Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Schreibwettbewerbe im Absolute Beginner Treff

Moderatoren: Wolleesel, Peter, Lerche, Lisa, otto-mit-o, Esperanza, orthonormal, Kathy

Abstimmung zum Schreibwettbewerb:

Umfrage endete am Montag 16. Mai 2016, 06:00

1.) Irgendwo
8
24%
2.) Die richtigen Worte
9
27%
3.) Reflexionen über das Lernen von Fremdsprachen
2
6%
4.) Ein Traum
2
6%
5.) Blickrichtung
2
6%
6.) Small-Talk
10
30%
 
Abstimmungen insgesamt: 33

Reinhard
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Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Reinhard » Montag 9. Mai 2016, 06:00

Hallo,
ohne viel Vorrede, die Kandidaten:

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Erster Beitrag:

Irgendwo

Du sagst: „Halt doch noch mal irgendwo an, die Nacht ist so schön.“

Ich habe eine Idee, wo Irgendwo liegt.
Drei Minuten Landstraße. Blinker links. 500 Meter geteerter Weg in den Wald. Dann ein Parkplatz für Wanderer.

„Halt doch noch mal irgendwo an, die Nacht ist so schön“ hast Du gesagt. Ich sage nichts. Ich fahre. Ich spüre Deinen Blick. Ich schaue auf die Straße.

„Halt doch noch mal irgendwo an, die Nacht ist so schön“ hallt es in meinem Kopf. Drei Minuten Landstraße sind gefahren. Mein Magen zieht sich zusammen. Ich spüre wie meine Hand zittert während ich den Blinker betätige.

500 Meter geteerter Waldweg. Du sagst: „Wo fährst Du denn hin?“ Deine Stimme klingt interessiert. Die Nacht ist sternenklar. Der Mond fast rund. Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass du deinen Kopf zur Seite neigst und grinst.
„Nach Irgendwo“ sage ich. Du lachst.

Ein nächtlicher Parkplatz für Wanderer. Ich schalte den Motor aus. Während ich den Fuß vom Kupplungspedal nehme zittert mir das Knie. Du schnallst dich ab. Wendest dich mir zu. Dein Linker Fuß ruht auf deinem rechten Oberschenkel. Dein linkes Knie berührt mein rechtes.

Schweigen.

„Hübsch ist es hier im Irgendwo“ sagst du und steigst aus. Du gehst um das Auto herum und bleibst vor meiner Tür stehen. Den Blick in die Sommernacht gerichtet, den Rücken mir zugewendet.

Beim Aussteigen merke ich, dass ich noch angeschnallt bin.

Ich stehe hinter dir. Du drehst dich um. „So sieht man sich wieder“ sagst du und lächelst. Ich grinse. Du schaust mir in die Augen. Deine Augenbrauen ziehen mich in ihren Bann.
Du kommst noch etwas näher. Unsere Schuhspitzen berühren sich. Du bewegst deinen Kopf auf mich zu. Deine Augen erfüllen meinen Gesichtskreis.
Du schließt deine Augen. Du legst deinen Kopf leicht in den Nacken.

Jetzt...könnte...sollte...müsste...

Eine Sekunde. Zwei Sekunden. Eine Ewigkeit. Vier Sekunden.

Du öffnest die Augen, senkst den Blick und wendest dich ab. Du gehst ein paar Meter auf den Wald zu. Du bleibst stehen. Du gehst wieder auf das Auto zu. Du gehst an mir vorbei. Dein Blick klebt am Boden.
„Es ist spät“ sagst Du.

Wir fahren die Landstraße entlang. Mein Blick ist auf die Straße gerichtet. Dein Blick ist auf die Straße gerichtet.

„Nirgendwo“ denke ich. „Ich habe im Nirgendwo angehalten.“


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Zweiter Beitrag:


Die richtigen Worte

„Du redest zu viel.“
„So viel habe ich doch gar nicht gesagt.“
„Doch. Du plapperst. Die ganze Zeit.“


Jetzt war ich betroffen. Sonst war ich doch meistens schweigsam. Habe ich wirklich dauernd geredet? Ich hatte den Eindruck, dass sie meine Geschichten hören wollte. Es lief gut, und plötzlich das. Vielleicht sollte ich weniger … mehr zuhören. Sie guckte zur Seite, zum Paviangehege. Ich kann auch zu Pavianen was erzählen. Aber nein, das wäre jetzt tatsächlich Geplapper. Ich nehme mir vor, erstmal nichts zu sagen.
Weil sie wegschaut, kann ich sie in Ruhe betrachten. Ihre Iris hat einen grünen Fleck zwischen dem Grau sonst. Das habe ich vorher nicht bemerkt. Das findet sie sicher sehr aufmerksam, wenn ich das jetzt sage. Aber nein, ich habe mir ja vorgenommen nichts zu sagen. Ich frage mich, wie lange ich nichts sagen soll. Ich schau weg, als sie wieder herschaut.


