Vitamin B bei der Jobsuche

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Inwieweit half euch schonmal Vitamin B bei der Jobsuche?

Einmal
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31%
Mehrmals
7
20%
Noch nie + hat auch ohne geklappt
12
34%
Noch nie + hätte ich brauchen können
3
9%
Weiß nicht
2
6%
 
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Einsamer Igel
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Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Einsamer Igel » Montag 13. Mai 2019, 12:22

Wie ihr seht, ist dies eine kleine Umfrage zum Thema Vitamin B bei der Jobsuche.

Gemeint sind hilfreiche Kontakte im Verwandten-/Freundeskreis etc., die real dazu geführt haben, dass ihr einen Job ergattert habt.

Mich würde darüber hinaus interessieren, ob es eher Zufall war oder ob ihr so gut vernetzt seid, bzw. solche Glückspilze, dass es einfach immer gut geklappt hat.

Ich habe z.B. erst ein einziges Mal über Vitamin B einen Job bekommen und das war Zufall. Der Kontakt, über den sich das damals ergeben hatte, bestand nur kurzzeitig. Generell fehlt mir leider Vitamin B und ich denke, es wäre einiges anders gelaufen, wenn ich besser vernetzt gewesen wäre. :roll:

yes_or_no

Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von yes_or_no » Montag 13. Mai 2019, 13:38

Ich persönlich hab sowas 2x angeboten bekommen, über Kontakte.
Einmal wärs eine Stelle für meine Bachelor Arbeit gewesen, auf die mich ein fast-Fremder aus so ner Wandergruppe sehr stark zugequatscht hat und einmal ne Ausbildungsstelle im Großhandel, wo ne Bekannte von meiner Mutter Personalleiterin ist.
Ich denk schon, dass sowas helfen "kann" und man dann bei der Bewerbung hinterher bessere Chancen hat, wenn man irgendwo über drei Ecken empfohlen wurde.... hab allerdings bei allen beiden Angeboten mich dann doch nicht beworben, weil ich im Internet interessantere Stellen gefunden hatte.

Also ich denke, neben Kontakten gehört da extrem viel Glück dazu, dass der Job, den man vermittelt bekommen könnte, einem auch zusagt.
Und (zumindest bei meinen beiden Angeboten) hätt ich trotzdem Bewerbungsunterlagen einreichen müssen, beim Vorstellungsgespräch überzeugen müssen,... etc... also ein Freifahrtschein wärs nicht gewesen, aber ein Pluspunkt vermutlich schon.

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von TheSilence » Montag 13. Mai 2019, 13:50

Ich habe da bisher gar nicht so bewusst drüber nachgedacht, aber durch die Umfrage wird mir jetzt erst klar, dass ich bei meinen bisherigen Arbeitswechseln tatsächlich fast immer in irgendeiner Form von Kontakten profitiert habe.

Angefangen hat das Berufsleben mit meiner Ausbildung vor 13 Jahren, das war ein glücklicher Zufall und kein Vitamin B. Dann ging die Firma zwei Jahre nach Ende meiner Ausbildung leider Pleite, aber mein Chef hatte bei einem alten Kumpel angefragt ob er Interesse hätte, mich anzustellen. Das Vorstellungsgespräch war da eigentlich nur noch eine Formalität.

Als ich ein paar Jahre später sehr unzufrieden mit der Arbeit war und keine Besserung in Sicht war, hatte eine (ähnlich unzufriedene) Kollegin quasi für mich bei einer anderen Firma vorgefühlt, mit der sie selbst auch schon in Kontakt stand. Eine Bewerbung und paar Gespräche später hatte ich den Job. Aber nur ein Jahr, aus finanziellen Gründen musste ich da dann leider auch wieder gehen.

