Offener Brief an das Forum

Themen rund um das Diskussionsklima im Absolute Beginner Treff

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Serendipity
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Offener Brief an das Forum

Beitrag von Serendipity » Donnerstag 19. März 2009, 19:54

Offener Brief an das Forum

Als ich vor fast einem Jahr meinen Weg in dieses Forum gefunden habe, war ich glücklich.
Glücklich darüber, dass ich scheinbar Menschen gefunden habe, die sich in der gleichen oder einer ähnlichen Lebenssituation wie der meinen befanden. Endlich hatte ich das Gefühl mit meinen Problemen und Sorgen nicht mehr alleine auf der Welt sein. Ich dürfte mich mitteilen und von diesen Problemen und Sorgen erzählen und bekam sogar ein Feedback dazu. Das war etwas, das ich bis dahin nicht kannte und weswegen ich mich in der Umgebung der ich lebe ausgegrenzt gefühlt habe. Hier jedoch war ich nichts seltsam Sonderbares, hier gehörte ich dazu.

Zu meinem Beginn hier, war ich körperlich aber vor allem geistig und emotional am Ende. Ich lag sozusagen am Boden. Mit der Zeit habe ich mich mühsam aufgerappelt und mir ging es zusehends besser. Dieser Effekt lässt nunmehr wieder nach und das liegt daran, dass hier innerhalb des Forums Ausgrenzungen erfolgen sollen. ABs untereinander machen sich das Leben schwer, weil immer häufiger propagiert wird: Du kannst mich nicht verstehen, weil du nicht das gleiche AB-Level hast wie ich. Weil das so ist, bin ich mehr AB als du.
So eine Haltung ist mir absolut unverständlich.
Warum findet diese Ausgrenzung statt? Vor allem, warum bestehen einige wenige darauf sich freiwillig auszugrenzen und gegenüber dem Rest der Forenteilnehmer abzuschotten? Was soll dadurch bezweckt werden? Warum wird etwas auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergebrochen, anstatt lieber nach möglichst vielen Gemeinsamkeiten zu suchen die uns als Gemeinschaft ausmachen?
Diese Gemeinschaft sollte sich dann solidarisieren, untereinander stärken und gegenseitige Hilfestellungen bieten um das ABtum zu überwinden.

Ich bin HC+ABine! Auch wenn mir jetzt vorgehalten wird, dass ich, nach 40 Jahren des Alleinseins nun aufgrund von glücklichen Zufällen zu unverbindlichen Treffen mit Männern gekommen bin, welche man mit viel Wohlwollen und großzügigster Auslegung als Date bezeichnen kann, über Beziehungserfahrung verfüge. Es wird so dargestellt und suggeriert, dass ich aufgrund dieser Art Erfahrung mich sozusagen auf dem Absprung befinde und bald EntABtisiert bin. (Sorry, aber das ist ein Hohn!) Ich mich daher auch nicht (mehr) in die Situation derer hinein versetzten kann, die in der Tat über noch weniger Kontakt mit dem anderen Geschlecht verfügen als ich es tue.
Solche Äußerungen versetzen mir einen Tiefschlag der mich wieder zu Boden reißt, der mich wütend aber überwiegend einfach nur traurig macht.

Alle Ex-ABs oder ABs auf dem Weg dahin, haben irgendwann einmal mit dem Erfahrungsstand „Null“ begonnen und ich bin davon überzeugt, dass auch sie sich noch lebhaft an diese Zeiten zurück entsinnen können. Daher dürften auch sie sich sehr wohl noch in die Gefühlswelt und die Situation derer hineindenken können, die noch am Anfang stehen.

Wohl bemerkt ich kann verstehen, dass sich einige hier unglücklicher und frustrierter fühlen als manch andere sich fühlen. Ich kann auch verstehen, dass sie dies hier im Forum kundtun wollen, weil sie sonst keine andere Möglichkeit haben sich mitzuteilen und auf Verständnis zu stoßen. Das sollen sie auch, aber dieses Forum ist nicht nur als Frustabladeplatz gedacht und wenn Mitglieder genau darüber ihren Unmut äußern, wird ihnen mangelnde Sensibilität vorgeworfen. Ich habe es so verstanden, dass dieses Forum als Plattform für einen konstruktiven Austausch und Diskussionen, für Inspiration und Herstellung von persönlichen Kontakten zur Verfügung gestellt wurde. Dies wiederum erfordert ein Mindestmaß an Miteinander und nicht Gegeneinander.

