Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Hinweise, Tipps und allgemeine Diskussionen zur Organisation von AB-Treffen

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Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, mich für ein MTT anzumelden, aber ...

... ich konnte es mir finanziell nicht leisten
25
9%
... es war für mich ungünstig weit weg / schlecht zu erreichen
29
10%
... ich hatte Angst vor der Situation (viele Leute, länger unter einem Dach)
29
10%
... ich schreckte vor den angekündigten Unternehmungen zurück
8
3%
... ich brauche meine Freiräume / würde mich dort eingeengt fühlen
15
5%
... wollte nicht auf bestimmte Personen treffen, die ich nicht leiden kann
28
10%
... (ich bin weiblich) habe generelle Befürchtungen bezüglich Personen des anderen Geschlechts
9
3%
... (ich bin männlich) habe generelle Befürchtungen bezüglich Personen des anderen Geschlechts
4
1%
... denke, dass ich zu "seltsam" bin und das andere das merken
24
9%
... schäme mich für meinen Körper / mein Aussehen
14
5%
... bin zu still / schüchtern
20
7%
... bin zu langweilig für die anderen
20
7%
... mag nicht mit anderen Leuten in einem Zimmer übernachten
32
12%
... habe "komische" Essgewohnheiten
7
3%
... habe Angst vor der Körperpflege (waschen, duschen) / Gemeinschafts-Waschräume
14
5%
 
Abstimmungen insgesamt: 278

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Mannanna » Dienstag 31. Dezember 2013, 22:37

uhu2163 hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:Ich habe mit keinem Wort gesagt, daß ich unbedingt zu einem MTT will.
Wie schon mehrmals erklärt, richtet sich dieser Thread mit seiner Fragestellung an Leute, die grundsätzlich an MTTs interessiert sind teilzunehmen, sich also bewußt sind, dass diese eine Gruppenveranstaltung mit gemeinsamer Unterbringung, Aktivitäten und Mahlzeiten darstellen und dies auch so wollen.
Ist halt wie früher auf Klassenfahrt/Jugendgruppe...
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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von uhu2163 » Dienstag 31. Dezember 2013, 22:49

Le Chiffre Zéro hat geschrieben: Wie oft soll ich noch im Detail erklären, daß, wie und warum ich völlig unsportlich bin?
Statt nur zu erklären, warum etwas nicht geht, einfach mal es versuchen zu ändern.
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
–, ihr werdet mich nicht mal barfuß und/oder mit bloßem Oberkörper und/oder in einer kürzer als knöchellangen Hose sehen. Niemals.
Warum nicht?
Weil ich schrecklich aussehe in weniger als dem, was ich im Sommer in der Öffentlichkeit trage. Schrecklich jenseits deines Vorstellungsvermögens; finde dich damit ab.
1. Weisst du nicht, was wir uns alles vorstellen können.
2. Versucht Lion dir gerade eine Brücke zu bauen (im übertragenen Sinn), die dir helfen kann, dein Schamgefühl zu überwinden.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Mittwoch 1. Januar 2014, 22:40

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Nun, das kann man kaum noch "Teilnahme an einem MTT" nennen, denn man würde das verpassen, was ein MTT ausmacht: Das "gemeinsam sein".
Das kann man auch tagsüber.
Sehen andere anders und genau deshalb besuchen sie MTTs.

MTT sind eben keine aneinandergehängte Ein-Tages-Treffen. Es würde ein ziemliches Stück Gemeinsamkeit fehlen, gäbe es nicht das Wohnen unter einem Dach, das gemeinsame Kochen, die gemeinsame Bewerkstelligung von Aufgaben (Einkaufen gehen usw.).

Für den HVV habe ich eine vom Arbeitgeber gestellte Jahreskarte, und geschätzte 300+ € für Taxifahrten an einem verlängerten Wochenende halte ich nicht für billig. Schon gar nicht, wenn dann auch noch eine Anfahrt nach Süddeutschland für über 100 € und Unterbringung für weitere 300 € dazukommen.
Unterbringungskosten von EUR 300 pro Person hatten wir nie, schon gar nicht für ein verlängertes Wochenende (Silvester, Ostern, Pfingsten etc.). Klar, wenn man separat in einem Hotelzimmer oder einer Pension unterkommen WILL, dann hat das seinen Preis.

Fahrtkosten: Wir alle müssen zusehen, wir wir mobil sein wollen, ganz unabhängig von der Thematik von MTTs. Wer sich meine (realistische) Liste im vorherigen Posting angeschaut hat, kann klar erkennen, dass Autofahren jedes Jahr mehrere tausend Euro verschlingt.

Wer bewußt auf ein Auto verzichtet und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel nutzt und ab und zu eine "teure" Variante (z.B. Taxi) ist ingesamt meistens billiger unterwegs. Im Normalfall kann sich jeder Nicht-Auto-Besitzer bei gelegentlichen Taxikosten von ein paar hundert Euro locker zurücklehnen und sich denken: "ich bin aber immer noch günstiger mobil als jeder Autofahrer" und er hätte damit recht.

Wenn Du daher jetzt über EUR 300 Taxikosten und EUR 100 für eine potentielle Fahrt nach Süddeutschland klagst, geht es um die Frage, was einem eine Sache wert ist.

Aus Deinen Postings geht bisher eine paradoxe Haltung zu MTTs hervor. Wenn ich an einem MTT in Süddeutschland teilnehme, habe ich natürlich auch höhere Kosten, selbst wenn ich nur den Sprit rechne (weil das Auto ja "sowieso" da ist). Aber es überwiegt die Freude am MTT, weil ich mit den anderen zusammen sein will, abends gemeinsam einen trinken möchte, an einem Tag mit allen zusammen grillen möchte usw. usf.

Umgekehrt fahren nicht wenige aus Süddeutschland 700-800 km (einfache Strecke), weil es ihnen die Sache wert ist, eine Woche an der Nord- oder Ostsee zu verbringen.

Die Betrachten die Angelegenheit als ihren Urlaub, den sie mangels Partner sonst als Alleinreisender vornehmen müssten.

Lion hat geschrieben:Außerdem kommt längst nicht jeder Teilnehmer mit dem eigenen Auto ... es sind immer Bahnfahrer dabei und man fährt dann bei anderen mit ... das ist gängige Praxis.
Das muß aber auch wieder organisiert werden, man macht sich von jemandem abhängig, der dafür dann z. B. vorübergehend die Veranstaltung verlassen muß, um 1 Person vom Bahnhof abzuholen, usw.
Ja ... wenn man eine Super-Sonderlösung will, die nichts mehr mit dem Geist eines MTTs zu tun hat: Nicht im Haus übernachten, nicht am gemeinsamen Essen teilnehmen, nicht an den Aktivitäten teilnehmen.


Wie oft soll ich noch im Detail erklären, daß, wie und warum ich völlig unsportlich bin?
Fürs Bowlen braucht es keine Sportlichkeit.

Du hast einfach nur Schiß, Dich zu "blamieren".

Durch diesen Schiß entgehen Dir eine Menge Möglichkeiten, sinnliche Erfahrungen zu machen. "Sinnlich" nicht im Sinne von irgendeiner "Romantik", sondern wortwörtlich: Sinnlich.

Wie auch beim Thema "an den Strand gehen" weiter unten.
Lion hat geschrieben:
Diese ewige "ich kann das nicht"...
Das wäre auch meine Reaktion gewesen. Ich halte mich an das, von dem ich weiß, daß ich es kann oder mich vergleichsweise leicht hineinfinden kann.
Das "ich-kann-das-nicht"-Argument ist eines der Wenigen, dass ich für UNERTRÄGLICH halte, wenn es sich um Dinge handelt, die millionenfach von stinknormalen Leuten bewältigt werden.

Weil ich schrecklich aussehe in weniger als dem, was ich im Sommer in der Öffentlichkeit trage. Schrecklich jenseits deines Vorstellungsvermögens; finde dich damit ab.
:) Wieso sollte ich mich mir irgendwas "abfinden" müssen? Ist Dein Leben, dass Du Dir mit Deiner mentalen Haltung versaust.