Hat er mich jetzt angeschaut? Die Affen waren ja auch interessant, aber eigentlich sitzt mir der süßeste Affe ja gerade gegenüber. Es tut mir fast leid, dass ich ihn als Plapperer bezeichnet habe, aber einen Moment lang war ich genervt. Nur einen Moment. Aber ich habe jetzt nichts im Kopf, wie ich stattdessen weitermachen soll.
Jetzt schaut er zur anderen Seite. Hat mich vermutlich doch nicht angeschaut. Aber dort ist nur Wand, die Greifvögel sind zu weit weg, um was zu sehen. Er kaut auf seiner Unterlippe rum. Ich werde langsam nervös, weil die Unterbrechung jetzt doch schon ein paar Minuten dauert. Gefühlt. Komm, sag doch was zu Greifvögeln.


Ob ich was zu den Geiern sagen sollte? Zu weit weg. Oder zu Männern und Frauen? Toilettenbeschriftung an der Wand. Unsere Gesellschaft sieht nicht mal vor, aufs selbe Klo zu gehen. So gesehen, Ressourcenverschwendung. Aber selten doofes Gesprächsthema, nein, ich habe mir ja vorgenommen nichts zu sagen.
Ich schaue zurück, aber nur auf den Tisch zwischen uns, weil sie mich anschaut. Zwei Getränkegläser. Wie lange darf man Gläser interessant finden?


Sein Blick kommt zurück aber dann schaut er beschämt auf die Tischfläche zwischen uns. Habe ich ihn beleidigt? Sollte ich mich vielleicht entschuldigen? Sein Reden war angenehmer als das Schweigen.
Ich werde nervöser, folge dem Blick zum Glas. Trinke. Ich zittere fast vor Nervosität beim Absetzen. Wieso gerade jetzt? Vorher ging es doch auch ganz gut. Ich lasse die Hand auf dem Tisch. Wenn ich sie zurückziehen würde, würde er sicher das Zittern bemerken.


Gut. Jetzt kann ich ihre Hand betrachten. Bemalte Fingernägel. Habe ich schon vorher bemerkt, aber nichts dazu gesagt. Glaube ich. Oder doch? Und immer noch doofes Thema. Nein, ich sag nix. Es ist mittlerweile sogar ein klein wenig Trotz dabei, was mich irgendwie sogar entspannt. Ein schlechter Grund ist immer noch besser als eine gute Rechtfertigung. Wäre nur schade, weil bisher …
Ich trinke auch, und beim Absetzen lege ich meine Hand vor ihre. Oder … wollte ich. Meine Finger liegen auf ihren. Die erste Berührung des Tages. Außer dem Handschütteln bei der Begrüßung, und einem kurzen Aneinanderstreifen an der Engstelle beim Reinkommen. Aber die zählen nicht.


Habe ich jetzt meine Hand kurz nach vorne geschoben? Oder war das Zittern und Nervosität? Nicht mal meine Finger habe ich unter Kontrolle. Die zweite Berührung, nachdem er nicht darauf reagiert hat, als ich die Gelegenheit genützt hatte, am Eingang meinen Arm an seinen zu drücken. Und der Begrüßung, aber die zählt nicht.
Ich atme durch. Nicht dass er noch spürt, dass meine Finger zittern.


Zittern ihre Finger? Ich gucke hoch und sie lächelt. Ein wenig.
Ich entspanne mich und schiebe meine Hand etwas mehr über ihre. Jetzt liegen meine Fingerspitzen an ihrem Übergang zur Hand.


Er schaut hoch und lächelt ruhig. Automatisch lächle ich zurück. Ein wenig. Jetzt könnte ich zumindest was sagen … zu der Berührung. Mir fällt dazu nichts ein, außer etwas, das ich sicher nicht sagen will. Jetzt berühren meine Fingerspitzen seine Handinnnenfläche. Ist die empfindlich auf Verletzungen durch lange Fingernägel? Ich hätte sie nicht extra machen lassen sollen.
Dann denke ich, was für ein weit hergeholter Gedanke. Wenn ich mich kratze, so richtig, vielleicht weil es mir juckt, dann ist da auch keine Verletzung. Auch nicht an der Hand. Amüsiert von meinen eigenen, absurden Befürchtungen muss ich grinsen.


Sie lächelt. So richtig, sogar ein bisschen Zähne werden sichtbar. Und Lachfältchen. Sie ist hübsch, in dem Moment. Und entspannt.
Ermutigt fange ich an, über ihre Handoberseite zu streicheln. Und ich blicke in ihr Gesicht. Kann gar nicht wegschauen.