Daher kann und will ich eigentlich auch nicht verstehen, warum Menschen die von sich zu Recht behaupten durch ihre Situation im richtigen Leben Nachteile zu erfahren und zu leiden, weil die Welt da draußen mit Ablehnung und Unverständnis reagiert, hier zum Teil ebenso agieren.
Ich fände es viel hilfreicher, sich wieder auf das zu besinnen was wir ABs eigentlich wollen. Wollen wir nicht alle (zumindest) einen Menschen finden, der es vermag uns gern zu haben oder gar zu lieben. Einen Menschen, der in unsere Nähe sein will oder so gar sein Leben mit uns teilen will. Nur dieses Ziel können wir nicht erreichen, in dem wir uns hier gegenseitig fertig machen sondern nur durch gegenseitiges Verständnis und respektvollem Umgang miteinander. Dies bedeutet aber auch, dass die, die bereits über einschlägige Erfahrungen verfügen, dies nicht mit erhobenem Zeigefinger, auf aufdringliche Art und Weise und Schadenfreude kundtun sollen. Schlussendlich wollen wir doch alle das gleiche und daher sollten wir auch alle an einem Strang ziehen.

Die Diskussionen der letzten Tage haben mich jedoch viel darüber nachdenken lassen, ob ich mich in diesem Forum noch zu Recht befinde. Ob ich meine Zeit und meine Kraft darauf verwenden soll, mich weiterhin den Streitigkeiten der vermeintlich so unterschiedlichen AB-Fraktionen anzunehmen und dazwischen aufreiben zu lassen. Ob ich persönlich oder als Teil einer Gruppe an den Pranger gestellt werden darf (denn so kommt es mir gelegentlich vor).
Einzig die Tatsache, dass hier nicht alle so denken, dass ich Kontakte geknüpft habe die mir wirklich fehlen würden und die Hoffnung hier den ein oder anderen sinnvollen Beitrag zu finden, der auch mir hilft, lässt mich verweilen. Außerdem weigere ich mich, mich von einigen wenigen vergraulen zu lassen, ich bin nämlich noch nicht fertig mit der Sache.

In diesem Sinne, werde ich weiter voran blicken und auch weiterhin meine Beiträge in der Form verfassen, wie ich sie für richtig erachte und ich lasse mir auf gar keinen Fall einreden, dass ich weniger AB wäre als ich tatsächlich bin.

Gruß, Serendipity
Weinen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Gefühlen!

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Beitrag von Mr. T. » Donnerstag 19. März 2009, 20:06

:daumen:
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Beitrag von Stranger » Donnerstag 19. März 2009, 20:22

:daumen:

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Beitrag von Jayavarman » Donnerstag 19. März 2009, 21:02

Hm, vielleicht sollte man dieses Posting "sticky" machen und in gewissen Diskussionen immer wieder mal die Teilnehmer darauf verweisen.

Ich glaube gerade die aller-unerfahrensten schneiden sich damit ins eigene Fleisch.
Heute hack' ich, morgen crack ich, übermorgen hole ich des SysOp' Login
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Beitrag von Tyvek » Donnerstag 19. März 2009, 21:12

ich schließe mich mal serendipidy an.

aber ich würde sogar noch wagen weiter zu gehen ... denn früher ist mir oft aufgefallen, dass sich hier viele zu gern als total anders wahrnehmen.
besonders die unterscheidung zwischen 'normalo' und AB, wurde zu oft und zu engstirnig dargestellt.
ich versuchte immer mich als normal zu sehen und ich sehe auch die Forenteilnehmer als normal an ... so von dem was ihr schreibt und auch wie ihr in realität seid.

