euch die Bezeichnung fuchsteufelswild?" Das kleine Fuchsteufelchen ließ sich auf alle Viere nieder und rannte um den AB rum und schnappte spielerisch nach ihm, aber ohne zuzubeißen. "Fuchsteufelswild? Das sieht den Menschen ähnlich, das so zu nennen. Wir sind schon länger zivilisiert als die, wir haben die besseren Schmiede und die billigere Magie, weil wir nicht das Vierte Magische Gesetz befolgen, das eigentlich gar kein Magisches Gesetz ist, sondern nur eines der Profitmagier." Das Fuchsteufelchen richtete sich vor ihm auf, "Aber wo kommst du denn her, dass du das nicht weißt?" – "Ich habe mit eurer ganzen Welt nichts zu tun, ich wurde magisch entführt, und eigentlich ist das Erpressung, dass ich nur wieder zurück kann, wenn ich die Prinzessin Bellissima befreie." "Ach du Armer", das Kynkali-Kind umarmte ihn, "da konnten die Magier im ganzen Reich keinen Menschen finden, der sich hierhertraut, dass sie jemand aus den Anderwelten holen mussten? --- Ich habe übrigens gleich geahnt, dass du Mensch bist. Du riechst falsch. Mit Maske bist du auffälliger als ohne." --- "Aber als Mensch werde ich doch sicher gleich angefeindet." "Nee, das sagen die Königreiche nur, dass wir Kynkali mit den Menschen nicht auskommen, aber eigentlich sind nur sie selbst es, die ein Problem mit uns haben. Und was die Prinzessin angeht ... die kannst du doch selbst fragen, sie wohnt als Gast in der Magistratur." Der Kynkali, oder war es ein Mädchen, er war sich nicht sicher, deutete grob in die Richtung, aus der er gekommen war.

Der AB legte die Maske ab, weniger, weil er nicht mehr maskiert sein wollte, sondern weil es ihm darin zu warm wurde. Und tatsächlich zeigten sich die Kynkali, auf die er danach traf, auch nicht von seinem normalen Aussehen irritiert. Sie halfen ihm sogar zur Magistratur. Er klopfte an der Tür und ein recht breitgebauter Kynkali öffnete. Auch Türstehermerkmale sind offensichtlich speziesübergreifend. Der AB machte sich innerlich auf ein längeres verwaltungstechnisches Prozedere gefasst. "Ich will zu Prinzessin Bellissima." "Natürlich.", brummte der Türsteher, und rief laut nach hinten: "Belli, du hast Besuch!"

Ein Kopf lugte weiter hinten aus einer Tür. "Oh, ein Mensch. Komm rein!". Er ging in das Zimmer, und sah, dass Bellissima ihrem Namen alle Ehre machte, eine so schöne Frau hatte er selten gesehen. Er fühlte, dass er sicher gerade knallrot wurde. "Der, der, Hofma-, Magier van Arnim hat mich geschickt. Ich. Ich soll dich retten." Etwas gefasster fügte er hinzu: "Sieht aber gerade nicht so aus, als ob du gerettet werden müsstest." Sie lächelte ihn an: "Nein. Natürlich nicht. Ich will nur nicht mit Prinz von Hrat-ham verheiratet werden! Als ich erfuhr, dass ich ihn heiraten soll, hatte ich schon ein schlechtes Gefühl ... aber als ich dann seine erste magische Vorstellungsbotschaft empfangen habe ... stell dir vor, der hat mir als erstes ein Pimmelbild geschickt! Was ist das für eine Vorstellung in der heutigen Welt. Ich werde keinen Schwanzbildversender nehmen. Lieber habe ich mich zu den Drachen geflüchtet, die eigentlich alles andere sind als was unsere Erzählungen so darstellen. Aber das hast du selbst schon gemerkt." "Ein Schwanzbildversender? Ja, das verstehe ich, die kann ich auch immer nicht nachvollziehen. Ich habe gar keine Schwanzbilder in meiner Sammlung. Kann ich dir gleich mal zeigen." "Du hast deine Bilder dabei? Wie das denn?", fragte sie. Er holte sein Smartphone aus der Tasche, und zeigte ein paar seiner Bilder. "Meine Katze." "Süüüß" "Ich beim Essen. – Im Urlaub. – Noch ein Urlaubsphoto." Sie rutschte näher an ihn ran, bis sich ihre Arme berührten, und sie scrollten noch eine Weile durch und kommentierten ein paar der schönsten Bilder. "Ich sollte ein Foto von dir machen, du bist echt hübsch", meinte er irgendwann, und sie antwortete "Ach, wenn ich mich einfach so entscheiden könnte, dich würde ich nehmen, anstatt diesen eingebildeten Prinz von Hrat-ham."

Da verblasste die Umgebung und es wurde ganz weiß, und schließlich gewann die Umgebung wieder Farbe und Kontur ... und der AB und die Prinzessin fanden sich in der Wohnung des ABs wieder, zu ihren Füßen einen großen Haufen Goldmünzen. "Da hat der Spruch des Magiermeisters ja gewirkt."

Nach bürokratischen Schwierigkeiten, die deutlich größer waren als die Kynkali je gekonnt hätten, heirateten sie, zogen zwei Kinder groß und lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Chinesische Weisheit

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Re: Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Beitrag von Reinhard » Montag 2. Dezember 2019, 12:18

Nur ein kurzes Danke an HappyEnding für's Ausrichten des Wettbewerbs. :cheerleader:


(Außerdem schiebt es den Thread. :shy: )
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Beitrag von HappyEnding » Dienstag 3. Dezember 2019, 06:40

Reinhard hat geschrieben:
Montag 2. Dezember 2019, 12:18
Nur ein kurzes Danke an HappyEnding für's Ausrichten des Wettbewerbs. :cheerleader:


(Außerdem schiebt es den Thread. :shy: )
Danke für's Danke :schuechtern: :)


(Und nun los, weiter lesen und abstimmen! :flirten: )
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Re: Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Beitrag von HappyEnding » Samstag 7. Dezember 2019, 09:27

Guten Morgen :hallo:

es ist Wochenende! Und damit Zeit, vom Alltag abzuschalten... Und was ist dafür bestens geeignet? Etwas zu tun, was man sonst sehr sehr selten tut! Märchen lesen beispielsweise ;)
Und was für ein Glück, dass ihr hier fantastische Erstveröffentlichungen von kreativen Foristen und Foristinnen zur Verfügung gestellt bekommt :good:

Also auf ins Märchenland, lesen, abstimmen, weiterträumen! :flirten:
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Re: Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Beitrag von Reinhard » Montag 9. Dezember 2019, 18:52

* Thread schieb *
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: Abstimmung zum 76. Schreibwettbewerb: Ein modernes Märchen

Beitrag von HappyEnding » Dienstag 10. Dezember 2019, 21:20

Abstimmendspurt!!! Noch 1 Tag!!! :D
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