Lass das, das kitzelt. Aber hör nicht auf!
Ich lege meine andere Hand auf seine und kitzle zurück. Wenigstens lässt er jetzt seine Hand ruhig.


Sie streichelt jetzt auch über meine Finger. Sie grinst dabei breit, wie über einen Witz. Sie schaut mir dabei jetzt auch in die Augen.
Ich will ihr nahe sein. Näher als nur die Finger in einander. Ohne die Hand aus ihren zu lösen rutsche ich um die zwei Tischkanten und sitze neben ihr auf der Bank. Unsere Arme berühren sich.


Jetzt sitzt er neben mir. Warum eigentlich nicht gleich so? Wir haben Kontakt an Arm Und Schulter.
Ich drehe meine Hand nach oben, greife zu und verhake mich in seinen Fingern. Jetzt habe dich. Dich lasse ich nicht wieder los. Ich rutsche ein kleines Stück zu ihm hin.


Sie drückt sich an mich. Und lächelt dabei immer noch. Geradeaus vor sich hin, wo ich gerade eben noch gesessen habe.
Ich will ihr einen Kuss von der Seite auf die Wange setzen, nur einen ganz kurzen. Oder ist auch das schon zu schnell? Ich zögere. Überwinde mich dann doch.


Er kommt von der Seite. Will er mich küssen?
Das geht mir jetzt zu schnell. Ich drehe meinen Kopf und mache den Mund auf, um …


Meine Lippen berühren ihre. Ich küsse ihre Zungenspitze. Nur ganz kurz. Ich wollte ja eh nur ganz kurz. Ein Hauch. Ich hatte mir nicht mehr vorgenommen.
So zog ich gleich den Kopf zurück, wie ich vorgehabt hatte. Und rutschte sogar ein kleines Stück ab. Ihren Mund zu küssen hatte ich nicht vorgehabt. Hoffentlich ist ihr das nicht zu schnell.


Es wäre kein Kuss geworden, wenn ich nicht gerade den Kopf gedreht hatte. Oder es ist auch so keiner geworden. Was immer war, jedenfalls war es schon wieder rum. Und mein geplanter Protest war wie weggeflogen. Nein, es ging mir nicht zu schnell, eigentlich ...
Ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich schaute ihm in die Augen, aber vielleicht hatte ich doch noch zuviel Protest im Blick. Kann ich einfach umschalten auf einen Los-greif-zu-Blick? Es ging doch alles recht plötzlich nach der Zurechtweisung vorhin.
„Jetzt hast du doch die richtigen Worte gefunden.“


Ja da hat sie Recht. Aber die Antwort dass ich doch gar nichts mehr gesagt hätte, habe ich mir dann auch erspart.
Stattdessen habe ich meinen Kopf wieder leicht nach vorne geneigt und die Lippen geöffnet …



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Dritter Beitrag:


Reflexionen über das Lernen von Fremdsprachen


Sie wunderte sich über ihre Reaktion auf den Begriff „Körpersprache“, der sich ihr beim Öffnen des Beitrags nun tatsächlich als Thema des neuen Schreibwettbewerbs darstellte. Enttäuschung traf es wohl noch am ehesten, was sie empfand.

„Körpersprache“ – stumpf starrte sie das Wort an. „Körpersprache“ – es fehlte ihr der Zugang zu dem Thema, der Bezug.

Frustriert schloss sie den Tab. Sie hatte sich so darauf gefreut, wieder schreiben zu können. Vielleicht etwas Sprachspielerei in ihrem Schreibwettbewerbsbeitrag einfließen lassen zu können. Sprache, das war genau ihr Ding. Moment!?!?!? Sprache? Darum schien es doch hier zu gehen.
Erneut klickte sie den Thread an und überflog ein zweites Mal den Aufruf zum neuen Schreibwettbewerb. „Körpersprache“ – was für ein Sch…! Schon verschwand auch dieses Mal der Tab mitsamt dem Eröffnungsbeitrag. Wieder Wochen und Monate untätig, weil das Thema nicht das Ihre war. „Körpersprache“…

Sprache – wieder setzte sie gedanklich an. Sprache mochte sie gern.

Sprachenlernen – wie war das damals noch gleich beim Fremdsprachenlernen an der weiterführenden Schule gewesen?

Ihre erste Fremdsprache lernte sie pflichtbewusst und gern. Es war schließlich die Weltsprache. Besonders an dem damals noch 14tägig stattfindenden Samstagsunterricht machte ihr der Fremdsprachenunterricht besondere Freude, da der Fachlehrer dann mit der Klasse Lieder sang, die er auf der Gitarre begleitete. Woche um Woche lernten sie neue, mitreißende Lieder, die ihr ein Lächeln aufs Gesicht zauberten.