und das ist auch immer wieder die grundaussage, nach jedem treffen, die ich immer wieder hörte und selber sagte: "das waren ja alles ganz normale leute, bei den meisten hätte man es nichtmal vermutet"

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Beitrag von Jayavarman » Donnerstag 19. März 2009, 21:47

Tyvek hat geschrieben:besonders die unterscheidung zwischen 'normalo' und AB, wurde zu oft und zu engstirnig dargestellt.
ich versuchte immer mich als normal zu sehen und ich sehe auch die Forenteilnehmer als normal an ... so von dem was ihr schreibt und auch wie ihr in realität seid.

und das ist auch immer wieder die grundaussage, nach jedem treffen, die ich immer wieder hörte und selber sagte: "das waren ja alles ganz normale leute, bei den meisten hätte man es nichtmal vermutet"
Auch Du sprichst ein paar wahre Worte gelassen aus.

Schon rein politisch gesehen sollten wir uns immer selber als normal darstellen und daher keine solche Wortwahl verwenden.

Denn wir empfinden es ja gerade auch als schlimm, dass die Gesellschaft das AB-Sein als "unnormal" empfindet und uns nicht akzeptiert.
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Beitrag von stanley » Donnerstag 19. März 2009, 22:33

:daumen:
Serendipity's Worten kann ich mich ebenfalls nur anschliessen, mir gehts ähnlich. Ich hoffe jedenfalls, dass es hier in der Mehrzahl Leute gibt, die nicht in solchen Schubladen denken. Das Forum braucht keinen AB-Fundamentalismus, aber auch keine notorischen Besserwisser. :dont:

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Beitrag von ABine » Donnerstag 19. März 2009, 23:43

ABs sind auch normale Menschen, ich selber hab mich oft genug dabei ertappt es auch mal anders zu sehen -grad bei mir selber- Wir sind nicht anders als andere , es fehlt(e) uns nur sexuelle oder/und Beziehungserfahrung. Das macht aber niemanden zum schlechteren Menschen als jemand, der Erfahrung hat. Ich kann vieles nachempfinden, was Serendipity schreibt, grad als eine, die das Forum hier vom ersten Tag an kennt. Mir bedeutet das Forum auch ne Menge und ich finde es traurig, wenn es solche Spaltereien gibt.
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Beitrag von uhu2163 » Donnerstag 19. März 2009, 23:55

Man sollte dabei nicht vergessen, daß Normalo einfach eine Bezeichnung für Nicht-ABs im AB-Jargon ist. Damit ist keine Wertigkeit verbunden.

Generell kann ich hier im Forum lediglich die starke Tendenz feststellen, in jeden Fliegenschiß einen Misthaufen hineinzuinterpretieren.

Zu den anderen angesprochen Punkten kann ich nichts sagen.

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Beitrag von inVinoVeritas » Freitag 20. März 2009, 11:09

uhu2163 hat geschrieben:Man sollte dabei nicht vergessen, daß Normalo einfach eine Bezeichnung für Nicht-ABs im AB-Jargon ist. Damit ist keine Wertigkeit verbunden.

Zwar in anderer Hinsicht als in deinem Kontext jetzt gemeint, aber doch, anscheinend ist damit sehr wohl eine Wertigkeit verbunden.
Anders kann ich es mir nicht erklären, dass auf einige meiner letzten Postings - zwar nur von wenigen, aber dennoch - beleidigend reagiert wurde.
Auf die Argumente eines DINA4-Seiten langen Textes wurde nicht eingegangen, stattdessen wurde sich an einem (als Zahl: 1) Satz festgebissen, wo ich mich auf meine eigenen Erfahrungen bezog.

Manch ein Forenteilnehmer (ich will jetzt keine Namen nennen) sollte sich vielleicht bewusst machen, dass hinter jedem User ein Mensch steht der hier seine Zeit opfert und sich überlegen, ob er sich nicht in Zukunft doch mal an die Forennetiquette oder zumindest an generell gültige Diskussionsregeln* halten möchte.
Beides wird hier von so manchem in letzter Zeit mit Füßen getreten!
Entweder man entfernt aus diesem Forum jeden User mit Erfahrungen oder man behandelt ihn genau so, wie jeden anderen auch.


