Audio zuhause?

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Pierre
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Audio zuhause?

Beitrag von Pierre » Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51

Ich reihe mich mal ein in die Reihe der Grundlagenfragen habenden:
ganz früher hatte man etwas zuhause das sich "Stereo-Anlage" nannte.

Das war eigentlich einfach: ein Plattenspieler, ein Cassetten-Player, Radioempfänger, eventuell open-reel tape, eventuell kleiner Mixer, ein bischen Verstärker und zwei Lautsprecher.
In der Disco sah das auch nicht anders aus, nur war da der Mixer obligatorisch und die Lautsprecher kräftiger.
Und für Stage war es nur ein bischen komplizierter, mit XLR verkabelt und ein paar zusätzliche Features. Da isses dann auch mal passiert dass der Mixer-Mensch mir gesagt hat: 'setz dich da mal hin, ich muss was checken' - und weg war er ne Frau aufreißen. Es hat dann gleich gepfiffen, aber vorne lief eh Punk, hat also niemand gestört, bis ich rausgekriegt hab was wo hingehört.

Ja, und dann gab es noch die Audiophilen, die hochspezialisierte Ansprüche an wassergekühlte Röhrenverstärker, vergoldete Lautsprecherkabel und dergleichen mehr hatten - alles sehr elaboriert, aber von eigentlich fraglichem Sinngehalt, wenn man dann nicht auch das Haus passend um die Anlage herumbaut.

Inzwischen ist alles völlig anders.
Vor ein paar Jahren auf einem Konzert hab ich versucht zu verstehen was da auf dem Mixer-Platz eigentlich steht. Ich bin schon im Ansatz gescheitert. Der Mensch der es bediente hat genüßlich seine Joints genuckelt und sah damit aus wie ein Navigator der Gilde in Dune. Und das, was er bedient (oder besser gesagt, womit er symbiotisch verschmolzen war), war sowieso völlig beyond (Avid Venue?).
Die sind also gänzlich in anderen Welten angelangt.

Und alles andere scheint jetzt entweder Heimkino zu sein, oder die eingebauten Lautsprecher im Tablet. Nicht wirklich befriedigend.
Kurzum - ich blick nicht mehr durch. :gruebel:
Was hat denn der "Normalmensch" jetzt zuhause?

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Endura » Mittwoch 10. Januar 2018, 05:48

Ich hab für das bisschen Musik, das ich höre, ein Micro-Stereoanlage und gut ist.

Die Audiophilen hab ich nie ganz verstehen können, ein Professor meint mal dazu, wenn man sich das ganze tolle Equipment endlich leisten kann, ist man schon auch schon so alt, dass das Gehör beginnt abzubauen, und man hat erst recht nichts davon.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Wuchtbrumme » Mittwoch 10. Januar 2018, 06:56

Ich habe Kopfhörer für mein Handy, hatte nie eine richtige Stereoanlage.
Wenn Du die Augen schließt klingt Regen wie Meeresrauschen

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von schmog » Mittwoch 10. Januar 2018, 09:11

Seit Jahrzehnten bin ich HiFi und Rockfan und habe viel Vintage HiFi zu Hause. :good:
Zustand und Band Status Quo ist super

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Unkreativer » Mittwoch 10. Januar 2018, 09:14

Mein Zimmer ist zu schlecht für eine Anlage, deshalb habe ich einen guten Kopfhörer.

Bei Audiophilen muss man unterscheiden zwischen denen, die auf guten Klang wert legen und den Esoterikern.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von nurso » Mittwoch 10. Januar 2018, 11:29

Keine Stereoanlage mehr.
Musik ausschliesslich mp3 via PC, Hören mit Kopfhörer (mit Kabel: Koss Sporta Pro), bin ja eh fast immer alleine.
Der Sporta Pro macht erstaunlich guten Sound, gerade auch im Bassbereich, ist dazu noch superleicht, so dass auch stundenlanges Hören nicht stört.
Streaming oder TV-Sound ebenfalls via Kopfhörer.
Soll es doch mal ohne Kopfhörer sein, läuft der Sound über Creative SoundBlaster Roar 2. Für mein kleines Zimmer reicht das allemal.