Am Strand sieht man die ganze Bandbreite an menschlicher Körperlichkeit (diplomatisch ausgedrückt).

Jeder hat das RECHT darauf, am Strand zu sein, egal, was die anderen denken oder sagen.

Was ist denn jetzt an Deinem Körper so abstoßend? Zu dünn? Oder tatsächlich irgendetwas Absonderliches? Brandverletzungen? Hautkrankheit?

Und auch im Sommer trage ich in der Öffentlichkeit immer Oberteile mit mindestens halblangen Ärmeln, lange Hosen und geschlossene Schuhe. Immer.
Und auch dadurch entgehen Dir schönere Erfahrungen.

Im Gegenteil bürdest Du Dir was auf, wenn Du Dich zu sehr einpackst. Es es ist deutlich angenehmer, in leichter, luftiger Kleidung unterwegs zu sein.

An Silvester bin ich erst am Nachmittag oder frühen Abend dazugekommen, da hatte ich schon gegessen. An den anderen Tagen kam ich immer nach dem Frühstück, und wir unternahmen meines Wissens immer etwas, wo wir auswärts aßen.
Kann nicht stimmen. In Stelle (dem Ort, wo wir waren), gabe es eine schöne große Küche mit Kipp-Bratpfanne. Ich WEISS, dass ich dort selbst mehrfach tätig war, und so viele Tage hat ein Silvestertreffen nun auch wieder nicht.

Wenn, dann geht man während eines solchen Treffens höchsten 1x auswärts essen (z.B. am Vorabend des Abreisetages, um sich die Küche nicht wieder einzusauen).

Vielleicht noch 2x wenn es sich um ein Mehrtagestreffen von einer Woche handelt.

Wie gesagt: Das gemeinsame Kochen ist ein integraler Bestandteil eines MTT. Es gab nur selten Abweichungen, wenn wir beispielsweise ausnahmsweise mal in einem Hotel unterkommen (wie Ostern 2013 oder mal in Fulda, ist ein paar Jahre her).

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Mittwoch 1. Januar 2014, 22:53

uhu2163 hat geschrieben: 2. Versucht Lion dir gerade eine Brücke zu bauen (im übertragenen Sinn), die dir helfen kann, dein Schamgefühl zu überwinden.
Es gab schon mehrfach Fälle, wo Treffenbesucher die Chance nutzten, Sachen "nachzuholen".

Beispielsweise einen erstmaligen Saunabesuch.

hilltophoods

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von hilltophoods » Mittwoch 1. Januar 2014, 22:54

kann mir die reise finanziell nicht leisten und ich kann nicht für ein paar tage verschwinden, da würden leute fragen stellen :) und ich will bishern icht erklären was ein ab forum ist ;)

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Mittwoch 1. Januar 2014, 23:14

hilltophoods hat geschrieben:kann mir die reise finanziell nicht leisten und ich kann nicht für ein paar tage verschwinden, da würden leute fragen stellen :) und ich will bishern icht erklären was ein ab forum ist ;)

Was wäre Dein maximales Budget für so etwas?

Wieso solltest Du alles erklären müssen? Du fährst mit Leuten weg, die Du übers Internet kennengelernt hast.

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von BartS » Mittwoch 1. Januar 2014, 23:24

uhu2163 hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:Ich habe mit keinem Wort gesagt, daß ich unbedingt zu einem MTT will.
Wie schon mehrmals erklärt, richtet sich dieser Thread mit seiner Fragestellung an Leute, die grundsätzlich an MTTs interessiert sind teilzunehmen, sich also bewußt sind, dass diese eine Gruppenveranstaltung mit gemeinsamer Unterbringung, Aktivitäten und Mahlzeiten darstellen und dies auch so wollen.
Und genau darauf hat Le Chiffre Zéro als solcher auch geantwortet. Wieso wird jetzt hier wieder versucht (konkret von Lion) jedes der von ihm genannten persönlichen Gründe zu entkräften oder gar zu widerlegen? Sorry, aber auf mich macht es nicht den Eindruck, als wenn man ernsthaft daran interessiert ist, welche persönlichen Gründe die Menschen haben, sondern als wenn man sich als Nicht-MTT-Teilnehmer dafür rechtfertigen muss, warum man nicht teilnimmt. Fällt es denn so schwer zu akzeptieren, das nicht jeder Interessierte letztendlich zu einem MTT fahren wird? Prinzipiell halte ich persönlich MTT für eine gute Sache, die aus den verschiedenen AB-Foren über die Jahre heraus zustande gekommen sind. Aber man muss doch jetzt nicht versuchen, jeden einzelnen Grund, den jemand persönlich gegen eine Teilnahme anführt, zu widerlegen. Es gibt immer Vor- und Nachteile und man wird einer Sache nicht gerecht, wenn man immer nur das positive oder nur das negative gelten lässt.
uhu2163 hat geschrieben:2. Versucht Lion dir gerade eine Brücke zu bauen (im übertragenen Sinn), die dir helfen kann, dein Schamgefühl zu überwinden.
Zum Brückenbau gehört genauso dazu, dass man die andere Seite in seiner Andersheit akzeptiert und als persönliche Eigenschaft hinnimmt. Wenn beispielsweise jemand Höhenangst hat, ist das auch keine wirkliche Brücke, wenn man die ganze Zeit sagt, dass Höhe doch überhaupt nichts schlimmes ist und man sich doch durch Gurte und Seile absichern kann.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
(Hazel Brugger)

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Mittwoch 1. Januar 2014, 23:40

BartS hat geschrieben:
uhu2163 hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:Ich habe mit keinem Wort gesagt, daß ich unbedingt zu einem MTT will.
Wie schon mehrmals erklärt, richtet sich dieser Thread mit seiner Fragestellung an Leute, die grundsätzlich an MTTs interessiert sind teilzunehmen, sich also bewußt sind, dass diese eine Gruppenveranstaltung mit gemeinsamer Unterbringung, Aktivitäten und Mahlzeiten darstellen und dies auch so wollen.
Und genau darauf hat Le Chiffre Zéro als solcher auch geantwortet.
Hat er (unbewußt) nicht.

Er hat indirekt viel mehr über sich selbst geschrieben, denn zum Thema MTT, ohne es vielleicht bewußt zu wollen.

Nach seinen Ausführungen halte ich Zero nicht für jemanden, der tatsächlich am Konzept von MTTs interessiert ist. Siehe mein "Pizza"-Beispiel am Ende meiner ersten Antwort an ihn. Selbst bei seiner Teilnahme in Stelle hat er -im Nachhinein betrachtet- alles "amputiert", was ein MTT ausmacht.

Wieso wird jetzt hier wieder versucht (konkret von Lion) jedes der von ihm genannten persönlichen Gründe zu entkräften oder gar zu widerlegen? Sorry, aber auf mich macht es nicht den Eindruck, als wenn man ernsthaft daran interessiert ist, welche persönlichen Gründe die Menschen haben, sondern als wenn man sich als Nicht-MTT-Teilnehmer dafür rechtfertigen muss, warum man nicht teilnimmt.
Das ist Unsinn (Rechtfertigung).

Hier geht es längst um tiefere persönliche Ängste etc., über die man -losgelöst vom Thema MTT- trefflich diskutieren kann. Es geht nicht mehr darum, Hinderungsgründe/MTT zu eruieren.


Fällt es denn so schwer zu akzeptieren, das nicht jeder Interessierte letztendlich zu einem MTT fahren wird?
Wie gesagt, ich halte Zero nicht mehr für jemanden, der am eigentlichen Konzept MTT interessiert ist.
Aber man muss doch jetzt nicht versuchen, jeden einzelnen Grund, den jemand persönlich gegen eine Teilnahme anführt, zu widerlegen.
Ich widerlege ihn nirgendwo.

Mir ist schon klar, dass ich mit jemandem spreche, der verschiedene Ängste hat, denen er sich offenbar "ergeben" hat.

Kommt wahrscheinlich in AB-Kreisen nicht selten vor.