* Allgemein gültige Diskussionsregeln:

Zu einem guten Diskussionsstil gehört neben wechselseitigem Respekt unter anderem, gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt diese vorschnell zu verwerfen. Ein guter Diskutant hört zu, lässt ausreden und ist konzentriert genug, um auf das vom Gegenüber Gesagte einzugehen und seine eigenen Argumente sachlich darzustellen.



Gruß,
Vino

spike

Beitrag von spike » Freitag 20. März 2009, 14:25

seit wann machst du hier die regeln? statt permanent mit dem finger auf andere zu zeigen und dich als saubermann zu profilieren, solltest du dich auch mal an die eigene nase fassen und überlegen, warum andere wohl auf deine beiträge gereizt reagieren können. in deinen beiträgen wimmelt es nur so von provokationen und impliziten beleidigungen.

einige normalos oder ex-ABs hier sollten sich vor augen halten, dass sie sich in einem AB-forum befinden und sich dementsprechend verhalten sollten. viele ex-ABs gehen mit sehr gutem beispiel voran und binden eben nicht allen ständig auf die nase dass sie ja jetzt eine freundin oder einen freund haben, alles ganz einfach geht und sie genau wissen wollen wo die probleme der einzelnen user liegen. dann gibt es wiederum aber auch solche, die in fast jedem beitrag irgendwo ihre "ausnahmestellung" kenntlich machen. das kommt eben nicht gut an. das ist doch überall so, dass man sich aufgrund gemeinsamkeiten verbunden fühlt...

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Beitrag von inVinoVeritas » Freitag 20. März 2009, 15:26

Spike die Regeln mache nicht ich, die kannst du hier in der Netiquette im Forum nachlesen.
Wer hier durch Verunglimpfungen dauernd provoziert bist wohl eher du, ich habe dich jedenfalls noch in keinem deiner Beiträge angegriffen.

spike

Beitrag von spike » Freitag 20. März 2009, 15:43

ich reagiere nur. wenn du immer noch nicht verstanden hast, dass du hier in einem AB-forum bist und dass du dich da nicht ungefragt ständig als normalo feiern lassen solltest oder dir anmaßen solltest die probleme der ABs zu kennen obwohl du nie einer warst und bestimmt noch nie auf einem treffen warst, na dann weiß ich auch nicht... immer wenn du darauf hingewiesen wirst - nicht nur von mir - wirfst du noch anderen vor nicht offen für andere meinungen und frustriert zu sein. :roll:

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Beitrag von Serendipity » Freitag 20. März 2009, 15:45

@ inVinoVeritas & spike

Sorry Jungs,
aber hier in diesem Thread soll es keine Grundsatzdiskussionen darüber geben wer wem wann den Mund verbieten darf oder nicht. Wenn ihr das ausdiskutieren wollt, dann bitte per PN!
Ich glaube dieses Verständnis, habe ich mir aufgrund meines Eingangsposting verdient.

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Beitrag von Hmm... » Freitag 20. März 2009, 16:06

Nach Überlegens, ob ich dir eine PM schreiben soll bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ein offener Brief auch eine ebensolche Antwort fordert, daher:

Ich gehe davon aus, dass ich an deinem offenen Brief nicht ganz unschuldig bin, und möchte daher nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich deutlich geschrieben habe, dass ich deinen AB-Status nicht in Zweifel ziehe. Es ist für dich offensichtlich schwer nachzuvollziehen, aber die paar Dates, die du für belanglos hälst, sind für mich etwas, auf das ich noch hinarbeite. Wenn ich also der Meinung bin, dass du und ich nicht auf der selben Stufe des AB-Tums stehen, dann meine ich damit, dass du auf der besseren Seite stehst, nämlich auf der Seite der Menschen die die ersten Schritte auf dem Weg zur Beziehung getan haben, wenn auch noch keine Beziehung daraus entstanden ist, und die Beziehungserfahrung damit noch fehlt.

