Offener Brief an das Forum

Themen rund um das Diskussionsklima im Absolute Beginner Treff

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Hmm...
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Beitragvon Hmm... » Samstag 21. März 2009, 20:50

Ich halte es für sehr wichtig, dass jeder der hier schreibt zunächst den ganzen Thread liest, und am besten diesen hier noch dazu:

http://www.iphpbb.com/board/ftopic-5831 ... -5665.html

Damit ich nicht immer nochmals schreiben muss, wie das von mir und Burt geschriebene ursprünglich gemeint war. Dann halten sich die Schocks auch möglicherweise in Grenzen.

castorf

Beitragvon castorf » Sonntag 22. März 2009, 10:39

HenryLee hat geschrieben:@Epona
Also diese Definition ist mir ehrlich gesagt zu lasch. Damit kann sich wirklich jeder auf irgendeine Art und Weise zugehörig fühlen.
Jemand der mit 16 seinen ersten Partner kennengelernt hat und mit diesem 10 Jahre zusammen war hat sicherlich auch Schwierigkeiten jemand Neues zu finden, aber er ist mit Sicherheit kein Absoluter Beginner.


Das mit Sicherheit nicht,er oder sie kann aber eine HC-abtypische Partnerfindungsproblematik haben.

Und dann gibt es noch die luschigeren ABs, deren "Schwachstellen" nicht hauptsächlich bei der Partnerfindung sondern bei der Partnerbindung liegen.

stanley
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Beitragvon stanley » Sonntag 22. März 2009, 12:14

Tippse hat geschrieben:Ich meine, selbst wenn ein Ü30-AB das unglaubliche Glück hat, endlich entABisiert worden zu sein, wird er in meinen Augen immer noch AB sein. Ich glaube nicht, dass sich das ABtum nach so langer Zeit einfach abstreifen lässt. Es hat einen über Jahre geprägt.


:daumen:
Sehr gut ausgedrückt. Einige scheinen halt den Glauben zu haben, dass Dates oder körperliche Erfahrungen - völlig unabhängig von einer gewachsenen Beziehung - sofort jegliche AB-Problematik in Luft auflösen. Das ist auch nach meiner Erfahrung leider absolut nicht der Fall - im Gegenteil! Dann spürt man vielleicht erstmal, was einem alles noch zu einem Leben in einer Beziehung fehlt. Wenn man es ein paar mal zum Joggen geschafft hat, wird man dadurch nicht zu einem sportlichen Menschen. Das ist erst dann der Fall, wenn man seinen Lebenswandel konsequent und vor allem konstant umstellen kann.

spike

Beitragvon spike » Sonntag 22. März 2009, 13:31

das ist wirklich nicht so leicht zu trennen. durch erfahrungen legt man ja nicht automatisch sein bisheriges verhalten ab. wenn man dieses verhalten aber mit dem ABtum verknüpft hat, ist verständlich, dass man glaubt man wäre noch AB. das sollte man aber wirklich mal trennen. ein AB ist eben ein AB und ein AB hat im wahrsten sinne des wortes keine erfahrungen. wer erfahrungen hat ist eben kein richtiger AB mehr, sondern SC-AB oder ex-AB oder single mit u. U. AB-ähnlichen verhaltensweisen. aber die tatbestandsmerkmale eines ABtums sind dann nicht mehr erfüllt.Bild ich halte es auch nicht für angemessen, wenn man sagt man habe zwar schon erfahrungen, sei aber nicht weiter als ein AB, der ungeküsst, ungekuschelt, ohne dates usw. ist. das ist ein großer unterschied.

stanley
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Beitragvon stanley » Sonntag 22. März 2009, 14:55

@spike
Wie du richtig sagst, geht es um ein Verhaltensmuster, dass man allmählich ändern muss. Die Entwicklung vom AB zum Nicht-AB läuft in Graustufen ab, in den seltensten Fällen schwarz-weiss. Es gibt 1000 "erste Male" auf dem Weg dahin (jedenfalls für mich) und in diesem Forum haben doch wohl die meisten das Ziel, diesen Weg zu beschreiten (hoffe ich zumindest, sonst wären sie ja nicht hier?).

