Miteinander anstatt Gegeneinander

Themen rund um das Diskussionsklima im Absolute Beginner Treff

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Kief
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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Kief » Montag 31. März 2014, 12:50

Lerche hat geschrieben:*gerade interessant find wie mein Anliegen von manchen konsequent ignoriert wird und mein Thread gekapert wird, obwohl ich es mehrmals erwähnt habe...*
Sagt mal, was geht denn hier ab?

Muessen wir gleich Lerche troesten, weil ihr Appell so gnadenlos niedergewalzt wird?
Ich glaube, die Moderatoren sollten mal die ganzen Matsch-Betraege verwarnen, und ein paar virtuelle Kopfnuesse verteilen, wenn die lieben Worte nichts bewirken.


CU, Kief
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Anne Shirley
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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Anne Shirley » Montag 31. März 2014, 17:08

Also, ich möchte jetzt tatsächlich einfach nochmal auf Lerches ursprünglichen Appell zurück kommen und DANKE sagen!

Ich selbst hatte mich Mitte Dezember hier angemeldet, hab dann aber von Mitte Januar bis gestern eine Pause eingelegt, weil ich teileweise den Umgangston echt nicht mehr haben konnte. Ich weiß, dass ich manchmal auch zu dünnhäutig bin, aber grundsätzlich finde ich - und so hab ich Lerche verstanden - dass man sich hier zwar durchaus auskotzen darf, aber trotzdem mal dran denken sollte, dass es auch da eine Grenze gibt, ab wo man andere Menschen verletzen kann.

Ich mein, wenn ich schlecht drauf bin und das Gefühl hab, ich muss mal Agressionen abbauen, hau ich ja auch nicht dem nächstbesten eine rein, sondern trainier 'n bisschen Karate. Und wenn ich solche verletzenden Gedanke hätte, die ich unbedingt loswerden müsste, dann würde ich versuchen, die dort loszuwerden, wo eben keiner davon verletzt werden kann - klingt das jetzt logisch? :gruebel:
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Tirak

Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Tirak » Dienstag 1. April 2014, 00:39

Habs gelesen und es ist für mich auch durchaus verständlich. Allerdings bin ich nicht vom Miteinander überzeugt. Vielleicht interpretier ich das Wort auch anders. Aber das heisst nicht zwangsläufig, dass alle gegeneinander agieren bzw. schreiben müssen. Dennoch seh ich recht unterschiedliche Situationen und dafür eher wenig Gemeinsamkeiten. Und gerade wenn es ins Politische abdriftet und die unterschiedlichen Moralvorstellungen einfliessen, kann es eigenlich fast nur noch krachen.
Es würde meines Erachtens an ein Wunder grenzen, wenn es hier anders wäre.

Aus meiner persönlichen Warte heraus denke ich, dass ein dickeres Fell für mich zumindest viel mehr bringt als die beschworene Empathie. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich leider auch zu verletztlich bin und Empathie bei mir nur noch meine Schwäche verstärken würde. Anders sind gewisse politische Ansichten von Triangulum und NBUC zb. für mich nicht sinnvoll verarbeitbar (ich fall sicherlich auch in die unerwünschte parasitäre Gruppe). Dass heisst aber nicht, dass ich sie nicht verstehe. In ihrer Position und aus ihrem moralischen Blickwinkel heraus würde ich es wohl so ähnlich sehen.

Aber um es nicht weiter zu vertiefen, gewisse Diskussionen lassen sich wohl nur etwas allgemeiner behandeln, wodurch ein gewisser eigener Abstand schon extrem vorteilhaft ist. Mehr mit offenem Visier zu diskutieren ohne es allzu persönlich zu nehmen könnte vielleicht produktivere Ergebnisse zu Tage fördern. Dabei wär natürlich auch auf die Wortwahl zu achten. Im Grunde weiss das aber jeder auch, insofern ist es wohl eher unnötig zu erwähnen.