Wie ebenfalls bereits an anderer Stelle geschrieben vermag ich die Ausgrenzungstendenzen, die immer wieder als beschworen werden, nicht zu erkennen, und die aus meiner Sicht bestehenden Abgrenzungen, die sich aus dem unterschiedlichen Erfahrungsstand ergeben müssen nichts negatives sein, sondern sind in gewisser weise sogar die Grundlage für Diskussionen, denn wenn wir alle auf dem selben Kenntisstand wären, dann würde einer einen Text verfassen, gefolgt von einer Reihe "Ja"s der anderen Benutzer.

Ich habe soeben den Thread nochmals komplett gelesen, und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass gegenseitiges fertigmachen für mich nicht zu erkennen war. Du musstest sicherlich Dinge lesen, die dir offensichtlich nicht gefallen haben, aber dies ist auch wiederum was Wesen einer Diskussion, dass es möglicherweise zu Meinungsäußerungen kommt, die einen selbst nicht gefallen. Beleidigend wurde es aber meiner Meinung nach an keiner Stelle.

Du schreibst, dass du der Überzeugung bist, dass diejenigen, deren Erfahrungsstand über 0 ist, sich noch lebhaft an die Zeiten zurückerinnern können, zu denen sie selbst noch ABs waren, und sich auch an die Gefühlswelt derer erinnern können, die diesen Status noch nicht erreicht haben. Wenn dem wirklich so ist, dann erinnere dich an die Zeit, zu der du noch überhaupt keine Treffen mit Männern hattest, das Wort Date verwende ich an dieser Stelle bewusst nicht.

Erinnere dich an die Zeit, zu der du dein gesamtes Leben alleine verbracht hast. Wenn dir zu dieser Zeit z.B. deine Nachbarin erzählt hätte, dass sie sich in genau derselben Situation befindest wie du, obwohl sie gerade ein rein freundschaftlichen gemeinsamen Kinobesuch mit einem Arbeitskollegen der an dieser Nachbarin keinerlei Beziehungsinteresse hat hinter sich hat, dann kannst du, auch wenn es dir offensichtlich schwer fällt, vielleicht nachvollziehen, warum ich der Meinung bin, auf einer anderen AB-Stufe zu sein als du.

Wie ebenfalls an anderer Stelle schon geschrieben: Wenn ich schreibe, dass wir anders sind, meine ich damit auch nur exakt dieses, wir sind anders, aber nicht besser oder schlechter.

Amira

Beitrag von Amira » Freitag 20. März 2009, 19:03

Hmm... hat geschrieben:Erinnere dich an die Zeit, zu der du dein gesamtes Leben alleine verbracht hast.
Der Punkt ist, dass Serendipity eben weiterhin alleine ist. Die sogenannten Dates haben ihr in dieser Hinsicht nicht weitergeholfen, außer vielleicht von ihr jeweils im Vorfeld gehegte Hoffnungen zu zerstören und sie noch weiter runterzuziehen.

Aber bekanntlich lernt man aus Fehlern, und sei es nur zu erfahren, was einem selbst nicht gut tut. In diesem Sinne wünsche ich dir die Gelegenheit, gleiche Erfahrungen wie Serendipity zu machen. Denn meines Erachtens war das im Endeffekt das einzig Positive an den beschriebenen "Dates".

Amira

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Beitrag von Hmm... » Freitag 20. März 2009, 19:29

Amira hat folgendes geschrieben:

Der Punkt ist, dass Serendipity eben weiterhin alleine ist.
Verstanden, und akzeptiert.
Amira hat folgendes geschrieben:
Die sogenannten Dates haben ihr in dieser Hinsicht nicht weitergeholfen, außer vielleicht von ihr jeweils im Vorfeld gehegte Hoffnungen zu zerstören und sie noch weiter runterzuziehen.