Gruß nurso

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Lonely » Mittwoch 10. Januar 2018, 11:44

Früher, als ich noch die Muße hatte, mir neue Musik konzentriert im abgedunkelten Zimmer anzuhören, hatte ich eine recht gute Stereoanlage inkl. Plattenspieler, Doppeltapedeck, Radio und 5-fach-CD-Wechsler.

Die Muße habe ich nur noch selten, allerdings gibt es auch kaum noch neue Musik, die es wert wäre.

Mittlerweile habe ich eine Micro-Anlage, von der ich auch mp3s von USB oder iPod abspielen kann. Der Plattenspieler ist immer noch angeschlossen. Das Ding wandelt mir sogar die Audiotracks einer CD in mp3s um.
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Re: Audio zuhause?

Beitrag von nurso » Mittwoch 10. Januar 2018, 11:50

Lonely hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 11:44
... Plattenspieler, Doppeltapedeck, ...
HeHe. Kenne ich auch noch. Das verrät viel über das Alter :mrgreen:

Gruß nurso

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von marwie » Mittwoch 10. Januar 2018, 20:09

Ich denke mal, heute sind Sonos und ähnliche Systeme in einem normalen Haushalt recht verbreitet.
Daneben gibt es natürlich immer noch normale Stereoanlage und halt die High End Fraktion.

Ich hab zuhause eine Heimkinoanlage mit Yamaha AVR und Kef Lautsprechern (u.a. Q700 als Front), die ich auch zum Musikhören verwende. Daneben hab am Schreibtisch noch KRK Rokit 5 Monitore (die sind zwar recht klein, klingen aber IMHO echt gut), einen Yamaha Streaming Lautsprecher und für spät abends oder unterwegs hab ich noch diverse Kopfhörer (Sennheiser und AKG). Dank Musiccast kann ich auch z.B. die Musik vom AVR zu den KRK Monitoren streamen.
Die Nächste Anschaffung wird, neben akustischen Massnahmen wie Absorber etc., ein Plattenspieler, aber bin mir da noch etwas unsicher.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Pierre » Mittwoch 10. Januar 2018, 22:14

@marwie, bei Deinem Beitrag verstehe ich so gut wie nichts. :(

Ich hab noch altes Zeug, überwiegend mal gebraucht gekauft, zB Plattenspieler, oder sowas (was auch schon lange nur noch Staub fängt), und dann halt einen "Receiver" und zwei Lautsprecher, und letztes beides zerbröselt zunehmend in seine chemischen Bestandteile.

Was Heimkino angeht, weiss ich nichtmal wo da anfang und ende wäre, will heissen, wo ich so ein obskures 5.1 oder 7.1 Signal herbekommen würde. Wenn ich Filmchen gucken will, geht das auf dem Computermonitor (WQHD), und die haben ja allenfalls Stereo-Soundtrack.
Angeblich soll ein Computer(-Mainboard) auch irgendeine Art von Audio-Verarbeitng machen können ('/dev/dspX'), das ist aber kaum irgendwo dokumentiert.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Krausig » Donnerstag 11. Januar 2018, 08:44

Quasi nix. So Miniboxen mit kleinem Subwoofer zum Handy anschließen (verwende ich kaum). Und billige PC-Lautsprecher.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von LazyEyeOzzy » Donnerstag 11. Januar 2018, 09:12

Ich habe im Wohnzimmer einen Onkyo TX-NR545 und dazu 5.1 Infinity Lautsprecher.
Ein Sound Fetischist bin ich jetzt zwar nicht, aber ich habe mich von einem beraten lassen und ich muss sagen dass ein satter Klang schon einiges ausmacht :D
Vorher hatte ich ein altes Heimkino-System von Samsung das aber nicht wirklich getaugt hat.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von marwie » Samstag 13. Januar 2018, 01:25

Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 22:14
@marwie, bei Deinem Beitrag verstehe ich so gut wie nichts. :(
Was verstehst du nicht? Musiccast und Sonos sind einfach digitale Mulitroom Systeme, die auch als Streaming Client und bluetooth Empfänger dienen.