Meiner Meinung nach dürfte auch jeder wissen, dass Beleidigungen Konsequenzen nach sich ziehen. Wer es trotzdem macht, geht ganz bewusst ein Risiko ein und muss sich meines Erachtens nicht wundern, wenn es zum Rauswurf kommt.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 25. April 2014, 07:15

Der Essi hat geschrieben:Ich bin zwar noch neu hier, aber ich finde, Lerches Appell sollte in die Leitlinien des Forums aufgenommen werden. Gibt es hier, abseits von den doch etwas verklausulierten Regeln, so etwas wie ein User-Ethos?
Meines Wissens nicht. Es würde auch nicht funktionieren, denn nicht wenige, die hier landen, würden das sowieso ablehnen, weil sie die Wahrheit für sich gepachtet haben, sei es jetzt der dauergefrustete HC+AB, der jeden von HC–AB abwärts anmotzt, weil derjenige gar nicht hierhergehört, der PU-Werber, der PU in seiner vollen Ausprägung als das einzig wahre Allheilmittel anpreist und suggeriert, ohne PU bleibt jeder solo, oder der "Ihr müßt nur wollen"-Normalo, der sich vor Monaten angemeldet hat, weil er glaubte, einem Bekannten helfen zu müssen, und jetzt seine Mitgliedschaft nutzt, um Plattitüden von sich zu geben. Mal abgesehen davon, daß alles, was dem eigenen Weltbild und der eigenen Meinung widerspricht, ganz klar immer gelogen ist.

Ich glaube, in diesem Forum funktionieren nur Dinge, die mit dem Bannhammer durchgesetzt werden können – aber nicht als Druckmittel, um Störenfriede zu maßregeln, sondern als Mittel, um Störenfriede zu beseitigen.
Kief hat geschrieben:
Lerche hat geschrieben:*gerade interessant find wie mein Anliegen von manchen konsequent ignoriert wird und mein Thread gekapert wird, obwohl ich es mehrmals erwähnt habe...*
Sagt mal, was geht denn hier ab?

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Quod erat demonstrandum.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Tilion » Freitag 25. April 2014, 07:20

Da gibt es doch eigentlich ein ganz einfaches Mittel. Jeder der so einen User-Ethos ableht, meldet sich ab oder wird nach einer bestimmten Anzahl an Verwarnung etc abgemeldet. Es wird ja niemand gezwungen hier zu bleiben.

PS: Man braucht absolut kein PU um eine Beziehung einzugehen. ;)

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von NBUC » Freitag 25. April 2014, 14:05

Tilion hat geschrieben:Da gibt es doch eigentlich ein ganz einfaches Mittel. Jeder der so einen User-Ethos ableht, meldet sich ab oder wird nach einer bestimmten Anzahl an Verwarnung etc abgemeldet. Es wird ja niemand gezwungen hier zu bleiben.

PS: Man braucht absolut kein PU um eine Beziehung einzugehen. ;)
Und deine kurzen, absoluten, "harten" und wertenden "Wahrheiten" dürften wohl genau das sein, was hier kräftig zum Klimavergiften beiträgt.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Tilion » Freitag 25. April 2014, 14:53

NBUC hat geschrieben:
Tilion hat geschrieben:Da gibt es doch eigentlich ein ganz einfaches Mittel. Jeder der so einen User-Ethos ableht, meldet sich ab oder wird nach einer bestimmten Anzahl an Verwarnung etc abgemeldet. Es wird ja niemand gezwungen hier zu bleiben.