Hier bin ich aber der Ansicht, dass ein Date zu haben für sich schon ein Erfolg ist, ein Date mit anschließender Beziehung wäre dann der nächste Schritt.
Amira hat folgendes geschrieben:

Aber bekanntlich lernt man aus Fehlern, und sei es nur zu erfahren, was einem selbst nicht gut tut. In diesem Sinne wünsche ich dir die Gelegenheit, gleiche Erfahrungen wie Serendipity zu machen.
Danke vielmals, dass wünsche ich mir auch! Wir sind uns damit im übrigen einig, dass Serendipity Erfahrungen gemacht hat? (nein, keine Beziehungserfahrungen, aber Erfahrungen im Bereich der Beziehungsanbahnung, und offenbar auch leider nur negative, aber eben Erfahrungen)

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Beitrag von ABine » Freitag 20. März 2009, 19:34

Hmm... , ich spreche jetzt für mich aber es ist mir nochmal ein Bedürfnis das zu erwähnen. Mit ganz großer Sicherheit weiß ich wie sich das anfühlt noch nie Dates gehabt zu haben, noch nie einen Freund gehabt zu haben, noch nie Sex. Das alles hat gute 16/17 Jahre meines Lebens bestimmt, die vergesse ich nicht von heut auf morgen. Die Tatsache, dass es ABs gibt, die Dates haben, zeigt, dass manche sich eben aus dem Schneckenhaus trauen, was verdammt nicht leicht ist, wie ich selber weiß. Die Tatsache, dass manche Ex ABs wurden, zeigt, dass auch wir eine Chance auf unser Glück haben und es genießen dürfen!


Ich wünsche von Herzen jedem, diese Glück erleben zu dürfen!
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Beitrag von Epona » Freitag 20. März 2009, 21:09

ABtum ist für JEDEN unterschiedlich im Gefühl und in der Definition. JEDER hat seine eigene Definition. Ist es dann nicht egal was ein "echter" AB ist und was nicht? Es ist nur ein verdammter Begriff. Jeder der sich als AB fühlt, ist ein AB. Genauso die Altersgrenze. Manche fühlen sich schon von jeher so, andere nicht.

Ich bevorzuge eh Langzeitsingle ohne Erfahrung oder einfach unerfahren (egal mit welchem "Level") und kann diese Diskussion oder eher gesagt von manchen Leuten hier im Forum diese Einstellung NICHT verstehen. Das ist als wenn man eine Mücke zum Elefanten macht. Ist das nicht einfach Korinthenkackerei (sorry für den Ausdruck)?! Was soll das? Es gibt wichtigeres.

Der Sinn dieses Forums ist doch sich auszutauschen und seine Unerfahrenheit zu "bekämpfen". Wenn einen andere Meinungen von Ex-ABs oder Nicht-ABs nicht interessieren, dann liest man das eben nicht. Ich war und bin froh, dass es nicht nur ABs in den Foren gibt, sondern viele an den Erfahrungen und Ratschlägen somit teilhaben lassen, damit andere weiter kommen. Mir hat es was gebracht (obwohl ich mich eher als Spätzünder sehe) und wie man am Erfolgsthread sieht - anderen genauso!

Volle Zustimmung also zu Serindipitys Posting!

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Beitrag von Möwe75 » Freitag 20. März 2009, 21:40

Ich schließe mich den Aussagen von Serendipity und Epona an. Manchmal kommt es mir so vor, als ob gerade diese ganzen Codes die Leute nur noch mehr von der echten Welt ausgrenzen. Und zwar bewusst ausgrenzt.

Natürlich ist eine Gruppe / Gemeinschaft stärker, wenn sie mehere Gemeinsamkeiten, wie eine eigene Sprache, hat. Aber solche Dinge können auch ganz schön nach hinten losgehen. Nämlich dann, wenn Nutzer dieses Forums ( welches eine offene Plattform sein sollte, und man sich mit Respekt behandelt ) Aufgrund von Kleinlichkeiten ausgegrenzt werden.

Ich könnte ja jetzt auch sagen, nur wer eine Brille trägt, so wie ich, weiß wass Nicht-Sehen wirklich bedeutet. Und im gleichen Atemzug blende ich alle die aus, die blind sind, oder keine Kontrastwahrnehmung haben. Oder keine Farben erkennen. Oder ich bin Kurzsichtig, was willst Du Weitsichtiger mir jetzt erklären...
Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen. P. Picasso

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