Ich schlage vor, das Thema vom Thema "MTT" abzuspalten, falls eine weitere Diskussion erwünscht ist.
uhu2163 hat geschrieben:2. Versucht Lion dir gerade eine Brücke zu bauen (im übertragenen Sinn), die dir helfen kann, dein Schamgefühl zu überwinden.
Zum Brückenbau gehört genauso dazu, dass man die andere Seite in seiner Andersheit akzeptiert und als persönliche Eigenschaft hinnimmt. Wenn beispielsweise jemand Höhenangst hat, ist das auch keine wirkliche Brücke, wenn man die ganze Zeit sagt, dass Höhe doch überhaupt nichts schlimmes ist und man sich doch durch Gurte und Seile absichern kann.

Natürlich löst man ein Angstproblem nicht durch ein paar Worte in einem Forum.

Aber die Worte können vielleicht Denkanstöße liefern, seine "aufgegebene Situation" erneut zu betrachten, sich anderweitig Hilfe zu holen etc.

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von BartS » Donnerstag 2. Januar 2014, 00:06

Lion hat geschrieben: Nach seinen Ausführungen halte ich Zero nicht für jemanden, der tatsächlich am Konzept von MTTs interessiert ist.
Zero hat allein schon dadurch Interesse gezeigt, indem er an einem teilgenommen hat. Punkt.
Lion hat geschrieben:Siehe mein "Pizza"-Beispiel am Ende meiner ersten Antwort an ihn. Selbst bei seiner Teilnahme in Stelle hat er -im Nachhinein betrachtet- alles "amputiert", was ein MTT ausmacht.
Du magst Deine eigenen Vorstellungen haben, was ein "MTT ausmacht", was auch völlig okay ist. Aber das muss doch nicht genau das sein, was für andere ein MTT ist. Jeder mag unter einem MTT etwas anderes verstehen und jeder legt da seinen Schwerpunkt auch etwas anders.
Lion hat geschrieben: Wie gesagt, ich halte Zero nicht mehr für jemanden, der am eigentlichen Konzept MTT interessiert ist.
Um es mal mit klaren Worten auszudrücken, ich finde es ziemlich anmaßend von Dir, das Du hier im Forum festlegen willst, was das eigentliche Konzept von MTT ist. Es haben hier schon viele User solche Mehrtagestreffen organisiert und mitgestaltet und jeder hat die Schwerpunkte etwas anders gelegt. Du magst Deine eigenen Vorstellung davon haben, wie ein MTT ablaufen sollte und welchem Konzept dem zugrunde liegt, aber die sind nun mal nicht allgemeinverbindlich.
Lion hat geschrieben:
Aber man muss doch jetzt nicht versuchen, jeden einzelnen Grund, den jemand persönlich gegen eine Teilnahme anführt, zu widerlegen.
Ich widerlege ihn nirgendwo.
So kommt es bei mir als Leser an.
Lion hat geschrieben: Natürlich löst man ein Angstproblem nicht durch ein paar Worte in einem Forum.

Aber die Worte können vielleicht Denkanstöße liefern, seine "aufgegebene Situation" erneut zu betrachten, sich anderweitig Hilfe zu holen etc.
Nur das es bei Dir mit umgekehrter Rollenverteilung mit den Denkanstößen nicht funktioniert, wenn sie von außen kommen. Wann hast Du mal von jemanden im Forum Feedback erhalten, wo Du echt dachtest, dass Du Deine eigene Sichtweise vielleicht ändern müsstest?
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
(Hazel Brugger)

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von hilltophoods » Donnerstag 2. Januar 2014, 00:16

Lion hat geschrieben:
hilltophoods hat geschrieben:kann mir die reise finanziell nicht leisten und ich kann nicht für ein paar tage verschwinden, da würden leute fragen stellen :) und ich will bishern icht erklären was ein ab forum ist ;)

Was wäre Dein maximales Budget für so etwas?

Wieso solltest Du alles erklären müssen? Du fährst mit Leuten weg, die Du übers Internet kennengelernt hast.
ich denke so 50-100 €, naja meiner freundin würde ich es erklären..

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Donnerstag 2. Januar 2014, 01:43

BartS hat geschrieben:
Lion hat geschrieben: Nach seinen Ausführungen halte ich Zero nicht für jemanden, der tatsächlich am Konzept von MTTs interessiert ist.
Zero hat allein schon dadurch Interesse gezeigt, indem er an einem teilgenommen hat. Punkt.
Eine Teilnahme beweist nicht, dass man Interesse an einer Sache hat. Hätte ich (bezüglich eines typischen MTT) zwar bis vor kurzem selbst nicht angenommen, dass so etwas sein kann, aber man lernt ja nie aus.

Ich dachte eigentlich, wer zu einem MTT kommt, bei dem die Bedingungen klar umrissen und vorher bekannt sind, kommt unter anderem DESWEGEN. Wir können ja gerne die bisherigen Teilnehmer von MTTs fragen, wie sie zu dieser Annahme stehen.

Bei MTT gilt das gewissermaßen das Sprichwort: "Der Weg ist das Ziel". Wir sind nicht an Ort XYZ, um dort beispielsweise einen Lehrgang zu absolvieren und die "Begleitumstände" sind notwendiges Übel, sondern es sind die Umstände an sich, die (auch) den Reiz ausmachen. Neben der Gegend, in der man ist (Urlaubseffekt).

Jemand mag nicht mit anderen Leuten in einem Zimmer schlafen? Eigentlich kein Problem, wenn es die Unterkunft hergibt, dann gibt's Einzelzimmer mit eigenem Bad (eine solche Unterkunft hatten schon MEHRFACH und es wird natürlich in der Ankündigung erwähnt). Natürlich nur so lange solche Zimmer verfügbar sind.

Jemand mag das Essen nicht, das gekocht wird? Kein Problem, muß er was sagen. Vielleicht gibt es ja noch weitere Personen, denen das vorgesehene Essen nicht paßt, man muß nur davon erfahren. Die Küche ist keine Verbotszone, jeder kann da machen, was er möchte.

Jemand mag an bestimmten Aktivitäten nicht teilnehmen? Kein Problem, es wird keiner zu irgendwas gezwungen. Allerdings ist es auch wiederum bemerkenswert, wenn jemand gar nichts mitmachen möchte (was noch nie vorgekommen ist, nicht mal in Stelle ... wir waren dort ja nicht nur bowlen).


Wenn dann so ein Beitrag wie von Zero kommt, dann zweifle ich das Interesse an einem MTT an, weil eigentlich Vieles möglich ist, WENN MAN DENN GRUNDSÄTZLICH am Konzept teilhaben WILL und sich bemerkbar macht. Ich habe für jede Sorge ein offenes Ohr und versuche da, etwas möglich zu machen. Und andere Organisatoren tun dies auch.

Es ist allerdings paradox, alles wegnehmen/ausblenden zu wollen, was zum Wesenskern einer Sache gehört, so wie sie vorgestellt wird. Oder was würdest Du zu jemandem sagen, der angeblich Interesse am Schach hat, dem aber die quadratische Form des Spielbretts nicht gefällt, der die Figuren nicht leiden kann und dem das Spiel insgesamt zu stressig ist?


Du magst Deine eigenen Vorstellungen haben, was ein "MTT ausmacht", was auch völlig okay ist. Aber das muss doch nicht genau das sein, was für andere ein MTT ist. Jeder mag unter einem MTT etwas anderes verstehen und jeder legt da seinen Schwerpunkt auch etwas anders.

Um es mal mit klaren Worten auszudrücken, ich finde es ziemlich anmaßend von Dir, das Du hier im Forum festlegen willst, was das eigentliche Konzept von MTT ist. Es haben hier schon viele User solche Mehrtagestreffen organisiert und mitgestaltet und jeder hat die Schwerpunkte etwas anders gelegt. Du magst Deine eigenen Vorstellung davon haben, wie ein MTT ablaufen sollte und welchem Konzept dem zugrunde liegt, aber die sind nun mal nicht allgemeinverbindlich.