PS: Man braucht absolut kein PU um eine Beziehung einzugehen. ;)
Und deine kurzen, absoluten, "harten" und wertenden "Wahrheiten" dürften wohl genau das sein, was hier kräftig zum Klimavergiften beiträgt.
Wo habe ich etwas von einer Wahrheit geschrieben? Das war lediglich ein Vorschlag, wie so ein User-Ethos durchgesetzt werden könnte. Die Forenregeln die jeder akzeptiert hat als er sich angemeldet hat sind doch im Grunde nichts anderes.
Solltest du mein PS gemeint haben, so habe ich lediglich meine Erfahrungen weitergegeben.
Wobei du mich mal wieder persönlich angreifst und mich zu beschuldigen, ich vergifte hat das Forenklima finde ich sehr unfair.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Kief » Freitag 25. April 2014, 15:31

Tilion hat geschrieben:
NBUC hat geschrieben:
Tilion hat geschrieben:PS: Man braucht absolut kein PU um eine Beziehung einzugehen. ;)
Und deine kurzen, absoluten, "harten" und wertenden "Wahrheiten" dürften wohl genau das sein, was hier kräftig zum Klimavergiften beiträgt.
Wo habe ich etwas von einer Wahrheit geschrieben?
"man" beinhaltet die Behauptung, dass etwas allgemeingueltig ist.
Genau genommen beziehst Du Dich jedoch nur auf Deine Ansicht, die Du nicht von allen Menschen erwarten kannst.

Mit dem dezenten Unterschied, ich-Botschaften zu verwenden, koenntest Du derlei Fettnaepfchen verringern.


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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Fragende » Freitag 25. April 2014, 15:41

Ich frage mich manchmal, wie es wäre, wenn der eine die Meinung des anderen einfach als dessen Meinung akzeptieren könnte, ohne diese zu bewerten. Man kann ja äußern, dass man selbst eine andere Meinung dazu hat und diese auch beschreiben. Aber man muss doch deshalb nicht die Meinung des Anderen nieder machen. Der hat doch einfach vielleicht nur andere Erfahrungen oder einfach eine völlig andere Wahrnehmung. Das muss doch nicht zwangsläufig falsch sein, auch dann nicht, wenn eigene Erfahrungen eben anders aussehen.

Ich muss aber zugeben, ich habe neulich selbst auch diesen Fehler gemacht, jemanden die Richtigkeit seiner Sichtweise abzusprechen. Es betrifft hier jemanden im Forum und ich glaube, ich habe ihn damit übelst verletzt.

Das tut mir wirklich aufrichtig leid.

Ich gehöre zu den Menschen, die ihr eigenes Verhalten auch überdenken und das "Scheißverhalten" lag eindeutig bei mir. Ich wünschte ich könnte es ungeschehen machen.
Die Veränderung des Blickwinkels kann die Wahrnehmung von kleinen Dingen bewirken, die wir manchmal gar nicht mehr sehen. - Namasté

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Tilion » Freitag 25. April 2014, 15:44

Kief hat geschrieben:
Tilion hat geschrieben:
Tilion hat geschrieben:PS: Man braucht absolut kein PU um eine Beziehung einzugehen. ;)
Wo habe ich etwas von einer Wahrheit geschrieben?
"man" beinhaltet die Behauptung, dass etwas allgemeingueltig ist.
Genau genommen beziehst Du Dich jedoch nur auf Deine Ansicht, die Du nicht von allen Menschen erwarten kannst.

Mit dem dezenten Unterschied, ich-Botschaften zu verwenden, koenntest Du derlei Fettnaepfchen verringern.


CU, Kief
Das mag sein, das sehe ich auch ein, dass die Formulierung nicht ganz glücklich ist. Zu mal der Zwinkersmiley, die Wirkung auch etwas abschwächen sollte. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass es mehr Menschen gibt als mich, die ohne PU zum Ziel kommen. Dennoch bin ich der Meinung, dass man Kritik an meiner Formulierung auch konstruktiver üben kann und mir nicht gleich vorwerfen muss, ich würde das Klima vergiften.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von FoxMulder » Freitag 25. April 2014, 15:51

Ihr Schleimer!! :mrgreen:
Sehr guter Text.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von ogor » Freitag 25. April 2014, 15:55

Fragende hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, wie es wäre, wenn der eine die Meinung des anderen einfach als dessen Meinung akzeptieren könnte, ohne diese zu bewerten.
Unmenschlich!