An das Lernen der zweiten Fremdsprache ging sie viel motivierter heran. Woran lag das denn damals? Bei der zweiten Fremdsprache war ihr das möglich, wozu es Sprache gibt. Sie konnte diese nutzen, hatte regelmäßigen Kontakt zu Muttersprachlern. Sie bekam und schrieb Briefe. Man sah sich dreimal im Jahr. Ja, das lohnte sich, diese Sprache zu lernen, denn sie verband bald viele schöne Erlebnisse damit. All das hätte sie nie erlebt, hätte sie sich in dem fremden Land nicht von ihren eigenen Landesgenossen gelöst und wäre sie nicht offen auf die anderen Jugendlichen zugegangen. Ihre eigenen Landesgenossen empfanden das als Verrat, aber sie selbst fühlte sich pudelwohl, wenn sie mit den Muttersprachlern das neue Land auf ihre Art entdeckte.

„Körpersprache“ – warum sie jetzt keinen Bezug zu diesem Thema fand, wurde ihr auf der Grundlage dieser Gedanken immer klarer.

Schon in ihrer Kindheit und auch weiter in der Jugend hatte sie bezüglich ihres Körpers immer so viel negatives Feedback erhalten. Die anderen Kinder hatten erst scheinbar neugierig nachgefragt, warum dies oder jenes bei ihr so und so aussah. Doch dann wurde sie immer wieder ausgelacht und gehänselt. Selbst noch als junge Erwachsene wurde dann direkt neben ihr über diese oder jene ihrer Körpereigenschaften gelästert. Selbstverständlich sprach man nun allgemein über das Thema. Sie ging immer davon aus, dass die anderen dies bewusst taten, um sie zu ärgern.

Im Sportunterricht wurde ihr immer rückgemeldet, ihre Leistungen entsprächen nicht den geforderten Erwartungen. Manche Lehrer erkannten an, dass sie nicht in der Lage war, die Leistungen zu erbringen. Andere wiederum forderten mehr Engagement und privates Training.

So erlebte sie ihren Körper überwiegend als defizitär. Lieber beschäftigte sie sich also mit anderen Dingen, bei denen Bewegung oder anderweitige Auseinandersetzung mit dem Körper kaum von Nöten waren. Vielleicht, um negativem Feedback auszuweichen, zog sie sich auch immer mehr aus sozialen Situationen zurück und verbrachte ihre freie Zeit vorwiegend alleine. Ab diesem Zeitpunkt verarmte vielleicht auch ihre auf das soziale bezogene Körpersprache.

Doch um die geht es hier nicht in erster Linie, denn Kommunikation und Kontakt zu ihrem eigenen Körper waren nicht das, was sie als ihre Kernkompetenzen benennen würde. Wenn sie selbst ihrem Körper vorwarf, dass er nicht so wollte, wie sie… - War das ein Wunder? Ihr Körper sprach zu ihr, doch verstand sie, was er von ihr wollte? Er sandte immer wieder Alarmzeichen, soviel war klar.

„Körpersprache“ – der Gedanke kam auf, dass sie sich des Erlernens dieser Fremdsprache wohl verweigert haben könnte.

Las sie Bücher, die ihr helfen sollten, etwas in ihrem Leben zu ändern, strauchelte sie stets an den Übungen, die mit körperlicher Selbstwahrnehmung zu tun hatten.

Lesen – auch so ein Thema. Lesen ermöglichte es hervorragend, nur scheinbar zu leben. Konsum von Leben aus zweiter Hand. Sprechen mit dem eigenen Körper trat auch hier stark in den Hintergrund. Ein schmerzender Hintern war jedoch ein Grund, das Lesen einmal zu unterbrechen und ein paar Schritte zu gehen. Wenigstens diese Botschaft ihres Körpers wurde in Ansätzen verstanden und umgesetzt.

Schreiben – die neue Technik des Internets ermöglichte es ihr, in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen und mit diesen zu kommunizieren. Selbst hier wurde „Körpersprache“, und zwar hier die vom Organisator des aktuellen Schreibwettbewerbs gemeinte, nicht benötigt.


„Körpersprache“ – eine verweigerte Fremdsprache ihres Lebens


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Vierter Beitrag:



Ein Traum


Szene 1:

Handelnde Personen: engagierte Helferinnen, der Gastgeber, weitere Helfer

Engagiert dekorieren mehrere Frauen und ein Mann das Wohnzimmer für seine Geburtstagsfeier. Sogar eine Büste mit seinem Konterfei wird auf einem als Sockel dienenden Sideboard mit Tüchern drapiert. Weitere Helfer tragen Matratzen aus dem Keller hinauf, die für Übernachtungsgäste vorgesehen sind. Die helfenden Damen fahren vor der eigentlichen Party noch einmal nach Hause, um eine Dusche zu nehmen und sich hübsch zu machen. In der Wohnung verbleiben der männliche Gastgeber, seine Exfreundin und eine weitere, gesichtslose und im Traum neutral bleibende Person.