Bei der Firma, zu der ich dann wechselte, arbeitete auch schon ein ehemaliger Kollege von mir, bei dem ich gefragt hatte. Ich hätte es vermutlich auch ohne seine Hilfe geschafft, aber eine Empfehlung von einem Mitarbeiter schadet ja nicht :mrgreen: Leider bin ich auch da nicht so wirklich zufrieden gewesen...

... und dann hat mein früherer Ausbilder bei mir angerufen und gefragt, ob ich wieder für ihn arbeiten möchte. Und das mache ich seitdem auch wieder und bin sehr froh darüber, weil mir die Arbeit jetzt wieder soviel Spaß macht wie schon lange nicht mehr :)

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Saraj » Montag 13. Mai 2019, 14:58

Ich kann dich sehr gut verstehen. Habe selbst auch so gut wie überhaupt kein Vitamin B und bekomme in meinem Studiengang gerade extrem oft zu hören, wie wichtig es ist, sich möglichst früh Vitamin B zu beschaffen. Im Netzwerken bin ich schlecht (Sozialphobie). Gerade zu der Region, in die ich in zwei Jahren unbedingt ziehen möchte und auch werde, habe ich Null Verbindungen. Früher haben meine Ängste mich nur beim Freundeskreis aufbauen blockiert, jetzt auch beim Beruflichen. :hammer:

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 13. Mai 2019, 15:33

Ich hatte nie (noch nie??) die Gelegenheit einen Job zu suchen. :oops: :oops: :oops:
Für mein Praktikum hat mich ein Lehrer empfohlen der Kontakte zu der Firma hatte, ansonsten hätte ich es mit (damals noch undiagnostizierter) Sozialphobie wohl schwer gehabt. Ich habe noch nie ein richtiges Vorstellungsgespräch geführt und fühle mich dazu auch nicht in der Lage. :? An meine eventuelle "Eingliederung" in den Arbeitsmarkt bzw meine Chancen möchte ich gar nicht denken.
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von uhu72 » Montag 13. Mai 2019, 15:56

Vitamin B bei der Jobsuche? Kenne ich nicht. Wie geht das?
Ich vermute mal, dass hängt ganz stark vom Beruf und der Branche ab.

Als kleines Licht in Großkonzernen kenne ich nur das übliche Schema, bei dem drei Personengruppen an der Entscheidung und dem Verfahren beteiligt sind: Fachabteilung, Personalabteilung und Betriebsrat. Stellen, die nicht ausgeschrieben sind, egal ob intern oder extern, existieren nicht. Und nur wenn alle drei Personengruppen zustimmen, wird man auch eingestellt. Natürlich hat jede an dem Verfahren beteiligte Gruppe ihr Augenmerk auf die für sie am meisten relevanten Faktoren.
Seit dem ich mich auf Stellen konzentriere, die auch nach meiner Sichtweise 100% zu mir passen, waren die Auswahlverfahren immer ein glatter Durchmarsch. Allerdings hatte ich noch nicht so viele Arbeitgeber wie Bewerbungsverfahren ...



Und jetzt warten wir mal ab, wie lange es dauert, bis fidelchen hier vorbei kommt und genau das Gegenteil behauptet. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von alex321 » Montag 13. Mai 2019, 16:04

Von Vitamin B habe ich bisher ein einziges mal profitiert. Vielleicht. Ich habe mein Praktikum in der Firma meines Nachbarn gemacht. Ich glaube aber er hat mich nur eingestellt weil sie in der Firma gerade sehr viel Arbeit hatten und ein Praktikant der fast gratis arbeitet kam da gerade recht. Gelernt habe ich jedenfalls in dem Praktikum fast nichts, ich war meistens mit anspruchslosen Hilfstätigkeiten beschäftigt.

Ansonsten kann ich Vitamin B nicht nutzen. Dafür fehlt mir einfach das soziale Netz.

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Elin » Montag 13. Mai 2019, 16:08

Bei der Jobsuche war das kein Faktor - wie auch, ich bin frisch von der Uni weg in meinem jetzigen Job gelandet und hätte damals gar keine Kontakte gehabt, die mir hätten helfen können. Ich habe mich ganz einfach beworben - und hatte Glück.