Wenn Leute zu mir immer gleich wären, völlig egal, was ich zu denen sage ("das ist halt seine Meinung"), dann würde ich denken, ich sitze mit seelenlosen Robotern zusammen.

Außerdem praktisch nicht umsetzbar. Das kannst du ja z.B. selbst hier ganz schnell ausprobieren. Schreib hier z.B. mal, du wärst der Meinung, dass es "Frauen leichter hätten" und warte ab, bis wann die Verwarnung und evtl. mehr wegen deiner "Meinung" kommt. ;)

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von FoxMulder » Freitag 25. April 2014, 15:58

ogor hat geschrieben:
Fragende hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, wie es wäre, wenn der eine die Meinung des anderen einfach als dessen Meinung akzeptieren könnte, ohne diese zu bewerten.
Unmenschlich!

Wenn Leute zu mir immer gleich wären, völlig egal, was ich zu denen sage ("das ist halt seine Meinung"), dann würde ich denken, ich sitze mit seelenlosen Robotern zusammen.

Außerdem praktisch nicht umsetzbar. Das kannst du ja z.B. selbst hier ganz schnell ausprobieren. Schreib hier z.B. mal, du wärst der Meinung, dass es "Frauen leichter hätten" und warte ab, bis wann die Verwarnung und evtl. mehr wegen deiner "Meinung" kommt. ;)
Man kann doch Meinungen austauschen UND akzeptieren, dass der andere eine eigene Meinung hat. Es sollte nicht darum gehen, den anderen zu überzeugen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren! Wenn einer dann einsieht, dass seine Meinung ihm nicht mehr zusagt, kann er sie ja selbstbestimmt ändern oder auch nicht.

Meinungsaustausch OHNE Erwartungen. Dann gibbet auch weniger Krieg.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von ogor » Freitag 25. April 2014, 16:02

FoxMulder hat geschrieben:Man kann doch Meinungen austauschen UND akzeptieren, dass der andere eine eigene Meinung hat. Es sollte nicht darum gehen, den anderen zu überzeugen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren!
"Wenn alle Beteiligten nach einem Gespräch weiterhin genau die gleiche Meinung haben wie vorher, dann war es Zeitverschwendung." ;)

(Mir fällt nicht mehr ein, von wem das Zitat ist. Nur dass es ein Professor in fast jeder Stunde erwähnt hat.)

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von FoxMulder » Freitag 25. April 2014, 16:06

ogor hat geschrieben:
FoxMulder hat geschrieben:Man kann doch Meinungen austauschen UND akzeptieren, dass der andere eine eigene Meinung hat. Es sollte nicht darum gehen, den anderen zu überzeugen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren!
"Wenn alle Beteiligten nach einem Gespräch weiterhin genau die gleiche Meinung haben wie vorher, dann war es Zeitverschwendung." ;)

(Mir fällt nicht mehr ein, von wem das Zitat ist. Nur dass es ein Professor in fast jeder Stunde erwähnt hat.)

Vom SInn her könnte das tatsächlich von Erich Fromm sein. Und es stimmt auch. Ich versuch immer herauszufinden, wie bereit jemand ist, eine unlogische Meinung aufzugeben. Wenn ich sehe, dass es ihm um Rechthaberei geht, dann verliere ich automatisch das Interesse. Aber ich geh dann etwas auf Distanz was Meinungsaustausch betrifft, da es sich ja für mich nicht lohnt. Ein Rechthaber glaubt tatsächlich im Recht zu sein. Daher ist es eben möglich, dass jeder Mensch ein Rechthaber ist, da ja jeder glaubt im Recht zu sein. Was will man denn da machen? Da ist echte Kontaktaufnahme eben nicht möglich. Aber schon der vierte könnte ein reflektierender Mensch sein. Das merkt man ja schnell. Unreflektiertheit macht auch immer müde und verdrießlich.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Kief » Freitag 25. April 2014, 17:55

ogor hat geschrieben:
Fragende hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, wie es wäre, wenn der eine die Meinung des anderen einfach als dessen Meinung akzeptieren könnte, ohne diese zu bewerten.
Unmenschlich!