Szene 2:

Handelne Personen: der Gastgeber, seine Exfreundin, eine weitere Person

Auf der Küchenzeile reihten sich die von allen Helfern vorbereiteten und mitgebrachten Speisen auf.

Er: (stapelt sich Speisen auf seinen Teller)

Sie: (schaut sie sich um, findet nicht das Gesuchte, fragt ihn schließlich, wo die Teller… )

Weitere Person: (steht an der Küchenzeile)

Er: (öffnet wortlos die Tür eines Oberschranks)

Sie: (greift den erstbesten Teller heraus, als sie dabei ist, die ersten Leckereien darauf zu schaufeln, merkt sie seine veränderte Körpersprache)

Er: (starrt mit großen Augen auf den Teller, sein Körper wird ganz starr, sein Gesicht – eben noch vorfreudig, fröhlich leuchtend, entgleiten ihm nun die Züge und er verlässt eisig schweigend die Küche)

Sie: Aber!!!!!!!!!!!!! (starrt ihm hinterher, läuft ihm hinterher, erreicht die Zimmertür)

Er: (schlägt ihr die Zimmertür vor der Nase zu)


Szene 3:

Handelnde Personen: der Gastgeber und seine Exfreundin (hier benannt als „die Frau“), weibliche Sprecherstimme

Auf der an die Wohnung angrenzenden Bühne tanzen der Gastgeber und die Frau. Er hält sie in Tanzposition im Arm. Die beiden drehen sich leicht, wild und voller Lebenslust und ausgelassener Tanzleidenschaft über den hölzernen Boden um die als Zimmer drapierten Requisiten herum.

Weibliche Sprecherstimme aus dem Off: In diesem Tanz steckt alles, was ihrer Beziehung immer fehlte: Voller Lebendigkeit, aufeinander bezogen miteinander sein. Leidenschaftliche Bewegung um- und miteinander. Körperlichkeit. Den anderen begeistert mitreißen. Kommunikation mit allen Sinnen zum lebendigen Klang der Musik.


Vorhang



Szene 1:

Handelnde Person: eine erwachende Schläferin

Sie: (öffnet die Augen) Das war ein schöner Traum. Ich muss schreiben.


Szene 2:

Handelnde Person: die erwachte Frau am Computer

Sie: (ordnet ihre Gedanken und beginnt zu schreiben)

(Auf dem Monitor entstehen die Worte: )


Ein Traum


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Fünfter Beitrag:


Blickrichtung

Hinschauen. Nase. Wimpern..
Mund. Profil. Haare. Augen.
Zurückschauen! Weg. Weg.
Wegschauen.

Hinschauen. Augen. Nase.
Hals. Haare. Lippen. Augen.
Zurückschauen! Weg. Weg.
Füße. Beine.

Hinschauen. Mund. Nase.
Ein Auge. Anderes Auge.
Zurückschauen. Lächeln.
Wegschauen.

Hinschauen. Zurückschauen.
Mund. Nase. Haare. Stirn.
Lächeln. Nicken.
Füße. Beine.

Hinschauen. Lächeln.
Zurückschauen. Lächeln.
Mund. Augen. Nase. Augen.
Lächeln.



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Sechster Beitrag:



Small-Talk


Stimmengewirr, Gelächter, der Geruch von Wein und Parfum liegt in der Luft. Während ich die Gemälde an der Wand betrachte, fällt mir auf, dass ich die einzige bin, die das tut. Dummer Anfängerfehler. Wer interessiert sich auf einer Vernissage schon für Bilder?

Ich drehe mich um und lasse meinen Blick durch die Galerie schweifen. Das auffallende künstlerische Desinteresse der Besucher lässt mich kurz schmunzeln. Plaudernd und lachend stehen sie in kleinen Grüppchen zusammen. Männer in schicken Anzügen, die in einer Hand lässig ihr Weinglas balancieren und mit der anderen Hand bedeutsame Gesten in die Luft malen. Frauen in eleganten Kleidern, die offen lächeln, lachen, scherzen, dabei leicht den Kopf neigen.