Erstens: Das Grundkonzept von MTT ist meisten immer gleich, egal, von wem das nun organsiert wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass die typischen MTTs so sind, wie sie sind. Man schläft unter einem Dach, man kocht zusammen, man ißt zusammen, man macht Aktivitäten gemeinsam. So werden die Treffen vorgestellt, man nimmt teil oder klärt persönliche Problemzonen oder läßt es bleiben.

Zweitens: Die von mir organisierten MTTs Ostern 2013 und Fulda 2007 fanden in einem Hotel statt. Jeder einzelnes Zimmer, jeder ein eigenes Bad. Essen gemeinsam im Hotelrestaurant (aus Vereinfachungs- und Tarifgründen alle dieselbe Mahlzeit, aber es wäre auch gegangen, wenn vereinzelt etwas anderes gekocht worden wäre ... so hatten wir z.B. einige Vegetarier, die ein anderes Gericht bekamen). Dass wir gemeinsam noch was unternommen haben, ist hoffentlich erlaubt, ansonsten waren es untypische MTT.

Drittens: Ich könnte mir auch vorstellen, MTT zu organisieren, bei denen man beispielsweise mehrere Ferienwohnungen auf eigene Faust in einem Ferienort zu mieten, separat zu essen und dann gemeinsam was zu machen.

Wo bin ich nun noch "anmaßend" in Bezug darauf, wie ein MTT auszusehen hat? Habe ich nicht schon bewiesen, dass es nicht immer nach demselben Schema ablaufen muß?

Oder welche Art von MTT könnte man noch anbieten?

Nur das es bei Dir mit umgekehrter Rollenverteilung mit den Denkanstößen nicht funktioniert, wenn sie von außen kommen. Wann hast Du mal von jemanden im Forum Feedback erhalten, wo Du echt dachtest, dass Du Deine eigene Sichtweise vielleicht ändern müsstest?
Des Pudels Kern, sag das doch gleich. Dann könnte man sich Deine nervigen Versuche sparen, den Leuten den "engstirnigen und egozentrischen Lion" vorzuführen, der ja nie von seiner Linie abweicht.

:D

Ich bin immer offen für Anregungen. Allerdings möchte ich bitte von den Dingen überzeugt werden. Das gelingt mal, mal aber auch nicht. Im letzteren Fall labert man dann mit mir wie einer Mauer.

Was Du, BartS, allerdings NICHT KAPIERST:

Nur weil DU beispielsweise einen Vorschlag machst, den Dein Gegenüber nicht annimmt, heißt das nicht, dass Dein Gegenüber beratungsresistent ist. Es kann auch einfach nur sein, das er Deinen Vorschlag nicht für gut hält. Und beispielsweise im Falle der Organisation von Treffen oder bei der Führung eines Forums liegt es letztlich beim Initiator/Gründer, welche Entscheidung er abschließend trifft, auch wenn er sich andere Meinungen angehört und zu Herzen genommen hat.

Und dann bist Du es doch wohl, der ewig lange nachbohrt, weil Du Dich ja im Besitz der alleinigen Wahrheit glaubst, der schmollt, der bei passender Gelegenheit eine Spitze bringt, um den "Uneinsichtigen" öffentlich subtil zu diffamieren. Nicht als Diffamierung erkannt von denjenigen, die leider nicht über das Insiderwissen verfügen oder noch nicht lange genug dabei sind, um das notwendige Hintergrundwissen zu haben. Mal ein nebenbei fallengelassenes "in anderen AB-Foren soll es ja so-und-so zugehen" und ähnliche Scherze (wobei so-und-so dann eine negative Eigenschaft ist).

Für Dich ist doch nur derjenige "uneinsichtig", wenn er Deinen Ansichten nicht folgt. Du wirfst den Leuten das vor, was Du selbst nicht zu leisten in der Lage bist: Anderen Leuten die eigene Meinung zu lassen. Also kehre doch bitte vor Deiner eigenen Tür, um die meinige kümmere ich mich schon.

Keine Bange: Ich hatte nicht vor, Zero in illegitimer Weise "zu bearbeiten", egal, was er auf meine neuerliche Antwort geantwortet hätte oder noch antworten wird. Auch wenn ich es sehr schade finde, wenn sich Menschen falschen Glaubenssätzen hingeben und ich da tatsächlich versuche, ab und zu mal eine Leiter hinzustellen, die vielleicht hilfreich ist.

Im Gegensatz zu Dir KANN ich Dinge auch ruhen lassen und bohre da nicht in alle Ewigkeit weiter.

Nur werde ich mich stets dann zu Wort melden, wenn falsche Eindrücke vermittelt werden (wie hier in Bezug auf MTTs). Ich finde es weiterhin super, wenn neue Leute zu Treffen kommen, auch wenn sie sich überwinden müssen. Beiträge wie von Zero (die eigentlich mehr eine eigene Problembeschreibung sind, denn Kritik an MTTs oder an Organisatoren) sind aber leider dazu geeignet, Leute in eigenen, teilweise unnötigen Ängsten zu bestärken. Dagegen gehe ich an und stelle Dinge so dar, wie sie sind. Und ich möchte einen Organisatoren oder Teilnehmer von MTTs sehen, der/die meine Ausführungen nicht unterschreiben kann/können (bzw. sie zur Diskussion bitten, wo ich denn falsch liege).

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Donnerstag 2. Januar 2014, 01:55

hilltophoods hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
hilltophoods hat geschrieben:kann mir die reise finanziell nicht leisten und ich kann nicht für ein paar tage verschwinden, da würden leute fragen stellen :) und ich will bishern icht erklären was ein ab forum ist ;)

Was wäre Dein maximales Budget für so etwas?

Wieso solltest Du alles erklären müssen? Du fährst mit Leuten weg, die Du übers Internet kennengelernt hast.
ich denke so 50-100 €, naja meiner freundin würde ich es erklären..

Selbst EUR 100 sind natürlich arg knapp, wenn man berücksichtigt, dass alleine das Essen für eine Woche EUR 50-80 kosten kann und man neben der Unterkunft für einen individuellen An- und Abreiseweg zahlen muß (aber auch da gibt es günstige Varianten, z.B. Mitfahrgelegenheiten oder die neuen Überlandbusse).

Wobei man ja auch zu Hause essen müsste und eigentlich machen wir ja auch nichts anderes, als im Supermakt (meistens die Discounter) einzukaufen.

Rechne doch mal on top, was Du für die "Reisetage" auch zu Hause ausgegeben hättest. Es ist ja nicht so, dass das Leben abseits von MTT umsonst ist. Bist Du dann immer noch bei EUR 50-100?

Hintergrund: Ich könnte mir vorstellen, einen (begrenzten) Super-Sondertarif zu machen, wenn man tatsächlich nicht über ausreichende Mittel verfügt. Müßte das natürlich mit den übrigen Teilnehmern klären, weil die ja quasi für solche günstigen Billig-Plätze mitbezahlen würden (vergleichbar mit den billigen Plätzen im Flugzeug oder bei der Bahn).


Edit: Beim Sommertreffen 2014 liegt der günstigste Tarif im 3er-Zimmer bei EUR 149,-- für Essen und Unterkunft (für eine ganze Woche). Zuzüglich eigene Anfahrt. Die Preise gelten natürlich nur dann, wenn die Belegung so wird, wie geplant.

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Donnerstag 2. Januar 2014, 03:25

uhu2163 hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben: Wie oft soll ich noch im Detail erklären, daß, wie und warum ich völlig unsportlich bin?
Statt nur zu erklären, warum etwas nicht geht, einfach mal es versuchen zu ändern.
Mich sportlich zu kriegen, das ist, wie wenn man versucht, einen alten Mercedes Ponton Diesel so schnell und so agil zu machen wie eine Lotus Elise. Oder auch nur wie einen VW Golf 1 GTI.