Allerdings habe ich über Kontakte meinem Arbeitgeber schon den einen oder anderen neuen Kunden beschert. Wobei diese Zusammenarbeit immer von der anderen Seite ausgegangen ist. Sprich, die sind auf mich zugekommen, haben gesagt, dass sie jemanden suchen, ob ich nicht wen empfehlen könnte. Wir mussten aber als Unternehmen vorher das normale Prozedere absolvieren, also entsprechende Tests usw. bestehen. Wir wurden also nicht einfach so als Anbieter ausgewählt, weil ich bei den Auftraggebern jemanden kannte. Aber es kann offenbar durchaus hilfreich sein, jemanden zu kennen, der jemanden kennt.

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Khaleesi » Montag 13. Mai 2019, 18:23

Ich hab noch nie wirklich von Vitamin B profitieren "müssen"... in meiner Branche herrscht ein dermaßen eklatanter Mangel an Fachpersonal, dass man sich schon als Student vor Jobangeboten kaum retten kann. Vitamin B wird praktisch erst dann nötig, wenn man sich innerhalb der Branche eine wirklich enge, hart umkämpfte Nische sucht - und die Zahl ebensolcher Nischen ist wirklich extremst überschaubar (geht hier v.a. um einige wenige Stellen in super beliebten Großstädten wie bspw. B, M oder HH).

Wobei - eine Vitamin-B Story fällt mir doch ein: War allerdings bloß ein Nebenjob in meiner Teenie-Zeit in 'nem Freizeitpark, an welchen ich über 'ne damalige Freundin gekommen bin (sie hatte meine Bewerbung beim Personaler abgegeben, der bevorzugt auf Empfehlung hin zum VG bat) ;)
Zuletzt geändert von Khaleesi am Montag 13. Mai 2019, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Danger Mouse » Montag 13. Mai 2019, 18:50

Einfluss von Vitamin B, von dem ich nichts wusste, hat bei mir bisher immer zur eine Katastrophe geführt. Am Ende war ich immer sehr unglücklich. Auf jemanden zugehen, um zu fragen, würde ich nur machen wenn ich mir zu 100% sicher bin das ich das kann. Das kommt so gut wie nie vor. Wenig Selbstvertrauen, wenig Selbstbewusstsein. Gleiches Thema wie bei den Frauen. Die meisten Praxissemster Themen und Themen für Diplomarbeiten haben ich mir nicht zugetraut.

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Reinhard » Montag 13. Mai 2019, 20:11

Einen der Ferienjobs während meiner Studienzeit habe ich bekommen, weil ein Verwandter in einer Firma gerade seine Ausbildung machte. Die Firma war so klein, dass sie sich den Aufwand mit einer Stellenausschreibung nicht leisten wollten, da wurden die Leute halt gesucht über "erzählt es rum" bzw. Mundpropaganda. So kam ich dann da rein.

War ein stupider Job, eingentlich nur Werkstück in die Maschine stecken und wieder rausholen ... :-|
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 13. Mai 2019, 20:26

Reinhard hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:11
War ein stupider Job, eingentlich nur Werkstück in die Maschine stecken und wieder rausholen ... :-|
um reinstecken und rausholen dürfte dich so mancher AB beneiden :roll:

sorry! :oops: Ich sollte mal mein Gehirn waschen.
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Reinhard » Montag 13. Mai 2019, 20:36

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:26
Reinhard hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:11
War ein stupider Job, eingentlich nur Werkstück in die Maschine stecken und wieder rausholen ... :-|
um reinstecken und rausholen dürfte dich so mancher AB beneiden :roll:
Aaaahhhh ....