Was Heimkino angeht, weiss ich nichtmal wo da anfang und ende wäre, will heissen, wo ich so ein obskures 5.1 oder 7.1 Signal herbekommen würde. Wenn ich Filmchen gucken will, geht das auf dem Computermonitor (WQHD), und die haben ja allenfalls Stereo-Soundtrack.
Angeblich soll ein Computer(-Mainboard) auch irgendeine Art von Audio-Verarbeitng machen können ('/dev/dspX'), das ist aber kaum irgendwo dokumentiert.
Am einfachsten sendet man das Multikanal Signal per HDMI oder S/PDIF (damit gehen aber nur die älteren Formate wie Dolby Digital und DTS) an einen AVR o.ä.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Pierre » Mittwoch 17. Januar 2018, 01:27

marwie hat geschrieben:
Samstag 13. Januar 2018, 01:25
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 22:14
@marwie, bei Deinem Beitrag verstehe ich so gut wie nichts. :(
Was verstehst du nicht? Musiccast und Sonos sind einfach digitale Mulitroom Systeme, die auch als Streaming Client und bluetooth Empfänger dienen.
Tja, eigentlich versteh ich gar nichts davon. bluetooth ist ein Protokoll um Computer-Hardware drahtlos zu verbinden - also nichts was man am Computer wirklich haben möchte - warum man es dann für Audio haben soll, entgeht mir.
Was Heimkino angeht, weiss ich nichtmal wo da anfang und ende wäre, will heissen, wo ich so ein obskures 5.1 oder 7.1 Signal herbekommen würde. Wenn ich Filmchen gucken will, geht das auf dem Computermonitor (WQHD), und die haben ja allenfalls Stereo-Soundtrack.
Angeblich soll ein Computer(-Mainboard) auch irgendeine Art von Audio-Verarbeitng machen können ('/dev/dspX'), das ist aber kaum irgendwo dokumentiert.
Am einfachsten sendet man das Multikanal Signal per HDMI oder S/PDIF (damit gehen aber nur die älteren Formate wie Dolby Digital und DTS) an einen AVR o.ä.
Um ein Multikanal-Signal irgendwie zu senden, muss man ja erstmal irgendwo eines haben. Wenn ich mich recht entsinne, kann man mit ffmpeg mehrere Audio- und Video-Signale in ein AVI verpacken, und kann solche auch in allerlei Weise umkodieren, wenn man sich damit auskennt - das ganze ist aber eine ziemliche Wissenschaft. Und es setzt auch voraus, dass man irgendwo eine Quelle für das Signal, also zB ein Tonstudio hat.

HDMI, dachte ich, ist ein Ersatz für die 15-poligen VGA-Kabel zwischen Computer und Bildschirm - mit dem Unterschied, dass HDMI-Kabel i.d.R. nicht funktionieren, weil das Zeug für nicht fernsehtypische Formate (zB 2560x1680) gar nicht spezifiziert ist. Will man also auch nicht wirklich haben, jedenfalls nicht als Bildschirmanschluß. S/PDIF hab ich irgendwo mal gesehen, erinnere mich nicht mehr wo - das ist optical (Glasfaser)! Aber was hat das alles mit Audio zu tun?

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von marwie » Mittwoch 17. Januar 2018, 11:55

Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 01:27
marwie hat geschrieben:
Samstag 13. Januar 2018, 01:25
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 22:14
@marwie, bei Deinem Beitrag verstehe ich so gut wie nichts. :(
Was verstehst du nicht? Musiccast und Sonos sind einfach digitale Mulitroom Systeme, die auch als Streaming Client und bluetooth Empfänger dienen.
Tja, eigentlich versteh ich gar nichts davon. bluetooth ist ein Protokoll um Computer-Hardware drahtlos zu verbinden - also nichts was man am Computer wirklich haben möchte - warum man es dann für Audio haben soll, entgeht mir.
Um zum Beispiel Audio von einem Smartphone oder Tablet zu übertragen. Nutze ich persönlich aber auch eher selten, da Bluetooth imho nicht besonders zuverlässig ist... Die multiroom Systeme funktionieren über lan oder wlan.