Ich habe vor gut 25 Jahren – nach fast ausschließlich Sechsen in Sport im Zeugnis – dem Sport abgeschworen dank einem amtsärztlichen Attest. Ich habe somit gut 25 Jahre lang absolut keinen Sport getrieben und war auch vorher eklatantestermaßen unsportlich. Und da soll ich mit Leichtigkeit mal eben sportlich werden?
uhu2163 hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:Weil ich schrecklich aussehe in weniger als dem, was ich im Sommer in der Öffentlichkeit trage. Schrecklich jenseits deines Vorstellungsvermögens; finde dich damit ab.
1. Weisst du nicht, was wir uns alles vorstellen können.
2. Versucht Lion dir gerade eine Brücke zu bauen (im übertragenen Sinn), die dir helfen kann, dein Schamgefühl zu überwinden.
Das hat nichts zu tun mit Schamgefühl, sondern mit einem ästhetischen Hiroshima. Gewisse Dinge gehören ganz einfach verhüllt.

Übrigens können sich viele Leute auch nicht vorstellen, daß Mercedes bis in die 80er Jahre Pkw gebaut hat, die eine halbe Minute von 0–100 brauchten und keine 140 km/h Spitze schafften. Oder daß es solche Pkw in der Nachkriegszeit überhaupt mal gab. Heutzutage gehen doch fast alle Pkw 200 km/h, jeder dritte läuft 250, und jeder zweite geht von 0–100 in 10 Sekunden und schneller. Da kennt man so lahme Kisten nicht mehr – schon gar nicht, daß man sich vorstellen könnte, daß die einst den Stern auf dem (damals noch senkrecht im Fahrtwind stehenden) Kühler trugen. Und doch gab es sie und gibt es einige davon bis heute, so langsam sie auch sind.

Auch das andere Extrem ist für die allermeisten Menschen schwer vorstellbar: straßenzugelassene Pkw mit 1700–2000 PS, die 0–400 km/h in unter 25 Sekunden beschleunigen. Aber auch die gibt es.

Oder daß jemand mit 38 noch keine Freundin und noch keinen Sex hatte. Außerhalb dieses Forums kann sich das auch kaum jemand vorstellen.

Oder ein Tastaturlayout am Rechner, das pro alphanumerischer Taste 4 Zeichen hat (und nicht bei den meisten 2 und bei einigen wenigen 3 wie unter Windows). Standardmäßig mit dem Betriebssystem so installiert und eingerichtet. Übersteigt die Vorstellungskraft der meisten Computerbenutzer. Ich tippe jetzt in diesem Augenblick mit so einem Layout.

Ich könnte noch viel mehr aufzählen, was die meisten Menschen sich so alles nicht vorstellen können.
Lion hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Nun, das kann man kaum noch "Teilnahme an einem MTT" nennen, denn man würde das verpassen, was ein MTT ausmacht: Das "gemeinsam sein".
Das kann man auch tagsüber.
Sehen andere anders und genau deshalb besuchen sie MTTs.

MTT sind eben keine aneinandergehängte Ein-Tages-Treffen. Es würde ein ziemliches Stück Gemeinsamkeit fehlen, gäbe es nicht das Wohnen unter einem Dach, das gemeinsame Kochen, die gemeinsame Bewerkstelligung von Aufgaben (Einkaufen gehen usw.).
Mir würde es nicht fehlen. Ganz und gar nicht.
Lion hat geschrieben:
Für den HVV habe ich eine vom Arbeitgeber gestellte Jahreskarte, und geschätzte 300+ € für Taxifahrten an einem verlängerten Wochenende halte ich nicht für billig. Schon gar nicht, wenn dann auch noch eine Anfahrt nach Süddeutschland für über 100 € und Unterbringung für weitere 300 € dazukommen.
Unterbringungskosten von EUR 300 pro Person hatten wir nie, schon gar nicht für ein verlängertes Wochenende (Silvester, Ostern, Pfingsten etc.). Klar, wenn man separat in einem Hotelzimmer oder einer Pension unterkommen WILL, dann hat das seinen Preis.
Das meinte ich mit den 300 €: die Hotelkosten, die ich unweigerlich hätte.
Lion hat geschrieben:Wer bewußt auf ein Auto verzichtet und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel nutzt und ab und zu eine "teure" Variante (z.B. Taxi) ist ingesamt meistens billiger unterwegs. Im Normalfall kann sich jeder Nicht-Auto-Besitzer bei gelegentlichen Taxikosten von ein paar hundert Euro locker zurücklehnen und sich denken: "ich bin aber immer noch günstiger mobil als jeder Autofahrer" und er hätte damit recht.

Wenn Du daher jetzt über EUR 300 Taxikosten und EUR 100 für eine potentielle Fahrt nach Süddeutschland klagst, geht es um die Frage, was einem eine Sache wert ist.
Ich verzichte nicht freiwillig auf ein Auto, weil ich damit billiger davonkomme. Ich habe a) keinen Führerschein (!!!), darf also legal kein Kfz führen, und könnte mir b) Anschaffung und Unterhalt eines für meine Verhältnisse nutzbaren Kfz ohnehin nicht leisten.
Lion hat geschrieben:Aus Deinen Postings geht bisher eine paradoxe Haltung zu MTTs hervor. Wenn ich an einem MTT in Süddeutschland teilnehme, habe ich natürlich auch höhere Kosten, selbst wenn ich nur den Sprit rechne (weil das Auto ja "sowieso" da ist). Aber es überwiegt die Freude am MTT, weil ich mit den anderen zusammen sein will, abends gemeinsam einen trinken möchte, an einem Tag mit allen zusammen grillen möchte usw. usf.
A propos, "einen trinken" würde ich mit der Gruppe auch nicht als überzeugter absoluter, strikter, ausnahmsloser Antialkoholiker.
Lion hat geschrieben:Umgekehrt fahren nicht wenige aus Süddeutschland 700-800 km (einfache Strecke), weil es ihnen die Sache wert ist, eine Woche an der Nord- oder Ostsee zu verbringen.

Die Betrachten die Angelegenheit als ihren Urlaub, den sie mangels Partner sonst als Alleinreisender vornehmen müssten.
Vielleicht kommen die sonst nicht raus. Wenn ich daran denke, wieviele Wochenenden oder verlängerte Wochenenden über 500 km von hier entfernt alleine 2014 für mich anliegen, jeweils mit Bahnfahrt, mit Hotel etc., und was das kosten wird, dann glaube ich nicht, daß ich z. B. ein MTT in Bayern oder in Baden-Württemberg inklusive Bahnfahrt und Hotel auch noch finanziell bewältigen könnte.
Lion hat geschrieben:
Wie oft soll ich noch im Detail erklären, daß, wie und warum ich völlig unsportlich bin?
Fürs Bowlen braucht es keine Sportlichkeit.
Doch, braucht es. Bowling braucht eine gewisse Grundsportlichkeit. 99% der Menschen haben diese Grundsportlichkeit und nehmen sie gar nicht mehr als solche wahr. Du hast diese Grundsportlichkeit und nimmst sie auch nicht mehr als solche wahr. Sie ist einfach da.

Bei mir ist sie nicht da.
Lion hat geschrieben:Du hast einfach nur Schiß, Dich zu "blamieren".
Nicht grundlos. Die Wahrscheinlichkeit des Blamierens grenzt an Sicherheit. Wer sich gern freiwillig blamiert, dem attestiere ich hiermit ernstzunehmende masochistische Neigungen.
Lion hat geschrieben:Durch diesen Schiß entgehen Dir eine Menge Möglichkeiten, sinnliche Erfahrungen zu machen. "Sinnlich" nicht im Sinne von irgendeiner "Romantik", sondern wortwörtlich: Sinnlich.
Auf die meisten dieser Erfahrungen kann ich sehr, sehr gut verzichten.

Wenn die "sinnliche Erfahrung" bei den Acrylfarben darauf hinausgelaufen wäre, kreativ zu werden: Ich kann auf meine eigenen Arten und Weisen, die genau gar nichts mit Malerei im allgemeinen und Acrylfarben im speziellen zu tun haben, kreativ werden. Ich brauche dafür keine neuen Methoden. Ich habe meine eigenen Methoden. In denen bin ich firm, in denen fühle ich mich sicher. Ich brauche das also nicht.
Lion hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Diese ewige "ich kann das nicht"...
Das wäre auch meine Reaktion gewesen. Ich halte mich an das, von dem ich weiß, daß ich es kann oder mich vergleichsweise leicht hineinfinden kann.
Das "ich-kann-das-nicht"-Argument ist eines der Wenigen, dass ich für UNERTRÄGLICH halte, wenn es sich um Dinge handelt, die millionenfach von stinknormalen Leuten bewältigt werden.
So wie Sport.