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Das war ein Wasserstrahlschneider ... :kopfstand:
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 13. Mai 2019, 20:40

Reinhard hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:36
Das war ein Wasserstrahlschneider ... :kopfstand:
so viel Druck? :shock: :shock:
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Reinhard » Montag 13. Mai 2019, 20:51

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:40
Reinhard hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:36
Das war ein Wasserstrahlschneider ... :kopfstand:
so viel Druck? :shock: :shock:
Den Zahlenwert weiß ich nicht mehr, aber irgendwo war eine Anzeige mit hunderten Megapascal ... :brille1:
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Axolotl » Montag 13. Mai 2019, 22:20

Kann ich noch nicht genau sagen :mrgreen: :wuetend:
If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Montecristo » Dienstag 14. Mai 2019, 08:38

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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Montecristo » Dienstag 14. Mai 2019, 08:46

Aus reiner Nächstenliebe wird man nie angesprochen. Die Leute müssen sich halt was versprechen, im Zweifel ein kürzeres Bewerbungsverfahren. Bei größeren Firmen ist das für relevante Positionen gar nicht mehr möglich. Praktikum geht sicher immer noch. Da hört es dann aber auf. Schließlich muss (auch für den Betriebsrat) dokumentiert werden. Das Vitamin B beschränkt sich dann darauf zum Vorstellungsgespräche zu kommen. Das ist aber mitunter die geringste Hürde, wenn man überhaupt qualifiziert ist.
Als Freelancer ist das möglicherweise grundsätzlich anders. Da wüsste ich auch gar nicht, wie man dauerhaft ohne gute Vernetzung überleben sollte.
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von Ringelnatz » Dienstag 14. Mai 2019, 09:04

Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 08:46
Das Vitamin B beschränkt sich dann darauf zum Vorstellungsgespräche zu kommen.
Auch das ist doch sehr nützlich! Und auch überhaupt zu erfahren, wo etwas Spannendes offen sein könnte und wohin man mal seine Fühler strecken könnte... dann vielleicht auch Insider-Tipps, wie es wirklich dort läuft.

Dass man trotzdem einen Bewerberprozess mitmachen muss finde ich gut und wäre irritiert, wenn das nicht so wäre.
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Re: Vitamin B bei der Jobsuche

Beitrag von inVinoVeritas » Dienstag 14. Mai 2019, 09:54

Wenn man sich bei meinem Konzern von außen auf eine Stelle bewirbt bringt Vitamin B rein garnichts, denn am Einstellverfahren sind mehrere Parteien beteiligt, so dass es wenig bringt wenn darunter jetzt auch der Cousin zweiten Grades bei ist, der sich für einen einsetzt. (Das mag evtl. bei Schülerpraktika noch anders sein, darum gehts hier aber ja eher nicht)
Wenn man sich aber intern über das "normale" Level hinaus (auf Stellen >100k Jahresgehalt) in bestimmte Ebenen entwickeln möchte bzw. sich auf Stellen ab einem gewissen Level im internen Jobportal bewirbt, hat Vitamin B sogar einen großen Einfluss.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Erfolgschancen äußerst gering sind, wenn unter den Konkurrenten um die Stelle jemand dabei ist, der den einstellenden Manager persönlich kennt oder aber diesem bereits positiv aufgefallen ist (z.B. wenn man für seinen übergeordneten Bereich erfolgreich ein Projekt gemanaged hat).
Insbesondere bei Stellen ab mittlerem Management aufwärts ist ein gutes Netzwerk das A und O, sonst hat man kaum Chancen diese zu bekommen. Da gewinnt das Rennen üblicherweise derjenige, der im dortigen Umfeld bereits für seine exzellenten Leistungen bekannt ist, was es garnicht so leicht macht sich in Unternehmensbereiche zu entwickeln, wo man bisher kaum in Erscheinung getreten ist.
Netzwerken ist für die Karriere mindestens genau so wichtig wie gute Leistungen... ohne ersteres bringt einem letzteres leider nicht viel gegen die Konkurrenz um die richtig begehrten Stellen.

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