Um ein Multikanal-Signal irgendwie zu senden, muss man ja erstmal irgendwo eines haben. Wenn ich mich recht entsinne, kann man mit ffmpeg mehrere Audio- und Video-Signale in ein AVI verpacken, und kann solche auch in allerlei Weise umkodieren, wenn man sich damit auskennt - das ganze ist aber eine ziemliche Wissenschaft. Und es setzt auch voraus, dass man irgendwo eine Quelle für das Signal, also zB ein Tonstudio hat.
Am einfachsten ist es natürlich, wenn man einen Bluray/DVD Player oder Hardware Streaming Client direkt an den avr anschliesst.
Bei z. B. mkv Dateien kann man auch z. B. eine dolby digital Audiospur integrieren.
HDMI, dachte ich, ist ein Ersatz für die 15-poligen VGA-Kabel zwischen Computer und Bildschirm - mit dem Unterschied, dass HDMI-Kabel i.d.R. nicht funktionieren, weil das Zeug für nicht fernsehtypische Formate (zB 2560x1680) gar nicht spezifiziert ist. Will man also auch nicht wirklich haben, jedenfalls nicht als Bildschirmanschluß.
Warum gehst du immer von einem pc als Quelle aus? Das ist eher unüblich für Homecinema. Es geht natürlich schon auch, aber es gibt da mehr Stolpersteine.
S/PDIF hab ich irgendwo mal gesehen, erinnere mich nicht mehr wo - das ist optical (Glasfaser)! Aber was hat das alles mit Audio zu tun?
Siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sony/Ph ... _Interface
Wird aber heute für Mehrkanal Ton nur noch selten verwendet, da die Bandbreite zu limitiert ist.

Man muss sich bei den neueren Technologien natürlich etwas informieren, das ist aber bei Plattenspielern nicht anders, da muss man auch wissen, wie man ihn korrekt kalibriert.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Pierre » Sonntag 21. Januar 2018, 23:37

marwie hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 11:55
Um ein Multikanal-Signal irgendwie zu senden, muss man ja erstmal irgendwo eines haben. Wenn ich mich recht entsinne, kann man mit ffmpeg mehrere Audio- und Video-Signale in ein AVI verpacken, und kann solche auch in allerlei Weise umkodieren, wenn man sich damit auskennt - das ganze ist aber eine ziemliche Wissenschaft. Und es setzt auch voraus, dass man irgendwo eine Quelle für das Signal, also zB ein Tonstudio hat.
Am einfachsten ist es natürlich, wenn man einen Bluray/DVD Player oder Hardware Streaming Client direkt an den avr anschliesst.
Ah, jetzt wird es langsam verständlich. Man hat dann also so einen AVR, und angeschlossen oder eingebaut ein Laufwerk...
Bei z. B. mkv Dateien kann man auch z. B. eine dolby digital Audiospur integrieren.
Genau das meinte ich - solche Dateien hatte ich schon im Finger.
Warum gehst du immer von einem pc als Quelle aus? Das ist eher unüblich für Homecinema. Es geht natürlich schon auch, aber es gibt da mehr Stolpersteine.
Weils bei mir so "gewachsen" ist: Audio war Analogtechnik und mit Cynch verkabelt. Und alle neuen (digitalen) Medien und Laufwerke tauchten im Computer auf, weil sie erstmal da gebraucht wurden.

Vom Computer kann ich auch in die (alte) Stereoanlage einspeisen, aber das hat, wie Du sagst, ein paar Probleme: die Anschlüsse sind 3.5mm Klinke, was so ziemlich das schlechteste ist was es gibt. Es ist analog, und soweit ich sehe, nur Stereo - für irgendwelches 5.1 müsste man wahrscheinlich noch mehr (schlechte) Kabel löten, wenns überhaupt geht. Und es neigt zu Brummschleifen.

Wenn ich Dich jetzt richtig verstehe, dann hat man idealerweise Audio und Computer (relativ) getrennt, und nimmt das Laufwerk im Computer nur zum rippen. Man könnte dann ggfs. denselben Monitor verwenden, aber über ein zweites Kabel vom AVR Gerät her speisen.

Und die Signalquelle sind dann üblicherweise DVD/Bluray Medien. Danke Dir! Damit kann ich jetzt schon einigermaßen was anfangen.