Ein Glück, dass ich mich heute doch für Kleidchen und Stöckelschühchen entschieden habe. Jeans wären einen Tick zu lässig gewesen. Trotzdem fühle mich unsicher. Wo ist Nora schon wieder? Beherzt klammere ich mich an mein leeres Weinglas und drängle mich durch die gut gelaunten Ausstellungsbesucher. Nora ist nirgends zu sehen. Meine Suche führt mich am Buffet vorbei. Stylisches Fingerfood, sieht lecker aus! Gerade will ich einen Teller nehmen, als mich ein Ellenbogen grob zur Seite rempelt. "Entschuldigung" murmelt der Besitzer des Ellenbogens, während er nach einer Weinflasche greift. "Macht nichts, passiert mir ständig", erwidere ich und meine Stimme klingt dabei schroffer als beabsichtigt.

Der Besitzer des Ellenbogens stutzt kurz, dann wendet er sich mir zu. Ein Mann mittleren Alters mit Künstlerschal und Hipster-Brille. "Tut mir leid", sagt er noch einmal, diesmal meint er es ernst. Er lächelt. Ich lächle zurück. "Darf ich nachschenken?", fragt er mit Blick auf mein leeres Weinglas. "Gerne", entgegne ich und freue mich über die galante Geste. Wir kommen ins Gespräch. Small-Talk mit Fremden fällt mir nicht immer leicht. Ich bemühe mich, die Schultern nicht hochzuziehen, die Arme nicht vor meiner Brust zu verknoten, mich nicht allzu verkrampft an meinem Glas festzuhalten. Es gelingt mir einigermaßen.

Nach einigen Minuten gesellt sich noch ein Mann zu uns, ein Freund meines Gesprächspartners, der sich fröhlich gelaunt in die Unterhaltung einklinkt. Das Gespräch beginnt zu fließen, langsam entspanne ich mich. Neige unbewusst den Kopf, lächle, meine Körperhaltung wird offener. Wir lachen. Flirte ich etwa? Flirten die beiden Männer mit mir? Es scheint so.

Plötzlich spüre ich eine vertraute Hand auf meiner Schulter. Nora steht hinter mir. "Hier finde ich dich endlich", meint sie lächelnd und gesellt sich zu uns. Unbewusst und unbeabsichtigt arrangiert sich unser kleines Grüppchen neu. Zuvor standen wir im Dreieck, nun wird ganz von selbst ein Viereck daraus, das Nora freundlich aufnimmt. Nora ist ganz anders als ich, denke ich. Ich an ihrer Stelle wäre fünf Minuten lang stumm herumgestanden und hätte überlegt, ob ich störe. Hätte außerdem gar nicht gewusst, wie ich durch die Mauer der abweisenden Rücken hindurch in ein solches Grüppchen vordringen könnte.

Schnell dominiert Nora die Unterhaltung, sie erzählt, lacht ungezwungen, stellt Fragen. Ich beobachte, wie Noras schlanke Finger kokett mit dem Weinglas spielen, wie sie sich unmerklich in den Hüften wiegt, die Schultern zurückdrückt. Die beiden Herren ziehen die Bäuche ein. Noras Wirkung auf Männer überrascht mich einmal mehr. Dabei liegt es gar nicht so sehr an ihrem Äußeren. Sie ist weder jung, noch schön. Aber sie ist selbstischer, witzig, bezaubernd. Sie weiß zu faszinieren.

Im Gespräch macht einer der beiden Männer - ohne jede Absicht - einen kleinen Schritt, um sich Nora zuzuwenden und steht nun seitlich zu mir. Der andere Mann zieht nach und verlagert sein Gewicht. Winzige Bewegungen - und schon ist aus dem Viereck wieder ein Dreieck geworden. Nur bin ich jetzt draußen. Die beiden Männer bemerken mich nicht mehr.

Die Situation ist mir fast ein wenig peinlich, einen Moment lang fühle ich mich wie bestellt und nicht abgeholt. Verlegen trete ich einen Schritt zurück und will einen Schluck Wein nehmen, doch mein Glas ist schon wieder leer.

Der Dreier-Flirt vor meinen Augen erscheint mir wie eine Verschwendung von Energie - Nora ist glücklich verheiratet. Hat sie ihren Ehemann eigentlich schon erwähnt? Aber vermutlich ist es nur Flirten um des Flirtens willen. Ein Spiel, das ich nie verstanden habe.

Unsicher schlendere ich durch die Galerie. Mit dem leeren Glas in der Hand bleibe ich vor einem der Gemälde stehen. Eigentlich bin ich ja hier, um mir Bilder anzusehen …



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Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Reinhard
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Reinhard » Dienstag 10. Mai 2016, 22:54

Nur neun Abstimmungen bisher. Nicht gerade eine enthusiastische Beteiligung.