Wenn Leute zu mir immer gleich wären, völlig egal, was ich zu denen sage ("das ist halt seine Meinung"), dann würde ich denken, ich sitze mit seelenlosen Robotern zusammen.
Ich weiss ja nicht, wie Deine Vorstellung aussieht, aber ich stelle mir das himmlisch vor.
Lauter Menschen, die gewaltfreie Kommunikation beherrschen, die mir zeigen, was ich noch verbessern kann im Sinne der gewaltfreien Kommunikation, und die sogar Trigger-themen mit GFK behandeln koennen - und mir das beibringen koennen.

Damit ich auch Mobbern laessig Grenzen setzen kann.
Oder mit Kriegstreibern wie Obama/Putin/Merkel sprechen kann, ohne denen die Luegenzungen rausreissen zu wollen.


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Tirak

Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Tirak » Freitag 25. April 2014, 18:38

FoxMulder hat geschrieben:
ogor hat geschrieben:
FoxMulder hat geschrieben:Man kann doch Meinungen austauschen UND akzeptieren, dass der andere eine eigene Meinung hat. Es sollte nicht darum gehen, den anderen zu überzeugen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren!
"Wenn alle Beteiligten nach einem Gespräch weiterhin genau die gleiche Meinung haben wie vorher, dann war es Zeitverschwendung." ;)

(Mir fällt nicht mehr ein, von wem das Zitat ist. Nur dass es ein Professor in fast jeder Stunde erwähnt hat.)

Vom SInn her könnte das tatsächlich von Erich Fromm sein. Und es stimmt auch. Ich versuch immer herauszufinden, wie bereit jemand ist, eine unlogische Meinung aufzugeben. Wenn ich sehe, dass es ihm um Rechthaberei geht, dann verliere ich automatisch das Interesse. Aber ich geh dann etwas auf Distanz was Meinungsaustausch betrifft, da es sich ja für mich nicht lohnt. Ein Rechthaber glaubt tatsächlich im Recht zu sein. Daher ist es eben möglich, dass jeder Mensch ein Rechthaber ist, da ja jeder glaubt im Recht zu sein. Was will man denn da machen? Da ist echte Kontaktaufnahme eben nicht möglich. Aber schon der vierte könnte ein reflektierender Mensch sein. Das merkt man ja schnell. Unreflektiertheit macht auch immer müde und verdrießlich.
Leider ist "Logik" bei den geläufigen Diskussionen nicht zwangsläufig übergreifend. Da vertritt wohl jeder seine eigene "Logik". Es könnte fatal sein, ungefragt anzunehmen, dass dein Gegenüber und du auf der gleichen gemeinsamen Basis diskutiert. Was du als unlogisch ansiehst, könnte auch schlicht nur ein Ausdruck dafür sein, dass du die Sicht deines Gegenübers nicht verstanden hast beziehungsweise nicht nachvollziehen kannst. Vielleicht fehlen dir dafür auch Elemente, die du nicht "sehen" kannst ,die aber für dein Gegenüber trotzdem relevant sind. Ich bezweifle stark, dass es ein guter Ansatz ist, jemanden auf Basis von "Logik" überzeugen zu wollen. Das ist hier leider nicht die Mathematik.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von NBUC » Freitag 25. April 2014, 22:18

Tilion hat geschrieben: Das mag sein, das sehe ich auch ein, dass die Formulierung nicht ganz glücklich ist. Zu mal der Zwinkersmiley, die Wirkung auch etwas abschwächen sollte. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass es mehr Menschen gibt als mich, die ohne PU zum Ziel kommen. Dennoch bin ich der Meinung, dass man Kritik an meiner Formulierung auch konstruktiver üben kann und mir nicht gleich vorwerfen muss, ich würde das Klima vergiften.
Ich bin sogar der Meinung, dass du mit der reinen Aussage recht hast.
Ich sehe allerdings ein schweres rhetorisches Foul in der Einbettung der Aussage:

Du beginnst mit einem "einfachen" Appell an einen letztlich unspezifizierten User-Etheos und Forenregeln, deutest also an, dass diese schon allgemeingültig festliegn und im Nachsetzen auch Autorität geklärter Definition haben. Das dies ganz und gar nicht so sicher ist, zeigt ja unter anderem die Diskussion hier.
Der Eindruck ist aber erst einmal ein Auftreten unter dem Schein allgemein anerkannter sozialer wie dann auch formeller Autorität.