Bei mir ist es dann so, dass mich die Video/Cinema-Thematik nur am Rande interessiert - nur eben, wenn ich was kaufe, dann schon gleich was möglichst sinnvolles.
In erster Linie hab ich Audiodateien (flac), die ich von Bands kriege (zB Crowdfunding), und in angemessener Qualität hören möchte. Die würde man dann also auf ein Medium brennen und auf der AVR-Anlage abspielen?...oder über das Bluetooth?
Man muss sich bei den neueren Technologien natürlich etwas informieren, das ist aber bei Plattenspielern nicht anders, da muss man auch wissen, wie man ihn korrekt kalibriert.
Ja eben, das muss man, vor dem Kauf - sonst steht man dann mit etwas da, wo sich nach einem Jahr herausstellt, dass es doch nicht genau das kann was man möchte...

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von marwie » Montag 22. Januar 2018, 00:16

Vom Computer kann ich auch in die (alte) Stereoanlage einspeisen, aber das hat, wie Du sagst, ein paar Probleme: die Anschlüsse sind 3.5mm Klinke, was so ziemlich das schlechteste ist was es gibt. Es ist analog, und soweit ich sehe, nur Stereo - für irgendwelches 5.1 müsste man wahrscheinlich noch mehr (schlechte) Kabel löten, wenns überhaupt geht. Und es neigt zu Brummschleifen.

Wenn ich Dich jetzt richtig verstehe, dann hat man idealerweise Audio und Computer (relativ) getrennt, und nimmt das Laufwerk im Computer nur zum rippen. Man könnte dann ggfs. denselben Monitor verwenden, aber über ein zweites Kabel vom AVR Gerät her speisen.

Und die Signalquelle sind dann üblicherweise DVD/Bluray Medien. Danke Dir! Damit kann ich jetzt schon einigermaßen was anfangen.
Oder man verwendet streaming Dienste, für reines Audio Spotify, Tital etc. und für Video Netflix, Amazon Prime Video etc. Moderne AVR haben die Audio Streaming Clients direkt integriert, die steuerung erfolgt dann meist über ein Smartphone / Tablet. Video Streaming läuft entweder über den smart TV, Bluray Player (sofern Apps unterstützt werden), Spielkonsolen oder Streaming Hardware Clients wie Apple TV, Fire TV Stick etc.
Bei mir ist es dann so, dass mich die Video/Cinema-Thematik nur am Rande interessiert - nur eben, wenn ich was kaufe, dann schon gleich was möglichst sinnvolles.
In erster Linie hab ich Audiodateien (flac), die ich von Bands kriege (zB Crowdfunding), und in angemessener Qualität hören möchte. Die würde man dann also auf ein Medium brennen und auf der AVR-Anlage abspielen?...oder über das Bluetooth?
Du kannst am AVR auch eine externe Festplatte oder Flashdrive anschliessen oder du verwendest einen DLNA Medienserver (auf dem PC oder einem NAS)
Man muss sich bei den neueren Technologien natürlich etwas informieren, das ist aber bei Plattenspielern nicht anders, da muss man auch wissen, wie man ihn korrekt kalibriert.
Ja eben, das muss man, vor dem Kauf - sonst steht man dann mit etwas da, wo sich nach einem Jahr herausstellt, dass es doch nicht genau das kann was man möchte...
Die Gefahr ist gross, ja...

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Pierre » Montag 22. Januar 2018, 00:28

Oh je, da hab ich erstmal genug zum selber weiterforschen...
Danke Dir, nochmals!

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Mittwoch 24. Januar 2018, 20:39

Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51
Ich reihe mich mal ein in die Reihe der Grundlagenfragen habenden:
ganz früher hatte man etwas zuhause das sich "Stereo-Anlage" nannte.

Das war eigentlich einfach: ein Plattenspieler, ein Cassetten-Player, Radioempfänger, eventuell open-reel tape, eventuell kleiner Mixer, ein bischen Verstärker und zwei Lautsprecher.
Verstärker gab es auch gern „ein bißchen mehr“. Wer etwas auf sich hielt, fuhr alles über einen NAD 3020.

Überhaupt gab es im HiFi-Komponenten-Bereich zwei Paradigmen und damit zwei Usertypen.