Woran liegt's? Kein Interesse? Die Beiträge so gut, dass man gar nicht weiß, was man abstimmen soll? Die Texte zu lang und viele haben mittendrin schon aufgegeben?
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 12. Mai 2016, 21:36

*Thread hochschieb*

He, es darf hier auch die Beiträge zum Schreibwettbewerb diskutiert werden. Es muss nicht bloß anonym abgestimmt werden, es darf auch geschrieben werden, was euch daran besonders gefällt.

Oder wie euch das Thema zusagt, das wäre jetzt für mich besonders interessant ... :)
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Reinhard » Freitag 13. Mai 2016, 22:53

*nochmal Thread hochschieb*

Vertagt hier jeder seine Stimmabgabe auf morgen? Muss AB-typisch sein ...
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Der Essi » Samstag 14. Mai 2016, 00:08

Sonntag habe ich Zeit zum Lesen...
Gibt ja schon eine klare Tendenz :)
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Reinhard » Sonntag 15. Mai 2016, 13:47

Die Abstimmung zum Schreibwettbewerb läuft nicht mal mehr einen Tag, wer noch nicht hat, es ist noch Gelegenheit.

Sind ja schon ein paar mehr Stimmen geworden. :good:
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Der Essi » Sonntag 15. Mai 2016, 14:44

Beitrag 2 finde ich super! Schade, dass er nicht von mir ist ^^
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Reinhard » Sonntag 15. Mai 2016, 21:03

Noch mal den Thread hochschieb. Für alle, die abstimmen wollten, aber eine rechtzeitige Erinnerung brauchen :).
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Abstimmungsergebnis

Beitrag von Reinhard » Montag 16. Mai 2016, 12:33

Es haben sich dann doch noch ein paar mehr Leute an der Abstimmung beteiligt, was ich gut finde. :good:


Sieger des Wettbewerbs Bild ist der anonyme Beitrag "Small-Talk". Da hat es sich doch gelohnt, den Wettbewerb noch um zwei Tage für diesen Beitrag zu verlängern, wenn er so gut bewertet wird. :)

Auf dem zweiten Platz Bild folgt "Die richtigen Worte" von Reinhard.

Lange in Führung gelegen, aber dann doch mit knappem Abstand auf den dritten Platz Bild verwiesen, ist "Irgendwo" von Peter.

Den vierten Platz teilen sich "Reflexionen über das Lernen von Fremdsprachen" und "Ein Traum", beide von schwarzkaeppchen, und der anonyme Beitrag "Blickrichtung".

Als höchstplatzierter Nicht-anonymer habe ich jetzt eine Weile überlegt, ob ich selbst jetzt auch den nächsten Wettbewerb ausrichten soll, aber zweimal nacheinander muss nicht sein. Deshalb gebe ich diese Ehre ab an den Drittplatzierten Peter (außer er zieht seine Zustimmung dazu doch noch zurück).

Vielen Dank an alle Teilnehmer des Wettbewerbs und der Abstimmung!

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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Der Essi » Montag 16. Mai 2016, 12:38

Uuh, da gab's wohl noch einen Schlussspurt über Nacht, der die Reihenfolge kräftig durcheinandergewürfelt hat ... Glückwunsch an den/die anonyme/n Sieger/in und danke an dich, Reinhard! ;)
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Re: Abstimmungsergebnis

Beitrag von Peter » Dienstag 17. Mai 2016, 11:00

Reinhard hat geschrieben: Als höchstplatzierter Nicht-anonymer habe ich jetzt eine Weile überlegt, ob ich selbst jetzt auch den nächsten Wettbewerb ausrichten soll, aber zweimal nacheinander muss nicht sein. Deshalb gebe ich diese Ehre ab an den Drittplatzierten Peter (außer er zieht seine Zustimmung dazu doch noch zurück).
Ich werde den Wettbewerb natürlich organisieren.

Da ich aber eine ziemliche Müdigkeit im Forum bezüglich des Wettbewerbs wahrgenommen habe, werde ich erst mal einige Zeit ins Land gehen lassen.

Es haben sich nur zwanzig User an der Abstimmung beteiligt. Das zeugt nicht von großem Interesse an dem Schreibwettbewerb.
Wieso Red Dead Redemption 2, wenn man auch Spyro haben kann?