So wie bei den Bundesjugendspielen 5000 Punkte für eine Siegerurkunde erkämpfen.

So wie in der sechsten Klasse die 800 m in vier Minuten laufen.

So wie einen Kugelschreiber fangen, der einem zugeworfen wird.

Wird millionenfach von stinknormalen Leuten bewältigt.

Ich bin an beidem kläglichstens gescheitert. Kläglichstens.
Lion hat geschrieben:
Weil ich schrecklich aussehe in weniger als dem, was ich im Sommer in der Öffentlichkeit trage. Schrecklich jenseits deines Vorstellungsvermögens; finde dich damit ab.
:) Wieso sollte ich mich mir irgendwas "abfinden" müssen? Ist Dein Leben, dass Du Dir mit Deiner mentalen Haltung versaust.
Ich versaue nicht mir mein Leben, wenn ich nicht nur mit einer Badehose bekleidet am Strand bin. Ich versaue ziemlich vielen Leuten den Nachmittag, WENN ich nur mit einer Badehose bekleidet am Strand bin.

Und wenn ich ihnen den Nachmittag nicht versaue, dann wegen des Verkehrsunfall-Effekts: Es ist schrecklich, aber man kann einfach nicht wegsehen.
Lion hat geschrieben:Am Strand sieht man die ganze Bandbreite an menschlicher Körperlichkeit (diplomatisch ausgedrückt).

Jeder hat das RECHT darauf, am Strand zu sein, egal, was die anderen denken oder sagen.

Was ist denn jetzt an Deinem Körper so abstoßend? Zu dünn? Oder tatsächlich irgendetwas Absonderliches? Brandverletzungen? Hautkrankheit?
Das werde ich hier auch gerade schriftlich breittreten. Einen Teil davon – nur einen Teil davon – hast du schon genannt.
Lion hat geschrieben:
Und auch im Sommer trage ich in der Öffentlichkeit immer Oberteile mit mindestens halblangen Ärmeln, lange Hosen und geschlossene Schuhe. Immer.
Und auch dadurch entgehen Dir schönere Erfahrungen.
Falsch. Für jemanden, der nicht ich ist, nicht nachvollziehbar, aber falsch.

Es ist für mich eine sehr schöne Erfahrung, einigermaßen gut auszusehen. Gepflegt. Elegant gar. Und dazu gehört exakt dieses Outfit.
Lion hat geschrieben:Im Gegenteil bürdest Du Dir was auf, wenn Du Dich zu sehr einpackst. Es es ist deutlich angenehmer, in leichter, luftiger Kleidung unterwegs zu sein.
Ein kurzärmeliges Oberhemd empfinde ich nicht als "eingepackt".
Lion hat geschrieben:
An Silvester bin ich erst am Nachmittag oder frühen Abend dazugekommen, da hatte ich schon gegessen. An den anderen Tagen kam ich immer nach dem Frühstück, und wir unternahmen meines Wissens immer etwas, wo wir auswärts aßen.
Kann nicht stimmen. In Stelle (dem Ort, wo wir waren), gabe es eine schöne große Küche mit Kipp-Bratpfanne. Ich WEISS, dass ich dort selbst mehrfach tätig war, und so viele Tage hat ein Silvestertreffen nun auch wieder nicht.
Vermutlich war ich dann erst gegen Nachmittag da. Ich weiß es nicht mehr genau, es ist schon zu lange her.
Lion hat geschrieben:Wie gesagt: Das gemeinsame Kochen ist ein integraler Bestandteil eines MTT. Es gab nur selten Abweichungen, wenn wir beispielsweise ausnahmsweise mal in einem Hotel unterkommen (wie Ostern 2013 oder mal in Fulda, ist ein paar Jahre her).
Schön für euch, schön für dich, aber nicht schön für mich, der ich nicht wirklich kochen kann und in der Küche WEIT eher ein Hindernis wäre als eine Hilfe.

Und nein, gemeinsames Kochen ist für mich auch keine "schöne Erfahrung". Kochen ist für mich generell keine "schöne Erfahrung". Wenn ich das sage, dann kann das gern als nicht verhandelbare Tatsache aufgefaßt werden, denn wer wüßte das besser, als die Person, die mich von allen Menschen auf der Welt am besten kennt – ich selbst?
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Kief » Donnerstag 2. Januar 2014, 04:18

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:Das hat nichts zu tun mit Schamgefühl, sondern mit einem ästhetischen Hiroshima. Gewisse Dinge gehören ganz einfach verhüllt.
Lion hat geschrieben:
Wie oft soll ich noch im Detail erklären, daß, wie und warum ich völlig unsportlich bin?
Fürs Bowlen braucht es keine Sportlichkeit.
Doch, braucht es.
Lion hat geschrieben:Du hast einfach nur Schiß, Dich zu "blamieren".
Nicht grundlos. Die Wahrscheinlichkeit des Blamierens grenzt an Sicherheit. Wer sich gern freiwillig blamiert, dem attestiere ich hiermit ernstzunehmende masochistische Neigungen.
Wer sich um des Blamierens willen vor Sachen drueckt, achtet auf seine Aussenwirkung.
Soweit okay.

Bei Gesellschafts-Events sehe ich da aber eine falsche Prioritaet.
Karaoke zum Beispiel ist doch ein Unterhaltungsfaktor, der daraus resultiert, dass Leute sich auf die Buehne trauen, wohl wissend, dass sie keine Profis sind. Und sie machen das, weil sie trotzdem daran Spass haben.

Sind die deswegen masochistisch?
Ich nenne so etwas: "ueber sich selbst lachen koennen".
Lachhaft sind jene Auftritte, bei denen Leute tatsaechlich glauben, sie koennten etwas, und sind dabei voellig miserabel.
Die Leute beim MTT machen aber nicht auf Dieter Bohlen, und wollen ich hinterher runterputzen - nehme ich an.
Auch beim Kochen geht es nicht um die Taetigkeit an sich, sondern um den gesellschaftlichen Aspekt, etwas gemeinsam zu machen.

Zum Geier nochmal, mir brennt sogar Wasser an (und das ist woertlich gemeint), und trotzdem kann ich mich in die Kueche stellen, und dabei helfen. Sei es mit albernen Spruechen, oder hinterher beim Abwaschen, oder indem ich mir von einem Koch die Aufgabenliste geben lasse, und fuer den die Haekchen mache hinter jede Aufgabe. Oder ich versuche halt mal eine einzelne Karotte zu schaelen und kleinzuschneiden, und hol mir hinterher ein Plaster, waehrend der Koch neben mir 25 Karotten kleinschneidet. Und zwar in Ziermuster, ohne sich zu verletzen.



Du sagst, Du bist ohne Klamotten unaesthetisch.
Ich glaube, Du hast eine andere Haesslichkeitsempfindung als ich und andere hier im Forum.
Hast Du eitertriefende offene Wunden am Koerper?
Wachsen Dir Spinnen und Wuermer aus den Brustwarzen?

Selbst Deformationen, die trotz Kleidung erahnbar sind, sind nicht haesslich genug, als dass man sie nicht ertragen und thematisieren koennte. Siehe verschiedene Beispiele im Film "300" oder wie Wolfskinder. Ist beides ertraeglich.

Siehst Du schlimmer aus als meine Beispiele mit den Wunden und den Brustwarzen?

edit: Ich glaube, so wie Lion, Du hast zu viel Angst vor dem Blamieren.
Und Du brauchst erstmal ein paar Leute, die Dir helfen, Dich unterstuetzen, unwichtige Blamagen zu ueberstehen.


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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Mannanna » Donnerstag 2. Januar 2014, 09:16

Man könnte sich ja auf folgendes einigen: Wer Zeit und Lust hat, nimmt daran teil und wer nicht, der eben nicht. :idee:

Hach, das Leben kann so einfach sein...