Es folgt umgehend die Drohung der Sanktionierung gegen Abweichler.

Und unter dem Schirm dieser Drohung wird dann unausgeführt als Faktum dann die Aussage zum PU getroffen.

Oder zugespitzt übersetzt entsteht für mich folgendes Aussagebild:
Es ist geschrieben: Mach keinen Stress - und ich weis was das heißt!
Wer Stress macht fliegt raus!
Deine Meinung ist übrigens eindeutig falsch!
Willst du hier Stress machen (und widersprechen)?!!

Solche Taktiken sehe ich auch als ein Beispiel, wie draußen Möchtegernalphas argumentslos durch soziale und autoritäre Manipulation ihre Position erlangen und sichern.

Und so etwas wiederum prägt und letztlich zerstört dann meines Erachtens das hier diskutierte Klima, zumindest wenn man das als Beratungs- und Diskussionsklima sieht. Das scheint ja auch nicht ganz einstimmig zu sein, wozu das Forum hier dienen soll.
Leute überlegen sich dann schnell, ob sie wirklich eigene Gedanken und Probleme schildern sollen, wenn sie die Gefahr sehen dafür dann persönlich abgestraft zu werden, sei es formell, sozial oder eben durch einen entsprechenden herablassenden und verächtlich machenden Umgang mit ihren Beiträgen und im Schluss auf ihre Person (letzteres jetzt allgemein ergänzt und nicht auf dieses Thema hier bezogen) aus ihren Problembeschreibungen. (Nicht aus ihrer Darstellungsweise).
Zuletzt geändert von otto-mit-o am Samstag 26. April 2014, 02:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat korrigiert
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

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Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von FoxMulder » Samstag 26. April 2014, 00:44

Tirak hat geschrieben:Leider ist "Logik" bei den geläufigen Diskussionen nicht zwangsläufig übergreifend. Da vertritt wohl jeder seine eigene "Logik". Es könnte fatal sein, ungefragt anzunehmen, dass dein Gegenüber und du auf der gleichen gemeinsamen Basis diskutiert. Was du als unlogisch ansiehst, könnte auch schlicht nur ein Ausdruck dafür sein, dass du die Sicht deines Gegenübers nicht verstanden hast beziehungsweise nicht nachvollziehen kannst. Vielleicht fehlen dir dafür auch Elemente, die du nicht "sehen" kannst ,die aber für dein Gegenüber trotzdem relevant sind. Ich bezweifle stark, dass es ein guter Ansatz ist, jemanden auf Basis von "Logik" überzeugen zu wollen. Das ist hier leider nicht die Mathematik.

:wuetend:

FoxMulder hat geschrieben:Man kann doch Meinungen austauschen UND akzeptieren, dass der andere eine eigene Meinung hat. Es sollte nicht darum gehen, den anderen zu überzeugen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren!

Überzeugen kommt von "ÜBER" und "ZEUGEN". Also kann man auch negativ verstehen im Sinne von "über-stimmen".

Tirak

Re: Miteinander anstatt Gegeneinander

Beitrag von Tirak » Samstag 26. April 2014, 01:06

*edit*
@Foxmulder: Vergiss es, deine Reaktion spricht Bände. *auf Distanz geht* Ich bezog mich auf dein Herausfinden und hatte es als Überzeugungsintention missinterpretiert, aber das is nu egal. Ich hab keine Lust, mich von dir anblaffen zu lassen.

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