Wenn man einen Sprachkurs "English for Beginners" aufsucht, dann tut man dies mit dem Ziel, sein Englisch zu verbessern. Nach deiner Binär-Logik dürften dann keine Leute an diesem Kurs teilnehmen, die gerade mal 5 Worte Englisch radebrechen können, den schliesslich sind sie keine "Beginner" mehr.

spike

Beitragvon spike » Sonntag 22. März 2009, 16:19

ABtum ist kein verhaltensmuster, sondern ein status. ferner sind wir hier nicht in einem anfängerkurs für alphawissenschaften in dem wir nur genug pauken müssen, um chancen zu haben... so ist das nicht. man muss nicht völlig normal sein um verpartnert zu sein. nach deiner logik würden die vielen verpartnerten "normalos", die seltenst ein besonders anderes verhalten an den tag legen als viele ABs, auch als AB durchgehen. das ist keine entwicklung die man vom AB zum nicht-AB beschreitet, sondern nur eine beschreibung des erfahrungsstandes! außerdem ist deine denke zudem gefährlich, denn es impliziert, dass man erstmal lernen müsse und erstmal zum normalo werden muss bevor man eine normale beziehung haben kann. :roll:

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Beitragvon Jayavarman » Sonntag 22. März 2009, 20:44

HenryLee hat geschrieben:Also diese Definition ist mir ehrlich gesagt zu lasch. Damit kann sich wirklich jeder auf irgendeine Art und Weise zugehörig fühlen.


Wäre das denn schlimm, wenn sich so jemand zugehörig fühlt? Ob er/sie es wirklich ist, wird man nach ein paar Postings ja bemerken.
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Beitragvon Serendipity » Sonntag 22. März 2009, 21:25

Nun nach dieser regen Diskussion darf ich mich nochmals zu Wort melden.
Ich wurde zwischenzeitlich gefragt, ob ich meinen offenen Brief weiterhin für erforderlich halte?
Ja, ich halte meinen Brief weiterhin für erforderlich. Auch wenn mich einige Beiträge in diesem Thread konkret dazu bewegt haben meinen Brief zu verfassen, so waren sie nicht die einzig Ausschlaggebenden. Sie mögen das berühmte Tröpfchen gewesen sein, welches das Faß zum überlaufen gebracht haben, denn es gab bereits vorher im Forum Diskussionen und Tendenzen die in eine ähnliche Richtung liefen. So hatte ich auch bereits hier versucht zu erklären, dass ich persönlich eine zu enggefasste AB-Defnition nicht für sinnvoll halte.

Meine Beweggründe und Absicht die ich mit meinen Brief verfolgte waren also folgende:
Ich halte es nicht für sinnvoll eine starre AB-Definition mit allzu vielen Ein- oder Schlußkriterien festzulegen, anhand derer man sich herrunterhangeln kann um zu bestimmen wer AB ist oder nicht. Sicher sollte es Eckpunkte geben, aber mehr auch nicht.
Außerdem wollte ich zum Ausdruck bringen, wie wenig sinnvoll Schubladendenken, Ausgrenzungstendenzen und Abschottungsversuche sind. Ich kann nur nochmals wiederholen, wir wollen doch alle dasselbe also sollten wir an einem Strang ziehen und uns nicht gegenseitg fertig machen.
Und zu guter letzt geht es auch gelegentlich um die Wortwohl mit der ABtum (noch) zugestanden wird oder eben nicht. Unbewußt oder gar bewußt wird dies zum Teil in gönnerhafte Form und von oben herab formuliert. Das kann (ist) sehr verletztend.

Ich persönlich wollte mit den Verfassen und dem Posting des Briefs meine Fassungslosigkeit und meine Wut über das Geschehene zum Ausdruck bringen und so verarbeiten. Für mich persönlich ist diese Art der Frustbewältigung eben hilfreich.
Weinen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Gefühlen!

stanley
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Beitragvon stanley » Sonntag 22. März 2009, 22:36

@spike
Mit etwas anzufangen, sprich: zu beginnen, ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Deinen Normalo-Theorien kann ich grad nicht folgen, ist mir auch zu anstrengend.

@serendipity
Du hast so recht. Aber gegen manche Denkschablonen hier anzukommen ist offensichtlich völlig zwecklos. Insofern würde ich persönlich mir in Zukunft wünschen, dass Threads, in denen verletztende Begrifflichkeiten wie "echter AB" eine Rolle spielen, in Zukunft einfach konsequenter gelöscht werden.


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