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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von schwarzkaeppchen » Dienstag 17. Mai 2016, 16:49

Schade, wenn die Pausen immer so lange sind, brauche ich viel länger, bis mir Ideen kommen, was ich schreiben könnte. Je öfter man schreibt, desto mehr ist man doch "drin" und kriegt eher was auf's Papier. Ich habe das jetzt richtig gemerkt, dass es sehr schwerfällig war und nicht so recht wollte.
"Bewahre deine Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber nicht weiter leben." - Mark Twain

vs

"Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." - Hans Christian Andersen

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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Peter » Dienstag 17. Mai 2016, 17:21

schwarzkaeppchen hat geschrieben:Schade, wenn die Pausen immer so lange sind, brauche ich viel länger, bis mir Ideen kommen, was ich schreiben könnte. Je öfter man schreibt, desto mehr ist man doch "drin" und kriegt eher was auf's Papier. Ich habe das jetzt richtig gemerkt, dass es sehr schwerfällig war und nicht so recht wollte.
Aber macht es Sinn, bei nur zwanzig abstimmenden Usern sofort den nächsten Wettbewerb auszurufen?
Es scheint sich momentan kaum jemand dafür zu interessieren.
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Lisa » Dienstag 17. Mai 2016, 17:30

Peter hat geschrieben:Aber macht es Sinn, bei nur zwanzig abstimmenden Usern sofort den nächsten Wettbewerb auszurufen?
Es scheint sich momentan kaum jemand dafür zu interessieren.
Also ich interessiere mich sehr wohl dafür! :tanzen2:

Wieso hier so wenige abgestimmt haben, verstehe ich aber auch nicht ganz ... vielleicht sind die Texte zu lang? :gruebel:
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Einsamer Igel » Dienstag 17. Mai 2016, 19:06

schwarzkaeppchen hat geschrieben:Schade, wenn die Pausen immer so lange sind, brauche ich viel länger, bis mir Ideen kommen, was ich schreiben könnte. Je öfter man schreibt, desto mehr ist man doch "drin" und kriegt eher was auf's Papier. Ich habe das jetzt richtig gemerkt, dass es sehr schwerfällig war und nicht so recht wollte.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir das anders aufziehen. Wir könnten jede Woche (Sonntag?) ein neues Thema stellen und die Schreiberlinge veröffentlichen ihre Geschichte dann selbst und wann sie wollen in einem Schreib-Thread des jeweiligen Monats. Das Abstimmen erfolgt 1x im Monat, aus allen gesammelten Geschichten. Der/die Gewinner stellen dann die 4 Themen für den Folgemonat (jede Woche ein neues) und stellen am Ende des Monats die nächste Umfrage/Abstimmung rein. Innerhalb des aktuellen Monats kann man jederzeit zu einem der 4 Themen aus dem jeweiligen Monat was schreiben und veröffentlichen. Dann hat man Themenauswahl und (begrenzte) Zeit. Und das Ganze machen wir im Unterforum "Auf eigene Gefahr", weil es einige User gibt, die nicht mehr in einem öffentlichen Bereich am Schreibwettbewerb teilnehmen mögen. Wie klingt das?
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von schwarzkaeppchen » Dienstag 17. Mai 2016, 19:13

Klingt nicht schlecht, deine Idee, Igel!
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Der Essi » Dienstag 17. Mai 2016, 21:57

Dann ist die Veröffentlichung aber nicht mehr anonym. ;)
Vier Themen im Monat finde ich außerdem etwas viel.

Wir könnten auch ganz auf die Abstimmung verzichten, wenn keiner mehr lesen mag. :kopfstand:
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Peter » Dienstag 7. Juni 2016, 21:43

Der Sommer ist da und so langsam bricht die Zeit für einen neuen Wettbewerb an.

Ich habe schwarzkaeppchen gebeten, die Ausrichtung des nächsten Wettbewerbs an sie übergeben zu dürfen. Ich freue mich, dass sie sich dazu bereit erklärt hat.

Ich bin mir sicher, dass schwarzkaeppchen einen schönen Wettbewerb organisieren wird. Also schaltet schon einmal in den sommerlichen Kreativmodus :daumen:
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von schwarzkaeppchen » Dienstag 7. Juni 2016, 22:14

Danke für die Übergabe, Peter. Ja, es dauert nicht mehr lange und wir setzen das schwül-warme Wetter ein, um uns schwülen Gedanken hinzugeben und diese kreativ umzusetzen. Das findest du lust(ig)? Ich auch.

Drum schaltet langsam wieder eure Kreativbereiche in Hirn & Herz ein. Gebt mir noch eine Nacht oder zwei. Dann sollte es wieder losgehen mit dem Schreibwettbewerb. Es ist schon der 70., der nun ansteht.

Ich freue mich schon auf eure tollen Einfälle. Wir lesen uns wieder im Thread zum 70. Schreibwettbewerb.

:winken:
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Re: Abstimmung 69. Schreibwettbewerb - Körpersprache

Beitrag von Mannanna » Mittwoch 8. Juni 2016, 11:14

Also ich finde, ein Schreibwettbewerb alle 3-4 Monate ist genug. Wie man sieht (und bei voherigen Wettbewerben auch schon gesehen hat), nehmen das Interesse und die Beteiligung deutlich ab, wenn da alle Nase lang ein neuer Wettbewerb anfängt.
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)

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