Aber zumindest ist es echtes, gelebtes AB-Tum, seitenlang über das Für und Wider zu diskutieren anstatt einfach zu machen oder nicht zu machen. :gewinner:
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Stefan73 » Donnerstag 2. Januar 2014, 10:54

Mannanna hat geschrieben:Aber zumindest ist es echtes, gelebtes AB-Tum, seitenlang über das Für und Wider zu diskutieren anstatt einfach zu machen oder nicht zu machen. :gewinner:
Genau das habe ich auch gedacht. In der realen Welt: "Haste Bock auf MTT?" "Nö, ist nicht so mein Ding." "Okay." ;)

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Donnerstag 2. Januar 2014, 11:22

Le Chiffre Zéro hat geschrieben: Mich sportlich zu kriegen, das ist, wie wenn man versucht, einen alten Mercedes Ponton Diesel so schnell und so agil zu machen wie eine Lotus Elise. Oder auch nur wie einen VW Golf 1 GTI.
Gut, ich sehe Bowling, so wie wir es ab und zu betreiben, trotzdem nicht als Sport an. Ich vermute, dass Du mit "Unsportlichkeit" in diesem Fall etwas wie "Ungeschicklichkeit" meinst. Koordinationsprobleme beim Abwurf. Kraft, whatsoever.

Dann möchte ich zu diesem Punkt abschließend sagen: Nicht nur innerhalb von AB-Aktivitäten sieht man Leute, die
  • erst kräftig Anlauf nehmen, dann vor der Bahn abrupt stehen bleiben (also den Schwung, den man eigentlich aus dem Anlauf gewinnen will, verpuffen lassen) und dann erst im Stehen werfen (was sie auch gleich hätten machen können).
  • die die Kugel halten, wie man es nicht für möglich gehalten hätte.
  • die ganz anderes zum Ziel (den umzukegelnden Pins) stehen, als es "normal" ist (um 90 oder mehr Grad "verdreht")
  • die die Kugel so langsam kullern, dass sie beinahe von den Pins abprallen oder sie gar nicht vorne ankommt.
  • die die Kugel mit beiden Händen werfen (die Greiflöcher vernachlässigend).
  • die die Bewegungen mit Übertreibung ausführen.
Und keinen stört das. Weil man das "nur so" macht und es keine Zensuren dafür gibt.

Ich könnte noch viel mehr aufzählen, was die meisten Menschen sich so alles nicht vorstellen können.
Wir sind hier allerdings innerhalb eines Systems (AB-Forum), bei dem alle wissen, dass die Menschen Mankos hatten oder noch haben. Auch wenn es Mankos sind, die mit dem Kernthema vermeintlich nichts zu tun haben.

A propos, "einen trinken" würde ich mit der Gruppe auch nicht als überzeugter absoluter, strikter, ausnahmsloser Antialkoholiker.
Ohne Häme zu verstehen: Was mich jetzt nicht wundert. Man kann Überzeugungen auch zum Kult machen, nicht nur in Bezug auf Alkohol.

Lion hat geschrieben:Du hast einfach nur Schiß, Dich zu "blamieren".
Nicht grundlos. Die Wahrscheinlichkeit des Blamierens grenzt an Sicherheit. Wer sich gern freiwillig blamiert, dem attestiere ich hiermit ernstzunehmende masochistische Neigungen.
Alles eine Frage der Bewertung. Auch wenn man beim Bowling keinen einzigen Punkt schafft (im AB-Rahmen mit vielen ungeschickten Leuten) muß das keine Blamage sein.

Ich vermute, dass Du da eine Menge anderer Erfahrungen gemacht hast und ich verstehe, wie wund dieser Punkt sein muß.

Trotzdem: Man kann sich auch durch ein demonstrativ absonderndes Verhalten "blamieren" (ist jetzt das falsche Wort).
Lion hat geschrieben:Durch diesen Schiß entgehen Dir eine Menge Möglichkeiten, sinnliche Erfahrungen zu machen. "Sinnlich" nicht im Sinne von irgendeiner "Romantik", sondern wortwörtlich: Sinnlich.
Auf die meisten dieser Erfahrungen kann ich sehr, sehr gut verzichten.
Ist verstanden, Du kannst auf sehr viele Sachen verzichten.

Warum dann überhaupt die Antwort hier im Thread über MTT? (Gleich kommt sicher wieder ein bestimmter User um die Ecke und wirft mir vor, dass ich angeblich Leuten verbieten will, sich frei zu äußern, zu was sie sich äußern wollen, dabei stelle ich nur eine Frage).

Noch mal: Ein Hinderungsgrund ist etwas, dass einen an der Teilnahme an einer Sache hindert, OBWOHL man eigentlich gerne mitmachen würde.

Beispiel: Ich hab einen Hörschaden. Ich würde sehr gerne mal auf ein Konzert gehen, aber das ist immer viel zu laut, ich würde mein Gehör weiter schädigen. Dann ist das mit dem Hörschaden ein Hinderungsgrund. Oder jemand hat eine sehr empfindliche Haut und würde gerne in die Sonne gehen, was aber eben wegen der empfindlichen Haut nicht geht.

Jemand fragt: "Was hindert Euch daran, zu Konzerten zu gehen?" oder "Was hält Euch davon ab, die Sonne zu genießen"? Wenn dann geantwortet wird: "Ich mag Musik nicht" oder "Ich mag die Sonne" nicht, dann sind das paradoxe Antworten im Sinne der eigentlichen Fragestellung.

Wenn Du sinngemäß diese Antworten gibst, auf Dinge, die ein MTT ausmachen, dann sind das solche paradoxen Antworten.

Ich verstehe, dass Du den Kontakt zu den Menschen haben wolltest, wie Du es in einem anderen Posting schriebst. Aber alles andere drumherum scheint Dich nur zu nerven.
Wenn die "sinnliche Erfahrung" bei den Acrylfarben darauf hinausgelaufen wäre, kreativ zu werden: Ich kann auf meine eigenen Arten und Weisen, die genau gar nichts mit Malerei im allgemeinen und Acrylfarben im speziellen zu tun haben, kreativ werden. Ich brauche dafür keine neuen Methoden. Ich habe meine eigenen Methoden. In denen bin ich firm, in denen fühle ich mich sicher. Ich brauche das also nicht.
Also wieder eine Aktivität, an der Du nicht teilgenommen hättest bzw. Du zelebrierst Deine Andersartigkeit: "Das brauche ich nicht!".

Was blieben denn übrig? Was sind denn Sachen, die man -aus Deiner Sicht- im Rahmen eines Treffens machen könnte?

Was ist denn jetzt an Deinem Körper so abstoßend? Zu dünn? Oder tatsächlich irgendetwas Absonderliches? Brandverletzungen? Hautkrankheit?
Das werde ich hier auch gerade schriftlich breittreten. Einen Teil davon – nur einen Teil davon – hast du schon genannt.
Ok, ich kann nicht wissen, ob da wieder jemand seiner Dysmorphophobie fröhnt oder jemand tatsächlich eine extreme körperliche Auffälligkeit hat. Sollte ich Dir diesbezüglich zu Nahe getreten sein, bitte ich um Entschuldigung.

Lion

Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von Lion » Donnerstag 2. Januar 2014, 11:29

Mannanna hat geschrieben:Man könnte sich ja auf folgendes einigen: Wer Zeit und Lust hat, nimmt daran teil und wer nicht, der eben nicht. :idee:
Uh, wie konnte man das nur außer acht lassen? :D

Klar.

Sinn dieser Umfrage war jedoch, Leute zu finden, die gerne mal ein MTT versuchen würden, sich aber aus dem einen oder anderen Grund nicht durchringen konnten. Diese Gründe wollten wir als Organisatoren wissen, da uns ein "die Leute kommen oder lassen es bleiben" nicht reichte.

Dass dieser Thread nun gerade dazu genutzt wird, allgemeine AB-Knackpunkte zu diskutieren, war eigentlich nicht geplant, ist aber auch nicht weiter schlimm, denn wir befinden uns ja in einem AB-Forum.