Der eine war der Markenfetischist. Für den mußte alles vom selben Hersteller kommen – und zwar auch der Plattenspieler und die Boxen. Er war nicht glücklich, wenn nicht die DM 2.500,— teure Komponentenanlage aussah wie das, was Schneider im Neckermann-Katalog großspurig „Power Pack“ nannte. Nicht selten hob er „seine“ Marke über alle anderen. Besonders häufig anzutreffen bei Kenwood und Pioneer.

Der andere war der Wählerische. Dem war es egal, wie die Anlage aussah, Hauptsache, die Features und vor allem der Klang stimmten. Da hing am NAD-Verstärker ein Thorens-Plattenspieler, ein Nakamichi-Kassettendeck, und die Boxen waren Eigenbauten nach Anleitung aus einer HiFi-Zeitschrift.
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51
In der Disco sah das auch nicht anders aus, nur war da der Mixer obligatorisch und die Lautsprecher kräftiger.
Die seligen Zeiten, als in Discos noch ein paar mehr Klangquellen genutzt werden konnten. Heute hat man entweder zwei direktgetriebene Plattendreher (am liebsten Technics SL-1210) oder einen Doppel-CD-Player mit entsprechendem DJ-Controller oder einen Laptop. Früher™ war es nicht unüblich, neben zwei Turntables und zwei CD-Playern auch noch mindestens ein Kassettendeck zu haben. Könnte ja sein, daß jemand mit einem coolen Bootleg oder gar einem eigenen Demotape ankam. So wurde 1987 übrigens Acid populär.
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51
Und für Stage war es nur ein bischen komplizierter, mit XLR verkabelt und ein paar zusätzliche Features. Da isses dann auch mal passiert dass der Mixer-Mensch mir gesagt hat: 'setz dich da mal hin, ich muss was checken' - und weg war er ne Frau aufreißen. Es hat dann gleich gepfiffen, aber vorne lief eh Punk, hat also niemand gestört, bis ich rausgekriegt hab was wo hingehört.
Im Livebereich war und ist es um einiges anders, zumindest jenseits des Underground-Punk-Spektrums. Klangquellen im FoH-Zelt sind eher die Ausnahme als die Regel. Dafür hast du einen Mixer mit nicht unter 16 Eingängen, und 16 sind schon Kneipengröße – bei richtigen Bühnen hast du von 24 Kanälen aufwärts und nicht selten sogar programmierbare Digitalmixer. Dann gibt’s auch noch einiges an Outboard, den einen oder anderen Kompressor etwa, Multieffekte, Terzband-EQ im Masterweg, vielleicht gar Speaker Management.

Bei richtig großen Konzerten hast du manchmal Mischpulte, die kaum kleiner sind als die in professionellen Tonstudios.
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51
Ja, und dann gab es noch die Audiophilen, die hochspezialisierte Ansprüche an wassergekühlte Röhrenverstärker, vergoldete Lautsprecherkabel und dergleichen mehr hatten - alles sehr elaboriert, aber von eigentlich fraglichem Sinngehalt, wenn man dann nicht auch das Haus passend um die Anlage herumbaut.
Die gibt es weiterhin. Es ist aber weiterhin weit vom Mainstream entfernt. Wer stellt sich heute einen Plattenspieler hin, bei dem Teller, Motor und Tonarm auf voneinander separaten Chassis stehen? Heute kauft man für 50 € einen Dreher, der über USB automatisch fix und fertige MP3s mit 128 kb/s CBR ausgibt, damit man die alten Platten endlich wegwerfen kann.
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51
Inzwischen ist alles völlig anders.
Vor ein paar Jahren auf einem Konzert hab ich versucht zu verstehen was da auf dem Mixer-Platz eigentlich steht. Ich bin schon im Ansatz gescheitert. Der Mensch der es bediente hat genüßlich seine Joints genuckelt und sah damit aus wie ein Navigator der Gilde in Dune. Und das, was er bedient (oder besser gesagt, womit er symbiotisch verschmolzen war), war sowieso völlig beyond (Avid Venue?).
Die sind also gänzlich in anderen Welten angelangt.
Professionelle Mixersysteme wie Avid Venue werden gern bei großen, aufwendigen Konzerten eingesetzt, wenn derartig viele Signale von der Bühne kommen, daß ein klassisches Analogmischpult, das das alles aufnehmen kann, die Ausmaße einer gigantischen, fest installierten SSL- oder Neve-Studiokonsole haben müßte.

Statt also 96 Kanalfader nebeneinander zu haben, hat man weniger Fader – aber Motorfader – auf wesentlich kürzerer Strecke, die man jeweils verschiedenen Kanälen zuordnen kann.

Zugegeben, über solche Größen haben wir noch nie gespielt, auch deshalb, weil es von mir nur einen Mikroweg und einen Stereo-Submix von der Maschinerie gibt.
Pierre hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 02:51
Und alles andere scheint jetzt entweder Heimkino zu sein, oder die eingebauten Lautsprecher im Tablet. Nicht wirklich befriedigend.
Kurzum - ich blick nicht mehr durch. :gruebel:
Was hat denn der "Normalmensch" jetzt zuhause?
Der „Normalmensch“ macht entweder alles, was nicht Fernsehen ist, mit dem Laptop, oder er hat eine kleine Kompaktanlage für unter 300 €, die kaum mehr kann als UKW, CD und MP3 (frag’ nicht nach FLAC oder Ogg/Vorbis) und keinerlei Ein-, geschweige denn aufnahmefähige Ausgänge hat. Selbst die 5.1-Systeme mit ihren kaum mehr als faustgroßen Satelliten, die Bose als erster, aber mitnichten als einziger baute, scheinen fast wieder passé zu sein; an ihre Stelle tritt die platzsparende, ungleich einfacher zu verkabelnde Soundbar, die kaum weniger plärrig klingt als die im Flachbildschirm-Fernseher eingebauten Lautsprecher – und auch das nur, weil sie nicht nach hinten gerichtet ist. Für Musik hat man einen smarten Lautsprecher (oder besser noch einen pro Raum) und die Musik überhaupt nicht mehr lokal, sondern auf Spotify.

Zum Glück bin ich kein „Normalmensch“.

Herzstück meiner Anlage im Wohnzimmer ist ein A/V-Receiver, der zum Kaufzeitpunkt gerade frisch ausgelaufen war, aber das Nachfolgemodell hatte drastisch viel weniger analoge Eingänge. Für den Plattenspieler (Pro-Ject) brauche ich aber schon einen separaten Vorverstärker. Dazu gibt es einen Blu-Ray-Player, ein MD-Deck (ja, wirklich), Vorbereitung für den Anschluß eines Tapedeck (schon vorhanden, aber nur Einzeldecks, weil besser), einen DVD-/Festplattenrecorder, den Fernseher, zwei Stereoboxen – und von meinem immer laufenden Eigenbau-Nettop eine zusätzliche optische Audioleitung, um auf dem Wege z. B. meine Musiksammlung abzuspielen.

Auf dem Kleinrechner läuft außerdem ein UPnP/DLNA-Server, der hauptsächlich als Videozuspieler für den Fernseher dient, und ein Logitech Media Server, auf den zwei Squeezebox Radios und eine variierende Anzahl an Software-Clients (Squeezelite, SqueezePlay) zugreifen. Letzteres System ist gerade jetzt recht attraktiv für Heimserver- und NAS-Betreiber, weil diejenigen, die die Squeezeboxen nur als Internetradios genutzt haben, jetzt auf Sonos oder Alexa umsteigen.

Gestreamt wird höchstens Internetradio. Spotify & Co. kommen mir nicht ins Haus. Dafür habe ich meine weit über 200 GB große Musiksammlung, überwiegend in einer besseren Qualität als jeder Streamingdienst.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Audio zuhause?