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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von BartS » Donnerstag 2. Januar 2014, 11:35

Lion hat geschrieben:Es ist allerdings paradox, alles wegnehmen/ausblenden zu wollen, was zum Wesenskern einer Sache gehört, so wie sie vorgestellt wird. Oder was würdest Du zu jemandem sagen, der angeblich Interesse am Schach hat, dem aber die quadratische Form des Spielbretts nicht gefällt, der die Figuren nicht leiden kann und dem das Spiel insgesamt zu stressig ist?
Es gibt Spielarten beim Schach, die nicht an der quadratischen Form des Brettes oder der Felder gebunden sind: http://de.wikipedia.org/wiki/Hexagonales_Schach Wenn jemandes das lieber spielt als die klassische Variante, why not. Ich kenne auch Leute, die sich schon für Schach interessieren und andere dabei gerne zuschauen, die aber zu großen Stress empfinden, wenn sie selbst antreten müssten. Schach ist nun mal ein sehr brutales Spiel, auch wenn das viele nicht glauben mögen. :coolgun: Aber zurück zur eigentlichen Sache...
Lion hat geschrieben: Erstens: Das Grundkonzept von MTT ist meisten immer gleich, egal, von wem das nun organsiert wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass die typischen MTTs so sind, wie sie sind. Man schläft unter einem Dach, man kocht zusammen, man ißt zusammen, man macht Aktivitäten gemeinsam. So werden die Treffen vorgestellt, man nimmt teil oder klärt persönliche Problemzonen oder läßt es bleiben.
Das gab viele MTT, auf die das zutraf, es gab aber auch solche, wo man an verschiedenen Punkten untergebracht war, man nicht selbst kochte oder man auch nicht immer etwas gemeinsam unternahm.
Lion hat geschrieben:Wo bin ich nun noch "anmaßend" in Bezug darauf, wie ein MTT auszusehen hat? Habe ich nicht schon bewiesen, dass es nicht immer nach demselben Schema ablaufen muß?
Von daher verstehe ich nicht, warum Du behauptest, es gebe ein Konzept, welches für alle MTT zutrifft. Selbst Du führst an, dass die Treffen alle sehr unterschiedlich ablaufen können und hinzu kommt, dass sie auch unterschiedliche Intentionen haben. Die einzige Gemeinsamkeit, die tatsächlich besteht, liegt darin, dass sich Leute, die in einem Bezug zu den AB-Foren stehen, sich über mehrere Tage treffen.
Lion hat geschrieben:Ich bin immer offen für Anregungen. Allerdings möchte ich bitte von den Dingen überzeugt werden. Das gelingt mal, mal aber auch nicht. Im letzteren Fall labert man dann mit mir wie einer Mauer.
Ich hatte Dir ja eine konkrete Frage dazu gestellt. Also wann wurdest Du von einer Aussage von außen Dich betreffend überzeugt?
Lion hat geschrieben: Für Dich ist doch nur derjenige "uneinsichtig", wenn er Deinen Ansichten nicht folgt.
Nein. Für mich ist ein Mensch einsichtig, wenn er versucht, die Beweggründe seines Gegenüber zu verstehen. Wenn er das für und wider der Argumente abwägt. Wenn er persönliche Empfindungen und Gefühle als solche akzeptiert was sie auch sind und sie nicht in Kategorien wie wahr und falsch einteilt. Wenn jemand aus einem Gespräch mit einem größeren Wissen und Erfahrungsschatz herausgeht, als er hereingekommen ist. Uneinsichtig ist man nicht dann, wenn man mit starken Nachdruck seine eigene Argumentation an die Gegenseite richtet. Beim Sport spricht man beispielsweise vom Sportsgeist, wenn man den sachlichen Wettstreit in den Mittelpunkt stellt, aber seine Mitbewerber respektiert und sie nicht abwertet. Das könnte man auch als Vorbild für Diskussionen nehmen, wo jeder seine Sicht der Dinge berichtet und sagt, was er persönlich für das Beste hält und zusätzlich das Ziel darin besteht, etwas dazuzulernen. Ich weiß nicht, ob ich in allen Situationen ein einsichtiger Mensch bin, vermutlich eher nicht. Aber ich halte es für wichtig, dass man zumindest eine gemeinsame Grundlage bei Diskussionen hat. Wenn ich beispielsweise mit einer Entscheidung nicht einverstanden bin, dann tue ich das auch mal mit deutlichen Worten kund. Was aber nicht heißt, das ich diese nicht anerkenne.
Lion hat geschrieben:Ich finde es weiterhin super, wenn neue Leute zu Treffen kommen, auch wenn sie sich überwinden müssen. Beiträge wie von Zero (die eigentlich mehr eine eigene Problembeschreibung sind, denn Kritik an MTTs oder an Organisatoren) sind aber leider dazu geeignet, Leute in eigenen, teilweise unnötigen Ängsten zu bestärken. Dagegen gehe ich an und stelle Dinge so dar, wie sie sind.
Ich finde es auch toll, wenn neue Leute zu MTT fahren, obwohl ich ja mal geschrieben habe, dass ich selbst wohl keine mehr besuchen werde. Ich halte es aber für eine Stigmatisierung, wenn man persönliche Aussagen zu MTT, die nicht positiv sind, als negativ für die Sache hinstellt. Jede Kritik kann sich positiv auf eine Sache auswirken, wenn man sich mit ihr ernsthaft auseinandersetzt. Und letztlich ist es so, dass Du immer nur die Dinge so darstellen kannst, wie Du sie wahrnimmst, so wie das bei jedem anderen auch der Fall ist. Niemand ist da im Besitz der absoluten Wahrheit. Und wenn jemand die MTT anders wahrgenommen hat als Du, dann kannst Du gerne Deine Sicht der Dinge darlegen. Aber diese Sichtweise hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Lion hat geschrieben:Und ich möchte einen Organisatoren oder Teilnehmer von MTTs sehen, der/die meine Ausführungen nicht unterschreiben kann/können (bzw. sie zur Diskussion bitten, wo ich denn falsch liege).
Vielleicht ist da jetzt ein falscher Zungenschlag reingekommen, aber der letzte Satz hört sich so an, als wenn Deine Meinung allgemeingültig ist und jeder ihr zustimmen müsste. Hier in diesem Thread haben sich schon Teilnehmer und Organisatoren gemeldet, die Dir nicht in allen Punkten zustimmen. Vielleicht solltest Du das mal zur Kenntnis nehmen.
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Re: Was hindert Euch, an einem MTT teilzunehmen?

Beitrag von BartS » Donnerstag 2. Januar 2014, 11:53

Stefan73 hat geschrieben:
Mannanna hat geschrieben:Aber zumindest ist es echtes, gelebtes AB-Tum, seitenlang über das Für und Wider zu diskutieren anstatt einfach zu machen oder nicht zu machen. :gewinner:
Genau das habe ich auch gedacht. In der realen Welt: "Haste Bock auf MTT?" "Nö, ist nicht so mein Ding." "Okay." ;)
Hi Mannanna und Stefan73, bei all dem Spaß, sprecht ihr da auch was sehr fundamentales an. Mal nüchtern betrachtet, eine ganze Reihe halten MTT für eine positive Sache. Sie machen auch Werbung dafür, was auch vollkommen in Ordnung und nachvollziehbar ist. Sie weisen u.a. darauf hin, dass MTT nicht immer nach demselben Schema ablaufen müssen und man auch versucht, auf individuelle Wünsche einzugehen. Dagegen ist ja nun wirklich nichts einzuwenden, wenn man versucht Unentschlossene für die MTT zu werben.

Aber ich finde, man schießt ganz schön über Ziel hinaus, wenn man versucht, jeden einzelnen, der sich irgendwie skeptisch äußert, von der Sache überzeugen zu wollen. Auch wenn es vermutlich keine Absicht ist, hat das Ganze diesen kruden Unterton: "Wenn Du wirklich wolltest, würdest Du auch zu MTT fahren und Dir nicht immer Ausreden einfallen lassen." Man kann die Sache doch wirklich mal einfacher machen und die Leute fragen, was sie sich von den MTT wünschen und dann schaut man einfach mal, was sich davon umsetzen lässt.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
(Hazel Brugger)

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