Beitrag von Pierre » Donnerstag 25. Januar 2018, 06:19

Oh wow, jetzt spricht der Profi... :)
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 20:39
Im Livebereich war und ist es um einiges anders, zumindest jenseits des Underground-Punk-Spektrums. Klangquellen im FoH-Zelt sind eher die Ausnahme als die Regel. Dafür hast du einen Mixer mit nicht unter 16 Eingängen, und 16 sind schon Kneipengröße – bei richtigen Bühnen hast du von 24 Kanälen aufwärts und nicht selten sogar programmierbare Digitalmixer. Dann gibt’s auch noch einiges an Outboard, den einen oder anderen Kompressor etwa, Multieffekte, Terzband-EQ im Masterweg, vielleicht gar Speaker Management.
Ja, aber das konnte man im grunde alles noch kapieren - zumal wir Lötkolbenschwinger uns auch überlegt haben wie sowas gebaut wird und ob/wie man das vielleicht selber machen könnte.
Die gibt es weiterhin. Es ist aber weiterhin weit vom Mainstream entfernt. Wer stellt sich heute einen Plattenspieler hin, bei dem Teller, Motor und Tonarm auf voneinander separaten Chassis stehen? Heute kauft man für 50 € einen Dreher, der über USB automatisch fix und fertige MP3s mit 128 kb/s CBR ausgibt, damit man die alten Platten endlich wegwerfen kann.
Die Platten scheinen wieder populär zu werden. In den spezielleren Nischen sehe ich an den Merch-Ständen viel davon - wer da auf sich hält, bietet als high-end was Gepresstes an (womit die Frage aufkommt: wie bringt man die Dinger heil nach hause?)
Professionelle Mixersysteme wie Avid Venue werden gern bei großen, aufwendigen Konzerten eingesetzt, wenn derartig viele Signale von der Bühne kommen, daß ein klassisches Analogmischpult, das das alles aufnehmen kann, die Ausmaße einer gigantischen, fest installierten SSL- oder Neve-Studiokonsole haben müßte.

Statt also 96 Kanalfader nebeneinander zu haben, hat man weniger Fader – aber Motorfader – auf wesentlich kürzerer Strecke, die man jeweils verschiedenen Kanälen zuordnen kann.
Soviel hatte ich noch kapiert - aber was tut es sonst noch alles? Und was ist das ganze Zeug auf dem Bildschirm? Und dann hab ich aufgegeben. Aber supergeil sieht das Teil schon aus - nur wird man da wahrscheinlich länger wie ne Woche dransitzen wenn man lernen wollte es zu bedienen...
Der „Normalmensch“ macht entweder alles, was nicht Fernsehen ist, mit dem Laptop, oder er hat eine kleine Kompaktanlage für unter 300 €, die kaum mehr kann als UKW, CD und MP3 (frag’ nicht nach FLAC oder Ogg/Vorbis) und keinerlei Ein-, geschweige denn aufnahmefähige Ausgänge hat. Selbst die 5.1-Systeme mit ihren kaum mehr als faustgroßen Satelliten, die Bose als erster, aber mitnichten als einziger baute, scheinen fast wieder passé zu sein; an ihre Stelle tritt die platzsparende, ungleich einfacher zu verkabelnde Soundbar, die kaum weniger plärrig klingt als die im Flachbildschirm-Fernseher eingebauten Lautsprecher – und auch das nur, weil sie nicht nach hinten gerichtet ist. Für Musik hat man einen smarten Lautsprecher (oder besser noch einen pro Raum) und die Musik überhaupt nicht mehr lokal, sondern auf Spotify.
Genau den Eindruck hab ich auch. Und das sieht alles nicht so aus, als wollte ich es haben.
Herzstück meiner Anlage im Wohnzimmer ist ein A/V-Receiver, der zum Kaufzeitpunkt gerade frisch ausgelaufen war, aber das Nachfolgemodell hatte drastisch viel weniger analoge Eingänge. Für den Plattenspieler (Pro-Ject) brauche ich aber schon einen separaten Vorverstärker. Dazu gibt es einen Blu-Ray-Player, ein MD-Deck (ja, wirklich), Vorbereitung für den Anschluß eines Tapedeck (schon vorhanden, aber nur Einzeldecks, weil besser), einen DVD-/Festplattenrecorder, den Fernseher, zwei Stereoboxen – und von meinem immer laufenden Eigenbau-Nettop eine zusätzliche optische Audioleitung, um auf dem Wege z. B. meine Musiksammlung abzuspielen.
Ah, jetzt wirds praktisch. Digitales Audio vom Computer. Das ist doch im grunde das was ich brauche...

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